Mutter interessiert sich nicht für mich

    • (1) 12.02.19 - 21:10

      Ich habe heute eine Frage bzw benötige ich einen Rat, da ich nicht weiß wie ich mit der Situation umgehen soll....
      Das Verhältnis zu meiner Mutter war ehrlich gesagt schon immer angespannt. Als ich älter wurde, besserte es sich zwar, es war aber nie zu 100 Prozent innig. Ich bin mit meinem zweiten Kind schwanger und hatte beim ersten eine sehr unschöne zeit während der 9 Monate Schwangerschaft (lag im klinikum und hatte mit glück 20 Prozent chance, dass mein sohn überlebt). Durch sehr unschöne Vorkommnisse habe ich mich vom werdenden Vater getrennt und bin nun mit der Schwangerschaft und beiden zwergen alleine. Gerade jetzt brauche ich Unterstützung in form von zuhören und für mich da sein, aber es kommt das Gegenteil. Schon bei der Verkündung meiner zweiten Schwangerschaft hat sich jeder für mich gefreut, nur die Familie nicht insbesondere meine Mutter. Ihre Reaktion : nee, oder? Und ein langes Gesicht bis zum boden. Ich wollte sie mehr mit einbeziehen, sie mit zum Ultraschall nehmen und babysachen kaufen. Ich stehe etwa 6 Wochen vor der Entbindung, es war nicht einmal jemand mit. Ich wollte ihr das babyzimmer zeigen, das ich neu eingerichtet habe, aber es kam keiner mit zu mir (ich wohne im Nebeneingang des gleichen Hauses, zuletzt war sie vor 2 jahren in meiner Wohnung die immer sauber und ordentlich war!). Ich habe daraufhin Bilder gemacht und ihr gezeigt, reaktion : aha. Als ich anmerkte, sie solle nicht zu begeistert sein, sagte sie nur: da kann ich nicht begeistert sein, ist ja schließlich nicht fertig (es fehlen zwei kommoden, die bestellt sind).
      Ich wohne genau am klinikum und hatte den termin, um mir den neuen kreissaal anzuschauen. Auch hier war ich alleine und wurde von den anderen (ausschließlich paare) nur mitleidig angelächelt. Zu guter letzt hat meine Mutter ihren Urlaub umgebucht, genau in den Zeitraum meines entbindungstermines. Wie würdet ihr mit all dem umgehen? :(

      • (2) 12.02.19 - 21:34

        Suche Dir dringend anderweitig Unterstützung, so dass wenigstens jemand dich mal entlasten kann und ggf. auf das ältere Kind aufpasst.
        Freunde, andere Familienmitglieder, MütterHilfswerk, Mütternotfienst, Krankenkasse, Jugendamt, was auch immer bei dir in der Nähe ist. Du weißt nicht wie die Entbindung verläuft und ob Du so für Dein Kind da sein kannst wie geplant.

        Deine Mutter zeigt sich bockig und „bestraft“ Dich mit Mißachtung und Geringschätzung für einen Lebenswandel, der nicht ihrer Idealvorstellung von perfekter Tochter entspricht. Aber wer ist schon perfekt? Sie selbst sicher auch nicht.

        Hallo kleinessternchen,


        deine Situation ist alles andere wie man sich wünscht. Ich weiß nicht ob deine Mutter wirklich eine Hilfe für dich sein kann. Euer Verhältnis ist und war nie das Beste. Gerade jetzt wo du sie brauchst lässt sie dich hängen und interessiert sich nicht für dich.

        Ich weiß nicht ob es zu hart ist wenn ich schreibe: Überlege ob du es dir wirklich antun möchtest dich weiter von deiner Mutter verletzen zu lassen. Auch wenn gute familiäre Kontakte sehr wichtig sind, denke ich, das dies in deinem Fall nicht zutrifft. Ich würde versuchen mich von ihr zu distanzieren und ein neues soziales Umfeld aufzubauen. Dritte können nicht unbedingt die Familie ersetzen, aber sie können für dich da sein und dir Halt bieten. Hast du denn Kontakte denen du dich anvertrauen kannst ?
        Wichtig ist das du jemand zu reden hast.

        Freundliche Grüße

        blaue-Rose

        (4) 12.02.19 - 22:11

        Warum rennst du ihr so hinterher. Sie zeigt dir deutlich dass sie nicht bereit ist sich in dem Umfang den du erwartest sich um deine Enkel und dich zu kümmern. Das ist schade und traurig aber so ist es. Das solltest du therapeutisch aufarbeiten wenn du euer Leben er mal geregelt hast.du schreibst dass die Familie sich gefreut hat. Gibt es da jemanden der dich unterstützen könnte?

      • Deine Mutter hatte wohl, so wie es klingt, nie Interesse an dir. Und das wird sich leider such nicht ändern. Ich weiß, das tut so weh. Meine Mutter ist ebenfalls so. Die Welt dreht sich nur um sie. Ich konnte schon mit 12 über Nacht wegbleiben, es hat sie nicht interessiert, wo ich war. Nur wehe, ich hab am nächsten Tag meine Hausarbeit nicht gemacht.
        Lies doch mal hier rein:
        http://www.narzissmus.org
        Ich denke, du wirst deine Mutter wiedererkennen.

        Ich kann dir nur raten, nabel dich gefühlsmäßig von ihr ab. Sie wird dir niemals die Liebe geben, nach der du dich schon so lange sehnst. Du wirst immer wieder ins Messer rennen, wenn du ihr hinterher läufst. Und nur du leidest dabei, sie nicht. Such dir andere Personen, die dich zu schätzen wissen, die dich gerne unterstützen, mit denen du dich austauschen kannst. Du wirst gewiss nicht die einzige Alleinerziehende in eurer Gegend sein. Du findest über verschiedene Wege Gruppen, wo Mütter zusammen kommen; spielkreise und krabbelgruppen, eltern-kind-café, über Facebook gibt es meist such zu jeder mittelgroßen Stadt eine Mütter oder elterngruppe.

        Ich habe den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen und fühle mich seitdem viel besser. Ich habe auch schon mit 16 angefangen, mir eine "eigene" Familie aufzubauen an Freunden - und die besteht bis heute. Sie sind mir viel näher, als es meine Mutter je war. Auf meine Freundefamilie kann ich mich immer verlassen, die würden für mich durchs Feuer gehen. Meine Mutter hingegen würde für sich ein Stück Fleisch ins Feuer halten, damit sie noch etwas davon hat.

        Ich weiß, dass innere und von einem selbst sehnt sich auch als Erwachsene nach einer Mutter. Aber das werden wir beide niemals bekommen. Du kannst die nur Ersatz suchen, der diese Lücke so gut wie möglich füllt und dir halt gibt. Ich habe meine schwiegermama - ich habe erst durch sie gelernt, wie es sich anfühlt, eine richtige Mutter zu haben. Natürlich kann auch sie diesen Platz niemals komplett füllen. Niemand kann das. Aber sie macht es, so gut sie kann und damit kann ich sehr gut leben, ohne meine eigene Mutter zu vermissen.

        Fühl dich gedrückt, ich wünsche dir alles Liebe!

        • (6) 14.02.19 - 16:50

          Hallo, kann ich dir vielleicht eine PN schreiben? Bin bei meinen Großeltern aufgewachsen und meine Oma passt auch in das Schema.LG

      Deine Mutter kann sich nur schwer mit deiner Schwangerschaft abfinden.
      Ein Grund wird wohl sein, dass sie genau weiß, dass das Kind, rein rational betrachtet, keine gute Idee war.
      Es ist wohl in einer nicht mehr funktioniernden Partnerschaft entstanden ist und du es mit nur einem Kind als Alleinerziehende schon schwer genug gehabt hättest. Jetzt kommt ein weiteres Kind, das deine Situation nicht unbedingt leichter macht.
      Deine Mutter kann das alles nur schwer akzeptieren, vielleicht ist daran aber nicht nur ihr Desinteresse und Egoistmus Schuld, vielleicht liegt es auch an der Sorge um dich.

      Ein weiteres Problem ist, dass du deine Mutter als Freundin forderst. Das ist sie nicht und das war sie nie (und das sollten Mutter auch nicht unbedingt sein). Babyklamotten einkaufen ist nicht unbedingt wahnsinnig spannend, ein Ultraschall interessiert auch vorallem die Eltern. Natürlich gibt es Omas, die da mit Sternchenaugen dabei sind, aber die Regel ist es nicht unbedingt, schon gar nicht bei der Vorgeschichte.
      Du bist nunmal alleinerziehend. Deine Mutter kann und will weder deinen Partner noch eine Freundin ersetzen, momentan hat sie sogar noch Schwierigkeiten mit der Rolle als Oma und versucht sich deutlich abzugrenzen (dehalb ihr Desinteresse an dem Zimmer, ihr umgebuchter Urlaub). Das solltest du akzeptieren.

      Hi und Guten Morgen! Sicherlich ist es traurig wenn deine Mutter so reagiert, aber überrascht dich das? Also ich meine du kanntest ja dein Verhältnis zu ihr oder eben auch umgekehrt! Von daher wundert mich das ganze nicht.

      Ich kann verstehen was du bei ihr suchst und das du immer wieder hoffst, aber glaubst du wirklich du wirst es bei ihr finden?

      So traurig es ist wenn euer Verhältnis so ist aber du wirst damit leben müssen sie nicht ändern zu können auch wenns schwer ist für dich. Such dir jemanden anderes und lass sie mehr außen vor. Du scheinst etwas hinterher zu rennen was du nicht bekommst, im Gegenzug kommt dann auch immer mehr der Frust auf weil du das eben nicht bekommst was du dir wünschst.

      Das sie nun ihren Urlaub genau in deinen Geburtstermin legt scheint eine eigne Sprache zu sprechen und macht eines offenbar ziemlich deutlich! Ich nehme an wir denken hier das Gleiche.

      Du kannst niemanden zu etwas zwingen was er oder sie nicht will. Du tust es bestimmt nicht aus böser Absicht, da glaub ich auch nicht. Es ist ein normales Verhalten was du machst und normale Wünsche was du an den Tag legst. Aber du wirst damit leben müssen das sie eben kein Interesse hat.

      Lass sie außen vor und leb dein Leben selbst.
      Viel Glück.

      Ela

      Hallo!

      Dass Deine Mutter extra um den Geburtstermin ihren Urlaub umbucht spricht Bände. #heul#wolke:-(
      ABER Was Du anderseits von Deiner Mutter "erwartest": Babyklamotten kaufen, US-Gucken, Entbindungsraum schauen sind definitiv Dinge, die man mit dem Partner oder einer engen Freundin macht. Das ist Dir schon selber aufgefallen …. keine Schwangere ist in Begleitung ihrer Mutter dort aufgekreuzt sondern bestenfalls der Partner. Das ist Deine Mutter nicht. Sie ist nicht Deine Freundin oder Ersatz für Deinen Partner - soll sie auch, sie ist Deine Mutter!

      Ich weiß nicht was zwischen Euch vorgefallen ist und wie ihr Euch gegenseitig verletzt habt, dass es zu so einem zerrütteten Verhältnis kam, aber das sollte unabhängig von Deiner jetzigen Not ZUERST aufgearbeitet werden, bevor ihr auf gut Freundin macht. Den aktuellen Zustand der tiefen Kränkung / Verletzung / Beleidigung kannst Du nicht durch Babyklamottenkauf einfach vom Tisch wischen.
      Aber auf Kind aufpassen während der Entbindung & Zeit danach wäre schon mal gut. - Das ist jetzt kein Freundinnen-Dienst sondern Familien-Dienst.

      LG, I.

      Mach einen Haken hinter. Sie hat offenbar weder an dir Interesse, noch an deinen Kindern. Haben meine Eltern auch nicht, kann ich nicht verstehen, aber ist halt so.
      Renn ihr nicht hinterher, sieh zu, dass du dein eigenes Leben aufbaust. Gut wäre auch ein räumlicher Abstand.

      Hallo,

      Euer Verhältnis war immer schon angespannt, daran werden auch die Enkelkinder wenig ändern.

      Fakt ist: sie will nicht näher mit Dir zusammenrücken und sie macht weiterhin "ihr Ding".

      Dann mach Du eben Dein Ding.
      Beziehe Freundinnen mit ein, suche Dir andere Menschen. Gehe zu Deiner Mutter auf Distanz, sie scheint es ja so zu wollen.

      Und investiere Deine Energie in Deine Kinder, sei Du ihnen die Mutter, die man sich wünscht, sammelt Eure besonderen Momente.

      Du musst Deine Mutter nicht zum Babykleider shoppen oder zur Kreißsaalbesichtigung mitnehmen, wenn sie Dich spüren lässt, dass sie darauf keinen Bock hat.
      Am Ende ist die Enttäuschung nur umso größer, wenn sie dann wegen irgendwas zankt, stichelt oder einen Flunsch zieht.
      Mach Dir selber einen schönen Nachmittag oder nimm Deinen Sohn mit.
      Auch mit einem kleinen Kind kann man einen schönen Nachmittag haben. Oder mit einer Freundin, geht ins Café, macht es Euch schön.


      Liebe Grüße

      (13) 13.02.19 - 13:50

      Huhu! Ich würde auch sagen "schei* auf sie!! Sorry für den Ausdruck, aber kam mir eben in den Sinn. Ich hab selber kein ideales Verhältnis zu meiner Mutter und zu meinem Vater überhaupt gar nicht.

      Ich denke, das hat auch nix mit der "unidealen" Schwangerschaft zu tun, du hast ja nicht 5 Kinder von 4 verschiedenen Vätern oder so. Deine Mutter kann mir dir nichts anfangen: das ist traurig, ist aber so! Versuche nicht krampfhaft, sie einzubeziehen. Konzentriere dich auf dich und auf deine tollen Kindern und schaffe für euch drei weiterhin eine liebevolle Atmosphäre! Auf alles andere hast du keinen Einfluss, wenn deine Familie nicht will, dann kannst du sie ja auch nicht zwingen. Zumindest emotional müsstest du dich davon lösen, denn wahrscheinlich hat das alles - sow wie du schreibst - nichts mit dir zu tun. Du bist gut so wie du bist. Mach das Problem deine Mutter nicht zu deinem Problem.

      Du solltest dir umgehend Hilfe suchen!

      Hast du Freunde, die dich unterstützen? Für alleinerziehende gibt es auch die frühen Hilfen. Frage mal deine Hebamme, falls du hast, vielleicht kann sie dir ein paar Anlaufstellen nennen.

      Ist dein Großer in der Kita oder hast du tagsüber dann beide Kinder zu hause?

      Hast du Unterstützung vom werdenden Vater oder ist das Verhältnis zerrissen?

      Alles Gute euch, du schaffst das!

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