Mama und Oma zugleich

    • (1) 15.05.19 - 11:02

      Hallo,

      lange habe ich im Forum nicht um Rat gefragt, jetzt brauch ich einfach einen Denkanstoß.

      Kurz zu mir.
      Mit 20 habe ich meine große Tochter bekommen, war lange alleinerziehend und uns ging es blendend, unser Verhältnis war immer schön.
      Als Sie 16 wurde lernte ich meinen 2. Mann kennen, wir heirateten ziemlich schnell, sie war von Anfang an ein Herz und eine Seele mit ihm. Mit 18 beendete sie ihr Studium und hatte 3 längere Auslandsaufenthalte. Mein Mann und ich beschlossen in dieser Zeit nochmal Eltern zu werden. War ein steiniger Weg aber es klappte dann ganz natürlich als ich 41 war.

      Hier fingen die Probleme an, meine Tochter sagte mir mehrfach das sie es voll daneben findet in dem Alter noch ein Kind in die Welt zu setzen und hat mir von Anfang an gezeigt das sie daran kein Interesse hat.

      Jetzt ist mein Sohn 9 und nach wie vor betrachtet sie ihn als Konkurrenten und ist mitunter wirklich sehr frech und unverschämt zu ihm.

      Vor 2 Jahre ist meine Große selber Mutter geworden und das ganze spitzt sich noch zu. Von Anfang an warf sie mir vor nicht genug Zeit zu haben für mein "Enkelkind" .
      Ich kümmere mich sobald ich etwas Luft habe, auch schläft sie ca. 1 x im Monat bei uns. Ich hab sie wirklich sehr lieb, aber nicht die Zeit auch unter der Woche zur Betreuung anzutanzen, was meine Tochter aber erwartet, wohnen ca. 40 km entfernt.
      Hab schließlich auch noch einen Vollzeitjob sowie ein schulpflichtiges Kind und ja, Hobbys und Freunde und einen Ehemann auch noch.

      Letzte Woche fragte ich sie, ob wir an unserem momentan unschönen Verhältnis nicht etwas ändern können. Sie verneinte das und dann kam dieser Satz:

      "Du hast mit deiner späten Schwangerschaft das ganze Familiengefüge zerstört, hast
      dadurch keinen "Babyhunger" mehr und bist Schuld an der ganzen Sache". Sie meint damit das wenn mein Sohn nicht da wäre ich alle Zeit der Welt hätte mich um ihre Tochter zu kümmern.

      Mir hat es echt die Sprache verschlagen und das ganze liegt mir schwer im Magen.
      Ich hab keine Ahnung wie ich jetzt reagieren soll. Am liebsten wäre mir eine momentane Kontaktsperre, aber dann seh ich auch die Kleine nicht mehr.

      Noch dazu möchte ich sagen, meine Tochter ist hochintelligent und hat eine Führungsposition in einem großen Konzern, also keine Dumme. Aber menschlich ist da wohl etwas auf der Strecke geblieben.

      Bitte gebt mir Denkanstöße, ich kann gerade nicht normal denken.

      LG

      • (2) 15.05.19 - 11:06

        Puh, das ist wirklich unverschämt von deiner Tochter! Ich finde Großeltern haben keine (betreuungs)Pflichten. Es ist dein Leben, du hast deine Tochter groß gekriegt, mit ihrem eigenen Kind ist sie nun dran. Ich wäre da ganz klar und würde zur Not den Kontakt tatsächlich erstmal einstellen bzw auf die Enkeltochter beschränken. Unverschämtheiten musst du dir nun wirklich nicht anhören.

      (4) 15.05.19 - 11:31

      Letztlich läuft es doch immer aufs selbe hinaus: Die Familie ist eine Zwangsgemeinschaft und entweder man kann "leben und leben lassen" und den anderen akzeptieren, trotz der vermeintlich falschen Entscheidungen, die er/sie trifft oder man kann es eben nicht.

      Vermutlich war es der Traum Deiner Tochter, dass ihr, nachdem ihr jahrelang so eng zu zweit wart, auch später zu dritt/viert (mit ihrem Partner) ein tolles Gespann wärt. Eines bei dem die Oma für das Kind genauso wichtig ist wie die Mama.
      Ich hab den umgekehrten Fall hier, seit der Pupertät wurde ich an meine Pflicht erinnert, mich ja zu vermehren und meine Mama zur Oma zu machen. Sie weiss bis heute nicht, dass ich abgetrieben habe, sie ist ja schon ausfällig geworden, als ich mir den zweiten Hund zugelegt habe ("Du spinnst doch, Du bist doch bekloppt!")

      Wirklich raten kann ich Dir nicht, denn ich finde mich mittlerweile auch in der Situation Deiner Tochter/meiner Mutter wieder, indem ich mich mit enttäuschten Erwartungen konfrontiert sehe. Nicht mal zwei Jahre nach Papas Tod hat Mama sich einen Säufer ins Haus geholt, der sie erstmal auf den "wir gegen den Rest der Welt"-Pfad gebracht hat, nachdem ich mir zwei Jahre lang den Arsch aufgerissen und die komplette Trauerbegleitung gemacht habe und deswegen sogar eine Fernbeziehung zu meinem Partner in Kauf genommen habe.

      Ich glaube, ich würde es wirklich erstmal mit einer Kontaktminimierung versuchen oder sogar mit einem kompletten Cut. Auf jeden Fall (ich arbeite da auch noch dran!) würde ich mir wohl ein dickeres Fell zulegen.

    • Töchterlein ist als Einzelkind aufgewachsen und hat den egoistischen Anspruch, dass sie und ihre Belange im Mittelpunkt deiner Aufmerksamkeit stehen und Du als Mutter dein Leben rund um ihre Person (+Nachwuchs) ausrichten, organisieren und leben sollst. Und wenn sie mal nicht da ist, hättest Du eine große Leere hinzunehmen. So stellt sie sich das vor.

      Den Zahn würde ich ihr ziehen.

      Als Kleinkind und Teenie hast Du sie ordentlich versorgt und warst für sie da.

      Irgendwann steht es Dir einfach zu, Dein Leben nach Deinen Interessen auszurichten. Das wäre auch so, wenn Du Deinen Sohn nicht bekommen hättest.

      In Sachen Geschwister führt der große Altersabstand nicht dazu, dass sie dabei ein Mitspracherecht hätte.
      Bei einem älteren oder nur 2 Jahre jüngerem Bruder hätte sie genau so nichts mitzuentscheiden.

    (7) 15.05.19 - 11:38

    Hallo zwerg07,

    Wow, das ist schon heftig, aber deine Tochter muss begreifen, dass sie sich falsch verhält. Das ist ein schmerzhafter Prozess, aber du kannst da von aussen wenig machen.

    Ich musste das auch "durchmachen", vielleicht als kleines Beispiel, aber aus völlig anderem Grund:
    meine Mutter starb 2012 als ich gerade 31 war. Für uns Kinder und natürlich meinen Vater war das sehr schlimm.
    9 Monate später lernte er eine neue Frau kennen, sie zog quasi sofort bei ihm ein, trug die Hausschuhe meiner Mutter, bewegte sich im Haus als wäre sie immer schon dort gewesen. Sie war nett aber für meine Geschwister und mich war das sehr sehr schwer zu verkraften. Als wäre meine Mutter ersetzt worden.
    Aber, ich habe erkannt dass das MEINE Gefühle sind. Ich darf sie fühlen, ich darf trauern und es ungerecht finden, aber ich darf meinem Vater sein Glück nicht missgönnen. Es ist sein Leben, wir sind alle erwachsen.

    Das hat gedauert.

    Deine Tochter zeigt eine kindliche Trotzreaktion. Vielleicht fühlt sie sich verlassen, hat sich mehr Unterstützung gewünscht, es sich anders in rosarot mit der Oma vorgestellt. Aber sie muss erkennen, dass ihr kleiner Bruder nichts dafür kann geboren worden zu sein. Ebensowenig musst du dich für deine Lebensentscheidung rechtfertigen.

    Du kannst ihr das im ruhigen Ton sagen. Wahrscheinlich wird sie es nicht hören, aber du kannst es nicht ändern. Vielleicht wird sie es erkennen. Versuch deiner Enkelin weiter eine gute Oma zu sein und der Rest muss sich finden.

    LG
    Muriel 🐇

    • (8) 15.05.19 - 13:31

      Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

      So wirklich kann ich nicht mit ihr reden, da sie mir rhetorisch überlegen ist und ich da leider immer den Kürzeren ziehe.

      Ich hoffe sie entzieht mir jetzt nicht die Kleine, die ich trotz allem aufrichtig liebe.

      • (9) 15.05.19 - 15:43

        Hallo Du

        Deine Tochter ist ganz klar im Unrecht! ( Verwöhnt, egoistisch, eifersüchtig) Wenn du ihr mit Worten nicht das Wasser reichten kannst. Schreib ihr einen Brief, du hast hier bei Urbia gute Argumente bekommen!

        Ich habe mit 42 für die grosse Schwester ( 7 ) einen heiss ersehnten Bruder bekommen. Sie bezeichnete ihn als Himmelsgeschenk. Das ist dein kleiner Sohn auch!

        Alles Gute

(10) 15.05.19 - 11:43

Ich finde es immer unverschämt, wenn Eltern automatisch davon ausgehen, dass Oma/Opa das Enkelchen betreuen oder gar miterziehen. Das ist bei deiner Tochter wohl der Fall. Ich würde sie darüber informieren, dass du sie und ihre Tochter sehr liebst, es aber nicht dein Job ist, ihr Kind zu betreuen und dass das nichts mit deinem Sohn zutun hat. Wann und ob du Kinder bekommst, ist alleine deine Entscheidung zusammen mit deinem Partner und ganz sicher nicht ihre! Deine Tochter ist hochintelligent, sagst du, sie hat einen guten Job - dann soll sie einen Teil ihres Gehsltes in Kinderbetreuung investieren, ganz normal.
Tief in ihr drin scheint sie ein bockiges Kleinkind zu sein, sie könnte sich (wäre ich du) gerne wieder melden, wenn sie zur Besinnung gekommen ist.
Alles Gute für dich!

(12) 15.05.19 - 11:53

Hey,

deine Tochter lässt in der Tat einen gewissen Grad an Empathie und sozialem Miteinander vermissen. Auch ohne dein 2. Kind hätte sie nie erwarten können, dass du dich mehr mit deinem Enkel einbringst. Du bist noch jung, es ist nicht dein Kind und Wiens schon sagtest hast du auch noch dein eigenes Leben. Das heißt ja auch gar nicht, dass du nicht alles für deinen Enkel tust- du darfst aber deine Freiräume behalten.

Deine Tochter braucht glaube ich mal eine klare Ansage. So darf sie Dir nicht gegenübertreten.
Eine Kontaktsperre hilft glaube ich auch nicht, da ihr grundsätzlich ein gutes Verhältnis habt und euch denke ich wichtig seid.

Bei hoher Intelligenz und Führungsposition in großem Konzern denke ich immer an narzisstische Persönlichkeiten - genau die richtigen für harte Entscheidungen, die sie auch so kommunizieren können ohne mit der Wimper zu zucken.
Ich möchte deine Tochter nicht als Narzisstin abstempeln, aber normalerweise ist sie alt und erst recht schlau genug dazu, eine andere Perspektive einzunehmen.

Mach dir keine Vorwürfe. Du darfst ein selbstbestimmtes Leben haben 😀

LG

(13) 15.05.19 - 11:54

Ich glaube, Deine Tochter braucht den ganz klaren Hinweis, dass ihr Kind ihre Sache ist und die des Vaters und dass Du nicht mehr bereit bist, ihre maßlose Unverschämtheit zu tolerieren. Ja, Du hast sie sicher verwöhnt, aber trotzdem gibt ihr das nicht das Recht, sich derart asozial aufzuführen....ich denke, sie ist so intelligent?
Es wird Dir zum Selbstschutz und dem Deines Sohnes nichts anderes bleiben, als auf Distanz zu gehen, gerne per Brief. Ich würde ihr reinschreiben, dass sie jederzeit wieder kommen darf, wenn sie sich anders besonnen hat, wie sie sich ihrer Familie gegenüber zu benehmen hat.
Habe ich meinem Sohn auch so ähnlich geschrieben, der mitsamt seiner Frau seine komplette Herkunftsfamilie beleidigt und zerstört hat, ebenfalls aus sehr egoistischen und überaus neidzerfressenen und haltlosen "Gründen".
Das ist nun vier Jahre her, er meldete sich nicht mehr und mein Enkel weiß auch nicht, wieviel Familie er noch hätte. Traurig und unschön, jeden Tag - aber die Auseinandersetzungen und sinnlosen Rechtfertigungsversuche waren noch schlimmer. Die vergiftete Atmosphäre hält keiner auf Dauer aus, das macht richtiggehend krank.
LG Moni

  • Hallo,


    ich danke dir für deine ausführliche Antwort. Du hast ja wohl so ähnliche Sachen mit deinem Sohn/Schwiegertochter erlebt.

    Ich denke das ich ihr wohl einen Brief schreiben werde, da mit ihr sprechen leider nicht so funktioniert. Sie ist mir rhetorisch überlegen und ich ziehe da leider immer den Kürzeren. Zurückziehen werde ich mich erstmal, da ich mich sonst innerlich zerfleische. Mir tut schon täglich der Magen weh deswegen und mein Körper kann irgendwie nicht mehr richtig zur Ruhe kommen.

    Die Kleine wird sie mir wohl dann entziehen. Hatte diese Woche 2 x nachgefragt ob ich sie von der Kita holen kann und das wurde verneint.

    Dir auch alles Gute Moni

    • Ich wäre meinem Sohn und meiner Schwiegertochter rhetorisch locker ebenbürtig, aber wenn Dir vollkommen haltlose Beschuldigungen an den Kopf geschmissen werden, dann hilft Dir auch die beste Rhetorik nichts mehr, dann schnüren Dir Tränen und Entsetzen sowieso den Hals zu. Mit meinem Brief wollte ich meinem Sohn auch aufzeigen, wie es mir geht, was mein Mann und ich da schon über ein Jahr durchgemacht haben; einen Brief kann man ja auch öfter durchlesen und darüber nachdenken....wenn man es denn will...
      Ja Magenschmerzen und nicht mehr durchschlafen können kenne ich seitdem auch.
      LG

(16) 15.05.19 - 12:17

Hört sich nach Prinzessin an...
Wer hat dieses Kind erzogen?
Ich würde mir dies nicht gefallen lassen!

  • (17) 15.05.19 - 13:35

    Ja ich hab sie halt erzogen, sicher eben nicht richtig. Den Schuh muss ich mir wohl anziehen. Hab sie halt immer verwöhnt !

    • Kinder sind doch kein monokausales Produkt der Erziehung. Sie bringen sowohl Anlagen mit als auch verändern sie sich ja auch im (jungen) Erwachsenenalter sehr stark entsprechend den Einflüssen von Gleichaltrigen. Eventuell hast du sie zu sehr verwöhnt, aber nur weil sie sich jetzt doof verhält, muss das nicht zwangsläufig auf Erziehung zurückzuführen sein.

      • (19) 16.05.19 - 12:08

        Sehe ich genauso. Die Tochter war, wenn ich richtig gerechnet habe, 21, als ihr Bruder geboren wurde. Sie war also erwachsen, da sollte man doch nicht mehr eifersüchtig sein bzw. die Eifersucht in Bahnen lenken können, sie nicht an der Muteter auslassen.

        Ich könnte mir denken, der Ausbruch hat ganz andere Gründe, sie kommt vielleicht mit ihrer eigene (Familien)situation nicht zurecht. Wollte vielleicht erst einige Jahre Karriere machen und das Kind war ungeplant und sie hat darauf gehofft, dass die TE als ihre Mutter das Enkelkind regelmäßig betreut.

        Finde ich auch seltsam, dass eine angeblich so intelligente Frau (die Tochter) nicht erkannt hat, dass die TE doch wohl schon seit Jahrzehnten Vollzeit arbeitet, also wissen sollte, wieviel oder wie wenig Freizeit ihre Mutter hat. Da frag ich mich ob dieTochter wirklich so intelligent ist oder nur "egoistisch- kurzsichtig".

    (20) 15.05.19 - 20:43

    Sie ist eine erwachsene Person und trifft entscheidungen selbst.
    Sie kann sich jederzeit für den "guten" Weg entscheiden.

(21) 15.05.19 - 12:17

Hallo,

das Verhalten deiner Tochter finde ich sehr unverschämt. Ich kann dir keinen Tipp geben, den richtigen Weg für dich musst du selbst finden. Ich kann dir lediglich mal meine Sicht der Dinge erzählen.

Meine Oma hat meine Mama damals als 3. Kind mit 22 Jahren bekommen. Mit 41 Jahren wurde meine Oma durch mich zum ersten Mal Oma. Damals musste meine Mama wieder arbeiten gehen, als ich noch klein war. Meine Oma war selbst noch berufstätig. Ich wurde viel von den jüngeren Halbgeschwistern meiner Mama mitbetreut, die damals jugendliche Schüler waren. Ich war auch oft bei meiner Oma, aber nicht weil meine Mama es vorausgesetzt hat. Ich war einfach ein Oma Kind...

Ich wurde das erste Mal mit 22 Mama und meine Mama somit mit 42 Oma. Auch ich war mir der Tatsache bewusst, dass ich mein Kind selbst betreuen muss. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, vorauszusetzen das jemand anderes dafür verantwortlich wäre. Oder damit zu planen um z.B.arbeiten zu gehen...

Du solltest ein ernstes Wort mit deiner Tochter reden. Sollte das nicht fruchten, würde ich erstmal auf Abstand gehen.

(22) 15.05.19 - 12:25

Meine Tochter (Pubertätsbeginn) brachte kürzlich etwas ähnliches. Ich bin nicht schwanger, es geht nicht um Menschen, trotzdem eine gewisse Ähnlichkeit.

"Wenn du das nicht gemacht hättest, würdest du jetzt anders handeln"

Ich habe ihr klipp und klar gesagt, dass ich dann genauso handeln würde!
Die eine Situation (A) hat nichts mit meinem Verhalten in der anderen Situatio (B)n zu tun.

Ich würde genauso auch handeln, wenn Situation A anders verlaufen wäre oder nicht statt gefunden hätte.
Ich stehe zu meinem Handeln in Situation B.



In eurem Fall würde ich ganz klar sagen, dass du dich genauso verhalten würdest, wenn du kein Schulkind hättest. Du liebst dein Enkelkind, du liebst sie, aber du bist nicht für ihre Erwartungen zuständig!
Da dein Sohn da ist, liebst du ihn auch.

Sie ist nicht verantwortlich, dass sie große Schwester ist. Doof für den Kleinen, aber sie muss ihn nicht lieben. Sie muss ihn nicht mögen.Respektvolles Verhalten muss aber sein. (da ist wichtig, dass du keine Erwartungen von liebe den Bruder an sie hast!)

Du bist nicht für ihre Entscheidungen verantwortlich. Du liebst dein Enkelkind, du liebst deine Tochter. Aber ihr Leben organisiert sie selbst. Ihre Erwartungen: ihr Ding. Nicht deines.


Meiner habe ich schon deutlich gesagt: sie muss nicht mit meinen Entscheidungen einverstanden sein. Das will und kann ich nicht erwarten. Ich werde auch nicht immer ihre gut heißen. Aber respektvolles Miteinander gehört dazu.

  • (23) 15.05.19 - 12:30

    P.S. die Ansage hat gefruchtet.
    Wichtig: meine Haltung dazu war klar, ohne Vorwürfe.

    Offen dafür, dass ihr meine Ansage nicht passt. Aber voll dahinterstehend, was ich sage/tue.

    Sie hat dann zwar gemeckert. Es akzeptiert.
    Seither denkt sie zwei mal nach, bevor sie etwas raushaut.

    Wut darf sie rauslassen! Das macht sie auch. Nur macht sie es mit einem respektvollerem Ton. Sie redet jetzt, statt ihre Erwartungen vorauszusetzen.

(24) 15.05.19 - 12:38

Ich kenne euch nicht, aber im Bekanntenkreis ist mir schon häufiger aufgefallen, dass sehr enge Mutter-Tochter-Verbindungen häufig echt zickig ablaufen können - vielleicht weil man sich schneller von Äußerungen angegriffen fühlt. Solche Diskussionen kann man dann meistens nicht „gewinnen“.

Ich wäre nicht so hart, schließlich geht es um deine Tochter und dein Enkelkind! Mich wundert das Verhalten deiner Tochter auch, seit ich selbst Mutter bin, habe ich nochmal einen ganz anderen Draht zu meiner eigenen Mutter. Aber da kannst du nix machen.

Wie heißt es so schön - „Der Klügere gibt nach“. Gibt es denn die Möglichkeit, dass du vielleicht beruflich etwas reduzierst und ggf einen Tag pro Woche dein Enkelkind nimmst? Spontan einzuspringen fällt wohl den meisten Omas schwer, wenn sie selbst noch arbeiten und 40km weg wohnen - ganz unabhängig von deinem Sohn.

Auch wenn es nicht 1 mal pro Woche geht, würde ich mit festen Terminen arbeiten, so könnt ihr beide besser planen.

Auch wenn kein „Anspruch“ besteht, finde ich es schön, wenn man sich in der Familie hilft und ein kleines Kind nicht nur fremdbetreut wird, sondern auch einen Oma-Tag hat. (Übrigens: was ist denn mit dem Vater und den anderen Großeltern?)

Geht natürlich nicht bei jedem, gerade das mit der Arbeitszeit ist natürlich Luxus und das kann sich einfach nicht jeder leisten, das ist mir bewusst.

  • (25) 15.05.19 - 12:53

    Nicht Dein Ernst? Die Prinzessin schmeisst ihrer Mutter vollkommen respektlos an den Kopf, sie habe das Familiengefüge zerstört und schüttet über ihren kleinen Bruder nichts als Abneigung aus - und die Mutter soll nun schön brav ihre Arbeit reduzieren, damit sie der liiieben Tochter den Enkel abnehmen kann?
    Toller Triumph für eine offensichtlich viel zu sehr verwöhnte Tochter, die nichts anderes als ihren egoistischen Willen durchsetzen will. Hilfsbereitschaft und Babysitting der Oma gerne.....aber nur im gegenseitigen Respekt, alles andere ist indiskutabel.
    Den fordern Töchter und Schwiegertöchter ja für sich auch ganz selbstverständlich oft genug hier ein.
    LG Moni

Top Diskussionen anzeigen