Später Elternschaft - Pro und Contra

Liebe alle,

ich habe vor ein paar Tagen im "Ungeplant Schwanger" Forum gepostet. Ich bin bald 43 und ungeplant schwanger mit unserem dritten Kind. Ich habe wanhsinnige Angst und Zweifel dieses Kind zu bekommen. Mein Mann ist bereits 46 und hat eine chronische Erkrankung. Sein Zustand ist derzeit gut, aber man weiss nie wie sich soetwas weiter entwickelt.

Wir haben schon zwei Kinder - 12 und 6 Jahre alt. Ich habe so Angst, dass ein Baby das ganze Familienleben auf den Kopf stellt. Wir sind im Moment ein sehr gut eingespieltes Team, unternehmen sehr viel, machen Reisen, gehen Skifahren und und und - alles was mit einem Baby einfach anders wäre. Ich möchte nur ungern das Leben unserer Kinder durcheinander bringen. Ganz abgesehen davon, wenn das Baby nicht gesund wäre - auch da steigt das Riskio in meinem Alter.

Und dann - auch die langfristigen Folgen - wie wird es in 10-15 oder 20 Jahren sein. Als 60 jährige Eltern von einem Teeanger. Kann man dem gerecht werden? Kann man überhaupt noch 3 Kinder mit dem Altersunterschied gerecht werden? Kann man einem Kind im hohen Altern noch das bieten was es braucht? Und was braucht man in dem Alter selber? Vielleicht mehr Ruhe und Zweisamkeit? Oder freut man sich doch, dass noch jemand da ist, nachdem die Großen schon ausgezogen sind?

Ich drehe mich im Kreis und komme auf nichts. Das Kind behalten oder nicht? Sich noch einmal trauen oder das Glück (das jetzt wirklich perfekt ist) lieber nicht mehr herausfordern? Mein Mann hat eine recht klare Meinung dazu - für ihn passt es so wie es gerade ist, er bräuchte kein weiteres Kind. Würde es aber mir zu Liebe nochmals auf sich nehmen auch wenn mit sehr wenig Begeisterung.

Mich würde sehr interessieren wie es euch in einer ähnlichen Situation gegangen ist. Wie seid ihr zu einer Entscheidung gekommen? Wie empfindet ihr mit Abstand von einigen oder vielen Jahren?

Danke für eure Antworten!

Hallo,
vielleicht hörst Du erstmal auf, Dir alle möglichen Szenarien vor Augen zu führen und stellst Dir die eigentlich wichtige Frage.
Könntest Du mit einem Abbruch leben?
Erst wenn Du diese Frage für Dich mit „ja“ beantworten kannst, solltest Du Dir weitere Gedanken machen.

Meine persönliche Meinung:
Ich hatte bei jeder Schwangerschaft (mit 38 und 41) Zukunftsängste, negative Gedanken, Hindernisse und Bedenken in jeder Hinsicht, aber eben auch das Wissen, das wir alles schaffen, wenn wir es wollen.

Für mich ist das der einzige Problem am fortgeschrittenen Alter: das man dem Kopf und dem Verstand immer mehr Platz einräumt und beides sind die größte Bremsklötze!
Würde ich jetzt nochmal schwanger werden, wäre ich schockiert, hätte die gleichen Bedenken und alle haben ihre Berechtigung!
Aber obwohl ich mit einem Abbruch leben könnte, würde ich es bekommen. Warum? Weil es meins wäre, weil es ein Bruder/Schwester wäre, weil ich es lieben würde.
Und gerade weil es unser Leben aufmischen würde, ist es doch schön zu sehen, was für eine Familie man ist, wenn sich der Staub gelegt hat.

Ich wünsche Euch alles Gute bei der Entscheidung! So oder so!

Hallo,

Ich glaube es ist schwer dir zu raten, da hier niemand in deinen Schuhen steckt. Vielleicht hilft es dir, dir vorzustellen wo du in einem Jahr, in fünf Jahren und in 15 Jahren stehst. Welche Bilder kommen da auf. Kannst du positive oder negative Gefühle dazu entwickeln?

Ich habe hier leider schon Beiträge gelesen, die sehr verurteilend gegen Eltern ü40 waren. Ich persönlich finde es völlig unangemessen, sich ein Urteil über andere zu bilden, weil diese nicht meiner idealen Vorstellung von Eltern entsprechen.

Es kommt nur darauf an, ob dein Mann und du es euch vorstellen könnt. Wenn nicht, braucht ihr euch nicht zu rechtfertigen, wenn doch auch nicht. Schon gar nicht müsst ihr jemanden um Erlaubnis fragen.

Ich bin eine späte Mutter und ich kann sagen, dass es das beste ist was mir passieren konnte. Ängste und Zweifel hatte ich anfangs auch aber das hat sich recht schnell gelegt.

Alles Gute für euch

Hallo,

Ich habe Deinen Beitrag schon vor ein paar Tagen gelesen. Du schriebst, du hättest dich schon gegen das kind entschieden.
Zu mir: ich bin 41 jahre alt und habe just Nummer drei bekommen. Meine anderen kinder sind 12 und 9 jahre alt. Für mich war es ein absolutes Wunschkind für meinen Mann nicht. Er sagte selbiges wie Du, aber nun ist es da und wir alle lieben dieses Baby. Es ist kerngesund und meine Tochter ist eine tolle große Schwester.
Da Du zweifelst und sehr h

Hallo,

Ich habe Deinen Beitrag schon vor ein paar Tagen gelesen. Du schriebst, du hättest dich schon gegen das kind entschieden.
Zu mir: ich bin 41 jahre alt und habe just Nummer drei bekommen. Meine anderen kinder sind 12 und 9 jahre alt. Für mich war es ein absolutes Wunschkind für meinen Mann nicht. Er sagte selbiges wie Du, aber nun ist es da und wir alle lieben dieses Baby. Es ist kerngesund und meine Tochter ist eine tolle große Schwester.
Da Du zweifelst und sehr harderst, denke ich, Du wirst eine Abtreibung bereuen. Es gibt mittlerweile gute Pränataldiagnostik. Sollte die negativ ausfallen, kannst Du immer noch entscheiden.
Wir sind sehr glücklich nun zu fünft. Krank werden kann man(n)/frau immer, in jedem Alter.
Lass Dich beraten bei Pro familia.

Alles Gute Euch!

Hallo,
ich kann nur aus der Sicht des Kindes sprechen: meine Mama war 42 als ich geboren wurde. Ich war aber ein Wunschkind, sie wollten nach zwei Jungs (zur Geburt beide fast 20) unbedingt noch ein Mädchen. Ein Jahr vorher war es eine Fehlgeburt, noch ein Versuch gaben sie sich dann kam ich. Als Kind und auch später als Teenie hab ich nie was vermisst, im Gegenteil, sie waren oft lockerer als andere Eltern was das weggehen usw betraf. Ich weiß aber aus Erzählungen dass meine Brüder zB absolut nicht mit der Geburt einverstanden waren und fanden es peinlich & unangenehm und sich auch einige Freunde abgewendet haben. Und was mir schon als kleines Kind bewusst war und ich sehr ungerecht fand: dass andere Kinder länger was von ihren Eltern haben weil die eben jünger sind. Heute sind meine Eltern fast 70, super fit und wir haben ein enges Verhältnis. Sie lieben meinen Sohn über alles und unternehmen viel mit ihm. Sie sagen selbst sie sind froh über die Entscheidung durch mich sind sie jung geblieben. Auch haben sie die Unternehmungen trotz Baby einfach weitergemacht: Urlaub mit dem Wohnmobil usw, es ist alles möglich!

Viele liebe Grüße 🌼

" Mein Mann hat eine recht klare Meinung dazu - für ihn passt es so wie es gerade ist, er bräuchte kein weiteres Kind. Würde es aber mir zu Liebe nochmals auf sich nehmen auch wenn mit sehr wenig Begeisterung."

Ich finde, dein Mann macht es sich ziemlich einfach.
Warum hat er dann "dir zuliebe" nicht einfach verhütet? :-[

Das fiel mir auch als erstes ein. Er HAT bereits ein weiteres Kind.

Ich selbst bin vor 8 Monaten zum zweiten Mal Mutter geworden mit 35, mein Mann ist jedoch 44. Unser Großer wird dieses Jahr 10.
Wir haben es uns davor gut überlegt und fanden, dass ein weiteres Kind unsere Familie komplett machen würde.

Allerdings hätte ich (für mich) großen Respekt vor einer weiteren Schwangerschaft mit 40, ich muss sagen, dass ich die 10 Jahre zwischen den Schwangerschaften schon gemerkt habe. Wobei ich aber auch jetzt die Vorteile sehe bei der Erziehung - ich bin ruhiger, gelassener, erfahrener. Dasselbe gilt natürlich auch für meinen Mann.

Meine Schwägerin hat mit 41 übrigens ihr 4. Kind bekommen (das Älteste ist 14), ist quietschfidel durch die Schwangerschaft gekommen, hat nebenbei noch ein Haus gebaut und macht seit der Kleine im KIGA ist, eine Fortbildung. Ich bewundere sie für ihre Energie, deshalb finde ich es schwierig, dir etwas zu raten, wir alle sind verschieden.

Ich wünsche Euch alles Gute und dass Ihr den für Euch geeigneten Weg findet :)

Ich habe mein erstes Kind mit 34 und mein zweites mit 38 Jahren bekommen. Beim ersten Kind hatte ich einfach zuvor keinen Kinderwunsch verspürt und habe das Ganze aufgeschoben. Das zweite kam so spät, weil mein Sohn schon immer sehr anstrengend war und wir daher bewusst einen größeren Abstand wollten. Meiner Meinung nach hat es sowohl Vor- als auch Nachteile, wenn man spät Kinder bekommt. Der Vorteil ist, dass man schon viel erlebt hat und die finanzielle Situation meistens besser als in jungen Jahren ist. Allerdings merke ich selbst schon, dass mein Nervenkostüm immer dünner wird und ich nicht mehr so viel Geduld habe wie früher. Außerdem sind die Großeltern bei uns schon so alt (76 und 80), dass sie die Kinder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr betreuen können. Daher können wir abends nie weggehen und es ist auch schwierig für mich, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Daher bereue ich es manchmal, dass ich nicht früher Kinder bekommen habe.

Ansonsten kenne ich viele Ü40-Mütter, die je nach Persönlichkeit des Kindes besser oder schlechter damit zurechtkommen. Ich kenne allerdings auch welche, die ihr Kind den ganzen Tag in den Kindergarten oder die Nachmittagsbetreuung geben, weil sie es nervlich ansonsten nicht packen würden. Eine Mutter aus dem Kindergarten hat auch mit Anfang 40 noch ungeplant einen Nachzügler bekommen und findet es schade, dass sie dadurch ihre Freiheit praktisch wieder aufgeben musste. Ich kenne aber auch eine Mutter, die mit Ende 30 bzw. Anfang 40 noch 4 Kinder bekommen hat. Die hat gar keine Probleme, lässt sich aber auch durch nichts aus der Ruhe bringen.

Hallo, ich war 42, als unser 5. Kind kam, mit einem Abstand von 8 Jahren zu unserer 4. Eines meiner Kinder ist schwer chronisch krank und schwerbehindert.
In der Schwangerschaft, besonders am Anfang, hatte ich große Ängste, fühlte mich schon zu alt für das Kind, wusste nicht, wie es mit 4 Schulkindern und Säugling funktionieren sollte...
Meine Ängste waren alle unbegründet! Die Jüngste ist bis auf ein Asthma gesund, den Großen hat das Baby gut getan, ich fühle mich selbst wieder viel jünger durch dieses Kind, und besonders unser schwer krankes Kind hat durch das Baby am meisten profitiert. Damals hatte er das Problem, dass er sich aufgrund seiner Erkrankung kaum traute, auf andere Menschen zuzugehen und mit anderen zu sprechen, Kontakt zu knüpfen...Aber mit seiner kleinen Schwester als "Mutmachbaby" auf dem Arm, klappte es gut und er hatte dadurch eine sehr enge Beziehung zu ihr, kümmerte sich sehr intensiv um sie...
Das war alles vorher für mich nicht absehbar, aber für uns als Familie war unsere kleine Nachzüglerin das Beste, was uns passieren konnte!

Das ist aber eine hübsche Geschichte. Toll, wie es bei euch gelaufen ist.

Liebe Sunny1976,

bei meinem 2. Kind war ich fast 39 Jahre alt. Es war geplant. Mein Großer war damals 5 Jahre alt. Sicher stellt das Baby das Leben der Familie auf dem Kopf. Aber es ist doch anders. Man hat eben nicht nur Zeit fürs Baby. Als mein Großer in die Schule kam, konnte der Kleine gerade laufen. Für Krabbelgruppe war definitiv keine Zeit mehr, da die anderen auf die Idee kamen, sie nachmittags zur veranstalten. Da war Schule des Großen, was bei uns auch ein ziemlich großer Schwerpunkt war. Dann gab es Hobbies, Therapien des Großen, wo ich den Kleinen dann mitnehmen musste. Für den Großen änderte sich nichts, das wäre auch unfair gewesen.

Heute bin ich 54 Jahre alt, mein Jüngster ist 15 und der Große 20 Jahre alt. Allerdings wurde bei meinem Kleinen mit 6 Jahren Autismus festgestellt. Wie es entstanden ist weiß ich nicht. Im Kleinkindalter fingen die Auffälligkeiten auch erst an. Bei beiden Kindern machte ich eine Fruchtwasseruntersuchung. Da war nichts auffälliges. Die Jahre waren mit dem Jüngsten auch nicht immer sehr einfach. Und er Große musste auch manchmal zurückstecken.

Was ich aber festgestellt hatte, wenn man Kinder Ende 30 oder älter bekommt, gehört man häufig auch zur Generation Sandwich. Kuck mal da rein:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article141176377/Sandwich-Generation-stoesst-an-ihre-Belastungsgrenze.html

Ich pflegte meine Mutter für eine gewisse Zeit mal mit. Da schlitterte ich durch unglückliche Umstände rein, weil mein Bruder ausfiel. Und das neben einem aufmüpfigen Teenager und einem verhaltensoriginellen Autisten. Und als diese Zeit zu Ende, war ich komplett am Ende körperlich und auch nervlich. Das war eine Zeit, wo ich zeitlich auch ordentlich Gas geben musste, um allen irgendwie gerecht zu werden. Zeit für mich und die Kinder, dass war Luxus.

Das ist so was mir einfällt, wenn man spät Eltern wird.

LG Hinzwife

Ich finde es irgendwie krass, sich nur aufgrund des Alters und des eigenen Lebensglücks, von dem man nicht einmal weiß, ob es durch K3 beeinträchtigt wird, ein vermutlich gesundes Kind abtreiben zu wollen. Das vorab, auch wenn ich sonst mit Moralkeulen sparsam umgehe und weiß, dass ich mich hier ganz weit aus dem Fenster lehne.

Meine Mutter hat mich mit 42 bekommen, da waren meine Geschwister schon 13 und 14 Jahre alt, ein weiteres Geschwister war so krank, dass es während der Schwangerschaft mit mir verstarb. Ihre Ehe ging gerade den Bach runter, finanziell sah es desaströs aus. Meine Mutter hatte also sicher alles andere im Kopf als ein weiteres Kind. Trotzdem hat sie mich bekommen und sagt im Nachhinein, dass sei mit eine der glücklichsten Entscheidungen ihres Lebens gewesen.
Sie hätte sich lange Zeit durch mich sehr "verjüngt" gefühlt und neue Kraft gefunden, ihr Schicksal zu meistern. Als "alt" habe ich meine Mutter nie empfunden.
Meine Geschwister waren, wenn sie ehrlich sind, nicht ganz so glücklich über mich, denn meine Mutter hat ihnen von Anfang relativ viel Verantwortung aufgehalst, was dann ohne Mann und mit einem Haufen Schulden wohl nicht anders ging.
Trotzdem haben meine Geschwister und ich ein liebevolles, enges Verhältnis zueinander...

Vielleicht ist die Ausgangssituation eine ganz andere gewesen: Bei meiner Mutter war eben nicht alles perfekt, da kam es vielleicht auf eine "Katastrophe" mehr oder weniger auch nicht mehr an, aber gerade weil ihr doch glücklich seid, findet ihr doch vielleicht doch die Kraft für Nr.3?

Apropos alt: Meine Mutter ist mittlerweile über 80 und war bis vor einigen Jahren topfit. Planen kann man das wohl nicht, aber es kann ja auch alles gut gehen!

Hallo.

Sicherlich eine schwere Entscheidung. Letztlich muss es eine Herzensentscheidung sein, mit allen konsequenzen und eventuellitäten.

Wir persönlich würden in dem alter definitiv kein kind mehr bekommen wollen. Unsere große ist dann bereits 25 Jahre und der kleine (aufgenommen) 15.

Wir lieben unsere Zweisamkeit, Reisen gerne und viel und freuen uns dann nur noch auf enkelchen.

Menschen und Lebensmodelle sind unterschiedlich.

Alles Gute für euch!

Naja jetzt ist es etwas spät, Du überlegst als wärest Du noch nicht schwanger. Ich würde vielleicht keins mehr planen- aber eins abtreiben lassen würde ich nicht.

Hallo, ich habe mein drittes Kind mit 39 bekommen. Ich würde mich in deinem Alter dagegen entscheiden. Du weißt am besten wie es läuft mit Kindern. Zu Beginn steht alles Kopf. Du bist Nächte lang wach, sitzt stundenlang im Sandkasten, rennst zu Eltern und Entwicklungsgesprächen, hetzt nach der Arbeit heim und versuchst alles irgendwie unter einen Hut zu bringen. Für mich war immer klar, später als 40 bringe ich kein Kind mehr auf die Welt. Sie müssen ja auch noch eine ganze Weile begleitet werden. Aber am Ende musst du dich entscheiden. Das wird wohl die größte Herausforderung.

Ich habe mit 38 noch ungeplant ein Kind bekommen, hab mich von meinem Mann überreden lassen die Schwangerschaft fortzusetzen.
Das war ein Fehler.
Ich wollte nicht nochmals von vorne anfangen, mein Sohn war damals schon fast 20.
Heute bin ich 55, meine Tochter wird bald 18.... ich habe es irgendwie geschafft, aber schön fand ich es nicht.
Ich bin zu alt für Pubertät und hätte da überhaupt keinen Nerv mehr drauf.
Mein großer Sohn ist 37 uns ich habe einen 11jahrigen Enkel.
Das passt. Mit 45 noch eine Einschulung, das war so gar nicht meins.
Wenn meine Tochter jetzt ihr Abiacht, wird sie ein Jahr ins Ausland gehen und danach studieren...dann bin ich locker 60 bis sie mal fertig ist mit dem Studium.
Ich hatte mit 38 mein Leben wieder für mich und habe das alles aufgegeben.
Das war für mich die falsche Entscheidung.

Also ich bin 35, mein Mann 46.
Wir haben kein Kind und warten immer noch auf das erste

Das alter spielt für uns keine Rolle!
Wenn ich manche Nachbarn sehe, die im Alter meines Mannes sind, verstehe ich was du meinst... 😉
Aber so muss man ja nicht werden
Mein Mann wird oft auf 30-35 geschätzt!!
Läuft Marathon, trägt Jeans und Turnschuhe.

Mir ist das egal. Ich finde uns für das erste Kind nicht zu alt. Weil wir nicht "alt Leben".
Und wenn ich noch zwei drei Jahre drauf warten muss, ist es mir auch egal

Das ist ja auch irgendwie eine andere Situation, weil ihr ja noch keins habt. Kinder sind eine sehr schöne Bereicherung, die beste die es gibt und da ist man fürs erste kaum zu alt dafür. Aber wenn du das alles schon 2,3 mal hinter dir hattest (babyzeit zb mit schreikindern) dann überlegt man es sich 3 mal ob man wieder von vorne anfängt.

Ich wünsche dir viel Glück das ihr nicht mehr all zu lange warten müsst 🍀

... eine schöne Bereicherung, die beste die es gibt...fürs erste nie zu alt....

Wenn du das so siehst, dann ist es doch egal wie alt man ist.

Mach deine Entscheidung nicht vom Alter, sondern davon abhängig, ob du diese Bereicherung willst. Wenn du es nur wegen des Alters nicht willst, dann bereust du es vielleicht doch. Besonders weil du sagst, fürs erste ist man nie zu alt.

Da hört sich das alter eher wie ein 'gefundener Grund" an.

Du musst entscheiden: ICH will das nicht! Punkt!
Und nicht: ich weil das nicht, weil....

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das muss man wirklich wollen denn du fängst komplett von vorne an . Mein ältestes und mein jüngstes Kind trennen 12 Jahre ( dazwischen gibt es aber noch weitere Kinder ) Die Interessen und Bedürfnisse sind natürlich komplett verschieden , im Babyalter ging alles noch ganz gut aber im Kleinkindalter ist es sehr anstrengend die großen Kinder haben viel Programm durch Sport etc. das Wochenende ist meistens voll von Terminen das fordert uns als Eltern sehr . Mit den großen Kindern könnten wir vieles schon wieder machen Städtetripps , Skiurlaub … das ist mit kleinen Kindern aber sehr anstrengend daher fällt es weg . Man steckt ständig zwischen Windel wechseln , Trotzanfall und Vokabel abfragen . Ich bin noch paar Jahre jünger als du merke aber das ich diese Kleinkindphasen vor 10 Jahren besser weggesteckt habe und meine Nerven nachgelassen haben . Ich bin froh das ich mit über 50 keinen Teenager mehr zu Hause habe .

Ich bin fast 45 und will definitiv kein drittes Kind, würde ich allerdings ungeplant schwanger dann stände ich auch dahinter und würde das Kind bekommen. Ich liebe meine Kinder inzwischen 13 und 15 über alles und könnte mir nicht vorstellen abzutreiben. Klar würde ein drittes Kind alles auf den Kopf stellen, aber was soll es ... ich denke meine Kinder und mein Mann sähen es ähnlich und dann würden wir unser Leben hält an die neue Situation anpassen.

Hallo,

ich sehe das so: Ihr habt das Glück schon herausgefordert. Bewusst würde ich mich in dem Alter nicht für ein Kind entscheiden, aber ich finde nicht, dass ihr so alt seid, dass das eine Abtreibung rechtfertigt.

Ob dir das Alter Grund genug ist, musst du selbst wissen. Viele planen in deinem Alter ganz bewusst noch mehrere Kinder. Du findest hier bei urbia auch viele "späte Mütter", die dir ganz sicher Mut machen können.

LG

Hallo,

kann nur von den Schwiegereltern meiner Schwester erzählen. Als die Großen 14,13 und 12 waren kam noch Kind 4 und drei Jahre später kam Nr 5. Als Nummer 5 ca 6 Jahre alt war, hat sie das erste mal gesagt, dass die es betreut noch mal so spät Kinder bekommen zu haben. Sie beneidet meine Mutter, dass sie so frei ist. Jetzt ist die SM 56 Jahre und hat zwei Teenies zu Hause. Sie selbst sagt, dass sie nicht mehr die Kraft/Geduld hat für die beiden.

In Deinem Beitrag sehe ich mehrere Fragen.
Vom Alter her sehe ich kein Problem bei Euch, viele Frauen werden in Deinem Alter erstmalig Mutter. Ich war 36 bei meinem ersten Kind, bin jetzt 39 und meine Familienplanung ist noch nicht vorbei. Für mich persönlich war das späte Alter bei der Geburt meines Kindes richtig und nicht zu spät, andere Menschen würden in dem Alter keine Kinder mehr kriegen wollen.

Der andere Aspekt in Deiner Frage ist der Altersabstand zwischen Deinen Kindern. Ich bin das älteste von drei Geschwistern und war sechs bzw. zehn Jahre alt als meine Geschwister geboren wurden. Vor allem während der Pubertät habe ich meine Geschwister regelrecht gehasst weil ich ständig Rücksicht nehmen musste und selten Unternehmungen nach meinem Interesse gemacht wurden. Mag sein, dass dies in anderen Familien besser läuft, aber mich hat es gestört und ich hätte gerne Geschwister mit geringerem Abstand gehabt. An die schon vorhandenen Kinder denkt man nämlich zu selten.

Aber eine bestehende Schwangerschaft würde ich auch nicht abbrechen, bloss weil die Lebensumstände nicht passen. Letztlich muss jeder da seine eigene Entscheidung treffen.

Der Unterschied wäre wohl auch, ob ihr es planen würdet (noch nicht schwanger) oder ob das Kind schon unterwegs ist.

Die Entscheidung beinhaltet auch die Alternativen.

Noch nicht schwanger zu sein, beinhaltet andere Alternativen, einfach alles so lassen wie es ist,
als wenn eine Schwangerschaft bereits besteht. Abbruch, Adoption, austragen. Alles Änderungen. Die Frage ist, welche ist die passende für euch.

Ich selbst bin später Nachzügler. Eltern zu pflegen, noch bevor ich volljährig war.
Andererseits bin ich froh geboren worden zu sein.

Es war anders, sagte meine Mutter oft. Bei den Großen hatte sie mehr Energie. Diese Energie brauchte sie auch, weil sie so die Unerfahrenheit ausgleichen "musste".
Bei mir hatte sie weniger Energie, dafür mehr Routine, Erfahrung, machte sich weniger Sorgen usw.

Mit welcher Veränderung könntest du, könntet ihr am besten umgehen?

Es ist doch letztlich sooooo individuell. Stimme von einer späten Mama, ich mache gerade die 40 voll und der Kleine ist aus dem letzten Sommer.
Ob du den Schlafentzug gut wegstecken kannst ist leider va genetisch bedingt. Unserer kommt noch 4-6x die Nacht. Ich mach das allein weil der Mittdreissiger Papa dazu aufm Zahnfleisch daher kommt nach 1 vollen Nacht Kinderdienst. Vom Schlafen her merk ich da wenig Abweichung zu meiner wilden Zeit in den 20ern.
Körperlich auch kein Thema sonst. Da ich den Kleinen gerade ständig rumschleppe bin ich grade die fittere im Haus wie wir bei der ersten Wanderung im Jahr gemerkt haben. Die einzige eklatante körperliche Veränderung die ich merke: Alkohol geht so gar nicht mehr. **Kopfweh** Fängt bei meinem Mann auch gerade an 😂

Ich hab mir viel fieses Zeug anhören dürfen dass wir (primär ich) so spät dran sind und hatte auch so meine Bedenken wie das wird. Wenn ich das jetzt so gegen die diesbezüglichen Quellen Anfang Dreissig mit Kindern im ähnlichem Alter halte muss ich sagen da halten wir nicht nur mit, wir stemmen deutlich andere Belastungsszenarien und jammern dabei weniger. Ich arbeite wieder bzw habe nur 9 Wochen aufgehört, wir haben beide als familienunfreundlich verschriene Jobs und kein Omageschwader nebenan da wir weit auseinander wohnen. Ich hatte wirklich Bedenken als wir es gewagt haben aber nachdem sich alles eingespielt hatte...

Wozu ich nix beitragen kann ist die emotionale Komponente des wieder anfangens.
Wie das Kind sich mit alten Elterm fühlt ist noch spannend finde ich. Und das kommt drauf an wie ihr euch gebt und ob ihr auch auf den Teenie dann noch eingeht. Eine Klassenkameradin von mir hat schlimm über ihre alten Elterm geschimpft. Kam daher dass die ihr Ding gemacht haben und die 14jährige fast jedes Wochenende auf dem Segelboot der Familie festsass, Freundin durfte sie nicht mitnehmen weil die wollten ihre Ruhe. Für ne Bravo vom Taschengeld gab es peinliche Ansprachen vor den Freunden. Meine Mama hat mir die immer vom Einkaufen mitgebracht und selber mit gelesen. 😂 Wenn du mit 40 nicht gern im Sandkasten sitzt hast du es mit 25 auch schon doof gefunden...
Das Argument "wieviel Zeit zusammen" ist nicht von der Hand zu weisen. Das kann gut gehen wenn ich bis in ein ordentliches Alter fit bleibe. Andersrum klappt auch nicht immer: Ich hatte junge Eltern und hab schon lange nicht mehr beide.

Ich aus meiner Perspektive schüttel nur den Kopf bei Deinem Gedankengang. Die Zahl alleine macht keine schlechten oder überforderten Eltern. Zudem ihr im Gegensatz zu mir als Erstlingsmama wisst was ihr tut. 😂
Aber, es ist hoch individuell. Du weisst was an Situationen mit Kind kommt. Spür hin wie ihr die für Euch angehen werdet zu fünft. Wenn aus dem Bauchweh das du gerade hast dann Übelkeit wird hätte ich Zweifel...

Ich hab Dein erstes Thema schon gelesen. Die Tatsache dass es Dich so umtreibt sagt mir dass es viel gibt was für das Kind spricht in Dir. Hast du mal versucht das aufzuschreiben? Ggf hilft es.
Alles Gute!

Hallo,

ich wollte schon auf Deinen ersten Threat antworten, aber da klang es so, als hast Du Dich schon für eine Abtreibung entschieden.
Jetzt fragst Du hier nochmal und haderst wohl, bist noch unsicher.

Ich bekam geplant mit Ende 30/ Anfang 40 noch 2 weitere Kinder, zu dem Zeitpunkt waren die 2 Großen schon 12 und 17, bzw. 3 Jahre später dann 15 und 20.
Mit 40 wollte ich durch sein mit dem Kinderwunsch, so war der Plan, aber ich hatte vor den 2 geplanten Nachzüglern jeweils mehrere Fehlgeburten, das verzögerte es. Ein paar Jahre früher passte der Zeitpunkt absolut nicht für weitere Kinder, der Kinderwunsch war aber nach wie vor da.
Als der Jüngste dann ein reichliches Jahr war, wurde ich nochmal ungeplant schwanger, es wirbelte einiges durcheinander, wir hatten eigentlich mit Nr. 4 abgeschlossen. Aber abtreiben nur weil es ungeplant war, hätte ich nie können, das wusste ich sofort. 2 Jahre nach der Geburt unseres 4. Kindes, kam unser Jüngster, einfach so ohne eine Fehlgeburt vorher, da waren wir beide 44.

Ich kann bestätigen, dass das Nervenkostüm manchmal recht dünn ist und zeitweise etwas mehr Energie da sein könnte.
Aber nachdem man hier immer wieder liest, dass auch bei jüngeren Eltern die Nerven mal blank liegen, nicht immer nur Geduld und Energie ohne Ende da ist, liegt es wohl nicht nur am Alter.

Wir sind jetzt definitiv erfahrener und gelassener als bei den 2 Großen. Unser Ältester ist 27 und sagt oft, wir gehen mit der Zeit mit, denken modern, die Jüngsten halten uns wohl noch jung und auf Trab sowieso täglich.

Noch sind wir keine Großeltern, was wir theoretisch schon sein könnten, das kommt in den nächsten Jahren schon noch früh genug, wir haben selbst noch genug Leben im Haus.

Schon bei den 2 Großen als ich deutlich jünger war, kämpfte ich länger mit Schlafmangel, alle unsere Kinder ließen sich lange Zeit mit dem Durchschlafen.

Ich hatte nur eine richtige Risiko-SS die im Not-KS endete, lag schon während der SS mehrmals im KH. Bei allen anderen Kindern hatte ich normale SS und komplikationslose Spontangeburten, auch die letzte SS/Geburt mit 44 verlief völlig normal.

Wir bekamen schon mit fast 27 ein schwer mehrfachbehindertes Kind, die jüngeren Geschwister wurden Jahre später gesund geboren, als wir deutlich älter waren.

Es ist sicher ein großer Unterschied, ob man spät nochmal einen Nachzügler/in bekommt, wenn die ersten beiden schon größer und selbstständig sind und es dann dabei bleibt. Mit 6 und 12 sind sie schon groß und können eine hilfreiche Unterstützung sein.
Oder ob man nach 2 Großen spät nochmal 3 Kinder in kurzen Abständen bekommt, das ist schon eine andere Herausforderung.

Mir fiel es mit Ende 30 nicht so schwer, nochmal von vorn anzufangen, wie schnell kommt man in den Alltag mit Baby wieder rein.
Bei den 2 Jüngsten setzte es sich dann mit über 40 fort, da hatten wir kleine Kinder im Haus und uns wieder daran gewöhnt.

Ein Fehler war es definitiv nicht nochmal spät nachzulegen, auch wenn wir heute schon deutlich ruhiger leben könnten.

Chronisch krank sind wir nicht, aber wie es weitergeht weiß keiner.
Da können wir nur hoffen noch lange fit und gesund zu bleiben.

Beruflich bin ich wieder stundenweise in einem neuen Job eingestiegen, als mein Jüngster 4 Monate alt war, erstmal mit ganz wenigen Stunden, inzwischen mehr.
Die letzte SS/ Geburt hat mich aber regelrecht beflügelt, beruflich nochmal was völlig Neues anzupacken. Mit dieser Ausbildung hat es leider nicht geklappt, jetzt wäre ich fertig damit und könnte einsteigen. Aber ich will bald eine Schulung für eine ehrenamtliche Tätigkeit beginnen, der Arbeitsbereich kommt der ursprünglich geplanten Ausbildung sehr nahe und spricht mich einfach an.
Ich brauche nochmal eine neue Herausforderung, die Teilzeitstelle behalte ich parallel, der Job macht mir Spaß.
Mein Mann hat sich vor 1/2 Jahr beruflich verändert, nach 10 Jahren im bisherigen Job nochmal freiwillig als Quereinsteiger was völlig Neues angepackt, also muss ja bei uns beiden noch Energie da sein.

LG

Ich bin jetzt 41, habe vor 9 Monaten mein 4. Kind bekommen (endlich ein Mädchen) - kerngesund & habe 3 größere Söhne: jetzt 11, fast 13 & 16 Jahre alt. Die drei lieben ihre kleine Schwester und bringen ihr einen Haufen Unsinn bei. :-) Ich finde es total schön, nochmal Mama geworden zu sein - mit einem liebevoll kümmernden Papa (für ihn ist es das 1. leibliche Kind). Zu unseren liebgewonnenen Unternehmungen nehmen wir die Maus einfach mit & jeder nimmt ein klein wenig Rücksicht, so dass es für alle schön ist - und zum Glück sind die Großen auch schon so groß, dass sie viele Dinge selbständig tun können!