Ich will weg vom Dorf, mein Mann aber nicht!

    • (1) 15.04.19 - 13:08
      TraurigeMom

      Ich weiß auch nicht was ich mir mit diesem Text erhoffe... Ich denke ich möchte mir das nur von der Seele schreiben.

      Mein Mann und Ich, seit 2 Jahren verheiratet wohnen bei den Schwiegereltern mit im Haus (eigenes Stockwerk).

      Wir haben 1 Kind 1 Jahr alt und erwarten bald das nächste. (Und 1 Hund) ...

      Am Anfang fande ich es ganz ok hier zu wohnen, da ich sowieso berufstätig war ..

      Naja ganz ok fand ich es nie.. Ich fande es schon immer öde hier.

      So richtig bewusst wurde es mir als mein Kind auf die Welt kam. Ich will und kann hier nicht bleiben. Hier gibt es absolut nichts. Wir haben einen Bäcker der ungeschnittenes Brot 3 h am Tag verkauft. ...

      Es gibt kein Cafe mit Sitzmöglichkeit, kein Einkaufsladen, keine Tankstelle. Rein gar nichts. Die krassesten Attraktionen sind die Kirche und der Friedhof. Die Partys die hier gehen sind nur Beerdigungen oder Gottesdienste.

      Das Dorf ist ein Altersheim. Es hat 2 Spielplätze. Diese sind bei bestem Wetter leer! Ich langweile mich hier sehr sehr arg.

      Ich habe das Gefühl eine Depression entwickelt zu haben. Die einzigen Gesprächspartner die ich unter der Woche habe sind meine Schwiegereltern.

      Ich komme aus der Stadt und vermisse das Stadtleben sehr 😣 ich vermisse es so gewaltig zu einem Bäcker zu laufen, in ein Cafe zu sitzen... ich vermisse es mal eben mit der Bahn oder Fahrrad paar Klamottengeschäfte abzuklappern. Oder mir mal beim Türken um die Ecke eine Wassermelone zu kaufen.

      MEIN Mann versteht das nicht... manchmal habe ich das gefühl er ist ein richtiger Bauer

      Ich weiß nur eins: wenn ich hier weiterhin bleibe gehe ich zu Grunde. Das ist keine Lebensqualität. Ich versauere hier.

      Jede größere Stadt ist von uns 30 KM entfernt... Ich meine ja ich kann das nicht, jeden Tag so weit raus fahren Oder? Allein an Benzin wären das 300 Euro Spritkosten 😣

      Geht es jemanden wie mir? Freue mich über irgendeine Antwort

      • Irgendwie finde ich das immer komisch, dass man sich ale Ehepaar nicht vorher über solche grundlegenden Dinge einigt, wenn beide Ehepartner so krass gegensätzliche Vorstellungen haben.
        All das, was Dich jetzt in dem kleinen Örtchen nervt, kanntest Du doch schon vorher! Warum bist Du dann dort hingezogen? warum hast Du mit einem Mann Kinder bekommen, der das Landleben liebt, während Du Stadtmensch bist?
        Sowas verstehe ich absolut nicht.
        Nunja, nun ist es bei euch so, wie es ist.
        Ich persönlich finde nun aber 30 km auch kein unüberwindbares Hindernis. Das sind 30 min mit dem Auto.
        Und man muss ja als frischgebackene Mutter nicht jeden Tag in die Stadt fahren. Aber 1-2 mal pro Woche sollten doch möglich sein, oder? Dann hast Du Zeit für einen Einkaufsbummel, Kultur, Mädelstreff oder was auch immer. Und an den übrigen Tagen genießt Du die Ruhe und Natur - und sicherlich auch vorteilhaft - die Unterstützung durch die Schwiegereltern. Die passen bestimmt gerne mal auf die Emkel auf, damit Du für ein paar Stündchen dem landleben entfliehen kannst. Ein Luxus, den auch nicht jede hat...

        Ich kann mir schlecht vorstellen, dass absolut kein anderer Ort/ Stadt etc mit Café/ Einkaufsmöglichkeiten, Spielplätzen usw näher als 30 km ist.

        Vielleicht solltest du mal in dich reinhören, was dir wirklich fehlt bzw. dich wirklich stört

        Je nachdem, was Ihr den Schwiegerleuten an Miete bezahlt, wären die 300 Euro Spritkosten im Vergleich zur Miete in der Stadt aber immer noch das kleinere Übel.

      • (5) 15.04.19 - 14:36

        Hallo du.

        Ich kann deinen Mann zu 1000% verstehen, ich würde nicht für alles Geld der Welt in der Stadt leben wollen!

        Wenn ich in einer Stadt leben müsste, würde ich mir einen strick nehmen... Ich mag einfach keine Menschen (ok, zumindest die meisten nicht) und schon gar nicht so viele auf einem Haufen, Annehmlichkeiten hin oder her. Lieber fahre ich täglich mit dem Auto 25 km einfach zur Arbeit und zum einkaufen, als dass ich mir ein Leben in einer Vorstadtsiedlung oder noch schlimmer in der Stadt antue.

        Ich verstehe ehrlich gesagt dein Problem nicht.

        Du wusstest doch vorher, wo Du hinziehst, die Ortschaft hat sich doch nicht über Nacht so entwickelt.

        Warum um alles in der Welt klärt man sowas nicht, bevor man zusammenziehen und eine Familie gründet?

        Und wenn du denkst, dass du Depressionen bekommst, rede mit deinem Hausarzt drüber, damit dir geholfen wird.

        Außerdem glaube ich nicht dass es im Umkreis von 30km so überhaupt gar nichts gibt, wo man Anschluß finden kann.

        Frag doch mal bei der Gemeinde nach Mutter Kind Gruppen, elterntreffs usw...

        Lg

        • Vor Menschen hast du in der Anonymität der Großstadt sehr (!) viel eher deine Ruhe als auf nem Kaff. Wo jeder jeden kennt und das wichtigste ist auch bloß samstags pünktlich den Bürgersteig gefegt zu haben ;)

          In der Stadt bist du uninteressant!
          Da kennt dich niemand!

          • (7) 15.04.19 - 20:09

            Du, ich weiß wie dorfleben ist, das habe ich schon seit über 30 Jahren.

            Ob andere sich für mich interessieren oder nicht interessiert mich nicht.

            Mit geht die bloße Anwesenheit so vieler Menschen auf die Nerven.

            Wenn ich zb in die Stadt fahre für einen einkaufsbummel, dann ist das mal 3-4 h ganz nett, aber dann muss ich aus diesen Menschenmassen raus.

            Lg

        Hach ja, genau so geht es mir auch... #ole

    (9) 15.04.19 - 14:38

    Mir geht es genauso, wir haben keinen Bäcker mehr im Ort, wir haben nicht mal einen Friedhof #rofl
    Ich finde es nicht nur in der EZ sehr einsam (nächste größere Stadt auch 30km weg), dennoch finde ich es für Kinder sehr schön auf dem Land aufzuwachsen, obwohl ich selbst in einer 500.000 Einwohner Stadt aufgewachsen bin. Für Kinder is es schon toll mit Garten vor der Tür usw.

    Hallo.

    Wie siehts denn finanziell aus? Wäre es günstiger, in der Stadt Miete zu zahlen? Oder unterhältst du dir für diese Summe lieber ein eigenes Auto und investierst in Benzin? #schein

    (11) 15.04.19 - 15:14

    Hallo,
    Herjeh tut mir leid, dass du dich nicht wohl fühlst!
    Also mir geht es ganz anders🙄 ich hab das Stadtleben satt. Dieses Gewusel hier... wir schauen schon lange, dass wir aufs Land können, aber wir finden nichts😓
    Wenn ich könnte, würde ich sofort raus hier. Mir ist es einfach zu voll... ein leerer Spielplatz? Ich kann verstehen, dass es langweilig ist, wenn absolut nichts los ist, aber hier z.b werden die Spielplätze überlaufen, hier steht eine Schlange von 15 Kinder pro Schaukel an, auch auf der Rutsche sieht es nicht anders aus. Für einen leeren Spielplatz, wo meine Tochter mal in Ruhe 10 Minuten schaukeln kann, würde ich Brötchen abstechen... im Sommer wird hier überall gegrillt, wo das Auge hinschaut steht ein Grill, wenn man vom Spaziergang heim kommt, stinkt man wie eine ganze Imbissbude. Nun gut, wenn die Fenster offen sind den Sommer über, stinkt es in der Wohnung selbst, als wäre sie eine Imbissbude, fällt also auch nicht weiter auf. Die Gardinen müffeln, die Bettwäsche müffel... überall treibt es die Menschen auf die Straße, bis mitten in die Nacht. Mit Boxen und Verstärker wird aus dem anliegenden Spielplatz ab 20 Uhr die innovative Diskothek, bis die Polizei um 3 Uhr morgens nach 4 stündigen Beschwerden aller Anwohner die Feier beendet, bis sie am nächsten Tag von vorne beginnt. In den Sommerferien herrscht Ausnahmezustand. Parkplätze gibt es keine, zum Glück haben wir drei Straßen weiter nach langer Zeit eine Garage ergattern können, damit man überhaupt eine Parkmöglichkeit hat.
    Rasenflächen, Anlagen Und schöne Plätze sind und werden zugemüllt oder von hundekot übersäht, spielen können Kinder hier nicht! Ich war noch nie auf einem Spielplatz hier der nicht voll von Zigarettenstummeln oder Glasscherben war. Auf jedem Stück grün mehrere hundehaufen. In der Natur spielen, kennt mein Kind nicht, zu gefährlich die rattenfallen, spritzen und sonstige Gegenstände, die nicht ins Gebüsch gehören. Ja, angenehm, wenn man mal schnell zum Bäcker kann, aber dort sitzen? Finde ich bei dem Gewusel und Gedröhne überhaupt nicht mehr entspannend!
    Wohnen auf engstem Raum. In die Bahn morgens steigen. No way. Wenn ich mich In die dritte quetschen kann, bin ich glücklich. Mit dem Bus fahren, wofür? Bin ich zu Fuß schneller. Hier mal eben einkaufen ist auch nicht, da muss man schon Zeit einplanen und so sehr das Personal bemüht ist, alles in griff zu haben, es ist immer ein Wühlhaufen.
    Sieht bestimmt nicht in jeder grossstadt so aus, hier zur Zeit schon und wird immer schlimmer.
    Wollte dir nur mal die andere Sicht aufzeigen. Manchmal vergisst man das ja ganz gerne, wenn man sich langweilt und neigt dazu etwas anderes zu glorifizieren, was eigentlich gar nicht sooo toll ist.
    Aber 30 km sind wirklich nicht die Welt. Da kannst du doch zwei dreimal die Woche raus und etwas Stadtleben schnuppern, dort auf einen Spielplatz gehen und das als Ausflug verbuchen. Meine Ruhe in der Natur würde ich anschließend genießen. Nimm doch die Vorzüge beider Welten mit. 30 km sind wirklich nicht viel. Das könntest du evl um Geld zu sparen auch mit der Bahn. Das ist oftmals ein Arbeitsweg. Das muss man irgendwie auch einplanen, wenn man rauszieht! Wenn dafür kein Geld wäre, würde ich diese Idee auch wieder verwerfen! Man kann sich ja leider nicht immer einen Job in der Ortschaft suchen, wenn man umzieht, dann muss man das auch „abfahren“.
    Ich denke was dich stört ist einfach das allein sein, dass kann man auch in der Stadt gut, hier sind doch alle auch nur noch gestresst. Selbst spielende Kinder auf dem Spielplatz müssen sich beeilen, weil die Mütter noch schnell einkaufen müssen und dann schnell Abendessen vorbereiten müssen... also versuche mal zu schauen, ob du in eine Gruppe/spielgruppe/turngeuppe kannst. Da lernst du auch andere Mütter kennen, mit denen man sich dann verabreden kann. Muss ja nicht direkt vor der Tür sein. Man muss da echt selber aktiv werden. Gerade auf dem Dorf!

    Alles gute für euch und Kopf hoch

    (12) 15.04.19 - 15:38

    Dein Mann ist ja dort aufgewachsen... sicher vermisst er nix.

    Was soll ich sagen... es gibt wohl 3 Wege um nicht unglücklich zu werden.

    a) du findest dich damit ab dort zu wohnen und sorgst dafür, dass du das bekommst, was du brauchst.. .Kontakte knüpfen, regelmässig in die nächste Stadt fahren
    b) dein Mann hat ein einsehen und ihr zieht gemeinsam wo anders hin
    c) dein Mann hat kein einsehen und ihr trennt euch.

    (13) 15.04.19 - 16:18

    Du wirst seinerzeit gute Gründe gehabt haben, aus Land zu ziehen. Vergegenwärtige Dir diese noch einmal möglichst unvoreingenommen.
    Mit den Großeltern unter einem Dach zu wohnen, kann traumhaft für Kinder sein. Ich bin selbst so aufgewachsen und möchte es um nichts in der Welt missen! Für meine Eltern war es übrigens auch super, da sie immer und ganz unkompliziert eine Betreuung für uns hatten.
    Könntest du ausschließen, dass es deinem Mann in der Stadt nicht ginge wie dir jetzt, nur mit umgekehrten Vorzeichen?

    Aber nun zu dir: Du sagst, dass es dir weniger ausgemacht hat, als du noch berufstätig warst. Kann das auch eine Ursache sein? Ich hatte während der Elternzeit auch oft das Gefühl zu versauern. Und dabei wohnen wir in einer Kleinstadt. Aber ich fand es auch furchtbar, nur Kind und Haushalt als Lebendinhalte zu haben und habe die Kollegen, die Arbeit und alles was so dazugehört inkl. Stress vermisst. Ich habe mich irgendwie so überflüssig gefühlt und jeder Tag verlief im Grunde gleich, von Pekip, Treffen mit Freunden und deren Kids - alle anderen Freunde waren ja berufstätig - sowie Mutter-Kind-Turnen mal abgesehen.
    Glücklicherweise konnte ich bereits sechs Wochen nach der Geburt mit lächerlichen vier Stunden pro Woche wieder arbeiten und das hat mir seinerzeit unglaublich gut getan.
    Mal nicht nur auf die Mutti-Rolle reduziert zu werden, mit Erwachsenen sprechen, die mehr von mir wollten, als sich nach dem Kind zu erkundigen und Still- und Schlafgewohnheiten zu diskutieren. Anders formuliert habe ich ein wenig mein altes Leben zurückbekommen, dass ich trotzdem in der Elternzeit vermisst habe.

    Versuche genau herauszubekommen, was dir wirklich fehlt. Vermisst du nicht auch ein wenig dein altes Leben, indem du nicht so fremdbestimmt warst durch ein Kind? Oder gibt es vielleicht noch eine andere Baustelle, derer du dir vielleicht noch gar nicht bewusst bist? Könnte es nicht sein, dass das Problem „Landleben“ gar nicht die Ursache, aber der Sündenbock ist?

    Mal ehrlich, es gibt doch etwas zwischen für 300€ Spritkosten jeden Tag in die Stadt fahren und versauern. Und weder berufstätig noch mit Kind geht man täglich ins Café oder Wassermelonen kaufen.

    Dein Glück und deine Zufriedenheit hängen sicher nicht vom Wohnort, solange alle wichtigeren Faktoren in Ordnung sind, sondern einzig davon, wie du damit umgehst.

    Hey,
    ich verstehe dich sehr gut!

    Zum Anfang der Beziehung bin ich mit meinem jetzigen Mann zusammengezogen. Wir haben abgewogen was (zu dem Zeitpunkt) am meisten Sinn macht: er hatte eine Eigentumswohnung, ich eine Mietwohnung.. er hatte einen Job in dem er seit der Ausbildung steckt und keine Möglichkeit von zu Hause zu arbeiten, ich war auch da sehr flexibel und konnte den Standort wechseln. Allerdings habe ich von Anfang an gesagt, dass ich das nur für einen gewissen Zeitraum mitmache und er sich mit dem Gedanken anfreunden muss sein Dorf in naher Zukunft zu verlassen und einen Kompromiss einzugehen.

    Anfangs habe ich das Dorf gut weggesteckt, aber mit den Monaten / Jahren entwickelte ich eine richtige Abneigung. Hier ist nix! Nix nix nix. Also habe ich das Gespräch gesucht, dass nun der Zeitpunkt da ist, wo wir aktiv werden müssen damit ich mich selbst nicht verliere.

    Begeistert ist er natürlich nicht, aber wir haben eine Stadt gefunden die größer ist, von der er gut zur Arbeit kommt und die zumindest eine Autobahnanbindung hat. Für ihn wird es mit Sicherheit auch nicht leicht, aber seine wichtigen Punkte konnten wir mit der neuen Stadt abdecken.

    Vielleicht findet ihr einen Ort mit dem er sich auch anfreunden kann? Schön wäre es ja, wenn sich beide nicht verlieren und glücklich sind. Da muss bestimmt noch ein Gespräch her!

    Aber noch einmal: ich verstehe dich! Ich habe mein Leben lang in Städten gewohnt und hätte mir nicht vorstellen können wie schlimm ich das Leben im
    Dorf finden würde. Mich hat das auch richtig runter gezogen!

    Viel Glück euch :)

    Ich kann dich verstehen, wir haben auch mal in einem Dorf gewohnt (auch wenn es etwas memehr hatte als eures) - never ever. Diese Engstirnigkeit der (oft zugezogenen!) Menschen, hast du schon gehört, man läuft sich alle naselang über den Weg.....puuuuh! Zum Glück haben wir das aber BEIDE so empfunden und leben jetzt ein paar km weiter in einer Stadt, herrlich. Wir lieben es, besonders auch die Kids ("ich radel mal eben zur Bücherei/ ins Kino/ins Einkaufszentrum, wir trinken mal einen Latte beim Bäcker usw.usf ).
    Ich wäre aber auch nie und nimmer mit Eltern/Schwiegereltern zusammengezogen unabhängig davob, wie sehr man sich mag. Warum hast du dich überhaupt auf sowas eingelassen?
    Sprich mit ihm, sucht euch was Eigenes etwas stadtnäher. Kannst ja mal berichten, was draus geworden ist.
    Alles Gute!

    Fühl dich gedrückt, ich leide mit dir.

    Ich mag es auf dem Land, wenn ich dennoch schnell zur Stadt komme... ABER dafür muss auch das Umfeld stimmen. Die Leute hier sind größtenteils so extrem spießig, zumal hier voll das Prinzip durchschlägt "zugezogene gehören nicht zu uns". Es ist zum kotzen, wie abwertend man behandelt wird.
    Leider ist unsere Heimatstadt aber sehr sehr teuer, was die Mieten anbelangt. Zum Glück sind wir "nur" 20 km von ihr weg... Aber man merkt den Unterschied dennoch. Ich vermisse es auch, mal eben in die Stadt zu radeln... wir haben zwei Spielplätze, der eine ist das letzte mal wohl in dem 90ern renoviert worden, der andere ist, trotz Neubaus vor 10 Jahren, immer ausgestorben. Obwohl wir auf dem Land leben, es hier viele Kinder gibt, sieht man kaum welche. Grund: alle gehen in Krippe oder Kiga. Und das den ganzen Tag. Egal zu welcher Zeit ich unter der Woche draußen bin, nirgends sind Kinder zu hören oder zu sehen. Am Wochenende genau gegenteiliges Bild, aber eben fast nur in den Gärten, denn man bleibt ja lieber unter sich. Spielplatz ist was für Leute, die keinen tollen Garten mit spielhaus haben... 🙄
    Wir gehören zum fußvolk Dritter klasse.

    Bortsteine werden hier auch übrigens immer pünktlich hochgeklappt. Und unser bäcker hat sonntsgs gar nicht auf, denn der ist im mini-supermarktund der macht nach 12 Uhr mittags am Samstag erst am Montag um 8 wieder auf.

    Ich hab auch einige Gespräche mit meinem Mann geführt... wir werden hier wohl bauen, weil wir Grund von seiner Oma bekommen. Aber ich werde hier garantiert nicht mehr versuchen, Kontakte zu den eingesessenen zu knüpfen... Ich werde mir hier wohl meine Insel bauen und dann in die Stadt pendeln, um dort mein Leben außerhalb meiner Insel zu führen.

    • (17) 16.04.19 - 10:51

      "Obwohl wir auf dem Land leben, es hier viele Kinder gibt, sieht man kaum welche. Grund: alle gehen in Krippe oder Kiga. Und das den ganzen Tag. Egal zu welcher Zeit ich unter der Woche draußen bin, nirgends sind Kinder zu hören oder zu sehen. Am Wochenende genau gegenteiliges Bild, aber eben fast nur in den Gärten, denn man bleibt ja lieber unter sich. Spielplatz ist was für Leute, die keinen tollen Garten mit spielhaus haben... 🙄"

      Sehe ich genauso bzw. habe es genauso beobachtet. 5 Gärten nebeneinander, 5 Trampoline, 5 Spieltürme, 5 Sandkästen - und direkt vor der Tür ein menschenleerer schöner Spielplatz.
      Kurz vor 16 Uhr rasen die Mütter durch's Dorf und holen ihre Kleinkinder aus der Krippe, bis dahin ist das Dorf annähernd kinderbefreit.

      • (18) 16.04.19 - 19:45

        Ja, genau das!!! Und echt jeder hat diese riesigen Trampolin im Garten....

        • (19) 16.04.19 - 20:04

          Okay, wir auch. Aber kein Nachbar um uns herum. Wir haben aber kürzlich die Schaukel abgebaut und verkauft, da es auf dem Spielplatz 100m weiter eine viel bessere gibt und unser Jüngster da inzwischen alleine hinläuft :-).

          (20) 17.04.19 - 11:04

          Warum denn auch nicht, wenn man einen Garten hat? #kratz
          Wer will schon auf irgendeinem Spielplatz hocken und die Kinder beaufsichtigen, wenn man seinen eigenen Garten nutzen kann?! Man macht nur die Terrassentür auf und schon sind die Kinder draußen und man selbst muss nicht auf einer staubigen Bank hocken, sondern kann was im Haus oder Garten machen oder sich einfach auf ne Liege liegen und seinen Garten genießen.

          • (21) 17.04.19 - 11:15

            Das ist deine Sicht. Ich empfinde es als sinnfrei, einen ganzen Spielplatz im eigenen Garten aufzubauen, wenn ein Spielplatz gut erreichbar vorhanden ist. Zumal Kinder in einem gewissen Alter locker auch alleine zum Spielplatz können, da muss nicht Mama oder Papa mit.

            • (22) 17.04.19 - 11:25

              Erstmal ging es ja nicht gleich um "einen ganzen Spielplatz". Ich kenne niemanden, der einen ganzen Spielplatz in seinem Garten errichtet hat. Die meisten haben lediglich ein Trampolin und noch ein anderes Teil.
              Und dann zum Alter: also normalerweise interessieren sich Krippen- und Kindergartenkinder für einen Spielplatz und da ist wohl kaum ein Kind in der Lage, allein zum Spielplatz zu laufen. In dem Alter, wo das dann allein geht (ab 1./2. Klasse), interessieren sich die meisten Kinder nicht mehr für Spielplätze, sondern machen lieber was anderes.

              • (23) 17.04.19 - 12:00

                Dann solltest du dir hier mal die Nachbarschaft ansehen. Ich muss nur aus dem Fenster schauen und sehe ein riesiges Gerüst mit zwei normalen schaukeln, einer babyschaukel, nestschaukel, große und kleine rutsche, Sandkasten, großes und kleines Trampolin und dazu einen gigantischen Fuhrpark. Und leider ist das bei fast jedem hier so. Vorallem diese großen gerüste + großes Trampolin und Sandkasten. Und eben viele Fahrzeuge...

                Ich kenne auch noch grundschulkinder, die gerne auf den Spielplatz gehen.

                (24) 18.04.19 - 10:19

                Sehe ich nicht so....ab 3,5 bzw. 4 sind meine zum sehr nahegelegenen Spielplatz gelaufen mit Freunden, Geschwistern oder auch mal Eltern.

                • (25) 18.04.19 - 12:32

                  Na das kann ja jeder machen, wie er es für richtig hält.
                  Ich persönlich, und ich bin eher das Gegenteil von einer begluckenden Mutter, wäre NIEMALS auf die Idee gekommen, mein 3 jähriges Kind mit anderen Kindern allein auf den Spielplatz zu lassen. Anderen Kindern die Verantwortung für ein 3 jähriges Kind aufzubürden, grenzt für mich schon ein wenig an Aufsichtspflichtsverletzung.
                  Aber lustig, sowas ausgerechnet hier bei urbia zu lesen, wo ich schon verbal gesteinigt wurde, als ich schrieb, dass ich meine Erstklässlerin den kurzen Weg allein zur Schule laufen ließ...#rofl

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