Mit dem Kinderwunsch abschließen?

    • (1) 14.05.19 - 22:20

      Hallo :-)
      Wir haben 4 wunderbare Kinder. Geklappt hat es immer zeitnah nach der Entscheidung, ein weiteres Kind zu wollen. Vor knapp 1,5 Jahren kam der Wunsch nach einem weiteren Kind auf.... und es klappt nicht. Wir befinden uns langsam an der Grenze, an der für uns altersmäßig Schluss ist. Eigentlich haben wir uns auch dafür entschieden, es dabei zu lassen, klappt es nicht. Das heißt: nicht nachforschen lassen warum es nicht klappt, keine Behandlung,... Unter anderem auch, weil wir schon das Glück haben Eltern zu sein. Es ist ein großes Luxusproblem. Das ist uns ganz klar bewusst. Trotzdem tut es echt weh und belastet.
      Jetzt fragen wir uns, wie machen wir weiter? Einfach weiter machen, aber ohne den Gedanken an eine Schwangerschaft (wenn das so einfach geht #zitter)und vielleicht klappt es noch? Doch zum Arzt gehen und schauen ob es vlt. doch nur an einer Kleinigkeit liegt? Einen Schlussstrich ziehen, mit Vasektomie (wäre unsere Wahl)? ...?
      Gerade sind wir sehr unschlüssig und arbeiten sehr daran, unsere Gedanken zu sammeln.
      War jemand in ähnlicher Situation? Wie war es für euch, was habt ihr gemacht?

      GLG

      • Ja da finde ich uns wieder...
        Wir haben 3 gemeinsame Kinder, der Wunsch nach einem Nachzügler war dann da. Ich habe mir immer 4 Kinder gewünscht.
        Mein Mann wollte lange nicht.
        Nach 2 Jahren und 3 Fehlgeburten ist nun Schluß. Das möchte ich nicht weiter. Ich werde nun 41 und es ist einfach biologisch so, es wird nicht einfacher.
        Ich bin meinem Mann dankbar, dass er Ja zu einem 4. Kind gesagt hätte. Er wird nun den Schritt zum schnipp schnapp gehen. Termin steht; -).
        Dann ist das Kapitel beendet. Und klar trauert man um das was hätte sein können. Es ist jetzt ein Abschied. Aber das ist für uns Frauen ja irgendwann der Punkt.
        Mag sein, dass es ein Luxusproblem ist. Aber KinderWunsch kann man nun mal nicht logisch erklären. Sei es das erste oder das zehnte. Und der Spruch, sei doch dankbar für deine 3. Das bin ich natürlich. Und ich weiß, dass es ein Geschenk ist. Aber mit einem 4. hätte ich es nicht weniger zu schätzen gewusst.
        Ich habe an diesem Punkt einfach nicht mehr den Mut noch eine Schwangerschaft zu wagen. Aber das muss ja jeder für sich entscheiden, wieviel Kraft noch da ist. Ich wünsche Euch alles Liebe für Eure Entscheidung!

        (3) 15.05.19 - 09:45

        Es fällt einem etwas schwer auszublenden das du schon vier Kinder hast. Ich bin schon bei zweien absolut der Ansicht jetzt reicht es auch..#schwitz

        Aber gut, ich versuche es mal. Keine Ahnung wie alt ihr seid aber ab vierzig brauchen einige Frauen medizinische Unterstützung. Es kann natürlich auch so klappen aber meist hilft man lieber nach statt abzuwarten.

        Wenn es wirklich euer Wunsch ist würde ich persönlich nachschauen lassen und ein bisschen nachhelfen. Muss ja nicht gleich die künstliche Befruchtung sein, aber vielleicht helfen schon ein paar Hormone.

        Bei mir gab es immer nur Kinderwunsch oder eben kein Wunsch nach Kind. So lange ich keinen Kinderwunsch habe verhüte ich vernünftig, wenn ich Kinderwunsch habe bin ich auch bereit dazu dafür eine medizinische Behandlung durchzuführen. Dieses „drauf ankommen lassen“ fand ich schon immer schwer nachzuvollziehen.

        Aber gut, so ist jeder anders. Meiner Meinung nach solltet ihr gemeinsam schauen ob der Wunsch wirklich vorhanden ist und falls ja ab zum Arzt. Dann müsst ihr euch nicht später mal fragen „was wäre wenn?“..

        Lg

        • (4) 15.05.19 - 11:37

          Hallo
          Ach, die Kinderanzahl ist doch relativ egal. Der eine ist mit einem ausgelastet, der andere hat mit 5 Kindern noch Kapazitäten. Ist doch beides ok.
          Wir sind Ende 30. Das Ding ist ja, was ist, wenn mehr als ein bisschen nachhelfen nötig wäre. Dieses Weg würden wir, insbesondere mit der Ungewissheit, nicht gehen wollen.
          Dann würden wir sicher nicht zeitnah einen Termin bekommen und bis alles in die Gänge käme... Wir werden nicht jünger.
          Warum ist das schwer nachvollziehbar? Als „Verhütungsmethode“ nach dem Motto wenn es passiert, soll es so sein, finde ich das auch nicht nachvollziehbar. Aber bei uns wäre es das nicht, sondern nicht so ganz aktives probieren, bei dem wie eine Grenze setzen müssten irgendwann in der näheren Zukunft. Vielleicht setzen wir uns zu sehr unter Druck.

          Glg

          • (5) 15.05.19 - 12:10

            Puh, also wenn ich ehrlich bin, würde ich mich persönlich der ganzen Kinderwunschmaschinerie nicht unterziehen, wenn ich bereits 4 Kinder hätte.

            Ich kann verstehen, dass bei euch der Wunsch nach einem 5. Kind da ist und dass es belastet wenn es nicht klappt. Aber es ist ein himmelweiter Unterschied, ob der Wunsch nach einem 3./4./5. Kind unerfüllt bleibt oder ob man unerwünscht kinderlos bleiben muss, d.h. bereits der Wunsch nach einem 1. Kind unerfüllt bleibt.

            Der Unterschied ist folgender: beim einen ist man bereits Mama - man hat schon ein Kind/mehrere Kinder. Beim anderen bleibt einem das vollkommen verwehrt.

            Die Behandlungen in der Kiwu-Klinik sind kein Kinderspiel. Sie sind es wert, wenn man ansonsten keine Kinder bekommen kann und ich persönlich hatte das Glück, sofort bei der 1. ICSI schwanger zu werden, aber das ist bei weitem nicht selbstverständlich. Mit 4 Kindern zu Hause würde ich mir derart körperlich und psychisch belastende Behandlungen nicht antun.

            • (6) 15.05.19 - 12:18

              Das ist keine Frage. Was wir für ein Glück haben, wissen wir.
              Aber die Gefühle können wir trotzdem nicht unterdrücken. Hätten wir kein Kind wären wir am Boden zerstört, jetzt haben wir Kinder, sind aber auch traurig. Das schaltet auch ein rationales „Wir haben doch schon unsere 4“ nicht ab.

              • (7) 15.05.19 - 12:52

                Wie wäre es mit 3 Monsten Pause in Form von Verhütung? Schaut doch einfach mal, wie es euch dann gefühlsmäßig geht. Das würde ich in jedem Fall vor einer Vasektomie machen.

      (8) 15.05.19 - 11:42

      Hi,
      für mich gibt es entweder Kinderwunsch, dann aber mit 100% inkl. Aller Tests und Möglichkeiten! Oder eben kein Kinderwunsch, dann aber ordentlich verhüten. Dieses zwischendrin „mal sehen, was passiert!“ wäre nichts für mich! Dann würde ich überhaupt nicht abschalten können gedanklich. Und wäre vor der Periode wahrscheinlich sehr unruhig...
      Ich plane aber auch gerne, zum Teil Jahre im Voraus und bin kein Freund von Überraschungen... da ist jeder anders.

      Wir hatten dieselbe Situation, haben aber nur 2 Kids und es ging um ein potentielles drittes.
      Letztlich haben wir uns gegen das dritte entschieden. Einfach weil wir das Gefühl hatten, es läuft grade so gut mit den zwei und wir wollten das Glück einfach nicht nochmal heraus fordern! 40 war meine ursprüngliche Grenze, die habe ich aber gar nicht ausgereizt und vorher schon damit abgeschlossen.
      Abschließen hieß auch Schnipp schnapp für meinen Mann und das war enorm wichtig für mich! Jetzt wo eine Schwangerschaft praktisch ausgeschlossen ist, ist das dritte Kind eher so was wie ein Date mit Brad Pitt oder so: wäre total cool, man träumt vor sich hin aber weiß, es ist nur ein Traum. Aber dass ich nie ein Date mit Brad Pitt haben werde, macht mich nicht traurig!!!

      Alles gute für euch

      • (9) 15.05.19 - 12:13

        Hallo
        Ja, da ticken wir anders. Für uns gibt es nicht nur alles oder nichts. Wir haben Kinderwunsch, denken aber nicht, dass wir bereit sind den umfangreichen Weg einer Kinderwunschbehandlung zu gehen.
        Ob wir abschalten könnten, weiß ich auch nicht. Vielleicht schon, denn wir sind ja schon länger am probieren. Ich könnt mir vorstellen, dass wir das einfach bis Tag x probieren. Dann wäre endgültig Schluss, inklusive Vasektomie.

        Glg

    Hallo,

    ich fühle so sehr mit dir...

    Wir haben drei wundervolle Töchter und wünschen uns trotzdem so sehr noch ein Viertes. Seit fünf Jahren leider erfolglos.

    Nun sind auch wir an einem Punkt an dem wir entscheiden müssen wann wir dem ein Ende setzen. Auch für uns kommt keine ausgiebige medizinische Diagnostik oder gar großes Nachhelfen mehr in Frage. Dafür schätzen wir zu sehr was wir haben und denken dann irgendwie wenn es nun nicht mehr sein soll dann hat es vermutlich einen Grund. Ich hätte auch nicht die Kraft eine solche Prozedur mit ungewissem Ausgang durchzumachen.

    Ich kann dir leider keinen Rat geben wie du damit besser umgehen kannst. Den Weg suche ich grad selber noch. Aber ich wollte dir einfach sagen, dass du damit nicht alleine bist.

    Alles Gute

    • Hallo
      Das tut mir Leid :-( Wie alt seid ihr? Und wie alt sind eure Kinder?
      Unsere jüngste wurde 2017 geboren. Schwangerschaft und Geburt super und ohne Komplikationen. Wir haben also recht zeitig nach der Geburt angefangen es zu probieren. Das macht es irgendwie noch schwerer, auch wenn 1,5 Jahre ja noch nicht so lange sind. Aber kurz vorher hat es direkt geklappt. Und jetzt...?
      Ach ja #schmoll

      Glg

(13) 15.05.19 - 15:00

Wenn ihr nicht, was die Ursache ist, würde ich das zumindest erfahren wollen.

1. damit ihr wirklich damit abschließen könnt
2. der Gesundheit wegen. Auf solchen Wegen werden teilweise Gesundheitsrelevante Indizien entdeckt, die sich zum Guten auf das Leben auswirken können.

Vorher natürlich eure Grenzen abstecken. Bspw.
Ursache erfahren, ja.
- abschließen, wenn die Ursache nicht gefunden werden kann
- abschließen, wenn die Ursache einer größeren Behandlung bedarf
- abschließen, wenn die Ursache ein gesundheitliches Problem ist (z.B. Erkrankung), die gut behandelt werden kann, Kinderwusch/Leben vorübergehend auf den Kopf stellt

- Überlegung doch zu versuchen wenn:
abstecken des Behandlungsaufwandes. Umfang, körperlicher Eingriff, Kosten, Versuche Wahrscheinlichkeit.


Die Ursache würde ich gerne wissen wollen, wenn es nicht klappen würde.
Da bin ich einfach der Typ: wenn ich weiß, was es war (oder eben, dass man es offiziell nicht finden kann), dann kann ich auch damit abschließen.

Wenn etwas klar ist, kann ich einfacher umgehen damit.
Die Frage, was wäre wenn oder hätte nicht vielleicht doch, kann mich manchmal lange quälen. Damit kann ich zwar umgehen, aber wenn ich die Chance habe, es herauszufinden (ohne mich körperlich oder durch hohe Kosten zu ruinieren), hilft eine kleine Aufklärung schon und dann akzeptiere ich, dass es Gründe sind, wie sie sind.

Bzw. dann kann ich auch besser meine eigene Entscheidung treffen und akzeptieren, weil die Basis so ist wie sie ist.

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