Drittes Kind?

    • (1) 02.05.19 - 21:55

      Hallo,

      ich bräuchte dringend Anregungen für unsere Entscheidung....
      Wir haben folgende Ausgangssituation:
      Zwei Kinder 3 und 20 Monate. Das große Kind geht von 9-12 in den Kindergarten. Das kleine wird von mir betreut.

      Nun stehen wir vor der Frage, ob es ein drittes Kind geben soll oder nicht. Ich möchte wenn dann bald loslegen, da ich keinen allzu großen Abstand möchte. Mein Bauch sagt eigentlich ja, aber es gibt auch Gründe dagegen. Ich liste euch mal meine Pro/Contra Liste auf und bin gespannt, was ihr sagt....

      Contra:
      - Noch weniger Zeit für jedes einzelne Kind
      - Noch weniger Zeit für den Partner
      - weniger Geld (finanziell ist es aber schon machbar) ( Mann ist Ingenieur, ich Beamtin)
      - Nur zwei Zimmer im ersten Stock (aber Platz im Keller für ein weiteres Zimmer mit Bad und Tageslicht)
      - Mama ist schon „alt“ (35)
      - Unterstützung nur von meinen Eltern (aber auch schon an die 70) - Rest der Verwandtschaft hat wenig Interesse und unterstützt nicht
      - Auto ist zwar ein 7 Sitzer, aber nicht für 3 Sitze auf der Rückband ausgelegt
      - was tun wenn die Schwangerschaft schwierig wird (beide anderen waren problemlos)
      - Zwillinge wären nicht wirklich toll - man weiß ja nie was passiert
      - was tun, wenn uns als Eltern was passiert ( zwei Kinder bekommt man eher unter, was ist mit 3?) wer nimmt schon3 Kinder auf einmal auf?

      Pro
      - Wunsch waren immer 3 Kinder
      - Mann unterstützt gut
      - ich kann jederzeit wieder in meinen Beruf zurück
      - für die Kinder sind Geschwister toll

      Tja, ich weiß auch nicht. Contra ist irgendwie länger 🙈. Vielleicht habt ihr Tipps....

              • (7) 03.05.19 - 09:38

                Ich finde die Frage gar nicht provozierend. Für mich gehört ein nichtmal 2jähriges Kind, dessen Mutter voll zuhause ist, auch nicht in eine Krippe.
                Aber egal, es geht ja gar nicht um das 20monatige Kind.
                An die TE: Ich würde mir noch 1-2 Jahre Zeit gönnen (mit 35 bist du NICHT alt) und dann in Ruhe das Thema nochmal aufrollen, im Moment scheinst du gut ausgelastet mit den 2 kleinen Räubern.

                • >>Für mich gehört ein nichtmal 2jähriges Kind, dessen Mutter voll zuhause ist, auch nicht in eine Krippe.<<

                  Genau, fuer dich. Zum Glueck kann das ja aber jede Familie selbst bestimmen.

                  Ich finde solche Aussagen echt immer etwas anmassend. Und meistens kommen sie dann von genau solchen Eltern, die sich zwar vehement gegen Krippe aussprechen, aber dann die Kinder 3 ganze Tage plus WEs zu den Grosseltern wegorganisieren.

                  • (9) 03.05.19 - 10:05

                    Mag sein, daß das auf manche zutrifft, darüber kann ich nichts sagen, kenne ich auch so nicht. Wir haben weder Großeltern noch sonst jemanden, der unsere vier mal nimmt, das war auch früher nicht der Fall, ist aber auch okay, denn ich bin zuhause, ganz bewusst :-).

                    • (10) 03.05.19 - 10:22
                      anonym anymous

                      Na dann ist das fuer dich doch auch super. Andere haben bewusst eine private Kinderkrippe mit sehr gutem Betreuungsschluessel und paedagogischem Fachpersonal etc. ausgesucht, so dass schon das 1. Kind ein soziales Leben mit anderen Kindern kennen lernt. Ich habe den Eindruck, dass in Deutschland immer genau das andere schlecht gemacht wird, um seinen Weg zu rechtfertigen. Die Welt ist bunt. Es gibt verschiedene Wege, die gleichwertig und gut sind.

                      • Die Welt ist bunt... Schön gesagt.
                        Und ich hoffe das bleibt auch so.
                        Es ist anmaßend zu pauschalisieren. Ich mag das nicht.
                        Ich möchte auch nicht das unser Modell bewertet wird. Es ist für mich meinen Mann und die Kinder aben in genau dieser lebenssituation so richtig wie es bisher gelaufen ist.
                        Nichts und null komma nichts kann man da verallgemeinern. Es gibt viele zu viele kleine Aspekte die eine ganz andere Entscheidung hervorrufen können.

                        Es gibt kein: kinder gehören zuhause betreut bis sie drei sind noch ein kinder gehören unter kinder bevor sie drei werden.
                        Kinder Familien und Situationen sind viel zu individuell.

                        Anstatt das sich hier ständig darüber streiten könnte man eher sich gegenseitig in dem Modell unterstützen in dem die betroffenen Personen stecken.

                        • (12) 03.05.19 - 10:39

                          So ist es. Familien in ihrem Weg unterstützen. Bei uns im Bekanntenkreis gibt es alles. Mann Hausmann. Halbtagsarbeitend. Frau allein Vollzeit. Beide Teilzeit. Jeder entscheidend individuell was fuer seine Familie am besten ist.

                          • Das ist doch auch das schöne. Es ist doch spannend zu erleben wie jeder seinen Weg findet. Ich finde das auch ehrlich gesagt immer eher spannend und interessant.

                            Meine Kinder sind bis sie drei sind zuhause. Meine beste Freundin ist nach jeweils sechs Monaten wieder arbeiten gegangen und die Kinder halbtags in die Betreuung.
                            Wir haben uns trotzdem lieb und lernen voneinander im Alltag.
                            Ich bewundere sie und ihr Modell und wie sie alles managt und sie klopft mir auf die Schulter wie ich meinen Kindern auch ohne Kita ein soziales und gehaltvolle Umfeld schaffe.
                            Keiner von uns beiden wurde übrigens jemals blöd angeredet. Manchmal glaube ich das gibt es nur im forum.

      Hallo,

      bei uns stehen die Zeichen sehr deutlich auf Kind Nr. 3, allerdings mit etwas „größeren“ Abstand. Unsere sind jetzt 4 Jahre und fast 16 Monate und wir wollen voraussichtlich Sommer 2020 „starten“.

      Deine Contra-Punkte kann ich verstehen und es gibt immer etwas was „dagegen“ sprechen würde.
      Die entscheidende Frage ist: Seid ihr bereit die „negativen“ Aspekte/Contra-Punkte gerne in kauf zu nehmen, für die (wenigen) Pro-Punkte? Ist es wirklich ein Herzenswunsch?
      Die Contra-Liste wird bestimmt immer länger sein... mir fallen da spontan noch einige Punkte ein was man als Contra bezeichnen könnte, aber wenn bei Pro: HERZENSWUNSCH steht wiegt das viel mehr.
      Vorausgesetzt es ist nicht absolut unvernünftig: Kein Platz, arbeitslos, Gesundheitsrisiko etc., dann bringt auch ein Herzenwunsch wenig!

      Geb dir/euch doch einfach noch etwas Zeit um euch sicherer zu werden mit der Entscheidung!

      Alles Gute euch!

      Deine kontrapunkte würden übrigens ebenfalls fast alle auf Kind Nummer zwei zutreffen. Weniger geld, weniger Zeit für das größere Kind usw. Ein Kind kriegt man schneller untergebracht als zwei. 😅
      Ich bin auch das dritte Kind. Meine Brüder und ich haben nie etwas gemerkt von weniger Zeit oder ähnliches. Wir müssten den Dachboden für mich ausbauen. Es gab eigentlich nur Erdgeschoss und wir waren erstmal zu dritt in einem Zimmer untergebracht. (Die ersten Monate hab ich im beistellbett geschlafen).
      Wir hatten ein ganz normales Auto, also ein Fünfsitzer.
      Also wenn der Wunsch da ist und es grundsätzlich geht, dann würde ich sagen, dass der Rest sich von selbst regelt.
      LG 🍀

      Bevor wir unser erstes Kind bekamen wollten wir auch immer drei.
      Wir haben jetzt zwei. Auch recht zügig hintereinander (15 Monate) und ein drittes schließen wir mittlerweile komplett aus.

      Das ist für euch eine total individuelle Entscheidung. Ich zum Beispiel könnte mir vorstellen das der Sprung auf drei Kinder leichter fällt. Ich fand es von ein Kind auf zwei Kinder wahnsinnig schwer. Ich hatte echt Probleme das ich mich teilen musste. 😂 Mir ist das echt schwer gefallen und das habe ich ja nun gelernt und stelle mir vor die Umstellung wäre einfacher. Keine Ahnung. Aber es kommt trotzdem nicht in Frage. Ich bin mit den beiden komplett ausgelastet und bin auch ein wenig froh das auch die kleine bald drei wird.
      Ich kann mir nicht vorstellen die ersten drei Jahre eines Babys nochmal durch zu machen. Ich habe zwei schlechte Schläfer. Beide recht wild und fordernd. Ich bin müde und sehr froh das hier alles etwas besser wird.
      Ich bräuchte jetzt ein paar Jahre babyfrei bevor ich das wieder wollen würde und DANN wäre ich für mich zu alt. Deshalb ist ein drittes Kind bei uns raus.

      Deine contrapunkte verstehe ich schon aber wie gesagt das würde auf ein zweites auch passen. Mein erste habe ich leichter mal untergebracht das war bei zwei auch schon schwerer.
      Pro und contra findest du immer genug.
      Für dich kommt es nur darauf an ob du deine contrapunkte auffangen kannst und willst. Und dabei kann dir niemand helfen.

      Hallo,
      die pro und contra Listen hätten noch viel mehr Punkte, das sage ich mal so als Dreifachmama (ok die pro-Liste viel mehr als die contra-Liste).
      Einige Contropunkte wären bei uns auch so gewesen, wenn unser drittes Kind geplant gewesen wäre. Wir hatten auch nur zwei Kinderzimmer. Unsere Kinder haben allerdings einige Jahre sogar zu dritt in einem Zimmer geschlafen, weil sie es so wollten. Auch noch als bereits das dritte Kinderzimmer vorhanden war (wir sind ins Gästezimmer gezogen und haben noch ein weiters Zimmer aus einem Balkon gemacht). Ich kenne einige Drei- oder Vierkindfamilien die nicht für jedes Kind ein Zimmer haben. Beim dritten KInd war ich bereits 38 also noch etwas älter und mein Mann bereits Ü 40. Ich hatte jeweils drei Risikoschwangerschaften mit monatelangen Bettruhen und drei Frühchen. Alles ist irgendwie zu schaffen. Wir haben übrigens keine Großeltern hier, die uns unterstützen können. Mein Mann arbeitet ca. 50 Stunden pro Woche und ich ca. 30-40 Stunden, allerdings ca. die Hälfte von zu Hause aus.
      Also du siehst es ist machbar. Wenn mein Mann gewollt hätte, wären hier jetzt vier Kinder. Leider waren ihm drei genug.
      LG

      Ich kann dich gut verstehen. Meine Zwerge sind 21 und 6 Monate alt und meine Gedanken kreisen ständig um Nr. 3. Ich würde gern Ende Sommer wieder schwanger werden, dann kommt das Kind Ende Mai/Anfang Juni. Aber da wäre die Große nicht mal 3 und noch nicht in der Kita. 3 zuhause... Das ist schon viel, schaffe ich das?

      Wir wohnen noch zur Miete und haben momentan nur 1 Kinderzimmer, in unser Auto passen keine 3 Kindersitze. Für meinen Mann ist es zu überstürzt, er sehnt sich schon jetzt nach mehr Freiraum. Kann ich verstehen. Aber der Wunsch ist da.

      Übrigens wollte ich immer 5-7 Kinder, mein Mann war vor der Hochzeit einverstanden. Dass er jetzt schon nörgelt, obwohl es nur ums dritte geht verletzt mich ziemlich. Ich bin immer offen damit umgegangen, dass ich viele Kinder will und da er selbst aus einer kinderreichen Familie kommt, war es nun auch nicht völlig außer seiner Vorstellungskraft... na ja. Ganz abgeneigt ist er nicht, wir lassen das Thema nun erstmal bis zum Sommer ruhen:)

      Das hilft dir nun nicht weiter, außer, dass du weißt, dass es anderen ähnlich geht...

      Hey

      Wir bekommen in ca 1 Woche das zweite Kind.
      Und wir wissen jetzt schon das wir noch ein drittes wollen. Dann fühlen wir uns denke ich komplett. Wenn ihr noch einen Kinderwunsch habt dann legt los. 😍alles wird schon irgendwie laufen.

      Viel Glück 🍀

      Lg

      • Danke für die vielen Antworten. Ich finde die Entscheidung einfach super schwer. Dass es zwei Kinder gibt, war keine Frage. Ein drittes wollen wir beide, aber irgendwie denkt man halt auch, sollte man sich nicht mit zwei gesunden Kindern zufrieden geben? Ich habe einfach Angst, dass ich mit 50 es bereuen würde, wenn es kein drittes gibt.
        Ich bin auch einfach jemand, der Sachen gerne abschließt. Lange noch die Entscheidung rauszögern ist nicht meins.... momentan ist es sehr entspannt mit den zwei kleinen Kindern und ich denke mir, sobald die Kleine auch im Kindergarten ist (nächstes Jahr September) hätte ich wieder genügend Zeit. Aber ob das wirklich so ist. Wenn man sich nur eine Woche mal das Leben mit drittem Kind anschauen könnte , wäre die Entscheidung leichter 🤣

    (21) 03.05.19 - 18:25

    Ich antworte mal anonym.
    Ich bin ein drittes Kind. Sogar ungeplant, aber inbrünstig geliebt :D

    Ja, meine Eltern hatten weniger Geld und meine Mutter konnte im Haus kein eigenes "Damenzimmer" haben, da ich ein eigenes Zimmer bekam. Klamotten habe ich von der großen Schwester hauptsächlich aufgetragen. Ja, es wär eng im Auto. Ja, ich kenne wenig Mama-exklusiv-Zeit. Meine Mutter hatte schwere gesundheitliche Probleme in der Schwangerschaft, eines meiner Geschwister wurde chronisch krank als ich ein Baby war.

    Und das alles habe ich viel später bewusst erfahren. Ich hatte eine tolle Kindheit und bin unglaublich dankbar für mein Leben.
    Es liegt an deiner und eurer Einstellung. Nicht nur wie es für das dritte Kind ist, sondern für euch alle. Mit pro und kontra kann man das nicht entscheiden. Es muss sich richtig anfühlen und die Liebe bringt die Energie den Alltag zu meistern.

Top Diskussionen anzeigen