Schwiegereltern

    • (1) 24.04.19 - 19:18

      Meine Schwiegereltern akzeptieren mich nicht.
      Seit ca. 6 Monaten bin ich nun mit meiner Freundin zusammen. Wir sind beide 17 Jahre alt und harmonieren außergewöhnlich gut. Einzig ihre Eltern stellen uns vor große Probleme. Das große Problem sei der Glaube. Meine Freundin ist christlich aufgewachsen, ebenso wie ihre Familie. Grundsätzlich ja kein Problem, doch ihre Eltern akzeptieren es nicht, dass ich nicht gläubig bin. Ich bin immer nett und hilfsbereit in ihrer Gegenwart und unterhalte mich dementsprechend. Jedes unserer Treffen wankt durch ihre Eltern. Sie selbst erlauben nicht dass wir zusammen übernachten oder bei mir sind. Auch mit meinen Eltern gehen sie alles andere als respektvoll um. Nach nun einem halben Jahr sind wir und meine Familie verzweifelt und wissen nicht mehr weiter. Ich bitte um Hilfe.
      Danke im Voraus Luis Kleine

      • Na ja, als meine damaligen Teenie-Kinder ihre ersten Freunde bzw. Freundinnen mit nach Hause brachten, waren sie hier herzlich willkommen. Ich wusste aber, dass der Freund/die Freundin nicht auf Dauer zur Familie gehören würden; mit 16/17 wechselt da schon mal der Favorit. Oder seid Ihr verlobt? Sprecht Ihr von Hochzeit? Ja? Dann wäre ich als Mutter auch "not amused". Nein? Gut! Genießt die Zeit, und sprich nicht von "Schwiegereltern". Mit Schwiegereltern kannst Du Dich in zehn Jahren befassen.

        LG, andiamo

        • Danke für deine Antwort. Natürlich sind wir erst 17, doch wir haben vor der Beziehung ca. ein Dreiviertel Jahr geflirtet und uns getroffen, um uns besser kennenzulernen. Wir gehen beide auf ein Gymnasium und harmonieren exzellent.

          • Ja, Ihr harmoniert exzellent und geht auf ein Gymnasium. Ihr seid auch bestimmt sehr verliebt und nehmt die Beziehung ernst (all das hat nichts mit Gymnasium, Haupt-, Real-, Ober-, Förderschule, IQ, Ausbildung, Studium usw. zu tun). Aber Ihr seid Teenies. Es ist unwahrscheinlich, wenn auch nicht unmöglich, dass die Eltern Deiner Freundin Deine Schwiegereltern werden. Also such doch keine Probleme, wo keine sind!

            Du wirst lernen, dass das "exzellente Harmonieren" der Anfangszeit einer Beziehung sich erst bewähren muss und auch in Langeweile umgedeutet werden oder umschlagen kann.

            Beschäftige Dich mit den Problemen eines Siebzehnjährigen, nicht mit denen eines Erwachsenen. Und, wie Moni Dir schon geraten hat: Verhütet! Ein Baby stellt die exzellente Harmonie reifer, erwachsener Paare auf eine harte Probe. Die Beziehung von Teenies überlebt den Babystress äußerst selten.

        Deine Antwort finde ich ziemlich respektlos. Mit 17 ist man doch kein Kind mehr. Ich habe zwei Brüder die seit sie 14 bzw. 15 waren mit ihren Freundinnen zusammen waren und mittlerweile verheiratet sind und Kinder haben. Wenn die Paare die nötige Reife mitbringen ist das durchaus möglich.

        Ich finde der TE klingt durchaus reif, weil er sich eben solche Gedanken macht.

        • Du nennst meine Antwort "respektlos", ich nenne es einen Teenie "einnorden".
          Du nennst es "reif klingen", ich nenne es "erwachsen spielen".
          Ich sag Dir, ein Gymnasiast mit 17 ist weniger reif als ein Hauptschulabsolvent mit 16 in der Ausbildung.
          Wenn ein Siebzehnjähriger von "exzellent harmonieren" schreibt, möchte ich ihm die Eierschalen hinterm Ohr wegputzen. Und wenn er mit solchen Begriffen und dann auch noch mit dem Anspruch und dem Begriff "Schwiegereltern" bei den Eltern seiner Freundin aneckt, verstehe ich die Ablehnung der Eltern.
          Ich erlaube mir meine Einschätzung nach diversen Erlebnissen mit den Teenie-Lieben meiner inzwischen erwachsenen vier Kinder, die sehr wohl mit 17 in jugendlichem Überschwang manches Mal an Selbstüberschätzung gescheitert sind.

          • (7) 25.04.19 - 12:23

            Dass man den Freunden der Kinder mit Respekt begegnet, ist selbstverständlich. Umgekehrt aber auch.

            "Ich sag Dir, ein Gymnasiast mit 17 ist weniger reif als ein Hauptschulabsolvent mit 16 in der Ausbildung. " Was bitte genau soll so eine Aussage? Du weisst, dass alle Menschen unterschiedlich sind?

            Ich selbst bin mit 17 von Zuhause ausgezogen, in ein anderes Land zum studieren. Vom Kopf her war ich damals ganz bestimmt kein Teeny mehr und sehr Verantwortungsbewusst. Vielleicht waren deine Kinder anders und unreifer. Nur weil deine Kinder so waren musst du nicht darauf schliessen, dass andere genauso sind. Aber, wie gesagt, Menschen sind unterschiedlich und ich weiss, dass es auch anders geht.

            Woher nimmst Du die hanebüchene Behauptung, ein Gymnasiast mit 17 sei weniger reif als ein Hauptschulabsolvent mit 16 in der Ausbildung? Von Deiner eigenen alles übergreifenden Erfahrung mit Teenagern?

            Schrecklich, wenn man alle über einen Kamm schert. Wer mit welcher Bildung wie reif ist hat mit weit mehr zu tun als der Tatsache, dass der eine schon in der Berufswelt steht während der andere noch zur Schule geht.

    Ihr könnt nicht viel machen gegen die Einstellung der Eltern Deiner Freundin. Als meine Kinder in dem Alter Freunde/Freundin hatten, wurden diese von mir selbstverständlich freundlich behandelt, die Eltern kannte ich nicht, war auch nicht wichtig, da sich das ohnehin noch ein paarmal änderte. Wären mein Mann und ich damals schon als Schwiegereltern bezeichnet worden, hätten wir wohl ausgeprägte Schnappatmung bekommen.
    Wenn man so jung ist, findet man immer einen Weg, zusammen zu sein, habe sogar ich 1970 geschafft ;-) Genießt es und lasst die Zeit für euch arbeiten - und verhütet bitte zuverlässig, für ein Kind ist es definitiv zu früh.
    LG Moni

    Wie war das nochmal mit den christlichen Werten? Nächstenliebe und so? #schein

    Wenn ich grad 'nen streitlustigen Tag hätte, würde ich diesen liebend gerne mit deinen "Schwiegereltern" (lass das Wort lieber...) verbringen #nanana

    Also ich für meinen Teil finde es gerade echt erschreckend, dass Du hier so abgefertigt wirst. Frei nach dem Motto "Stell' Dich nicht so an!" Ist ja gruselig. Auch wenn man noch nicht wirklich von Schwiegereltern sprechen kann, so entspricht es doch wohl jedermanns Vorstellung bzw. Wunsch von den Eltern der Freundin herzlich aufgenommen zu werden oder nicht. Völlig egal ob man nur eine Weile zur Familie gehören wird oder letztendlich für immer - wer weiß das schon!?! Ich würde es mir für Dich wünschen, dass sich das alsbald ändert und ihr einfach unbeschwert Euer junges Glück genießen könnt. Mess' dem Verhalten ihrer Eltern nicht allzu viel Bedeitung bei. Vielleicht sehen sie Ihre Tochter noch nicht mit einem jungen "Mann" an Ihrer Seite und es fällt Ihnen schwer diese Veränderung zu akzeptieren. Gib' nicht so schnell auf und lass' erstmal ein bisschen Zeit ins Land gehen. Bleib' aufgeschlossen und freundlich...irgendwann regelt es sich vielleicht von selbst. Und wenn nicht, dann liegt es nicht in Deiner Hand! Alles Gute für Euch Zwei! 🍀

Hi Luis,
Ich kenne das Problem vielleicht aus der anderen Richtung. Mein Freund ist nicht religiös, mein komplettes Umfeld dagegen schon. Ich habe versucht meinem Umfeld zu zeigen, dass er durchaus die selben Werte wie ich teilt, nur eben nicht an Gott glaubt. Auch war es wichtig für mein Umfeld zu sehen, dass er dem Glaube nicht negativ gegenübersteht, sondern einfach selbst eben nicht glaub. Es musste etwas Zeit ins Land gehen bis das alle so geschluckt hatten. Was geholfen hat ist, dass er teilweise "für mich" ab und zu auf religiöse Veranstaltungen mitgekommen ist. Einfach, um Respekt zu zeigen weil er weiss dass mir das wichtig ist.

Bei uns in der Familie war es auch nicht erlaubt vor dem 18. Geburtstag mit dem Freund/Freundin im gleichen Zimmer zu übernachten. Altmodisch, ich weiss... aber mit manchen Regeln mussten wir uns eben abfinden und das fand ich auch nicht all zu schlimm.

Was sagt denn deine Freundin zu dem Thema?

An deiner Stelle würde ich auf jeden Fall deinen "Schwiegereltern" weiterhin freundlich und mit Respekt entgegentreten. Dass sie selbiges nicht tun ist natürlich ziemlich daneben, kann aber auch aus Unsicherheit und Angst so sein.

Wäre es möglich, dass du und deine Freundin eure Schwiegereltern mal (am besten auf neutralem Boden) um ein Gespräch bittet? Dann könnt ihr Fragen, was genau ihre Konkreten Ängste sind. Vielleicht hilft es auch wenn deine Freundin ihre Eltern alleine Fragt. Reif genug klingst du mal dazu :)

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