Kontakt zur Mutter abgebrochen was mit Kinder

    • (1) 22.02.19 - 08:27

      Hallo,
      Ich brauche einen Rat. Ich habe aus verschiedenen wirklich guten Gründen den Kontakt zu meiner Mutter und ihrem Mann abgebrochen.
      Eine Kommunikation ist im Moment beidseitig unmöglich.
      Ich habe aber zwei Töchter 11 und 5.
      Meine Mutter schrieb jetzt meine Große an ob sie sie mal von der Schule abholen soll und sie zu Besuch kommen möchte.
      Was soll ich jetzt tun?
      Klar mein Gefühl sagt mir ich möchte das nicht. Wenn wir keinen Kontakt haben möchte ich such nicht das meine Kinder da sind und sie diese womöglich noch ausfragt.
      Zu meiner kleinen hat sie kein gutes Verhältnis sie mag sie nicht.
      Unglaublich oder.
      Ich weiß nicht ob ich berechtigt bin den Kindern den Kontakt zu verwehren.
      Was meint ihr dazu?

      • Ich bin der Meinung, dass eine 11 Jährige schon selbst entscheiden kann, ob sie Oma sehen will oder nicht. Sie kann ja, wenn es die Entfernung her gibt, auch danach einfach nach Hause kommen, so dass du deiner Mutter nicht über den weg laufen musst.
        Das mit der kleinen Tochter ist blöd, aber leider nichts unbekanntes.
        Bei uns ist es ähnlich. Der Kontakt zu meiner SchwiMu ist von unserer Seite aus nicht da, absichtlich. Meine Schwägerin hat sehr guten Kontakt, arbeitet mit ihr zusammen und natürlich werden meine Nichten total bevorzugt. Wir haben es so ausgemacht, dass SchwiMu, wenn sie möchte und unsere Tochter (5) auch, gerne mit ihr etwas unternehmen kann, nur der Kontakt soll dann bitte über mich und nicht über ihren Sohn laufen.
        Es kommt leider gar nichts, außer Geschenke zu Weihnachten oder Geburtstag mit dem extra Vermerk "von OMA" , ausgerichtet von meinen Nichten.😑
        Aber meine Tochter stört das nicht, sie kennt es nicht anders.
        Vielleicht geht es deiner kleinen ja ähnlich, dass sie es nicht so mitnimmt.
        Grundsätzlich verbieten würde ich es nur, wenn deine Mutter gewalttätig oder psychisch nicht mehr auf der Höhe wäre.

        (3) 22.02.19 - 08:43

        Hallo

        wir kennen deine Gründe für den Kontaktabbruch nicht

        und wir wissen nicht wie eng die Bindung deiner älteren Tochter zur Oma ist.

        Daraus ergibt sich, ob sich deine Mutter ein Umgangsrecht erstreiten könnte.

        V.G.

        (4) 22.02.19 - 08:59

        Ich habe zu meinem Vater vor mehreren Jahren den Kontakt abgebrochen: ABER: zu meinen Kindern darf er jederzeit Kontakt aufnehmen, solange ich nichts mit ihm zu tun habe.

        Ich sehe es so: Nur weil wir große Probleme miteinander haben, steht es mir nicht zu den Kontakt zu unterbinden, solange es keinen Grund dazu gibt.
        Seinen Enkeln gegenüber ist er nämlich ein sehr liebevoller Großvater und es wäre schade, dies aufgrund meiner persönlichen Befindlichkeiten zu unterbinden.

      • Es kommt stark auf den Grund des Kontaktabbruchs an und ob deine Tochter den Kontakt wirklich will. Nur weil deine Mutter die Oma ist, muss deine Tochter ja nicht zu ihr. Der Grund für den Kontaktabbruch ist da entscheident, denn du musst damit rechnen, dass die Oma deine Tochter ausfragt, sie manipuliert, sie gegen euch aufhetzt und v.a. so psychisch in Bedrängnis bringt, dass es deiner Tochter schadet. Habt ihr all diese Bedenken nicht, würde ich die Entscheidung meiner Tochter überlassen. Ich spreche da aus Erfahrung und schütze meine Kinder vor meiner narzisstischen Mutter. Sie haben allerdings auch keine Bindung zu ihr.

        Hallo!

        Ich habe lange den KOntakt zu meinen Eltern abgebrochen. Meine Mutter sah meine Kinder noch nie, mein Vater sah sie das letzte Mal als der Kleine gerade laufen konnte. Jetzt ist er 13.

        Neulich startete ich einen Kontaktversuch zu meinem Vater. Meine Kinder wissen so in etwa, warum alles so ist wie es ist. Ich habe meinen Vater nie schlecht gemacht, aber ich kann eben keinen Kontakt zu ihm haben.

        Im November telefonierten wir also dreimal. Dann eskalierte es wieder. Mein kleiner Sohn wollte Opa gern kennen lernen und die beiden haben auch telefoniert. Sohn 2 war schwer begeistert, dass er endlich einen Opa hat.

        Nachdem das mit mir und meinem Vater dann so schnell wieder in den Graben ging, stelle ich es dem Kind frei, ob er weiter Kontakt halten will oder nicht. Wollte er nicht. Das ist etwas völlig Neues für mich, was ich aus meiner Ursprungsfamilie gar nicht kenne: Die Kinder sind mir gegenüber loyal! Sie wollen keinen Kontakt zu jemandem, der nicht gut zu mir steht.
        (Mein großer Sohn war in der ganzen Geschichte abwartend, weil er noch mehr verstanden hat, dass ein Kontaktabbruch keine kleine Geschichte ist.)

        Ich glaube, dass es die Kinder in einen großen Konflikt bringt, wenn die Oma an dir vorbei Kontakt zu ihnen hat. Zumal sie ja auch nur ein Kind haben will. Letzteres gäbe für mich den Ausschlag, das zu unterbinden. Alles andere ist aber ebenso schwierig, da deine Mutter möglicherweise nicht neutral bleiben kann.

        LG

      • (7) 22.02.19 - 10:29

        Meine Meinung: Eltern haben kein Recht, ihren Kindern die Großeltern vorzuenthalten aus persönlichen Befindlichkeiten heraus.
        Viel zu oft wird ein Kontaktabbruch der Kinder zu den Eltern/Schwiegereltern als Bestrafung benutzt, auch wenn es vielleicht unbewusst geschieht und man sich selbst gute Begründungen konstruiert.

        Ich hatte selbst jahrelang keinen Kontakt zu meiner Mutter und wollte meine Kinder nicht mal in ihre Nähe lassen. Bis mir meine Oma gründlich den Kopf gewaschen hat. Also habe ich die Kinder zu ihr gebracht, wo meine Mutter Zeit mit ihnen verbringen konnte. So ungern ich es sage: Sie mag eine Rabenmutter (gewesen) sein, aber ihre Enkel liebt sie wirklich. Das ist kein Vergleich zu ihrem Verhalten mir früher gegenüber und jetzt, wo ich die ganze Sache klarer und weniger emotional belastet betrachte, gibt es auch gar keinen Grund, warum sie die Kinder nicht sehen sollte. Die Beziehung ist zwar lange nicht so intensiv wie zu meinem Vater oder meine Oma, aber okay.
        Inzwischen rede sogar ich wieder mit ihr, wenn es auch eher an eine kompromissbereite Co-Existenz als an eine Mutter/Tochter Beziehung erinnert.

        Solange keine Gefahr von deiner Mutter ausgeht, würde ich es erlauben.
        Meine Mutter hat ein Rad ab, der würde ich meine Kinder nicht geben (wir haben seit 6 Jahren keinen Kontakt). Aber das würde sie selber auch nicht wollen, sie will mit ihren Enkeln auch nichts zu tun haben.

        (9) 22.02.19 - 10:53

        Hallo lilia,

        ich würde mir folgende Fragen stellen:

        Schadet meine Mutter meinem Kind, wenn es sie besucht?
        Möchte mein Kind die Oma besuchen?

        Wenn ich beides mit ja beantworten könnte, dann darf die Große natürlich zur Oma. Das die Oma die Kleine nicht mag steht auf einem anderen Blatt.

        Ich mag meinen Ex-Schwiegervater auch nicht sonderlich gerne. Ich beschränke den Kontakt auch auf das allernötigste. Aber er ist ein ganz wundervoller Opa, mein Sohn liebt ihn und die beiden haben eine schöne Zeit, wenn Sie sich sehen. Auch würde er meinen Sohn nie ausfragen oder irgendetwas tun was ihm schadet. Folglich werde ich einen Teufel tun und den Opa schlecht reden oder den Kontakt verbieten. Mal abgesehen davon, dass ich das gar nicht könnte. Wenn mein Sohn beim Papa ist entscheidet dieser darüber mit wem mein Kind Umgang hat. Und auch ihm vertraue ich hier voll und ganz.

        Schöne Grüße
        hundn2

        • (10) 22.02.19 - 18:48

          "Schadet meine Mutter meinem Kind, wenn es sie besucht?
          Möchte mein Kind die Oma besuchen?

          Wenn ich beides mit ja beantworten könnte, dann darf die Große natürlich zur Oma. Das die Oma die Kleine nicht mag steht auf einem anderen Blatt."

          Das ist ein guter Ansatz. Dabei würde ich aber auch die Kleine betrachten. Schadet es der Kleinen, wenn sie von der Oma abgelehnt wird, die Große aber nicht? Ich würde sagen ja. Daher würde ich den Kontakt zu nicht zulassen. Es darf kein Goldkind unter Geschwistern geben. Der Kleinen wird das sonst definitiv schaden.

          LG
          Muriel 🐇

          • Hi,

            das ist Blödsinn. Wenn die Eltern so was machen schadet es, aber nicht bei der Oma, zu der ja eh kein Kontakt besteht.
            Meine Tante hatte mich als Lieblingsnichte,meinen Bruder hat sie ignoriert. Ich bekam zur Konfi ein Goldarmband, er nix, obwohl sie seine Patentante war.
            Die Oma von meinem Mann hat seinen Bruder, den Erstgeborenen immer bevorzugt. Er bekam 5 Mark in die Hand gedrückt, mein Mann eine Mark.
            Irgendwann hat es ihm gereicht und er hat es ihr zurückgegeben und gesagt, sie könne es sich in die Haare schmieren.
            Kindern kann man das durchaus erklären, sobald sieden Unterschied bemerken. Da zerbricht jetzt keine Kinderseele dran.

            • (12) 22.02.19 - 22:41
              Anonym bei der Sache

              Du schriebst es ja schon bei Nichtkontakt. Das beinhaltet eben auch das der ablehnende Part nur wenig Gelegenheit hat sich so blöd zu benehmen um keinen Schaden anzurichten.

              Und es ist massiv Einzelfall abhängig und in manchen Konstellation hat es eben doch zu Schäden geführt.

              Meine Mutter hat so ein Muster, bereits ab Geburt. Sie braucht ein absolutes Goldkind und ein Kind das sie abgrundtief hassen kann. Der Rest ist irgendwo dazwischen. Das heißt nur als Beispiel. Bei Geschenken an Weihnachten, Goldkind mehrere hundert Euro, dazwischen 200 Euro und Hassenkelkind gar nichts. Und das jedes Jahr. Und an Geburtstagen, Ostern, St. Martin und was man sonst noch so feiern kann ist es das gleiche. Kurze Anekdote, ihr eigenes Hasskind hat schon Geschenke bekommen. Zum Beispiel, das Stück Kohle zu St. Martin. Das Enkelkind ignoriert sie aber lieber.

              Ihre eigenen Kinder hat sie alle damit geschadet. Und bei ihren Enkeln haben wir mehrere Varianten. Klar auch welche, ohne das es zu größeren Schäden kam. Und ja auch Kinder die loyal zu ihren Geschwistern stehen.

              Aber wir haben auch einmal einen großen Schaden. Goldkind, das glaubt das beste zu sein und über den anderen zu stehen. Und für das Omas Einschätzungen am wichtigsten sind. Und ja es geht schlecht mit den Hasskindern von Oma um, weil es glaubt das die irgendwie unter seine Würde sind. Und damit schadet es auch dem Hasskind in dieser Familie. Aber auch das so massiv abgelehnt werden kann in dieser Familie nicht aufgefangen werden. Dazu ist Oma zu präsent. Und die anderen Geschwister, haben das Goldkind bereits emotional aus der Familie geworfen. Der Schaden unter diesen Geschwistern ist also immens.

              • (13) 23.02.19 - 15:06

                Das ist so wirr geschrieben, dass ich überhaupt keine Ahnung hab worauf Du hinaus willst.

                • (14) 23.02.19 - 19:54
                  Anonym bei der Sache

                  Ja ist bestimmt wirr, es ist nicht so ganz leicht überhaupt darüber zu schreiben. Und es dann auch noch für andere Verständlich zu erklären, ist fast unmöglich.

                  Meine Mutter ist krank. Meine letzte Informationen ist das die letzten zwei ärztlichen Verdachtsdiagnosen Borderline/TypHexe und NPS waren.

                  Zu Ihrer Erkrankung gehört es eben auch dass sie die Kinder in ihrer Familie "aufspaltet". Das erstgeborene Kind ist für sie immer absolut gut und toll, das nächstgeborene Mädchen aber das absolute böse. Falls es weitere Kinder gibt kann sie sie emotional nicht wirklich einsortieren und verhält sich ihnen gegenüber immer ein bißchen als seien sie fremde Kinder. Und das macht sie wirklich bei jeder "Kleinfamilie" in der Familie. Also auch bei ihren Nichten und Cousinen.

                  Daher habe ich etliche Erinnerungen an Varianten von Goldkind und abgelehnten Kind. Von Vernichtungswut über bloßes ignorieren. Und auch etliche Varianten von ungleich verteilten Geschenken.

                  Und es stimmt eben nicht das bei den Enkeln das abgelehnte Kind immer keinen Schaden nimmt. Ich habe da eben eine andere Erfahrung mit meiner Nichte gemacht.

                  Nach meiner Beobachtung steigt die Wahrscheinlichkeit das alle Kinder dieses blöde Verhalten unbeschadet überstehen, je weniger der Kontakt tatsächlich auch ist. Und je besser die Eltern unterstützen können. Das wollte ich eigentlich sagen.

      Also bei uns läuft das so Tochter (10) entscheidet selbst ich hab zwar jedesmal echt bauchweh und bin froh wenn die Situation nicht aufkommt aber ich verbiete es nicht.
      Sie sind 8 Jahre zusammen aufgewachsen meine Tochter hängt an ihr.
      Tatsächlich wurde der Kontakt zwischen Ihnen aber immer weniger und meine Tochter merkt langsam selbst das es nicht das wahre ist.

      Lg

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