Kinderlärm

    • (1) 27.04.19 - 09:50

      Hallo Miteinander :)

      Wir haben folgendes "Problem"

      Vor kurzem sind mein Lebensgefährte und ich in das 2 Familienhaus eines Befreundeten Paares gezogen.
      Wir oben, sie mit 6 jähriger Tochter unten.

      Nun zu meiner Frage, wie können wir unseren Vermietern vermitteln, dass ihre Tochter nicht alle Wege rennend durch die Wohnung erledigen muss, ohne den beiden auf die Füße zu treten?

      Bei uns in der Wohnung ist es wirklich sehr stark zu hören und sehr belastend. Kann mir irgendwer einen Rat geben, wie man sowas am besten anspricht?
      Haben es bereits ein bisschen durch die Blume versucht, was leider so gar nix gebracht hat...


      Viele Grüße :)

      • Gar nicht! Das Haus ist vermutlich einfach hellhörig! Das Kind ist sicher nicht den ganzen Tag zuhause und in der Zeit, in der es da ist, wird es auch nicht nur laufen. Ein Kind isst zu Abend und sitzt, es badet, es spielt sitzend..wenn es euch wo belastet solltet ihr wohin ziehen, wo keine Kinder leben, oder in eine Wohnung, die so gut isoliert ist, dass ihr nichts hört. Es ist ein Kind, das einen Bewegungsdrang hat (den es hoffentlich auch draußen ausleben darf).

        Guten Morgen!

        Ich würde klar sagen, worum es geht. Drumrum reden oder beschönigen bringt ja nix. Sie müssen es auch ernst nehmen.

        Dazu kommt, dass sie es auch ändern wollen. Wenn es ihr Haus ist, genießen sie vermutlich auch die Freiheit, dass sie machen können, was sie wollen.

        Meine Schwester u. mein Schwager wohnen auch in so einem hellhörigen Haus. Sie in der Mitte und oben drüber sowie unten drunter jeweils die Wohnungseigentümer. Die untere Partei hört man tatsächlich lauter als die oben. Das Kind ist 5 und rennt den ganzen Tag. Zudem johlen die Eltern dazu vor Begeisterung über dessen Kunststücke wie im Fußballstadion.

        Meine Schwester hat am WE seit x Jahren nicht mehr ausgeschlafen, weil spätestens um 7 h die Rollos tösend hochgerissen werden und dann geht das Spektakel los. Auf dem Balkon sitzen macht keinen Spaß, weil Mutter den ganzen Tag hinter der Göre herplärrt aus dem Haus....."Mariiiieee......Mariiieeee lass das......"

        Angesprochen haben sie es mehrfach. Bei ihrem Vermieter und auch der Familie. Sie suchen jetzt eine neue Wohnung. Möglichst in einem Haus ohne Kinder.

        Ich würde mir nicht zu viele Hoffnungen machen.manche lieben es, sich asozial zu verhalten, nur weil sie Kinder haben.

          • Das hoffe ich auch für euch.

            Aber ich wollte nur verdeutlichen, dass man u. U. kein Gehör findet. Mit nett und freundlich drauf hinweisen kannst du es versuchen. Sind ja Freunde von euch.
            Mit Nachdruck beim 4. oder 5. Mal habt ihr nur noch Ärger mit den Vermietern. Die könnten es letztlich drauf anlegen, um euch wieder loszuwerden.

            Generell würde ich nicht bei und schon gar nicht MIT Bekannten in eine Wohnung ziehen. Bei Konflikten ist ein fremder Vermieter oder Hausverwalter meist die bessere Wahl.

            Viel Erfolg!

        Ein lebhaftes Miteinander soll asoziales Verhalten sein? Mhm... befremdlich.

        • Wenn sich Mitmenschen massiv gestört fühlen, ist das kein lebhaftes Miteinander

          • Ich meinte das lebhafte Miteinander der Familie, die unten wohnt. Kinder ständig zu ermahnen, nicht so laut zu sein und langsam zu laufen in den eigenen 4 Wänden.... ich finde diejenigen, die in ein solches Haus einziehen, müssen Kinderlärm einkalkulieren und ich glaube auch nicht, dass es ganztägig ist und spät abends, wenn man schlafen möchte.

            Einzig die Wochenenden zu früher Stunde würde ich vielleicht mal zum Thema machen. Vielleicht lässt sich das einrichten. Ansonsten muss man sich eine andere Wohnung suchen.

            Ich würde mich im eigenen Haus auch nicht dermaßen einschränken wollen...

            • Meine Schwester wohnt dort schon über 10 Jahre und die unten sind später zugezogen. Sie hatten oben unten bereits Mitmieter mit Säugling, der nachts weinte, was zu hören war, Teenager, die Musik hörten und Party machten.....alles war irgendwie zu lösen.

              Nur diese hier machen von morgens 7 bis abends 21 h Getöse. Sie setzen das Kind mit Hörspielen oder Kinderfilmen auf die Terrasse und meine Schwester kann oben auf dem Balkon jedes Wort mitverfolgen. Es wird im Garten eine Feuerschale angezündet mit feuchtem Holz, das so qualmt, dass sie die Wäsche vom Balkon holen und die Balkontür schließen müssen.

              Wurde alles freundlich angesprochen. Aber nix ändert sich.
              Allerdings wies Familie Flodder beim Einzug drauf hin, dass deren Kind Mittagsschlaf macht u. sich alle in der Zeit im Haus ruhig zu verhalten haben.

              Ich kann dir nicht ganz folgen: warum müssen Mieter sich mit Familien und deren Verhalten arrangieren? Und nicht umgekehrt - wenn Familien in Häuser mit mehreren Parteien einziehen? Warum ziehen sie nicht aufs platte Land oder in ein Haus, wo sie keine Rücksicht nehmen müssen?

              • (10) 27.04.19 - 13:33

                Das von dir geschilderte ist aber kein bisschen mit dem wovon die te schreibt zu vergleichen

                • (11) 27.04.19 - 13:53

                  Das ist ein Teil davon! Habe ich oben weiter ja geschrieben. Das Kind rennt auch den ganzen Tag durch die Wohnung oder springt vom Sofa oder springt Seil....keine Ahnung. Ich hab es auch schon mitbekommen als ich zu Besuch war. Oder sie knallt erst die Wohnungstür, dann die Haustür und wieder zurück zig mal in einer Std. Bei uns auf dem Küchentisch hat das Wasser im Glas vibriert.

              (12) 27.04.19 - 14:13

              Also ich beziehe mich auf die Ausführungen der TE und sehe keinen Zusammenhang zu deinen Schilderungen. Es handelt sich noch dazu ja um andere Leute... Kinder sind nun mal etwas lauter und ich persönlich glaube nicht, dass den ganzen Tag dort nur Lärm ist.
              Wenn man sich so schnell gestört fühlt, muss man eben ausziehen. Ich finde schon, dass man als Mieter auch etwas tolerant sein muss.

              Wir zB sind die meiste Zeit des Tages gar nicht im Haus und der Spielplatz bei uns nebenan stört uns keineswegs. Was gibt es schöneres als fröhliche Kinder, die umherlaufen, toben, sich freuen und nicht so negativ meckernd durch den Tag gehen?
              Wenn unser Kleiner am WE um ca 5.30 Uhr aufsteht ist für ihn Tag. Keine Ahnung, wie ich ihn dann ruhig halten sollte... bei uns müssten auch Mieter rein, die mit etwas Lärm klarkommen.
              Ich würde es denen allerdings vorher sagen, wie es bei uns so ist....

Hallo

Nichts kannst du machen. Kinderlärm ist hinzunehmen.
Ihr wusstet doch das dort ein Kind wohnt, musstet also mit "Lärm" rechnen.

LG

Uns ist schon klar, dass ein Kind ein Kind ist und auch sein darf! Ist ja nicht so, dass wir Kinderfeindlich sind.

Dennoch ist es ja kein außergewöhnlicher Wunsch, wenn man am Wochende nicht 6.45 durch gepolter geweckt werden möchte, oder ?


In meiner Frage ging es ja auch lediglich darum, wie man es ansprechen kann ohne Ärger heraufzubeschwören.

  • Hallo

    Du kannst nur höflich fragen, ob es möglih ist, daß das Kind am We vielleivht etwas leiser Morgens sein kann. Mehr kannst du nicht machen.

    LG

    • Ja, das werden wir auch versuchen.
      Hoffe nur, dass sie sich nicht auf den Schlips getreten fühlen. Immerhin ist es ja ihr Haus.
      Finde es eine Schwierige Situation. Kann mir vorstellen, dass es auch falsch verstanden werden kann 😏

      • Ich glaub, du hadt da einen Denkfehler. Du trittst ihnen ja auf den Schlips. Die frage ist bloß, ob du ein typ bist xer das angenehm und empathisch vermittelt, und ob sue das auch do verstehen.

        Hallo.

        Ich kann dich verstehen. Wir haben bis vor einem Jahr auf zwei Etagen gewohnt. Die Schlafräume und Kinderzimmer waren auf der unteren Etage. Man hat nichts mitbekommen. Dann haben wir die obere Wohnung dazu gekauft und unsere Mädels (fast 7 und 9) teilen sich nun 90qm auf zwei Etagen verteilt. Und der Unterschied vom Lärm ist enorm. Auch ich muss öfter mal sagen, dass sie doch etwas ruhiger durchs Haus gehen sollen.

        Ich würde es bei einem gemeinsamen Abend ansprechen. Wenn z.b die Frage aufkommt, ob ihr euch gut eingelebt habt und euch wohlfühlt, kann man das ansprechen. Auch wenn Kinderlärm normal ist und sich diese auch bewegen sollen und nicht nur still im Eckchen sitzen, sollten auch diese Rücksichtnahme auf andere lernen. Und ich finde, diese kann man mit 6 Jahren durchaus erwarten.

        Nachbarschaft bedeutet für mich auch Gemeinschaft und jeder sollte das Recht haben, sich wohlzufühlen und nur weil es Kinder gibt, bzw man wusste, dass dort eines lebt, muss man nicht immer alles so hinnehmen.

Oropax und du schläfst wie ein Murmeltier.

Wenn ihr selber Kinder haben wollt, dann würde ich mich zurückhalten, denn es könnte später auch euch betreffen.

Ein Kind macht nun mal Lärm. Die einen empfinden es als positiv, die anderen weniger.
Ich habe selber zwei Kinder. Warum Kinder überall hin laufen müssen ist mir selber ein Rätsel, aber man kann den Bewegungsdrang nur schwer drosseln. Oft denke ich mir selber, dass ich nicht mein eigener Nachbar sein möchte, aber die Nachbarin unter mir hatte selber mal ein Kind und weiß vermutlich wie das ist und die Nachbarn über mir sind noch Jung und bekommen wahrscheinlich Kinder, wenn meine aus dem Gröbsten raus sind. Aber ich muss dann auch damit Leben, dass ich Dinge höre, die ich vielleicht nicht hören will.

Wenn ich nichts hören will, dann bin ich in einem Mietshaus definitiv an der falschen Adresse gemeldet. Dann muss ich mir was suchen in der Einöde.

Ich glaube auch nicht, dass ihr Kinder feindlich seid. Ich kann es sogar verstehen, dass es kinderlosen Paaren auf den Zeiger geht. Selbst ich suche keine Orte mit Kindern auf, wenn ich mir mal einen kinderfreien Tag von meinen Kindern nehme.
Nur kann ich nicht bewusst in ein Haus mit Kind ziehen und mich dann darüber beschweren.
Bevor ich irgendwo einziehe überprüfe ich auch die Hellhörigkeit.

  • Wenn man das Kind allerdings vorher nur als leises Mäuschen kennengelernt hat, kann es einen schon überraschen, dass man im OG, wo wir wohnen, jederzeit benennen kann, wo die kleine gerade herumhopst. Und das über mehrere Stunden am Stück...

    • Meine Kinder bekommen außer Haus den Mund auch nicht auf und alle denken "ach die sind ja eh so brav". Zu Hause siehts dann allerdings anders aus. Ich glaube das können viele Eltern hier bestätigen.
      In der Theorie klingt es einfach, dass Kinder zu Hause nicht rumturnen sollen, aber in der Praxis vergessen Kinder das ganz schnell wieder. Ich habs gefühlte 347845 x gesagt und die Erfolgsquote ist ehrlich gesagt recht niedrig bzw. hält sie nur kurz. 😂Denn ich hätte es in erster Linie selbst oft lieber leiser.
      Aber wenns Freunde von euch sind, dann sollte man auch darüber reden können. Spätestens da hätte ich angesetzt, als sie meinten, dass sie euch nicht hören.
      Man muss ja jetzt nicht gleich das Kind durch den Kakao ziehen, sondern vielleicht eher der Ursache auf den Grund gehen woher das kommt.
      Aber wie ich schon gesagt habe, weiß ich nicht ob es vielleicht besser ist nichts zu sagen, wenn ihr vielleicht mal selber Kinder wollt. Hinsichtlich zu Babygeschrei zu unchristlichen Zeiten ist Gerenne noch goldwert.

Wir haben es einfach ansprochen. Dabei haben wir es aber so verpackt, dass wir weder Eltern noch Kindern Vorwürfe gemacht haben. Einfach wie es ist; das Haus ist hellhörig, wie können wir eine Lösung finden sodass beide Seiten damit leben können. Dabei haben wir Verständnis gezeigt für die Familie mit drei kleinen Kindern, aber auch um Verständnis gebeten, weil unser Wohnzimmer an drei Kinderzimmer angrenzt.

Das hat gut geklappt. Wir verstehen uns weiterhin. Die Männer treffen sich zum Quatschen auf ein Bierchen, ich spiele mit den Kids wenn sie draußen sind. Wir laden uns gegenseitig auf nen Tee ein etc pp.

Viel Erfolg
LG
Muriel 🐇

Das ist natürlich zu verstehen, es geht den Eltern selbst sicher nicht anders (-;. Die Eltern sind mit Sicherheit auch dazu bereit, Ihrem Kind zu sagen, dass es frühmorgens leider sein soll. Allerdings wird es damit nicht getan sein und da beginnt dann das Problem- die familie hat bestimmt keine Lust in ihrem eigenen Haus das Kind zu „kontrollieren“. Das Kind wird wahrscheinlich kein Gefühl dafür haben, was leise gehen ist und was Lärm macht (ich habe selbst einen lauten Gang und kann es nicht kontrollieren) und wird auch nicht, wenn es morgens voller Energie aufwacht zuerst an euch denken und daran, dass es leise sein soll...ich glaube, ihr stellt euch das leichter vor als es ist...

Am besten, in dem du es so spezifisch wie möglich machst. Also nicht: Könnt ihr darauf achten, weniger laut zu laufen, Sondern: Am Wochenende schlafen wir länger. Könnt ihr ihr samstags morgens vielleicht ein Auge darauf haben, dass ABC weniger rennt.

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