Panikattacke oder Nachtschreck

    • (1) 10.03.19 - 22:26

      Hallo,
      Mein Sohn ist 7 Jahre und hatte in der vergangenen Woche 2 Mal NACHTS eine Art Panikattacke. Er wacht ca 1,5 Stunden nach dem Einschlafen auf und ruft mich und erzählt wirres Zeug, das keinen Zusammenhang hat und ist wirklich panisch und ängstlich dabei. Er spricht mit mir und versteht auch was ich ihm sage. Er erzählt teilweise Dinge aus dem erlebten vom aktuellen Tag.
      Dazu muss ich erzählen, dass er seit ein Paar Wochen wieder alleine in seinem Zimmer einschläft. Davor hätten wir eine lange Zeit immer gewartet bis er eingeschlafen ist und sind dann aus dem Zimmer gegangen. Er hatte große Angst vor Monstern. Diese Angst hat sich aber relativ gelegt und nun kommt das nächste Problem.
      Mein Sohn ist zudem seit einigen Wochen leicht neben der Spur, was ich aber eigentlich auf einen Entwicklungsschub geschoben habe.

      Hört es sich tatsächlich nach einer Panikattacke an oder eher doch ein Nachtschreck? Sollte ich damit sofort zum Kinderarzt oder doch lieber abwarten ob es sich wieder legt? Wer hat Erfahrung?

      LG

      • Hört sich für mich nach Albträumen an.

        Hat meine Tochter auch manchmal. Ich sage ihr dann vorm Schlafengehen, dass jeder das manchmal hat und dass man die Träume selber beeinflussen kann.

        So kann man z.B. von einem lieben Beschützer träumen, der einen vor den Monster beschützt.

        Oder man kann träumen, dass man die Monster in liebe Wesen verzaubern kann.
        Das beruhigt meine Tochter vor dem Einschlafen.

        Lg mcbess

        Das hört sich nach einem stinknormalen Albtraum an. Bei meinen Kindern fing das zwischen 5 und 7 Jahren an. Mal ist es Tage hintereinander so, mal lange gar nicht.

        Keinen Grund zur Sorge.

        • 2 mal in der vergangenen Woche....& „erzählt wirres Zeug“ ist weit weg von Panikattacke oder Nachtschreck.

          Wie kommst du darauf? Träumst du nie schlecht?

          In dem Alter verstehen Kinder Verluste, haben reale Ängste usw. Ich erinner mich zB extrem gut an meinen immer und immer wiederkehrenden Albtraum in dem Alter.

          Meine Jüngste (5) träumt aktuell von Horrorclowns (kennt sie eigentlich nicht), meine Älteste hatte eher Träume uns zu verlieren. Mein Mittlerer macht alles mit sich selber aus. Wenn ist das aber recht wirr - allerdings schlafwandelt er auch.

      Ein nachtschreck ist etwas vollkommen anderes. Dabei ist der Körper quasi wach, während der Geist noch schläft. Dadurch kommt es zu einem "kurzschluss" im Gehirn, Kind schreit wie von Sinnen, ist aber gar nicht wach und lässt sich auch nicht sofort wecken. Das Kind kann, wenn es wach wird, etwas verwirrt sein, es ist ähnlich wie beim schlafwandeln. Meist schlafen Kinder dann auch fix wieder ein, sie sind etwas benommen, checken die Lage nicht so sehr, denken, sie träumen und schlafen deswegen einfach müde weiter.

      Dein Sohn wird Albträume haben. Ich würde wohl viel mit ihm reden, vllt findet ihr raus, was ihn ängstigt und was ihn stärken würde.

      Eine schöne Idee bei solch einer Situation ist auch immer ein Traumfänger. Wichtig dabei: am besten vor jedem schlafengehen durchpusten, das die Träume der letzten Nacht davon fliegen. Und wenn Kind einen Albtraum hat, am nächsten Morgen den Albtraum mit Wasser aus dem Netz des Traumfängers waschen.
      Solche jsnflingen geben Kindern immer gut Kraft.

    (8) 11.03.19 - 10:43

    Mein Sohn hat viel mit Nachtschreck zu tun. Bei uns hat er sich so weiter entwickelt, wie du das beschreibst. Er redet wirres Zeug, wirkt extrem panisch, antwortet aber sonderbarer Weise auf einige Ansprachen. Nach einer Weile sackt er in sich zusammen und schläft selig weiter, am nächsten Morgen erinnert er sich an nichts.

    Auf Panikattacke wäre ich im Leben nicht gekommen...zum Kinderarzt würde ich damit auch nicht.
    Bei uns “hilft“ gegen Nachtschreck: vor dem Schlafen gehen zum Klo und nicht mehr viel trinken (da scheint es einen Zusammenhang bei uns zu geben), ruhiges Einschlafritual (ich begleite ihn auch mit 7 noch in den Schlaf), wenig Stress im Alltag (lässt sich ja leider nicht immer vermeiden).
    Monster verzaubern wir mit dem Riddikulus-Zauber aus Harry Potter: wir stellen uns das Monster vor und ziehen ihm was Albernes an oder lassen es was Albernes in unserer Vorstellung tun. Hilft wirklich!

    Hört sich nach Nachtschreck an! Hatte mein Jüngster (9) immer mal wieder. Immer nach dem Einschlafen, ist dann scheinbar wach, weint und kreischt, lässt sich aber nicht beruhigen. Einmal ist er mit einem riesen Satz aus dem Bett gesprungen und hat wie ein wildes Tier auf dem Boden gehockt, total gruselig #zitter
    Am nächsten Tag kann er sich an nichts erinnern.

    Ich kenne das von meiner Ältesten, war auch in dem Alter und richtig unheimlich....war vorbei mit etwa 10/11 Jahren. Sie konnte sich am nächsten Morgen an nichts mehr erinnern. VG

    Mein Sohn hatte es auch vor zwei Jahren, da war er 5. Er hat ganz unheimlich geweint so wie ich es von ihm gar nicht kenne und war dabei weder wach, noch hat er geschlafen. Reden, trösten, aufwecken - nix hat geholfen, nur in den Arm nehmen und abwarten.
    Wir haben die Wohnung mehrmals mit hochwertigen Olibanum Räucherstäbchen ausgeräuchert. Viele würde jetzt die Augen verdrehen, aber danach schlief er immer ruhig.
    Mir gings es in der Wohnung auch nicht gut und auch mein Mann, der so gar nicht anfällig für Albträume ist, erzählte von komischen schizophrenen Träumen. Von den Nachbarn erfuhr ich, daß eine schwer kranke Dame sehr lange in der Wohnung lebte und sie kaum verließ. Auch unsere Freunde berichteten, daß sie sich bei uns aus einem unerklärlichen Grund unwohl fühlen. Wir sind schließlich umgezogen und seitdem läuft alles bei uns sehr viel besser.

    wir haben Erfahrung mit beidem. Und in eurem Fall ist es beides nichts. Albtraum würde ich sagen

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