Als Mama ständig krank

    • (1) 28.04.19 - 15:21

      Hallo ihr Lieben,

      ich habe eine Frage an euch. Vorher muss ich aber kurz etwas zur Thematik ausholen.

      Meine Tochter ist 1,5 Jahre alt und seit ihrer Geburt, nein, schon seit der Schwangerschaft habe ich das Gefühl, gesundheitlich im Ausnahmezustand zu sein. Ich bin Anfang 30 und, von einigen hinzugekommenen grauen Haaren und Falten einmal abgesehen, fühle ich mich permanent schlapp und ausgebrannt. Schon im ersten Jahr nach der Schwangerschaft musste ich auf Grund von Gelenkschmerzen operiert werden und hatte noch so ein paar andere Zipperlein, die mich letzten Endes das Stillen gekostet haben. Meine Tochter war zu diesem Zeitpunkt jedoch schon 13 Monate. Ich hatte dennoch ein schlechtes Gewissen und das Gefühl, ihr etwas sehr Wertvolles zu entziehen. Aber auf Grund von starken Schmerzmitteln und Antibiotika gab es keine Alternative und danach hat sie von meinen Brüsten nichts mehr wissen wollen. Natürlich ist es okay, nach einem Jahr Stillen dann aufzuhören, aber ein fader Beigeschmack bleibt bei mir trotzdem. Naja...jedenfalls bin ich, seit meine Tochter in die Kita geht, gefühlt dauerkrank. Ich hatte seit September letzten Jahres jeden Monat eine starke Erkältung und mindestens einen Magen-Darm-Infekt. Ich könnte buchstäblich kotzen. Dieses dauerkrank sein ist so so so nervig. Ich habe auch das Gefühl, das meine Tochter im letzten halben Jahr nicht halb so viel krank war wie ich. Hinzu kommt nun auch noch, dass ich seit 3 Wochen Heuschnupfen habe. Mit so etwas hatte ich noch nie zu tun. Nun habe ich die Vermutung, dass das alles mit einem geschwächten Immunsystem zu tun hat. Ich hab schon einiges probiert, aber irgendwie hilft nichts. Ich werde immer wieder krank. Ich fühle mich auch so extrem schlapp. Mein ganzer Körper tut mir weh. Ich bin chronisch müde und treibe ich mal Sport, tut mir tagelang alles weh. Furchtbar. Ich bin buchstäblich ein Wrack. Von den übrigen 13 Kilo Schwangerschaft-/Stillzeitpfunden mal ganz abgesehen.

      Kennt so etwas jemand von euch? Oder habt ihr Tipps? Ich war auch schon bei meinem Arzt, aber ich habe das Gefühl, dass der mich nicht wirklich ernst nimmt. Mit 32 sollte man ja noch nicht solche Probleme haben...hmm. Ich bin wirklich ratlos und für jede Hilfe dankbar. Ich möchte so gerne wieder fit werden und 100%für meine Familie geben. Diese ständigen Ausfälle frustrieren mich extrem.

      Viele liebe Grüße,
      Emmi

      • (2) 28.04.19 - 15:33

        Hat dein Arzt dich schon mal körperlich durchgecheckt? Blut und Urin abgenommen? Hast du genug Unterstützung zu Hause?

        Vielleicht ist eine Muki-Kur machen. Bin auch dabei das zu beantragen, wobei mein Schwerpunkt ein etwas anderer ist.

        Wenn dein Arzt dich nicht ernst nimmt, würde ich wechseln.

        LG Hinzwife

        (3) 28.04.19 - 15:57

        Hallo,

        lass' mal ein Blutbild machen. Vielleicht hast Du irgendeinen Mangel.

        Es kann auch sein, dass Deine Darmflora nicht ok ist. Überprüfe mal Deine Ernährungsgewohnheiten. Es gibt auch Präperate, wie Omnibiotic 10 oder Paidoflor oder Symbioflor oder ähnliches die da helfen.

        Was auch noch solche Probleme verursachen kann, sind Darmpilze https://www.ugb.de/candida-pilz/darmpilze-was-tun/ oder Würmer im Darm.
        Die Würmer gibt es z.B. auf ungewaschenem oder schlecht gewaschenem Obst, Gemüse oder Salat.
        Beides ist übrigens im Stuhl nur schwer nachweisbar. Für die Würmer gibt es den effektiveren Tesafilm-Test, und auf die Pilze weisen häufige Infektionen mit Scheidenpilz oder Fußpilz hin.

        Wenn Dein Arzt Dich nicht ernst nimmt, geh woanders hin.

        LG

        Heike

        • (4) 28.04.19 - 16:07

          Vielen lieben Dank schon mal für die Tipps. Mein Blut wurde letztens erst kontrolliert. Weil ich eine Schilddrüsenunterfunktion habe. Da wurde auch der Eisenwert kontrolliert. Es war alles okay. (Insgeheim hatte ich auch gehofft, dass da was bei rauskommt). Die Info mit dem Darm lässt mich aber aufhorchen. Ich muss sagen, dass ich, seit der Geburt meiner Tochter, da eine Veränderung spüre. Ich vertrage nicht mehr alles so gut (hatte früher nie damit Probleme) und es hat sich auch (sorry, dass ich das hier anspreche) die Häufigkeit meiner Toilettengänge verändert. Früher konnte ich nur aller 2-4 Tage aufs Klo, heute manchmal 3x täglich. Sonst scheint aber an sich alles okay zu sein. Auch gynäkologisch ist alles in Ordnung. Das habe ich checken lassen. Meine Haut ist trockener geworden aber sonst...
          Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich mein Körper völlig verändert hat und ich damit irgendwie nicht zurecht komme....

      Lass dich mal beim Doch "durchchecken" und dann zur Mutter- Kind- Kur :-D

    (7) 28.04.19 - 17:18

    Da du von so vielen verschiedenen körperlichen Symptomen berichtest, welche psychischen Faktoren könnten denn bei dir eine Rolle spielen?

    Mir kam zuerst der Gedanke, dass dies psychsomatisch sein oder verstärkt sein könnte. Auch Depressionen können sich zb manchmal zunächst körperlich äußern.

    Und selbst wenn es eine körperliche Ursachen für deine Leiden gibt, ist es trotzdem immer hilfreich hinzuschauen denke ich. Da eben auch der Umgang mit eigener Erkrankung verändert und somit leichter werden kann.

    Alles Gute für dich!! 🌷

    (8) 28.04.19 - 17:44

    Mir ging es ähnlich. Ein Atemwegsinfekt jagte den anderen, von Oktober bis Mai musste ich praktisch durchgehend Antibiotika nehmen. Jahrelang hat der Arzt mich nicht ernst genommen und mir erklärt, das Lage im Stress.

    Dann irgendwann haben sie mich doch auf den Kopf gestellt, aber nichts gefunden. In einem ganz anderen Zusammenhang wurde schließlich ein extremer Vitamin D Mangel festgestellt. Mein Arzt meinte, das hätten in Industrieländern heute alle Frauen, und das hätte kei en Krankheitswert. Da ich aber bereits in den Wechseljahren stecke und Angst vor Osteoporose hatte, habe ich auf eine Behandlung bestanden.

    Nun, seitdem habe ich noch maximal 1-2 schwere Infekte im Jahr statt wie vorher 8-10. Alle Ärzte behaupten, daß hätte nichts miteinander zu tun, aber ich substitutiere weiterhin und ärgere mich sehr, daß nicht 3 Jahre früher herausgefunden zu haben.

    • Was hattest du denn für einen Wert und welchen Wert hast du jetzt?
      Mein wert liegt bei 20 und ich hoffe dass wenn ich auffülle ich mich fitter fühle.

      • (10) 28.04.19 - 18:00

        Der lag, glaube ich bei 12. Heute weiß ich nicht. Mein Arzt glaubt da ja nicht dran und überprüft daher auch nicht. Müsste ich mal privat machen lassen, bin aber immer zu faul mich drum zu kümmern.

        Ich habe damals einen Monat lang ganz hochdosiert substituiert, seitdem nehme ich einmal wöchentlich ein niedriger dosierte Präparat ein. Genaue Zahlen weiß ich jetzt nicht aus dem Kopf. Aber ich fühle mich wieder gut und leistungsfähig. Das ist die Hauptsache.

    (12) 28.04.19 - 18:43

    Das werde ich definitiv mal abklären lassen! Danke für den Tipp!

(13) 28.04.19 - 18:11

Deine Blutwerte sind ok sagst du.
Du schreibst, dass du vermehrt krank bist seit dein Kind die Kita besucht. Dann ist ja alles klar woher du das hast. Schnupfen und Magen Darm sind wohl die 1er Krankheiten in Kindereinrichtungen. Insofern holst du es dir direkt dort oder dein Kind ist nur Überträger, wird aber selbst weniger krank.

So blöd es auch klingt, aber umso mehr Infekte du durchmachst umso weniger werden es in Zukunft. Du wirst quasi immun.
Ich habe selbst zwei Kinder und arbeite im Einzelhandel. Am Anfang war ich jeden Winter Dauererkältet arbeiten. Mittlerweile hab ich einige Jahre auf dem Buckel und muss auf Holz klopfen, dass ich vielleicht eine Bronchitis im Winter durchmache.

Es ist hart, das glaub ich dir, aber mehr als eine gesunde Ernährung kann ich dir nicht raten und es wird auch sonst nichts helfen, außer Augen zu und durch. Immerhin ist ja bald ein Ende in Sicht... Es ist Ende April.
Gute Besserung!

  • (14) 28.04.19 - 18:42

    Ach vielen liebe Dank für eure ganze Nachrichten! Ja, die Psyche spielt wohl gar keine so kleine Rolle dabei. Ich bin sehr unzufrieden mit mir selbst und ziemlich selbstkritisch. Stelle mich als Mutter, Frau, Partnerin oft bzw ständig in Frage und nehme mir alles sehr zu HGerzen. Das zieht natürlich Energie. Man kann schon sagen, dass ich Dauerunzufrieden bin. Nicht mit meiner Familie. Mit mir selbst. Ich hatte sowohl in der Schwangerschaft als auch danach (Hatte im letzten Jahr auch eine unerwartete Fehlgeburt, das ganze hat mich dann 3 Monate später psychisch erst eingeholt und ich war ziemlich fertig) familiär mit ziemlichen Schlägen zu kämpfen. Sowas geht dann wohl doch nicht spurlos an einem vorbei. Ich bin eher ein Typ Mensch, der Trauer nicht so gerne zulässt. Außerdem fand ich es unfair meinem Baby gegenüber. Ich wollte mich freuen und die gemeinsame Zeit so intensiv wie nur möglich mit ihr genießen. Aber es holt einem früher oder später doch ein. Und vielleicht habt ihr recht und es äußert sich einfach körperlich. Der Körper sucht sich die Wege ja selbst.
    Ich werde definitiv das ganze noch einmal ärztlich abklären lassen. Aktuell habe ich wieder mit Sport angefangen und versuche mich auch so im Alltag mehr zu bewegen. Plus gesunde Ernährung (hatte ich auch ganz schön schleifen lassen...gebe ich ehrlich zu). Ich hoffe, es geht bald aufwärts.

    Das mit den Kita Keimen stimmt. Man hatte mich gewarnt. Ich dachte aber eher, dass es meine Tochter erwischt und nicht ständig mich. So ist es mir jedoch ehrlich gesagt auch fast lieber. Denn ein krankes Kind möchte niemand. Die armen Mäuse haben so schon so viel um die Ohren.

    Vielen Dank, für die ganzen Nachrichten. Es hat sehr gut getan, das einfach mal loszuwerden und Feedback zu bekommen. Ich war in diesem Forum bisher noch nicht sehr aktiv, möchte das aber zukünftig gern ändern.

    Viele liebe Grüße und euch noch einen schönen Sonntag.

    Emmi

    • (15) 28.04.19 - 21:00

      Hey,

      Mir geht es genau so, allerdings ist mein Kleiner noch nicht in der Krippe.

      Seit letztem Herbst gefühlt dauerkrank. Gekrönt von einem Atemwegsinfekt seit 7 Wochen, inkl. Zweier Antibiotika, welche nicht angeschlagen haben und entzündungswerten, die nicht sinken. Mein Vitamin D war im Keller (glaube 14), sollte aber mittlerweile einigermaßen aufgefüllt sein.

      Bin natürlich in Behandlung, aber bis jetzt gibt es keine wirklichen Ergebnisse. Allerdings hab ich was psychisches bisher noch nicht in Betracht gezogen - würde mich als ähnlich unzufrieden beschreiben, wie du es tust. Vielleicht spreche ich das mal an.

      Alles Gute 🍀

(16) 28.04.19 - 19:38

Hallo.

Spenglersan - gibts in der Apotheke und stärkt das Immunsystem. :-)

Alles Gute!

(18) 28.04.19 - 20:45

Ja, ich würde auch eine Darmkur vorschlagen. Testen lassen ob ein Pilz dahinter steckt und Vitamin D und Zink prüfen lassen.

(19) 28.04.19 - 21:42

Hallo Emmi,

ich habe mich jetzt extra registriert um dir antworten zu können.

Kurz um: mir ging es genauso wie dir!

Ergebnis nach jahrelangem Suchen: Schlafapnoe.

Das heißt (in meinem Fall) 15 Atemaussetzer pro Stunde in der Nacht.

Nun habe ich ein Cpap gerät und kann wieder leben ohne Schmerzen, Erschöpfung, „Brun-out,“Depressionen“,“Überforderung“, schwachem immunsystem usw...

Lass dir beim Lungenarzt ein Sauerstoff Sättigungsgerät verschreiben dass misst eine Nacht über eine Fingersonde deine Werte und du weißt Bescheid.

Alles Gute

Lala

(20) 29.04.19 - 07:12

Ich kann dich verstehen, weil es mir auch ein paar jahre so ging.

Bis heute ist mehr oder weniger ungeklärt warum das damals so war.

Mein körper hat eine immunschwäche entwickelt. Das fing mit monatlichem angina, bronchitis, nierenbeckenentzündungen usw. an. Irgendwann kam eine sehr sehr sehr schmerzhafte form von gürtelrose und mir ging es nur noch hundselend. Mein arzt sagte er müsse mich auf HIV testen, weil er sich das langsam nicht mehr erklären könne. Ich dachte mich hauts vom stuhl... der test war natürlich wie erwartet negativ, aber wenn man sowas ins gesicht gesagt bekommt, hat man angst.

Sport und frische luft half genauso wenig wie die ständigen medikamentösen behandlungen. In der landesklinik wurde ein gentest gemachr, aber auch dort konnte man keine ursache finden.

Schlussendlich hat mein arzt mich eine kur machen lassen mit kapseln, die man zehn tage nimmt, 20 tage pausiert usw. das ganze drei mal wiederholen. (Leider weiß ich den namen nicht mehr)
Die kur sollte das immunsystärken und es hat super funktioniert.

Jetzt hab ich nur noch meine obligatorische einmal-im-jahr-bronchitis, die man sich halt einfängt wenn man mit anderen menschen kontakt hat.

Seit ser schwangerschaft schwächelt das Immunsystem zwar wieder etwas, aber das ist normal.

Total schräg, und mich würde interessieren, was das damals bei mir war. Ich hoffe für dich, dass es auch wieder vorbei geht so wie bei mir!

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