Familiensituation

    • (1) 10.03.19 - 22:53
      Familiensituation

      Hallo liebe Forengemeinde,
      ich bin allein erziehende Mutter von 3 Kindern (17,14,6)
      Jedes Kind hat einen anderen Vater, alle kennen sich, alle kommen miteinander aus.
      Das monatliche Haushaltseinkommen von mir und meinen Kindern liegt bei 4750 Euro und wir wohnen in einem abgezahlten EFM.
      Ich arbeite Vollzeit, studiere nochmals berufsbegleitend,Haus, Garten und die Kinder brauchen ihre Zeit. Wir leben so ein bissel wie es uns gefällt und wirkliche Regeln gibt es nicht.
      Kind 1 steht kurz vor dem Abi; Kind 2 ist auf einem gutem Weg dahin, Kind 3 ist aufgeweckt und sicher wird auch sie ihren Weg gehen. So meine Sicht auf die Dinge.
      Im Freundeskreis bekomme ich zu hören wie schwer mein Leben ist, halbe Tage wären angebracht, man kann auch anders glücklich sein.
      Ist das wirklich so? Ich möchte das nicht und freue mich meinen Kindern die Welt zu zeigen, kontrolliere nicht die Handys, und auch nicht ihre Aktivitäten am Nachmittag aber es läuft.
      Wie lebt Ihr denn?

      Warum machst du dir Gedanken über Aussagen von anderen Menschen? Du schreibst nicht im Alleinerziehenden Forum, keine Ahnung, ob du da die passenden Antworten erhältst.

    Ist doch super das du so toooooll bist.

    Was willst hören? Das andere von hartz 4 leben und die Kinder völlig missraten?

    Klingt eigentlich nicht schlecht.

    Nur eine Sache wollte ich noch anmerken.
    Du schreibst, dass es bei euch eigentlich keine Regeln gibt. Das finde ich nicht gut aus eigener Erfahrung.

    Bei uns zu Hause gab es auch quasi keine Regeln. Wenn mich die Mamas von Freundinnen fragten, wann ich denn zu Hause sein muss, habe ich geantwortet "weiß ich nicht".

    Diese Freiheit war für mich überfordernd. Ich hätte lieber klare Regeln gehabt wie die anderen Kindern. Es hat sich danach angefühlt, als sei man den Eltern egal.
    Auch wenn es so vermutlich nicht gemeint war.

    • (15) 11.03.19 - 07:57

      Bei uns gab es in dem Sinne auch keine Regeln - meine Kinder haben als Teenager keine Dinge getan, bei denen ich hätte eingreifen müssen. Schule lief, stabiler, netter Freundeskreis, mithilfe im Haushalt - warum etwas Regeln, was sowieso läuft?

      Liest sich so, als wäre es auch bei der TE so - es läuft auch ohne so, wie es ihren Vorstellungen von gutem Familienleben entspricht.

      • Das ist hier ähnlich. Es gibt so eine Art "Rahmenregeln" - wir respektieren die Privatsphäre und die Dinge der anderen, wir lügen uns nicht an, jeder tut im Haushalt, was nötig ist und anfällt - solche eher allgemeinen Dinge eben. Bisher klappt das sehr gut und es gibt auch keine nennenswerten Pubertätsprobleme.

        Ich kenne es aus dem näheren Bekanntenkreis auch anders - "Hast du schon deine Hände gewaschen? Hast du sie auch mit Seife gewaschen? Hast du auch die Hand gegeben beim Guten Tag sagen? Abends gibt es keine Milch mehr (ohne Angabe von Gründen) usw. usw. " und es wird auf 100%ige Einhaltung jedes Mal gepocht.

        So etwas käme für mich nicht in Frage, also solche "Regeln", die mehr gängeln als helfen.

        (17) 11.03.19 - 08:37

        Bei uns lief auch alles perfekt ohne Regeln.
        Gute Noten, nette Freunde, Hilfe im Haushalt, den Eltern keine Probleme gemacht.
        Dennoch hätte ich mir Regeln gewünscht.

    (21) 19.03.19 - 01:14

    Hallo,
    vielen Dank für deine Antwort. Nein, so ist es nicht. Wenn ich nach Hause komme spielt sich schon hier sehr viel ab. Meine Kinder und auch Ihre Freunde verbringen den Nachmittag für gewöhnlich bei uns zu Hause.
    Vielleicht weil hier etwas mehr erlaubt ist und weil ich auch die Zeit welche wir haben nicht reglementiere.
    Die Kinder dürfen hier gern kochen, grillen und sich völlig frei bewegen.
    Es gibt keine Zeiten für, schlafen, Handy u.s.w. aber es läuft. Auch Taschengeld gibt es nicht. Wir haben ein Familienkonto. Die Kinder können frei Geld abheben. Sie tun es auch, sie bestellen auch bei Ama…… nach Bedarf. Aber nur selten war ich wirklich erschrocken.
    Es läuft auch unerzogen. Was mir wichtig ist,sie sind höflich, nett, aufgeschlossen ihrem Umfeld gegenüber und geben ihr Bestes.

Das keine Kinder keine Regeln haben, geht gar nicht in meinen Augen.

Kinder wollen und brauchen feste Regeln etc.

  • Ich weiß, was du meinst und gebe dir grundsätzlich recht, aber es kommt eben immer drauf an, wie man "Regeln" definiert, finde ich. Solche Beispiele wie in meinem ersten Post mit dem zwanghaften Hände waschen empfinde ich eher als negativ - deshalb würde ich den Satz "Kinder wollen und brauchen feste Regeln" nur im Zusammenhang mit der Art der Regeln unterschreiben :-).

    Nur weil es bei der TE keine strikten Regeln gibt, heißt es nicht gleich, dass dort alles aus dem Ruder läuft.
    So lange sich meine Kinder normal benehmen brauchen wir auch keine Regeln. Wozu auch?

    (25) 11.03.19 - 11:35

    Sehe ich anders bzw. differenzierter. Kinder brauchen verlässliche Beziehungen. Du kriegst z.B. eine völlig eskalierende Schulklasse niemals durch Regeln in den Griff. Die helfen allenfalls. Essentiell ist aber, dass die Kinder sich wahr- und ernstgenommen fühlen. Schaffste das, brauchst du im Grunde genommen keine Extra-Regeln, weil der Mensch als soziales Wesen bereits ein intrinsisches Interesse hat, Teil einer Gemeinschaft zu sein.
    Wie haben hier zuhause auch keine “Regeln“. Ich tue mich aber irgendwie auch mit dem Begriff schwer...was soll das sein? Ein Vorschriften-Gerüst, das die Kinder einsperrt und ihnen so ein Gefühl von Sicherheit suggeriert? Das Pendant zum Pucken für größere Kinder?

    Sicher reagiere ich, wenn der Sohn sich so verhält, dass er durch ein Verhalten andere stört oder verletzt, aber dahinter steckt dann wohl nur die Regel “Deine Freiheit endet dort, wo du die Freiheit anderer beeinträchtigst“.
    Ich habe nicht den Eindruck, dass er sich nach mehr Führung sehnt. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass ein strenger Verhaltenskodex in Schulen irgendetwas besser macht....
    Verhaltensauffälligkeiten und Orientierungslosigkeit haben m.E. andere Ursachen als fehlende “Regeln“.

    Vielleicht kannst du mir ja aber erklären, warum du Regeln für so elementar hältst.

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