Übergriffige Mutter

Mich beschäftigt gerade eine Aussage meiner Mutter so, dass ich mir Luft machen muss (sorry, das wird ein wenig dauern ...) und vielleicht eine Idee von außen brauche, um damit umzugehen. Zuvor aber: Ich liebe meine Eltern sehr und weiß es zu schätzen, dass sie mir viel ermöglichen und immer für mich da sind.
Folgendes: Meine Eltern wohnen 200 km von mir entfernt. Seit Jahren steht ihre Überlegung, in meine Nähe zu ziehen, damit sie mehr von ihren Enkeln haben, sie mich unterstützen können (ich bin allein erziehend und selbstständig) und ich sie im Alter auch öfter besuchen und unterstützen kann und mich nicht genötigt fühle, dafür immer gleich 200 km (ein Weg) zu fahren, was ich gar nicht so häufig könnte, wie ich wollte. Meine Mutter liebt die Stadt, in der ich wohne. Es ist ihre Geburtsstadt, aus der sie als Jugendliche weggezogen ist. Sie kennt sich hier aus und fühlt sich wohl.
Problem an der Sache: Meine Mutter ist eine sehr übergriffige Frau, die meint, mir hier ständig helfen zu müssen, ohne dass ich das für nötig halte. Auch meine Kinder (7 und fast 11 Jahre) gehen ihren Weg und werden ihre Großeltern und auch mich in Zukunft eher weniger brauchen und ihr Ding machen wollen. Meine Ma fasst so etwas aber immer gleich als Ablehnung ihrer Person und als Angriff auf (niedriges Selbstwertgefühl), wir würden sie nicht mögen und sie nicht in unserer Nähe wollen. Einmal hat sie mit meiner Kleinen einen Tag lang nicht ein Wort gesprochen, weil meine Tochter meinte, sie würde in dem Moment lieber bei mir sein, statt die 10 Minuten bei ihrer Oma zu bleiben. Und wenn meine Mutter weiterhin mir ihren Weg und ihre Vorstellung von Sauberkeit und Alltagsdingen als einzig wahren Weg aufdrängt, entferne ich mich tatsächlich immer weiter von ihr. Ich kann es einfach gerade nicht mehr hören. Wir sind sehr unterschiedlich. Das kann man doch aber einfach mal akzeptieren???
Ich muss mal noch weiter zurückgehen: Meine Mutter hat mir immer schon, auch als Kind, alles hinterhergeräumt. Ich mach das ja eh nicht richtig und schnell genug, so wurde es mir vermittelt. Meine Mutter hat einen absoluten Putzfimmel. Den habe ich nicht von ihr vererbt bekommen. Ich hab eher das Geordnete-Chaos-System meines Vaters verinnerlicht. Hier sieht es nie geleckt aus, dafür arbeite ich auch zu viel und muss den Alltag mit Kindern stemmen. Und in meiner Prioritätenliste kommt klinische Sauberkeit im Haushalt recht weit unten. Ich habe meine ungeordneten Ecken in der Wohnung, sicherlich. Ich ärgere mich auch manchmal darüber und hätte es gern anders. Aber ganz bestimmt ist das weit entfernt von Chaos. Die Wäsche ist gewaschen (aber nie gebügelt, was meine Mutter nie verstehen wird ...), Bad wird jede Woche geputzt, die Wohnung spätestens jeden 2. Tag gesaugt (seltener gewischt, außer unterm Esstisch, in der Küche und im Bad). Dreckiges Geschirr steht selten lange rum.
Als ich mal eine Woche Urlaub brauchte, um vom stressigen Alltag runterzukommen, haben meine Eltern in meiner Wohnung gewohnt und auf die Kinder aufgepasst. Als ich wiederkam, hat mich fast der Schlag getroffen. Meine Bude sah aus wie im Möbelkatalog. Ich hab nichts mehr wiedergefunden, selbst die Schubladen waren aufgeräumt. Und ausgeräumt: Meine Nachbarin meinte, meine Mutter hätte ständig Abfallsäcke vor der Tür stehen gehabt. Meine Mutter behauptet, sie hätte nichts weggeworfen, aber das stimmt so nicht. Alle Klamotten waren gewaschen. Seitdem ist meine Wohnung für meine Eltern allein tabu.
Jetzt sagte sie mir aber wieder, nachdem sie Ostern hier waren, sie wüsste nicht, wie sie es verdient hätte, dass sie ein Messie als Kind hätte. Und dass es wohl besser wäre, sie zögen nicht in unsere Nähe, ich würde das ja auch nicht wollen (das habe ich nie gesagt, sie legt mir das immer in den Mund, damit ich die Böse bin). Sie meinte es vielleicht mit einem Augenzwinkern, aber ich hatte so eine Wut im Bauch wegen dieser abschätzigen Bemerkungen, dass ich das Telefonat sofort beendet hätte, sonst wäre mir was rausgerutscht. Wir haben schon so oft Diskussionen darüber geführt, dass ich solche Einmischung in mein Leben nicht wünsche, aber sie drückt immer wieder einen hinterher.
Prima austeilen kann sie, aber nicht einstecken. Jedes noch so ruhige Gespräch dreht in Sekundenbruchteilen, sobald ich nur einen kleinen Einwand gegen ihre Bemerkungen mache. Sofort fühlt sie sich angegriffen und entgegnet, dass wir sie nicht mögen würden. Das ist so frustrierend, vor allem weil es tatsächlich dazu führt, dass ich in dem Moment meine Mutter auf den Mond schießen könnte.
Echt, ich bin fast 40, habe mir in einem harten Feld eine Selbstständigkeit aufgebaut, erziehe meine Töchter zu selbstständig denkenden und wundervollen Wesen, bin ständig auf Achse und hab ein ausgefülltes Leben. Und meine Mutter vermittelt mir, unbewusst, dass ich mein Leben nicht auf die Kette bekomme und ich sie bräuchte, damit ich nicht im Müll versinke. Wenn ich ihr sagen würde, dass ich es tatsächlich nicht für die beste Idee halte, dass sie in unsere Stadt ziehen, wird sie mir das ankreiden und ewig wie ein Kleinkind bocken. Ich bin dann wieder die Blöde, die ihre Eltern nicht liebt. Ich habe keine Ahnung, wie ich dieses Thema umschiffen sollte, wenn es tatsächlich mal auf den Tisch kommt. Mein Vater sagte mir auch mal, als wir allein waren, dass er Bedenken hätte, dass es zwischen uns ratzfatz knallen würde, weil meine Mutter versuchen wird, in meiner Wohnung "für Ordnung zu sorgen" und ich sie irgendwann rausschmeißen würde, weil ich es nicht abkann, wenn in meinen Sachen rumgewühlt wird.
Kennt ihr solche Situationen? Wie geht ihr damit um? Ich kann partout nicht mit ihr reden, das ginge sofort nach hinten los. Und nochmal: Ich liebe meine Eltern. Aber das drückt echt auf die Stimmung und bringt gerade einen Keil zwischen uns, den ich nur schwer ertragen kann.
Danke fürs Lesen.

Du schreibst, Du willst/kannst nicht mit ihr reden oder ihr wenigstens mal deutlich sagen, dass Du ihre Übergriffigkeit als Grund für die Ablehnung ihres Umzugs empfindest. Gleichzeitig möchtest Du aber, dass sie begreift, dass es nicht ihre Sache ist, wenn Du unordentlicher bist, als sie.

Das hat viel von "wasch mich, aber mach mich nicht nass". Am Ende sagst Du nichts, die Eltern ziehen wirklich um und dann hast Du ein noch größeres Problem, als jetzt schon. Denn dann wollen sie euch ja häufiger besuchen und Du kannst Dir ihre Kritik noch öfter anhören.

Einen Tod musst Du sterben. Entweder setzt Du eine Grenze, mit dem Risiko, dass sie eine Weile beleidigt ist. Oder Du schweigst und leidest weiter, mit dem Risiko, sie bald noch intensiver an der Backe zu haben.
Ich für meinen Teil ziehe in solchen Situationen immer den ersten Weg vor, habe auch schon mal mehrere Monate mit meiner Mutter den Kontakt abgebrochen. Immerhin bin ich schon groß und muss mir nicht mehr alles vorschreiben lassen. Und es gibt halt nicht nur "richtig und falsch", sondern meistens einfach nur "anders".

Manchen hilft auch Khalil Gibrans Von den Kindern, wenn sie ihren Eltern zu vermitteln versuchen, dass man zwar immer das Kind bleibt, aber nicht lebenslang so behandelt werden möchte.

Vielleicht kam das nicht deutlich rüber, aber wir hatten schon häufiger die Diskussion, dass ich ihre "ratschläge" nicht möchte, meinen eigenen Weg gehen werde und das auch tu und ihre Vorstellung von Sauberkeit und Leben eben nicht meine ist – was ja nicht schlimm ist.
Allerdings führte das immer dazu, dass meine Mutter beleidigt reagierte ("du magst mich eben nicht", "dann helf ich dir eben nicht mehr"), wobei ich ihr entgegnete, dass ich sie sehr wohl mag und das durchaus zu trennen ist. Und ja: Ich brauche deine Hilfe nicht. Das hab ich klar genug und häufig so gesagt. Das hält dann mal ne Weile, aber irgendwann kommt dann wieder ein Spruch von ihr. Drehen uns da total im Kreis.
Dankefür den Buchtipp, den werde ich mir mal genauer ansehen.
Mit meinem Vater habe ich bereits geredet. Er hat auch Zweifel, ob es gut wäre, wenn sie zu uns ziehen. Und ich habe ihm gesagt, dass ich diese Bedenken sehr teile.

Dann würde ich sie einfach mal direkt fragen, wieso sie immer wieder damit anfängt damit. Es belastet sie, okay. Aber indem sie es immer wieder erwähnt belastet es auch Dich und schlussendlich führt es jetzt dazu, dass Du nicht willst, dass sie näher bei Dir wohnt. Auch wenn sie immer wieder damit anfängt kannst Du ihr immer wieder sagen, dass sich an Deiner Einstellung nichts ändern wird, außer Du möchtest das irgendwann von selbst.

Dein Vater wird sie ja davon hoffentlich auch abhalten, wenn er selbst das nicht will und weiss, er würde auch Dir keinen Gefallen mit dem Umzug tun. Aber es kann nicht die Lösung sein, ihn in diesen Konflikt einzubeziehen, denn es ist eine Sache zwischen Dir und Deiner Mutter, die Du klären musst und nicht er. Sonst gibt es noch jemanden, der darunter leidet.

Vielleicht schreibst Du ihr mal einen wohlwollenden Brief dazu, auf den Du dann immer verweisen kannst, wenn sie wieder das Thema auftut.

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Also wenn du keinen Zoff heraufbeschwören möchtest, aus Liebe zu deiner Mutter, würde ich mit deinem Vater irgendwie reden, dass er sie von der Idee, in eure Stadt zu ziehen, abhält. Alles andere wird ja früher oder später zum Knall führen .

Ja, das habe ich heute früh nach dem Telefonat mit meiner Mutter, was er aber nicht mitgehört hat, getan. Ich hab ihm eine Mail geschrieben und ihm gesagt, dass ich befürchte, dass eine räumliche Nähe zwischen meiner Mutter und mir schiefgehen könnte. Und auch er hat hat mir letzte Woche unter 4 Augen erzählt, dass er vor einer Auseinandersetzung Angst hat und er daher lieber nicht zu uns ziehen würde.
Er tut mir da aber auch leid, weil er so zwischen den Stühlen sitzt und die schlechte Laune meiner Mutter dann abbekommt ("du und deine Tochter haltet ja immer gegen mich zusammen" kommt dann immer, und dann redet meine Mutter mal gern 2 Tage eiskalt nicht mit ihm, auch wenn ich den "Streit" angefangen habe. Sippenhaft eben).
Jetzt hört es sich an, als wäre meine Mutter ein Drache. Ist sie eigentlich nicht. Sie meint es "nur gut" (oh, ich hasse diesen Satz mittlerweile ...). Aber sie kann einfach keine Grenzen wahren und reagiert durch ihr niedriges Selbstwertgefühl schnell völlig über.

Könnte meine Mutter sein. Und versuche es dir nicht schönzureden. Sie ist ein Drache. Emotionale erpressung ihr Metier. Und lässt euch tanzen wie Marionetten. Ich habe meine Mutter hochkant aus der Wohnung geschmissen als sie mich und meine damals 7jährige Tochter meinte beschimpfen zu müssen weil bei uns so ein dreckstall ist. Ich halte den kontakt beschränkt. Ich habe mir genug gefallen lassen müssen. Lass dich doch nicht so erpressen!

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Ich fühle mit dir. Meiner Mutter wohnt leider nur 25 km entfernt. Ansonsten sind unsere Mütter sich sehr ähnlich.
Wenn man meiner Mutter sagt das sie etwas falsch macht und sich zu sehr einmischt droht sie mit Selbstmord.
Meine Mutter musste einmal Handwerker in die damalige Wohnung lassen. Mein jetziger Mann und ich hatten 60 Stunden Wochen, 51qm und der Handwerker war erst für drei Tage später geplant. Auf der Arbeit bekam ich einen Anruf von ihr das sie in unserer Wohnung war. Sie hat mich als Schlampe und Messi bezeichnet. 3 Monate später war ich nicht sicher ob sie zu meiner Hochzeit kommt.
Du hast Erfolg, zwei tolle Kinder. Sei stolz auf dein Leben.
Wenn sie eine Bemerkung macht das du nicht willst das sie in die Nähe ziehen, sag ihnen das es nicht so ist aber du dein Leben trotzdem so weiterleben wirst.
Schluck nicht alles runter. Ich habe das lange gemacht und jedesmal wurde die "Liebe" zu meiner Mutter kleiner.

Ja, dieses Runterschlucken macht es nicht besser. Sie lässt einen immer wieder ankriechen und gibt einem das Gefühl, dass man sie schlecht behandelt hat. Darauf lass ich mich schon nicht mehr ein, zum Glück hab ich da 200 Kilometer dazwischen. Nur dadurch kann ich das aushalten, sonst wären wir wahrscheinlich schon länger nicht mehr im Kontakt.
Diese Ausraster kommen zum Glück nur alle Jubeljahre mal vor, dann aber umso heftiger. Wie ein Vulkan bricht dann aus ihr alles raus, was sich angestaut hat.
Wenn sie so drauf ist wie jetzt, werde ich diese Diskussion über einen Herzug nicht führen, das bringt nichts. Zumal es gerade eh nicht Thema ist.

Hallo,

Beließ dich mal zum Thema narzisstische Mutter. Meine alte Dame hat mehrfach gedroht sich was anzutun. Ihre direkte nachbarin ist den weg ohne Ankündigung gegangen. Ich habe den Kontakt zu meinen Eltern abgebrochen und arbeite das alles auf. Oft habe ich mich gefragt warum und fand keine Antwort . Meinen Schwiegereltern sind auch nicht einfach, da holen wir uns jetzt professionelle Hilfe.
Wir können die anderen Menschen nicht ändern, aber wir können uns verändern.

Alles gute für euch

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Bekomme gerade eine Mail von meinem Papa zurück. Meine Mutter dreht gerade total frei.

"Seit Mama wieder zu Hause ist, ist sie ziemlich gereizt, weil sie meint, sie sei überflüssig und würde nicht mehr geliebt und für alle nur eine Last. Ich versuche zwar, sie mit Ruhe zu besänftigen, aber damit erreiche ich meistens das Gegenteil. Wenn ich sage, dass du dein Leben nach deinen Vorstellungen einrichtest, versteht sie das so, dass sie alles verkehrt gemacht hat. Vernünftige Argumente sind dann nicht hilfreich; in solchen Situationen kommt man nicht an sie ran. Vorhin war wieder so eine Situation, da ist ein kleines Hufeisen ohne konkreten Anlass von der Schrankwand gefallen. Das war der Beweis, dass sie kein Glück im Leben hat und besser tot wäre. Als ich sagte, sie solle aufhören mit dem Scheiß, ist sie wütend in ihr Zimmer geflüchtet und hat sich eingeschlossen. [...] Manchmal habe ich Angst, dass sich hinter allem eine Krankheit verbirgt und dass ihr geholfen werden müsste, aus ihrem zeitweiligen Gefängnis rauszukommen. Denn natürlich leidet sie.
[...] Ich weiß, wie sehr sie dich und die Kinder liebt. Sie muss nur wieder aus diesem Gefühlsstrudel herauskommen."

Das Pulverfass ist also mal wieder explodiert. Und ich sitze 200 km entfernt und könnte laut schreien. ;-)

Das mit der Krankheit scheint offensichtlich. Ich dachte, das wäre für dich und deinen Vater klar?

Für mich ist das schon lange klar, zumal ich auch diese Ängste hatte (die haben sich offensichtlich gut auf mich übertragen) und im Gegensatz zu ihr aber rechtzeitig psychologische Hilfe aufgesucht habe. Aber ihrer Meinung nach ist ihr Verhalten total normal, sie will sich das nicht eingestehen. Und ohne diesen Prozess braucht man gar nicht erst in Behandlung zu gehen. Wobei das schon so eingeschliffen ist bei ihr, keine Ahnung, ob man da noch was drehen könnte bei einer Frau mit fast 70 Jahren.
Ich hatte darüber auch schon mit meinem Vater gesprochen, dass ich ihre Ängste kenne und mich manchmal in ihr spiegele. Aber so richtig wahrhaben will er das auch nicht, glaube ich. Kommt ja auch nur alle paar Jahre vor, dass sie explodiert. Dann aber richtig. Und dann ist wieder Ruhe und sie ist die tollste und liebevollste Mutter und Ehefrau überhaupt. Na gut, austeilen kann sie immer mal mit bissigen Bemerkungen, ohne einstecken zu können. Aber geschenkt. Gegen diese Ausbrüche, wie sie jetzt wieder zutage treten, ist das echt Pipifax.

Du bist für deine Mutter nicht perfekt genug.
Und mehr Nähe würde es verschlimmern.
Es wäre für alle Beteiligten besser den Abstand Aufrecht zu erhalten.

Wir würden alle leiden wie die Hunde. Mein Vater zu allererst. Meine Mutter aber auch, denn sie liebt mich abgöttisch und tut eigentlich alles für mich. "Nur" dass sie nie gelernt hat, sich von mir richtig abzunabeln. Und auch ich liebe meine Mutter, weil sie zu 90 % eben eine herzensgute Frau ist. Und dann kommen wieder ihre Ängste hoch und ihr knallt ne Sicherung durch. Dann teilt sie aus. Und mit diesen Phasen kann ich nicht umgehen.

Wow ich kanns nicht glauben. ALLES was du hier geschrieben und jedem geantwortet hast, trifft 1:1 auf meine mama und mich zu. Hätte nicht gedacht, dass es sonst noch wem so geht.

Ich wohne zwar mittlerweile nur 20 km von meiner entfernt, aber das wird mir auch schon jede woche vorgehalten wie ich das nur machen konnte. 😆

Keine ahnung ob es bei dir damit was zu tun hat. Ich bin mir bei meiner jedenfalls sehr sicher, dass sie mich über die jahre immer versucht hat abhänging zu halten. Egal wie oft ich sie mit gewissen themen konfrontiere (möbel umräumen während ich im urlaub bin obwohl sie nur die katze füttern sollte, wenn sie auf nen kaffee kommt fängt sie nebenbei an meine wohnung zu putzen etc.), es bringt alles nix. Nach nem monat läufts wieder gleich. Sie fühlt sich ungeliebt und hat eh alles falsch gemacht. Sie ist sowieso spezialistin darin anderen ein schlechtes gewissen zu machen. 😃

Das ist jetzt nur seeehr kurz zusammengefasst. Da könnte ich einen roman schreiben 😄

Ich bin aber auch teils selbst schuld, weil ich aus Bequemlichkeit jahrelang froh war nicht alles selbst machen zu müssen 😇 das bereu ich heute extrem, das gebe ich zu.

Es wird natürlich schlimmer werden wenn das erste enkelkind im sommer kommt. Da sind wir uns sicher. Natürlich werde ich anfangs über jede Unterstützung froh sein, aber ungeplante besuche und motzeteien wie mein haushalt schon wieder aussieht brauche ich erst recht nicht wenn das baby da ist... oh mann 😄

Ich fühle also zu 1000% mit dir! Auch wenn i h dir leider keinen rat geben kann, da meine bei Konfrontation sowieso heult oder beleidigt ist.

Ja, schwierig, nicht wahr? Meine Mutter hat auch nie gelernt, sachlich zu diskutieren. Sie fühlt sich sofort angegriffen und bockt dann wie ein Kleinkind. Wirft einem vor, man würde ja eh nur gegen sie sein und dass sie lieber allein sein will (oder gerade eben sterben), reißt aus, schmeißt Türen und schließt sich ein. Dann redet sie vielleicht 2 Tage mit niemandem und straft einen ab. Bis irgendjemand keinen Bock mehr hat und versucht, mit einem beiläufigen Thema das Ganze abzubügeln. Dann ist sie zwar erst reserviert, kommt aber irgendwann wieder "zur Vernunft" und die Sache wird nie wieder erwähnt. Ich finde es den völlig falschen Weg, aber so hat mein Vater das immer gemacht, und ich hab das wohl so übernommen. Wobei ich mich mittlerweile gegen ihre verbalen Angriffe zur Wehr setze, wenn es mir reicht. Dann bin ich natürlich immer die Böse und mein Vater bittet mich, diese Angriffe doch lieber an mir abprallen zu lassen, bringt ja nichts und so ...
Und ja: Mit Kind wirds nicht einfacher. Du wirst sicher alles falsch machen, früher hat man die Kinder ja auch schreien lassen ... wie, mit 2 Jahren trägt dein Kind noch ne Windel? Setz es doch mal ne Stunde auf den Topf, das hat bei dir auch geklappt ... kein Wunder, dass dein Kind so verwöhnt ist, du trägst es ja den ganzen Tag mit dir rum/es schläft nahcts bei dir im Bett ...
Und dann ist man beleidigt, weil das Kind, wenn es von der Oma pinkfarbene Socken geschenkt bekommt, ihr nicht freudestrahlend um den Hals fällt.
Gute Nerven wünsche ich dir!

Ja danke 🙈 die werd ich sicher brauchen.
Meine ist nicht von der alten schule was die erziehung betrifft. Das hat sie bei mir auch alles nicht gemacht was du da angeführt hast.
Es wird das gegenteil kommen. Und zwar genau das was sie bei mir schon leider mein leben lang macht. Mit liebe „erdrücken“, alles tun und hinterher räumen, alles kaufen worauf gezeigt wird.
In meine Erziehung wird sie sich nicht einmischen, das weiß ich. Und wenn sie es doch mal versucht, dann werd ich es so handhaben wie sonst immer. Ich werde einfach gehen (mit kind). Das ist das einzige was bei ihr halbwegs ne zeit lang wirkt.
Ich denke wir werden unsere mamas nie ändern können. Ich weiß woher ihr benehmen kommt und muss es akzeptieren und gehen wenn es mir zu viel wird. 🙈
Aber das mit in die Abhängigkeit drängen finde ich heftig und das wurde mir eigentlich erst vor kurzem klar... das hab ich nie so wahrgenommen bis mein freund mir das mal vorgehalten hat.

Dir weiterhin auch gute nerven und alles gute. 😉