Schwanger/frisch Mama und schon allein - wie geht das?

    • (1) 03.05.19 - 21:03
      Junona

      Hallo! Eine Frage treibt mich um, seit ich immer wieder im Schwangerschaftsforum oder auch hier im Familienforum lese... Wie kann es sein, dass man noch in der Schwangerschaft oder auch 1,2,3 Jahre nach Entbindung alleinerziehend wird? Man hat sich doch noch vor kurzem so geliebt, dass man sich für ein Kind entschieden hat und tut es dann gleich dem kleinen Würmchen an, ohne ein Elternteil aufzuwachsen... Mich würde sehr interessieren, wie es so schnell so weit kommen kann.
      PS: es geht hier nicht um ungeplante Schwangerschaften... Das erklärt sich ja von selbst.

      • (2) 03.05.19 - 21:31

        Wenn man sich die Posts mal durchliest sieht man da ja viele Gründe... Frau zweifelt auf einmal an Beziehung, mal durch Hormone, mal nur so... Versuch mit nem Kind die Beziehung zu Retten hat nicht funktioniert, Mann geht in der Schwangerschaft fremd, Beziehung hält der Belastung mit Baby nicht stand... Die Gründe sind vielfältig, ich hab dennoch tiefsten Respekt vor den alleinerziehenden Mamas danach. Natürlich ists für ein Kind besser mit beiden Elternteilen, aber lieber getrennte Eltern als mit Streit und|oder Unglück groß zu werden.

        • (3) 03.05.19 - 22:17

          Da hast du recht, aber die Gründe selbst finde ich teilweise kurios. Beispiel : "Mann geht in der Schwangerschaft fremd" Wie kann das sein? Wer macht sowas? Warum??? Man wollte ja gerade noch ein Kind zusammen haben!

          "Respekt" ist für mich da das falsche Wort. Ist ja nicht so, als habe man eine Wahl, außer sich um seine Kinder zu kümmern... Egal, ob alleinerziehend oder nicht.

          • (4) 03.05.19 - 22:29

            Ich kanns auch absolut nicht nachvollziehen. Wahrscheinlich Blender. Nach außen die perfekten Ehemänner, aber wenn Frau dann in der Schwangerschaft zulegt und nicht mehr "perfekt" in seinen Augen ist... Traurig aber kommt oft vor. Hatte ebenso in meinem Bekanntenkreis einen Fall von: wenn wir ein Baby bekommen müssen wir uns zusammenraufen und ebenso einen Fall von "wenn ich schwanger werde kann er sich nicht trennen".

          • (5) 04.05.19 - 08:14

            Man hört halt immer nur eine Seite beim Fremdgehen.

            Wenn die Frau zur Supermama mutiert und den Partner links liegen lässt monatelang, ist es verständlich wenn er sich irgendwann woanders umsieht.


            Meiner Meinung nach kann sich in einer intakten Beziehung kein Dritter drängen. Man bekommt ja vom Partner alles was man will und vermisst nix.



            Aber grundsätzlich ist das erste Jahr einfach totanstrengend. Die Zwerge verlangen einem so viel ab, vor allem wenn man kein Anfängerbaby hat. Dann noch mehr. Man geht an seine physischen und psychischen Grenzen. Das hatte man davor ja noch nicht so in der Partnerschaft erlebt. Eine lange Zeit Extremsituation. Viele Paare trennen sich auch kurz nach dem Hausbau oder wenn etwas Unerwartetes passiert.

            Wie belastbar eine Beziehung in einer längeren Nicht-Alltags-Szene ist, weiß man halt im Vorhinein nicht.

            lg lene

      Bei einer Bekannten war das Baby ein Versuch, die Ehe zu retten. Hat nicht geklappt.

    Ich denke ein Baby ist eine riesen Aufgabe und auch eine Belastungsprobe.
    Man ist ja sowohl in der ss als auch danach gefühls technischer anders drauf wie sonst.
    Schlafverlust
    Überspannte nerven
    Uvm.
    Nicht jeder hat ein Anfänger Baby und ich denke in so einer ausnahme Situation eskaliert manches eventuell schneller wie sonst.

    (9) 03.05.19 - 22:20

    Hallo
    „Man hat sich doch noch vor kurzem so geliebt...“ Na wenn das Leben so schön einfach wäre ;-)
    Meiner besten Freundin ging es leider so. Seit fast 10 Jahren zusammen, alles super. Dann kommt das Kind und der Herr merkte, dass er sich das so nicht vorgestellt hat. Das wars also und er machte sich aus dem Staub.
    Alles andere als schön, aber „das kleine Würmchen“ muss einem wirklich nicht Leid tun. Sie hat so viele Menschen um sich die sie lieben und sie ist ein tolles Kind. Mit Papa in ihrem Leben wäre sie nicht anders. Schön wäre es sicher und irgendwann wird sie das Thema beschäftigen. Aber es gibt mehr im Leben.

    Liebe Grüße

    (10) 04.05.19 - 02:28

    Was ich oft beobachte, ist, dass der Mann sich nicht so recht auf seine Rolle als Vater einlassen kann oder will. Er versucht, sein altes Leben zu behalten. Insbesondere sein Freizeitverhalten.

    Das bringt die Mutter in die besch* Situation, dass sie entweder stumm leidet und versucht, alles alleine zu wuppen, mit dem Ergebnis, dass sie zwangsläufig überlastet ist und auch entsprechend übermüdet, gereizt, nicht mehr fit und zurecht gemacht ist. Von Energie für Erotik braucht man ihr gar nicht mehr kommen.
    Die betroffenen Frauen haben oft den Eindruck, ihr Mann entwickelt sich nicht weiter zum Vater, sondern zurück zum Teenager.

    Oder sie macht den Mund auf und stößt damit oft auf wenig Begeisterung.

    Beides eine hohe Hypothek, die - wenn er seine neue Rolle nicht annimmt - durchaus zur Trennung führen kann.

    • (11) 04.05.19 - 15:57

      Hallo,

      ich kenne auch das andere Extrem. Der Vater will Vater sein und will sich kümmern, aber die Mutter denkt nur sie kann das Baby versorgen und der Vater macht ja eh alles falsch. Mama muss 24 Stunden am Tag beim Baby sein. Das führt dann auch zu starken Reibungen.

      Ich finde auch, daß viele Paare zu schnell aufgeben bzw. nicht gewollt sind an ihren Problemen zu arbeiten. Mein Mann und ich sind schon durch einige Krisen gegangen und immer noch zusammen. Jetzt warten wir auf unser Wunschkind ( Knapp 5 Wochen noch) und haben die Grundregeln schon festgelegt. Wir wissen das die nächsten 12 Monate hart werden, aber auch das wir es schaffen.

      LG Morgain

      • (12) 04.05.19 - 17:10

        Dieses Problem sehe ich auch sehr häufig. Viele behaupten auch, sich für die Partnerschaft entschieden zu haben, wollen aber trotzdem dann nicht heiraten 🤷🏼‍♀️
        Gut, dass ihr scheinbar eine funktionierende Kommunikation habt! Alles Gute für den Start als Familie ❤️

(13) 04.05.19 - 05:31

Wir befinden uns noch im ersten Babyjahr. Und wir haben kein Anfängerbaby.
Wir kommen öfter an unsere Grenzen. Schlafmangel, Kind lässt sich den ganzen Tag nicht ablegen .. da wird man schnell gereizt und lässt es am Partner aus. Und das ist bestimmt nicht nur bei uns so.
Zudem hat man plötzlich diesen kleinen Menschen, der auf einmal der wichtigste Mensch in deinem Leben ist. Plötzlich rückt der Partner an zweite stelle.

Das Baby schläft schlecht, die Mama geht abends gleich mit dem Kind ins Bett weil sie so fertig ist, der Papa verbringt jeden Abend alleine, schläft vielleicht in einem anderen Raum. Merkt, dass er der Frau nicht mehr so wichtig ist ... ich glaube, das belastet viele Beziehungen !
Nicht umsonst heißt es, dass sich verhältnismäßig viele gerade im ersten Babyjahr trennen.

Hi zusammen, weil mit Kind plötzlich zwei Welten aufeinandertreffen, Situationen entstehen die man vorher so nicht kannte. Ohne Kind sieht man über manches hinweg, fallen gewisse Sachen nicht so schwer ins Gewicht usw. Man denkt auch nicht so sehr an Erziehungsfragen und auch nicht an Schwiegereltern, denen man ohne Kind gut aus dem Weg gehen kann. Ein Kind zu haben ist unglaublich harte Beziehungsarbeit die man ohne Kind nicht kennt, auch wenn man glaubt man hat schon soviel durch und nichts kann einen mehr erschüttern... Oft reicht es schon dass Einer der Meinung ist das Baby mal schreien zu lassen und der Andere davon die Krise kriegt... Oder auch Gesundheitsfragen: Der Eine will lieber gleich zum Arzt, der Andere abwarten.... Der Eine meint mit Baby braucht man sich noch nicht so sehr beschäftigen, der Andere ist anderer Meinung... Dazu kommt noch als Sahnehäubchen Schlafmangel und dünne Nerven... Und die Haushaltsführung kann sich je nach Baby auch stark ändern.. Wenn der Eine gewohnt ist zB um 12 sein warmes Essen zu bekommen, der Andere aber zuhause zu nichts mehr kommt... Könnte noch ewig weiter aufzählen... Alles Situationen die ohne Kind erst gar nicht entstehen. Liebe Grüße

(15) 04.05.19 - 08:06

Ich denke, dass es oft eine nicht gut überlegte Entscheidung war ein Kind zu bekommen
Gerade Männer stimmen vielleicht nur zu weil die Frau unbedingt ein Kind möchte.
Und Liebe ist da auch nicht immer dabei.
Manchmal denken die Paare sie könnten damit eine Beziehung die eh schon wackelt, kitten.
Kinder kommen oft dann wenn die Beziehung schon sehr kriselt.

(16) 04.05.19 - 08:18

Hey

hast du selbst kinder? oder in deinem näheren bekanntenkreis?

Dann stellt sich dir die frage wahrscheinlich nicht.....


vlg

(18) 04.05.19 - 08:50

Viele Partnerschaften, die ich kenne haben ni hts mit Partnerschaftlichkeit zu tun. Partnerschaftlichkeit heißt für einanyer einstehen.
Diese Situation gibt es für paare viel zu selten. In einer kinderlosen beziehung gibt es nur sehr wenige momente, in denen sich der eine für den anderen einsetzen muss. Es gibt selten eine wirkliche gemeinsame aufgabe.
Und ein kind ist eine gemeinsame Aufgabe. Kindererziehung läuft nicht nebenher. Läuft nicht ohne abstriche.
Man muss lernen zu verzichten, ohne eine gegenldisgung zu erwarten. Das bekommen sehr viele menschen nicht hin. Männer wie Frauen.
Und viele haben auch nicht gelernt, sich trotz widrigkeiten zusammen zu raufen, auf den partner zuzugehen, den partner und die situation zu akzeptieren, statt nach auswegen zu suchen.
Wir sind eine Gesellschaft von Egoisten und Egozentrikern. So wird eine Partnerschaft zur dauerhaften Suche nach Kompromissen, es wird gegenseitig jede Minute Schlaf aufgerechnet, jeder Handgriff im Haushalt. Etc.

Früher gab es mehr zwänge, did ein arrangieren mit der situation erforderten.
Früher gab es nicht den anspruch, dass eine beziehung ständig harmonisch zu sein hat und man immer zufrieden in seiner rolle aufgehen muss.

  • Ich stimme Dir in allen Aussagen komplett zu.

    In einer Partnerschaft halte ich gegenseitiges Einfühlungsvermögen für sehr wichtig. Dieses ist in den wenigsten Fällen gegeben.

(20) 04.05.19 - 10:26

Mich wundert das nicht. Lies mal wie viele Frauen noch ein zweites, drittes Kind wollen und der Partner sagt klar nein, er will keins mehr. Da wird so lange gedrängt, überredet, gebohort, bis er sagt na gut dann machen wir halt. Doch dann kommen Beschwerden, Frau will keinen Sex, Frau wird launisch, man streitet sich, Baby ist da, Frau ist müde, baby schreit, man hat keine Zeit für Partnerschaft, Frau will oft Monate lang keinen Sex und der Mann wollte das eigentlich garnicht. Ich kann schon verstehen, dass Männer da leicht überfordert sind und sagen sie wollen ihre Freiheit nicht aufgeben und so weiterleben. Dann trifft man leicht neue Frauen, vielleicht ohne Kinder, da ist das fremdverlieben oder fremdgehen nicht weit. Sorry, ist so. Viele Frauen die so am Kinderwunsch hängen und ihre Männer mit allen Mitteln "überreden" wollen, denken nicht so weit. Und stehen dann alleinerziehend da. Abr Hauptsache sie haben sich durchgesetzt und ihren Willen bekommen, ihr Baby.

(21) 04.05.19 - 10:50

Naja, viele merken dann erstmal, dass die Beziehung nicht belastbar ist, sondern nur gute Zeiten vertragen. Zudem ist der Gedanke eines Babys teilweise echt romantisiert.
Das Baby ist immer süß, schläft den ganzen Tag usw und DANN: kommt alles anders. Einschränkungen in der Freizeit, evtl weniger Freunde, fast nur noch Thema Baby und Familie,
Schlafentzug ist eine Folter, die Beziehung als Paar leidet und einige geben die Beziehung dann schon auf....

(22) 04.05.19 - 11:53

Wie sagte ein befreundeter Familienanwalt: ew gibt zwei große Scheidungsgründe. Das erste und das zweite Kind.


Kinder bekommen wird von vielen völlig romantisiert. Plötzlich schlagen sie auf dem Boden der Realität auf, schlafmangelgeplagt und in völlig anderen Umständen. Das schaffen nicht alle.

(23) 04.05.19 - 12:54

Ich denke, dass liegt daran, dass ein gemeinsames Kind viel zu romantisiert dargestellt wird. Ein Baby bedeutet, dass quasi alles was früher war vom Tisch gefegt wird und man sich als Paar neu definieren und finden muss. Angefangen von der Verantwortung die man plötzlich hat, dieses Fremdbestimmte, die schlaflosen Nächte, dass halt immer einer zu Hause bleiben muss etc.pp.
Dazu kommt dann, dass plötzlich Veränderungen kommen, die man vorher nicht so gesehen hat. Der Mann entpuppt sich plötzlich als Faulpelz, der am liebsten alle Hausarbeiten abschiebt auf seine Frau und die Frau mutiert zum pummeligen Muttertier, so als Beispiel ;-)
Das alles ist eine harte Belastungsprobe für die Beziehung! Das bestehen sogar nicht alle Beziehungen, in denen es rund lief--erst recht keine, in denen vorher schon der Wurm drin war und das Baby zur "Rettung" eingesetzt werden sollte.

(24) 04.05.19 - 12:56

Hallo, ich wurde in der Schwangerschaft verlassen von jetzt auf gleich mit der Aussage wir passen nicht zusammen. Bis heute besteht seinerseits kein Kontaktwunsch zu dem Kind. Was den damals geritten hat weiß ich bis heute nicht. Mein jetziger Partner und ich haben 2 gemeinsame Kinder im Abstand von knapp 2 Jahren. Da liegen die Nerven manchmal blank, es gibt ab und zu mal Streit. Im Freundeskreis ist es nicht anders. Die eine Freundin und Mann waren bereits das zweite mal eine Weile getrennt. Die andere Freundin arbeitet gerade hart am Erhalt der Beziehung. Der Alltag ist nicht einfach. Man kann es sich vorher auch nicht vorstellen wie es ist, das sieht man erst wenn es dann soweit ist. Wir haben unseren Weg gefunden. Bei uns gibt's ganz klare Regeln und Strukturen. Jeder weiß was er zu tun hat, anders würde es hier mit 3 Kindern nicht funktionieren.

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