"Du bist doch den ganzen Tag Zuhause" Seite: 2

      • Kenne ich mit nur einem Baby schon. Die haben glaube ich keine Ahnung mehr, wie das mal war. Ich hab mittlerweile keine Lust mehr mich zu rechtfertigen und mein Mann steht zum Glück hinter mir. Direkt nach der Geburt (mein Mann hatte zwei Wochen Urlaub) sollte er in der Zeit alles machen (hat er mal dies fertig, das fertig, jetzt hat er ja mal Zeit für die Steuersachen) - by the way, nach der Geburt war ich zwei Wochen zu wenig in der Lage, außer stillen- und das mit Brustentzündung und Antibiotika auch nur eingeschränkt- weil ich trotz zwei Blutkonserven mit noch deutlicher Blutarmut und entsprechenden Kreislaufproblemen nach Hause bin- da hat mein Mann sich um mich und die Kleine gekümmert!!!
        Später: ich könne ja die Kleine hinlegen und alles mögliche machen- nein, die Kleine lässt sich nicht so einfach ablegen.. warum sieht’s denn so chaotisch aus (hallo, wenige Wochen altes Baby?)?
        Wenn’s nicht hilft, das ganze so zu erzählen wie es ist, dann würde ich konsequent Gespräche darüber abbrechen.

        (27) 13.04.19 - 20:48

        Vielen lieben Dank für eure Ratschläge.

        Ich muss wohl selbstbewusster Auftreten vor unserer Familie. Ich bin sehr Harmoniebedürftig und gehr solchen Konflikten - wohl zu meinem Leid - aus dem Weg.
        Mein Mann muss ich da etwas aus der Schussbahn nehmen, er macht viel im Haushalt und von ihm kam die Sache mit dem Dachausbau während der Elternzeit nicht. Das war die Idee vom meinem Vater und von Schwiegerpapa.
        Er hat mich lediglich in der Situation nicht verteidigt, als die Tage alle auf mich eingeredet haben.

        Sie verstehen einfach nicht, dass Kinder betreuen und Haushalt auch Arbeit in dem Sinne ist.
        Es wird vermutlich auch wieder entspannter, wenn der Große wieder hier im Ort in den KiGa geht.

        Irgendwie kann ICH persönlich deine Verwandtschaft verstehen...

        Das würde ich gern mit dir teilen. Nur für den Perspektivwechsel.

        Ich selbst hatte wegen Beschreibungen wie deiner echt Respekt vor der Elternschaft. Mehr naiv als alles andere wurde ich mit 22 das erste Mal Mutter, mit 23 das zweite Mal.

        Ich mach das alles seit fast 14 Jahren und - völlig wider Erwarten - liebe es!!!!

        Aber nur, weil es bei mir so völlig anders läuft als das, was du beschreibst.

        1. Du hast einen KiTa-Weg von 15 km. Ähm - na und? Selbst in der größten Großstadt mit dickem Verkehr sind das höchstens 1,5 Stunden einfache Strecke, also 3 Stunden. Wo ist das Problem? Mit dem Fahrrad sind es 2 Stunden. Perfekt! Gleich trainiert! Kids in den Fahrradanhänger und ab geht es!

        2. Du hast zwei Pflichttermine "gebucht", die dich belasten. So wie du es beschreibst, sind es freiwillige Dinge. Also keine Therapien, die dein Kind dringend braucht. Prima! Bezahlt ist eh. Es ist also völlig egal, ob du hingehst oder nicht. Meine Güte, dann bleibe halt weg!!!!

        3. Deine Verwandtschaft meckert, weil sie die Kids nicht oft genug sehen. Prima. Lade die Kids mindestens einmal pro Woche für 3 Stunden ab und gehe shoppen!

        Unsere Kids hatten das zum Glück (!!!!) auch. Jede Woche einen kompletten Nachmittag bei meinen Großeltern. Sie haben es alle (Kinder wie Großeltern) geliebt!!!

        Vor einem Monat ist der Opa mit 81 verstorben. Die Kids sind fast 14 und 12. Alles, was ihnen bleibt (und das ist viel!!!!), ist diese gemeinsame Zeit von (fast) Anfang an!

        Aus meiner Sicht jammerst du echt auf hohem Niveau! Lerne, wichtig von unwichtig zu unterscheiden. Und lerne, die Umstände für dich zu nutzen!

        (29) 13.04.19 - 23:06

        Keine schnöden Ausreden erfinden, nicht nur kontern. Mach..... Dem nächsten der blöd kommt stellst du das für die Arbeit nötige Werkzeug vor die Füsse sagst "Danke für dein grosszügiges Angebot" und gehst mit den Kindern 2h auf den Spielplatz.
        Die überlegen sich 3x ob sie nochmal meckern.

      • Ja die liebe Familie. Habe 2 Kinder, die zwar schon aus dem Säuglingsalter raus sind, aber bei der Kleinen darf man sich nicht umdrehen, dann stellt sie irgendwas an oder bringt sich selbst in Gefahr.
        Ich arbeite Teilzeit, bringe/hole die Kinder zu Freizeitterminen, gehe mit ihnen zum Spielplatz, mache die Wäsche, koche jeden Tag möglichst frisch, erledige die Einkäufe und halte den Haushalt unter der Woche möglichst ordentlich.

        Bisher hat mein Mann am Wochenende beim Wochenputz mit angepackt oder mal Müll raus gebracht und evtl mal bei Bedarf die Spülmaschine ausgeräumt. Mehr habe ich nie erwartet und mehr musste er nicht tun.

        Aber laut seiner Schwester ist das ja schon zu viel.
        Seitdem bin ich total verunsichert. Versuche ihm sogar den Tisch abzuräumen bevor er aufsteht und seinen Teller in die Spülmaschine räumt. Versuche die Kinder alleine zu versorgen wenn sie Durst haben oder ähnliches.
        Muss dazu sagen, wir haben dazu mehrere Krankenfälle in der engsten Familie, was mich psychisch sehr mitnimmt momentan.
        Weiß gerade auch nicht, was richtig und falsch ist.

        Die liebe Familie und ihre dummen Kommentare.

        Fühl dich gedrückt. Ich versteh dich.

        Hey! Ja es ist ein jammer-post 😉 aber jeder darf auch mal jammern...

        Dinge die ausserhäussig zu erledigen sind, würde ich immer gleich mit verbinden, post, autowaschen, tanken, einkaufen...

        Der rest im haushalt muss eben nach priorität erledigt werden. Du solltest allerdings hinterfragen warum du das gefühl hast, den ganzen tag zu rödeln und trotzdem nix fertig bekommst. Eventuell ist dein zeitmanagement eindach nicht das gelbe vom ei.

        Die oma die sich über nicht geputze fenster beschwert, hätte schneller einen putzeimer in der hand als sie gucken kann 😂 traut sich bei mir keiner...

        Das wird alles besser!

        LG Bianca

      • Hallo,

        mittlerweile sind meine Kinder groß und ich habe das Problem nicht mehr, aber ich kenne es von früher auch. Meine Mutter konnte das auch wunderbar. Ich bekam zusätzlich zum "du bist doch den ganzen Tag Zuhause" noch ein "die xyz (meine Schwägerin) geht sogar arbeiten und hat alles im Griff." Das die Kinder meiner Schwägerin zu 90% von meiner Mutter betreut wurden, erwähnte sie nicht.

        Lass das Gerede nicht an dich ran. Ist leichter gesagt als getan, aber es geht keinen was an wie du deinen Alltag, deinen Haushalt etc. bestreitest.

        LG
        Michaela

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