Beide Vollzeit als Eltern

    • (1) 16.03.19 - 08:09

      Hi,

      mich würde interessieren, wie andere Familien das regeln.
      Unsere Tochter wird bald sechs, bisher war ich Zuhause (bzw. seit sie im Kindergarten ist habe ich ein paar Stunden nebenbei gearbeitet) und mein Mann arbeitete Vollzeit (verdient gut).
      Wir haben immer gesagt wenn sie in die Schule kommt kümmern wir uns dann um meine Karriere. In meinem Ausbildungsberuf wollte ich nie bleiben, also war eine Teilzeitausbildung angestrebt. Nun kam die Möglichkeit eines Quereinstiegs in den Bereich in den ich sowieso wollte auf, aber die Teilzeitstelle war bereits weg und nur noch eine Vollzeitstelle zu vergeben. Nach Gesprächen mit den Schwiegereltern (sind vor kurzem hergezogen, unter anderem weil sie uns bei der Betreuung unterstützen wollten) habe ich ein Praktikum absolviert und die Stelle auch bekommen.

      Nun frage ich mich wie andere das regeln. Es ist ein großes Glück, dass die Mutter meines Mannes letztes Jahr in Rente gegangen ist und sich gerne und viel um die Enkelkinder kümmert. Sie möchte helfen und wird das nun auch beinahe täglich tun (unsere Tochter zum Kindergarten bringen oder abholen, ab und an auch ein paar Stunden bei sich behalten). Die anderen Enkel hat sie ebenfalls ein paar Mal die Woche da, bzw. holt sie von Kindergarten oder Schule ab.

      Unsere Grundschule hat Mo-Do Nachmittagsbetreuung (genaueres weiß man bisher noch nicht, aber vermutlich bis halb drei), vor dem Unterricht wird nicht betreut.
      Mütter sollen arbeiten gehen, aber wie soll das klappen, wenn keine Großeltern da sind die können und auch wollen?
      Wie macht man das bei mehreren Kindern (bei uns ist die Kinderplanung abgeschlossen)? Wie regelt man Ferien, vor allem wenn einer von beiden neu eingestellt wurde und erstmal ein halbes Jahr Urlaubssperre hat?
      Ich finde wirklich unmöglich wie das in Deutschland geregelt ist. Von Großeltern die schon in Rente sind und in der Nähe wohnen kann man ja nun wirklich schon lange nicht mehr ausgehen und Betreuung außerhalb ist teuer und rentiert sich meist nicht.

      Auch würde mich interessieren wie lange die Kinder "fremd"betreut sind, wenn ihr beide Vollzeit angestellt seid.
      Mein Mann ist meist bis 15-16 Uhr unterwegs und wäre dann da. Alle 3-4 Wochen ist er allerdings 4-5 Tage/Nächte komplett weg. Ich werde Schicht arbeiten (Uhrzeiten zwischen 7 und 19 Uhr). Zum Glück sollte es kein Problem sein, die Frühschicht-Woche auf die Wochen zu legen in denen mein Mann weg ist. Unsere Tochter müsste also vermutlich fast jeden Tag 1-3 Stunden nach Kindergarten/Schule bei Oma und Opa sein.

      Erzählt doch mal.

      • (2) 16.03.19 - 09:16

        Hi, ich arbeite zwar nicht voll, aber auch 6 Stunden am Tag plus 2 * 1 Stunde Fahrt... sind dann am Ende auch 8 Stunden... mein Mann arbeitet voll mit häufigen Dienstreisen. Großeltern sind entweder nicht mehr fit genug, um die Kinder zu betreuen (Schwiegervater ist krank und muss de facto selbst betreut werden) oder wohnen zu weit weg (meine Mutter 300 km).

        Als die Kinder noch kleiner waren, blieb als einzige Lösung ein AuPair. Das funktionierte (meistens) ganz gut und war die einzige Möglichkeit, dass ich auch arbeiten gehen könnte.

        Inzwischen sind die Kinder groß genug (10 und fast 12), dass sie auch mal nach der Schule ein bis zwei Stunden alleine zu Hause sein können. Daher geht es inzwischen ohne AuPair...

        LG
        Frauke

        Auch wenn es für viele Eltern toll wäre, wenn es am besten gar keine Ferien geben würde und die Betreuung von 6-18 Uhr gewährleistet wäre, bin ich froh, daß es nicht so ist.

        Auch Kinder brauchen Pausen ( je kleiner desto mehr ).
        Auch Schultage sind anstrengend, da möchte man doch nach der Schule einfach auch mal heim.
        Für mich passen Kinder und Eltern , die beide Vollzeit arbeiten einfach nicht zusammen

        • (4) 16.03.19 - 09:49

          Dass lieve ich an Urbia. Und wenn dann jemand Teilzeit arbeitet und das Geld knapp ist, geiern wieder alle auf Vollzeit.

          • Ich wollte immer Vollzeit arbeiten bzw. auch mal nur 7 Stunden, was anderes kam für mich gar nicht in Frage. Andere können aber gerne anders handeln und solange keiner über seine Entscheidung jammert oder andere dafür verantwortlich macht, steht mir und anderen auch gar kein Urteil darüber zu.

            Und nur weil Kitas Öffnungszeiten von 7 - 17 Uhr haben oder länger, heißt das nicht, dass die Kinder über den gesamten Zeitraum dort sind. Ausnahmen mag es geben, die Regel ist es aber nicht. Das zweite Kind habe ich auch nur unter der Voraussetzung bekommen, dass wir alles teilen. Unter anderen Voraussetzungen hätte ich kein Kind bekommen, andere handhaben es eben wieder anders.

            Der zweite Teil meiner Antwort bezog sich gar nicht mal auf dich, eher auf die andere Userin ;-).

            LG milchreisbubi

            (10) 16.03.19 - 15:44

            Schön, aber unser Schulsystem Halbtagsschule und vollzeitarbeitende Eltern passen auch nicht zusammen, dafür gibt es Ganztagsschulen! Es gibt nun mal auch Kinder die nachmittags noch lesen müssen, die das Einmaleins intensiver üben müssen ... Nicht nur Eltern "müssen". Und wann willst Du das dann üben, mit unflexiblen Arbeitszeiten 8-17 Uhr? Um halb sechst?

            • (11) 16.03.19 - 17:51

              Natürlich. Da bin ich ganz bei dir.

              Ich meinte eher mit müssen, dass einfach das Geld ins Haus kommt weil ein Kresit läuft, die Lebenserhaltungskosten hoch sind und man mit seinem Kind auch mal einen Ausflug machen muchte. Allein was ein schnöder Kinobesuch kostet ist doch zum am Kopf greifen eigentlich. Oder für die Pension mal (auch wenn ich mich manchmal frage, ob in 40 Jahren noch was von meinem Eingezahlten da ist).

              Ich wäre gerne länger als dieses Jahr zu Hause , obwohl ich meinen Job liebe und gerne ausübe. Da "stören" mich die 6 Dienst im Monat nicht. Aber Vollzeit, wenn ich es nicht machen müsste auf kurz oder lang, würde ich es nicht tun. Dem Kind zuliebe. Aber ja, muss halt.

              lg lene

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      Ich liebe es, wie vehement du immer wieder zum Besten gibst, dass nur du allein weißt, was gut für alle ist. Früher nannte man solche Leute Heilsbringer oder auch Missionare - heute wahrscheinlich auch noch....

      So ein Thread ohne dich wäre schon irgendwie langweilig, also, mach ruhig weiter, wir können alle nur profitieren #ole

      Sehe ich genauso

      (15) 16.03.19 - 19:27

      Ich weiß nicht in welcher Zeit du eigentlich lebst. Es gibt Eltern, die müssen beide halt Vollzeit arbeiten sonst könnten sie mit ihrer Familie garnicht existieren. Besonders wenn beide nur Mindestlohn bekommen. Es will doch heute keiner freiwillig aufstocken auf Hartz V.

      LG Hinzwife

      • Das sind aber die wenigen Ausnahmen!

        • (17) 16.03.19 - 20:01

          Sagt wer?

          Du?

          Bist du allwissend, oder kennst du alle Familien mit Kindern in Deutschland und deren Lebensumstände, Wünsche, Planungen und Modelle?

          Unfassbar intolerant und engstirnig deine Beiträge.

          • (18) 16.03.19 - 20:34

            Nein, ich weiß aber, das viele einfach nicht auf ihren "Luxus" verzichten möchten, das geben die meisten hier ja sogar offen zu!

            (19) 16.03.19 - 21:56

            Nein, aber um sowas abzuwägen sollte man eben auch die Nachteile kennen. Die Beiträge die immer alles schönreden und meinen nur weil es bei ihnen funktioniert gilt das für alle Familien und Kinder sind auch unfassbar intolerant und engstirnig! Und dann kommt in der vierten Antwort raus ja "Vollzeit" heißt "Gleitzeit mit Homeoffice mit Vertrauensarbeitszeit und der Vater ist um 2 zu Hause oder das Kind ist super intelligent und wird die 2. Klasse überspringen..."

            • (20) 17.03.19 - 10:50

              Nachteile, Vorteile, was auch immer gibt es in jedem Modell, in jeder Familie.
              Es muss doch auch nicht immer alles zu 200% perfekt laufen, manchmal entwickelt sich etwas ganz anders, die Dinge obliegen oft ihrer ganz eigenen Dynamik.

              Mir geht es um diese Verurteilungen und Pauschalaussagen, was soll sowas?

              Solche Antworten sind hier weder zielführend, noch hilfreich. Wenn eine Mutter oder ein Vater hier antwortet, der in einem ganz anderen Familien-/Lebenskonstrukt lebt, als die TE, die hier konkret etwas gefragt hatte, dann ist es doch nur logisch und sinnvoll, wenn die Eltern ihr antworten, die genau damit Erfahrungen haben. Wenn ich nach Erfahrungen zu einem bestimmten Auto frage, weil ich zB genau das geerbt habe, dann hilft es mir wenig, wenn dann jemand mit Öffis oder radfahren oder Laufen antwortet. Mag ja alles etwas für sich haben, hilft nur der Frage nicht. Das ist so Online-typisch. Ich würde niemals nie behaupten, dass doppelte Vollzeitberufstätigkeit per se besser ist, als Teilzeit, Homeoffice, Auswandern nach Timbuktu oder Sonstiges. Denn diese Modelle sind alle so individuell wie die Kinder und Eltern selbst. Was Kind X gut tut, kann für Kind Y Mist sein. Und wer sagt und denn bitte, dass es Kindern zu Hause immer nur super gut, oder wenigstens besser geht?
              Solche Kommentare meine ich, das zu lesen ist einfach sehr ärgerlich.

      (21) 16.03.19 - 19:38

      Aber die TE klingt nicht so, sie schrieb ja dass erst TZ geplant war. Und warum darf man Nachteile und Bedenken nicht erwähnen? Wir sollten erwachsen genug sein mit Für und Wider einer Entscheidung Leben zu können !

      • (22) 16.03.19 - 19:41

        Weil hier nicht die Frage war, was wir davon halten und ob ja oder nein.

        Das ist wie hier ständig bei der Frage, welche Pre Nahrung gegeben werden sollte, die Supermuttis kommen und schreiben, wie wichtig doch das Stillen ist und wie man so herzlos sein kann, es nicht mal zu versuchen. Genau dasselbe.

        • (23) 16.03.19 - 21:48

          Die Frage war wie es realisierbar ist und da gehört das Diskutieren über eventuelle Probleme die manche sehen oder selbst erlebt haben doch dazu! Nur wenn ich weiß wo Probleme auftreten können kann ich es so umsetzen dass ich sie vielleicht vermeide! Probleme sind zum Lösen da, nur wenn man weiß dass etwas schlecht ist kann man etwas verbessern oder es zumindest versuchen. Hier alles rosarot zu reden nur weil erwachenen Menschen die Kinder großziehen wollen nicht zugetraut wird auch mit ner Gegenmeinung umzugehen halte ich für grundfalsch. Und dann lesen Eltern die noch in der Entscheidung sind dass alle schreiben "Alles super, alles wunderbar" und wundern sich dann wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist "ups, da können Probleme auftreten?"

          Man sieht das im Kleinkindforum immer. Wieviele Mütter total blauäugig in die Eingewöhnung gehen und dann entsetzt feststellen dass es Babies gibt die nicht "normgerecht" nach Modell xy oder sogar schneller eingewöhnt werden können.

      (24) 16.03.19 - 21:06

      Ich denke jeder entscheidet selber ob er Voll- oder Teilzeitarbeit machen möchte oder nicht. Das ist nämlich auch so ein Thema, wo man sich ganz schnell in die Haare bekommt. Und das muss ja wirklich nicht sein.

      • (25) 16.03.19 - 21:42

        Klar. Aber wenn man eine Entscheidung trifft sollte man Vor- und Nachteile abwägen und für sich entscheiden wie man damit umgeht. Nachdem die TE das hoffentlich getan hat wird sie auch ihre Meinung zu den Einwänden haben, sich überlegt haben wie sie mit diesen Punkten umgeht. Und es lesen ja auch andere diese Diskussionen bevor sie eine Entscheidung treffen. Sie wollte Erfahrungen hören wie es realisierbar ist, und da gehört für mich auch eine Diskussion dazu warum andere meinen dass es eben nicht realisierbar ist. Für mich gehört das Erwähnen von eventuellen Problemen wie eben "und wer übt das Einmaleins", "wie wird gewährleistet dass das Kind auch genug zur Ruhe kommt" dazu! Nur wenn man die Probleme kennt kann man sie lösen, und übersieht sie nicht. Es bringt niemandem was wenn alle nur sagen "klappt so und so super" und die schweigen bei denen es nicht klappte.

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