Kritik an Schwiegereltern ansprechen?

    • (1) 06.05.19 - 21:10

      Hallo.

      Altbekanntes Thema, ich weiß.

      Bei uns sieht es so aus, dass ich gar keinen Kontakt zu meiner Herkunftsfamilie habe und auch lange meine Schwiegereltern auf absoluter Distanz gehalten habe. Ich war als Mutter sehr gluckig, wobei ich mich gut lösen konnte, wenn mir wirklich liebe Menschen mit meinen Babies/Kindern Kontakt hatten.

      Es war so, dass meine Schwiegereltern immer versuchten, Kontakt zu "erwzingen", immer die Kinder allein betreuen wollten, was ich nie zuließ. Habe ich dann doch aus lauter Not ein oder zweimal gefragt (auch während ihrer Forderungszeit) dann waren aber immer eigene Termine doch wichtiger. Also habe ich gar nicht mehr gefragt bzw mich überwunden.

      Aufgrund einiger familiärer Turbulenzen kam es zwischenzeitlich zum kompletten Bruch, ich sah meine Schwiegereltern 2 Jahre nicht, aber mir war immer klar, dass es so nicht geht. Mir war klar, dass ich der Hauptpart bin und ich mich falsch verhalte. Es hat lange gedauert, aber irgendwann konnte ich über meinen Schatten springen und habe mich mit den Schwiegereltern ausgesprochen, wobei meine Differenzen hauptsächlich den Schwiegervater, nicht die Mutter betrafen.

      Nun gut, wir haben uns ausführlich und ehrlich versöhnt, ich konnte wirklich allen Groll ablegen. Sie haben sich ehrlich gefreut und es bestehen wirklich keine versteckten Differenzen. Seither bemühe ich mich, sie mehr zu integrieren, binde sie in kurze Betreuungsphasen ein, lade ein usw.

      Heute hatte ich einen Termin vergessen und war sehr dankbar, dass Schwiegermutter spontan einspringen konnte.

      Kurze Übergabe um 18.40, Kinder bereits bettfertig, dürften noch Sendung gucken, danach lesen, wenn Oma mögen würde und sollten spätestens 20.15 ins Bett. Ich gab keine genauen Anweisungen, dachte aber, dass sei relativ selbstredend, zumal die Oma die Kinder schonmal ins Bett gebracht hatte.

      Der Elternabend verlief kürzer als gedacht, und schon um 19.55 Ihr kam ich wieder nach Hause und mich traf es doch unerwartet, als ich zu Hause extrem laut tobende Kinder im OG hörte während die Oma vorm TV hockt. Ich glaube, sie fühlte sich auch etwas ertappt, weil sie sich sofort selbst rechtfertigte, die Kinder seien zu wild gewesen, hätten nicht gehört, da hätte sie keine Lust gehabt und sei runter gegangen. Die Mädels kamen total überdreht runter, die Große fast am heulen, zeigt mir einen blauen Zeh, kleine Schwester hat den Hocker drauf gehauen, Oma dazwischen "ja, und die haben so die Türen geknallt, ich hatte die ganze Zeit Angst, die Finger sind irgendwann dazwischen".

      Tatsächlich habe ich solche Situationen nun schon ein paar mal erlebt. Die SE sind zu Besuch und während ich bewirte und mich nicht auf die Kinder konzentriere, greifen die SE, die anwesend sind überhaupt nicht ein, auch wenn die Kinder sich vor ihrer Nase halb selbst umbringen in ihrer Besuchsüberdrehtheit.

      Versteht mich nicht falsch, es sind meine Kinder und ja, sie sind sehr aufgeweckt und wild. ICH bremse sie konsequent aus und passe auf. Sind wir drei alleine ist das auch kaum mehr Thema. Turbulenter wird es, sobald weitere Personen anwesend sind, die die Kinder dann auch gerne andrehen, insbesondere Oma und Opa, die ja dann auch spielen, aber wie, Kinder aufdrehen und dann zugucken, wie sie sich verletzen, weil sie einen Überschlag zeigen wollen, den sie gar nicht können können. Aber von recht jung gebliebenen Großeltern, die doch ständig einfordern, die Kinder auch alleine betreuen zu wollen, würde ich doch etwas mehr erzieherisches Verhalten erwarten. Gerade von der Schwiegermutter, die ja selbst zwei stramme Jungs groß gekriegt hat, hätte ich mehr erwartet.

      Das heute Abend hat mich echt enttäuscht und bereitet mir Sorgen, da sie demnächst einen ganzen Tag und über Nacht aufpassen soll.

      Ich habe auf jeden Fall gerade in wenigen Minuten die Kinder runter gebracht und gebettet, danach war die Sendung noch nicht zu Ende, also zur Oma gesetzt. Ich habe nur angedeutet, dass ich es mir anders vorgestellt hätte, sie sagt dann auch sofort ja und Amen, aber irgendwie scheint es mir, dass sie eben doch nicht wirklich will? Ich meine, immer fehlten ihr die Kinder und nun ist es so, dass sie trotzdem selten mal Zeit hat und dann nicht mal 45 Minuten schafft, sie zu beschäftigen, und schaut stattdessen lieber Trash TV???

      Mein Mann sagte dazu auch, er sei enttäuscht. Endlich können sie mehr am Familienleben teilnehmen, aber scheinen doch nicht so ein Interesse zu haben. Dabei wirkt es wie gesagt überhaupt nicht so, als bestünden noch Differenzen, die wurden wirklich bereinigt. Ich erwarte von den SE auch nun keine kostenlose Betreuung. Ich habe Bezahlsitter, aber sie wollten doch immer und sagen nichts gegenteiliges. Aber heute wirkte es wirklich so, als wären die Kinder der Oma weniger wichtig als ihre Serie und sie hat nichmal aufgepasst, dass die Irren sich nicht verletzen.

      Was mach ich denn nun? Seh ich das alles zu eng?

      LG

      • (2) 06.05.19 - 21:25

        hi,

        kann es vielleicht sein, dass sie einfach völlig überfordert war? Das Gefühl habe ich bei meinen Schwiegereltern auch manchmal, wenn unser Großer ganz wild wird. Da muss man dann direkt zu ihm gehen und ihn anfassen und stoppen.
        Oma und Opa sprechen dann oft von weitem: Pass auf! Mach das und dies nicht.

        Dringt aber im Übermut nicht zu ihm durch.😅 Ich denke, wenn sich dann zwei noch aufschaukeln, hat sie es aufgegeben und sich überfordert zurückgezogen. Daher auch gleich die Rechtfertigung.

        Ich würde es einfach öfter üben und ihr auch Strategien an die Hand geben, was hilft.
        Das kann man auch so nebenbei machen, ohne es als Anweisung zu formulieren.

        "Die beiden schaukeln sich gerne auf, da hilft es wenn du xy machst.."
        So hat es bisher bei uns gut funktioniert.

        • (3) 06.05.19 - 22:43

          Das glaube ich eher nicht. Sie spielt sonst auch viel mit den Beiden und sagt dann aber sehr deutlich, wenn sie keine Lust mehr hat. Ich habe auch schon erlebt, wie sie ganz normal "einschreitet", wie ich es auch tun würde. Beim Schwiegervater gehe ich eher davon aus, dass ihm das natürliche Bauchgefühl fehlt und er nicht angepasst durchgreufen könnte. Ich hatte heute wirklich total den Eindruck, sie wollte ihre Serie schauen und die Kinder sind dabei recht egal.

      (4) 06.05.19 - 22:08

      Hallo
      Nur eine kleine Verständnisfrage, da ich einige deiner alten Themen kenne. Bist du mit dem Vater der Kinder wieder zusammen? Ich frage, weil ich das Gefühl habe sowas kann mit reinspielen.
      Kann es sein dass sie Angst haben, etwas falsch zu machen? Angst, sich "einzumischen"?
      Wenn ihr (wieder) gut miteinander klar kommt, würde ich das definitiv mal ansprechen. Aber nicht wenn die Situation, übertrieben gesagt, wieder eskaliert ist und es rein als Vorwurf rüberkommen kann.

      Grüße

      • (5) 06.05.19 - 22:25

        Ja, wir sind wieder zusammen.

        Tatsächlich möchte ich sie total ungern kritisieren. Nicht, weil wir uns wie rohe Eier behandeln, aber weil ich mich nicht aufspielen möchte. Ich habe auch schon öfter Mal gesagt, dass ich unsicher bin wie oft ich fürs Sitten fragen soll, ich möchte nicht, dass plötzlich der Eindruck entsteht, ich nutze sie aus. Sie sagten dazu, ich könne jederzeit fragen.

        Mein Mann beschwert sich schon länger, er möchte mal ansprechen, dass so wenig Initiative von Ihnen kommen würde. Da er aber schnell mal blöd rüberkommt und wenig Diplomatie ist, habe ich ihn bisher abgehalten.

        Ich denke, sie sind, wie sie sind, heute war ihr einfach die Serie wichtiger.

        • (6) 06.05.19 - 22:37

          Oh das ist schön :-)
          Meine Situation ist ein bisschen anders. Der Vater meiner Kinder hat mich ziemlich mies betrogen und während der zweiten Schwangerschaft habe ich es durch Zufall erfahren.
          Das Verhältnis zu meinen Schwiegereltern war lange sehr angespannt. Jetzt haben sie keinen Kontakt mehr zu ihrem Sohn, aber wir haben uns ausgesprochen und verstehen uns echt gut.
          Die Fragestellung kenne ich aber auch. Bei uns sind es nur andere Themen. Ich versuche tatsächlich einfach viel mit ihnen zu reden. Ich möchte vermeiden dass etwas hochkocht.

          • (7) 06.05.19 - 22:58

            Tut mir leid, mein Kopf ist so weichgespült vom jahrelangen Schlafmangel, dass ich kaum mal Geschichten hier zuordnen kann.

            Du hast ja was mitgemacht. Du standest also bereits vor der zweiten Geburt alleine da? Wie alt sind die Beiden heute? Bist du drüber weg?

            Mein Mann hatte nach der Trennung irgendwann eine neue Frau, das hat mich auch umgehauen, aber er ist ja nicht fremdgegangen.

            Ich bin froh, dass wir es jetzt hinbekommen.

            LG

            • (8) 06.05.19 - 23:23

              Die Kids sind jetzt 3 und 1. Die zweite Schwangerschaft war als ich es rausgefunden habe noch sehr frisch und nicht geplant. Dadurch ist das ganze eigentlich erst eskaliert, denn wie ich jetzt weiß, hat der Herr schon lange ohne mich geplant. Ich war nur das Sicherheitsnetz und es war halt bequem daheim :-[
              Am Anfang war es sehr hart. Meine Familie hat mich aufgefangen und mir geholfen. Da ich dann auch schnell erfahren habe was wirklich los war und er sich auch komplett abgewendet hat, war es mehr Wut als alles andere. Er ist jetzt mit der Affären Frau zusammen und sie haben bereits ein Kind. Viel mehr weiß ich nicht, will ich auch nicht. Darüber dass er sich nicht kümmert, mag ich mich nicht mehr ärgern. Meine Kinder haben eine tolle Familie.
              Ich bin mittlerweile in einer Beziehung mit meiner Jugendliebe und wirklich glücklich.
              So, viel #bla Dass die neue Beziehung, auch ohne betrügen, für dich hart war, kann ich absolut nachvollziehen. Dass ihr die schwere Zeit hinter euch lassen konntet und wieder zueinander gefunden habt, ist wirklich toll.

    (9) 06.05.19 - 22:17

    Hey, erstmal finde ich es super, dass du und deine Schwiegereltern eure Differenzen beilegen konntet und offen und ehrlich miteinander sprechen könnt - das ist bei der schwierigen Vorgeschichte nicht selbstverständlich und von beiden Seiten eine Leistung. Auch liest du dich selbstreflektiert und selbstkritisch.

    Wie alt sind denn eure Kinder, und überdrehen sie tatsächlich so sehr, dass sie dann nicht mehr zu bändigen sind? Oder nimmst du das Überdrehen (zB in der Familienfestsituation) eher vorweg, und es wird von den übrigen Anwesenden gar nicht als Überdrehen wahrgenommen? Bringen sich deine Kinder in dieser Stimmung tatsächlich in größere Gefahr, weil sie so unvernünftig sind?

    Von den Antworten auf diese Fragen würde ich es an deiner Stelle abhängig machen, ob du dem Großeltern-Wochenende beruhigt zustimmen kannst. Ich kann natürlich nicht beurteilen, inwiefern das deinen Kindern schaden kann. Ich finde überdrehte Kinder auch nervig und möchte so eine Situation auch nicht täglich ertragen. Aber wenn sie mal später im Bett landen oder sich im Übermut eine Beule am Kopf holen, finde ich das auch nicht tragisch. Aber ich weiß wie gesagt nicht, wie das Ausmaß bei euch ist.
    Und natürlich gibt man immer ein Stück weit die Kontrolle ab, wenn man seine Kinder der Verantwortung eines anderen Menschen anvertraut. Und das kann ja grundsätzlich für alle Beteiligten eine Bereicherung sein, wenn der Rahmen stimmt.

    Alles Gute, c

    • (10) 06.05.19 - 22:20

      AArrgh ich habe versehentlich in grau geschrieben, hatte mir doch geschworen, das nie zu tun #schock#rofl

      (11) 06.05.19 - 22:53

      Wie kann man denn versehentlich in grau schreiben :-D

      Danke für dein Lob. Ja, ich hätte es nicht gedacht, aber es geht. Wenn man wirklich will, kann man auch die negativen Gefühle ablegen. Manchmal ist es durchaus ein kleiner Kampf, nicht wieder in alte Muster zu fallen, aber es klappt.

      Ja, leider überdrehen die Mädels (3/ fast 6) selbst im Alltag sehr, sehr schnell und ja, dabei kommt es nicht selten zu wirklich gefährlichen Situationen (empfindliche Verletzungen und Sachschäden hatten wir schon). Ich greife einfach im Alltag sehr resolut ein und trenne die Beiden dann auch, wenn es nicht aufhört. Meine SM hat zwei wilde Jungs groß gekriegt, da hätte ich ihr die Beiden schon zugetraut. Sie reagieren sicherlich nicht auf lieben Zuspruch, aber mal klar angesagt oder eben räumlich getrennt leisten sie ja keine wirkliche Gegenwehr. Das sollte sie doch draufhaben hätte ich erwartet. Zumal sie dann ja allein mit ihnen ist und sie selbst nicht noch aufheizt.

      Ich war heute einfach erschreckt, dass sie einfach unten war und sie oben so extrem hat toben lassen und einfach stumpf TV schaute.

      • (12) 06.05.19 - 23:05

        Versehentlich in grau: indem man unabsichtlich im Feld mit Username landet und da Buchstaben löscht (in meinem Fall das de) ohne es zu merken 😊
        ja nachdem was du schreibst, verstehe ich, dass du aufgewühlt bist. Ich würde erstmal darüber schlafen und mit deinem Mann reden. Und das Verhalten deiner Schwiegermutter klingt wirklich nach Überforderung, vielleicht macht sie von selbst einen Rückzieher? Oder sie traut sich nicht es anzusprechen, weil sie nicht als Versagerin dastehen möchte? Versuch das doch Mal rauszufinden (oder dein Mann, der kennt sie ja besser). Vielleicht könnt ihr ja eine Alternativ-Unternehmung vorschlagen, die weniger stressig wäre?
        Liebe Grüße, c

(13) 06.05.19 - 23:19

Verstehe ich das richtig, dass deine Schwiegermutter weiter ihre Serie zu Ende geguckt hat als du dann zu Hause warst und die Kinder ins Bett gebracht hast?

Bin mir an der Stelle nicht ganz sicher, ob ich das richtig gelesen habe. Das finde ich irgendwie schon... befremdlich. Das spräche auch ein bisschen dafür, dass sie tatsächlich unbedingt die Serie gucken wollte, was dann wirklich nicht so toll wäre.

Insgesamt erscheint sie aber schon überfordert. Klar, ihre Söhne konnte sie auch bändigen. Vergiss aber bitte nicht, dass sie selbst da jünger war und Enkelkinder immer was anderes sind als die eigenen.

Ich würde einfach noch mal vor dem nächsten Aufpassen mit ihr sprechen und sowas sagen wie: "Ich weiß, dass die Mädels manchmal ganz schön wild werden. Wenn sie wieder so anfangen wie beim letzten mal, dann geh ruhig dazwischen und trenn sie auch räumlich voneinander. Ist manchmal das Einzige, was hilft."

Damit klingst du nicht vorwurfsvoll und greifst die Situation von heute zwar auf, formulierst auch Handlungsalternativen, musst aber nicht sagen: "Wenn sie dir zu anstrengend sind, setz dich bitte nicht einfach vor den Fernseher und hoffe auf das Beste."

(14) 07.05.19 - 08:15

Ich wäre, ehrlich gesagt, weniger von der Schwiegermutter als von meinen Kindern enttäuscht.
Offensichtlich schaffen sie es noch nicht mal einen Stunde sich ordentlich zu benehmen, ohne dass Chaos ausbricht. Ich würde mal ein sehr ernstes Wort mit ihnen reden und mir ein solches verhalten verbitten. Wenigstens eine Stunde werden sie sich doch wohl auch fremdbetreut zusammenreißen können.

"Endlich können sie mehr am Familienleben teilnehmen, aber scheinen doch nicht so ein Interesse zu haben."
Auch diese Anspruchshaltung deines Mannes finde ich etwas befremdlich. Sie war euch behilflich, weil ihr einen Termin verbockt habt.
Und dabei ist es offensichtlich nicht so ruhig abgegangen, wie ihr alle es erwartet habt. Sicherlich war sie auch enttäuscht, dass die Kinder so wenig hören und hat auch deshalb angefangen fernzusehen. Sie wusste ja, dass du bald wieder da bist und das Chaos in den Griff bekommst. Sicherlich hat sie sich den Abend auch ander vorgestellt.

(15) 07.05.19 - 08:25

...ich habe es nur überflogen. Trotzdem wage ich mal einen Input:

Du hast die SM so lange fern gehalten, dass sie die Kids ja kaum mehr richtig kennt. Dass du da einen der ersten Tage gleich auswertest, ist hart für sie. Sie wollte ja auch nicht die böse sein, hat halt schon mal den TV eingestellt für die Sendung - dann bist du gekommen.

Sie will ja auch nicht gleich bei einem der ersten Male, wo sie ohne deine Kontrolle die Kids hat, die böse sein...

(16) 07.05.19 - 09:36

Es ist doch ganz offensichtlich, dass deine SE mit der Beaufsichtigung deiner Kinder überfordert sind. Das scheint nicht neu zu sein, warum betreuen sie eure Kinder immer wieder?

"auch wenn die Kinder sich vor ihrer Nase halb selbst umbringen in ihrer Besuchsüberdrehtheit."

Bewirtung hin oder her (warum nimmt sich nicht jeder selbst #kratz), es ist DEINE Aufgabe (und die des Vaters natürlich), da hinterherzusein, ganz sicher nicht die der Gäste/Großeltern.

Deine "Terror-Kids" (Ausdruck stammt nicht von mir) würde ich auch nicht bespaßen wollen, keine 10 min, nicht einen ganzen Abend und schon gar nicht, wenn ich als GAST bei euch wäre.

So ein überdrehtes, wildes Verhalten lässt sich auch nicht mehr mit "lebendig", "sehr willensstark" usw. entschuldigen. Du kriegst die Kinder nicht "in Zaum", verlangst das aber von den Großeltern. Da läuft gewaltig etwas schief bei euch, das ist zumindest mein Eindruck nach deinen vielen, vielen Postings. Wo soll das ganze noch hinführen? Grüsse

  • (17) 07.05.19 - 12:55

    Hey,

    "High-End" Kinder ist der richtige Ausdruck #augen

    Auf die würde ich auch nicht aufpassen. Vorallem wenn man kaum Kontakt hat.

    LG

    • (18) 07.05.19 - 13:33

      Ach ja, stimmt, aus den High-Need-Babys wurden dann High-End-Kinder #augen!
      "End" , ja, bei mir wäre da schon lange "End" der Fahnenstange, aber ganz gewaltig!!!

Guten Morgen,

ich glaube Du hast Dir fast schon zuviel erwartet.

Zwischen Euch besteht vermutlich auch ein Kommunikationsproblem, d.h. keiner weiß eigentlich genau, was der andere von ihm erwartet.

Ich denke nicht, dass es mangelndes Interesse ist, sondern dass die Schwiegermutter auch in einem gewissen Grad mit dem wilden und aufgedrehten Verhalten der Mädchen überfordert war und nicht wusste, wie sie sich nun weiter verhalten soll.
Vielleicht hat sie sich auch keine scharfe Ansage an die Mädchen getraut, weil sie nicht wusste, wie Du darauf reagierst.

Dieses "ich hätte mal erwartet dass....." birgt immer die Gefahr einer Enttäuschung.

"Tatsächlich habe ich solche Situationen nun schon ein paar mal erlebt. Die SE sind zu Besuch und während ich bewirte und mich nicht auf die Kinder konzentriere, greifen die SE, die anwesend sind überhaupt nicht ein, auch wenn die Kinder sich vor ihrer Nase halb selbst umbringen in ihrer Besuchsüberdrehtheit."

Wie reagierst Du denn in diesen Momenten?
Du bewirtest ja nicht die ganze Zeit, oder?;-)

Gehst Du nicht mal kurz von Deiner Anrichte weg und machst den Mädels mal eine Ansage? Dass Deine SE erkennen, dass Du diese Faxen auch nicht durchgehen lässt?
Meine beiden haben es manchmal auch schon etwas zu doll getrieben, aber dann kam ich auch mal kurz aus der Küche rüber in den Wohnbereich und es gab ein "He! Schluss jetzt!" in einem zackigen Ton.
Und meine Eltern als auch die Schwiegers wissen, dass auch sie mal eine Ansage an die Kinder machen dürfen, wenn die zwei es zu wüst treiben. Natürlich manchen sich Kinder auch mal gerne wichtig, wenn Oma und Opa da sind und testen ihre Grenzen.
Aber die Erwachsenen sollten sich hier einig sein und die Grenzen der Kids definieren und bei Überschreiten auch eingreifen.Mein Vater hat meinem Sohn auch schon mal eine direkte Ansage gemacht, als er zu wild wurde. Da war dann auch Ruhe.

"Aber heute wirkte es wirklich so, als wären die Kinder der Oma weniger wichtig als ihre Serie und sie hat nichmal aufgepasst, dass die Irren sich nicht verletzen"

Das glaube ich nicht, dass ihr eine Serie wichtiger war als die Kinder.
Aber ich vermute, es wurde ihr einfach zu viel und sie hat sich aus der Situation geflüchtet. Auch wenn Du Deine SM noch als jung geblieben bezeichnest, so kann ihr das Kindergequirle da trotzdem auch mal zu viel werden. Sie ist eben auch keine 30 mehr.

Ich würde den Groll hier nicht weiter auf Deine Schwiegermutter schieben, sondern mir an Deiner Stelle mal eher die Mädchen vorknöpfen.
Wenn meine Kinder hier Türen schlagen, sich aufführen wie die Wilden und sich Hocker auf die Zehen hauen würden, dann gäbe es aber eine Ansage vom Feinsten. Und zwar sofort und im Beisein meiner Schwiegermutter, ob sie eigentlich noch alle Tassen im Schrank haben.
Du schreibst ja, dass wenn Ihr alleine seid, alles gut läuft und Ihr die Kinder im Griff habt.
Und ich würde den beiden jungen Damen auch strikt beibringen, dass sich in Gegenwart von Besuch normal benommen wird.

LG

Vielleicht trauen sie sich nicht den Kindern Ansagen zu machen weil sie nicht wissen dass sie das dürfen.
Aus Angst das des Streit gibt halten sie die Situation dann vielleicht lieber aus.

Vielleicht sagst du ihr einfach in der nächsten sich bietenden Situation, wenn die Kinder wieder mal alles geben „ihr dürft ruhig eine Ansage machen wenn die Kids es übertreiben. Regeln gelten auch wenn ihr da seid!“

Damit gibst du praktisch dein ok OHNE direkt Kritik zu üben. Oder so.

Vermutlich bist nicht nur du dir unsicher sondern eben alle Beteiligten.

Oder sie hat komplett unterschätzt die Kinder zu betreuen und es wurde ihr zu viel. Auch das muss natürlich geklärt werden.

(21) 07.05.19 - 09:50

Ich bin ehrlich...ich verstehe das alles nicht.
Ich bin froh wenn meine Schwiegereltern die Kinder nehmen, mir ist vollkommen egal was sie in der Zeit machen. Sie sind Erwachsen und haben schon Kinder großgezogen da wissen sie schon was sie tun. Wir haben null Vorgaben an die Zeit mit Oma und Opa...das funktioniert seit Jahren schon perfekt und es gab noch nie irgendwie Streit oder sowas.

Jemand anderes hat strikte Anweisungen und es gibt nur Ärger. Das Kind ist auch viel seltener bei Oma und Opa weil es ja auch anstrengend ist.

Wenn ich auf ein fremdes Kind aufpasse möchte ich da keine Regeln aufgestellt bekommen. Entweder man bertraut mir das Kind an oder eben nicht.

(22) 07.05.19 - 10:54

Ich finde du erwartest zu viel. Sie hat zugesagt auf die Kinder aufzupassen und den gratis Babyzitter Job zu machen. Auch Babysitter machen sich abends TV an um sich zu beschäftigen.

Nun erwartest du von einer alten Dame die jeden Abend ihre TV Sendung schaut das sie lieber zwischen zwei überdrehten Kindern sitzt als unten? Ich würde mal vermuten das die Sendung um 20:15 Uhr vorbei gewesen wäre (GZSZ?) und deine Schiefermutter sich dann nach oben begeben und die Kinder ins Bett geschafft hätte. Ich würde deinen Unmut verstehen wenn die Kinder auch TV geschaut hätten oder jünger wären. Aber Kinder in dem Alter müssen doch nicht rund um die Uhr unter direkter Aufsicht sein?

Ich verstehe dich nicht. Dir selbst sind die Kinder zu anstrengend, ständig schreibst du hier das sie dich an deine Grenzen bringen. Aber die Hilfe von den Schwiegereltern hast du nie annehmen wollen? Jetzt wo die beiden nicht mehr klein und süß sind sondern ausgesprochen anstrengend sollen sie miterziehen? Was genau hast du denn erwartet?

Deine Schwiegermutter ist bestimmt nicht mehr so jung und abends um die Zeit auch nicht mehr so leistungsfähig. Kinder in dem Alter ins Bett bringen ist ein Kraftakt. Meine Mutter hat Narrenfreiheit wenn sie schon meine Kinder umsonst betreut. Da reg ich mich bestimmt nicht auf wenn die Kids etwas später ins Bett gehen oder zuviel Süßes bekommen usw.

Ich würde mal ein bisschen drüber nachdenken ob du nicht etwas entspannter wärst wenn du manche Dinge etwas lockerer sehen würdest und mehr loslassen könntest. Und ob sich das nicht vielleicht letztlich positiv auf das Verhalten der Kinder auswirken würde, wäre Mama entspannter.

(23) 07.05.19 - 14:26

Hallo.

Aus Zeitmangel versuche ich noch auf ein paar Aspekte zu antworten.

Also die Enkel sind den SE nicht fremd, weil ja mein Mann sie oft besucht hat. Daher kenne sie sich zur Genüge. Wie gesagt, bestand immer Wunsch und auch die ausdrückliche Formulierung, gerade die Oma verstehe sich ja ausserordentlich gut mit den Kindern, man wolle sie alleine betreuen.

Warum ich mich erst spät ausgesöhnt habe, hängt absolut nicht mit dem Alter der Kinder zusammen.

Auch heute sind die Kinder selten fremdbetreut, abgesehen von der Kita. Wenn, dann frage ich schon meist nur, ob auf einen aufgepasst werden kann, das fand schon häufiger stundenweise statt. Und nochmal, ich empfinde meine Kinder als sehr anstrengend, ja, insbesondere, wenn nicht nur ich mit ihnen zusammen bin, weil ich konsequent gegen ihre Wildheit angehe und mir vieles verbitte und nicht laufen lasse. Das sieht erheblich anders aus, wenn Besuch jeglicher Art da ist, weil sie dann noch erheblicher aufdrehen und der Besuch das ja meist so süß findet. Natürlich schreite ich auch da ein, aber sobald ich den Rücken kehre, pariert da niemand mehr. Ist ja auch ein Punkt, der mich wahnsinnig macht.

Beratungen habe ich zu Genüge gesucht und angenommen, mir wird rückgemeldet, dass sie normal sind, ich es richtig angehe, und bezüglich der SM hätte ich meiner Meinung nach auch eine total normale Erwartung, nämlich nach dem TV der Kinder noch eine ruhige Bettbegleitung, ich sagte ja sie könne ggf lesen, wenn sie möge. Sie hätten auch noch gemeinsam etwas spielen können, aber sie dann aufdrehen lassen und anstatt sie zu zügeln und ins Bett zu bringen, sie sich selbst überlassen und Serie gucken hat mich wirklich negativ überrascht.

Ich bin nicht sauer, aber glücklich auch nicht und ich denke halt darüber nach, ob die SM (Anfang 60, sehr sportlich, arbeitet nebenbei mit älteren Menschen) den Mädels wirklich gewachsen ist.

Ich will hier niemanden überreden, meine Kinder zu hüten, aber sie formulieren ja immer wieder den Wunsch.

Meinem Mann fällt sein Punkt seit einigen Wochen auf, aber das sehen wir nicht unbedingt gleich. Ich möchte sie auch nicht kritisieren und unser jetziges Verhältnis empfinde ich als unkompliziert und bin froh drüber. Nur eben gestern hat mich sehr verunsichert. Ansonsten kann ich sie heute sehr gut nehmen wie sie sind.

Und zuletzt an die speziellen Damen: Wer sich noch weiter hochziehen möchte, High-End habe ich frei erdacht. Wenn's euch beiden Spaß macht, witzelt nur weiter ;-)

LG

  • Du bist enttäuscht weil du erwartet hast das Omi friedlichen Kindern vorliest wenn du nachhause kommst.

    Stattdessen tobende Kinder und Omi vorm TV. Ist nicht so das ich nicht nachvollziehen kann das du etwas enttäuscht darüber bist. Aber ehrlich, daraus machst du ein bisschen Drama. Tobende Kinder sind ja erstmal nichts schlimmes und Omi saß ja nicht heulend da, hat Wutanfälle gehabt oder war betrunken oder sowas.

    Ich sehe da jetzt wirklich kein größeres Problem und eigentlich keinen Redebedarf. Und an deiner Stelle würde ich sie trotzdem noch mal fragen ob Sie aufpasst und mir mit meinem Mann mal einen netten Abend machen. ;-)

    Pass doch einfach deine Erwartungen ein bisschen an, der Babysitter muss nicht perfekt sein. Die Kinder werden es überleben und die Omi auch.

    • Du hast natürlich recht, es ist glücklicherweise kein großes Problem, und ja, ich werde es bestimmt nochmals versuchen, zumal wir den gebuchten Termin nicht absagen, die Konzertkarten waren nämlich teuer.

      Aber auf jeden Fall werde ich ihr sagen, dass sie die Beiden nicht unbeaufsichtigt so ausser Rand und Band toben lassen soll. Sie äusserte ja selbst Bedenken gestern Abend, dass es bedenklich wild wurde.

      LG

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