Papa Phase dauert fast 2 Jahre

    • (1) 06.05.19 - 19:09

      Hallo zusammen,

      Ich verzweifle langsam an der langanhaltenden Papa-Phase, die fast 2 Jahre dauert. Unser Sohn ist jetzt fast 3,5 Jahre alt.

      Ich habe mich bereits mit der Situation abgefunden. Ich finde es nur erschreckend, dass mein Mann sich in der papa Phase suhlt. Unser Sohn kuschelt jeden Morgen mit meinem Mann. Zu mir kommt er nicht mehr. Sehr selten. Mein Mann kommt aber nicht auf die Idee, unserem Sohn dazu zu bewegen, mit mir auch mal zu kuscheln. Das finde ich von meinem Mann sehr egoistisch. Ich habe meinen Mann immer mit einbezogen als unser Sohn ein Mama Kind war. Was soll ich machen. Habt Ihr Tipps? Am liebsten würde ich mich einfach zurückziehen, weil es weh tut.
      Danke im Voraus.

      • (2) 06.05.19 - 19:53

        Wenn es dich stört, dass dein Mann dich nicht miteinbezieht, dann solltest du ihn das genauso sagen.

        Ich kann dich ja teilweise verstehen, aber eben nicht komplett. Ich meine, man sollte ja froh sein, wenn das Kind so eine gute Bindung zum Papa hat..

        Aber wie gesagt, du solltest einfach mit ihm drüber reden. Vielleicht bleibt es auch einfach ein Papakind, dagegen kann man wohl nichts machen. Und du solltest darüber nicht traurig sein. Dazu gibt es keinen Grund.

        (3) 06.05.19 - 21:20

        Hm, das hat mit einer Phase ja nichts mehr zu tun. Klingt eher so, als hätte euer Kind zu seinem Vater eine enge Bindung und zu Dir nicht. Dass mal der eine Elternteil bevorzugt wird und dann der andere kenne ich schon, aber ein Kind, dass nur mit einem Elternteil kuschelt, das ist mir neu. Auch dein Wunsch, dich zurück zu ziehen..hm. Woran liegt es, dass eure Bindung nicht so stark ist? Doch wohl kaum am Vater?

        Wie ist die Betreuungssituation? Wie viel Zeit verbringt ihr jeweils mit dem Kind? Hat sich was in eurem Familienleben geändert zu dem Zeitpunkt als er vom Mama- zum Papakind wurde?

      • (5) 06.05.19 - 22:16

        Wer betreut denn den Kleinen tagsüber?

        Mein Sohn war auch so auf Papa fixiert, aber den sah er halt auch selten, weil er arbeitete und ich zu Hause war, d.h. Ich hab ihnen die Kuschelzeit sehr gegönnt, auch, dass sie oft etwas ohne mich unternommen haben (fand ich, zugegeben, sehr erholsam ;-) Wenn wir alleine waren, haben wir natürlich auch gekuschelt und gespielt, aber der “Star“ war ich nie, hat mich auch nicht gestört :)) ich werde trotzdem bis heute (9 Jahre) mit Liebeserklärungen an die beste Mama überschüttet :))

        (6) 07.05.19 - 09:13

        Hi,

        so richtig verstehen kann ich dich nicht.

        Mein Sohn ist 16 und bis heute ein absolutes Papakind. Die zwei haben von Geburt an eine ganz besonders enge Bindung. Vermutlich, weil ich eine Woche nach der Geburt auf Intensiv lag und mich nicht kümmern konnte und eben auch, weil mein Mann ihn seit der Geburt als Vollzeitpapa betreut und ich Vollzeit arbeite.

        Gestört hat mich das nie, manchmal frustriert, wenn Fabian geweint hat und ich ihn nicht beruhigen konnte und dann kommt Papa und es ist in 3sek vorbei. Aber soll ich eifersüchtig auf meinen Mann sein? Ganz sicher nicht!

        Ich weiß, dass mein Sohn mich genauso liebt wie ich ihn und das bekomme ich auch heute noch sehr oft gesagt. Aber wenn er krank ist oder ihn etwas belastet / etwas für ihn schlimmes passiert, dann geht er auch heute noch vorrangig zu meinem Mann. Für mich ist das vollkommen ok.

        Entspann Dich, genieße es, dass die zwei eine enge Bindung haben. Dein Sohn liebt dich trotzdem genauso wie den Papa. Eifersucht ist hier absolut fehl am Platz und würde Deinen Sohn nur belasten, weil er zwischen Mama und Papa wählen soll.

        Gruß
        Kim

      • Zurückziehen ist kindisch. Ich würde eher die Beziehung mit dem Kind genau betrachten und dort ansetzen.

        Ja, phasenweise kenne ich es auch, dass meine Kinder den einen oder den anderen Elternteil bevorzugen. Das ist denke ich auch total normal. Und meine Kinder haben auch eine super Bindung zu ihrem Vater, wir teilen uns das meiste 50:50 somit sind wir beide gleichermaßen präsent. Aber so eine lange Phase finde ich schon etwas seltsam. Hast du eine Idee, woran es liegen kann? Ist der Vater der Hauptbetreuer? Ist er vom Wesen her sehr anders als du?

        Bindung entsteht dort, wo sich einem Kind liebevoll, respektvoll und authentisch zugewandt wird. Nur so als Denkanstoss..

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