Brauche Rat-Krankenhaus

    • (1) 09.05.19 - 11:52

      Ich bräuchte mal Vorschläge, vielleicht auch ein paar nette Worte, weil ich mich gerade wie eine Rabenmutter vorkomme.
      Unsere mittlere Tochter (2Jahre) übernachtet seit 3‘Tagen bei Oma und Opa (macht sie öfters und sie liebt es).
      Sie ist aber direkt krank geworden (hohes Fieber, Halsentzündung,...).
      Oma und Opa waren auch direkt beim Arzt.
      Sie hat Streptokokken und ist höchst ansteckend.
      Wir haben sie also bei Oma und Opa gelassen, da wir noch ein Baby (4 Monate) haben, welches erst letzten Monat wegen RS-Viren im Krankenhaus lag und dazu noch 2 Kinder von 4 und 5 Jahren.
      Sie ist da zufrieden, hat ihre Ruhe, wird umsorgt und hat auch nicht nach uns gefragtY
      Jetzt ist es aber nicht besser geworden und die Ärztin will sie lieber stationär aufnehmen.
      Ich würde so gerne bei ihr sein, aber das Baby, Kleinkinder dürfen die Station nicht betreten.
      Zumal ich ja auch nicht ausschließen kann, dass ich mich anstecke.

      In der Nacht wird mein Mann bei ihr bleiben.
      Er kann aber nicht direkt von der Arbeit kommen.

      Ich könnte also alleine hinfahren.
      Allerdings wird das Baby alle 2-3h gestillt und kennt die Flasche nicht.
      Hin-und Rückfahrt vom Krankenhaus sind ca. 1h.

      Zudem habe ich dann auch Bedenken, dass wenn ich einmal da bin, sie mich nicht mehr
      Gehen lassen möchte.
      Ach, total blöd.
      Weiß auch nicht was besser ist.
      Dass ich immer nur kurz auftauche oder garnicht und Papa, Oma und Opa regeln das.

      Also, wie haben das andere
      Mamas mit Baby gemacht, wenn die Geschwisterkinder ins Krankenhaus mussten?

      • Hallo, das tut mir total leid für euch und ich wünsche schnellste und gute Besserung! Im manchen Krankenhäusern gibt es sowas wie "wohnungen" für Eltern..vielleicht auch in eurem?

        (3) 09.05.19 - 12:05

        Wir hatten das Problem noch nicht, aber erstmal bist Du bestimmt und überhaupt keine Rabenmutter. Du liebst und umsorgst alle Deine Kinder das spürt man/frau gleich aus Deinem Text heraus. Ich drücke alle Daumen für Dich und Deine Familie. Als Außenstehende finde ich die Lösung mit Oma, Opa und Papa am sinnvollsten. Mit dem Baby bist Du ja auch total unflexibel und verspätest Dich ggf auch mal ne Stunde oder länger. Vielleicht kann der Papa ja immer das Handy mitnehmen und ihr Videotelefoniert dann ganz viel. Kann der Papa vielleicht auch frei bekommen, weil Du Dich ja ums Baby kümmern musst und er eben bei der kranken Tochter im Krankenhaus sein muss?

        Ihr findet Euren Weg und egal welcher es sein wird, Deine Tochter wird geliebt, das wird sie immer irgendwie auch spüren und deshalb werdet ihr das alle unbeschadet meistern!

        Viele liebe Grüße
        Sidney

        Ach herrje. Das klingt ja furchtbar. Die arme Maus und du Arme.

        Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich machen würde. Weil es emotional eben super schwer ist. Rein rational betrachtet, würde ich sagen, kümmere du dich um die drei anderen Zwerge und lass Oma, Opa und Papa sich um die kranke Maus kümmern. Sie ist von Menschen umgeben, die sie lieben. Das ist doch das Wichtigste.

        Es würde mir furchtbar schwer fallen, so zu entscheiden, ich glaube aber, dass es das sinnvollste ist. Vielleicht kannst du ja mit ihr telefonieren, sofern du denkst, dass es ihr hilft.

        Gute Besserung

      • (5) 09.05.19 - 12:32

        Ne, in dem Krankenhaus gibt es nur Klappbetten für 1 Elternteil.
        Sie schläft im Moment den ganzen Tag und ist zwischendurch immer nur kurz wach zum trinken.
        Ja, theoretisch macht es mehr Sinn, dass Papa, Oma und Opa sie umsorgen.
        Sie ist ja zu keiner Zeit alleine.
        Aber das Mamaherz blutet sehr, wenn ich nicht da sein kann, zumal sie jetzt etliche Untersuchungen ertragen muss.

        Hi
        Also mal ganz rational betrachtet: du hast mehr als ein Kind. Das bedeutet dass du es nie schaffen wirst die Bedürfnisse aller so zu erfüllen wie du es mit einem Kind könntest (Das ist nicht als Kritik gemeint aber das ist nunmal so, ich denke dass Kinder von Geschwistern profitieren). Das heißt du musst abwägen zwischen den Bedürfnissen deiner Kinder aber das macht dich längst nicht zur Rabenmutter!
        Ich denke wenn du dein Mann wärst würdest du ihm raten Zuhause zu bleiben und die Versorgung Oma und Opa sowie dir zu überlassen.
        Wenn deine Tochter schon bei Oma und Opa übernachtet sagt das ja, dass sie eine enge Beziehung zu ihnen hat und du überlässt das Kind keinem Fremden.
        Versuch dich von irgendwelchen Schuldgefühlen zu lösen. Oma, Opa und dein Mann kümmern sich um dein Kind und es ist gut aufgehoben. Klar für dich ist das unschön aber ich denke in Summe ist das für die gesamte Familie die beste Lösung.
        VG

      • (7) 09.05.19 - 13:26

        Streptokokken werden doch eigentlich mit einem Antibiotikum behandelt. Wenn es das richtige Antibiotikum ist, dürfte man nur 24 std bis nach der ersten Einnahme ansteckend sein.
        Wir hatten letztes und dieses Jahr sehr sehr oft mit streptokokken zu tun.
        Vielleicht sollten sie sonst mal ein anderes Antibiotikum probieren.

        Ich wünsche deiner kleinen schnell gute Besserung und eine gute Entscheidung für dich. Aber ich würde auch bei den anderen Kindern zu Hause bleiben, denn da sind noch 3 andere Bedürfnisse... und dann den Papa machen lassen.

        Lg

        • (8) 09.05.19 - 13:58

          Wir waren bei unserer Ärztin und sie hat uns geraten unsere Tochter stationär aufzunehmen,
          da sie extrem schlapp ist, das Fieber immer an die 40 Grad ist und die Entzündungswerte auch steigen.
          Sie kann nämlich von außen keinen Entzündungsherd ausmachen.
          Von daher vertraue ich meiner Ärztin und gehe auch lieber auf Nummer sicher.
          Abgesehen davon ist sie halt auch noch ansteckend, so lange das Antibiotikum nicht wirkt und das Baby ist vom RS-Virus noch geschwächt.

          Das stimmt: Bei mehreren Kindern kann man allen nicht 100prozentig gerecht werden, sondern nur sein Bestes geben.

      (9) 09.05.19 - 14:04
      Andere Meinung

      Entgegen der anderen Meinungen finde ich, dass das kranke Kind Priorität haben sollte. Es ist mit zwei Jahren auch noch sehr klein und ein Krankenhausaufenthalt kann beängstigend, sogar verstörend sein. Es weiß ja nicht einmal, was da gerade passiert und warum. Dazu noch die Untersuchungen. Ich würde die Kleine in dieser Situation nicht von anderen versorgen lassen.

      • Naja, die „Anderen“ sind ja Papa,Oma und Opa.
        Und Papa ist ja nicht irgendjemand, sondern ein Elternteil, der übrigens auch 5 Monate Elternzeit mit ihr verbracht hat.

        Wie würdest du das denn mit dem Baby machen?
        Das Baby nachts beim Papa lassen und hoffen,dass das Baby die Flasche nimmt?

        • (11) 09.05.19 - 14:43

          Ich würde es zumindest probieren. Was würdest du denn tun, wenn du selbst ins Krankenhaus müsstest? Auch dann müsste dein Baby die Flasche nehmen.

          Versteh mich nicht falsch. Natürlich ist das Kind auch beim oder den Großeltern Vater gut versorgt. Aber in einer solchen Extremsituation für eine kleine Zweijährige braucht es einfach auch die Mama.

          • Warum soll das Kind die Mama in einer Extremsituation mehr brauchen als den Papa, der laut TE 5 Monate Elternzeit mit der Kleinen verbracht hat? Haben Mütter irgendein Gen in sich drin, der sie im Gegensatz zum Vater unentbehrlich macht?

            • (13) 09.05.19 - 16:11

              Auch für dich nochmal: Ich schrieb "AUCH die Mama". Die TE überlegt, das Kind gar nicht zu besuchen.

              • Die TE hat die Verantwortung für drei weitere Kinder, einschl. einen noch von einer vorhergehenden Erkrankung geschwächten Säugling, der nur gestillt werden kann. Wenn sie jetzt mal eben kurz bei der 2-jährigen Tochter, die sowieso laut TE die meiste Zeit schläft und in der übrigen Zeit von drei engen Bezugspersonen umtüddelt wird, vorbeischaut und ihr Baby danach mit Streptokokken ansteckt, wird die Situation für alle Beteiligten einschl. der besagten Tochter nicht besser. Denn wenn die Tochter dann nach Hause darf und sich auf Mama freut, ist die TE mit Baby im Krankenhaus. Damit hätte niemand etwas gewonnen.

                • (15) 09.05.19 - 16:51

                  Richtig. Die sind allerdings gesund und können daher zwischenzeitlich auf Mama verzichten. Das kranke Kind hat es sich bestimmt nicht ausgesucht, krank zu werden. Dennoch "fällt es gerade hinten runter", weil es ja noch andere Kinder gibt.

                  Zudem ist es durchaus möglich, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Ich habe den Eindruck, dass hier viele den Weg des geringsten Widerstandes als den richtigen ansehen. Meiner wäre es eben einfach nicht.

                  • Oh je, was bin ich für eine Rabenmutter, dass ich letztes Jahr, als wir alle 5 den RS-Virus hatten, bei meiner intubierten zwei Wochen alten Tochter im KH geblieben bin statt zu Hause bei meinem zweijährigen Sohn zu sein.
                    Ich bin ganz bei den anderen Meinungen und würde schweren Herzens beim Baby bleiben. Gerade nach dem RSV ist es enorm wichtig, dass es sich nicht noch mit anderen schönen Sachen ansteckt und auch gestillt wird. Und wenn das Baby nicht die Flasche nimmt, schreit es halt mal über eine Stunde, macht ja nix?
                    Nee, echt.

                    • (17) 10.05.19 - 09:16

                      In dem Fall BIST du ja beim kranken Kind geblieben. Genau darum geht es doch.

                      Ja, genau. Den Säugling kann man schreien lassen. Das ist mein Tipp für die TE. 🙄Meine Güte, übertreibt doch nicht immer so maßlos! Das Baby muss ja nun nicht alle fünf Minuten gestillt werden. Es geht darum, dass die TE überlegt hat, ihr Kind GAR NICHT zu besuchen! Und das halte ich nicht für den richtigen Weg. Ganz einfach.

      ein sehr qualifizierter Beitrag.

      Hälst Du Väter im allgemeinen für unfähig ihre Kinder zu betreuen?
      Ich meine - es ist nicht irgendwer, der mit ins KH geht sondern der VATER!
      Und Oma & Opa betreuen die Kleine jetzt auch - was dem Mädchen wohl sehr gefällt (wer tüddelt auch schon so schön wie Oma & Opa?).

      Und was ist mit dem 4 Monate alten Baby? Das kann nicht mit ins KH, muss gestillt werden (und das können tatsächlich weder der Papa noch Oma&Opa ;-) ) und kennt keine Flasche. Meinst du, das wird dann entspannt Zuhause? Meinst Du ernsthaft, die Mutter käme dann zur Ruhe, um sich um das kranke Kind zu kümmern?

      Manchmal kann ich echt nur den Kopf schütteln.

      • (19) 09.05.19 - 14:45
        Andere Meinung

        Siehe meinen anderen Beitrag.

        Entspannt ist es aber auch nicht, wenn das kranke Kleinkind in fremder Umgebung nach Mama weint. Natürlich sind Vater und Großeltern genauso qualifiziert. Habe ich nie bestritten. Aber erzähle das mal der Kleinen.

        • sie weint aber doch jetzt auch nicht nach Mama und wird seit mehreren Tagen trotz Krankheit von Oma & Opa betreut.

          Mein Sohn war auch knapp 2 als ich mit ihm ins KH musste - und die Hauptbezugsperson bei uns ist mein Mann, der von Geburt an Zuhause beim Kind ist. Ich arbeite schon immer Vollzeit und war zur damaligen Zeit oft mehrere Tage nur zum Schlafen oder gar nicht Zuhause. Kann also keine Rede davon sein, dass ich so wichtig gewesen bin. Zumal mein Sohn (16) ansonsten bis heute ein Papa-Kind ist, wenn er richtig krank ist. Trotzdem hat er weder geweint noch nach Papa bewusst gefragt. Er hat sich nur gefreut, wenn Papa und für 1h besucht hat.

          • (21) 09.05.19 - 15:23
            Andere Meinung

            Sie ist ja auch bei den Großeltern zu Hause. Wo sie sich auskennt und geborgen fühlt. Ein Krankenhaus mit den vielen fremden Menschen, Ärzten, Geräuschen und Gerüchen ist da eine ganz andere Hausnummer.

            Natürlich ist es von Kind zu Kind unterschiedlich, wer die Hauptbezugsperson ist. Im Falle der TE wissen wir das gar nicht und können nur spekulieren. Wir können auch nicht wissen, wie das Kind reagieren wird. Ich für meinen Teil würde es eben nicht in Betracht ziehen, mein Kind überhaupt nicht zu besuchen, wenn es im Krankenhaus liegt. Es ist nunmal krank und braucht aufgrunddessen besonderen Rückhalt.
            Hier wurde nach Meinungen gefragt und dies ist meine.

        Ich würde es zumindest versuchen mit Oma und Opa. Wenn das Kind dann tatsächlich unter der Situation leidet und nach der Mama jammert, kann man immer noch umplanen - auch wenn das so ad hock sicher mit dem Baby nicht einfach ist. Das Baby wird nämlich auch nicht verstehen, warum es auf einmal die Flasche nehmen muss.
        Wenn Mama ins Krankenhaus muss, bieten übrigens manche Kliniken schon die Möglichkeit, dass Stillkind mit aufzunehmen, aber das nur am Rande.

        LG

        Ich hatte heute einen ganz tollen Kunden. Einen Papa mit Baby, der die komplette Elternzeit macht. Das Baby war tiefenentspannt und der Papa auch. Ich durfte es sogar halten, während er seine Papiere zusammengesucht hat:)

        Natürlich wäre es schöner, wenn Mama und Papa dabei wären, aber die anderen Kinder brauchen die Mama auch. Und es hilft ja niemandem was, wenn die sich ansteckt und dann ausfällt.

        Dann haben nämlich alle ein Problem.

Die Mutter ist nicht automatisch bei jedem Kind und in jeder Kindheitsphase die engste Bezugsperson, zudem können andere Bezugspersonen gleichwertig sein, und zwar ohne, dass man von Bindungsproblemen reden braucht.
Deshalb sehe ich die Ansicht, "das Kind nicht von anderen versorgen zu lassen" differenzierter.

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