Wieso ist mein Vater so? Langer Text

    • (1) 25.04.19 - 21:05
      Keinnameanonym

      Hallo :)

      Zu meinem Vater: wenn man seine Hilfe braucht und Rat, ist er immer da. Ein liebevoller, höflicher, sympathischer und lustiger Mann. Jeder mag ihn auf Anhieb. Nun gibt es auch seine Macken.. er nimmt daheim (als ich noch daheim gelebt habe) selten Rücksicht auf andere. Wenn das was er will nicht sofort gemacht wird, wird er sauer und am besten immer nur zustimmen wenn er was erklärt. Wenn man was "auszusetzen" hat, ist man dann gleich respektlos. Aber gut. Kein Mensch ist perfekt und so lieben wir ihn und akzeptieren ihn auch.

      Nun kam die Diagnose: Diabetes. Seit dem will er nur von meiner Mutter bemuttert werden. Meine Mutter muss das Essen kochen, welches für seine Krankheit akzeptabel ist (Was man natürlich gerne als Ehefrau macht) aber sie muss warten bis er heim kommt und ihm das essen servieren und wenn er zb. Salz möchte, muss sie ihm das reichen usw.. er hat sie sogar öfter mal zur Sau gemacht wieso es dies und das nicht daheim zum Essen gibt. Vorher zb hat er geduscht und meine Mutter muss ihm seine frische Unterwäsche und so jedes mal vorbereiten. Und der Knaller kommt jetzt. Wir saßen im Zimmer und er schrie einfach aus der Dusche, dass er Duschgel braucht und der Schrank wo es drin steht ist ebenso im Bad. Also musste sie ihm einfach das Duschgel bringen obwohl er selber in der Dusche war!
      Er sagt ihr auch oft, dass wir Kinder jetzt erwachsen ist und sie ihm die Aufmerksamkeit schenken muss, obwohl sie das schon ihr ganzes Leben getan hat. Sie musste schon immer die perfekte Hausfrau, Ehefrau und Mutter sein.. Meine Mutter belastet das sehr, da sie in ihrer Freizeit (die sie nicht oft hat da sie arbeitet) sehr belastet ist, da mein Vater selbstständig ist und jedes mal wann er will Heim kommt und essen will.(damals hat er gegessen was es gab) Meine Mama meint, dass es am Alter liegt und das mein Mann später auch so wird aber das sagt sie nur um ihn zu schützen. Die Stimmung bei ihnen daheim ist so kontrolliert, dass ich so oft keine Lust mehr habe sie besuchen zu gehen um diesen ganzen Stress aus dem Weg zu gehen..

          • Was hast du denn erwartet? Eine fundierte psychologische Analyse deines Vaters?

            Sie bringt nur kurz und knapp auf den Punkt, was stimmt, auch wenn es Dir nicht gefällt. Mein Mann war 18 Jahre älter als ich und hätte in unseren 35 Jahren Ehe schon auch ml solche Anwandlungen gehabt. Mit dem einfachen Wort "nein" bis hin zu "aber sonst gehts dir gut?" war das schnell geregelt.
            Ich half ihm erst mehr, als er wirklich krank und immer schwächer wurde, da war es selbstverständlich. Das ist Dein Vater aber nicht.
            Solange Deine Mutter springt, wenn er pfeift, bleibt das so. DU kannst da garnichts machen, vielleicht fühlt sie sich ja wohl in ihrer Rolle und fühlt sich gebraucht.
            Wenn Du Deine Mutter nicht motivieren kannst, ihn eben ohne Duschgel duschen zu lassen und wenn er noch so keift...tja dann....
            LG Moni

      Wichtig ist doch nur, dass die 2 miteinander klarkommen. Es gibt immer 1, der macht, und 1, der mit sich machen lässt.
      Wenn du dich nicht wohl fühlst dort, bleibt dir nichts anderes übrig, als nicht so oft hinzufahren. Deine Eltern sind lange erwachsen und müssen selbst gucken, wie sie leben wollen. Grüsse

      Dein Vater scheint sehr unzufrieden zu sein...es ist oftmals so, dass Männer wehleidiger sind als Frauen... Diabetes ist ja zum Glück kein Todesurteil VL muss dein Vater sich erstmal damit abfinden?
      Wann bekam er die Diagnose? Ist es seid dem noch schlimmer geworden?
      Es gibt Frauen die Erziehen ihre Männer so. Lassen sich das von Anfang an gefallen und irgendwann ist man unzufrieden mit Kindern verdrängt man das teilweise. Sind Kinder aus dem Haus hat man halt nur noch dem Mann zu Hause der jahrelang so erzogen worden ist. Wenn er ruft bringt deine Mutter usw...
      Die Beziehung meiner Eltern ist gleichberechtigt aber meine Vater will auch immer zu einer bestimmten Uhrzeit was zu essen haben und auch immer was gutes^^ also immer hochwertig keine schnelle Kost die man kurz in die Microwelle schiebt 😂 und immer um die gleiche Uhrzeit abends. Meine Mutter meckert auch öfters Rum warum man nicht Mal früher essen kann usw 😂😂 sonst ist alles okay bei denen.
      Aber die Frauen nehmen den Männern halt auch viel ab. Mein Freund before ich zu ihm gezogen bin war der auch total selbstständig mittlerweile seid dem ich Haushalt mache tut er wirklich kaum noch was wo wir auch ab und zu streiten aber es ist auch etwas meine Schuld weil ich ihn immer hab so machen lassen...er verlässt sich auf mich😂😂...aber das sind für mich Kleinigkeiten. Aber dein Vater scheint ein richtiger Tyrannen zu sein. Deine Mutti muss ihn da echt zurecht weisen egal wie bockig der ist...es dauert aber irgendwann gibt der nach weil der selbst kein Bock auf Diskussion hat. Ansonsten VL Mal ne Eheberatung sonst ist es Recht schwierig weil es ewig bei euch so war...lg

      Ich kann dir nicht sagen wieso dein Vater so ist wie er ist,das kann sicher nur genau ein Psychologe analysieren wieso er diese Verhaltensmuster hat. Anscheinend möchte er seine Macht präsentieren, zeigen wer der Boss ist...ich weiß es nicht 🤷‍♀️

      Das einzige was mir aber im Text am meisten auffällt, ist das Wörtchen "muss".
      Deine Mutter muss eigentlich rein gar nichts von diesen aufgezählten Dingen machen, aber sie lässt es sich gefallen und springt anscheinend. Also wieso sollte dein Vater, der das amscheinend braucht, daran etwas ändern?
      Ich sehe hier als aussenstehende ein viel großeres Problem bei deiner Mutter.
      Wenig Selbstbewusstsein? Keine eigenständige Person? Abhängig von deinem Vater?
      Denke man sollte eher da etwas ändern 🤷‍♀️

      Ist sein Diabetis gut eingestellt?
      Achtet er auf die richtige Dosierung?

      Wenn er schon immer so war: dann hat sich deine Mutter an die Co-Abhängigkeit oder Hörigkeit gewöhnt.
      Belastet sie es wirklich oder würde es ihr noch schlechter gehen, wenn sie plötzlich ihr eigenes Leben hätte? Manche möchten/können gar nicht für sich selbst sorgen. Sie halten sich selbst in der Position der Abhängigkeit, weil sie ohne die Abhängigkeit des Versorgen "müssens", sich selbst versorgen müssten. Das können sie nicht, erlauben sie sich nicht, was auch immer.


      Wenn er früher nicht so war oder noch nicht so heftig:
      Zuckerschwankungen können cholerische Anfälle auslösen oder begünstigen (wenn früher schon da waren)

      Wenn mein Vater schrie oder beleidigend wurde, konnte einer von uns schon zum Telefon sprinten. Wenige Sekunden später war er nämlich ohnmächtig.

      Häuften sich die Anfälle, dann war klar, dass sein Zuckerspiegel schwankte und die Dosierung neu eingestellt werden musste.
      Problem dabei: wenn er Zuckerwütend wurde, war er nicht mehr in der Lage sich an die Dosierung zu halten

      - Messen
      - Spritzen
      - essen
      vor lauter Wut, verweigerte er das Essen, was den Wert nach dem Spritzen noch mehr senkte. Ergebnis: noch mehr Wut und Bewusstlosigkeit.


      Klare Ansage von uns Kindern (erwachsen): wir helfen ihm gerne. Aber nur, wenn er selbst mitmacht und seine Krankheit ernst nimmt. Provoziert er solche Anfälle, weil er nicht rechtzeitig genug isst etc. dann muss er zusehen wie er trotz/mit Krankheit selbst klar kommt.
      Das hat gefruchtet. Sein eigener Ehrgeiz, aber auch, weil er auf Hilfe angewiesen war.

      Manchmal hilft es den Spiegel vorzuhalten.
      Mein Vater legt sich gern mal den Befehlston an den Tag und es muss immer alles sofort sein und bloß kein Widerspruch.
      Als er das mal wieder gemacht hat, als er zwischendurch mal im Rollstuhl saß und meine Mutter wieder zur Weißglut getrieben hat, habe ich ihn bei einem Besuch von mir mal so behandelt, wie er meine Mutter behandelt hat. Da hat er mich groß angeschaut und ich habe ihm dann gesagt, dass er genau so mit seiner Frau umspringt. Führte zumindest dazu dass er sich ein paar Tage zusammengerissen hat.

      Es gibt einen dummen der es macht und einen noch dümmeren der es mitmacht. Ich würde ihm ordentlich Contra geben. Schluss mit der kuscherei!

      Hallo,

      eine genaue Analyse bekommst Du, wenn Du mir vorher den für eine Beratungs/ Therapiesitzung üblichen Satz überweist.

      Anderweitig von mir nur der Hinweis, dass Dein Vater mitnichten so lieb und nett ist, wie Du es Dir einredest. Er ist weder liebevoll, noch höflich und sympathisch erst recht nicht. Vielleicht ist er ja immerhin lustig, aber dazu fehlen mir noch Informationen.

      Ich frage mich nur, was Deine Mutter davon hat, sich so rumscheuchen zu lassen.

      Alles Gute!

      • (14) 27.04.19 - 18:39

        eine genaue Analyse bekommst Du, wenn Du mir vorher den für eine Beratungs/ Therapiesitzung üblichen Satz überweist.

        Dein Ernst??

        Kein Therapeut der was aus sich und seinem Beruf etwas hält, würde so ein Kommentar abgeben!

        Im übrigen urteilen Therapeuten auch nicht über fremde, die sie überhaupt nicht kennen ohne sich selbst persönlich ein Bild der Person gemacht zu haben!
        Weiß der Geier, was der Herr haben könnte um sich so zu benehmen, da gibt es eine ganze Palette an gründen, aus der hier keiner aus einer kurzen Schilderung eine Diagnose stellen könnte. Man kann viele Vermutungen und Thesen aufstellen und einem TE eventuell eine andere Denkrichtung geben etc. Aber mehr auch nicht.

        Aber mit solch einem Anfangssatz eine Antwort zu beginnen, ist schon sehr dreist!

    Ganz gruselig und sicher war es schon immer so, nur ist es keinem Aufgefallen.
    Die arme Frau.
    Leider gibt es hier einen Menschen der dies mit sich machen lässt.
    Ich hoffe Sie kann sich befreien und zumindest nach der perfekten Ehefrau und Mutter einige Zeit sich selbst spüren.
    Ganz gruselig

    Sorry wenn ich das jetzt so sage, aber dein Vater hat einfach nen Knall.
    Ja ich glaube das Diabetes nicht einfach ist und man sich anfangs auch erstmal schwer tut. Das sie kochen soll weil er sich möglicherweise einfach unsicher fühlt hier selbst Hand anzulegen versteh ich auch noch ( wobei er trotzdem lernen müsste).

    Aber wenn ich sehe wie dein Vater gerade tickt frag ich mich schon ob er im Falle das was nicht passt nicht einfach deiner Mutter die Schuld zuschiebt, denn diese kocht ja und somit muss er keine Verantwortung übernehmen.

    Außerdem Diabetes hin oder her Duschgel nicht mal selbst nehmen sondern seine Ehefrau wie Personal behandeln ne ehrlich da komm ich aus dem Kopf schütteln gar nicht mehr heraus!

    Auf Dauer wird sie entweder lernen müssen es auszuhalten oder ihm Kontra bieten. Denn er degradiert sie ja gerade so. Traurig und das auf Diabetes zu schieben ne ne ne.

    Liebe Grüße und viel Glück

    Ela

    Du musst Dich mal durch Persönlichkeitsstörungen lesen, da wirst Du ihn ganz schnell finden.

Das was du schreibst hätte 1:1 mein Vater sein können. Im Haushalt hat er keinen Finger krumm gemacht. Auch sein Essen musste serviert werden und zwar pünktlich, wenn er heim kam. Fehlte z. B. ein Löffel, dann musste dieser gebracht werden. Genauso musste sein Geschirr wieder abgeräumt werden. Ich glaube, dass das ein Generationsproblem ist. Mann ist der Ernährer, Frau ist Hausfrau und Mutter.
Tja, nach über 30 Jahren Ehe stand er da, als meine Mutter verstarb.
Es war ein harter Weg ihn dazu zu bringen seinen Haushalt selber zu machen,aber es hat dennoch geklappt bis zu seinem Tod.

Ich bin in einem Dorf groß geworden und da war dieses Zusammenleben nicht unüblich.
Seine Aufgaben waren sein Job und das drumherum außen ums Haus. Meine Mutter hatte uns Kinder und den Haushalt. So lief das in nahezu allen Familien rundherum ab.

Mich würde interessieren, auf welche Weise deine Mutter über deinen Vater redet. Ich kenne leider Frauen, die darauf stehen sich als Opfer darzustellen und dann gerne bei anderen jammern, wie schlimm sie es im Leben haben. Diese Frauen genießen das Mitleid anderer und ändern deshalb nichts an ihrem Leid. Vielleicht trifft das auch auf deine Mutter zu?

  • (22) 26.04.19 - 09:35

    Ich glaube, dass sie meisten Frauen nicht darauf stehen, aber nach außen hin immer eine helle Fassade aufbauen, damit keiner weiß, wie kaputt das ganze eigentlich ist.

(23) 26.04.19 - 09:45

Ich würde mir an deiner Stelle eher Sorgen wegen dem Verhalten meiner Mutter machen..#zitter..

  • (24) 26.04.19 - 09:51

    Ein wirklich sehr guter Einwand, wie ich finde!

    Aber mal sarkastisch angemerkt, was jetzt nicht an dich speziell geht, sondern so allgemein:
    Da hier ja immer so gerne auf Persönlichkeitsstörungen verwiesen wird, möchte ich an dieser Stelle die dependente bzw. abhängige Persönlichkeitsstörung zur neuesten Urbiamodeerscheinung ausrufen.

    Der brandheiße Trend! Coming soon! Passung zum Narzissten garantiert!

    • (25) 26.04.19 - 10:49

      >>>möchte ich an dieser Stelle die dependente bzw. abhängige Persönlichkeitsstörung zur neuesten Urbiamodeerscheinung ausrufen.<<<

      Das wird aber auch Zeit #rofl

      Narissmus-Ferndiagnosen hatten wir jetzt lange genug, davor war es lange die Borderline-PS, also Zeit für was Neues #pro.

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