Busfahrer fragt mein Kind nach Namen. Wie beibringen nicht mit fremden zu reden?

    • (1) 08.02.19 - 19:22
      Besorgtemutti

      Guten Abend.
      Mir schwirrt das einfach die ganze Zeit im Kopf herrum und mache mir zum Teil irrationale sorgen.

      Heute habe ich meinen Sohn (8j) von der Schule mit dem Bus abgeholt. Ich stieg im der Mitte mit Kinderwagen ein und mein Sohn vorne zum bezahlen. Wir sind gerade umgezogen und der Weg zur Schule ist jetzt weiter als vorher. Als mein Sohn zahlte, fragte der Busfahrer wie er heißt und mein Sohn antworte mit seinem Namen. Wir sind nur drei Stationen gefahren und mein Sohn erzählte es mir.

      Ihr müsst wissen, dass ich sehr lange unter Angstzuständen litt, das meinen Kindern was passiert und das hat meine Alarmglocken total läuten lassen. Ich habe eine Beschwerde an die Stadtverkehr geschrieben, das ich es nicht gut finde, das der Busfahrer so neugierig war.
      Der Mann weiß also in welche Schule er geht, wann er freitags Schluss hat, welchen ranzen er trägt und wie er heißt.
      Meine Gedanken waren gleich, das er jemand anderes mit diesen Infos zur Schule schickt und meinem Sohn mit Namen anspricht und sagt deine Mutter ist im kh ich soll doch abholen ect.

      Ich fühl mich jetzt Mega unwohl und habe natürlich mit meinem Sohn darüber gesprochen, das er fremden so etwas nicht sagen darf. Eigentlich sollte er in nächster Zeit dem Weg alleine mit Bus fahren, aber das traue ich mich nun nicht mehr und habe sogar Angst das jemand fremdes vielleicht sogar in der Pause zu ihm kommt. Das klingt vielleicht für einige jetzt Mega übertrieben, aber für diese Angst kann ich nichts. Ich bin froh das Wochenende ist und mein Mann auch einige Tage der Woche zumindest eine Fahrt mit Auto machen kann, aber irgendwie habe ich jetzt einen faden Beigeschmack.

      Ich habe schon sehr oft mit meinem Sohn darüber geredet, das er nicht mit fremden reden oder mit gehen darf, aber Kinder denken sich ja nicht Böses dabei.

      Wie geht ihr mit diesem Thema um und kann mir vielleicht jemand bisschen meine Angst nehmen?

      • Hallo,


        ich denke du bist gerade dabei deine Angst auf dein Kind zu übertragen. Es kann auch sein das der Busfahrer es nur gut gemeint hat. Sollte es sich eventuell um einen Schulbus handeln, bzw. einen Linienbus der für den Schülerverkehr mit genutzt wird wird dein Sohn irgendwann einen Busausweiß auf dem sein Passbild, sein Name und die Schule steht.

        Ich sehe jedenfalls kein Fehlverhalten vom Busfahrer.


        FG blaue-Rose

        • (3) 08.02.19 - 19:40

          Nein, es ist kein Schulbus, vielleicht habt ihr recht und er meinte es wirklich nicht böse. Ich bin einfach leider von Naturaus seid Kind selber ängstlich, was fremde Menschen betrifft. Ich bin sehr skeptisch und vertraue niemandem den ich nicht kenne. Ich möchte natürlich nicht das meinen Kindern die selbe Angst zur Last wird und hatte wirklich sehr sehr lange keine Angstzustände mehr.
          Danke für deinen Beitrag

          • Ich weiß das es für dich ganz schwer sein muss diese Angst abzustellen. Es sieht aber wirklich für mich danach aus das du unbewusst deine Angst auf dein Kind überträgst und das kann dein Kind auf Dauer zu der gleichen Angst führen. Hast du etwas gegen diese Angst getan?

            • (5) 08.02.19 - 20:02

              Nein, das habe ich noch nicht getan, weil ich eigentlich dachte das es besser geworden ist. Ich möchte nicht das meine Kinder die selben Ängste haben, aber ich möchte das sie eine gesunde Skepsis versprühren. Abstellen ist in der Tat sehr schwierig, aber ich versuche wirklich mein aller bestes es meinen Kindern nicht Spühren zu lassen

              • Eine gesunde Skepsis sollte wirklich sein und sie sollten auch nicht gleich zu jedem Vertrauen haben.

                Kannst du dir vorstellen deine Angst eventuell therapeutisch aufzuarbeiten. Ängste haben in aller Regel Ursachen und mit einer Therapie kann man lernen diesen Ängsten nicht mehr so viel Macht zu geben. Für dich wird diese Angst auch belastend sein. Sie wird dir Kraft rauben und dich einschränken.

                • (7) 08.02.19 - 20:26

                  Vor ein paar Jahren hatte ich mich an einer Klinik geredet, aber die hatten sehr lange Wartezeiten und ich würde nie zurück gerufen, eine anderes mal war ich bei meinem Hausarzt, der verschrieb mir traumel (Falles das richtig war) aber nachdem ich die packungsbeilage lass, habe ich sie nie genommen. Meinen Frauenarzt habe ich oft drauf angesprochen, der hat nur verdutzt geguckt und hatte keine Ahnung. Naja was soll man noch machen?

                  • Ich würde es noch einmal versuchen. Vielleicht hilft eine ambulante Therapie. Dort gibt es aber meist auch lange Wartelisten. Das die Klinik sich nicht wieder gemeldet hat finde ich nicht gut.

                    >>>Naja was soll man noch machen?<<<

                    Wenn man Hilfe haben will, muss man sich schon kümmern und nicht so halbgar.

                    *Wenn der Bauer nicht schwimmen kann, ist die Badehose schuld.*

                    • (10) 09.02.19 - 08:41

                      Ich habe mit drei stellen gesprochen und keiner nimmt einen Ernst. Da zweifelt man schon manchmal an der Sache und redet sich vielleicht auch selber ein, dass ich vielleicht einfach nur übertreibe. Es ist ja auch schon viel besser geworden. Damals hatte ich es täglich, mittlerweile zyklusbedingt. Als ich die Pille nahm war es ganz weg, habe sie aber aus anderen gründen wieder abgesetzt. Mit drei Kindern und einen Mann der 60 std die Woche schiebt, findet man auch keine Zeit. Ich lebe mehr für die anderen zur Zeit

                      • Dass die Klinik sich nie wieder bei dir gemeldet hat, ist nicht ok.
                        Wenn dein Hausarzt und dein Frauenarzt dich nicht ernstnehmen, wäre das für mich ein Grund, die Ärzte zu wechseln.
                        Das kann aber doch kein Grund sein, alles so weiterlaufen zu lassen, upps, die haben mich nicht ernstgenommen, also mache ich jetzt gar nichts mehr... und DIE sind daran schuld.
                        Entweder willst du Hilfe, dann kümmere dich, aber finde nicht nur Gründe, warum das nicht geht. Selbst wenn deine Ärzte dich ernstgenommen hätten, wäre es an dir gewesen, weitere Schrite zu unternehmen.

                        Angst um seine Kinder zu haben, sich Sorgen zu machen, ist ganz normal. Aber du merkst doch selbst, dass es bei dir übermäßig ist, auch wenn du jetzt schon zurückgerudert bist, was den Umfang angeht. Übergroße Ängste vermindern deine Lebensqualität, was das vielleicht mit deinen Kindern macht, wurde dir schon mehrfach geschrieben. Du solltest das wirklich angehen!

      Vielleicht meinte der Busfahrer genau andersherum. Er fährt die Strecke ggf täglich und hat so ein Auge auf die Kinder.

      Ehrlich gesagt würde ich mir weniger Gedanken darum machen, wie ich dem Kind beibringe nicht mit dem Busfahrer zu reden, sondern eher zusehen, wie mir mit meiner Angst geholfen wird.
      Es gibt so viele garstige Busfahrer, die teils wirklich gemein zu den Kindern sind. Hier versucht mal einer nett zu sein und Vertrauen zu seinem Fahrgast aufzubauen und du schreibst einen Beschwerdebrief.... Wenn dein Kind mal seine Fahrkarte vergisst, wird er noch viel mehr fragen als nur nach dem Namen...

      So kopflos und grundlos überängstlich verunsicherst du die Kinder doch nur und machst sie so vielleicht tatsächlich zu Opfern. Lerne ihnen lieber den gesunden Menschenverstand einzusetzen...

      Ist denn das, was dir passiert ist, therapeutisch aufgearbeitet worden? Hört sich irgendwie nicht so an.
      Die Gefahr, dass der Busfahrer zur Schule marschiert und dein Kind mitnimmt, ist unwahrscheinlich. Du kannst deinem Kind ein paar Basics mit auf den Weg geben, z.b. nicht auf diese KH Nummer reinzufallen, immer darauf bestehen, dass du vorher Bescheid gesagt bekommst, wenn dein Kind irgendwo mitfahren will/soll (das gilt auch für Bekannte, Eltern von Mitschülern, Nachbarn etc.), nicht in Häuser oder Wohnungen mitgehen (auch hier die o.g. Leute mit einbeziehen), nicht mit fremden Erwachsenen reden, nicht an Autos herantreten, sondern von weitem rufen, dass derjenige verschwinden soll usw.
      Dann solltest du deine Ängste aufarbeiten.
      Ich habe z.b. durch meine Kindheit wahnsinnige Verlustängste. Wenn mein Mann oder meine Kinder sich verspäten ohne Bescheid zu sagen, bricht mir der Schweiß aus und ich gerate in Panik. Die Jungs und mein Mann wissen das und melden sich, sobald sie sich verspäten.
      Mein Großer wird 16 und da muss ich schon ordentlich über meinen Schatten springen, um ihn nicht einzuengen mit meinen Ängsten. Ich lasse ihn ganz bewusst los. Mein 13,5jähriger und mein 9jähriger sind auch oft den ganzen Tag unterwegs...mir ist nur wichtig, dass ich die alle erreichen kann, daher haben alle Handys. Vielleicht wäre das auch was für deinen Sohn? Dann bist du auch beruhigter.

      lg

      • (15) 08.02.19 - 19:46

        Danke für deinen Betrag. Nein ich habe es therapeutisch nicht aufgearbeitet. Ich bin auch seid Kind sehr ängstlich, warum genau das so ist, kann ich dir nicht beantworten, aber seid meiner letzten Schwangerschaft (der kleine ist 10 Monate alt) war es weg und kam nur zyklusbedingt während des Eisprungs ein Tag und der Periode ein Tag, deshalb schieb ich es eher auf die Hormone.
        Mein Eisprung steht kurz bevor und es kann daran liegen das ich heute zart besaitet bin, und meistens weiß ich selber, das es total irrational ist, aber ich komm in dem Moment einfach nicht gegen an. Er hat ein Handy jetzt als Ansporn bekommen zum dritten Schuljahr im Sommer. Er ist gut in der Schule, aber ich dachte das es so „besser“ wäre ihm Ein Handy dann zu schenken, statt außer der Reihe. Ab Sommer muss nämlich eine Lösung her, weil meine mittlere dann um 8 auch im kiga sein soll und es im gegengesetzte Richtungen liegt.

        Mein Mann und ich werden morgen nochmal mit ihm sprechen, wie man sich fremden gegenüber verhalten sollte

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