Wie verhalten - Schwägerin?

    • (1) 05.05.19 - 07:33

      Hallo zusammen,

      ich brauche dringend einen Rat bzw. Tipps.

      Folgendes Problem: ich bin super enttäuscht von meiner Schwägerin. Sie hat zwei Kinder von denen sowohl ich als auch mein Mann Taufpate sind. Inzwischen sind die Kinder 14 und 16. wir haben uns immer um die Kinder gekümmert, Dinge mit ihnen unternommen, Adventskalender gebastelt, Bei Schulproblemem geholfen, Referste mit vorbereitet, Geburtstagsgeschenke verschenkt etc. Alles, was man meiner Meinung nach als Paten so macht.

      Vor 2 Jahren kam dann unsere Tochter zur Welt. Die Schwägerin wollte unbedingt Taufpatin werden. War ihr ausdrücklicher Wunsch. Inzwischen ist es aber so, dass sie die Kleine 3 Tage nach der Geburt, an Weihnachten, ihrem Geburtstag und an Ostern gesehen hat. (Wohnt im gleichen Ort). Interesse ist gleich null.

      Von uns wird weiterhin Hilfe bei Hausaufgaben, Computerproblemen etc eingefordert. Von ihr kommt jedoch nix. Am Geburtstag hieß es von ihr, die Kleine hat ja alles, braucht nix. Somit kam nicht mal ein Geschenk. (Mir geht es dabei nicht um den Geldbetrag an sich sondern um die Geste - ein Miniausflug mit dem Rad zum Eisessen etc wäre ja auch toll). Zeit verbringen, mehr nicht.

      Vor kurzem habe ich Sie darauf angesprochen, dass mir das Interesse fehlt und als Antwort kam, dass sie keinen zeit hst. Ist viel beschäftigt und lebt in Trennung. Sie würde ja gern mehr, aber sie hat einfach keine Zeit. Arbeitet aber nur 20 Stunden 🤔.

      Dazu kommt, dass wir oft was mit ihrem kleinen Sohn unternehmen (Eisessen, Indoorspielplatz etc) und beim Abgeben oder Abholen nicht mal ein „Danke“ von ihr kommt. Es ist einfach so selbstverständlich und das ärgert mich furchtbar.

      Wir haben mit ihr keinen Streit und es ist auch nichts vorgefallen. Mein Mann meint immer, sie war schon immer so. Nur auf den eigenen Vorteil bedacht und wir werden sie nicht ändern.

      Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Es nochmal ansprechen? Ich komme mir irgendwie blöd vor, Interesse und „Dankbarkeit“ einzufordern. Sag ich nichts, Ärger ich mich aber schrecklich. Eine Aussprache wird aber nichts bringen. Beende ich die Unterstützung, tut mir der Kleine leid. Ich hab ihn total gern ....

      Vielleicht habt ihr Ideen

      • Ein bisschen doof von deinem Mann, dass er nicht gleich gesagt hat, dass die Schwägerin immer nur an ihren eigenen Vorteil denkt, dann hättet ihr euch vielleicht andere Paten für euren Sohn gesucht. Kanntest du sie nicht so gut?

        Sonst würde ich mich einfach damit abfinden, dass von ihr nichts kommt und für ihre Kinder weiterhin das tun oder geben, was ich für die Kinder gern tun oder geben will, weil ich sie mag.

        (3) 05.05.19 - 08:10

        Wenn du es kannst, hör auf Erwartungshaltungen an Deine Schwägerin zu haben, um ihrer Kinder Willen. Sie können ja nix dafür, dass ihre Mutter ne doofe Kuh ist.

        Ich würde es noch einmal gegenüber der Schwägerin klar artikulieren, dass du sau-enttäuscht bist und ihr Verhalten unmöglich findest, dass du überlegt hast, deine Hilfestellungen zu unterlassen, aber dass du dich wegen der Kinder, ganz sicher nicht wegen ihr, dagegen entschieden hast.

        Die Kunst dabei ist, dich dann wirklich nicht mehr zu ärgern.

        Ich tue mittlerweile nur noch Sachen, hinter denen ich, warum auch immer, hinterstehe und nichts mehr, um eine Gegenleistung und sei es nur Wertschätzung zu erhalten.

        Ich fühle mich deutlich energievoller seither und die blöden Kühe dieser Welt können mir gar nix mehr. Sind halt blöde Kühe. Die gibt es überall.

        • Wir haben sie eigentlich deshalb genommen, da sie es sich so gewünscht hatte und immer in großen Tönen davon geredet hat, was sie dann alles macht.
          Außerdem ist sie die einzige Verwandte, die in Frage kam. Bei u s ist das nicht so leicht. Wir haben kaum Verwandtschaft und die Freunde sind alle katholisch 🤣. Wir bräuchten aber unbedingt einen evangelischen Paten, da unser Kind evangelisch getauft werden sollte. Das war mir wichtig und zudem brauche ich das, da ich evangelische Religionslehrerin bin....

          • Hi,

            ich muss jetzt mal ganz blöd was fragen:

            Warum brauchtet ihr zur evangelischen Taufe unbedingt einen evangelischen Paten? Gibt das eure Gemeinde so vor?

            Unser Sohn wurde auf meinen Wunsch hin (ich bin evangelisch und kann dem ganzen Katholizismus nichts abgewinnen) evangelisch getauft. Da die Eifel aber mehr Katholiken beherbergt, sind alle seine drei Taufpaten (zwei Freundinnen und die Oma)katholisch. War für den Pfarrer überhaupt kein Problem.

            Und nun zum Thema:
            Vergiss deine Schwägerin als Patin. Es war schon ein "Fehler" , sie nur zu nehmen, weil sie es sich so wünscht oder weil sie evangelisch ist.
            Sie wird sich nicht ändern und immer wieder Ausreden finden.
            Ihr nehmt euer Patenamt sehr viel ernster - bleibt dabei, denn die Kinder können nichts dafür.

            Wir haben den Kontakt zu einer von Fabians Paten abgebrochen (Jugendfreundin meines Mannes). Sie kam zwar die ersten Jahre immer und brachte ein Geschenk oder stellt in der Nikolausnacht was vor die Tür, aber zeigte keinerlei Interesse an unserem Sohn. Kam zum Geburtstag, gab Geschenk ab und ignorierte fortan unseren Sohn. Fragte auch nie nach ihm, wenn wir telefonierten. Auf so jemanden konnten wir gut verzichten, auch auf die Geschenke, aber etwas Interesse - mal nachfragen wie es ihrem Patenkind geht, mal mit ihm spielen, wenn sie da ist etc - das wäre nett gewesen. Mehr haben wir nie erwartet. Mit anderen Kindern, wo sie nicht Pate war, verhielt sie sich (zumindest wenn wir dabei waren) anders. Aber... wer nicht will... ich trage ihr das nicht nach, aber muss auch den Kontakt nicht mehr haben. Sollte sie sich irgendwann melden - ok, wenn nicht, dann nicht.

            Gruß
            Kim

      "Nur auf den eigenen Vorteil bedacht und wir werden sie nicht ändern."
      Warum habt ihr sie als Taufpatin gewählt? Ich bin sowieso kein Freund von Babytaufen. Erstmal Kind bekommen, dann schauen, zu wem sich über die Jahre eine innige und herzliche Bindung bildet, dann irgendwann taufen lassen. Aber der Drops ist ja nun gelutscht bei euch.
      Nur weil du engagiert bist, heißt das nicht, dass andere Taufpaten das genauso sind oder sein müssen. Deine Patenkinder haben nunmal Glück, dein Sohn hat Pech in dem Punkt - ein wenig selbstverschuldet, wie ich finde ("Nur auf den eigenen Vorteil bedacht und wir werden sie nicht ändern.")
      Sucht euch einfach andere engagierte Menschen mit Interesse in eurem Umkreis, das müssen ja nicht die Taufpaten sein. Den Neffen/die Nichte würde ich da raushalten, die können dafür nichts. Ob du dich da weiter zurücknimmst, musst du selbst wissen.
      VG

    • Guten Morgen!

      Ich bin da etwas zwiegespalten muss ich sagen... Ich habe selber zwei Töchter und bin Patentante eines 2 jährigen Jungen, den ich unheimlich lieb habe. Dennoch fehlt mir auch oft die Zeit mit ihm etwas zu unternehmen oder Zeit mit ihm zu verbringen :-( Das hab nichts damit zu tun dass ich nicht möchte sondern weil meine eigenen Kindern, auch wenn sich das hart anhört, einfach vorgehen und die haben Termine und Veranstaltungen, ich arbeite im Schichtdienst und bin auch Alleinerziehend. Aktuell sehe ich den Kleinen 1 Mal im Monat (mindestens) und wenn meine Freundin jemanden zum aufpassen braucht und ich es irgendwie einrichten kann, bin ich natürlich auch zur Stelle.
      Auf der anderen Seite kann ich total verstehen dass du enttäuscht bist und dir für deinen Sohn etwas mehr Engagement wünschst, dennoch darfst du nicht von dir und deinem Engagement auf andere schließen. Da die Kinder deiner Schwägerin ja nun schon etwas älter sind (meine können ihre Termine nicht komplett allein bewältigen), wird deine Schwägerin sie ja nun nicht überall hinkutschieren müssen etc. Da würde ich schon vermuten, dass sie wenigstens einmal im Monat Zeit für deinen Sohn findet, auch wenn es vllt. nur 2-3 Std sind und das würde ich noch mal ansprechen, wenn es dich so traurig macht und beschäftigt. Allerdings verstehe ich auch nicht warum ihr sie als Patin ausgewählt habt, wenn sie immer schon nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht war .. egal ob sie das unbedingt wollte oder nicht, das hätte ich nicht gemacht.

      Aber ganz unabhängig davon: dein Sohn wird doch sicherlich auch ohne die Patin viele tolle Menschen um sich haben die gerne Zeit mit ihm verbringen und ihm zeigen, dass sie ihn lieb haben?! Dafür "braucht" man ja keine Paten ;-)

      Lass dich nicht so ärgern davon, dadurch wird es auch nicht besser. Ach so, dein Engagement deinem Patenkind gegenüber würde ich auch nicht verändern, der kann ja auch nix für seine Mama ;-)

      Liebe Grüße

      Sandra

      • Vermutlich darf man einfach nichts erwarten.... Mir wäre ja schon mit einmal im Monat für ne viertel Stunde vorbei kommen geholfen 🤣. Das sollte machbar sein. Schwiegermutter wohnt gegenüber, dort schaut sie auch mal oft vorbei. Liegt dann j auf dem Weg....
        Ich glaube, ich werde mich einfach zurückziehen und meine Aktivitäten mit ihren Kindern mal für 1-3 Monate einschränken....

        • "Ich glaube, ich werde mich einfach zurückziehen und meine Aktivitäten mit ihren Kindern mal für 1-3 Monate einschränken.... "

          Und was bitte können die Kinder deiner Schwägerin dafür? Sippenhaft?
          Wie willst du ihnen erklären, warum du / ihr auf einmal nicht mehr für sie da bist/seid?

          Ich kann Dir sagen, dass du damit uU das gute Verhältnis zu den Kindern kaputt machst. Und unfair finde ich das zudem auch. Abgesehen davon habe ich was gegen "ich mache dies, dann musst du auch das machen" - wenn ich etwas mache, dann weil ich es will und weil ich es für denjenigen gerne mache. Und nicht, weil ich eine Gegenleistung - noch dazu von einer dritten Person erwarte.

          Geh nochmal in Dich und überlege Dir, warum Du dich bisher so um ihre Kinder bemüht hast. Aus Überzeugung des Patenamtes? Weil du die Kinder magst? Oder nur, weil du irgendwann eine Gegenleistung erwartet hast (was ich mir nicht vorstellen kann - da wird ja die letzten 16 Jahre auch kein Danke oder ähnliches gekommen sein).

          (10) 07.05.19 - 08:12

          Hallo!

          Denke das dies der falsche Weg ist, die Aktivitäten mit Kindern einzuschränken. Das Problem hast du. Nicht böse gemeint. Für die Taufpatin ist es ok wie es läuft. Du bist aber enttäuscht, weil du mehr erwartest. Da nützt doch nichts das du die Kinder dann hängen lässt. Finde ich persönlich den Kindern gegenüber sehr unfair.

          Gabi

    Die Kinder der Schwägerin sind mittlerweile ja schon zienlich groß. Ich würde die Kinder als unabhängige Personen betrachten. Unabhöngig dsvon ob die Mutter sich f0r euch oder euer Kind interessiert etwas mit den beiden großen Kindern unternehmen. Ihr macht dad ja hoffentlich aus Interesse an den beiden Kindern seobst und nicht als Gefallen der Mutter zuliebe.

    Manchmal läuft es anders als man denkt. Sehr seltsam und enttäuschend, aber wenn die Schwägerin keine Eigeninitiative zeigz, dann wird sich kaum was ändern können.

    Du musst es leider akzeptieren. Unser Jungs (5 und 2 Jahre) haben eine gemeinsame Patin. Von dem Großen ist mein Schwager und er hat nicht viel Interesse an etwas mit ihm zu unternehmen. Ostern, Weihnachten...kommen Geschenke, aber auch nur weil die Freundin sich drum kümmert. Ich wusste von Anfang an, dass es so laufen würde und habe es akzeptiert.

    (13) 05.05.19 - 11:03

    Hallo, wenn man sich über Erwachsene ärgert klärt man dies mit den Erwachsenen und nicht auf den Rücken von Kindern. Erwachsen zu sein bedeutet es trennen zu können.

    Du kennst sie doch nicht erst seit gestern. Ärgerst du dich über sie oder dich?

    Gruß Sol

    Hallo,

    normalerweise endet die Patenschaft doch mit Konfirmation/Kommunion (ich gehe da mal vom angegebenem Alter aus) und ihr seid zu garnichts mehr verpflichtet. Alles, was jetzt von euch noch kommt ist freiwillig und hat nichts mehr mit der Patenschaft zu tun. Lasst es doch einfach übers Jahr hin auslaufen. Dann gibt es nur noch ne Kleinigkeit zu Weihnachten und zum Geburtstag. Helfen würde ich nur noch wenn die Kinder diese Hilfe "einfordern" und nicht wenn deine Schwägerin es möchte.

    LG

    Gib nur so viel, wie du geben kannst, ohne dass es sich schlecht anfühlt, wenn nichts zurück kommt. Hilfe bei Computerproblemen käme da von mir nicht mehr z.B. Da soll sie jemanden bezahlen. Gemeinsame Unternehmungen mit dem Kind würde ich immer noch machen, aber nicht um die Schwägerin zu entlasten, sondern wegen des Kindes. Ich würde nur so viel geben, wie ich geben kann, ohne dass ich das Gefühl habe ausgenutzt zu werden.

    (16) 05.05.19 - 12:47

    Ehrlich, Eure Situationen sind absolut NICHT vergleichbar!
    Kinderlose Tanten und Onkel stürzen sich gerne mit vollem Elan auf Nichten und Neffen, unabhängig davon ob sie Pate sind oder nicht. Eltern, gerade wenn sie auch noch alleinerziehend sind, haben daheim schon viel um die Ohren. Ich finde es ganz normal wenn sie Alleinerziehend mit 2 Kindern ist dass sie nicht noch das Bedürfnis hat Euer Kind regelmäßig zu bespaßen. Ihr habt das ja auch nicht aus Pflichtbewusstsein getan sondern wenn ihr ehrlich seid weil ihr Kinder gern habt aber selber noch keine hattet. Es wird Euer Leben bereichert haben. Als Alleinerziehende braucht man kein fremdes Kind mehr zum "Leben bereichern".

    Bei Euerer Konstellation ist es nun mal so dass mehr Unterstützung brauchen kann als sie geben kann. Ihr konntet zumindest bis zur Geburt mühelos mehr geben!

    • Naja. Das finde ich überhaupt nicht. Wir haben uns nie darauf gestürzt. In den ersten Jahren wurden wir immer darum gebeten aufzupassen, Adventskalender zu basteln etc. Was wir natürlich auch gerne gemacht haben...

      Und ganz ehrlich: zwei schon recht alte Kinder und 20 Stunden Arbeit? Als ob da keine Freizeit bleibt. Wenn wir den Neffen fragen, was die Mama macht, kommt immer „liegt auf den Sofa und schaut fern“.

      Einmal im Monat für ne halbe Stunde vorbei schauen - ohne Auftrag aufzupassen (erwarte ich überhaupt nicht), sollten wohl machbar sein.

      • (18) 05.05.19 - 14:03

        Wenn Du das so schreibst ... wie genau kamst Du auf Die Idee dass sie ihre Fernsehcouch verlässt, wenn sie es schon nicht für ihre Kinder tut?

        Ich finde es aber auch ehrlich befremdlich zu erwarten dass jemand regelmäßig vorbeischaut, jeder hat sein eigenes Leben. Unsere Paten wohnen alle nicht hier, das heißt sie sehen den Kleinen auch alle selten. Ich hab auch ein Patenkind und hab es teils Monate nicht gesehen oder nur zu Familienfeiern, obwohl nur ein paar Strassen weiter, dafür gabs auch Phasen wo ich jede Woche dort war als er in der Schule Probleme hatte.

        Dass Du Dich jetzt zurückziehen willst finde ich ehrlich kindisch, das tritt das Patenamt mit den Füssen. Ein Pate sollte für die Kinder da sein, GERADE wenn die Mutter sich um gewisse Dinge nicht kümmern kann oder auch kümmern will. DAS heißt Patenamt, für das KIND da sein! Dem Kind auch beistehen wenn es z.B. Ärger mit den Eltern hat! Du bist den Kindern gegenüber verpflichtet, ob die Mutter jetzt ihre Verpflichtungen einhält ist davon in meinen Augen unabhängig. Wenn Du das jetzt machst wegen Deiner "Aufrechenrei" bist du in meinen Augen keinen Deut besser.

(19) 05.05.19 - 14:07

Hallo braucheideen
Ich habe nicht alle Antworten durchgelesen, kann Dir aber von der 'anderen Seite' berichten.

Meine Schwester ist Patentante von meiner Tochter (12) und macht einen tollen 'Job' ! Sie unternimmt immer mal wieder was (früher mehr, da einfacher) , macht tolle, überlegte Geschenke und liebt ihr Patenkind sehr. Das Verhältnis zwischen uns Schwestern war toll.
15 Monate später hat sie meine Patentochter geboren. Ich hatte leider zu Beginn keine Verbindung zu der Kleinen. Da kam einfach nichts innerlich bei mir. Dazu kam, dass ich mit der Erziehung / Verhalten meiner Schwester grosse Mühe hatte und sie mich auch nicht 'einfach machen liess' mit Ihrer Tochter. Der Graben wurde anstatt kleiner (bemühte mich ja trotzdem) immer grösser. Zu beiden.

Was ich damit sagen will: vlt stimmt die Chemie nicht? Vlt hat sie Mühe, mit Dir als Mama ubd/oder mit dem Wesen Deines Kindes (ich meine nicht, dass das Kind spuren muss oder zu 100% ihr entsprechen muss, sondern 'Sympathie / Antipathie' ). Und wie sollte sie zb so etwas formulieren können, falls sie es sich überhaupt bewusst ist?

Bei uns ist es mittlerweile so, dass, durch die Trennung meiner Schwester und uhrem Partner, meine Patentochter sich verändert hat. Sie ist wie neu geboren und wir verstehen uns toll und mögen uns jetzt 'plötzlich' sehr. Komisch, aber mega toll. Ich unternehme immer noch nicht so viel mit ihr, aber wenn sie hier ist (bei meiner Tochter), dann ist es super zwischen uns.

Und ich habe mich so oft schecht gefühlt und mir ein schlechtes Gewissen gemacht, ihr nicht dasselbe zu bieten, wie meine Tochter von ihrer Mutter bekommt. Und es ist nicht schön, zuzugeben, dass man ein Kind nicht mag/ nichts anfangen kann damit. Erwartungen (die eben oft von den Eltern und nicht von den Kindern kommen) nicht zu erfüllen.

Mein Verhältnis zu meiner Schwester ist weiterhin nicht gut. Daran liegt es also nicht, ausser dass meine Patentochter jetzt selbstständiger ist und eine eigene Meinung hat und diese auch äussert/äussern kann aufgrund des Alters.

Vlt braucht Drine Schwägerin noch Zeit. Und vlt springt der Funke nicht über.

Meistens ist es für die Erwachsenen das grössere Problem als für die Kids, diese nehmen eher an, wie etwas einfach nun mal ist. Sie kennen es ja dann nicht anders (der Patenonkel meiner Tochter ist ein nur Geburtstagspate - sie liebt ihn dennoch heiss)

Überlege Dir, ob Dein Kind effektiv darunter leidet. Wenn ja: dann sprich es nochmals an oder/und suche eine Alternative. Wenn es nur Deine Erwartungen sind: mach Dein Problem nicht zu deren.

Alles Gute
Xund

(20) 05.05.19 - 16:01

Hallo,

ich kann deine Enttäuschung zwar verstehen, muss mich aber dennoch auch pikku.123 anschließen. Das Programm, das ihr den Kindern deiner Schwägerin geboten habt, könnt ihr umgekehrt nicht von ihr erwarten.

Wenn ich überlege, was ich mit den Kindern meiner Schwester alles unternommen habe, wie oft ich auf sie aufgepasst und mit ihnen Hausaufgaben gemacht habe. Ich habe meiner Schwester oft den Rücken freigehalten, damit sie arbeiten konnte, aber auch damit sie Zeit für sich hatte und mal etwas mit ihrem Mann ohne Kinder unternehmen konnte. Das habe ich nicht nur von mir aus gemacht, meine Schwester hat mich oft auch darum gebeten, aber ich habe es immer gerne gemacht und ich habe es geliebt.

Wäre ich bereits selbst Mutter gewesen, hätte ich das nie und nimmer alles getan. Ich kann verstehen, dass deine Schwägerin nicht so viel Zeit hat. Mit Familie sieht das Leben einfach anders aus.

Vielleicht könnt ihr euch mal in Ruhe zusammensetzen und besprechen, was deiner Schwägerin möglich ist. Nicht vorwurfsvoll, sondern eher verständnisvoll. Hängt die Messlatte deutlich tiefer, denn eure Situationen sind wirklich unterschiedlich. Ich würde auch frei heraus fragen, ob sich die Schwägerin lieber nicht kümmern möchte. Das wäre sehr schade und dass sie Patin werden wollte, müsst ihr dann wirklich nicht verstehen, aber dann wisst ihr woran ihr seid.

LG

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