Aufteilung der kinderbetreuung am Wochenende mit dem Mann/Partner?!

Mein Mann und ich überlegen gerade, wie wir es schaffen können uns mehr Freiräume zu schaffen. Unser Sohn ist jetzt fast 3 und in einer sehr anstrengenden Phase.Viele Eltern im Bekanntenkreis teilen sich die Betreuung am Wochenende auf, damit der andere Zeit für sich hat. Meistens sind es allerdings die Väter, die den Müttern das Kind mal abnehmen. Das ist bei uns schon der erste Streitpunkt - er sagt, er hat denselben Anspruch darauf, dass ich den kleinen am Wochenende nehme, und ich sage, ich hab ihn schon unter der Woche jeden Nachmittag und zwar alleine, Plus Doppelbelastung durch den beruf. Ich komme wirklich am Zahnfleisch daher, da krasse trotzanfälle seit Monaten die Regel sind. Für die kinderbetreuung bin ich hauptsächlich zuständig, mit allem was dazu gehört, daher finde ich es legitim, am Wochenende mal eine Pause zu bekommen. Dass er das AUCH bekommen soll ist keine Frage. Aber nicht zu gleichen Anteilen. 😂 das ist zwar meine Meinung, aber vielleicht stehe ich auch irgendwie auf dem Schlauch und gibt bestimmt auch andere Meinungen dazu.

Deshalb meine Frage, wie ihr das macht oder euch mit euren Männern ausgehandelt habt?

Eigentlich sind sich mein Mann und ich uns auch einig darin, dass wir die Wochenenden zum Großteil zusammen als Familie verbringen möchten, sonst könnten wir uns ja gleich trennen?! Oder sehe ich das zu drastisch? Die Partnerschaft kommt dich eh schon zu kurz, und dann auch noch familienzeit zu kürzen fühlt sich irgendwie komisch an.

Hallo, wir haben 3 Kinder und ich verbringe die meiste Zeit mit ihnen. Bei uns gibt es keine Aufteilung "zu gleichen Teilen" oder Aufrechnung "Ich übernehme ja schon die Nachmittage, dafür..." etc.
Am Wochenende/im Urlaub sind wir 95% alle zusammen.
Wir sprechen einfach miteinander und wenn einer signalisiert, dass er etwas Zeit für sich braucht, übernimmt einfach der andere. Das wird dann aber nicht gegengerechnet oder es muss sich keiner rechtfertigen oder so. Wir fahren gut so, ganz entspannt.
Wenn es euch besser damit geht, rechnet eben jeweilige Arbeitszeiten aus (bei dir Job, Kind am Nachmittag und bei ihm Job, Kind am Abend o.ä.) und dann teilt das Wochenende auf. Setzt euch zusammen und besprecht, wie ihr euer Familienleben ins Positive drehen könntet bzw. wie jeder zu mehr Erholung kommt.
VG

Falls das für euch in Frage kommt: Unsere Tochter liebt es, Zeit bei den Großeltern zu verbringen. Seit sie 2 ist, übernachtet sie dort auch gerne. Mit knapp 3 nun auch gerne mal 2 Nächte (Freitag Nachmittag bis Sonntag Mittag).

Das ist für uns alle perfekt: Die Großeltern freuen sich sehr, so viel Zeit mit der Enkelin zu haben, unsere Tochter hat da eine richtig tolle Zeit und ist glücklich und wir haben Zeit für uns. Als Paar, einzeln für unsere jeweiligen Hobbys und das gemeinsam Ausschlafen können ist auch nicht zu verachten.

Falls ihr Großeltern in der Nähe habt, vielleicht wäre ja ein Sonntag im Tierpark (Großeltern und Enkelsohn) was?

Hi,
Unsere Großeltern sind leider nicht in der Nähe, aber seit kurzem bleibt der kleine dort übernacht. Das ist auf jeden Fall wieder ein Stück Freiheit für uns als paar und allein!

Wir haben nichts ausgehandelt... Wir haben zwei Kinder (9 Jahre und 8 Monate) und arbeiten beide von zu Hause aus (er Vollzeit, ich Teilzeit). Alle packen da an wo es sein muss, auch am Wochenende. Wenn wir Termine haben/Zeit brauchen, nimmt der andere die Kleine. Aufrechnen tun wir nicht :)

Hallo,

Wir haben vier Kinder (13,10,5 und 2 Jahre), mein Mann über nimmt an drei Tagen die Kinder komplett, da ich arbeiten bin und ich übernehme an zwei Tagen die Kinder. Wochenende verbringen viel zusammen oder die Kinder sind bei den Großeltern. Einmal im Jahr macht mein Mann, mit den 5 Jährigen, einen Wanderurlaub und einmal fährt er alleine weg (3-5Tage). Ich fahre zweimal im Jahr mit einer Freundin ins verlängerte Wochenende (Städtetripp, Wellness, Musical...). 2-3mal im Jahr gibt es einen gemeinsamen Urlaub, mit der ganzen Familie.

Ach ja ich darf an den Wochenenden ausschlafen und mein Mann in der Woche. Unser Jüngster steht um 5:30 Uhr auf

Wir teilen uns die Erziehungsarbeit… An einem Nachmittag unter der Woche übernimmt meine Mutter, an einem ich, an dreien mein Mann. Ich arbeite 80 % plus Dienste etwa 120 %, mein Mann arbeitet zwischen 60 und 80 %. Unsere Kinder sind mit drei in den Kindergarten gekommen und sind jetzt halbtags betreut, also alle zum Mittagessen zu Hause.

Da ich am Wochenende häufig in Dienst habe (zum Beispiel heute) sind es die Kinder gewohnt, dass am Wochenende eigentlich immer beide Eltern zuständig sind und ich gegebenenfalls kurz weg bin. Wir verbringen gerne Zeit miteinander, schaffen uns aber durch aus einzelne Freiräume. Zum Beispiel wollte ich gestern Vormittag mit allen Kindern auf dem Markt, dass mein Mann in Ruhe im Garten arbeiten kann. Aber einer wollte nicht und die kleine dann auch nicht und plötzlich war ich mit einem Sohn auf dem Markt, einer hat mit meinem Mann im Garten gearbeitet und unsere Kleine hat auf der Straße eine Freundin getroffen und ist bei ihr gestrandet bis zum Mittagessen… Also haben beide Kinder betreut aber keiner alle.
Sonntagvormittag habe ich immer 45 Minuten nur für mich, weil meine Familie in die Kirche geht. Sehr schöne Zeit für mich, in der ich hingebungsvoll koche.

Wir brauchen keine Freiräume als Person privat allein.(nur mit unseren Parallelpartnern , anderes Thema). Wir haben eine Familie und jeder macht was dafür. Und das völlig ohne Absprachen. Das passiert einfach.

Was sind denn Parallelpartner :-)? Klingt spannend!

Wir führen beide zwei Beziehungen ... und wir haben den Jackpot – unsere parallel Partner sind ebenfalls miteinander verpsrtnert.
Unsere Kinder sind alle miteinander irgendwie befreundet.
Aktuell zum Beispiel bereiten die Männer und Kinder für uns beide Mütter ein Mittagessen/verspäteten Brunch vor.

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Also ich meistens die Kids unter der woche, arbeite nur TZ. Am WE machen wir entweder was gemeinsam oder jeder hat mal Freizeit. Ich schaue nicht genau wieviel wer hat. Wenn ich mal müde bin oder so dann sag ich zu meinem Mann er is mal dran und umgekehrt. Wir unternehmen aber auch sehr viel zusammen. Im Urlaub buchen wir stets mit miniclub und da haben wir dann jeden tag ein paar stunden als paar. Zusätzlich haben wir auch Oma und Opa die uns regelmässig einen oder beide abnehmen.

Als unsere Tochter noch klein war, haben mein Mann und ich uns darauf geeinigt, dass einer 'von uns am Samstag, der andere am Sonntag ausschlafen darf.
Das war immer sehr entspannend.

Ich kann dich sehr gut verstehen. Ich habe auch solche fiesen Anspruchsgedanken und neige dazu aufzuwiegen. Gut ist das aber nicht!

Mein Mann geht nicht zum Spaß arbeiten. Er verdient damit das Geld, das wir als Familie zum Leben brauchen. Das ist genau so viel wert wie meine Erziehungsarbeit zu Hause. Also hat er genau so viel Anspruch auf Freizeit am Wochenende, wie ich.

So richtig haben wir noch keine Lösung gefunden, aber wir werden besser. Am Freitagabend sprechen wir offen darüber, welche Termine und To Do s fürs Wochende anstehen und dann welche Wünsche und Erwartungen wir für die restliche Zeit haben. Dann kann man dafür bewusst Zeiten schaffen. Und man entwickelt ein feineres Gefühl dafür, was der Andere braucht und schätzt.

Mein Mann steht unter der Woche mit den Kindern auf und ich darf noch etwas liegen bleiben. Am Wochende wünscht er sich auch mal liegen bleiben zu dürfen. Und er möchte gern Zeit um für seine Projekte zu arbeiten, um sich fortzubilden und auch um mal nur zu chillen. Eben Dinge, die unter der Woche zu kurz kommen. Ich schätze Zeit mit Familie und Freunden und wünsche mir, dass ich mal nicht die gefühlt-alleinige Verantwortung für Haushalt und Kinder habe. So richtig allein mag ich eigentlich gar nichts machen, höchstens mal in Ruhe lesen.... Das führt zwangsläufig dazu, dass ich hauptsächlich die Kinder habe und mein Mann, der mehr Zeit für sich braucht, eben eher "einspringt" wenn ich darum bitte. Dafür kocht er an min. einem Tag und kommt mit raus.... wie gesagt, perfekt ist das noch nicht, aber wir lernen mit jedem Wochenende dazu ;)

Ps: feste Zeiten für bestimmte Sachen hatten wir eine Zeit lang auch mal eingeführt, hat für uns aber nicht funktioniert. Man wird kleinlich und unfair, dabei will man ja eigentlich Verständnis und Freiraum füreinander schaffen...

Hi!

"Mein Mann geht nicht zum Spaß arbeiten. Er verdient damit das Geld, das wir als Familie zum Leben brauchen. Das ist genau so viel wert wie meine Erziehungsarbeit zu Hause. Also hat er genau so viel Anspruch auf Freizeit am Wochenende, wie ich."

So seh ich das leider nicht. Ich hab auch zuvor Vollzeit gearbeitet und Arbeit Plus kleinkind finde ich jetzt in dieser Phase definitiv anstrengender. Ich trage durch meine Teilzeitarbeit ja auch das finanzielle mit, und daneben noch Kind und Haushalt. Andererseits würde ich auch nicht diejenige sein wollen, die den vollzeitpart übernimmt, dazu ist mir die gemeinsame Zeit mit meinem Kind zu wertvoll. Und es wird bestimmt wieder entspanntere Zeiten geben.

Am liebsten wäre mir wahrscheinlich ein Modell, wo beide nur Teilzeit arbeiten und beide mehr Zeit für das Kind haben. Aber das ist wie bei so vielen finanziell einfach nicht drin.

Bei euch hört es sich für mich nicht so an, als ob du eine Anspruchshaltung hättest, im Gegenteil!

Gruß

Ich finde Arbeit plus Kleinkind auch anstrengender als nur Arbeit, aber sind die Kinder denn im Bett und schlafen tief und fest, wenn der Mann nach Hause kommt? Oder hat er nach der Arbeit nicht auch noch Familie anstatt Feierabend. Ich finde schon, dass du ihm genauso viel freie Zeit einräumen solltest, wie dir selbst. Sollten die Kids eh schon schlafen, wenn er nach Hause kommt, könnte man ihm evtl. mehr Freiraum in der Woche anbieten als am Wochenende, aber im Endeffekt zu sagen: "Ich habe mehr Recht auf freie Zeit als du.", das finde ich schwierig.

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Wir haben zwei Kinder, welche unter der Woche fast ausschließlich von mir erzogen und versorgt werden. Das macht mich (leider) auch am Wochenende zum Ansprechpartner Nummer 1, so dass mein Mann theoretisch Samstag und Sonntag machen könnte, was er wollte, weil ihm eh niemand etwas will (böse gesagt). Da das nun mal so ist, ermöglicht mir mein Mann im Gegenzug, dass ich meistens länger schlafen darf und er mit dem Kleinen - unserem Wecker - aufsteht (die Große kann schon alleine aufstehen und sich eine Zeit lang beschäftigen). Da ich eh grundsätzlich schlecht schlafe und mein Mann gut, ist das das Beste für mich. Mein Mann nimmt dann auch mal den Kleinen mit zum Autowaschen oder geht mit der Großen Einkaufen. Bei mehr als einem Kind hat halt niemand eine Pause. Da ist man schon froh, wenn man mal nur ein Kind hat. Das solltest du bei einem Kind ganz bewusst genießen, dass du öfters kinderfrei und eine tatsächliche Pause haben kannst. Wir versuchen auch mindestens einen Ausflug oder eine Unternehmung am Wochenende gemeinsam als Familie zu machen. Unter der Woche geh ich einmal Abends zum Sport und alle 2 Wochen mit einer Freundin Essen.

Mein Mann und ich geben uns - trotz Wochenendbeziehung - Freiräume und zwar beiderseitig ohne die Stunden aufzurechnen.

Warum allerdings deiner Meinung nach deinem Mann weniger "Freistunden" zustehen als dir verstehe ich nicht. Arbeitet ihr beide die selbe Stundenzahl unter der Woche und du kümmerst dich zusätzlich alleine uns Kind? Wenn nein, weiß ich nicht, warum dein Mann weniger frei bekommen sollte als du.

Aufrechnen finde ich in einer Beziehung immer schadhaft. Damit beurteilt man ja immer die Tätigkeiten des Partners, würdigt diese ab und / oder verliert den Blick dafür, dass auch der Partner je nach Stimmung und Belastung auch mal mehr "frei " braucht.

Ich hab auch zuvor Vollzeit gearbeitet und Arbeit Plus kleinkind finde ich jetzt in dieser Phase definitiv anstrengender. Ich trage durch meine Teilzeitarbeit ja auch das finanzielle mit, und daneben noch Kind und Haushalt. Andererseits würde ich auch nicht diejenige sein wollen, die den vollzeitpart übernimmt, dazu ist mir die gemeinsame Zeit mit meinem Kind zu wertvoll. Und es wird bestimmt wieder entspanntere Zeiten geben.

Ich sage auch gar nichts dagegen. Mein "altes" Leben in Vollzeittätigkeit mit zahlreichen Geschäftsreisen und daraus resultierenden Überstunden finde ich im Nachhinein auch weniger anstrengend als so manchen Tag in Teilzeittätigkeit mit Kind.

Dennoch kann ich nicht nachvollziehen, wie man beurteilen will, dass dem Partner weniger Freizeit zusteht als einem selbst. Insbesondere wenn der Mann abends nach Hause kommt und so ja doch bestimmte Aufgaben übernimmt (was einige Frauen aber auch nicht wahrnehmen können), trägt er doch immer noch einen Teil an Kinderbetreuung / Haushalt mit. Man merkt meistens erst, was der Partner alles übernimmt, wenn er mal ne Woche nicht nach Hause kommt.

Bei uns gehört das Wochenende der Familie. Wann haben wir denn sonst gemeinsame Zeit?

Sport etc. machen wir abwechselnd unter der Woche. Am WE unternehmen wir etwas zusammen.

Hallo, wir haben 3 Kinder und wir teilen nichts auf. Am Wochenende steht er mal auf und lässt mich noch ne Stunde schlafen oder anders herum. Ansonsten ackern wir uns gemeinsam durch. Der große kümmert sich abends um sich selbst, die zwei jüngsten liegen spätestens um 19.00 im Bett und schlafen. Heißt für uns dann Freizeit. Ich gehe manchmal zu ner Nachbarin und quatsche oder lese oder mache wozu ich Lust habe. Er sitzt dann am Laptop, liest oder geht zum Sport. So hat jeder Zeit für sich. Oft schauen wir dann auch noch ein Film zusammen. Funktioniert bei uns schon seit Jahren so wunderbar. Da er in 3 Schichten arbeitet, bin ich auch in der Woche oft mal alleine. Das stört mich aber nicht denn manchmal läuft es alleine ruhiger mit den Kids.

Hallo,

gibt es denn nicht die Möglichkeit, dass ihr euch auch die Nachmittage aufteilt unter der Woche? Dass er zb zwei Nachmittage macht und du drei? Dann seid ihr allgemein „gerechter“ im Sinne von Betreuungszeit aufgestellt und die Argumentation über die Wochenenden etwas leichter.

Wir leben dieses Modell: ich bin zwei Nachmittage kurz arbeiten, zwei lang und Freitag so halblang bis 14 Uhr und mein Mann zwei Nachmittage lang und drei kurz. So ist es an den Wochenenden eigentlich sehr easy: jeder kriegt einen Vormittag/Nachmittag frei nach bedarf und den Rest verbringen wir gemeinsam...

Vorher, als ich noch alleine die Nachmittage gemacht hab, hat er dann nach dem Abendessen von 18 bis 19.30 übernommen und ich hab teils Haushalt gemacht und mich sonst ausgeruht. Nach 19.30 ist hier ja eh Schicht im Schacht...

Wenn dein Partner von 8-18 Uhr arbeitet und du von 8-13 Uhr und dann von 14-18 Uhr mit deinem Kind verbringst, dann verstehe ich dich nicht so ganz warum Dir mehr Pause zusteht. Das Kind hat Wutanfälle: okay.. aber kriegt dein Mann auch extra Zeiten gerechnet weil ihn der Chef anschreit oder der Kunde ihn nervt? Auch nicht, oder?

Ich würde euch raten euren Alltag mal konkret zu beleuchten: wer macht wie viele Stunden was am Tag? Und wer möchte konkret wie viel Zeit für sich haben. Es muss ja nicht alles am Wochenende laufen: wenn er dienstags und donnerstags zb euer Kind abends übernimmt und du zum Sport kannst, ist es doch auch gut oder? Einfach als Beispiel ;-)

LG

Ich hab auch zuvor Vollzeit gearbeitet und Arbeit Plus kleinkind finde ich jetzt in dieser Phase definitiv anstrengender. Extra zeit wegen Wutanfall des Chefs ist bei mir auch nicht drin. Meine arbeit ist auch sehr anstrengend, gerade in teilzeit. Und ich trage durch meine Teilzeitarbeit ja auch das finanzielle mit, und daneben noch Kind und Haushalt. Andererseits würde ich auch nicht diejenige sein wollen, die den vollzeitpart übernimmt, dazu ist mir die gemeinsame Zeit mit meinem Kind zu wertvoll. Und es wird bestimmt wieder entspanntere Zeiten geben.

So ein Modell wie du es beschreibst fände ich ideal. Ist aber bei uns wie bei so vielen finanziell nicht drin. Und mein Mann würde sich dadurch aufstiegschancen verbauen.

Du schreibst immer dass du zuvor auch Vollzeit gearbeitet hast. Ich würde mal behaupten dass haben die meisten Mütter. Wieviele Stunden arbeitest du denn und wie lange geht euer Kind in den Kiga?

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Aber wieso sollte das denn bei euch nicht zu gleichen Anteilen aufgeteilt werden? Das verstehe ich nicht. 🤔 Hat dein Mann unter der Woche nachmittags frei und kümmert sich nicht ums Kind oder wie?

Wir jedenfalls haben nichts ausgehandelt. Am Wochenende machen wir es so, dass immer einer ausschlafen darf und einer mit Kind (im August 2) aufsteht. Feste Abmachungen gibt es nicht. Wenn einer mal was mit Freunden machen möchte, dann ist das in Ordnung und der andere übernimmt unsere Tochter. Wir achten nicht darauf, wer wann wie oft und wie lang kindfrei hatte. 😅 Oft schaffen wir es auch, uns alle drei zusammen mit Freunden zu treffen und einer von uns geht dann halt mit Kind eher los. 😉
Ab August wird eh wieder alles durcheinander gewirbelt, da kommt dann Nummer 2 zur Welt. 🤪

Bis vor 6 Monaten hatte ich die Kinder komplett unter der Woche und am Samstag von 8-17 Uhr Zeit für mein Studium, da hat er dann Kinder gehabt. Sonntagvormittag hatte mein Mann seine Zeit und Sonntagnachmittag Familienausflug. Dann ist mein Mann sehr krank geworden und ich habe die Kinder nun komplett alleine, er schafft es nicht. Wir versuchen jetzt, dass er ein Abend die Woche, wenn die Kinder schlafen aufpassen kann, sodass ich dann mal „raus“ kann. Wir haben zuvor immer alles gemeinsam geplant, dadurch kam es dann zu keinen Streitereien. Kinder sind fast 4 und fast 2 und Nr.3 kommt bald...

Hallo,

wenn ihr die Zeit nach Absprache "gerecht" aufteilen wollt, klingt es für mich logisch, dass ihr die Zeit, in der ihr beide frei habt, halbiert und jedem die Hälfte zusteht. Was du an erwerbsmäßigen Arbeitsstunden weniger als er machst, stockst du an Arbeitsstunden Kind/Haushalt zu Vollzeit auf.
Wenn du also Teilzeit bis 13.30 arbeitest, bist du bis zu seinem Feierabend für kind/Haushalt zuständig, sobald er da ist, teilt ihr euch auf. Wenn er an 2 Abenden die Woche weg geht, gehst du auch an 2 Abenden die Woche weg. Jeder hat jeweils einen halben Tag am Wochenende zur freien Verfügung und jeder schläft jeweils einmal aus am Wochenende oder so.
Ich finde Aufrechnerei grundsätzlich problematisch in Partnerschaften, aber vielleicht hast du gerade eine Phase, in der du von vornherein klar definierte Freiräume brauchst, um die momentanen Anstrengungen besser aushalten zu können.
Da du euer Kind derzeit als sehr anstrengend empfindest, würde ich an deiner Stelle versuchen, etwas Abstand und Nerven zu gewinnen.
Musst du zum Beispiel das Kind so früh aus der Betreuung abholen, oder kann es noch eine Stunde länger bleiben, damit du von der Arbeit durchatmen und erstmal runterkommen kannst? Mir bringt es immer enorm viel, wenn ich mich nicht abhetzen muss, sondern die Dinge in Ruhe erledigen kann - dann komme ich aus dem Hamsterrad heraus und habe gleich viel mehr Nerven.
Versuche doch, die Zeit, die du für dich hast, wirklich für dich zu nutzen.

Alles Gute, c

Du brauchst eine Pause und mehr Zeit für dich, dann erkläre es deinem Mann halt so. Was soll dieses Aufrechnen? Finde ich unnötig und unpraktisch.

Dein Vergleich hinkt, deine Vollzeit Arbeit fandest du entspannter als jetzt weil du damals freien Feierabend hattest und freie Wochenenden. Die hat dein Partner jetzt aber auch nicht mehr, seine Freizeit ist auch weniger geworden.

Statt deinem Mann also zu erklären das du ja soviel mehr leistest setzt euch zusammen und schaut wo ihr mehr Entlastung reinbringen könnt. Er möchte vielleicht in Ruhe Sportschau gucken, du mal ohne Kind shoppen und ihr wollt beide mal wieder ausschlafen? Dann macht dafür doch Termine.

Aber dieses kleinliche Aufrechnen ist wenig partnerschaftlich. Und es kommen bessere Zeiten, mit vier sind die Kinder viel weniger anstrengend. ;-)

Eine Doppelbelastung haben doch beide, wenn beide arbeiten und ein Kind haben.
Dabei ist es unerheblich, wie viele Stunden in der Arbeit verbracht werden. Nach der Arbeit geht's ums Kind, egal um welche Uhrzeit.

Am Wochenende haben wir uns immer mit dem ausschlafen abgewechselt (inzwischen dürfen wir beide länger schlafen) und die restliche Zeit war einfach flexibel.

Gemeinsame Unternehmungen. Oder einer macht Haushalt, der andere hütet die Kids. Oder einer macht was alleine...

Hatten da nie einen bestimmten Plan, wenn einer eine Auszeit braucht, übernimmt eben der andere.

LG Claudi

Bei uns gibt es keine Aufteilung. Ich kümmere mich den ganzen Tag alleine um die Kinder und Babys und abends machen wir alles zusammen oder mein Mann nimmt die Kleinen damit ich kochen, baden, Nägel machen und sowas kann. Wenn er mal früher einschläft kümmere ich mich abends auch alleine um die kleinen.
Nachts kümmert er sich um einen und ich mich um den andere.

So Diskussionen hatten wir nie... Mein Mann ist seit gut 16 Jahren Hausmann und Vollzeitpapa mit Nebenjob. Er betreut unseren Sohn schon immer zum größten Teil.

Bin ich da, wollte und will ich Zeit mit meinem Sohn verbringen und auch Familienzeit. Mittlerweile ist unser Sohn selbst viel unterwegs, aber wir nutzen auch heute noch die Zeit, die wir haben, gemeinsam.

Ab und zu genieße ich es auch, alleine unterwegs zu sein, aber das ergibt sich dann spontan oder liegt daran, dass meine Herren Zuhause daran kein Interesse haben.

vergessen:

ich arbeite Vollzeit und habe schon immer auch einen Nebenjob (schon bevor ich meinen Mann kannte). Bin also in vergleichbarer Situation wie dein Mann und kann ihn nicht wirklich verstehen