Eltern sind "peinlich" und stolz drauf?

    • (1) 13.05.19 - 14:26
      eir

      Hallo.
      Unser ältester Spross steckt körperlich in der Pubertät und hat ältere Freunde die faktisch Teenager sind/in kürze werden. Ich mache teilweise Beobachtungen, die mich wirklich etwas schockieren. Da sind die Eltern peinlich/uncool/.... ,Mutti/Vati erzählen das stolz und unterstützen es auch noch?
      Bsp. 12 jähriger muss zum Sportplatz am anderen Ortsende. Mit dem Rad bestens zu erreichen, aber es ist ja bequemer gefahren zu werden. Aber damit die anderen das nicht sehen, MUSS er selbstverständlich 2 Straßen weiter raus gelassen werden. Später traut sich die Mutter dann trotz Verbot zum Sportplatz, um beim Wettkampf zuzuschauen. Von der Ferne begrüßt Sohnemann seine Mutter mit einem unfreundlichen Blick und Augenrollen, woraufhin sie wirklich mit einem Stolz in der Stimmer erzählt, wie sie ihn her fahren "durfte".
      Oder noch schöner: wir waren gestern als Familie ins Restaurant eingeladen, meine Mutter feierte Geburtstag. Dort traf sie auf eine Freundin, die ebenfalls mit Familie essen war. Die 15 jährige Enkeltochter fehlte, sie hatte keinen Bock mit der Familie gesehen zu werden. Die Oma erzählte das eher traurig, aber der Vater ergänzte noch dass das halt normal ist beim älter werden, mit 15 hat sie ja eh nicht davon #kratz
      Zugegebenermaßen sind das, in meinen Augen, natürlich schon extremerer Beispiele. Mir geht es aber auch einfach um so alltäglicher Erlebnisse und Kommentare.
      Dass Teenager sich abnabeln finde ich normal. Aber warum nimmt man respektloses Verhalten hin und findet das auch noch toll?
      Wie seht ihr das?

      Liebe Grüße

      • (2) 13.05.19 - 14:34

        Nicht die Kinder sind dort das eigentliche Problem, sondern die übereifrigen, übermotivieren Eltern, die ihr Kind nicht beim Großwerden unterstützen und deren Selbstständigkeit nicht angemessen fördern, Grenzen klar und deutlich dort ziehen, wo sie hingehören und dem Prinzen/Prinzesschen jedes Problemchen aus dem Weg kehren.
        Gott sei Dank sind aber nicht alle Eltern/Kinder so. Es sind halt die Extrembeispiele, die besonders auffallen.

        (3) 13.05.19 - 14:36

        Also, wenn ich meinem Kind peinlich bin, dann darf es ruhig mit dem Rad fahren, ich MUSS sie ja nicht fahren.
        Aber ich würde sie definitiv nicht 2 Straßen vorher raus lassen!

        (4) 13.05.19 - 14:44

        Hallo,

        da sind die Eltern aber selbst Schuld!

        Ich würde ganz bestimmt nicht meinen Sohn irgendwohin fahren und dann noch ehr raus lassen, damit ich nicht mit ihm gesehen werde. Wo leben wir denn? Er darf sich gern aufs Rad schwingen und selbst fahren.
        Und wenn meine Tochter irgendwann mal meint nicht an Familienfeiern teilnehmen zu wollen, weil es ihr so peinlich ist, dann dürfte sie ihren Geburtstag gern allein feiern.

        LG

      • (5) 13.05.19 - 14:45

        Ich bin bei den Beispielen ein wenig hin und hergerissen.

        Zum Fahrdienst würde ich mich in so einer Situation nicht missbrauchen lassen und mein Kind hat mir auch nicht zu sagen ob ich mich an einem Sportplatz aufhalten darf oder nicht. Wenn ich mir ein Fußballspiel angucken möchte, dann mache ich das. Unabhängig davon, dass ich tendenziell in so einer Situation eh die Person bin die die Beiträge für den Verein bezahlt.

        Das mit dem Restaurantbesuch sehe ich anders. Eine Einladung ist eine Einladung und die kann man auch ablehnen. Ich finde es ehrlicher, dass der Teenager dann zu Hause bleibt wenn er keine Lust hat als zum Essen mitzukommen und die ganze Zeit drein zu blicken wie sieben Tage Regenwetter.
        Etwa in dem Alter hatte ich auch keine Lust mehr auf Familienbesuche und war sehr glücklich darüber, dass meine Eltern das so akzeptiert haben. An der Stelle finde ich hat der Vater recht, zum Erwachsensein gehören auch solche Dinge dazu. ( ich halte aber generell nichts von Pflicht besuchen. Mich sollen nur Leute besuchen die auch Lust haben mich zu sehen. Unabhängig von Geburtstag, Feiertagen oder Jubiläen.)

        • (6) 13.05.19 - 16:47

          Das sehe ich in einer Familie etwas anders. Da hat es auch etwas mit Respekt und Anstand zu tun zu Omas Geburtstag zu gehen. (Normales Familienverhältnis jetzt mal vorausgesetzt). Es ist nun mal nicht so, dass man immer nur das machen kann, worauf man Lust hat.

          • (7) 13.05.19 - 17:24

            Ich hab tatsächlich (zumindest bis Mitte 20) ein gutes Verhältnis zu meiner Familie gehabt. Trotzdem fand und finde ich Pflichtbesuche blöd. Sie hinterlassen bei mir einen faden Beigeschmack. Besucht mich die Person weil es sich so gehört? Oder weil sie es gerne möchte?

            (Ich weiß, dass ich da eigen bin. Auf meiner Hochzeit werden z.B. die Personen eingeladen die wir GERNE bei uns haben möchten, egal ob wir nun verwandt sind oder nicht. Das beinhaltet weder meinen Vater noch meine Tanten oder Großeltern. Ich möchte diesen Tag nicht mit ihnen verbringen. Aber ich definiere Familie auch schon lange nicht mehr über das Blut. Meine Verwandtschaft kann ich mir nicht aussuchen, meine Familie schon.)

            • (8) 13.05.19 - 19:51

              Ja, das ist richtig dass du auf deiner Hochzeit die Menschen einlädst, die dir wichtig sind. Das hat die Oma ja auch getan. Wäre doch schade, wenn die Menschen dann nicht zu deiner Hochzeit kommen würden, weil sie keine Lust haben.
              In jeder Beziehung ist es so, dass man auch Dinge machen muß, die man nicht unbedingt mag. Das kann man nicht früh genug lernen. So funktioniert eine Familie nun mal. Beim Familienausflug mach ich auch mal was mit, was meinen Mann/Kind interessiert, aber mich vielleicht nicht besonders. Sie dafür anders herum bei mir auch.

              • (9) 14.05.19 - 13:44

                Ich finde es tatsächlich vollkommen ok nicht zu einer Hochzeit zu gehen wenn ich nicht mag. Warum auch?
                Bei Einladungen steht es einem immer offen nicht zu gehen und die Einladung auszuschlagen. Das Leben ist zu kurz um dauernd Sachen machen zu müssen um anderen zu gefallen. Wer nicht kommen mag bei dem denk ich mir "Wer nicht will der hat schon".

                • (10) 14.05.19 - 19:28

                  Ich finde dein Denken zu pauschal.

                  "Das Leben ist zu kurz um dauernd Sachen machen zu müssen um anderen zu gefallen."

                  Das mag ja grundsätzlich stimmen, aber Menschen die man eigentlich lieb hat absichtlich vor den Kopf zu stoßen/zu verletzen mit so einem Verhalten, finde ich indiskutabel.
                  Es ist in einer Familie unter Freunden immer so, dass die Interessen/Wünsche nicht 100% übereinstimmen und man da in manchen Situationen/zu besonderen Ereignissen auch mal über seinen Schatten springen muß aus Liebe zu dem Gegenüber.

      (11) 13.05.19 - 14:53

      Kann ich auch nicht nachvollziehen. Wäre ich meinen Pubis beim Fahren peinlich, dürften sie den Weg selbst meistern. Augenrollen beim Spiel - ich bleibe fern, ganz einfach. Unsoziales, freches Verhaltes ist nichts, was man tolerieren oder gar gut heißen sollte - weder mit 5, 10, 15 oder 55 Jahren. VG
      P.S.: Ich finde es völlig ok, wenn man mit 15 nicht mit älteren Leuten Essen gehen möchte, aber die Begründung sollte nicht "will nicht mit xy gesehen werden" sein.

      (12) 13.05.19 - 15:03

      Hallo,

      so sind manche Teenager während der Pubertät. Keine Empathie und absolut Taktlos.

      Die Hormone sprudeln und der Körper verändert sich. Das überfordert die stärksten und besten Kinder.

      Im Prinzip ist die Pubertät wie das Zahnen bei Babys. Manche merken gar nichts. Und die anderen haben damit schwer zu kämpfen.

      Ich bin das beste Beispiel gewesen! Ein Rebell in der Pubertät.

      • (13) 13.05.19 - 15:58

        So ein Verhalten und schlechtes Benehmen lassen sich nicht mit "Pubertät" entschuldigen. Egal was da sprudelt oder nicht, andere sollten nicht darunter zu leiden haben, da endet die persönliche Freiheit des Sprössleins. Statt als Eltern ignorant "ist halt ne Phase" zu murmeln gäbe es hier eine ganz deutliche Ansage gefolgt von Konsequenzen!

    (14) 13.05.19 - 15:48

    Hallo,

    beim Lesen des Beitrags musste ich schmunzeln. Ich hatte auch mal zwei Teenager. Die Große hatte sich auch zum 60. ihrer Oma geweigert am Familienessen teilzunehmen. Ok, dann bleibt sie eben zu Hause. Es gab Riesenzoff. Ich habe dann mit den Großeltern den Vorfall besprochen und haben einen Plan gemacht. Sechs Wochen später hatte nämlich Prinzesschen ihren 15. Die Großeltern sind nicht gekommen und es gab auch kein Geschenk. Das Gesicht meiner Tochter- unbezahlbar.

    Damit war das Thema durch, die Jüngere hat solche Zickerei erst gar nicht versucht.

    Mittlerweile ist das 15 Jahre her, aber in bleibender Erinnerung.

    Bei mir war die Pubertät der Töchter kein Freibrief , sich daneben zu benehmen.

    Liebe Grüße, Hella

    • Bei mir war die Pubertät der Töchter kein Freibrief , sich daneben zu benehmen.

      Genauso siehts aus. Meine mussten auch nicht mehr überall mit hin, aber Anstand wurde eingefordert - hätten sie sich auch nicht getraut, zu motzen. Peinlicher Fahrdienst ? Tja, dann wird gelaufen oder geradelt....das gälte heute auch für meine 12jährige Enkelin, für die ich oft Fahrdienst bin, inklusive Tierarztfahrten mit den Meerschweinchen.... :-D Bisher bin ich noch nicht peinlich :-D
      LG Moni

      (16) 13.05.19 - 22:10

      Das finde ich gut, hätte ich auch so gemacht ....wenn reden nicht hilft, dann eben so

Meine Kinder sind noch klein, ich erinner mich aber gut an meine eigene Zeit als Teenager.

Nie, niemals waren mir meine Eltern oder Großeltern peinlich. Okay. Der Beruf meines Stiefvaters war damals nicht unbedingt etwas mit dem ich hausieren gegangen wäre (er fuhr diese Dixie Klokabinen aus)- da habe ich immer etwas geflunkert und gesagt er wäre „Kraftfahrer“. Aber sonst? Ganz im Gegenteil. Ich war immer stolz auf meine hübsche, elegante und intelligente Mutter. In der 11.Klasse kam sie mal zu uns in den Geschichtsunterricht und hat als Zeitzeugin aus dem Alltag im der DDR berichtet. Ich war stolz, was denn sonst? Lag vielleicht auch daran das sie eine sehr junge Mama war.

Und ehrlich gesagt hätte es das bei uns auch nicht gegeben- der Oma am Geburtstag absagen weil man nicht mit der Familie gesehen werden will. In der (sehr großen) Familie meines Mannes ebenso wenig. Es gäbe einen kurzen Hinweis darauf was Oma/Opa/Tante oder sonst jemand schon alles für den Sprössling getan hat. Und das Anwesenheit heute Pflicht ist. Punkt.

Schlechtes Benehmen muss man nicht auch noch saktionieren.

(19) 13.05.19 - 16:08

So ganz verstehe ich nicht, was daran "respektlos" oder "frech" sein soll, wenn Teenager nicht mit Mama oder Papa gesehen werden möchte. Das ist nunmal die Pubertät. Dass Eltern o.ä. dann als peinliches Anhängsel gesehen werden, ist doch normal.
Natürlich sollte man keine Frechheiten tolerieren, aber ein Peinlichfinden der Eltern sehe ich als absolut harmlos und tolerabel....

Teilweise liegt es wohl auch daran, was man für eine Art Beziehung zu seinem Kind pflegt. Ob man "nur" Mama/Papa ist oder auch Freundin/Freund.
Meine Teenager-Tochter sieht mich eher als Freundin, weshalb ich ihr auch nicht peinlich bin. Das kann sich natürlich noch ändern!

Ich bin 32 Jahre alt und empfinde meine Mutter noch heute recht häufig als peinlich ;)

(20) 13.05.19 - 16:22

Sehe ich wie du . Man muss nicht jeden Unverschämtheit tolerieren auch nicht mit 25.
Ich denke dass hat viel mit der Zeit zu tun in der wir leben in der man nicht mehr streiten will mit den Kindern.

(21) 13.05.19 - 16:23

Hi,

wäre es meinem Sohn peinlich, dass ich ihn fahre oder er mit uns essen geht - na, dann könnte er sich selbst andere Lösungen einfallen lassen. Ganz sicher verstecke ich mich nicht vor seinen Kumpels.

Und je nach dem, um was es beim Essen geht (z.B. Geburtstag der Oma) wäre es mir völlig egal, was er möchte: da gehört es sich, dass man dabei ist. Er könnte danach gerne gehen, aber zum Essen wäre er dabei.

Was für mich gar nicht geht und wo ich heute noch sprachlos bin, wenn ich darüber nachdenke:

Meine Schwiegeroma feierte damals ihren 82./83. Geburtstag (Mittagsessen) und wie immer waren meine Schwiegermutter, mein Mann und ich mit Sohn und der Onkel meines Mannes mit Sohn (Anfang ca 25) da. Der Cousin meines Mannes kommt rein, gratuliert (keine Blumen, kein Geschenk, keine Karte) und sagt "Oma, ich leg mich jetzt in dein Bett. Bin erst um 9 aus der Disko gekommen und bin müde". Von da an ward er nicht mehr gesehen, bis sein Vater nach Hause fahren wollte.

Man hat meiner Schwiegeroma (eine echt herzliche Frau) angesehen, wie sehr sich das enttäuscht hat. Auf meine Frage, ob die anderen das so ok finden kam die Antwort "so issser halt". Aber wehe, mein Mann hätte sowas gebracht! Ich habe nur gesagt, dass ich es absolut respektlos finde.

Ich ärgere mich da bis heute drüber, aber da es der Geburtstag von Schwiegeroma war, habe ich es dabei belassen.

Was ich auch furchtbar finde ist, wenn Eltern sich über Grenzen ihre Teenies / Kinder hinwegsetzen. Vor 2 Jahren ist mein Sohn (damals fast 15) mit einer Gruppe Schüler aus unterschiedlichen Klassen, alle zwischen 14-16, in den Skiurlaub gefahren (keine Klassenfahrt - wurde von einem Lehrer organisiert). Unsere Verabschiedung in der Öffentlichkeit lief so ab: "Tschüß, viel Spaß wir sehen uns in einer Woche". Bei einem Klassenkamerad drückten die Eltern ihrem Sohn einen Kuß auf, obwohl er sich wegdrehte. Das geht für mich gar nicht und ist wirklich peinlich für den Jungen gewesen.

Gruß
Kim

(22) 13.05.19 - 17:25

Hallo,

meine sind zwar noch nicht so weit, aber:

Ich beglucke meine Kinder nicht, sondern lasse sie bereits jetzt schon mal ein Stück weit los. Zum Beispiel wenn sie mit Freunden zur Eisdiele ins Dorf laufen wollen.
Das ist okay, das ist eine Clique und bisher hat das immer geklappt.

Ich kenne hingegen auch Mütter, die selbst ihre 13-jährigen Söhne noch ins Schwimmbad begleiten. Zwar legen sie sich abseits vom Jungvolk hin, aber selbst ich als Erwachsene finde es dann schon peinlich, wenn die Mutter quer über die Liegewiese zu ihrem Sohn ruft "Luuuucaaaaaa? Koooomm, wir wollen dann heimgehen! Und bitte vergiss nicht, Dich vor dem Umziehen noch zu duschen!!!"
(Wahre Geschichte! Besagte Mutter begleitet ihren Sohn auch zur Eisdiele, zum Sport, die hängt wirklich nur an dem dran).

So, nun zu Deinem Thema:

Wenn es stürmt oder stramm regnet oder bei einer Veranstaltung mal spät wird, bin ich gerne bereit mein Pubertier zu fahren oder abzuholen.
Bei Sonnenschein kann es auch mit dem Rad strampeln.
Allerdings würde ich mir dieses "Wasch mich aber mach mich nicht nass"-Verhalten nicht bieten lassen.
Soll heißen: Kutschieren darfste mich, Mutti. Aber ansonsten kenne ich Dich nicht!"
Ich würde mein Kind da auch nicht coram publico abbusseln, aber ich erwarte ein bisschen Freundlichkeit. Wäre mein Kind patzig, frech und würde die Augen rollen, dann dürfte es gerne weiterhin laufen oder radeln.

Und bei diesem Restaurantbesuch.
Ich würde zu einem normalen Restaurantbesuch (also einfach mal so) dann dem Teenager seinen Willen lassen. Wenn das Pubertier zuhause bleiben will oder zu Freunden, dann bitte. Denn dann würde ich mit meinem Mann und z.B. mit meinen Eltern den Restaurantbesuch viel entspannter genießen, als wenn da jetzt ein mürrischer Teenager sitzt, sich langweilt, ein Gesicht zieht oder nur auf dem Handy rumklickert.

Was anderes wäre es aber, wenn es um einen Geburtstag von der Oma oder dem Opa ginge, etc. Bei sowas kann man auch von einem Teenager verlangen, sich mal für ein paar Stunden zusammenzureißen, um dem Geburtstagskind die Ehre zu erweisen. Und das würde ich auch meinem Kind sehr deutlich klar machen.
Meinetwegen kann sich das Kind nach dem Essen oder dem Kaffee und einer gewissen Anstandszeit dann auch wieder schleichen, während die Erwachsenen noch bei dem einen oder anderen Glas Wein ratschen. Das kann durchaus auch mal langatmig werden.
Jedoch würde ich auch noch eine ordentliche Verabschiedung erwarten, danach kann mein Pubertier gerne nach Hause gehen.

(23) 13.05.19 - 19:17

Meine Großen finden uns Eltern nicht peinlich, gucken aber, dass sie ihren Kram alleine abfiedeln ohne unsere Hilfe. Sie würden sich also nie fahren lassen, wenn es auch anders geht. Mein Ältester ist 16 und schreit auch nicht laut Hurra wenn wir mit der Verwandtschaft essen gehen, aber er geht natürlich mit-einfach um die Verwandtschaft oder uns nicht zu verletzen.

(24) 13.05.19 - 22:08

Ich habe auch zwei Pubertiere fast 13 und 15. Ich denke nicht das man alles tolerieren muss, bei bestimmten Ideen gibt es bestimmte Ansagen. Bei dem Thema Taxidienste wüssten meine Kinder genau, dass sie dann direkt laufen könnten. Familienfeiern hören dazu, bei meinen Nichten und Neffen haben sie auch nicht immer Lust aber Familie ist halt Familie. Bei Oma oder Opa kämen sie gar nicht auf so eine Idee.
Ich denke zum Groß werden gehört auch unangenehme oder unbequeme Dinge zu erledigen und nicht nur das coole.
Als Familie sollte man auf die Dinge bestehen die einem Wichtig sind.

(25) 14.05.19 - 07:55

Unsere Tochter steckt mit ihren 14 Jahren auch grade mitten in der Pubertät und sucht ihren eigenen Weg.

Wir hatten auch bereits einmal die Reaktion, dass sie zu Opas Geburtstag nicht mit wollte, weil die Verheißung auf einen langweiligen Abend mit Rentnern nicht ihrem Idealbild eines Samstagabend entsprach. Wir haben ganz klar gesagt, dass sie alt genug ist diese Entscheidung selber zu treffen, dass ihr aber klar sein muss, dass eine Absage auch bedeuten könnte, dass Opa demnächst auch keine Lust mehr auf spontane Dienste hat.

Opa, bringt schonmal vergessene Bücher in die Schule oder sammelt das Kind nach der Schule ein, wenn sie es grade zu eilig hat um mit dem Bus nachhause zu fahren. Sie hat sich dann dazu entschieden, lächelnd an diesem Abend teilzunehmen.

Unsere Aufgabe als Eltern ist es einfach den Teenagern aufzuzeigen, dass ihr Verhalten halt auch Konsequenzen nach sich ziehen.

Bisher waren wir unserem Kind noch nicht peinlich, aber wäre es so weit würde ich ganz bestimmt die Fahrt zur Sportstätte einstellen...

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