Wieso ist das Zimmer aufräumen so wichtig?

    • (1) 10.05.19 - 10:04
      Inaktiv

      In vielen Beiträgen kann man lesen, dass es Streit mit den Kindern gibt, wenn es ums Aufräumen der Kinder/Jugendzimmer geht.
      Deshalb rein aus Interesse: warum ist es euch so wichtig, dass das Zimmer eures Kindes aufgeräumt ist?

      Mein Kind ist noch klein und meine Meinung zu dem Thema wird sich vielleicht noch ändern, wenn es größer ist, aber im Moment denke ich mir: wieso machen sich alle damit so einen Stress und streiten mit ihren Kids darüber?
      1. Ist es nicht mein Zimmer
      2. Nein, Ich denke nicht, dass es im späteren Leben schwieriger wird für die Kids, nur weil sie im Schulalter ihr Zimmer nicht aufräumen..

      Klärt mich auf, damit ich es besser verstehe 🤗🤗

      • Wir haben 3 Kinder, die ihre Zimmer alle in einer Etage haben. Sie haben quasi die ganze Etage für sich. Die Jungs sind unterschiedlich....während der Kleine (9) absolut akribisch aufräumt ist der Mittlere (in 2 Wochen 14) der totale Chaot und das Chaos kommt schon aus dem Zimmer raus und verbreitet sich auf dem Kicker, vor der Türe, auf dem Geländer usw. Wenn ich da nicht eingreife, dann müllt er den Lebensraum seiner Brüder zu. Abgesehen davon findet er nix in seinem Messizimmer und schleppt ständig Geschirr hoch, was ich dann nie wieder sehen würde. Bei dem ganzen Müll hätten wir wahrscheinlich bald Ratten im Haus #zitter
        Ne, nenn mich Spaßbremse, aber ich will so Dreckställe nicht in MEINEM Haus haben.

      (5) 10.05.19 - 10:29

      Anhalten zu Ordnung und Struktur, dies ebenfalls vorleben ist für mich Teil der Erziehung. Ordnung und Struktur erleichtern den Alltag, die Arbeit, das Leben.
      Desweiteren: Wir leben nicht als Einsiedler, sondern als Gruppe (in diesem Fall Familie) alle zusammen. Wenn jeder alles liegen lässt, wo er möchte, endet das im Chaos und wir würden uns nicht wohl fühlen. Meine Meinung. Schönes Wochenende!

      • (6) 10.05.19 - 10:41

        Ich gebe dir recht, dass das Chaos wohl ausbrechen würde, wenn jeder alles dort liegen lässt, wo er möchte. Aber darum geht's mir ja nicht.
        Mein Kind soll und wird auch Ordnung und Struktur lernen.
        Aber wenn es z.B. seine Schmutzwäsche im Zimmer rumfliegen hat, was soll ich mich drüber aufregen oder dazu ermahnen es wegzuräumen? Ich muss es doch nicht anziehen ?
        Oder den Schreibtisch aufräumen z.B.wenn es doch im Zettelchaos zurecht kommt?
        Was geht es mich an, solange in der Schule alles in Ordnung ist ?

        Ich meine mit meinem Post nicht, dass ich es dulden würde, bis das Essen von selbst wieder in die Küche laufen kann und schon Haare bekommt. Da würde ich sicher auch eingreifen.

        • (7) 10.05.19 - 13:12

          Um akut auf dieses Beispiel einzugehen, ist es immer leicht gesagt, "ich muss die Dreckwäsche ja nicht anziehen". Aber mal Hand aufs Herz. Ziehst du dann dem Kind zum Familienfest verdeckte Plörren an? Schickst du dein Kind wirklich nackt oder wenig bekleidet zur Schule, weil nichts mehr anzuziehen da ist?

          Ich denke, das machen die Wenigsten wirklich konsequent. Sicherlich kann man darüber uneinig sein, WIE ordentlich ein Zimmer sein soll. Aber die Basics wäre doch, dass der Boden zum Staubsaugen mal frei ist, dass Wäsche weggeräumt wird. Verderbliches findet bei uns erst gar nicht den Weg ins Zimmer - gegessen wird unten.

          Ich denke, du würdest das Zimmer auch nicht wochenlang verdrecken lassen. Entweder bringst du deinem Kknd ein paar Basics bei, oder machst es selbst. Ob dein Kind dann später ein Dreckschweinchen wird oder nicht, ist meiner Ansicht nach dennoch Typsache.

          LG

          • (8) 10.05.19 - 13:51

            Ich sag ja in meinem Ausgangspost, wahrscheinlich wird sich meine Meinung dazu noch ändern, wenn das Kind größer ist.
            Und natürlich werde ich meinen Kindern Sauberkeit und Ordnung beibringen.

            Ich wollte einfach nur wissen, wieso viele Eltern, insbesondere Mütter, mit ihren Kindern darüber in so einen riesigen Streit geraten können. Ich lese hier mindestens 1x täglich davon. Bevor mein Kind komplett ausflippt und wohlmöglich noch mit Schimpfworten um sich schmeisst, nur weil ich gerne ein sauberes Kinderzimmer haben möchte, dann lass ich es doch lieber so, wie es ist !?!
            Das bedeutet nicht, dass ich niemals sage oder sagen werde: Hey könntest aber auch mal wieder aufräumen .. Oder : bring mal dein Geschirr in die Küche.

            Aber im Endeffekt hat man doch dann nichts davon, ausser Streit und seinen Willen durchgesetzt, weil man der Boss ist?!

            • (9) 10.05.19 - 15:08

              Naja, je nachdem, wie die bisherige Erziehung von Statten geht, ist das vielleicht so, oder, wie ich immer gerne sage, vieles ist wirklich Typsache. Was machst du, wenn dein Teenager aufgrund einer vollkommen rationalen und freundlich vorgetragenen Bitte, das Zimmer mal begehbar zu machen, so ausrastet, oder deine Bitte ignoriert?
              Ja, Streit ist ätzend und vermutlich nicht zielführend, aber dann einfach alles hinterherräumen auch nicht.

              Du kaufst dem kickenden Kind im Supermarkt ja nach der Schreiattacke auch nicht trotzdem den Schokoriegel, oder?

              Erziehen bedeutet leider auch, dass sich eben Streit oder schwere Situationen nicht vermeiden lassen, egal wie befürdniskorrektaugenhöhekompatibelvorgelebtselbstreflektiert der Erziehungsstil auch ist.

              LG

              (10) 10.05.19 - 18:46
              Geordnetes-Chaos

              Das frage ich mich auch oft... So viel unnützer Stress. Ich fand es als Teenager super nervig, wenn meine Eltern rummaulten, dass ich mein Zimmer aufräumen soll... Meine Ordnung ist das Chaos. Kein schlimmes Chaos, sondern ein geordnetes Chaos. Es ist nicht dreckig, ICH finde alles sofort. Meine Eltern wollten das nie akzeptieren und haben in MEINEM Zimmer rumgeräumt. Wir hatten und haben ein gutes Verhältnis, aber bei dem Thema haben wir uns wechselseitig echt (unnötigerweise) zur Weißglut getrieben...

              Ich war auch mit 18, als ich von daheim auszog, durchaus im Stande, meinen Lebensraum auf Trab zu halten. Meine Ordnung ist halt nicht jedermanns Ordnung. Ich drücke meine Ordnung niemandem auf, ich will nur nach meinem Belieben leben.

              Erst nach meiner Promotion (erst ab da nahmen mich meine Eltern richtig ernst) konnten meine Eltern meine Meinung akzeptieren :-p

        Nee, aber du mußt die Wäsche waschen ;-) und wirst keine Lust haben, sie selbst unter dem Bett hervorzuziehen, nachdem du vorher Kekstüten und Lego-Burgen zur Seite geschoben hast.

        Du bekommst die Post von den Lehrern, wenn das Kind mit unvollständigen Schulsachen ankommt.

        Und keine Sorge: bis das Kind in die Schule kommt, kannst du erkennen, ob es sich um geordnetes Chaos handelt und nur für Außenstehende so aussieht - das Kind weiß aber womöglich genau, warum das Playmobil-Männchen ohne Haare links von der Untertasse liegt. Oder ob wirklich alles durcheinander ist.

        Zum Streit:
        meine Große (Schulkind) hat schon mit 3 Jahren aufgeräumt. Erst mit mir, später selbstständig. Sie hat aber auch immer schön Einzelteile aus Kisten geholt.
        Die Kleine hat mit 5 Jahren schon klar, dass Aufräumen sch.... ist. Sie hat Kisten generell komplett ausgekippt, wenn sie mit einem Teil daraus spielen wollte.
        Ich bilde mir ein, ich habe beide Kinder gleich behandelt...
        Manchmal hilft es, wenn ich der Kleinen sage "räum hier bitte das und das weg" und das Wort "Aufräumen" vermeide...

        LG!

    (12) 10.05.19 - 10:42

    Meine Eltern haben mir Ordnung und Sauberkeit vorgelebt. Trotzdem sah mein Zimmer als Jugendliche regelmäßig aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Meine Mutter hat es nach endlosen Diskussionen irgendwann aufgegeben, mich zum aufräumen zu animieren. Es hat mich schlicht nicht interessiert. Es gab einen Weg zum Fenster und zur Tür, das wars.
    Der Wunsch, aufgeräumte Zimmer zu haben, kam bei mir mit Bezug der ersten eigenen Wohnung. Heutzutage hasse ich es, wenn irgendwas rumliegt oder unsauber ist. So mag ich gar nicht leben.
    Ich denke also, diese Chaos-Phase gehört zum Erwachsenenwerden bei vielen mit dazu.

    • Ein gewisser Grad an Ordnung und Sauberkeit ist mir wichtig. "Ist mir egal" gab es die letzten 14 und wird es die nächsten 10 Jahre in dem Punkt auch nicht geben in unserem Haus. Eine Schneise zum Fenster und zum Bett reicht mir, ehrlich gesagt, nicht aus. Wenn meine Kids meinen, sie können hausen wie die Flodders, müssen sie mit der Umsetzung warten, bis sie auf eigenen Beinen stehen und eine eigene Wohnung/WG-Zimmer o.ä. haben :-). Aber das kann ja jede Familie für sich entscheiden! LG

      Nachtrag: "Familienstreit" o.ä. gab und gibt es hier wegen eines solchen Themas gar nicht. Es gibt gewisse Pflichten und die werden erledigt, ganz einfach. Meine Kids merken ja selbst, dass das Leben im eigenen Zimmer mit Grundordnung und -sauberkeit viel angenehmer ist.

      • Die Familienstreits bezogen sich auf einen anderen - und viele weitere Treads weiter unten.

        • Ah okay. Kann mir aber vorstellen, dass das Thema Aufräumen vielleicht auch mal Potenzial birgt, für sowas zu sorgen #schock. Schönes Wochenende :-)

          • Ja das ist wohl ein "Streit-Klassiker" in Familien.
            Von daher sollte man sich immer überlegen, ob und ab welchem Punkt es einem wert ist, sich darüber zu streiten. Eine gewisse Grundordnung finde ich wichtig. Übertrieben penibel bin ich da aber nicht, weil es mir die Aufregung nicht wert ist.
            Schönes Wochenende ebenso! #sonne

    Witzig, genauso war es bei mir auch! Absolutes Chaotenzimmer als Jugendliche, meine Mutter hat es irgendwann aufgegeben und einfach die Tür zu gemacht 😂
    Dann wurde es mir mit jeder eigenen Wohnung immer wichtiger, es hübsch und aufgeräumt zu haben.

(19) 10.05.19 - 10:38

Ich habe ja weiter unten schon etwas zu dem Thema geschrieben.
Ich verstehe wirklich nicht, warum das einigen so wichtg ist, dass es regelmäßig Familienstreits gibt, nur weil das Kind zwar grob aufgeräumt hat aber eben nicht zur absoluten Zufriedenheit der Eltern.
Ich finde, bei kleinen KIndern macht man das gemeinsam bzw. mit Hilfestellungen. Etwa im Vorschul/Grundschulalter können sie das dann eigenständig. Natürlich sieht dann nicht alles aus wie geleckt, aber das ist auch nicht mein Anspruch. Es ist das Zimmer des Kindes und wenn es sich wohl fühlt in einem Zimmer, wo noch ein paar Sachen rum liegen, dann solls mir egal sein. Bei uns gibt es nur die Regel: Ich dulde keine schmutzige Wäsche im Zimmer und keine Essensreste bzw. schmutziges Geschirr. Es wird 1x pro Woche so aufgeräumt, dass sauber gemacht werden kann. Ansonsten muss das Kind eben selbst saugen.
Und mal ehrlich: denkt keiner mehr an seine eigene Kindheit und Jugend zurück? Waren da alle schon Sauberkeitsfanatiker mit immer blitzeblank gewienertem Kinderzimmer?#kratz

  • (20) 10.05.19 - 10:43

    Oh, deinen Beitrag hab ich gar nicht gesehen. Da muss ich gleich mal nachschauen, aber ich merke schon, dass wir der selber Meinung sind 🤗

    (21) 10.05.19 - 10:46

    Niemand redet von blitzblanken Kinderzimmern. Meine Jungs sind 12 und 14, das würde niemals so sein und ist auch nicht schlimm. Sondern von auf geräumten, ein bisschen Ordnung können unserer Kinder durchaus hinbekommen. :-)

    • (22) 10.05.19 - 10:53

      "Niemand redet von blitzblanken Kinderzimmern."
      Doch! Es gibt durchaus Eltern, die Wert darauf legen, dass jedes Krümelchen weggeräumt wird und ein Möbelhauskatalog-vorzeigbares Zimmer existiert. Kenne ich selbst aus dem erweiterten Bekanntenkreis.

      • Bei uns ist das ganze Haus „Möbelhauskatalog-vorzeigbar“, wenn Du es so nennen willst. 😉
        Ich bin so aufgewachsen, so handhabe ich es heute in meinem Haus und mein Kind findet das auch normal, lernt von kleinauf, welche Dinge im Haushalt wohin gehören.

        Es ist für uns der „Normalmodus“ ohne irgendwelche übermäßige Anstrengungen.

        Wenn man nicht erst das mega Chaos veranstaltet und das Haus nicht mit unnötigem Krempel überfüllt, dann ist das auch nicht schwer es so laufend aufrecht zu erhalten. Wir mögen es gerne „luftig“ und übersichtlich.

        Im Gegenzug wundere ich mich manchmal in anderen Haushalten, wie Leute da zurecht kommen.

Um "Sauberkeitsfanatiker" und "blitzeblank gewienertes Kinder-und Jugendzimmer" geht es doch gar nicht....aber zwischen dem und "völlig egal, Hauptsache eine Gehschneise ist frei" gibt es ja noch viele andere Stufen :-).

(25) 10.05.19 - 11:29

wenn ich deine Antwort vorher gelesen hätte, hätte ich einfach nur zustimmen können :-)

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