unterschiedliche Erziehung wird zum Problem

    • (1) 06.05.19 - 11:50
      ratlose.Patchwork.Mu

      Hallo,

      Ich weiß gar nicht so recht in welches Forum unser Problem passt,deshalb versuche ich es einfach mal hier.

      Gleich vorweg,ich bin selbst Mutter und der Meinung,meine Kinder sind ganz gut gelungen und erzogen.
      Zumindest hat sich noch niemand bei mir beschwert😉

      Vielmehr geht es im das Kind meines Partners,er hat zwei Kinder mit in die Beziehung gebracht(12,6Jahre alt)
      Mit dem großen Kind ist alles super,wir verstehen uns gut und haben einen guten Draht zueinander.

      Zusammen sind wir seit 4 Jahren,es lief von Anfang an gut und mit den Kindern gab es keine Probleme.
      Seine Exfrau ist jetzt aber der Meinung,das die komplette Erziehung der Kinder in der Ehe falsch war.
      Sie setzt seit einer ganzen Weile schon auf freie Erziehung,d.h. die Kinder kennen kein Nein,keine klaren Regeln,keine Konsequenzen...sie können tun was sie wollen.

      Jetzt zum eigentlichen Probleme,sein kleines Kind benimmt sich bei uns unmöglich,man kam sich kaum mit ihr irgendwo sehen lassen.
      Es fehlt leider komplett an Anstand und Erziehung,Dinge wie...Guten Tag,auf Wiedersehen,bitte,danke,ich möchte bitte...existieren in ihren Wortschatz nicht.
      Es heißt immer nur ich will dies,ich will das...bekommt sie es nicht,wird gebockt,geheult...und dann kommt immer der Satz...aber bei Mama darf ich das.

      Sie geht bei uns zuhause über Tisch und Bänke,geht mit den Sachen meiner Kinder um,als wären es ihre.
      Alles ist selbstverständlich für die Kleine,sie bekommt ja bei der Mutti alle Freiheiten.

      Sie hört weder auf mich noch auf ihren Vater,wenn ihr was nicht passt ignoriert sie uns einfach.
      Sie benutzt Schimpfwörter die weit unter der Gürtellinie sind....usw

      Wir haben mehrfach erklärt das dieses Verhalten bei uns nicht geduldet wird,es gibt Konsequenzen,Regel und Grenzen an die sich alle halten.
      Die Kleinen kommt aller 14 Tage her und wir fangen aller 14Tage wieder bei Null an,weil einfach nichts mehr klappt.

      Meine Kinder sind langsam aber sicher genervt und wir mit unseren Latein am ende.
      Gespräche mit der Mutter gab es genug,es ist eben ihre Erziehung und bei ihr Zuhause klappt das angeblich alles super.
      Allerdings wissen wir,das es nicht so ist und ihr Partner auch oft genervt vom Benehmen ist und dann laut wird.

      Habt ihr eine Idee oder einen Vorschlag wie wir der Kleinen das evtl.besser verständlich machen können,das es bei uns eben anders läuft als bei ihrer Mutti?





      LG,eine ratlose Patchwork Mutti

      • (2) 06.05.19 - 12:38

        Puh, dass ist eine ganz schön verzwickte Situation. Ich glaube so richtig was raten kann ich dir leider nicht. Ich kann dir lediglich raten, was ich tun würde...

        Wie geht denn der Große mit der Situation bei seiner Mama um?

        Was für Konsequenzen gibt es denn bei euch für die Kleine, wenn sie die Regeln nicht befolgt? Hat sie ein eigenes Zimmer bei euch?

        Ich verstehe, dass deine Kinder und ihr langsam genervt seid...

        • (3) 06.05.19 - 13:52
          ratlose.Patchwork.Mu

          Sein Sohn geht damit ganz gut um,er weiß und versteht das es bei uns Regel gibt an die sich alle halten.
          Allerdings hat er uns auch erzählt das sich seine Schwester zuhause genau so benimmt,es interessiert nur niemanden so richtig.
          Die Mutti tut das alles ab und ihr Partner brüllt rum wenn es ihm zu viel wird.
          Ein eigenes Zimmer hat sie bei uns auch und Zeit alleine mit Papa ist auch vorhanden.

      Ich ahne ja, auf was dieser Thread hinauslaufen wird...das Abendland wird untergehen, weil die schlimmen Eltern heutzutage nicht mehr mit Strenge und Disziplin, unangenehmen Konsequenzen und Strafen erziehen...

      Wenn es beim großen Kind keine Probleme gibt, scheint die Art der Erziehung ja nicht automatisch zu Fehlverhalten zu führen. Es ist ja auch ein beliebtes Vorurteil, dass Kinder bei "nichterziehenden" Eltern oder bedürfnisorientierter Erziehung machen dürften, was sie wollen oder respektlos werden.
      Die Ex deines Mannes setzt da entweder was falsch um, vielleicht verwechselt sie Bedürfnisorientierung mit Gleichgültigkeit, oder das kleine Kind hat irgendein anderes Problem, wenn es sich so benimmt.

      Was du machen kannst: dranbleiben, dass du nicht willst, dass man so mit dir umgeht, erklären, dass bei euch die Regeln x, y und z gelten, und dass sich alle an Regeln halten müssen, wenn eine Familie funktionieren soll, das müssen du und ihr Vater schließlich auch, sonst könnte sie ja auch nicht abc..

      Normalerweise kooperieren Kinder ganz gern. Aber bei euch kommt ja die Patchworksituation dazu, vielleicht mag die Ex dich nicht und das Kind lebt es aus...

        • Nochmal, ich glaube, die Ironie ist schlecht rübergekommen;-).
          Und ich finde wirklich auffällig, dass es dazwischen oft nichts gibt.
          Dass es dieses Mal nicht so ist wie ich erwartet habe, freut mich ganz ehrlich.

      (8) 06.05.19 - 13:56
      ratlose.Patchwork.Mu

      Ich glaube auch das die Mutti eher gleichgültig ist oder das ganze falsch umsetzt.

      Ob sie mich nicht mag kann ich nicht sagen,einen Grund hätte sie meiner Meinung nach nicht.
      Getrennt waren sie schon als ich meinen Partner kennen lernte.
      Wir haben im Bekanntenkreis auch frei erzogene Kinder und die sind wirklich super,von denen habe ich noch kein solches Benehmen gesehen.

(9) 06.05.19 - 12:46

Da braucht ihr Nerven aus Stahl! Aber unbedingt weiter durchziehen. Das Kind muss und wird auch lernen, dass bei euch andere Regeln gelten als bei der Mutter. Sowas ist nichts ungewöhnliches, dass bei Person A diese Hausegeln gelten und bei Person B jene. Wir haben das selbst schon durch (wenn auch nicht in so einem krassen Ausmass wie bei euch) aber es wurden die Regeln in unserem Haus besprochen, notiert und gut sichtbar für das Kind aufgehängt. Auch Konsequenzen wurden besprochen (und musste natürlich auch schon ausgesprochen werden wie TV- oder Computer-Verbot). Nach 2-3 x hat sich das erledigt. Bei der Mutter ist der Kleine nach wie vor 'frech' und macht was er will, sobald er unser Haus betrifft ist er so wie er soll (vom Benehmen her meine ich).

(11) 06.05.19 - 12:57

Hey

Wir haben auch so einen Kandidaten zu Hause. Alle 14 Tage oder auch spontan, wird bei uns alles auf den Kopf gestellt 😂 ich habe schon alle Hoffnung verloren, da das ganze jetzt schon seit 6 Jahren geht und keine Besserung in Sicht. Was ich tue um nicht durchzudrehen?

Ich gehe.. Mit meinen beiden Kindern (eins mitgebracht und ein gemeinsames).

Kommunikation liegt bei den Eltern bei 0 und ich rege mich nicht mehr darüber auf.

Nun bin ich immer an den Wochenenden arbeiten wenn Prinz da ist und bin froh darüber.

Auch nicht die 100 Prozent geilste Lösung, aber wenn die beiden das nicht gebacken bekommen, nicht meine Suppe 🤷‍♀️

Habe jahrelang geredet und gemacht und getan. Kanal ist voll...

Alles Liebe und Gute

  • (12) 06.05.19 - 14:12
    ratlose.Patchwork.Mu

    Ehrlich gesagt hatte ich diese Überlegung auch schon.
    Wir überlegen sogar,die Wochenende zu tauchen.
    So das meine Kinder am Wochenende beim Vater sind,wenn seine zwei dann hier sind.

    Kann dich gut verstehen.... #zitter

    Was ich mich frage: WAS machen die Lehrer in der Schule mit solchen Kindern? Oder wissen sie da plötzlich, wie man sich benimmt?!? #gruebel

(14) 06.05.19 - 12:58

Es kann auch nur eine Phase sein. Jedes Kind ist anders. Bei uns daheim gibt es mehr oder weniger strenge Regeln. Und trotzdem dreht der fast 6jährige öfters mal bei anderen durch. Da schämen wir uns oft sogar. Mit der fast 8jährigen ist das gar nicht so obwohl beide gleich erzogen werden.
Das Umfeld wie Kindergarten, Schule, Freunde spielen auch eine grosse Rolle.

  • (15) 06.05.19 - 14:15
    ratlose.Patchwork.Mu

    Bei den Großeltern ist es wohl auch manchmal so,das sie sich nicht benimmt.
    Allerdings ist sie dort nicht so oft wie bei uns.
    Kindergarten ist ebenfalls mal so mal so,sie fällt schon öfter mal negativ auf.

Hallo, eine Mediation könnte helfen um mit der Mutter besser zu sprechen. Der Kinderschutzbund und Caritas bieten das an.
Ansonsten hilft nur bei der kleinen dran bleiben.

In jedem Fall wünsche ich Dir gute Nerven.

Gruß Sol

  • (17) 06.05.19 - 14:18
    ratlose.Patchwork.Mu

    Beim Kinderschutzbund waren Mutter und Vater schon,wirklich hilfreich war es leider nicht.
    Nach drei Terminen bestand kein Interesse der Mutter mehr,sie würde das mit dem Vater alleine schaffen.

    Wahrscheinlich hilft da nur durchhalten und dran bleiben.

    (18) 07.05.19 - 07:58

    Ich glaube nicht, dass die Situation sich bessert wenn man die Mutter zu irgend einer Einrichtung schleift.
    Am Ende leben die Kinder bei der Mutter und sie kümmert sich nun mal komplett um sie....so ist es auch ihr Recht sie so zu erziehen wie sie möchte.
    Das ist nun mal oft das Problem der Wochenendpapas. Ausser reden hat man nicht viele Möglichkeiten.

Meine Tochter in genau dem Alter ist auch unerträglich über Wochen gewesen und diese wird erzogen.
Wo man Probleme finden will da findet man auch welche.
Grüße von einer Stiefmutter die Fehler bei sich und nicht bei der Kindsmutter gesucht hat...

  • (20) 06.05.19 - 14:09
    ratlose.Patchwork.Mu

    Für uns alle hier(mein Mann,meine Kinder und sein großes Kind)ist das Verhalten der Tochter ein Problem.
    Und zwar kein erfundenes sondern ein ganz reelles.

    Würde es dir gefallen wenn du aller 14 Tage jemanden in deinem Haus hättest,der macht was er will und dein Eigentum mit Füßen tritt,deine Wände voll malt und deine Kinder beleidigt?


    Es kann ja nicht sein,das sich fünf Personen nach einer sechsjährigen,die außer Rand und Band ist,richten müssen.
    Und laut Bruder benimmt sich die Kleinen bei der Mutter genau so,also scheint das Problem ja dort zu liegen und nicht bei uns.

    Meine Kinder waren auch mal sechs,aber so ein Verhalten hatte keiner von beiden.

    • Vielleicht liegt das Problem weder bei der Mutter noch bei euch, sondern bei der Gesamtsituation für das Kind.
      Kommt sie vielleicht mit den 14-tägigen-Wechseln nicht klar, mit den Wechseln der verschiedenen Haushalte und den damit verbundenen Umständen und Erziehungsformen? Die Eltern müssen sich ja getrennt haben, als sie sehr klein war. Versteht sie das vielleicht nicht und sehnt sich nach ,einer' Familie? Ich würde an deiner Stelle deinem Mann raten, so viel Zeit wie möglich mit seiner Tochter zu verbringen (wenn möglich mehr als alle zwei WE) und dann auch mal allein. Ihr Verhalten kann auch daran liegen, dass sie sich vielleicht nicht genug von ihm beachtet fühlt, wenn sie ihn nur so selten sieht. Deine Kinder sind wahrscheinlich mehr bei ihm als sie selbst, und wenn ihr Stiefvater viel laut wird, ist sie für ihre sechs Jahre möglicherweise einfach überfordert.

      Das soll keine Unterstellung oder Ähnliches sein. Das sind einfach die Gedanken, die mir beim Lesen des Threads kamen.

      Warum Krass?
      Du hast gefragt und ich habe Dir geantwortet wie WIR es gemacht haben.
      Ich habe keine Unterschiede zwischen den Kindern gemacht und dies in keinster Weise aufkommen lassen.
      Doch, ich weiß wie es ist steht die ganze Familie Kopf...
      Es war sehr anstrengend!
      Trotzdem bin ich dabei geblieben und wir haben es durchgestanden.
      Der Bub ist heute toller Familienvater und liebt mich und ist dankbar um mein Durchhalten( da ging es um Drogen, klauen usw)
      War es dies nicht wert?
      Kann dir mit dem eigenen Kind auch passieren.
      Was ist daran Krass?
      Eben unser Weg!

      • (23) 07.05.19 - 13:45
        ratlose.Patchwork.Mu

        Wo habe ich denn was von krass gesagt?

        Seine Kinder waren und sind hier immer willkommen,sie haben hier beide ein eigenes Zimmer,sind auch bei uns zuhause.

        Unterschiede macht weder mein Mann noch ich mit den Kindern.
        Es ist auch nicht so,das die Kleine nicht gerne hier ist.

        Stell dir vor,sie sagt mir sogar das sie mich lieb hat!


        Ich bin es leid,das man sofort in die Ecke der bösen Stiefmutter gesteckt wird,wenn man nicht jeden Ausrasten der Bonuskinder super findet.

        • Nein nicht super aber es ist wert sich zu bemühen so anstrengend es ist.... dies wollte ich dir sagen aber du scheinst mich leider nicht zu verstehen.
          Ich bin hier raus
          Euch und dem Kind alles Gute und erwachsene die bedingungslos mit viel liebe begleiten.

(25) 07.05.19 - 07:59

Deinen Beitrag finde ich Klasse :)
So ein kleines Kind macht ja nicht alles mit absicht um bewusst und hinterhältig jemanden zu ärgern.

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