Mama, du fehlst mir

    • (1) 23.02.19 - 22:55
      bittein-sChwarz

      und der Schmerz wird immer größer. Obwohl es schon so lange her ist. Das Datum merke ich mir bis heute nicht, nur den Monat. Und manchmal überlege ich kurz - war es 95 oder 96? Achja, jetzt weiß ich es wieder. So viele Jahre, so lange Zeit. Und die Erinnerungen verblassen. Es sind schon keine mehr da. Ich erinnere mich daran, wie du mir stets nach dem Duschen mit der Haarbürste den Rücken massiert hast. Ich glaube mich sogar daran zu erinnern wie du deine Haare geföhnt und gestylt und dein Make-Up aufgetragen hast. Mehr weiß ich nicht mehr. Ich war zu jung, so jung wie dein Enkel heute ist. Er weiß nichts von dir, so wie ich nichts weiß. Ich habe ihm gesagt, dass du vor langer Zeit gegangen bist. Aber das hat er vermutlich vergessen. Und wahrscheinlich gar nicht kapiert. Es tut mir weh. Dass du nicht da bist, wo ich dich doch brauche. Wieso hast du mich verlassen? Ich brauchte dich doch. Und heute mehr denn je. All die Jahre dachte ich ich wäre stark. All die Jahre dachte ich ich hätte es überwunden. Aber damals, was gab es denn zu überwinden? Ich konnte es doch nicht verstehen. Ich konnte es nicht verarbeiten. Und jetzt, da ich endlich erwachsen werden muss - fehlst du. Mehr als je zuvor. All meine Traurigkeit scheint auf dich zurück zu fallen. Ich brauche dich so sehr. Und du bist nicht da. Warum bist du nicht da, Mama? Was ist mit dir passiert? Wieso hast du mich verlassen? Ich denke an dich und sehe dein gelocktes Haar, deine blaue Bluse und deine roten Lippen. Es ist dieses eine Foto, das mich seit Jahren begleitet. Mehr gibt es nicht. Doch, eine Kiste im Keller, mit deinem Schmuck, einem Kinderfoto, einem Freundschaftsbuch und deiner Sterbeurkunde. Du hast mich geboren, aber ich weiß nichts von dir. Ich kenne kein Lächeln von dir und deine Stimme kenne ich auch nicht mehr. Ich weiß auch nicht wie sich deine Haut anfühlte und das Gefühl in deinen Armen zu liegen kenne ich auch nicht mehr. Dabei brauche ich deinen Halt, heute wie damals. Mama, ich hab dich lieb. Und wo auch immer du bist, ich wünschte ich könnte in meinen Träumen mit dir reden. Bitte lieber Gott, gib sie mir zurück. Nur für eine Nacht.

      • Man 😢 das kannst du uns doch nicht um dieser Zeit antuen :( manchmal streiten wir uns mit unseren Müttern für Kleinigkeiten , brechen ihr das Herz vllt bewusst .. vllt unbewusst .. wir denken an jetzt und nicht an morgen ..
        ich bin vor kurzem Mama geworden mein erstes Kind , wenn ich mir vorstelle mein Kind alleine zu lassen und er mich nur auf Bildern kennt , das bricht mir das Herz :( Lieber Gott, nimm mir mein Leben nicht bevor ich seine ,Hochzeit , seine Kinder sehe n darf .

        Ich wünsche dir / euch ganz viele kraft ! Und eine starke Verbindung zu deinem Sohn und er zu dir ❤️ alles gute 🍀 :(((( 😢

        Eine Mama vergisst man nie, man trägt sie immer tief im Herzen. Es tut unsagbar weh. Begreifen kann man es nicht.

        😭😭😭

      • (5) 24.02.19 - 01:03

        Deine Mama hat Dir ein grosses Geschenk gegeben: Dein Leben!
        Sie hat Dich gehalten, sie hat Dich getröstet, sie hat Dich gekuschelt - auch, wenn Du das heute nicht mehr bewusst weisst.
        Jetzt lebe dieses Leben, das sie Dir geschenkt hat, glücklich.
        Gebe all die Dinge, die Du Dir von ihr gewünscht hättest, Deinem Kind.
        Und sei Dir sicher: Eines Tages siehst Du Deine geliebte Mutter wieder.
        Eines Tages wird sie Dich abholen und dann werdet ihr für immer zusammen sein.

        Alles Liebe und Gute Dir. #klee

        Sorry, aber dass man seine Mutter anch so vielen Jahren als Erwachsener noch vermisst, ist für mich nicht typisch und etwas unglaubwürdig: Klingt auch wie abgeschrieben, nicht selbst in Worte gefasst.

        Ich weiß, wovon ich rede, habe meinen Vater als Kidnd verloren. Und trotz dem ich ihn viele Jahre sehr vermisste , erblasste die Erinnerung allmählich. Nach über 20 Jahren waren die Erinnerungen auch nicht mehr soo schmerzhaft und mein Vater nicht imemr im Kopf. ICch denke, das passiert auch bei der Mutter, die nicht mehr da ist. Es ist halt der Lauf der Zeit, dass Erinnerungen verblassen: Außer man hält sie mit aller Macht bewußt sehr wach, was ih pesönlich dann "ungesund" empfinde.. Aber ok, jeder empfindet anders.

        • (7) 24.02.19 - 09:00

          Ich dachte eben genau das selbe. Auch ich habe meinen Vater früh verloren. Ich war ein Papakind und hatte zu meinem Papa ein innigeres Verhältnis als zu meiner Mutter. Aber nach so vielen Jahren noch so ein Gefühl der Trauer und des Verlustes zu empfinden, halte ich auch für ungesund und nicht normal. Das würde ich psychologisch abklären lassen. Natürlich denkt man sich ab und zu, dass es schön wäre wenn das verstorbene Elternteil noch da wäre und man vermisst es auch in manchen Situationen. Aber nicht mit so einer Trauer und Verzweiflung.

          • (8) 25.02.19 - 00:01

            JA, das war/ist für mich auch ähnlich. Ich hab bei etlichen für mich wichtigen Ereignissen gedacht, schade, dass Papa das nicht mehr erlebt. Das war meine Hochzeit, die Geburten seine Enkelkinder, Konfirmation der Enkel und als sie ihre Schulabschlüsse hatten. Dann hab ich auch gedacht, der Opa hat nie erleben können, was für tolle Menschen die Kinder seiner Tochter sind, aber er wäre stolz auf die Enkel wie er es auch zu Lebzeiten auf mich und meinen Bruder war.

        (9) 24.02.19 - 09:34

        Ich schätze, das ist eine Situation, wo sie ihre Mama brauchen könnte. Ich schätze, sie wird mit vielem überfordert, ratlos, unwissend und hilflos sein. Es gibt viele Momente im Leben, wo man die Mama, ihre Ratschläge, Hilfe braucht. Genau da vermisst man sie und ärgert man sich darüber, daß sie nicht da ist. Ich schätze SO geht es ihr nicht jeden Tag. Das sind eben Emotionen.

        Mir ging es manchmal auch so, als ich mich mit meinen Geschwistern gestritten habe und mich nict verstanden fühlte; oder als ich mich einsam fühlte (trotz, dass ich 3 Geschwister habe). Ich vermisste meinen Zwillingsbruder, den ich nie gesehen habe (er starb im Mutterleib).

        Ich denke das sind Momente der Hilf-, Ratlosigkeit.

        FG

        (10) 24.02.19 - 09:44

        Ach und alle haben so lange zu trauern wie du?

        Wie viele Jahre darf man denn seine Mutter vermissen?

        Gemüt wie ein Fleischerhund.

        • (11) 25.02.19 - 00:09

          Nee, das nicht, aber wer so lange und intensiv trauert wie die TE, der hat es nicht geschafft, den Tod wirklich zu verarbeiten. Und wie gesagt, das klingt für mich nicht authentisch, sondern eher sehr künstlich.

          Un warum habe ich ein "Gemüt wie ein Fleischerhund", nur weil ich jetzt nicht 20 Jahre sehr stark darunter leide. Das heißt doch nicht,dass ich meinen Vater nicht geliebt habe und immer noch vermisse?

          Habe nur meine Erfahrung und Meinung dazu gesagt, mehr nicht. Nicht mal die TE persönlich angegriffen.

      (12) 24.02.19 - 10:39

      Anscheinend ist die TE gerade in einer Situation, in der sie den Rat ihrer Mutter gebrauchen könnte, oder ihre Hilfe, oder einfach ihre Schulter zum Anlehnen! Es heißt doch nicht, das sie jeden Tag so denkt oder fühlt. Vielleicht rückt der Todestag der Mutter gerade näher, und die Trauer kommt nochmal richtig hoch. Ich finde es schade, das hier jemandem eine ungesunde Bindung zur verstorbenen Mutter nachgesagt wird, wir kennen doch die Umstände gar nicht!

      Im Übrigen fände ich es sehr schade, wenn ich früh sterben würde und meine kleine Tochter als Erwachsene Frau recht kühl sagen würde "meine Mutter ist gestorben als ich ein Kind war. Ist halt so! Ich weiß nicht viel von ihr aber das Leben geht auch so weiter!" 😢 Klar soll sie ihr Leben weiter leben, aber ich denke vermissen darf man ein verstorbenes Elternteil sein Leben lang! An manchen Tagen mehr, an manchen weniger...

      (13) 24.02.19 - 19:45

      Hallo,

      Ich denke es ist einfach auch noch mal ein Unterschied, als Frau seine Mama oder seinen Papa zu verlieren.

      Meine Mutter ist gestorben, als ich 5 war. Als Teenager habe ich diesen Verlust erst richtig begriffen. Es war eine schlimme Zeit.

      Jetzt als erwachsene Frau und Mutter denke ich wieder sehr häufig an meine Mutter. Die wenigen Erinnerung an sie kommen zurück und ich frage mich so oft, wie sie sich gefühlt haben muss, als sie die schlimme Diagnose bekam und ihr kleines Mädchen sie doch noch so dringend brauchte. Wie muss es sein, zu wissen, sein Kind nicht aufwachsen zu sehen? Sie verlassen zu müssen, bevor sie eingeschult wird.
      Wie sehr sehne ich mich manchmal danach, noch mal mit ihr reden zu dürfen.

      Ich kann die Worte der TE so sehr nachvollziehen. Je nach Lebenssituation fehlt sie Mutter einfach, auch wenn man sie eigentlich nie wirklich hatte.

      Klar, den Vater zu verlieren ist genauso schlimm. Auch mein Vater lebt nicht mehr, aber damit konnte ich abschließen, auch wenn ich ihn manchmal schon noch eher vermisse. Bei meiner Mutter sind es andere Gefühle. 🤷🏼‍♀️

      (14) 24.02.19 - 21:29

      Jemandem Trauer abzusprechen.... bzw. sie nach 1 Beitrag als ungesund zu betiteln....
      wieso macht man das???
      Du kannst dir das ja denken - die Gedanken sind frei - aber was bewegt einen, das zu posten?
      Wieso nicht einfach weiter klicken?

      Man bekommt kaum Informationen.....

      Ich habe beim Lesen an jemanden gedacht, der viel zu früh seine Mutter verloren hat.
      Nun offensichtlich selber Mutter ist, und die Mutter als Ratgeber und die Oma als Stütze vermisst.
      Nichts daran ist ungesund.

      Liebe Threaderstellerin...
      ich fühle mit dir.
      Ich war 19 als ich meine Mutter verloren habe.
      Und auch das war viel zu früh..... auch wenn sie mich durch die Kindheit gebracht hat.

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