Straftat

    • (1) 28.02.19 - 20:58

      Hallo,
      weiß nicht, ob das Thema hier rein passt. Wenn nicht, dann bitte verschieben, Danke.
      Es geht um meine Schwägerin.?
      Sie hatte einen Unfall mit ihrem Auto. Ihr ist ein Fahrradfahrer gegen gefahren und es kam zum Zusammenstoß, der Fahrradfahrer war ausgerechnet der Bruder von ihrem getrennten Mann.
      Polizei und Krankenwagen kamen, er hat sich verletzt.
      Polizei behauptet beide wären schuld. Doch laut Fotos sehe ich keine Schuld an ihr.
      Nun hat dieser Bruder von ihrem noch Ehemann einen Anwalt eingeschaltet, meine Schwägerin hat einen Brief bekommen und da steht, dass sie eine Straftat begangen hat. Er verlangt Schmerzensgeld.
      Ich kann mir es nicht erklären...
      Hat einer von euch in dem Gebiet Erfahrungen?
      Sie hat eine Unfallversicherung.

      Danke und einen schönen Abend.
      Grüße
      Rico24

      (5) 28.02.19 - 21:09

      Hallo

      Wie kannst du anhand von Fotos sehen, wer Schuld hat?
      Was ist denn genau passiert?

      Da ein Radfahrer immer der schwächere Verkehrsteilnehmer ist, bekommt der Autofahrer meist eine Teilschuld.

      • (6) 28.02.19 - 21:12

        Sie hat mir die Fotos gezeigt und mir erklärt.
        Sie war auf der Fahrerseite ( leichte Steigung) und vor ihr war ein parkender Kleinbus, sie hielt an und schaute ob Gegenverkehr kommt. War alles ruhig, sobald sie langsam los fahren wollte, krachte der Fahrradfahrer in ihr Auto.

        • (7) 28.02.19 - 21:14

          Von hinten oder von vorne?

          • (8) 28.02.19 - 21:18

            Von vorne. Der Fahrradfahrer kam quasi plötzlich da wo der Kleinbus geparkt hat.
            Sie stand immer noch auf der Fahrerseite. Man kann sagen der Fahrradfahrer kam von vorne in der Mitte der Straße.

            • (9) 28.02.19 - 21:20

              Also sie hatte das Hinderniss auf ihrer Seite und der Fahrradfahrer kam von vorn?
              Dann ist sie eigentlich Schuld. Denn sie ist ja auf seiner Seite gefahren!

              (10) 28.02.19 - 21:24

              Die Betriebsgefahr aus §§ 7 und 18 StVG. Wenn der Unfall nicht absolut unabwendbar war, greift immer die Betriebsgefahr zu 20%.

              (11) 28.02.19 - 21:25

              Bei Unfällen mit einem Fahrradfahrer bekommt der Autofahrer immer eine Mitschuld. Wer hatte das Hinderniss (den Kleinbuss) auf seiner Seite? Also in wessen Richtung stand er? Der jenige hätte warten müssen und hat offensichtlich den anderen übersehen.

              (12) 01.03.19 - 02:24

              Was heißt „sie stand noch immer auf der Fahrerseite.“?
              Wie kannn man auf der Fahrerseite stehen?
              Das verstehe ich nicht.

    (13) 28.02.19 - 21:27

    sie hat vor allem eine Haftpflicht (kfz) und dieser ist der Schaden zu melden, wenn sie es nicht selbst bezahlen will (kann). Ob eine Straftat vorliegt entscheidet nicht der Bruder.

    (14) 28.02.19 - 21:51
    Versicherungstante

    Eine Unfallversicherung ist zur Absicherung des Versicherten bei Verletzungen etc aufgrund eines Unfalles. Bringt ihr (ausser sie hat selbst eine Verletzung) jetzt in Bezug auf den Unfallgegner nichts.

    (15) 28.02.19 - 22:08

    Ich denke es wird auch eine Verhandlung hinauslaufen. Es ist schwer zu sagen wer die Schuld trägt. Bilder sind das eine, ich denke die Polizei sollte die Rechtslage beurteilen können.

    Ich würde mich an ihrer Stelle mit ihrer KFZ- Haftpflichtversicherung in Verbindung setzen. So wie ich es kenne regelt die KFZ- Haftpflicht die Schmerzensgeldansprüche vom Unfallsgegener. Die Unfallversicherung dürfte ihre gesundheitlichen Leiden bzw bei einer Insassenunfall. die Ansprüche der Fahrzeuginsassen des versicherten Kfz regulieren.

    • Die Polizei beurteilt keine Rechtslagen. Dafür sind Richter zuständig.

      • Jein. Als Polizist nimmst du ja den Unfall auf und wenn eine bestimmte Sachlage zutrifft (bei rot gefahren, rechts vor links nicht beachtet, unter Alkoholeinfluss gefahren, Fahrzeuge nicht mehr fahrbereit, Personenschaden etc.) muss du eine Anzeige anfertigen. Ansonsten reicht ein Personalienaustausch.

(18) 01.03.19 - 02:21

Ihre Unfallversicherung bringt dem Geschädigten nix! Die ist für sie, nicht für Dritte!
Ohne Anwalt wird sie da nichts machen können. Am besten einen Fachanwalt für Verkehrs- und Strafrecht aufsuchen!
Hat die Staatsanwaltschaft oder die Polizei ein Verfahren gegen sie eingeleitet?

(19) 01.03.19 - 07:52

Hi,

in dem Fall würde ich zum Anwalt gehen und die Kfz-Haftpflicht, da Unfall.

Mir ist vor Jahren auch ein Radler über die Motorhaube gerauscht. Er wurde ebenfalls verletzt. Mein Auto beschädigt.

Lage war eindeutig, Radler hat sogar noch Bußgeld vor Ort bezahlen müssen. Dennoch habe ich Teilschuld bekommen, weil ich motorisiert war.

Ich hätte einen Anwalt, der Radler ebenso. Ich habe nicht wirklich viel davon mitbekommen. Irgendwann haben sich die Anwälte und die Versicherungen geeinigt und gut war es.

Straftat, naja... Ist ein unschöne Unfall, leider passiert so was tagtäglich auf den Straßen.

LG

(20) 01.03.19 - 08:36

Die Straftat heißt fahrlässige KV und wird nur auf Antrag verfolgt. Da sind vermutlich auch die Familienverhältnisse ein Grund dafür, dass der Unfall noch ein strafrechtliches Nachspiel hat.

(21) 01.03.19 - 11:52

Da fehlen mir haufenweise Details, um die Sache bewerten zu können. Deine Schwägerin soll sich auch einen Anwalt nehmen und fertig.

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