Gibt es noch glückliche Familien? In denen alles passt?

Gibt es sie noch? Die glücklichen Frauen?

Man liest nur noch von unglücklichen Frauen,... Mann, Schwiegermutter, Schwester,... Irgendwas ist immer Mist...

Ich bin mit meinem Mann seit über einem Jahrzehnt zusammen, glücklich verheiratet und wir haben zwei Wunschkinder. Haushalt und Erziehung teilen wir uns. Ärger mit Schwiegereltern gibt es auch nicht. Wir haben ein Haus, stehen finanziell ganz gut da, haben zwei Autos und können uns regelmäßige Urlaube leisten. In unserem Umfeld und auch hier ist das aber eher Wunsch als Realität... Stehen wir da so alleine da? Manchmal kommt es mir so vor, als ob wir nicht normal sind, es läuft eben alles?

Meine Meinung ist die, dass sich die Wahrmehmung durch Medien, falschen Erwartungen und unrealistischen Lebensmodellen verschoben hat viele Menschen dem vermeintlichen Glück hinterher Jagd ohne zu merken, dass ein klener Schritt zur Seite und ein Überdenken dieses Dinge helfen um festzustellen wieviel Glück sie zum Greifen nahe haben.

Sowas hört man selten.
Ich persönlich kenne niemanden, der ein perfektes Leben führt.
Hast du Freunde oder Familie, bei denen es ebenso perfekt läuft?
Hattest du einen leichten Start ins Leben (familiär)?

Grüße mcbess

Nein eben nicht, deswegen fühlt man sich ja immer wieder komisch oder als Außenseiter...

Ob der Start leicht war... Gute Frage... Ich habe meinen Mann mit 20 kennengelernt, mittlerweile sind wir mitte 30,klar gab es ab und zu kleine Differenzen, aber nie was nennenswertes.

Wir sind einfach glücklich, durch und durch und ich würde nichts ändern wollen

So ist es bei uns auch, seit über 20 Jahren verheiratet, 2 inzwischen erwachsene Kinder.Ein 2- Familienhaus vom Schwiegervater geerbt, wo wir noch nen kleinen kredit wegen UM-/ausbau laufen haben; Genug Einkommen um angenehm zu leben, alle 2 Jahre nen Urlaub. Das reicht uns und in unserem Umfeld ist es bei vielen Familien ähnlich: Da ist kein großer Streit mit Failienangehörigen.

Und wie du sagst, man hat schon Differenzen, aber das empfinde ich als normal. Wenn Paare oder Familien behaupten, es sei alles IMMER Friede, Freude, Eierkuchen, so glaube ich das nicht. Außerdem wäre das Leben ganz schön eintönig, wenn alle immer der gleichen Meinung wären.

Hallo, ich glaube, dass in meiner Kindheit so eine Phase war, wo wir als Familie das "perfekte " Leben hatten. Zwar finanziell nicht super gestellt, aber ok. Wir hatten nicht alles, auf vieles musste richtig gespart werden, aber wir waren eine glückliche Familie. Mit gesunden, wunderbaren Großeltern, tollen Eltern und liebevollen Tanten und Onkeln, lustigen Cousinen und Cousins, alle gesund, alle ein lustiger Haufen. Und dann hat uns die Realität eingeholt. Großeltern mit Demenz und Herzkrankheit mit Pflege bis zum Tod bzw. dem Moment, in dem die Demenz nicht mehr zu handeln war. Plötzliche Depressionen bei meinem Vater, komplette Erschöpfung durch die Pflege bei weiblichen Familienmitgliedern. Schwere Krankheiten und wirtschaftliche Troubles durch die Krise 2008. Dann psychische Erkrankung meiner Schwester, die uns durch ihre Spielsucht und Kaufanfälle finanziell beinahe alle gegen die Wand gefahren hätte, weil sie nur mehr gelogen und betrogen hat. Eine Schwiemu die durch Borderline Syndrom WIRKLICH mehr als schwierig ist und mich nicht ausstehen kann, aber leider ziemlich nah wohnt... ein Kind, das nach einem Unfall mit einigen Problemen zu kämpfen hat...

Also ja, es gibt so perfekte Leben, ich hab nur gelernt, dass sowas auch ziemlich schnell ganz anders aussehen kann.

Ich wünsch euch von Herzen, dass es bei euch so bleibt, genießt jeden Moment davon

Lg

Hi,

auch wir sind eine glückliche Familie. Allerdings gibt es durchaus auch schwierige Phasen, in denen das ein oder andere mal nicht so läuft. Ansonsten hat jeder so seine persönliche Baustelle. Aber im Großen und Ganzen passt alles ;-). Natürlich rappelt es auch mal.
In unserem Umfeld gibt es einige Familien, bei denen alles ok ist, aber auch teils Familien, die auseinanderbrechen.

LG

Isabel

Hallo!

Glücklich verheiratet, erst 1 Wunschkind. Sowohl die Eltern meines Mannes als auch meine sind noch immer glücklich verheiratet, meine Schwiegereltern haben im Sommer ihr Ehegelübde zum Hochzeitstag erneuert.
Wir sind alle glücklich, ja!

Aber natürlich nicht perfekt und unser Leben auch nicht. Arbeiten im Familienbetrieb, es geht uns finanziell ganz gut, aber das ist unstet natürlich und macht manchmal Kopfzerbrechen wenn eine Zahlung nicht rechtzeitig kommt. Mein Vater ist chronisch krank und muss regelmäßig ins Krankenhaus. Meine Oma hat schwer an Demenz gelitten, mein Opa war nach Schlaganfall ein Pflegefall. Meine Cousine ist als Kind bei einem tragischen Unfall gestorben. Meine Mutter hatte um ihren 50.Geburtstag eine Depression. Die Tante meines Mannes ist alkoholkrank, eine seiner Schwestern durch Krankheit schon als junges Mädchen unfruchtbar geworden.
Und so weiter.
Wir sind nicht immer einer Meinung, manchmal nervt einer der anderen mit dummklugen Sprüchen und so weiter. Manchmal ist für ein paar Tage Funkstille irgendwo.

Aber wir halten zusammen, haben Respekt voreinander, hören uns zu und können uns aufeinander verlassen. Wir lieben uns.
Deshalb ja, wir sind sehr glücklich in unserem Leben alle miteinander. Es ist perfekt so wie es ist.

Ich denke auch, dass heute einige überzogene Erwartungen die Runde machen ...

Alles Liebe!

Für mich heißt glücklich sein und dass alles Läuft, nicht ohne probleme, krankheiten und vielleicht auch mal nen finanziellen kurzzeitigen Engpass zu sein: Sondern, dass man sich versteht, Probleme bereden kann und gemeinsam löst. Und sich als Persönlichkeiten jeweils so akzeptiert wie man ist.

Ich z.B. hatte vor einigen Jahren eine Schlaganfall, natürlich ar das ein Schock nicht nur für mich, sondern auch für meine Kinder und Mann damals. Aber ich habe den gut überstanden führe wieder ein normales Leben und trotz dem die Angst vor einem nächsten Schlaganfall immer latent im Hinterkopf ist, beherrscht das nicht mein Leben. Aber da hat sich unsere Zusammenhalt als Familie gezeigt, mein Mann hat alles möglich gemacht, um den Kindern die Angst um die Mama zu nehmen und deren Alltag einigermaßen normal weiterlaufen zu lassen.

Bei uns ist es ähnlich wie bei dir.

Klar gibts auch mal Streit, aber selten und konstruktiv.
Ich hatte gar keine einfache Kindheit und meine Ursprungsfamilie ist recht schwierig, vielleicht schätze ich meine eigene Familie & Schwiegerfamilie darum umso mehr.

Ich denke, so etwas ist ganz häufig auch einfach einen Sache der Einstellung und Kommunikation.
Manche fühlen sich schon finanziell sicher gestellt, wenn sie einmal jährlich Urlaub in der Jugendherberge im Schwarzwald machen können, andere bekommen Panik wenn kein drittes teures Auto drin ist.
Oder als anderes Beispiel die vielen "Schwiegermutter-jammer-Posts" hier... Manche jammern über eine Sache, die für sie offensichtlich ein riesen Problem ist, andere würden das einfach kurz ansprechen und sich nicht die Laune davon vermiesen lassen.

Ich denke, das ist eine Sache der Ansicht.

Ich bin mit meinem Mann neun Jahre zusammen, drei davon verheiratet, wir haben zwei wunschkinder. Wir wohnen noch zur Miete, aber zwei Grundstücke weiter wartet Baugrund auf uns, was wir von seiner Oma praktisch geschenkt bekommen. Wir haben zwei Autos und fahren einmal im Jahr nach Dänemark in den Urlaub.
Ich würde uns auch als glücklich betiteln, wir führen eine Beziehung auf Augenhöhe und laufen zusammen wie ein uhrwerk. Aber man könnte es auch anders sehen. Mein Mann ist epileptiker und hat regelmäßig Anfälle im Schlaf. Ich komme aus einer zerrütteten Familie, meine Mutter hat mich misshandelt, ich war deswegen jahrelang in Therapie und hab dennoch meine rückfälle. An manchen Tagen bin ich auch sehr niedergeschlagen, weil mein großer Bruder nicht mehr lebt. Er war schwer krank, aber mit der wichtigste Mensch in meinem Leben, bevor ich meinen Mann traf. Ich habe den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen, habe von meiner Herkunftsfamilie kaum noch jemanden. Mein Mann kommt aus einer echten bilderbuchfamilie, er hat 9 Onkel und Tanten + Anhang, es wird regelmäßig zu festen eingeladen... Ich fühle mich in unserer kleinen Familie manchmal wie der Anhang mit pechschwarzem Schatten, der ordentlich Dreck an den Füßen hat.

Grundlegend empfinde ich unsere kleine Familie aber als sehr glücklich. Wir haben nicht viel Geld, aber wir sind zufrieden mit dem, was wir haben. Ich habe zwar keinen Kontakt mehr zu meiner Mutter, dafür aber eine schwiegermama, die mich wie ihre eigene Tochter behandelt und mir erst gezeigt hat, wie eine Mutter zu ihrer Tochter sein sollte.

Es entspricht natürlich dem Klischee, wenn man verheiratet ist, zwei Kinder hat und glücklich ist. Aber es gibt auch Alleinerziehende, die glücklich sind. Oder Paare ohne Kinder... Meine beste Freundin ist hundemama, verheiratet und sehr glücklich mit diesem lebensumstand.
Es gibt so viele Möglichkeiten... Und dann ist es eben noch eine Frage der Ansicht. Mit was gibt man sich zufrieden? Meine Mutter war nie zufrieden. Sie musste immer das beste, tollste, neueste von allem haben. Und dafür war ihr auch ein Mann (bzw. Männer... es waren 4) recht, der alles zahlt, sie ihn aber nicht liebt, geschweige denn wirklich mag.

Bei uns is es genauso wie bei dir. Wir sind auch sehr glücklich, 2 kids, haus, 2 autos, 3 mal Urlaub und tolle unterstützung durch grosseltern.
Jemand hat gefragt ob man einen leichten start hatte, dazu muss ich ganz klar ja sagen. Ich war einzelkind und hab viel bekommen, zuneigung und materielles. Meine eltern haben immer unterstützt, auch gerne finanzielle geschenke gemacht. Für unsere Kinder haben wir auch schon einiges geldanlagen gemacht damit diese es dann genauso toll haben werden.
Dazu muss ich aber noch sagen mein Mann verdient sehr gut. Wir sind 6 Jahre zusammen und mitte 30. Bei der partnerwahl habe ich schon darauf geachtet dass er einen guten job hat bzw aussichten hat denn geld ist heutzutage leider wichtig und viele probleme in beziehungen entstehen erst durch geldprobleme. Wir streiten sehr selten.