Streit um Oma oder Omi

    • (1) 22.04.19 - 20:43
      soistdaswohl

      Hallo ihr lieben!
      Ich bin Mama von einem 3 jährigen Sohn. Mein Mann und ich führen eine recht harmonisch Beziehung und unser nahezu einziger Konflikt Punkt ist seine Mutter.
      Momentan haben wir folgendes Problem.schon bei der Verkündigung meiner schwangerschaft hat sie angekündigt, dass sie aber keine oma sonder eine omi sein wird. Zu dem Zeitpunkt war mir das eigentlich noch relativ egal, weil ich mir dachte, dass sich das eh noch ergeben wird.
      seit der kleine da ist, spricht sie in seiner Gegenwart nur von Omi "komm mal zur omi" usw... und seit der kleine sprechen kann , verbessert sie ihn ständig, wenn er oma sagt oder sie macht eine verbesserte Wiederholung.
      Wir sprechen zu hause immer von den "Omas" und hängen zur Unterscheidung den jeweiligen Namen an. Für mich ist oma halt eine ganz normale Bezeichnung für eine oma. Und omi die jeweilige kose Form. So wie mich meine kind auch manchmal mami nennt, wenn es besonders süß, liebevoll sein möchte. Ich hatte gar kein Problem damit, wenn mein Kind omi sagen würde, aber nur wenn das eine freie Entscheidung ist.
      Nur wurden wir von meiner Schwiegermutter ziemlich verärgert angesprochen, das wir ja wüssten, dass sie von unserem Sohn mit omi angesprochen werden wolle und sie auch das Recht dazu habe. Sie verlangt quasi von uns, dass wir unserem kind jetzt eintrichtern, dass er nur noch omi sagt. Das widerstrebt mir allerdings und ich habe auch nicht vor das zu tun. Sie stellt es such so vor, dass sie die omi ist und meine Mutter die oma. Aber es kommt natürlich auch vor, dass meine Mutter liebevoll mit omi angesprochen wird. So wie mami papi usw.. ich bin irgendwie total verunsichert.. übertreibe ich mit meiner Meinung dazu?

      • Hallo,
        Nein du übertreibst absolut nicht!
        Ich hätte ihr schon lange meine Meinung gesagt. Sowas bescheuertes (sorry), ich denke solche kosenamen kommen einfach, wie du schon sagtest sowas kann man doch nicht verlangen und erzwingen.
        Und wenn er sie dann bald zum Abschied nicht küssen oder umarmen will macht sie auf beleidigt und wird auch böse oder wie?!
        Was sagt denn dein Mann dazu?

        • (3) 22.04.19 - 21:45

          Mein Mann findet es auch übertrieben, dass wegen einem Buchstaben so ein Theater gemacht wird. Er würde auch oma sagen, weil er meine Argumentation verstehen kann. Aber bei ihm war es früher hakt auch so, dass die Mutter seiner Mutter die omi war. Zu ihr hatte er allerdings auch eine Viel engere Bindung. Aber ihm wurde das so beigebracht.
          Um seine Ruhe zu haben wurde er jetzt allerdings auch einfach "omi" sagen. Das ist aber auch ein generelles Problem hier. Sie ist sehr bestimmend und kommt aus meiner Sichtweise nicht damit klar, dass ihr Sohn nicht mehr nur nach ihrer Vorstellung handelt... dadurch ist unser Verhältnis eh angespannt und ich habe nicht distanziert

        • "Sie ist sehr bestimmend und kommt aus meiner Sichtweise nicht damit klar, dass ihr Sohn nicht mehr nur nach ihrer Vorstellung handelt... dadurch ist unser Verhältnis eh angespannt und ich habe nicht distanziert "

          Dann würde ich ihr das Omi lassen und mir die Kräfte und Nerven für das Sparen, wo es wirklich wichtig ist!
          Dann einschreiten, wo es ums Kindeswohl etc. geht.

          Wenn du jetzt bei Oma so dagegen bist, kann sie leicht argumentieren, dass du dich bei so Kleinigkeiten schon so dagegen bist, dass sie deswegen bei den größeren nicht mit dir reden kann.


          Kämpfe da, wo es nötig ist.
          Mache aber nicht alles zum Schaukampf.

          Das bekommt das Kind sehr viel mehr mit, als der eine Buchstabe am Ende.

    (7) 22.04.19 - 20:51

    Sag ihr ganz klar, dass ihr über sie zuhause als Oma XY redet und über deine Mutter Oma YZ.
    So heißt sie nun mal.

    Und sage ihr, am besten vor deinem Kind, dass sie aufhören soll deinem Kind vorzuschreiben, wie es sie nennen soll!

    • (8) 22.04.19 - 21:53

      Ja das habe ich auch gemacht. Nachdem sie uns angesprochen hat. Ich habe ihr gesagt, dass wir zu hause von oma sprechen und mein Kind gerne aus eigenen Stücken omi sagen könne. Aber das sei halt ein kosename. Da war ich schon sehr stolz, weil ich Konflikten eigentlich aus dem weg gehe.
      Ich glaube fast, dass das irgendwie ein Machtspielchen ist. Wo ich natürlich auch meinen Anteil dran habe.

      • Damit verhältst du dich in meinen Augen richtig...
        Deine Schwiegermutter soll das mit jedem selbst ausmachen, wie sie genannt werden will.
        Und auch Kinder lernen mit zunehmendem Alter, dass die Menschen sich in ihrem Umfeld verschieden ansprechen.
        Ich bin Mama, Tante, Frau XXX, Freundin, Schwägerin usw., jeder spricht mich aus seiner Warte anders an und alle machen es richtig.
        Mein Kind hat mal gehört, wie mich jemand beim Vornamen ansprach und gefragt, warum ich so genannt werde und nicht Mama. Hab ich erklärt, dass ich für denjenigen ja nicht Mama bin, war verständlich und wurde akzeptiert.

        OT: Ich finde das i am Ende bei Mama gruselig...möchte nicht Mami genannt werden...#winke

(10) 22.04.19 - 20:52

Ich finde du übertreibst nicht.

Ich würde meinem Kind wohl beibringen diese eine Oma beim Vornamen zu nennen.
Wenn sie sich beschwert, würde ich antworten, dass sie ja keine Oma sein will.

Oder.. Hmm.. Großmutter... Klingt noch viel besser.

Hallo, also ich kenne das so, dass eine Großmutter Oma genannt wird und die andere Omi. Das hat für mich gar nichts mit der Koseform zu tun.
Da ich als Kind meine OmA sehr viel lieber hatte als meine OmI würde ich gerne später einmal eine OMA sein. Und auch meine Mama ist die Oma für meine Kinder.
Ich wäre nicht begeistert, wenn meine Kinder mich zur Omi ernennen würden. Weißt du, was ich meine? Wenn also eine Großmutter von vornherein gerne die Oma oder Omi wäre und das für die andere Großmutter so ok ist, dann würde ich die Unterscheidung mit Handkuss übernehmen. Oma Erna und Oma Sissy würde ich zB. überhaupt nicht mögen.
Aber das hat auch immer mit persönlichen Erfahrungen zu tun.
Für dich hat Omi mit Koseform zu tun, für mich überhaupt nicht.

Glg
Die Schneefrau

  • (12) 22.04.19 - 22:01

    Danke für deine Sichtweise! Es ist ganz schön die Dinge mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Ich kenne diese Unterscheidung nämlich gar nicht.
    Ich muss mir das alles nochmal durch den Kopf gehen lassen. Mein Kind ist da eh Eigensinnig. Was mir auch sehr wichtig ist.

    • Bei uns gab es das nicht. Ich kenne das aber auch bei anderen Familien. Ich verstehe nicht, dass sie daraus ein Drama macht. Ich verstehe aber auch nicht ganz, warum ihr ihr nicht einfach entgegen kommen konntet und sie vor dem Kind als Omi bezeichnen könnt. Das tut euch doch auch nicht weh. Ich würde ihn nicht korrigieren, aber von ihr einfach als Omi sprechen, wenn ihr das etwas gibt.

Hallo,
ich persönlich finde Omi schon liebevoller vom Klang her als Oma, von daher kann ich sie verstehen. Die Mutter meines Mannes ist einfach von Anfang an Oma, sie hat sich selbst so genannt, ist völlig okay. Meine Mutter ist Omi, so hat sich das einfach eingebürgert. Die Kinder sagen aber auch mal Oma zu meiner Mutter / Omi zur anderen, sie sind allerdings schon 5, 13, 11, da ist es schon lange klar, wer wer ist und keine Oma ist da irgendwie beleidigt.
Ich würde da nichts forcieren, jedoch schon zuhause von Omi Brunhilde (Schwiegermutter) und Oma Gudrun (deine Mutter) sprechen. Den Schuh, dass du da jetzt dem Kleinen irgendwas antrainieren sollst, würde ich mir gar nicht anziehen, Ärger hin oder her, das würde ich auch so ganz klar sagen, das kann sie selber machen.
VG

  • (15) 22.04.19 - 22:05

    Ich glaube das ist auch Ihr Wunsch. Das wir Zuhause von Omi ... sprechen. Damit mein Kind das irgendwann übernimmt. Vllt bin ich auch einfach zu stur. Kommt mir irgendwie wir manipulieren vor:/

    • Ihr müsst doch nicht drauf beharren....einfach von Omi X und Oma Y sprechen oder von "den Omas" und gut is'. Meine Schwiegermutter wollte, dass ich sie "Muttchen" oder "Mutti" nenne und keinesfalls beim Vornamen. Sie jedoch sprechen mich beide mit Vornamen an. Das finde ich viel schlimmer....ich umgehe das auch heute noch nach 19 (!) Jahren.

Hallo,

aus irgendwelchen Gründen (hat sie das mal erklärt? Vielleicht hat für sie 'Oma' irgendeine negative Bedeutung/Erinnerung?) ist ihr das halt wichtig - das muss man zwar nicht verstehen, aber kann es respektieren, wenn es wirklich nur um den einen Buchstaben am Ende geht. Oder ist dir persönlich diese Unterscheidung so wichtig, dass du darauf keine Rücksicht nehmen kannst und auf deinen Prinzipien beharren musst?

Ich würde sie als vor deinem Kind zukünftig Omi nennen. Und wenn es dir wichtig ist, dass deine Mutter da gleichberechtigt ist, dann sprecht doch einfach von Omi X und Omi Y sprechen.

Da wir alle unsere Marotten haben, finde ich es im Sinne des friedlichen Zusammenlebens oft angebracht, auf die Eigenheiten anderer Rücksicht zu nehmen, auch wenn ich manchmal innerlich mit den Augen rolle ;-) solange es meine Freiheit nicht zu sehr einschränkt und meine Grundwerte nicht verletzt natürlich. Schließlich habe ich sicherlich auch Marotten, die mein Umfeld akzeptiert und berücksichtigt.

Alles gute, c

  • (19) 24.04.19 - 14:48

    Ja das stimmt wohl... naja ich warte mal ab wie sich das alles so entwickelt. Für mich ist das halt auch echt merkwürdig mich umzustellen. Es ist für mich halt total normal, dass man Omas hat und diese auch so nennt

(20) 22.04.19 - 21:04

Nö, ich finde nicht dass du übertreibst.

Meine Großmutter wollte ähnliches von mir, ich hab als Kind stoisch weiter Oma gesagt. Meine Eltern sprachen halt auch nur von den Omas und Opas. Je älter ich wurde, desto eindringlicher wurde sie damit...bis ich angefangen hab sie beim Vornamen zu nennen. Machte ihr Sohn ja auch hin und wieder... da war dann Oma plötzlich die deutlich bessere Lösung. ;)

  • (21) 24.04.19 - 14:52

    Joar... also wenn meine kind von sich auf omi sagen würde dann wäre mir das eh egal. Mein Kind sagt aucu beides oma und omi... wie es halt so passt. Und ich vermeide es inzwischen generell irgendwas davon zu sagen.

Erfüllt ihr den Wunsch... Herrje, sie möchte halt die Omi sein... Hat doch jeder so seine Macken. Spätestens in ein paar Jahren wird euer Sohn die Sache ganz allein entscheiden und so lange tut es euch nicht weh, in ihrer Gegenwart Omi zu sagen, wenn es ihr so wichtig ist. Wegen einem Buchstaben ein Familiendrama zu machen finde ich tatsächlich übertrieben.

Ich würde mir auf keinen Fall verbieten lassen, allgemeinem Sprachgebrauch zu folgen und Mutter, Vater, Oma, Opa, Onkel und Tante zu sagen.

Ansonsten kann ich den sehr lesenswerten Artikel hier dazu empfehlen:

„Die mütterliche Großmutter, hat Psychologe Euler ermittelt, wird gerne zärtlich "Omilein" oder "die liebe Oma" genannt.
Zur Großmutter väterlicherseits dagegen hält man Distanz ("die andere Oma" oder "die Oma aus Hannover").“

https://www.zeit.de/2010/52/Genetik-Evolution-Familie/komplettansicht

Das würde ich Deinem Mann und der Schwiegermutter sogar ausdrucken. 🙂

Die Bezeichnung Omi muss man sich durch seine liebevolle Art verdienen, das kommt nicht von alleine. Deine Schwiegermutter versucht es mit der Brechstange, aber so geht es halt nicht.

Das ist kinderharten. Von beiden seiten.
Gebt nach und alle haben ihre Ruhe.

  • (25) 22.04.19 - 22:12

    Man kann nicht immer nachgeben, nur damit man seine Ruhe hat. Was bringt man seinem Kind denn da bei? Alle reden permanent von „selbständigen“, „selbstbewussten“ Kindern. Aber man selbst soll ihnen vorleben, dass man einfach stets den Mund zu halten hat, sobald etwas unangenehm wird?
    Eltern/Großeltern sind doch auch nicht aus Zucker, die müssen Kritik auch mal abkönnen, ohne das hier gleich ein Drama daraus gemacht wird. Ständig lese ich nur, dass man Kinder mal schreien lassen soll, dass Kinder lernen müssen, dass sie nicht alles haben können... war doch auch die Erziehung die unsere Eltern genossen haben und nu im alter werden sie weichlinge, die die Meinung ihrer Kinder so aus der Fassung bringt?
    Man muss als erwachsener doch mal die Meinung der Erwachsenen Kinder akzeptieren ohne gleich selbst zu schmollen, wie ein kleines Kind. Himmel, Großeltern sind doch keine Babys! Hier soll jeder wie ein kleines Kind behandelt werden, nur anscheinend die kleinen Kinder nicht, die müssen sich benehmen und Rücksicht auf die Gefühle der Großeltern nehmen. Oh wei, wenn ich so eine Schwiegermutter hätte.

    Liebe TE, ich würde mein Kind nicht korrigieren lassen! Nicht, weil ich der Oma eins reinwürgen wollen würde, sondern, weil ich meinem Kind nicht vermitteln wollen würde, dass es etwas falsches sagt, dass tut es nämlich nicht. Sollte eine erwachsene Frau aushalten können, dass sie nun mal die Oma und nicht die omi ist. Allerdings würde ich ihr meine Beweggründe auch so erklären, damit sie auch versteht, warum ich es nicht möchte und versteht, dass es nicht ums Bocken geht oder um einen Machtkampf. Dann gibt es für mich auch Kein Grund zum ausflippen. Außerdem sollte mein Kind eine vernünftige streitkultur entwickeln und nicht jedem Konflikt lieber gleich aus dem Weg gehen, weil es doch für alle so leichter und angenehmer ist. Das wäre nichts für meine Erziehung, einfach immer nachgeben, damit Ruhe ist. Ich für mich denke, ich würde meinem Kind damit langfristig keinen gefallen machen! Wäre ja fast so, als würde ich meinem Kind sagen, bevor du vom klettergerüst fällst, kletter lieber gar nicht erst rauf...

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