Mann nicht vollständig abgenabelt - Übergriffige Schwiegereltern

Hallo,

es geht um ein Thema dass sehr umstritten ist: die Schwiegereltern.

Ich möchte nicht jammern, nur weiß ich momentan absolut nicht weiter (Achtung lang!).

Als ich mit meinem Mann vor 6 Jahren zusammen kam waren meine Schwiegereltern super freundlich zu mir und ich fühlte mich wohl dort. Irgendwann aber "kippte" die Stimmung und ich bekam bei jedem Besuch einen dummen und auch verletzenden Kommentar zu hören. Sei es über meine Figur, Hautprobleme oder aber weil ich kurze Zeit unverschuldet arbeitslos war. Es wurde sich darüber lustig gemacht und zu letzterem hieß es dass ich ja jetzt ein Schmarotzer sei. Ich weiß nicht was genau dazu führte, nehme aber an, da dort eh ein rauer Umgangston herrscht, man mich als volles Familienmitglied ansah. Nur dass man mit anderen lange nicht so respektlos umging. Natürlich wehrte ich mich schon, aber wirklich gebracht hatte es nichts so dass ich mich auch eher distanzierte und nur noch auf Treffen erschien wenn es denn sein musste.
Die Mutter meines Mannes ist dazu noch wer der immer genau wissen möchte was bei ihren Kindern abgeht. Wenn wir nicht am Festnetz abnehmen kommt direkt der Anruf auf den Handys. Sie kennt keine Grenzen und fragt ungehemmt und als wäre es das Natürlichste der Welt was wir denn für Neuanschaffungen wie Autos, Urlaube oder unser Haus ausgeben. Prinzipiell vielleicht kein Problem würde sie das auch nicht in der gesamten Familie weitertratschen. Generell wenn sie etwas weiß erzählt sie alles weiter. Ob es um Dinge geht wie Schwangerschaften oder Fehlgeburten im engeren Familienkreis von denen soweit niemand anderes erfahren sollte oder eben um finanzielle Dinge.
Sie fragte mich ja auch mal nach meinem Gehalt oder was wir als Steuerrückvergütung erhalten haben. Ich sagte ihr auch immer dass ich über solche Dinge einfach nur mit meinem Mann rede aber sie wollte das nicht akzeptieren.

Generell verstehen sie und ihr Mann es, ihre Kinder und deren Partner emotional zu erpressen und zu manipulieren um ihren Willen zu bekommen.
Bei mir hat das aber nicht funktioniert und ich glaube deshalb erfahre ich ein solches Verhalten.

Generell erzählen sie immer wenn wir uns sehen was sie so geleistet haben (sie erhielten schon immer Sozialhilfe seit sie hier leben und gingen vor ihrer Rente zwei- bis dreimal die Woche für ein paar Stunden noch etwas nebenher arbeiten und sind deshalb DIE fleißigen Menschen) und machen ihr Gegenüber gerne schlecht. Mir sagten sie ja auch mal dass Büroarbeit - die ich verrichtete - keine richtige Arbeit sei.

Vor fünf Monaten kam unser erstes Kind zur Welt und seitdem finde ich die Situation mit den Schwiegereltern untragbar.
Sie hatten schon im Krankenhaus gefragt wann denn das zweite Kind kommt (das war eine ernstgemeinte Frage!) und nachdem mein Mann und ich verdutzt keine 24 Stunden nach der Geburt antworteten das es das jetzt erstmal war, kam von ihnen dass das Kind ja nur egoistisch werden kann (ich habe auch keine Geschwister).

Ich hatte und habe nach wie vor noch Probleme mit den Hormonen (reagiere nach wie vor sehr sensibel auf Dinge und fühle mich einfach irgendwie nicht so belastbar und wertlos) und nehme deshalb auch Medikamente ein und konnte mich die erste Zeit nicht gut wehren. Deshalb bat ich meinen Mann für mich einzustehen wenn manche Leute - oftmals unbewusst - gerade die erste Zeit zu aufdringlich waren. Das gelang auch fast immer, bis bei seinen Eltern.
Er hat ein äußerst ambivalentes Verhältnis zu ihnen: auf der einen Seite verließ er recht früh das Elternhaus in dem er quasi Minderjährig zu seiner Freundin zog und auch sonst kein inniges Verhältnis hat (er besucht sie kaum von sich aus oder redet über ernsthafte Dinge mit ihnen, erwartete früher fast von mir das für ihn zu tun). Auf der anderen Seite springt er direkt wenn etwas erledigen ist (meiner Meinung nach ein Mittel seiner Eltern ihre jüngsten Sohn noch an sich zu halten). Kurz nach der Geburt sollte er dringend für seine Eltern etwas erledigen - was locker hätte ein paar Tage warten können (ein neuer Vertrag für das Festnetz sollte abgeschlossen werden...).
Ich könnte hier noch tausende Dinge anführen was mein Mann für seine Eltern erledigen soll und sie mit Sicherheit selbst in der Lage wären dies zu tun.

Einen Schlüssel für unser Haus für den Notfall bekamen die beiden nach langen Diskussionen mit meinem Mann nicht mehr. Nachdem sie mehrmals unangemeldet in unserer alten Wohnung waren um "Essen abzustellen" und um hinterher überall herumzuposaunen wie unaufgeräumt es doch bei uns wäre, und ich auch einmal morgens Zuhause und unter der Dusche war und den beiden fast nackt begegnet wäre war das absolut keine Option mehr für mich. Die würde einfach ungehindert zu uns kommen (unangemeldete Besuche von ihnen lasse ich eh nicht herein und sie waren oft einfach so vor unserer Tür, gerade am Anfang).

Seit unser Kind nun auf der Welt ist bekomme ich bei jedem Besuch Bevormundungen wie ich was zu machen hätte (halte das Kind so, zieh es wärmer an, setze es nicht der direkten Sonnenstrahlung aus). Außerdem soll ich dem Kind jetzt endlich mal feste Nahrung geben und ich weiß von den anderen Enkelkindern dass sie sich wohl gerne in der Elternrolle sehen. Auch wenn die Eltern anwesend sind stellen sie sich in den Vordergrund und geben den Ton an. Sie erzählen auch immer wenn sich Kinder in der Familie daneben benehmen und kreiden es direkt der schlechten Erziehung der Eltern an.
Gut ihre anderen Kinder lassen sie da machen, nur möchte ich eben dass gewisse Dinge so laufen und diskutiere da nicht.
Das verstehen die beiden aber nicht.

Sie nahm auch immer das Kind wenn sie da waren oder wir bei ihnen, ohne vorab zu fragen und gab es auch nur nach mehrmaliger Aufforderung zurück wenn es
weinte.
Ich fand das gerade in den ersten Wochen so furchtbar. Mein Mann musste da mehrmals was sagen.

Ich weiß von ihren anderen Kindern dass dort viel schief lief (mein Mann und seine Brüder klauten früher viel, bspw.Spielzeug, und einer davon ist auch straffällig geworden, ein anderer hat Drogenprobleme. Ich denke so mancher wäre da an deren Stelle nicht so schnell im veurteilen von anderen Leuten.

Nachdem ich jedes Mal meinen Standpunkt vertrete bekomme ich immer - dann wenn mein Mann es nicht mitbekommt - Frechheiten und Unterstellungen an den Kopf geworfen (ich würde meinem Kind "gute" Nahrung verweigern, ich hätte es der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt weil es einmal trockene Stellen am Körper hatte, ich wäre ja eine Faulenzerin und solle wieder arbeiten gehen). Auch meine Eltern bekamen ihr Fett weg (sagten sie nur zu mir und nicht persönlich): sie hätten doch keine Ahnung von Kindererziehung mit nur einem Kind, ein Kind sei kein Kind.

Meinem Mann habe ich natürlich von allem erzählt, er verharmlost immer alles. Es sei nur ein Witz, ich solle doch Kontra geben wenn mir was nicht passt.
Letzteres tue ich ja auch, nur sehe ich ihn da in der Verantwortung einfach mal so richtig auf den Tisch zu hauen und unsere Familie und eigenen Regeln zu verteidigen.

Ich muss dazu sagen: mein Mann und seine Eltern stammen aus Osteuropa und meine Schwiegereltern haben die dort vorherrschende Mentalität noch voll und ganz verinnerlicht, außerdem gehen beide schon auf die 70 zu.
Mein SV lässt auch manchmal solche Dinge fallen wie "dafür gab es früher eins mit dem Gürtel" oder "hast Du schon einen Gürtel für das Kind gekauft?" (Laut meinem Mann natürlich nicht so gemeint... Er selbst wurde ja auch oft damit geschlagen und habe es ja verdient gehabt laut eigener Aussage... So furchtbar dass ihm das eingeredet wurde!)
Mein SM würde auch am liebsten jeden Tag bei uns sitzen und ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher ob sie ihre Art der Kindererziehung auch nicht an unserem Kind anwenden würden.
Natürlich sind sie beiden einer anderen Generation angehörig und haben eine andere Mentalität, dennoch kann ich bei vielem einfach nicht darüber hinweh sehen. Ich habe bei jedem Besuch (oder wenn ich nur weiß bald ist es wieder soweit) ein flaues Gefühl im Magen und mir wird schlecht.
Ich musste vor kurzem sogar Beruhigsmittel nehmen weil ich komplett angespannt war. Jedes Mal folgt ein Angriff den ich noch nicht so gut verkrafte und ich fühle mich durch meinen Mann im Stich gelassen weil er wohl Angst hat sich gegen sie aufzulehnen.

Ich würde auch nie mein Kind nur mit ihnen alleine spazieren lassen geschweige denn irgendwann dort nur für ein paar Stunden lassen so groß sind da meine Bedenken. Alles nur unter Aufsicht, denn komplett den Kontakt verbieten kann und will ich auch nicht...
Ich hätte Angst dass sie doch mal handgreiflich werden oder bereits Süßigkeiten geben oder sonst was obwohl wir klipp und klar sagen dass wir das nicht wollen. Laut ihrer Aussage dürfen Oma und Opa verwöhnen, auch unter einem Jahr. In Maßen schade ja nicht...
Außerdem sind sie auch weder körperlich noch geistig (sie sind beide mittlerweile sehr vergesslich und ertragen auch den Lärm nicht mehr so) nicht mehr in der Lage auf ein Kleinkind aufzupassen, haben aber die Erwartung dies zu tun (wurde direkt zwei Wochen nach der Geburt zu mir gesagt).

Ich könnte noch tausend andere Dinge erwähnen, doch das würde den Rahmen komplett sprengen.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen?
Wie komme ich da an meinen Mann ran, denn wenn es nur irgendwie um seine Eltern geht blockt er ab...

Nicht dein mann muss sich abnabeln, DU musst lernen dich von deinen Schwiegereltern abzugrenzen.
Du machst dir viel zu viele Gedanken über das Gelabbere, nimmst dir das viel zu viel zu Herzen. Aber warum eigentlich? Sie können dir nichts tun, sie sind keine wichtigen Personen, deren Meinung in irgendeiner Weise wichtig wäre. Wenn sie Mist reden, ist das zwar vielleicht nervig, aber keinerlei Aufegung wert. Und das kann man lernen.

Lerne, eine gewisse Distanz zu halten. Gut, es sind deine schwiegereltern, aber du musst ihnen keine private Dinge erzählen, du musst ihnen dein Kind nicht unbeaufsichtig da lassen. Werde da selbstbewusst.
Aber höre auf deinem Mann den Schwarzen Peter zuzuschieben. Du hast das Problem, du musst lernen damit umzugehen. Und du bist erwachsen genug um das auch zu schaffen.

In gewissen Punkten gebe ich dir Recht. Dennoch sehe ich es auch als seine Aufgabe seine Eltern auch mal etwas auf Distanz zu halten und klare Ansagen zu machen die von mir als ST nicht fruchten.

Ja momentan lässt es meine Verfassung nict so zu das einfach zu verdrängen...

Danke für Deinen Beitrag!!!
Ich bin da ganz bei Dir!
Wenn es ein konkretes Problem gibt, tut man gut daran, wenn das vom (erwachsenen) Kind und nicht vom Schwiegerkind angesprochen wird!

Aber das entbindet nicht von der Verantwortung, die ein Mensch für sich selber trägt. In dem Fall: sich abgrenzen, höflich und gleichzeitig klar Grenzen ziehen.

An die TE: Es tut gut, sich alles von der Seele zu schreiben, dafür ist das Forum ja da. 👍
Aber nehmen Deine SE im Alltag und in Deinen Gedanken täglich viel Raum ein?

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Tja, Augen auf mit welchem Mann man Kinder zeugt. Ich denke du wirst hier wenig Möglichkeiten haben, sollte wirklich alles so ablaufen würde ich den Kontakt zu den SE abbrechen und meinen Mann auf den Pott setzen.

Na ich wünschte mir auch es wäre anders🙄

Was meinst Du mit auf den Pott setzen?

Das ist das einzige Thema bei dem es bei meinem Mann irgendwie harkt. Seine Eltern sind sein wunder Punkt... Ich dachte halt vorher (dummerweise) dass er mit der eigenen Familie aufwacht.

Ich würde den Kontakt reduzieren auf 1x pro Woche oder 2 x im Monat.
Und auch die Besuchszeit fest eingrenzen.

Bei bösen Worten werden sie gebeten zu gehen.

Für mich kommt ein Besuch mittlerweile nur einmal pro Monat in Frage...

Ja bei bösen Wörter werde ich das auch so handhaben.

Ich würde das erstmal mit meinem Mann bzw. dem Vater des Kindes abstimmen!
Die TE muss ihre Schwiegermutter ja nicht regelmäßig besuchen, wenn sie das nicht möchte aber Mann und Kind sollte sie den Kontakt nicht verwehren.

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Uff, das ist ja echt heftig, was die da alles ablassen #schock

Leben schon immer von Sozialhilfe, aber Büroarbeit ist kein richtiger Job?!
1 Kind ist kein Kind?!
Nur allein bei diesen Aussagen geht mir echt der Hut hoch, ich würde denen ja so was von die Meinung geigen, dass die von selbst nicht mehr kommen wollen!!!

Du solltest deinen Mann mal ordentlich ins Gebet nehmen. Es kann einfach nicht sein, dass seine Eltern dich so angehen (wohl auch nicht in seinem Beisein).
Mag ja sein, dass er der Meinung ist, dass das Spaß/nicht so gemeint ist, aber dich macht das auf Dauer kaputt und da sollte er auch vor seinen Eltern mal den Arsch in der Hose haben und denen klar machen, dass man innerhalb der Familie (egal woher man kommt) so nicht miteinander umgeht/spricht.
Am besten sagt ihr ihnen das gemeinsam, denn dann sehen sie gleich, dass ihr an einem Strang zieht und nehmen das hoffentlich ernst.

Ätzend solche Menschen, du tust mir echt leid!
ich wäre weg, wenn sich nicht zeitnah etwas ändert ...

Alles Gute!

"Am besten sagt ihr ihnen das gemeinsam, denn dann sehen sie gleich, dass ihr an einem Strang zieht und nehmen das hoffentlich ernst."

Lt der TE ziehen sie aber gar nicht 100% am gleichen Strang...

Nach einem Gespräch zwischen der TE und ihm ja vielleicht schon ;-)
Ich bin zwar auch der Meinung, dass ein Ehemann nicht 100%ig gleicher Meinung sein muss, aber es geht dabei ja nicht nur um verschiedene Meinungen, ob einem Dieses oder Jenes gefällt, sondern ihre Handlungen in Bezug auf ihr Kind oder auch ihr Job wird regelrecht runtergeputzt - das geht einfach nicht, schon gar nicht innerhalb einer Familie - und das sollte ihr Mann eigentlich auch so sehen.

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Bist du nicht zufälligerweise ich? 😂
Ich bekomme auch die gleichen Beschwerden wie du, wenn ich von meinen Schwiegereltern nur höre. Das Zittern und Herzrasen aber noch dazu. Meine Schwiegerfamilie kommt aus ehemal. DDR und ticken genau so.
Ich habe keinen richtigen Ratschlag für dich. Ich wünsche dir aber viel Kraft.
Wäre das möglich, wenn du auf Abstand gehst? Für ein Paar Monate viellicht..

LG

Hi,
also mein Mann ist auch niemand der sich in solchen Situationen für mich einsetzt. Mein SV ist teilweise auch ein Arsch. Als mein Mann und ich uns damals kennengelernt haben, lag seine Mutter im Sterben und mein vater. Kurz darauf sind beide gestorben und mein SV sagte dann zu mir (wir kannten uns gar Mal 1,5 Monate) das es nicht so schlimm ist den Vater zu verlieren, wie ne Mutter oder Ehefrau.
Nur um einen kurzen Einblick zu geben wie er ist.
Er hat dann noch mehrmals solche Sachen geäußert. Ich habe dann immer dagegen gesprochen, das brachte nichts. Eines Tages ist mir dir hutschnur geplatzt, ich bin aufgestanden gesagt, dass ich mir sowas nicht bieten lasse und er Mal sein Verhalten mir gegenüber bedenken soll und bin nach Hause gegangen. Das hat ihn wachgerüttelt. Solche Aussagen kommen jetzt nicht mehr und wir verstehen uns mittlerweile ganz "okay" ich werde das alles niemals vergessen, aber mittlerweile ist es okay und das Verhältnis eben auch.
Man kann am besten selber etwas dazu sagen und in die hand nehmen.

Grenze dich ab, reduziere den Kontakt auf das Nötigste. Lass dir nichts gefallen, du musst weder Beleidigungen, noch dumme Kommentare ertragen.

Zu den Erledigungen - mein Mann macht auch sehr viel für seine Eltern, aber nur und ausschließlich wenn es uns passt. Irgendwelche nicht dringenden Sonderwünsche werden nur dann erledigt, wenn Zeit da ist. Sonst wäre er wohl täglich dort ;-)

Was deinen Mann angeht - Tacheles reden. Sag ihm, dass ihr jetzt eine eigene Famile seid mit eigenen Regeln und du erwartest (!), dass er diese bei seinen Eltern durchsetzt. Wenn nicht, musst du leider die Konsequenz daraus ziehen und den Kontakt zu ihnen, der dir nicht gut tut, deutlich reduzieren/abbrechen.
Und zieh das dann auch durch, also mach keine halben Sachen. Sieh zu, dass es DIR gut geht!

Ansonsten, ich bin selbst aus Osteuropa (im übrigen Schlagen & Co ist mitnichten die vorherrschende Mentalität) und stecke seit 16 Jahren in einer Ehe mit einem Mann aus Südeuropa, der zudem Moslem ist. Meine Schwiegereltern sind da durchaus noch ein Stückchen schimmer, aber wir lassen uns nichts gefallen. Multikulturelle Beziehungen sind nicht einfach, aber wenn beide
Partner grundsätzlich die neue Familie in den Vordergrund stellen, durchaus machbar :)

Vielen Dank für deinen Beitrag.

Ich wollte damit mit Sicherheit nicht ausdrücken, dass das bspw. mit den Schlägen generell in dieser Mentalität fester Bestandteil ist. Entschuldige bitte wenn dies so bei dir angekommen ist.
Ich meinte damit eher das Denken bzgl. Familie, Grenzen etc.

Bei uns war es lange ähnlich. Meine Schwiegermutter hat mir schon Schränke umgeräumt, weil sie meine Aufteilung unpraktisch fand- als ich sie im Urlaub bat, die Blumen zu gießen. Hat anfangs auch täglich angerufen, wenn meine Antwort nicht passend war ("Kommt ihr am Samstag zum essen?" und ich sagte dass ich mit meinem Mann spreche und ihr Bescheid gebe), rief sie ihn auf der Arbeit an und er kam mit den Worten "wir gehen am Samstag zu meinen Eltern essen" heim. Es gab anfangs unzählige solcher Beispiele. Es änderte sich irgendwann ganz schleichend von selber. Mein Mann bezog nach und nach Stellung (was aber auch gute 5 Jahre dauerte und ihm heute noch oft sehr schwer fällt), ich bemühte mich um Geduld weil ich wusste dass es ihr schwer fiel, den Sohn der nach 13 Jahren Kinderwunsch kam, los zu lassen. Ich habe sie mit einbezogen, schicke viele Fotos von unserem Kind usw.
Seitdem ist es deutlich besser. Sie hat mich in meiner Mutterrolle sehr schnell ernst genommen und respektiert meine Entscheidungen und an das Übergriffige habe ich mich gewöhnt. Bei ihnen gibt es auch kein meins und deins, da ist immer Selbstbedienung und es wird offen über alles gesprochen, was ich so nicht kannte. Mit ein wenig (ein wenig!!) Anpassung, viel Humor und Geduld mit dem Mann hat es bei uns letztendlich gut geklappt. Aber es dauerte auch viele Jahre und noch heute, nach 11 Jahren, kommen diese Probleme immer mal wieder auf, aber nicht mehr so geballt.

Schön dass es bei euch so funktioniert.

Um so wie bei euch damit umzugehen müsste sich hier grundlegend etwas ändern und die beiden kann man ja nicht ändern.

Ich denke, dass es bei euch - so liest es sich zumindest - nicht ganz so schlimm ist (korrigiere mich bitte wenn ich falsch liege).