Probleme mit der Krippe

    • (1) 14.02.19 - 11:27

      Hallo zusammen,

      so langsam bin ich ratlos und frage mich, ob diese Krippe für meine Sohn und uns als Eltern überhaupt noch das richtige ist.

      Nun zum Anfang..

      Mein Sohn ( 17 Monate) geht seit Mitte November 18 in die Krippe. Den Platz mussten wir uns leider einklagen.
      Am Anfang lief es ganz gut, bis auf das Verhältnis mit der Leitung. Diese ist immer sehr unfreundlich und kann auch kaum grüßen. Da ich auf sowas viel Wert lege, ist mir das gleich zu Beginn sauer aufgestossen.
      Zu Beginn füllte Sie den Kitavertrag handschriftlich aus, inklusive der Gebühr für den halben Monat. Am ersten Tag drückte Sie mir den per PC ausgefüllten Vertrag in die Hand, wo ein anderer Betrag für den halben Monat drauf stand. Mir geht es nicht ums Geld allerdings wollte ich wissen, wieso sich das plötzlich geändert hat, da die Stadt ja die monatliche Gebühr vorgibt. Ihre Antwort war lediglich "ist halt so", nahm mir den handschriftlichen Vertrag weg und schredderte diesen. Da habe ich das erste mal geschluckt.

      Nun verlief die Eingewöhnung am Anfang sehr gut und mein Sohn musste die 2. Woche bereits dort schlafen, da wir beide berufstätig sind. Auf Grund des Krankenstandes in der Kita sprachen sie nun meinen Mann an, dass unser Sohn dort nicht schlafen darf - kein Personal. Er muss Mittag abgeholt werden. Für uns nur möglich, wenn mein Mann seine Termine nicht wahrnimmt und entsprechende Einnahmen flöten gehen.

      Ich rief darauf hin beim Träger an, dass ich das nicht in Ordnung finde. Man kann in solchen Situationen fragen aber nicht einfach den Mittagsschlaf verwehren, wenn wir denn einen 10 Stundenplatz bezahlen. Die Mitarbeiterin war sehr verständnisvoll und kam und entgegen, in dem Sie uns einen Teil der Kitagebühren erlassen hat.

      Das Verhältnis war seitdem noch angespannter und die Erzieherinnen waren auch sehr auf Abstand mit uns. Mein Sohn war im Dezember lange krank und hatte es enstprechend schwer in seinen ersten Tagen. Als ich fragte, wie es lief, kamen nur antworten wie "durchwachsen" und man drehte sich um und ging. Mein Sohn wurde nur verabschiedet, geschweige denn wurde uns gesagt, ob es irgendwas am Tag gab.

      Mein Sohn fühlte sich plötzlich sichtlich unwohl dort. Er weinte nun fast den ganzen Tag und war ständig krank. Immer wenn ich ihn abgeholt habe, sass er weinend auf einem Stuhl, wo er weder alleine rauf und noch runter kommt. Die Erzieherin sagte mir, dass dieser Stuhl sehr wichtig für ihn ist. Sie setzen ihn immer rauf, wenn er traurig ist, da er sich dann zurück ziehen kann. Außerdem teilte man mir mit, dass ich ihn nicht so oft trösten soll, wenn er kein Leid hat. Er wird mir sonst mit 4 o. 5 Jahren auf der Nase herumtanzen.

      Ich war geschockt und traurig. Mein Kind tat mir unendlich leid. Dieser Stuhl tat ihm überhaupt nicht gut. Wenn ein Kind traurig ist, dann hat es m.E. nach Test verdient - eine Umarmung oder ein liebes Wort.

      Eines Tages kam dann mein Sohn mit einem eindeutigen blauen Handabdruck am Oberarm nach Hause, mit angesiedelten Petechien, welche auf Druckausübung hinweisen. Ich sprach die Erzieherin darauf hin, da ich immer sehr besorgt bin, wenn mein Sohn plötzlich Petechien aufweist (eine Krankengeschichte liegt bei ihm vor, was meine Angst ausmacht - auch das weiss die Erzieherin).
      Sie fühlte sich sofort angegriffen und ich habe ihr zu verstehen gegeben, dass ich nur wissen möchte, was dort passiert ist. Manchmal ist es bei Gefahr in Verzug notwendig, dass am Arm "gezogen" werden muss (Kind rennt auf die Strasse)

      Sofort musste ich zur Kita Leitung. Sie zeigte kein Verständnis, sondern wies alles ab und ich sollte eine schriftliche Stellungnahme abgeben, da ich angeblich eine Beschwerde in Bezug auf das Kindeswohl abgeben habe. Die tat sich allerdings nicht - meine Frage war lediglich, was die Ursache dafür ist.

      Ich habe keine schriftliche Stellungnahme abgegeben, da ich den ganzen Quatsch langsam satt habe. Also wurde ich vor 2 Tagen von Leitung und Erzieherin im Beisein anderer Eltern (!!) gefragt, wo diese denn bleibe, da mit mir so aktuell kein vertrauensvolles Arbeiten möglich ist.

      Keiner kennt den Hintergrund und jeder malt sich nun seine eigene Geschichte zusammen. Ich wusste vor Schreck in diesem Moment nicht damit umzugehen. Mittlerweile bin ich richtig sauer und wütend und weiss nicht, ob DIESER Platz, der richtige ist.

      Lange Geschichte - kurze Frage: reagiere ich über? bin ich zu sensibel? was würdet ihr tun?

      Viele Grüße

      • (2) 14.02.19 - 11:30

        entschuldigt die Autokorrektur:

        Es sollte heissen mein Sohn wird nicht verabschiedet
        und

        Er hat Trost verdient, wenn er weint.


        Als Ergänzung: Auf Nachfrage warum nicht "Tschüss" gesagt wird, lautete die Begründung, dass sie darauf keinen Wert legen und dass nicht leben.#kratz Andere Kinder und Eltern werden allerdings sehr wohl verabschiedet und unterrichtet, wie der Tag verlief.

        (3) 14.02.19 - 11:41

        Was du da schreibst schockierte mich grade sehr.
        Darf ich fragen wer der Träger dieser Einrichtung ist ?

        Was ich von euch allerdings unglücklich geplant finde ist das euer Sohn bereits in der zweiten Eingewöhnungswoche dort schlafen sollte. Eine gute Eingewöhnung ist das a und o. Und wenn alles rucki zucki gehen muss verstehe ich auch das erziehrinnen damit nicht einverstanden sind.

        Allerdings schien ja von vorneherein kein gutes Verhältnis dort gewesen zu sein und ob man das will oder nicht ist es leider so das man als Elternteil auch für sein Kind kämpfen muss und wenn es dir (verständlicherweise)nicht passt das dein Sohn auf einen Stuhl gesetzte wird ist eine klare Ansage nötig. Erzieher (und ich bin selbst eine) denken oft sie wüssten alles besser. Manchmal muss man sich auch mit Ihnen rumstreiten wenn es nicht funktioniert. An deine Stelle hätte ich eine Beschwerde wegen diesem handabdruck geschrieben und zwar von mir aus. Es bringt keinen was denn euer Kind und ihr als Eltern euch dort nicht wohlfühlen. Und dein schlechtes Gefühl färbt natürlich auf dein Kind ab.
        Was ich dir sagen will ist das da viel falsch gelaufen ist und du dich für dein Kind einsetzten musst und deinen Standpunkt als Mutter klarmachen musst. Kam jetzt nach allem was du dir gefallen lassen hast schwer sein aber an deiner Stelle würde ich ein elterngespräch verlangen und wenn das nichts bringt dann ein Gespräch mit einem Vorstand von dem Träger.

        • (4) 14.02.19 - 11:49

          vielen Dank für deine Antwort.

          Du hast völlig Recht mit dem was du schreibst. Gern hätte ich die Eingewöhnung länger gemacht, allerdings musste ich schon seit 2 Monaten wieder Arbeiten. Den Platz haben wir erst bekommen, als meine Elternzeit vorbei war. Leider hatte ich nicht mehr Urlaubsanspruch, sodass wir nur diese eine Woche hatten. Das war sicherlich auch ein Grund, weshalb es meinem Sohn schwer fiel aber mir blieb leider keine andere Möglichkeit.

          Ich setze mich natürlich für meinen Sohn ein, allerdings stoße ich dort immer auf Granit. Die Leitung möchte ihre Schäfchen im trockenen Wissen. Auf diese lässt sie nichts kommen. Ich habe eher Sorge, dass dies auf dem Rücken meines Kindes ausgebadet wird und weiss nicht, welcher Schritt nun diplomatisch am Besten ist.

          Ist es wirklich das Gespräch mit der Leitung oder soll ich direkt zur Geschäftsstelle des Trägers gehen?

          Der Vorfall mit dem blauen Fleck ist nun vier Wochen her. Meinst du eine Stellungnahme ist da noch sinnvoll? Zwischendurch habe ich sogar schon gezweifelt, ob ich auch in diesem Fall überreagiere..

          Manchmal würde ich am liebsten sofort meinen Job kündigen und ihn dort rausnehmen..

          VG

          • (5) 14.02.19 - 12:00

            Ich verstehe das das mit der Eingewöhnung ein Problem war. Hätten nicht Großeltern die eigenwöhnung übernehmen können. Im Endeffekt ist es aber auch eh egal da das ja schon vorbei und nicht Rückgängig zu machen ist.

            Wenn es mit der Leitung solche Probleme gibt dann würde ich sofort zum träger gehen. Gibt es vielleicht noch andere Eltern die so fühlen wie du ? Vielleicht solltest du mal vorsichtig nachfragen denn es ist natürlich immer besser wenn mehrer Eltern das so sehen. Aber nichts desto trotz sollte das Gespräch stattfinden ob mit oder ohne andere Eltern. Aber vielleicht solltest du deinen Mann mitnehmen damit du nicht ganz allein bist. Und am besten schreibst du dir alle Vorkommnisse auf wenn es geht mir darum und Uhrzeit.
            Die Stellungnahme würde ich schreiben. Schreib rein das du durch die Reaktion der Erzieher und Leitung sehr verunsichert wurdest aber jetzt dennoch Stellung nehmen möchtest.
            Lass dich auf keinen Fall einschüchtern oder unterbuttern. Und jetzt mal im Ernst wie gesagt ich bin sich Erzieherin und sage das nicht gerne aber im Endeffekt sind wir Dienstleister. Denk daran das es für deinen Sohn ist und vielleicht würde ich mich parallel mal mit dem Jugendamt in Verbindung setzten und hören wie realistisch es ist viellcht einen anderen Platz zu bekommen.
            Du wirst das hinbekommen es ist wichtig für deinen Sohn das er ein sicheres und beständiges Umfeld hat und da gehört auch eine Kita zu.

      (6) 14.02.19 - 11:51

      Hallo :)

      Ohha...Das hört sich schon heftig an.
      Ich kann gut verstehen, dass du dich damit unwohl fühlst deinen Sohn dort noch abzugeben.
      Du wirst wahrscheinlich nie rausbekommen was der Grund ist für diesen Handabdruck am Arm, aber das ist natürlich dein Recht.

      Ich finde diese Reaktion der Erzieherinnen und auch der Leitung ziemlich unprofessionell.

      Kinder haben ja manchmal Phasen, in denen sie weinen und sagen Sie möchten nicht mehr in die KITA, da muss man dann natürlich abwägen, ob es nur ein "gerede" ist oder ob es einen guten Grund hat.

      Ich denke bei deinen Sohn hat es definitiv einen Grund warum er nur noch auf dem Stuhl sitzt und auch weint.
      Mir kommt es sehr stark so vor, als wenn die Erzieherinnen nicht zwischen dir und deinem Kind unterscheiden.
      Also, wenn sie ein Problem mit dir oder deinem Verhalten haben, es auch deinem Kind spüren lassen.
      Das ist natürlich ein absolutes no-go!!!!!!

      Ich will den Erzieherinnen natürlich auch nichts unterstellen!
      Ich kenne diese KiTA nicht.

      Aber ich kann dein Gefühl völlig verstehen!
      Vielleicht solltet du und dein Mann nochmal mit den betreuenden Erzieherinnen von deinem Sohn und der Leiterin in der KiTA ein klärendes Gespräch suchen.
      Nicht zwischen Tür und Angel, sondern richtig ein Termin, bei dem man auch nicht gestört wird.

      Wenn du dich aber absolut unwohl damit fühlst, dein Kind noch dort hinzubringen und auch das Verhalten von deinem Sohn so bleibt, würde ich mich nach einem anderen Platz umsuchen.

      Ich wünsche euch viel Glück :)

    • (7) 14.02.19 - 13:36

      Hallo!


      Da gehen ja mehrere Punkte durcheinander.


      Die Kita ist einfach überfordert mit einem Kind mehr, und darauf laufen alle Probleme hinaus. Ihr hattet von Anfang an keinen guten Start, zu wenig Zeit für die Eingewöhnung, und dein Kleiner muss es aktuell ausbaden, weil er immer noch zu viel weint, die Erzieherinnen aber ohne Bindung dagegen auch wenig machen können und einfach sowieso schon überlastet sind. Die Kita wollte den Kleinen ja nicht nehmen, wurde aber durch die Klage dazu gezwungen. Und jetzt weint der Kleine auch noch viel, die Eltern präsentieren sich auch schwierig.


      Wegen dem halben Elternbeitrag (wahrscheinlich nur ein Rechenfehler) und Kita im Falle von höherer Gewalt schließen müssen habt ihr euch eben auch wirklich schwierig gezeigt, während die Erzieherinnen eben echt auch am Ende sind. Um den halben Tag trotz Krankheitswelle öffnen zu können, hat sich sicher die eine oder andere Erzieherin trotz Fieber in die Kita geschleppt und irgendwie den Vormittag durchzustehen. Statt dankbar zu sein, habt ihr euch aber beschwert. Das verbessert das Verhältnis aber nicht unbedingt, und die Kita hat ja auch ohnehin schon eine angespannte Situation mit eurem Kind mehr.


      Das Problem ist sicher, dass die Erzieherinnen da unprofessionell sind, wenn sie eben gerade euer Kind dann so sehr als Störenfried empfinden, nur weil ihr euch reingeklagt habt. Aber auch ihr tut wenig, um die Situation zu entspannen, etwa mit der zu kurzen Eingewöhnungszeit, den langen Kitazeiten (öfter mal nach 6 Stunden abholen wäre auch einfacher für euren Zwerg, 10 Stunden sind schon arg lange), und immer wieder Misstrauen. Wie soll der Kleine eine Bindung zu den Erzieherinnen aufbauen, wenn ihr die schon so unsympathisch findet?


      Eigentlich braucht ihr einen Neustart mit mehr Verständnis auf beiden Seiten - oder eine andere Kita.

      • (8) 14.02.19 - 13:42

        Hallo,

        gern hätte ich die Eingewöhnung verlängert, allerdings musste ich bereits schon wieder zur Arbeit und hatte nur die wenigen Tage an Urlaub.
        Der Staat lässt heut zu Tage wenig Luft in diesen Situationen.

        Meinen Sohn holen wir so oft es geht zeitiger ab. Ich habe in meinem Text nicht geschrieben, dass er immer 10 Stunden dort ist.
        Mein Mann ist sehr viel geschäftlich unterwegs, sodass ich ihn früh morgens 6.00 Uhr abgebe, zur Arbeit hetze und ihn 15.15 Uhr wieder abhole. Auch hier verstehe ich nicht, weshalb ich dankbar sein muss? Mein Arbeitgeber fragt mich nicht, ob die Erzieherinnen gesund sind und ich vielleicht verkürzt arbeiten möchte. Ich habe einen Arbeitsvertrag, welchen ich erfüllen muss.. nur deshalb geht mein Sohn in die Krippe.

        Ich denke du hast hier vorschnell geurteilt oder Schlüsse gezogen, die so nicht richtig sind.

        • (9) 14.02.19 - 16:31

          Hey,

          wenn ich nachrechne, sind das ja wirklich fast 10 Stunden;) Aber egal.

          Ich habe in einer Kita eine ähnliche Situation erlebt. Am Ende haben wir die KiTa verlassen. Mir war es, nach einem Übergriff einer Erzieherin und dem folgenden Umgang der Leitung, der Erzieherinnen, des Trägers und den anderen Eltern damit, nicht mehr möglich die Kinder dort hinzubringen.

          Generell hoffe ich, dass du die Blessuren am Arm fotografiert hast. Ich habe damals keine Anzeige erstattet, würde aber immer wieder anders handeln. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich eine Anzeige erstatten. Übergriffe, die Spuren an Kindern hinterlassen (und auch die, die keine Spuren hinterlassen) sind Gewalt! Und die ist verboten und gehört angezeigt.

          Zusätzlich ist der Umgang von Seiten der Erzieherinnen natürlich nicht sehr professionell, aber sicherlich bist du in ihrem Erleben nicht sehr kooperativ.

          Schöne Grüße

          (10) 14.02.19 - 18:05

          ok, diese Antwort passt zu dir. Der doofe Staat, die Anderen. Elternzeit kan man auch 2 Jahre nehmen, und wenn ihr beide wohl Vollzeit arbeitet könntet ihr eure Leben auch mit einem Gehalt und dem Elterngeld von deinem Job bestreiten. Aber nein, die aAnderen sind ja Schuld und euer Kind muß darunter leiden und sehr jung und sehr lange in die Kita.

          • (11) 14.02.19 - 18:08

            Leider ist eine zweijährige Elternzeit nicht möglich, da alles andere nicht günstiger wird, sofern man ein Kind bekommt. Das stand nun auch gar nicht zu Frage, mit welchem Alter ein Kind in die Einrichtung muss.

            Und um nun die Grundsatzdiskusion komplett zu machen, gehört ein Kind mit einem Jahr auch in die Krippe!

            Danke für deinen nicht erfolgten Rat auf mein obenstehendes Anliegen und schönen Abend noch. ;-)

            • (12) 15.02.19 - 06:05

              Und nun sag ich dir mal was:
              Ich bin zuhaus bei meinen Söhnen und bleibe es auch, bis beide 3 Jahre alt sind (aktuell 18 und 5 Monate). Und ja, wir können vom Gehalt meines Mannes leben, plus das bisschen Elterngeld gestreckt uns dem Kindergeld. Und mein Mann ist Maler, der verdient nicht die Welt!!! Wenn man will, dann kann man es also auch mit solch einem Beruf schaffen und wir haben wie gesagt zwei Kinder!
              Ihr habt ein luxusproblem, welches ich auch bei einer stiefcousine meines Mannes sehe. Sie jammert rum, vonwegen sie will ihren sohn nicht in die Krippe geben, aber auf teuren Urlaub, markenklamotten und markenessen nicht verzichten. Wer A sagt, muas auch B sagen können! Ich denke schon, das ihr mit verlängerter Elternzeit hättet leben können, wenn der Wille dagewesen wäre. Aber ihr habt euch anders entschieden und müsst nun auch mit den Konsequenzen leben! Du kannst nicht erwarten, das dein kleiner Sohn dafür Verständnis hat und schon nach einer Woche "eingewöhnung" funktioniert! Und dir hätte klar sein müssen, das der Anfang schwierig sein könnte, eben weil ihr euch eingeklagt habt. Auch wenn ihr einen gesetzlichen Anspruch auf einen Platz habt, löst das nicht das Problem mit dem Mangel an Plätzen und Personal. Und da sieht das Personal durchaus mal schwarz. Ich hab mich auch über Eltern aufgeregt, die ihr Kind in der Krippe geparkt haben, obwohl sie es finanziell nicht nötig hätten, fast 10 Stunden am Tag, andere Eltern oder Alleinerziehende aber gar keine andere Chance haben und vllt nicht mal einen Platz bekommen haben!
              Ja, ich denke, du stehst bei dem Personal unter keinem guten Stern, denn so wie du hier auch den Eindruck erweckst, gehörst du zu der Sorte verständnisloser Eltern (gegenüber dem eigenem Kind, sowie dem personal) und das kann einen Erzieher derbe ankotzen, auf gut deutsch. Ja ich denke, sie sind überfordert mit deinem Sohn, der keine Chance auf eine richtige eingewöhnung hatte, der eben ein Kind zu viel in der Gruppe ist, in einer Einrichtung, die wie jede andere Einrichtung in Deutschland mit personalmangel zu kämpfen hat, erst recht bei Krankheitsfälleb während der Winterzeit. Und verdammt nochmal ja, ich wäre dem auf den Grund gegangen, warum mein kleines Kind einen blauen Fleck am Arm hat!!! Da kann man neutral die Situation erklären, warum du dir Gedanken machst, du hättest fragen können, ob es eine notsituation gab - denn wie man fragt, zeigt auch, ob man dem gegenüber vertrauen schenkt oder direkt etwas unterschwellig unterstellt. Mam kann über alles reden, man muss sich nur erklären. Aber so wie du hier den Eindruck erweckst, hast du eben das nicht getan. Du hast einen erheblichen Teil zu der aktuellen Situation beigetragen und hast nun ein unglückliches Kind, das nicht versteht, warum es fast 10 Stunden am Tag an einem Ort bleiben muss, ohne Mama, wo es sich nicht wohl fühlt.

              Deine Aussage, ein einjähriges Kind gehört in die Krippe, ist ziemlich unnötig.kinder beginnen erst mit 2 bis 3 Jahren, zusammen zu spielen, brauchen vorher also keine anderen Kinder zum spielen. Auch benötigen sie andere Kinder in dem Alter nicht zur Entwicklung, sonst wären Kinder, die nicht in Krippen gehen, ja wohl nicht normal entwickelt. Auch benötigen sie keine fremdbetreuung für eine bessere Entwicklung, der beste Platz für ein Kleinkind ist nunmal zuhause bei der Mutter!
              Leider gibt es häufig den Fall, das Mütter keine andere Wahl haben und da ist die Krippe sicher ein guter Platz für das Kind, aber das muss Verantwortungsbewusst eingerichtet werden, mit genügend Zeit zur eingewöhnung!
              So wie du hier schreibst, wirkst du empathielos und das nicht nur gegenüber deinem eigenen Kind. Und ich will dich nicht beleidigen, dass ist das, was du hier spiegelst.
              Ich an deiner Stelle würde kürzer treten, Elternzeit verlängern und das Kind aus der Einrichtung nehmen. Die Chance auf einen anderen Platz ist faktisch null, denn ihr habt euch bereits eingeklagt und verwehrt euch bei Ablehnung selbst einen neuen Platz.
              Ich wünsche deinem Kind alles gute.

              • Ohne die TE zu kennen von Luxusproblem zu sprechen, ist nicht sonderlich fair.
                Auch weiß keiner, welche Ausgaben (Stadtwohnung etc.) sie hat. Gerade bei geringen Gehalt meines Mannes würde ich persönlich auch nie so lange zuhause bleiben. Ist ja schön, wenn die Kinder im Kleinkindalter bei Mama sind, aber so kann ich nichts für ihre Ausbildung weglegen und muss später mit meiner Rente auch sehen, wo ich bleib. Mein Mann ist dann vielleicht weg und oder kann mit seiner kleinen Rente auch nicht viel reißen. Zudem ist ein Kitakind nicht per se arm dran.
                Aber: Das muss jeder selber wissen.
                Der Kita aber zugestehen, sich absolut unprofessionell gegenüber einem Kind zu verhalten, weil man das Lebensmodell der Eltern ablehnt, geht für mich gar nicht.

                • Ich sagte ja auch nicht, das kein Kind in die Krippe muss. Aber o wie die TE hier auftritt, ergibt sich eben dieses Bild.
                  Und ich denke jeder Mutter sollte eigentlich klar sein, das man sein eigenes Kind nicht überfordert - und dieses Kind ist definitiv überfordert und leidet.
                  Wie gesagt, es gibt Situationen, da geht es nicht anders, da ist die Krippe nötig, aber man kann nicht erwarten, das ein Kleinkind wie eine Maschine funktioniert und innerhalb einer Woche lernt, für 10 Stunden am Tag da zu sein. Das Kind hat verlustängste und versteht die Welt nicht mehr, ist in einem Umfeld, das ihm nicht gerecht wird, weil die Einrichtung überfordert ist mit ihm (was aber natürlich keine Entschuldigung für schlechtes Verhalten gegenüber dem Kind ist was ich nirgends abspreche).

              (17) 15.02.19 - 20:49

              Ich finde es sehr löblich, dass du mit 3 Kindern zu Hause bist.

              DAS sind aber nicht wir. Ich bedaure nicht, dass mein Sohn in einen Kindergarten geht, sondern die aktuelle Situatuon WIE es dort zugeht, schockiert mich.

              Was ich aber zunehmendst spannend finde ist, dass du weißt, wofür wir unser Geld ausgeben. Ich wüsste weder, dass du mein Haushaltsbuch führst noch dass du meine Steuerberaterin bist. Also maße es dir doch bitte künftig nicht mehr an, vorschnell eine Situation zu beurteilen ohne Hintergründe zu kennen.

        (18) 15.02.19 - 00:07
        OhneWorteWirklich

        Das du für so einen Beitrag Sterne bekommst erschreckt mich!!!!
        Ich kenne ein paar, das nur 1239 Euro zum Leben hätte bei Vollzeitarbeit des Mannes, wenn die Frau nicht selber arbeiten gehen würde! Und selbst sie verdient bei Vollzeit nicht mehr, als ihr Mann. Zusammen haben sie nicht mehr als knappe 2.500 Euro.
        Sie drehen jeden Cent zwei mal um, in Urlaub fahren sie alle drei Jahre, für zwei Wochen und den müssen sie sich ordentlich zusammensparen... bei dem verkürzten Elterngeld musste die Frau nach 12 Monaten wieder Vollzeit arbeiten gehen und die 12 Monate waren finanziell auch eng. Das Kind musste auch 9 Stunden in die Kita. War für die Familie auch nicht schön, aber was sollten sie machen? Laut deiner Aussage alles easy, Frau oder Mann verkürzen einfach und leben von Luft und liebe... muss ja finanzierbar sein, dass einer weniger arbeitet, aber, wenn das dann plötzlich alle machen, weil, muss ja gehen, dann möchte ich gerne wissen wer das alles bezahlt.
        Kann sich nun einmal nicht jeder leisten länger zuhause bleiben oder die Arbeit zu verkürzen.
        Finde deine Aussage echt daneben!!!!!
        Man sollte vielleicht mal darüber nachdenken, dass es leider noch immer Berufsgruppen gibt, die verdammt scheiss Arbeitszeiten haben und verdammt wenig verdienst aufweisen. Und das ist ein Problem, den nun einmal die Politik nicht in den Griff bekommt.
        Ich glaube nicht, dass hier eine Mutter gern Vollzeit arbeiten geht und ihr Kind so lange fremdbetreuen lässt, weil sie Spaß daran hat.
        Freut euch, wenn ihr es euch leisten könnt, aber denkt sich mal daran, dass andere dieses Glück vielleicht nicht haben, bevor ihr so vernichtend urteilt!

      (20) 15.02.19 - 20:08

      “Elternzeit kan man auch 2 Jahre nehmen, und wenn ihr beide wohl Vollzeit arbeitet könntet ihr eure Leben auch mit einem Gehalt und dem Elterngeld von deinem Job bestreiten.”

      Ich frage mich nahezu täglich, was in den Köpfen mancher hier so vor geht... wie kannst du es dir anmaßen über die finanzielle Situation anderer zu urteilen?
      Verstehe ich nicht! So etwas würde ich niemals tun!
      Es gibt Familien, da klappt es eben NICHT mit einem Gehalt! Traurig aber wahr! Die haben keine andere Möglichkeit, als früh wieder arbeiten zu gehen!!

      (21) 15.02.19 - 20:22

      Klar kann man Elternzeit 2 Jahre nehmen, aber es gibt keine zwei Jahre Elterngeld wenn du diese im ersten Jahr voll ausnutzt?
      Korrigiert mich wenn ich da falsch liege...

      Wahnsinn dass man über ein Forum direkt weiß dass der TE und ihren Mann ein Gehalt bei einem Vollzeitjob ausreicht um deren Kosten zu decken.
      Liegt dir deren Kosten für ein eventuellen Hauskredit und deren Lohnabrechnung vor??

      Und mein Gott, da lief jetzt bei der Eingewöhnung nicht alles rund, sich jetzt darüber aufzuregen wie man das hätte besser machen können ist mal fehl am Platz und hilft niemanden.. Gib lieber vernünftige Kritik und Tipps wie man nun in der Situation handeln sollte um es für den kleinen Knirps angenehmer zu machen.

      Schönen Abend noch 👍

(23) 14.02.19 - 18:09

Hallo!

Auch 9,25 Stunden sind verdammt lange. Die Erzieherinnen arbeiten nicht so lange und müssen daher mit Schichten eine Betreuung in den Randzeiten gewährleisten. Und klar erwartet der Arbeitgeber, dass Du kommst - aber auch Erzieherinnen sind Arbeitnehmerinnen, die sich krank melden dürfen.

Ihr habt euch bewusst für ein Kind entschieden, aber irgendwo scheint das im Moment die geringste Rolle zu spielen, ob es dem Kleinen mit der Situation gut geht. Da war der pünktliche Arbeitsantritt wichtiger, als eine langsame Eingewöhnung, und die extrem langen Tage muss er auch irgendwie durchstehen.

Vielleicht ist er einfach noch zu klein für diesen extrem langen Krippentag und weint deswegen so viel? Vielleicht hätte er die Zeit für eine richtige Eingewöhnung gebraucht? Vielleicht ist eine Krippe insgesamt nichts für ihn und eine Kleinstgruppe bei einer Tagesmutter wäre besser geeignet?

Du mutest dem Kleinen viel zu, und das in einer überbelegten Krippe, die von der Kommune ein zusätzliches Kind aufs Auge gedrückt bekommen hat.

(24) 15.02.19 - 20:27

Was kann denn der Staat für Eure Situation?

  • (25) 15.02.19 - 20:33

    Ich habe einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz ab einem Jahr!

    Leider war es uns nicht möglich, auf Grund der Situation welche die Städte/Kommunen/Staat zu verantworten haben, zu besagtem Termin einen Platz zu erhalten.

    Einzig stünde den Eltern - nach in Anspruch genommenen Elterngeld für 12 Monate - das Landeserziehungsgeld mit 150€ zu.

    Somit MUSSTE die Eingewöhnung so schnell vollzogen werden, da ich wieder in Lohn und Brot stehen musste.

    Natürlich kann ich mich auch auf meinen Lorbeeren ausruhen mich vom Staat aushalten lassen - wie viele andere wahrscheinlich hier- damit ich noch weitere 2 Jahre mein Kind betüttelt kann.

    Es war nicht meine Frage, ab wann ein Kind in eine Einrichtung soll, sondern WIE kann man die Situation zwischen Leitung und uns Eltern und entsprechend auch für unseren Sohn entspannen.

    Vielleicht solltest du dir obigen Sachverhalt durchlesen und ggf. konstruktive Ratschläge abgeben. Wenn nicht, dann doch bitte einfach die nächsten Post anderer User beantworten.

    Schönen Abend noch

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