Mal wieder Besuchswochenende...

    • (1) 24.02.19 - 16:53

      ...und der Ärger hört nicht auf.

      Wer den Thread „Ex will neues Handy“ mitverfolgt hat, kennt den Background. Weil wir uns ja letztendlich geweigert haben, ihr ein neues iPhone zu kaufen, hatte Sie dieses Besuchswochenende ja abgesagt. (Haben wir zum Glück schriftlich)

      Jetzt ruft doch tatsächlich am Freitag sein Kind an und fragt: „Papa kannst du mich bitte abholen, die Mama fährt mit Ihrem neuen Freund zum Skifahren und ich will da nicht mit“
      Ein funktionierendes Handy hat sich scheinbar doch gefunden. Aber das nur am Rande. Und vom neuen Freund wussten wir auch nichts, aber gut, uns muss Sie nichts sagen. Das Kind kannte ihn aber auch nicht.

      Er versucht dann irgendwie im Gespräch mit dem Kind (9) zu eruieren, ob sie jetzt einfach eigenmächtig angerufen hat. Da plärrt schon aus dem Hintergrund die Mutter in das Gespräch (direkt verweigert Sie ja mündliche Kommunikation) „sag deinem Vater, er soll seinen A$%# hierherbewegen und Dich gefälligst abholen. Kind weint mittlerweile, mein Mann lässt nach einigem hin- und her also alles stehen, fallen, liegen und fährt jetzt doch die 270KM nach Deutschland und holt Sie ab.

      Jetzt kommt aber der eigentliche Hammer. Heute kommt eine SMS (für uns verbotene Kommunikation) in der steht:

      „Schaffe es heute nicht nach Hause, komme erst morgen zurück. Da Du ja die Sorgerechtsteilung anstrebst, spürst du jetzt gleich mal, dass man nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten hat! Ich erwarte, dass Du sie morgen früh pünktlich in der Schule ablieferst. Ich hole Sie dann aus der Schule ab.
      Mein Akku ist leer, ich schalte mein Handy jetzt aus. Lamentieren von Dir also zwecklos.“

      Wie gesagt, wir wohnen 270KM weit weg, ergo müsste er mit dem Kind um 4Uhr morgens losfahren, wenn er sie morgen früh in die Schule bringt.
      Wir haben zum Glück heute die Lehrerin erreicht, die sehr, sehr nett und verständnisvoll war und wir konnten das Kind für die ersten 2 Stunden entschuldigen.

      Das ist natürlich jetzt der nächste Hammer seitens der Mutter. Wir überlegen jetzt wirklich, ob wir anstreben sollten, dass das Kind zu uns kommt. Sie hat an diesem Wochenende das erste Mal ganz deutlich geäussert, dass sie das möchte.

      Aber hat man da Chancen? Hat irgendjemand hier Erfahrung damit? Ich habe nämlich grosse Zweifel.

      • Als allererstes würde ich den Umgang gerichtlich festlegen lassen. Der Richter legt dann fest wann das Kind wo abgeholt werden muss und auch die Rückgabe ist eindeutig geregelt. Gleich das komplette Sorgerecht zu bekommen hat wenig Chancen.

            • Vielen Dank, ja es landet morgen natürlich sofort beim Anwalt und auch beim JA.

              Die Fälle treten einfach mittlerweile sehr gehäuft auf. Ich habe einfach auch grosse Zweifel, dass das reicht. Mein Mann ist nur völlig enthusiastisch, weil Sie halt an diesem Wochenende explizit gefragt hat, ob Sie bei uns wohnen darf.

          (6) 25.02.19 - 06:08

          Steht’s da irgendwie drin, was passiert, wenn man sich nicht dran hält? Kann man das Kind dann von der Polizei abholen lassen?

          • Nein, das kann man nicht.
            Bei Verrstoss landet man wieder vor Gericht, um die Durchsetzung einzuklagen.
            Es können dann Geldstrafen verhangen werden.
            Das Umgang polizeilich durchgesetzt wird, ist mir zumindest nicht bekannt.

      Und es würde auch nicht um alleiniges, sondern um gemeinsames Sorgerecht gehen, bei dem er aber das ABR hätte, die Tochter also bei uns leben würde und die Mutter Umgang hätte.

Ich kenne mich leider nicht aus, kann also keine Konkrete Antwort geben die euch hilft.

Aber ich hoffe sehr für das Kind das es bald an welchem Ort auch immer zur Ruhe kommen darf.
Das Verhalten der Kundsmutter ist in meinen Augen absolut Grauenhaft und die kleine tut mir Leid.

Frage mich immer wieso manche Frauen bei einer Trennung so ein Verhalten an den Tag legen können...

Mein Mann ist in ähnlichen Verhältnissen groß geworden, seine Mutter hat sich nicht gekümmert, er durfte dann Glücklicherweise bei seinem Vater und den Großeltern aufwachsen...
Bis vor 3 Minaten wusste seine Mutter nicht mal das sie 2 Enkelkinder hat (das jüngste ist 10 Jahre alt) weil sie zwar immer Grosspurig verspricht sich zu melden, es aber nie tut....

Ich hoffe ihr findet eine Lösung die dem Kind gut tut und sie zur Ruhe kommen lässt...
Viel Glück!

"Aber hat man da Chancen? Hat irgendjemand hier Erfahrung damit? Ich habe nämlich grosse Zweifel."

Bei so einer Mutter besteht die Gefahr, dass sie das Kind in große emotionale Nöte bringt und das Kind dann vor Gericht sagt, es will doch nicht umziehen. Das zumindest meine Erfahrung aus meinem privaten Umfeld. D.h. man gewinnt gar nichts und hat am Ende noch das Kind schwer belastet.

Aber die Nummer ist geil, die sie da bringt und ich würde sehr gerne wissen, was der Anwalt dazu sagt. Sollte sie das nämlich jetzt häufiger bringen, dann könnte man zumindest versuchen, das alleinige ABR zu bekommen.

  • Danke für die Erfahrung. Genau so etwas fürchte ich nämlich.
    Und das Kind vor Gericht zerren und einem furchtbaren Loyalitätskonflikt aussetzen will mein Mann, bei allem Enthusiasmus, ganz sicher nicht.

    Aber wir sind halt so hilflos. Die Mutter fährt im Grunde mit uns Schlitten und wir können nichts, aber auch gar nichts tun, ausser natürlich den Kontakt zum Kind einstellen.

    Zudem fühlt sich das Kind nun auch nicht mehr so richtig wohl bei ihr.
    Aber sie ist 9, da kann man halt einfach noch nicht von einer gefestigten Meinung ausgehen, zumal Sie ja auch die Konsequenzen gar nicht überschauen kann.

    • Dieses "Schlittenfahren" kann aber gegebenenfalls genau der Fallstrick sein, den sie sich gerade selbst knüpft. Sie glaubt ja, Deinen Mann zu treffen, im Grunde trifft sie aber das Kind. Das wiederum ist gegen das Kindeswohl und darauf kann man in einer Verhandlung bzgl. ABR aufbauen. Und so eine Nummer ist heftig. Das kann kein Richter gut finden, wenn das häufiger vorkommt! Lasst sie mal machen. Und beratet euch mit dem Fachanwalt dazu.

      • Wir haben mittlerweile eine Topkanzlei eingeschaltet und 2 Familienrechtler betreuen den Fall. Mal abwarten, was Sie dazu sagen.

        Aber klar ist auch, dass man so etwas immer verlieren kann und wir wollen halt keine Verschlimmbesserung. Daher meine Unsicherheit, ob es sich lohnt, hier in den Kampf zu ziehen.

        Aber das reicht jetzt wirklich, zumal mein Mann auch berufstätig ist und Hölle und Wahnsinn in Bewegung setzen muss, um sich so kurzfristig freizuschaufeln.

Das ist ja unglaublich.
Ihr habt hier wirklich auch ein besonders ungutes Exemplar - ich wünsch euch dass das bald ein Ende nimmt!

Aber zu dieser sms: das sie sich das erlauben kann, kann doch gar nicht sein, Vorallem nicht unter diesen „um 4 Uhr früh wegfahren“ Umständen. Ich hoffe euer Anwalt ist ein bluthund und hilft euch schnell, dass das arme Mädchen zu euch kann

(15) 24.02.19 - 18:39

Hallo,
Ich hatte früher beruflich mit solchen Fällen zu tun. In solchen Situationen wird gerne mal eine Umgangspflegschaft mit installiert, dann hat sich die Mutter auch an die Vereinbarungen zu halten.

Wichtig ist, das ihr alle Beweise aufhebt, denn ohne die habt ihr kaum Chancen vor Gericht.
Die Chance, dass das Kind dauerhaft zu euch kommt, steht eher schlecht - zumindest nach meinen Erfahrungen. Man würde z. B. sagen das Kind würde nur aus seinem gewohnten Umfeld rausgerissen (Schule, Freunde) usw. Auch wenn das Fehlverhalten der Mutter sehr ärgerlich ist, es ist auch nicht gravierend genug das sich die Richter da drauf einlassen würden.

Ich bin aber der Meinung, dass ihr zumindest gute Chancen auf geteiltes Sorgerecht habt und ihr dies auch unbedingt anstreben solltet!

  • Danke für Deine Einschätzung. Ich finde das natürlich nicht erfreulich, aber es deckt sich mit meiner Wahrnehmung.

    Gemeinsames Sorgerecht ist angestrebt und läuft schon, die finale Verhandlung ist im Juli.

(17) 24.02.19 - 19:55

Das sind solche Weiber, die möchte ich einfach ******. Was für eine erbärmliche Kreatur.

Dass ihr die Schule mit einbezogen habt, finde ich gut. Er sollte sich morgen frei nehmen und nach der Schule direkt zum Jugendamt marschieren und den Vorfall melden und diese Nachrichten dokumentieren.

Die ist doch vollkommen krank. Hoffentlich bekommt er bald das Sorgerecht. Das alleinige Sorgerecht hielte ich für angemessen.

LG

  • Danke für Deine aufmunternden Worte.

    Ein guter Ratschlag morgen einfach persönlich beim JA reinzumarschieren. Er muss den Tag ja ohnehin freinehmen.
    Das macht Sinn! Danke! Wäre jetzt gar nicht darauf gekommen ohne Termin hinzugehen.

    Und wir wären ja schon froh, wenn wir mal im ersten Step das gemeinsame Sorgerecht bekommen würden. Wobei ich da ganz positiv bin.
    Beim ABR wird es aber sicher schwierig...

    • (19) 25.02.19 - 10:16

      Ist das die Tante die das Kind schlägt? Und das könnt ihr nicht als Druckmittel vor Gericht mitnehmen?
      Ich bin einfach fassungslos wie mit Kinderseelen umgegangen wird. Ich wünsche euch wirklich, daß die Kleine zu euch kommt und in Ruhe leben kann.
      Am Besten wäre es, der neue Heini würde die Tante mal davon abhalten euch ständig Ärger zu machen.
      Drücke alle Daumen!

      • (20) 25.02.19 - 10:53

        Ja, die ist es. Die Ohrfeigen für ein legitimes Erziehungsmittel hält.
        Das kommt aber in die nächste Gerichtsverhandlung, zumal wir es ja damals dem Jugendamt aktenkundig gemacht haben.
        Die das ganze zwar nicht gut finden, aber auch keinen Handlungsbedarf sehen, da hier durch eine Ohrfeige noch lange keine Kindswohlgefährdung vorläge.

(21) 24.02.19 - 23:46

Das arme Kind...

Leider sind die Chancen, denke ich, nicht so richtig gut, dass das Kind zu euch ziehen kann. Geteiltes Sorgerecht sollte von der Rechtslage nicht das Problem sein. Aber das Kind aus dem Umfeld sogar in ein anderes Land ziehen zu lassen wird, nach meiner Einschätzung, zumindest keine sichere Sache. Bei einem älteren Kind, das sich klar positioniert, wäre das leichter.

offtopic: Ich kann wirklich nicht verstehen, wie sich erwachsene Frauen so dermaßen biestig verhalten können. Und ich frage mich, ob die zu allen so dermaßen schei*e sind. Wie kann so ein Mensch durch's Leben gehen. Eigentlich ja 'ne arme Wurst.

Boah, so was mieses. #schock

  • Dasselbe habe ich auch gedacht und mich gefragt, was der Frau wohl Schlimmes in Kindheit oder Jugend passiert ist, dass man so Sch... drauf sein kann und seine miesen, kleinen Befindlichkeiten auch noch auf dem Rücken des Kindes auslässt.

    So etwas ist sehr wohl Kindesmisshandlung, fast schlimmer als Ohrfeigen, wobei man das schwer gegeneinander aufwiegen kann, nur, die psychische Misshandlung, die oft ganz tiefe Spuren hinterlässt, lässt sich so schwer beweisen und das Mädchen ist vielleicht unter solchen Umständen dann leider die nächste Mutter, die so handelt.

(25) 01.03.19 - 10:43
seeeeehrinteressant

Hallo!
So eine KM kenne ich leider auch... alles wird auf dem Rücken der Kinder ausgetragen weil sie gern die Väter verletzen will (hat zwei Kinder von zwei Vätern und die Väter sind in Kontakt) die Kinder haben mittlerweile psychische Probleme, sind respektlos und frech und haben kaum Impulskontrolle - sie sind diejenigen, die darunter massiv leiden aber das checkt sie nicht! Erzähl doch bitte, wenn es so weit ist, wie eure Geschichte weiter geht!
Danke und gute Nerven!!!

Top Diskussionen anzeigen