Welt meiner Mutter zusammengebrochen ....

    • (1) 16.04.19 - 17:38
      HilfloseTochter

      Hallo ihr Lieben,

      Ich weiß nicht was ich mir von diesem Post erwarte, ich hoffe es findet sich jemand darin wieder und kann mit Input geben. Einmal kurz zusammengefasst: Meine Mutter ist 63 Jahre alt und seit Jahren an COPD erkrankt (mittlerweile Sauerstoffversorgt). In Januar eskalierte der COPD wieder mal nachdem sie eine Erkältung bekam. Also ins KH und dort fand man zu allem Übel nun noch einen Tumor in der Lunge (um den geht es aber nicht). Während meine Mutter im KH lag verstarb am 25.02 ganz plötzlich ihr Mann. Einen Notruf setzte er selbst ab aber die Feuerwer bzw Notarzt konnte ihm nicht mehr helfen. Mama wurde vor 4 Wochen aus dem KH entlassen und ist nun wieder in ihrer Wohnung. Einfache Entfernung zu mir und meiner schwester je 1 1/2 Stunden Fahrzeit. Wir haben uns jetzt irgendwie aufgeteilt damit sie mit Einkäufen versorgt wird und die Wohnung gemacht wird. Das waren alles Dinge die ihr Mann gemacht hat, meine Mutter verlässt seit mehr als 2 Jahren das Haus nicht mehr. Sie sitzt zu Hause in der Erwartung das wir nun alles um sie herum organisieren und machen. Eine neue Wohnung wäre toll, um vielleicht die Distanz zu verkleinern. Zig Dinge müssen beantragt werden und erledigt werden. Und Mama geht davon aus das wir das ja machen können.
      Wir haben selbst Familien und gehen arbeiten und ich frag mich wie das laufen soll. Es gibt gesetzliche Betreuer, ja, aber sie ist geistig voll fit. Ich bekomme sie nur partout nicht aus ihrer Komfortzone. Sie schafft das alles nicht, sie kann nicht weit laufen. Ich verstehe ihre Situation mit der schweren Krankheit und dem Tod ihres Mannes total, aber ich weiss nicht wo ich hier anfangen soll. Dinge wie ein neues eigenes Konto für sie könnten wir via Internet abschließen. Um das Konto ihres Mannes abzuwickeln muss sie zur Bank. Ihren Arzt Termin nach Ostern hat sie verschoben.

      Irgendjemand einen Ansatz dazu?

      • Eventuell eine Pflegestufe für sie beantragen falls das möglich ist (hat nichts mit der Betreuung zu tun von der du gesprochen hast) und mit dem Geld eine Kraft stundenweise anstellen die ihr diese Dinge abnimmt?

        Oder auch selbst bezahlt so eine Kraft einstellen?

        LG

        • Vielen Dank für die Anregung. Ein Antrag auf Pflegegrad läuft, wir warten auf die Begutachtung durch den MDK. Allerdings machte man uns in der Reha nicht viel Hoffnung, das das durchgeht. Zu Hause geht es ja, nur eben Einkaufen und Haushalt geht nicht mehr so.
          Auf eigene Kosten jemanden einstellen geht nicht, das kann meine Mutter nicht Bezahlen.

          • (4) 16.04.19 - 18:46

            Hallo,

            der Sozialdienst war ja scheinbar nicht so hilfreich. Was hattet ihr denn mit denen besprochen? Welche Ziele/Wünsche hattet ihr bzgl. der Reha? Waren die Ziele Deckungsgleich mit denen der Ärzte und Therapeuten/Pflege?

            Manchmal ist es so, dass man feststellt es geht nicht so wie man gedacht hat und muss umdisponieren. Ich würde mir Vollmachten geben lassen und Kontakt mit dem VDK aufnehmen und das vor allem meine Mutter auf dem Pott setzen. Eine Pflege über diese Distanz geht nicht. Zeigt eurer Mutter was ihr leisten könnt und was nicht und entscheidet im besten Fall gemeinsam wie die Reise weitergeht.

            Ich drücke euch die Daumen, dass ihr gemeinsam einen Weg findet.

            LG Reina

            • (5) 16.04.19 - 19:26

              Ich danke Dir für deine Antwort. Vom VDK hab ich tatsächlich noch nicht gehört und denke das könnte die richtige Anlaufstelle sein um sich einen Überblick zu verschaffen. Geht nicht darum Mutti mit alldem allein zu lassen, aber meine Schwester und ich schaffen das ohne Hilfe nicht.

              • (6) 17.04.19 - 15:09

                Ein bekannter hatte COPC und hatte rund um die Uhr jemanden vom Pflegedienst da. Er bekam den genehmigt und 3 Personen wechselten sich mit seiner Betreuung in 8 - Stunden.- Rhythmus ab.
                Wartet doch den Termin mit dem medizinischen Dienst ab. Da mußt du ja vorher auch ein Formular ausfüllen, welche Hilfe deine Mutter braucht. Danach wird dann über die Pflegestufe entschieden. Bei dem Gespräch kannst du ja mal diese Rundumbetreuung ansprechen.

          "Zu Hause geht es ja, nur eben Einkaufen und Haushalt geht nicht mehr so.
          Auf eigene Kosten jemanden einstellen geht nicht, das kann meine Mutter nicht Bezahlen."

          Als erste Notfalllösung würde ich da zb eine Putzhilfe engagieren, die alle zwei Wochen für das ganz grobe kommt - auch wenn ich sie selbst (also du und deine Schwester) bezahlen muss. Das ist nicht sooo teuer. Wie oft fährt ihr zur Mutter? Wenn ihr die ein oder andere Fahrt reduzieren könnt, dann spart ihr euch auch Benzin.

          Lebensmittel kann man teilweise auch liefern lassen (und sei es gegen Aufpreis)

          Beim Pflegegrad würde ich Druck machen. Mehr als nein sagen können die nicht. Abgesehen davon, dass sich der Gesundheitszustand deiner Mutter nicht verbessern wird, auch da regelmäßig kontrollieren lassen (hat meine Tante bei meiner Oma ein bisschen übersehen, die hat leider teils recht rapide abgebaut)

          Setzt euch auch mit der Prognose auseinander. Was ihr jetzt organisiert und im Moment passt, kann bald schon zuwenig sein.

          Und: zu Hause aufnehmen würde ich nur bei passenden Platz und bei passender Zeit.

          LG

          Hallo,

          man kann mit Pflegegrad auch jemanden nur fürs Einkaufen etc. engagieren. Hier werden diese Leistungen von der Caritas und der Diakonie mit übernommen. Meine Nachbarin hatte das so. Sie kam zu Hause noch gut allein klar. Den alltäglichen Haushalt hat sie auch hinbekommen. Nur Großputz, Einkaufen und Fahrten zu Arztbesuchen waren nicht mehr möglich. Von der Caritas kam dann 2x wöchentlich jemand und fuhr mit ihr einkaufen oder kaufte für sie ein, erledigte den Hausputz und brachte sie auch zum Arzt. Ein alleinstehender Mann aus der Nachbarschaft hat ebenfalls eine Hilfe von der Caritas für 10 Stunden wöchentlich. Sie macht ihm den Haushalt und kauft ein. Beide haben/hatten einen niedrigen Pflegegrad. Ich würde mich an eurer Stelle mal bei der Diakonie oder Caritas erkundigen und beraten lassen. Die Beratung ist kostenlos und die helfen einem gut weiter und kümmern sich.

          LG

          • (9) 18.04.19 - 10:23

            Es gibt einen Entlastungsbetrag von 125 EUR im Monat ab PG1. Dieser kann auch für haushaltsnahe Dienstleistungen (nennt sich bei der Anrechnung aber immer "Entlastungsleistungen") verwendet werden. Allerdings muss der Leistungserbringer von der Kasse anerkannt sein. Es gibt verschiedene Webseiten, wo man nach PLZ suchen kann.

        (10) 19.04.19 - 21:00

        Hey, da kann ich dir von uns berichten.
        Wir hatten exakt die selbe Situation. Schwiegermutter hat copd im Endstadium. Sauerstoff versorgt. Ihr Mann hat zu Hause alles gemacht. Damals hat sie pflegegrad 1 bekommen.
        2017 ist der Schwiegervater überraschend verstorben. Wir haben 1,5 Jahre gebraucht sie dazu zu bewegen in unsere Nähe zu ziehen. Aber zu Hause konnte sie nicht bleiben. Sie wollte dort gerne wohnen bleiben aber ich hätte ja schon bitte alle 2 Tage zu ihr fahren sollen uns wenns nur drum ging nen joghurt zu kaufen... Aber mit vollzeit Arbeit, 2 kleinen Kindern und eigenem Leben nicht machbar.
        Jetzt wohnt sie seit fast 1 Jahr in unserer Stadt. Anfangs bin ich jeden Tag gesprungen. Sei es ein Rezept einlösen, Kleinigkeiten aus dem Supermarkt holen, Geld von der Bank holen etc... Es hat mich fertig gemacht. Dann kam noch die Idee pflegegrad hochstufen zu lassen. Denn sie kann gar nichts mehr. Nicht duschen, putzen, einkaufen... Tja das Gespräch hat sie alleine geführt... Ergebnis pflegegrad wird gestrichen. Sie sei fit...
        Ich musste mich dann auch voll raus nehmen weil ich einfach nicht mehr konnte. Sie musste knallhart lernen das ich nicht ständig springen kann. Sie nimmt aber auch alles für selbstverständlich.
        Im Februar haben wir den pflegegrad neu beantragt... Der Bescheid kam letzte Woche... Sie hat pflegegrad 2. Es wird jetzt jemand zu ihr kommen der putzt, einkaufen geht, mit ihr duscht usw...

Ich würde mal zusammen mit deiner Schwester hinfahren und mit deiner Mutter sprechen welche Optionen es gibt bzw. welche Gelder ihr zustehen aufgrund der Erkrankung.

- Pflegedienste
- Pflegeheim
- Umzug in den Ort von dir oder deiner Schwester

Ihr müßt klar äußern was ihr leisten könnt oder was nicht. Wenn deine Mutter nicht umziehen will oder nicht in ein Heim, dann bleibt halt nur ein Pflegedienst, da ihr aufgrund der Entfernung und des eigenen Alltags nicht täglich vorbeischauen könnt.

Wenn da eine Entscheidung getroffen wurde, würde ich wohl mal unter der Woche hinfahren und Behördengänge mit ihr erledigen um das besprochene in die Wege zu leiten.

Ich verstehe dich total, aber wenn der Mann deiner Mutter jahrelang diese anderen Sachen übernommen hat, wird es ihr wahrscheinlich schwer fallen eigenverantwortlich für sich zu sorgen von jetzt auf gleich. Dazu die Trauer. Ich denke ein Stück weit müßt ihr sie jetzt anfangs an die Hand nehmen und sie wieder dahin führen im Rahmen dessen, was ihr möglich ist. Aber vergeßt euch dabei selber nicht und zeigt deutlich eure Grenzen auf, dadurch entsteht ja auch etwas Druck, dass sie selber machen muss soweit sie kann.

Ui...klingt nicht so, als könne sie alleine wohnen bleiben. Könntet ihr sue davon überzeugen, in eine Seniorenwohnanlage (eige Wohnung, Pflege bei Bedarf) bei euch in der Nähe zu ziehen? Damit wäre doch allen geholfen.
Alkes Gute!

(13) 16.04.19 - 18:29

Hallo,
wir standen vor ca. 1,5 Jahren vor der gleichen Situation.
Mein Schwiegervater verstarb, als meine Schwiegermutter im KH war. Meine Schwiegermutter ist seit Jahren an Rheuma erkrankt, hat Osteoporose, ein Loch inder Lunge, was nicht richtig heilt....viele Baustellen halt. Eine Pflegestufe hatte sie da bereits und es kam jemand, der ihr z.B. beim Duschen geholfen hat, ihre Thomborse-Strümpfe an- und ausgezogen hat und sich um die Medikamente gekümmert hat. Mein Schwiegervater hat alle Besorgungen gemacht, hat sie zum Arzt, zur Krankengymnastik, zum Friseur und was weiß ich wohin gefahren. Er hat ihr so gut es ging im Haushalt geholfen und sich um den Garten gekümmert. Zwar alles langsam und er hat für seinen 300 qm Rasen 3 Tage gebraucht, aber das war ja egal.
Als mein Schwiegervater verstarb, suchten wir dann auch nach einer Lösung. Wir wohnen zwar alle irgendwie in der Nähe, max. 20 km entfernt, haben aber alle unsere eigenen Baustellen und können uns nicht so intensiv kümmern, wie es sein müsste.
So....die große Frage: Was tun? Wir hatten uns dann über eine Agentur nach einer polnischen Pflegekraft erkundigt, meine Schwiegermutter bewohnt ein großes Haus, die Dame hätte 2 Zimmer zzgl. eigenes Bad nutzen können. Der Herr von der Agentur teilte uns dann mit, dass eine Dame, die verständlich Deutsch spricht und einen Führerschein hat, mindestens 2000,00 € zzgl. das Geld der Pflegekasse zzgl. Verpflegung kostet. Da meine Schwiegermutter aber "nur" jemanden benötigt, der sie von A nach B fährt, ihr im Haushalt hilft, Einkaufen geht und keine 24 Stunden Betreuung, war das nicht die ideale Lösung und dafür einfach zu teuer.
Durch Zufall haben wir einen Hinweis auf eine Dame bekommen, die einen neuen Job im Haushalt suchte. Sie war die vorher bereits im Haushalt bei einem älteren Ehepaar, welches jetzt ins Pflegeheim musste, tätig.
Diese Dame war ein Glücksgriff für uns alle. Meine Schwiegermutter hat sie als Haushaltshilfe angestellt, die Dame unterstützt meine Schwiegermutter in den Dingen des alltäglichen Lebens, geht einkaufen, fährt sie zum Arzt, hilft ihr beim Vorbereiten des Mittagessens (meine Schwiegermutter kann z.b. aufgrund des Rheumas schlecht Kartoffeln schälen oder Gemüse putzen oder so was) etc. Das ist eine richtige Perle. Wenn meine Schwiegermutter alleine im Haus ist, hat sie so einen Rufknopf um den Hals hängen. Wenn etwas ist, drückt sie drauf und der Pflegedienst, der immer noch zweimal täglich kommt, oder einer von den Kindern wird gerufen.
Vielleicht habt ihr auch die Möglichkeit, jemanden einzustellen, der sich um den "Alltagskram" kümmert. Evtl.auch über die Caritas oder Diakonie, die kennen oft Leute, die so etwas machen.
LG

Hallo.

"Wir haben selbst Familien und gehen arbeiten und ich frag mich wie das laufen soll. Es gibt gesetzliche Betreuer, ja, aber sie ist geistig voll fit. Ich bekomme sie nur partout nicht aus ihrer Komfortzone."

Deine Mutter leidet an ZWEI tödlichen Krankheiten gleichzeitig und am Verlust ihres Mannes. Ich denke nicht, dass man in der Situation von Komfortzone reden kann. Wenn doch, dann sei es der armen Frau vergönnt.#zitter

Es gibt, wie bereits jemand anderes bereits geschrieben, ein paar Möglichkeiten.

Wenn sie sich den Pflegedienst nicht leisten kann, dann wird sie sich ein Pflegeheim schon fünfmal nicht leisten können. Würde es klappen, wenn deine Schwester und du zusammenlegt? Oder könnte sie nicht zu dir oder der Schwester ziehen?
Habt ihr euch vorher nie darüber Gedanken gemacht, wie das mal werden soll, wenn sie schon seit Jahren sehr krank ist? #gruebel

Was ist mit dem Tumor in der Lunge? Ist der bösartig? Wie soll die Therapie ablaufen?

Ich würde meine Mutter in so einer Situation auf keinem Fall alleine lassen.#schwitz
"

  • Ich lasse sie nicht alleine, soviel sei gesagt. Ich möchte nur Input bekommen um zu sehen ob ich irgendwas übersehen habe. Pflegegradantrag läuft und ich muss abwarten was dabei rauskommt. Zu uns ziehen kann sie schon aus Platzgründen nicht, da wir in Mietwohnungen Leben. Ich denke sowas wie "Seniorenwohnhaus" wäre was für uns.
    Der Tumor ist bösartig und meine Mutter hat jede Behandlung dessen abgelehnt. Es bleibt also diesbezüglich nur abwarten.

    • Wenn ein bösartiger Lungentumor nicht behandelt wird, dann wirst du deine Mutter wohl nicht mehr allzu lange haben.
      Ich würde sie -trotz Platzmangel- zu mir nehmen und die letzten Wochen/Monate mir ihr verbringen - auch wenn ich dafür auf der Couch schlafen müsste. Und ich würde sie, wenn es Zeit ist, in einer Palliativstation in meiner Nähe unterbringen.
      Auch wenn sie es vielleicht nicht ausspricht.... Aber die Nähe zu euch tut ihr sicherlich gut. #pro

      • Nähe zu uns schaffen ist oberste priorität. Für mich nicht vorstellbar aber von dem Tumor merkt sie noch nichts. Keine Schmerzen, kein Husten ... nichts. Nur so einfach, wie mit dem zu uns nehmen ist es eben auch nicht. Ich denke aber an ein Seniorenwohnhaus in unserer Nähe, wo sie auch pflegerische Hilfe bekommt wenn es sein muss. Das könnte ich zu Hause auch nicht leisten, sie wäre alleine hier, denn auch wir haben Jobs und gehen arbeiten. Und Mama will das auch garnicht das hat sie klar gesagt.

        • Hallo,
          Deine Mutter wird mit dem Lungenkrebs und dem copd vermutlich nicht länger als ein Jahr leben. Ich habe beide Eltern an den Lungenkrebs verloren. Bei beiden hat es ab der Diagnose einmal 12 Monate und einmal 8 Monate bis zum Tod gedauert und beide haben sich behandeln lassen...
          Ich finde es nicht gut ihr nochmal eine so große Veränderung zuzumuten... schaut das ihr die paar Monate (und es werden nicht viele sein) irgendwie überbrücken könnt.
          Und macht ihr es so angenehm wie möglich ohne sie aus ihrer vertrauten Umgebung zu reißen.
          Lg und viel Kraft für das was noch auf euch zu kommt

          • (19) 18.04.19 - 10:13

            Von Krebs ist ja nicht die Rede, die TE schreibt nur von einem Tumor. Bei einem gutartigen Tumor kann es hier um Jahre gehen, das kann man nicht automatisch mit deinem traurigen Verlauf vergleichen.

            • (20) 18.04.19 - 10:40

              Im Verlauf schreibt sie von einem bösartigen Tumor, den die Mutter nicht behandeln lassen möchte...

              • (21) 18.04.19 - 10:46

                Ah, sorry, durch die wechselnden Usernamen hab ich da nicht mehr durchgeblickt 🙄.
                Dann gebe ich dir völlig recht, die Zeit ist vermutlich sehr absehbar und ich würde da auch niemand mehr "entwurzeln"...

                • (22) 18.04.19 - 14:55

                  Das sehe ich ganz ähnlich wie ihr, dennoch möchte meine Mutter unbedingt ausziehen. In der Wohnung ist ihr Mann verstorben und sie fühlt sich nicht mehr wohl. Die Zeit die sie hat ist absehbar, wie absehbar kann uns allerdings keiner sagen, denn bisher ist der Tumor noch recht klein, hat noch nicht gestreut und sie merkt davon absolut noch nichts.

Hat eure Mutter eine Vorsorgevollmacht für dich und deine Schwester? Das finde ich ziemlich sinnvoll. Für meine Mutter habe ich so etwas auch. Die lebt inzwischen Pflegeheim.

Ich würde mich außerdem um einen Palliativ-Pflegedienst kümmern. Dafür brauch man soweit ich weiß nicht unbedingt einen Pflegegrad:


Kann man hier nachlesen: https://www.sapv-niedersachsen.de/häufig-gestellte-fragen/
"Ist das Vorliegen eines Pflegegrades (alt Pflegestufe) Voraussetzung für den Anspruch auf Leistungen der SAPV?
Nein, die Kritierin, die für einen SAPV-Leistungsanspruch vorliegen müssen sind in der gültigen SAPV-Richtlinie des B-GA definiert.

Quelle:
https://www.g-ba.de/institution/themenschwerpunkte/sapv/richtlinie/ Stand: 23.04.2017

Sicher mit Pflegegrad kann man noch einiges mehr kriegen wie Haushaltshilfe, Alltagsbegleitung etc.

Ich wünsche euch viel Kraft in der nächste und vielleicht auch sehr anstrengende Zeit und das ihr das mit eurer Mutter gut geregelt bekommt.

LG Hinzwife

COPD geht fast immer mit Depressionen einher und das rechtfertigt einen Pflegegrad. Ich bin mit meiner Mutter grade in der gleichen Situation (außer das mit deinem Vater). Zuletzt ging es ihr schlecht, sie wollte aber nicht in KH. Als mein Bruder 2 Tage später den Rettungswagen rief kam sie mit akuter Blutvergiftung kurz vor Nierenversagen auf Intensivstation.

Wenn du dich austauschen willst gerne auch per PN.

Als einfachen schnell umzusetzenden Ansatz kann ich dir den Lieferdienst von Supermärkten empfehlen. Da erspart ihr euch erstmal das Einkaufen. Und den Mehrpreis habt ihr durch das eingesparte Benzin direkt weg. Eure besuche könnt ihr dann für tatsächlichen Zeit mit eurer Mutter nutzen.

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