Ignorieren? Verbieten? Meine Nerven...

Hallo.

Ich muss mich in schwarz auskotzen, auf die Gefahr hin als herzloseste Mutter überhaupt aufgenommen zu werden.

Ich habe eine sehr, sehr betreuungsintensive 6 Jährige Tochter. Sie ist sehr wissbegierig, Vielen voraus, also erwartet man ggf auch mal zuviel von ihr. Sie ist einfach überdurchschnittlich verständig, da bleibt Verständnis für besonders kindisches Verhalten manchmal auf der Strecke.

Nun gut. Ich bemühe mich wirklich, ihr immer gerecht zu werden, bin zwar streng und konsequent, aber wo immer es geht positiv, liebevoll, gehe auf ihre Bedürfnisse ein usw usf aber es ist ihr nie genug ohne jetzt ins Detail zu gehen. Es ist einfach sehr anstrengend, das möchte ich damit sagen.

Aktuell wurde sie operiert. Ein kleiner Eingriff wg chronischen Paukenergusses, der Schleim wurde abgesaugt und die Polypen in der Nase abgeschält. Es kam heraus, dass sie wohl seit etwas über 2 Jahren nur noch 50 Prozent hört. Aufgrund ihrer lupenreinen Sprache schon mit 3 (damals war die U7a bereits auffällig) hat der Kinderarzt das heruntergespielt und es fiel auch mir leider damals nicht weiter auf. Man kann also vermuten, dass sie keinerlei aktive Erinnerung mehr daran hat, richtig zu hören, was ja aber jetzt wieder der Fall ist. Die Nachuntersuchung war auch ohne Beanstandung.

Die OP liegt nun 5 Tage zurück. Meine Tochter ist sehr sensibel um nicht zu sagen, sie stellt sich für Vieles furchtbar an. Natürlich nehme ich sie ernst, wenn sie wirklich etwas hat, da bekommt man ja ein Gespür für. Sie klagt extrem über Nackenschmerzen, das sehe ich ihr auch an,, also reagieren wir nun darauf, da es sie sogar beim Essen beeinträchtigt. Auch klagt sie noch über Halsschmerzen, was ja aufgrund der Überstreckung und der Beatmung durchaus sein kann. Ich versuche sie zu trösten, egal, was sie hat, aber wenn man immer eine Dramaqueen vom aller feinsten zu Hause hat, fällt das irgendwann schwer. Nun hat sie sich seit dem ersten Tag angewöhnt, ohne Atmung zu reden. Ich kann es nicht genau beschreiben, aber sie redet mittlerweile original wie der aufgrund von Gaumenspalte sprachbehinderte Sohn einer Freundin. Bereits am zweiten Tag habe ich das versucht zu korrigieren. Selten klappen die ersten Worte des Satzes normal (unmittelbat nach der OP redete sie ja auch noch normal), aber dann spricht sie sofort wieder so extrem nasal, mit vollkommen falscher Atmung und das wird immer schlimmer. Und ganz ehrlich? Es macht mich wahnsinnig. Wir versuchen übers Singen mit dem Geschwisterkind, über Ignorieren, über Gespräche, Erklärungsversuche, verbieten... Ich weiß nicht mehr, ob sie nicht will oder aufgrund ihrer Gewohnheit nicht mehr richtig sprechen kann. Und was ich dabei am allermeisten empfinde ist Frust und Wut. Dieses Kind ist seit jeher so dermaßen betreuungsintensiv. Ich habe momentan keine Zeit. Alles steht immer hinten an, weil mit ihr immer etwas ist. Es macht mich so wütend, wenn mein Kopkino anspringt und ich mich nun auch noch mit ihr zum Logopäden rennen sehe, alles, weil sie sich immer so dermaßen anstellen muss!

Nein, vorher muss ich böse Mama ja erstmal zum Kinderarzt um abzuklären, ob sie nicht doch vielleicht nichts dafür kann? Aber die Nachubtersuchung war ja gut und sie kann ja normal sprechen, aber nach drei Worten fällt ihr selbst ja auf, dass sie nicht nasal redet und stellt es dann wieder an. Ich drehe bald durch....

Kennt das Jemand? Haltet ihr es für möglich, dass das wieder von allein aufhört? Ich habe ja versucht, es zu ignorieren, aber heute war es wieder so extrem, ich halte es nicht aus. Und ja, sie tut es auch im Kindergarten oder bei Spielbesuch. Es hat also nichts mit Ablenkung zu tun.

Verzweifelte Grüße

Ich verstehe dich ehrlich gesagt überhaupt nicht!
Dein Kind mag anstrengend sein aber nach DER Geschichte kannst du doch nicht jetzt ausgerechnet so genervt reagieren. Geht zu nem anständigen HNO-Arzt oder Logopäden. Es wird doch nur schlimmer / verfestigt sich...
Das du an anderer Stelle beginnst deine Erziehung / Reaktion auf ihr Verhalten zu überdenken ist sicher nicht verkehrt... Aber bei so einem Problem würde ich schleunigst die Arschbacken zusammenkneifen und Hilfe suchen...

Hallo,
Ich halte dich nicht für eine schlechte Mama, mal vorweg. Auch Mamas dürfen mal motzen und alles mal blöd finden. Wir sind auch nur Menschen.
Aber, deine Tochter ist 6 Jahre alt und hatte vor kurzem eine op. Das was du schilderst, ist für ein kleines Kind wirklich etwas viel und anstrengend. Für uns ist das vielleicht ein kleiner Eingriff, für ein kleines Kind ein ganz großes Ding. Sie stand wohlmöglich unter Narkose, war vielleicht etwas desorientiert, als sie wach wurde... das sind alles Faktoren, die auf eine kindliche Psyche eine Zeit lang drücken können ohne, dass sich eine ernsthafte Störung entwickelt. Grade, wenn man unter Narkose steht passiert oft etwas völlig seltsames... da wird der Körper gegen seinen natürlichen Rhythmus und Instinkt lahm gelegt, für den einen keine große Sache, ein anderen haut das vielleicht aber um und kleine Kinder erst recht. Der ganze Organismus stäubt sich ja in erster Linie gegen diese erzwungene „einschläferung“ nun ja, dass nur wegen „kleiner Eingriff“.
Deine Tochter hatte nur 50% Hörvermögen vor dem Eingriff? Dann kann es sogar sein, dass sie so spricht, weil sie sich selber nun sprechen hört und es seltsam findet!? Vielleicht hörte sie sich vorher selber eher nasal sprechen und empfindet die eigene Sprache gerade total fremd. Stell dir vor du könntest nicht richtig hören und hörst dich auf einmal selber sprechen? Oder man hört sich auf dem ab und ist völlig irritiert, versucht zig neue Aufnahmen und verändert dabei immer die Stimme automatisch, weil man anders klingen will...
nichts desto trotz, glaube ich nicht,
Dass deine Tochter dich ärgern will. Sie hatte eine nicht ganz leichte Zeit, so wie du/ihr als Familie. Wenn sie nun spürt, dass sie Dir auf die Nerven geht, setzt sie das evtl. noch mehr unter Druck. Damit wird es nur schlimmer. Versuch etwas runter zu fahren, bevor ihr euch in eine echt blöde Lage manövriert. Könnt ihr vielleicht ein paar Tage wegfahren als Familie? Einen Ortswechsel, raus aus dem Alltag, der Situation? Einfach mal einen Schritt zur Seite machen? Abstand gewinnen!?.
Versuche vielleicht auch mal was völlig einfaches. Verzieh dich mit deiner Tochter alleine ins Bett und mach eine Hörspiel Cd an, nur ihr beide. Etwas kuscheln. Sie is vielleicht gut entwickelt und erweckt dadurch den Eindruck ihr könntet mehr von ihr erwarten, aber dass ist ein Fehler. Sie ist ein kleines 6 jähriges Kind, dass dich gerade braucht und merkt, dass da etwas ist, dass ihr Verhalten gerade „wegstößt“. Vielleicht spricht sie so, weil sie von Dir dann einfach Aufmerksamkeit bekommt, die sie gerade braucht und nur so bekommt? Ach negative Aufmerksamkeit ist Aufmerksamkeit. Davon musst du dich frei machen. Ok, es nervt, wenn sie so redet, aber so what, lass sie doch. Liebe sie wie sie ist. Ich weiß, sie kann auch anders, aber jetzt gerade eben nicht. Wie würdest du es z.b finden, wenn dein Mann sagt, ich liebe dich nur, wenn du so und so bist, so redest und mir keine Arbeit bereitest? Ist doch ein schlechtes Gefühl, was da in der Luft liegt. Das spüren Kinder. Also versuche für dich etwas Tempo raus zu nehmen. Vielleicht kannst auch du mal für einige Tage raus? Ein Wochenende nur für dich, Kraft tanken. Es wirkt, als wärst du einfach ko. Wie kannst du dich selbst mehr entlasten, arbeiten abgeben? Delegieren?
Ich hab auch ein kleines anstrengendes Mäuschen zuhause. Wir haben auch schon viel durchgemacht und so einiges steht auch noch an. Von einer Untersuchung zur nächsten... immer ist etwas. Aber, wenn sie sich abends an mich kuschelt und sagt „Mama liebe dich“ ist Ende. Zum Teufel mit, es nervt... das ist mein kleines Mäuschen und ich bin ihre Mama, es ist hart, es ist anstrengend, es nervt oft und ich bin müde. Aber wir sind ihre Mamas, wenn nicht wir für sie kämpfen, wer dann? Natürlich ist diese Angst im Nacken, was kommt jetzt... natürlich ist da dieses schlechte Gewissen, weil man nicht alles bedienen kann, weil man da vielleicht zu streng war? Dort vielleicht gemein? Weil man nicht immer alles wissen kann und dann einfach wütend ist, weil man als Mutter einiges einfach selber nicht gesehen hat. Aber davon muss man sich frei machen. Betrachte es mal auch von einem anderen Blickwinkel. Was hast du für ein tolles Kind, dass trotz Gehörschwäche so gut sprechen konnte. Was für ein tolles Kind muss du haben, dass deine Tochter so gut entwickelt ist. Sie ist anstrengend, weil sie so gut entwickelt ist und dich auf diese Ebene anspricht. Klar ist es total anstrengend und es gibt leider kein Handbuch für Eltern. Aber es gibt bedingungslose Liebe und ein Urvertrauen, dass es wieder gut wird. Versuche dich mal daran, zu akzeptieren, dass es jetzt gerade schieße ist, mit einem Vertrauen, dass es auch wieder besser wird! Wieviel von Dir siehst du in deiner Tochter? Ist da etwas, dass dich anstößt? Wie war das Verhältnis zu deiner Mutter? Gibt es evlt. Etwas, dass dich so fertig macht und im Grunde nicht mit deiner Tochter zusammenhängt? Hat du ihr gegenüber schon immer so empfinden? Wie ist dein anderes Kind? Gibt einfach Themen, die wir in uns tragen, die auf unsere Kinder schwappen oder wir in ihnen sehen und damit nicht gut umgehen können. Vielleicht kannst du das alles auch ausschließen.
Und im Zweifelsfall, geh zum HNO und lass das mal überprüfen.

Ich wünsche euch viel Kraft.

Hallo.

Ich möchte das alles gar nicht herunterspielen. Nichtsdestotrotz ist es doch eher so, dass Kinder idR operative Eingriffe wesentlich besser wegstecken, als Erwachsene. Und der HNO sagte mir nach der ambulanten OP, ich solle sie am gleichen Tag nach Möglichkeit schonen. Natürlich dürfe sie spielen, aber nicht Trampolin springen. Nunja, wie ich sagte, ist sie sehr sensibel und war selber in Schonhaltung und wäre nie auf Idee gekommen, sich viel zu bewegen. Wie gesagt, habe ich auch da Verständnis für. Ich halte es im Nachhinein sogar für möglich, dass sie auf Grund ihrer Saugglockengeburt größere Nackenbeschwerden hat, sie ist ja oft empfindlich im Rücken und Nacken. Also ich mache mir schon stets Gedanke um sie und sorge mich auch. Aber diese Sprachgeschichte wurmt mich gerade immens, weil ich NOCH MEHR Termine auf mich einschwappen sehe und das eben ohne wirklichen Grund. Sie sprach ja normal, klagte über Halsschmerzen und nahm dann aus ihrer Sicht absichtlich eine sprachliche Schonhaltung ein. Und die hat sie sich so schnell manifest angewöhnt. Das nervt mich und das muss ich auch nicht psychologisch hinterfragen ob es einen unterbewussten Grund hat. Hart ausgedrückt mag ich einfach keine Heulsusen. Ich habe Verständnis auch für emotionale Probleme, entwicklungsbedingte Phasen, wirklich für vieles. Aber es gibt nunmal unbestritten Charaktere, die einfach in Situationen übertrieben reagieren und alles dramatisieren. Und dieses Anstellen in Sachen Sprache ist für mich einfach zuviel.

Für alles andere habe ich Verständnis. Ich habe soviel mit ihr in den letzten Tage gegammelt, gespielt, sie alles aussuchen lassen, sie gestreichelt, massiert, getröstet, ich sehe ihr ja auch an, wenn plötzlich etwas unangenehm ist, aber auch hier könnte ich kritisieren, dass sie zB einfach Bescheid sagen könnte und aufhören zu essen, wenn sie merkt, ihr Kiefergelenk schmerzt. Ich sehe dann, sie stockt, greift sich an den Kiefer, ich sage, sie muss nicht aufessen, wenn der Kiefer wieder wehtut und Zack, sind die Schleusen auf. Auch da schlucke ich herunter ihr zu sagen, dass sie nicht sofort und immer weinen muss. Schließlich tut doch ihr Hals angeblich so weh, die ständige Heulerei macht es da auch nicht besser. Und ja, sie heult auch ohne OP viel. Aber ich wiederhole mich. Das Sprechanstellen ist mir einfach zuviel.

Die Nackenschmerzen deiner Tochter würde ich ernst nehmen. Auch die Sprache, geht doch mal mit ihr zum Pädaudiologen. Für den Nacken gehe zu einem Spezialisten, der sich mit KISS-Syndrom auskennt. Und selbst wenn deine Tochter Logopädie bekommen sollte wegen ihrer Sprachsymtomatik, es hilft. Deine Tochter hat es im Moment nicht einfach. Das dich das nervt, kann ich schon verstehen, aber da muss man eben halt durch. Und wenn es eben alles halt Zeit kostet. Mach es deiner Tochter zuliebe.


LG Hinzwife

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Sorry, ich muss das jetzt loswerden, auch auf die Gefahr hin, dass alle mich scheiße finden und urbia meinen Kommentar löscht, aber ich kann das nicht mehr lesen. Die überdramatischen Anfänge und Ende eines solchen Textes „ihr werdet mich verurteilen....“ „....verzweifelte Grüße“ und du sagst deine 6(!!) jährige Tochter ist eine Dramaqueen?! Na, das scheint sie wohl von dir zu haben! Du nimmst dir das Recht raus, dass dir das alles zu viel ist, schon mal überlegt, dass es dem KIND vielleicht auch einfacher zu viel ist?! Es ist nicht jeder gleich, einige sind härter, einige weicher, einige sensibler usw. Mich nervt das mittlerweile hier so dermaßen. Rumheulen, die Kinder als Dramakünstler hinstellen, obwohl man selbst der Drama Hauptakteuer ist. Man man man, ihr habt einen an der Waffel.

...du schreibst selbst eine solche Einleitung

Sure, aber ich heul auch nicht rum, ist mir egal, wie es ankommt. Genauso wenig weine ich über meine Kinder, die phasenweise durchaus Dramaqueens sein können, so wie jedes Kind. Also so what.

Mein Bruder hatte mit 2 Jahren die gleiche OP. Obwohl ich da selbst erst 3 war, kann ich mich sehr gut an sein Gebrüll erinnern. Wochenlang. Plötzlich hat er wieder gehört und war einfach komplett mit den ganzen Eindrücken überfordert. Er hat vorher einfach glücklich in seinem Stummfilm gelebt. Gibt ihr Zeit :)

" Hart ausgedrückt mag ich einfach keine Heulsusen.

Auch da schlucke ich herunter ihr zu sagen, dass sie nicht sofort und immer weinen muss. "


Auf Grund dieser zwei Sätze habe ich eine Frage an dich : ist das dein ernst? . Du beschwerst dich so dermaßen über deine Tochter das macht mich wütend und sprachlos. Ich habe das Gefühl sie kann dir nichts Recht machen und ihre OP sind nur noch mehr Probleme für dich. Es geht im Text nur um dich ( ich muss sie zum Logopäden fahren, wieder zum Kinderarzt usw.) Was ist mit deiner kleinen sie leidet ja überhaupt nicht macht alles extra nur um die noch mehr Mühe zu bereiten böses kleine Mädchen. Natürlich macht sie das alles extra nur um dich in den wahnsinn zu treiben (Ironie). Mal in den Sinn gekommen das sie egal wie sehr du es versuchst merkt das du sie im Grunde gar nicht magst? Ihren Charakter abscheulich findest? Kalt ist das und ich hoffe das deine Tochter später nicht auch so ein ich bezogener eisklotz wird wie du. Mal auskotzen das kann ich verstehen aber dich sry. Das geht gar nicht.

Ich finde es gerade seeeehr schade, wie alle hier auf dich losgehen.
Fühl dich mal gedrückt.

Ich denke, wenn du deine Tochter nicht lieben würdest, würdest du so einen Text gar nicht verfassen.
Für mich klingt das so: meine Tochter braucht mich gerade extrem, aber ich habe keine Kraft, für sie da zu sein.

Sei erst mal egoistisch: Nimm abstand. Vllt ein Tag Wellness? Eine Übernachtung irgendwo ohne Familie? Eine Fahrradtour ganz allein? Hast du Unterstützung? Komm erst mal zur Ruhe, tanke Energie und überlege dir, wo du dir im Alltag Ruheinseln schaffen kannst. Hier 5min Zeitung blättern, da 10min Kaffee trinken und aus dem Fenster schauen, 10mim Sudoku lösen...

Wenn du wieder Energie hast, kannst du deine Einstellung ändern, und ich bin mir sicher, es wird automatisch leichter!!! (Nein, es wird nicht leichter, aber leichter zu handhaben;)

Danke!

Guten Morgen,

Schon mal in Erwägung gezogen, dass sie versucht, das Lautbild in ihrem Kopf wieder herzustellen, dass sie bis vor Kurzem hatte (also so wie es war, als sie kaum hören konnte)?

Versuche liebevoll mit ihr die neue Welt der Töne zu entdecken. Da kann sicher auch ein Logopäde helfen. Klar sind zusätzliche Termine anstrengend, aber auf lange Sicht ermöglichen sie euch beiden ein gutes Leben. Meines Wissens nach soll mm LS Elternteil gar nicht mit in die Behandlung. Nutze doch den Termin für eine halbe Stunde Auszeit in einem Café oder so.

Außerdem könnte es helfen ein etwas größeres Netzwerk zu haben. Niemand sagt, dass zwingend DU mit ihr zur Therapie musst. Vielleicht findet sich zumindest mittelfristig jemand, der das übernehmen kann (Familie, Freunde, ...)

Versuche deinen Frust abzulegen und sieh die Bedürftigkeit deiner Tochter: ihre Welt wurde quasi auf den Kopf gestellt. Nimm sie an die Hand und entdecke sie mit ihr gemeinsam statt so zu tun als wäre alles beim Alten und sie auch noch dafür abzustrafen, dass sie die Veränderung wahrnimmt, die du verdrängst.

Viele Grüße
Soley

Schreib mich bitte mal über VK an.
LG Moni

Moin,

Wenn Du wissen willst ob sie sich "anstellt", dreh doch mal das Radio wenn es "normal " für Dich ist auf doppelte Lautstärke. NORMAL ist das was Deine Tochter vorher 2 Jahre gefühlt an Geräuschkulisse hatte, doppelte Lautstärke ist das was sie jetzt als Dauerbeschallung erträgt. Nein ich denke nicht dass sich sich "wegen allem anstellt". Das ist schon eine massive "Wand" die da auf sie einprasselt. Und dann geht sie auch schon wieder in den Kindergarten ... Kindergärten gehören zu den lautesten Arbeitsplätzen Deutschlands, und das erträgt sie gerade nach einer OP die ihre Hörleistung quasi verdoppelte?!

Ich kann verstehen dass Dir das alles gerade zuviel ist, aber Dein Kind dreht gerade genauso am Rad, und zwar berechtigt, falls Dir das ne Hilfe ist. Holt Euch schnell professionelle Hilfe, und während sie bei der Logopädin ist kannst Du ne Runde im Wald oder Park spazieren gehen.

Alles Gute Euch!

Hast du deinen Text mal selbst gelesen?
Es tut mir leid, wenn ich das sagen muss, aber du klingst sehr hart deiner Tochter gegenüber.
Dadurch, dass ich selbst eine Hörverminderung habe kann ich dein Kind verstehen. Nach einem kurzen Eingriff habe ich kurzzeitig normal gehört. Zumindest gehe ich davon aus, dass es so war. Es war erstaunlich was ich alles hören konnte. Und ich hab mich selbst sehr laut sprechen gehört. Im Gegensatz zu deiner Tochter bin ich erwachsen und konnte eher damit umgehen.
Aber dein Kind ist erst sechs. Bitte geh mit Geduld und Feingefühl an die Sache ran. Auch Geräusche, die sie vorher vielleicht nicht wahr genommen hat können nun beängstigend für sie sein,weil sie sie einfach nicht kennt. Ebenso ihre eigene Stimme. Einfach alles rund um sie herum.
Also bitte erwarte nicht, dass sie nach ihrem Eingriff dieselbe ist wie vorher.
Es klingt leider schon sehr als könnte sie dir nichts recht machen. Hand aufs Herz... würdest du dir so eine Mutter wünschen?

Mein erstes Kind ist recht einfach gestrickt, vernünftig und eigentlich sehr pflegeleicht.
Mein zweites Kind das totale Gegenteil. Macht quasi einen Blödsinn nach dem anderen. Auch ich komme teilweise mit meinen Nerven an die Grenzen. Nur ist es meine Aufgabe als Mutter da drüber zu stehen und ruhig zu bleiben. Auch wenn ich sie zum 347.tröste,weil sie meint, dass sie ein Pflaster braucht obwohl sie nicht blutet und die Verletzung mit freiem Auge kaum sichtbar ist. Mein Gott, dann weint das Kind sich eben in meinen Armen aus und gut ist.
Warum darf dein Kind nicht weinen?
Umso mehr sie spürt, dass dich alles nervt umso mehr wird sie nach Zuneigung von dir weinen.
Bitte nimm dir zu Herzen, dass dein Kind dich und deine Wärme und Geborgenheit vielleicht gerade jetzt mehr braucht als jemals zuvor. Für dich mag es ein kleiner Eingriff gewesen sein, der vielleicht nicht der Rede wert ist. Aber für sie ist es eine neue Welt, die sie vorher nicht gehört hat.

Also wirklich. Es ist egal, was man schreibt, es wird nur das herausgepickt, was passt.

Ich gebe mein letztes Hemd für die Kinder, bin empathisch, leide so oft mit oder sogar mehr. Niemals habe ich geschrieben, sie darf nicht weinen, aber sie muss nicht für jeden Klimbimm weinen:

Wenn ich ihre schon blutig eingerissenen Lippen endlich eincremen möchte, was ich nie darf,
Wenn ihr Hände im Winter rauh und rissig sind und ich sie eincremen möchte, was ich nie darf,
Bei jedem Haare kämmen,
bei jedem Zähneputzen,
Wenn ihre Schwester mal den pinken Becher hat und nicht sie, wenn das Toast eine Nuance zu dunkel geworden ist,
Wenn das stille Wasser zu still, das Medium Wasser aber zu sprudelig ist,
wenn sie ihr Mütze, die sie mir tagtäglich vor die Füße wirft aufheben soll,
Wenn sie nach wirklich ausgiebigster Qualitytime irgendwann ins Bett soll,
...diese Liste kann ich tagtäglich unendlich weiterführen. Es ist kein trauriges Weinen, sondern ein zickiger Protest für jeden, jeden Pups und diese Phase geht schon fast 1 Jahr. Und wenn ich es jeden Tag normal und liebevoll versuche, weil es zweimal pro Mlnat ja doch gut klappt, so bin ich nicht empathielos, wenn mir dieses Dramagejammere zusätzlich zu ihren echten Problemen zu den Ohren herausquillt. Sie darf viel und bei wichtigen Dingen bin ich konsequent. Ich bin für sie total transparent und immer ansprechbar. Aber ich sage mittlerweile auch mal "bis hierhin und nicht weiter, jetzt bin ich dran". Für alles habe ich stets Verständnis, ich habe ein gutes Bauchgefühl, was mich selten trügt und ihre Sprache ist für mich eindeutig Anstellerei. Nichts anderes rund um die OP, dass sie eben sensibel reagiert, während die meisten Kinder das offenbar nicht tun. Ich nehme alles ernst. Auch den Sprachfehler nehme ich ernst, mich nervt nur, dass sie ihn sich unnötig selbst aneigenet!

Sie will in den Kindergarten und ist nach dem ersten vorsichtigen Tag zu Hause selber wieder laut und tobt laut mit ihrer Schwester. Sie war bei Spielbesuch und die Alexa konnte von ihr aus nicht laut genug scheppern, also ist das Geräuschthema nicht überzudramatisieren, wenn es mir in der Theorie natürlich dennoch sehr bewusst ist. Sie ist aber ein lauter, präsenter Charakter. Ihre Sprache hat sicherlich nichts mit der neuen Akustik zu tun. Ich merke und sie erklärt, sie möchte den Hals schonen. Das aber ist totaler Quatsch, indem sie die Nasenatmung aussetzt torpediert sie strengenommen sogar die Belüftung des Ohres. Die Nase ist frei, sie will aber nicht mehr hindurch atmen, wenn sie sich darauf konzentriert. Unkonzentriert tut sie es ja, also kann es wohl nicht schmerzen. Aber sobald sie spricht unterbindet sie es bewusst, sodass diese verquere Sprache herauskommt. Das und nur das stört und nervt mich, obgleich ich natürlich weiß, dass sie mich nicht ärgert. Aber ich möchte dennoch nicht, dass sie einen selbsterlernten sprachfehler manifestiert.

Und ja, ich hätte mich schon gerne als.Mutter gehabt, meine Mutter hat mich nämlich nicht großgezogen, weil sie das nicht wollte.

LG

Hallo,

tief durchatmen und ein Glas Rotwein trinken.

Morgen machst du einen Termin beim Operateur, Kinderarzt und der Erziehungsberatung aus.

Der HNO Arzt soll sich das Kind ansehen und anhören, insbesondere das Gaumensegel. Anschließend bittest du um ein Rezept für eine logopädische Befunderhebung, sprich er soll nur einmal Logo verordnen.

Der Kinderarzt soll das Kind durch checken und mit ein ausführliches Gespräch ohne Kind führen, evtl. ist er bereit Ergotherapie zu verordnen zum Ausschluss einer Wahrnehmungsstörung.

Deiner Tochter erklärst du, dass sie noch einmal untersucht werden muss, zur Abklärung der vorhandenen Probleme.

Die Erziehungsberatung um evtl. falsche Muster zu erkennen und daran zu arbeiten. So ein Blick von außen kann sehr hilfreich sein.

Und bis dahin keine Machtspielchen mehr. Sie wirft die Mütze zu Boden, überlege dir ist der Kampf jetzt wichtig? Wenn, nein. Nimm sie und lege sie beiseite. Kommentiere dies mit "Oh, die brauchst du heute nicht,o.k.." Lege sie an ihren Platz und Schluss, nicht mitnehmen. Sollte sie plötzlich nach ihrer Mütze verlangen, "Mei, die liegt zu Hause....."

Überlege dir jeden Tag, was ist wichtig, wo steigst du in den Ring und wo kann man fünfe grade sein lassen. Dein Kind ist sechs, dass darf und kann die Konsequenzen seines Handeln spüren und verknusen.

Das Gejaule deiner Tochter empfindest du so anstrengend, nervend..., eben weil du sie liebst. Aber es gibt nicht nur die Bedürfnisse deiner Tochter, sondern auch die der anderen Familienmitglieder.

Also, auf geht's. Du schaffst das schon.


LG Reina

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Hallo,

ich glaube viele haben deinen Post falsch verstanden und nur oberflächlich gelesen.

Ich lese zwischen den Zeilen vor allem eins heraus: dass deine Kraftreserven absolut leer sind, weil deine eigenen Bedürfnisse über längere Zeit auf der Strecke blieben. Die akute Krankheit deiner Tochter ist nur der Auslöser, der nötig war, deinen Selbstschutz zu aktivieren und etwas an der Situation zu ändern. Der ständige Machtkampf mit deiner Tochter (neben dem üblichen stressigen Familienalltag) scheint tagtäglich viel von dir abzuverlangen. Ich denke, da müsst ihr dringend etwas ändern.

Ich kann dir die Bücher von Jasper Juul ans Herz legen. Ich erkenne deine Tochter in seinen Ausführungen zum "autonomen Kind" wieder. Vielleicht findest du dort einige Erkenntnisse, wie du besser mit deiner Tochter umgehen kannst. Zusammengefasst geht es darum, dass du dort, wo es möglich ist, die Verantwortung auf deine Tochter überträgst. Geb ihr das Gefühl selbst bestimmen zu können (über ihr Leben, nicht über dich!), biete ihr aber zeitgleich deine Unterstützung an.

"Möchtest du die Mütze anziehen? Nein? Okay, ich habe gehört, dass es heute sehr kalt werden soll, ich packe die Mütze in meine Tasche, sag bescheid, wenn du sie brauchst".

Verzichte auf Machtkämpfe, wo keine nötig sind: Wasser kann sie sich selbst aus stillem und kohlensäurehaltigem Wasser mischen. Beim nächsten Einkauf sollen sich beide Mädchen jeweils einen eigenen Becher aussuchen, die klar zugeordnet werden und nicht geteilt werden müssen.

Beim Thema Zähneputzen würde ich auf Ihre Einsicht bauen. Zeig ihr Bilder von verfaulten Zähnen und Filme über Zahnhygiene. Mach einen Termin beim Zahnarzt, der ihr genau erklärt, was passiert, wenn man seine Zähne nicht regelmäßig putzt, der ihr aber auch klar macht, dass Mama jeden Abend nachputzen muss. Lass sie die Zahnbürste und die Zahnpasta selbst aussuchen. Lass sie abends alleine putzen (ohne Aufsicht) und lass sie dich rufen, wenn sie soweit ist, dass du helfen (nachputzen) darfst.

Auch würde dir eine kurze Auszeit von deiner Familie, z.B. ein Wellness- Wochenende, bestimmt gut tun. Wenn es dir besser geht, kannst du die Marotten deiner Familie besser aushalten.

Alles Gute!



,

Ich verstehe dich!!!! Irgendwann reicht es!!!
Auch du bist ein Mensch und auch du hast nur Nerven. Jetzt läuft das Fass bald über.

Und diese ganzen Übermütter jetzt hier, denen nie etwas zu viel ist, bei denen immer alles toll ist und dich so GAR NICHT verstehen.....so what.

Ganz ehrlich, ich bin neugierig.
Sag ihr einfach sie soll nicht aus allem einen Elefanten machen. Wo ist das Problem dem Kind zu sagen es soll nicht ständig wegen jeder Kleinigkeit rumheulen? Op verlief gut. Alles verheilt gut. Du kennst dein Kind am besten. Bevor sie sich in deiner beschriebenen Situation zu doll reinsteigert und du siehst es, ja dann sag einfach, dass es zur Heilung gehört und bald überstanden ist. Ganz normal und liebevoll.
Meine Mutter hat mich oft aus solchen Situationen holen müssen, weil ich mich einfach reingesteigert habe. Liebevoll bestimmt sagen und fertig. Ich war mit 8 alleine im Krankenhaus zwecks Augen-OP, keiner hat ein Drama draus gemacht, hatte viel Besuch und die Krankenschwestern waren top. Hätten die ein Theater gemacht, wäre ich wohl nicht so cool geblieben. Keiner sagte ich solle mich nicht so anstellen, es wurde gesagt man kümmert sich um mich und alles wird gut mit etwas Geduld, das fand ich toll. Dieser Firlefanz, dass man nichts direkt sagen kann, nervt. Ist meine Meinung und Erlebnis. Davon wird sie bestimmt kein Trauma bekommen.
Wenn sie aber mit sowas schon mit 6 anfängt, wirds ein Träumchen in der Pubertät.

Hallo! Ich bin gerade sehr bei dir.
Dein Kind ist versorgt, das braucht grad kein Mitleid und Korrektur von mir.
Darum gehts auch gar nicht.
Du fühlst dich mit der Situation schlecht. Und nun ist es an der Zeit, zu schauen, wie es dir besser geht, oder nicht?
Du kannst mich gern per pn anschreiben. Ich merk mir deinen namen eh nicht ;-)

Ok, hab grad gesehen, dass nach den ersten übermuttiposts einige vernünftige Antworten folgten. Ich hoffe, die Mädels haben dir helfen können #liebdrueck

Mir ist gerade eine idee gekommen, weil ich auch so eine mimose daheim habe.
Wenn sie so nasal redet, sag ihr konsequent "ich verstehe dich so nicht, sprich deutlich,".
Ich schätze mal, dass sie gern und viel redet. Ihr bedürfnis, sich mitzuteilen wird über ihre marotte siegen.
Gerade jetzt zu ostern bist du hoffentlich etwas ausgeruhter und kannst geduldiger sein.