Jugendamt Frauentausch

    • (1) 15.05.19 - 12:44

      Hallo!

      Ich habe diese Woche Zeit. Viel Zeit 🙄 Ich liege mit Bettruhe Zuhause und das Internet geht nicht. Daher kam wie es kommen musste und habe den Versuch gewagt ganz normal TV zu schauen. Das Programm war so, wie ich es zuletzt vor Jahren in der Erinnerung hatte - abnormal verdummend. Naja jedenfalls habe ich durchgezappt und bin doch tatsächlich bei „Frauentausch“ hängen geblieben. Es war einfach nur sehr sehr sehr traurig. Zum Einen welche Art Menschen es so gibt und zum Anderen, dass manche Zustände (in dem Fall asozial) im TV zur Unterhaltung anderer breitgetreten wird.

      Kurzum, ich frage mich, ob teilweise das Jugendamt nach Ausblendung einschreitet oder ob RTL2 auch das Jugendamt alarmiert. Weiß da jemand was?

      Die heutige Familie war ganz schlimm. Alles verdreckt, versüfft, das kleinste Kind (11 Monate) den ganzen Tag im Laufstall eingesperrt. Der 20 jährige Freund und die 25 jährige Mutter selbst komplett überfordert mit ihrem eigenen Leben. Dazwischen 2 Kinder. Eins davon geht ohne zu waschen, Frühstück, schmutzig und verdreckt in die Kita - in dem Fall ist Fremdbetreuung vielleicht auch besser so. In der Familie hat es hinten und vorn gemangelt. Nicht nur am Geld, sondern vorallem bei der Sauberkeit. Assihaushalt eben. Die Eltern komplett uneinsichtig, beratungsresistent, zurückgeblieben und herzlos zu den Kindern.

      Mir tut sowas unfassbar leid für die Kinder. Leider kein Einzelfall in Deutschland. Niemand nimmt diese armen Seelen an die Hand und bereitet sie auf das Leben vor 😢 das macht mich so traurig. Das schlimme ist, ich weiß aus sicherer Quelle, dass solche Formate nicht gespielt sind.

      • Und ich weiß aus sicherer Quelle, das nicht alles echt ist, was da ausgestrahlt wird.

        Ist das gerade Assi-Bashing?

        • Was zum Teufel ist Assi-Bashing? 😃

          (4) 15.05.19 - 13:14

          Es mag nicht alles echt sein, was „ausgestrahlt“ wird, aber es gibt unzählige Fälle, die haar genau so sind, wie dort ausgestrahlt und schlimmer. Ich bewege mich beruflich in dem Feld und weiß, dass solche Sendungen längst nicht so fiktiv sind, wie einige glauben.

          Ich wüsste auch nicht, was an dem Text der TE assi-Bashing sein soll. Es ist und bleibt traurig, wie es innerhalb einiger Familien aussieht und wie Kinder groß werden müssen!
          In diesem Bereich besteht dringend viel mehr Handlungsbedarf. Auch mehr Personal wird dringend benötigt. Das ist keine Frage von, will jemand nicht helfen oder nicht hinsehen, sondern, von: man braucht mehr Subventionen und vor allem mehr Personal um dieser Aufgabe gerecht zu werden.
          Außerdem sollte das übel an der Wurzel gepackt werden und nicht erst dann, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist...

          Hierzu gäbe es so viel zu schreiben, aber wer möchte das schon alles hören? Ist ja viel einfacher einfach die Augen zu schließen und so zu tun, als würde man einfach nichts sehen! Seltsam nur, dass wenn einem Kind etwas passiert ist, hinterher jeder fragt, wie dass passieren konnte und warum keiner etwas bemerkt hat...

          Hauptsache alle diskutieren über den Diesel Skandal... so sehen halt die Prioritäten in Deutschland aus.

          • "Hierzu gäbe es so viel zu schreiben, aber wer möchte das schon alles hören?"
            Mich würde durchaus deine persönliche und/oder fachliche Meinung dazu interessieren, da du in dem Bereich arbeitest.

            "Außerdem sollte das übel an der Wurzel gepackt werden und nicht erst dann, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist..."
            Was meinst du z.B. damit?

            (6) 15.05.19 - 16:42

            Natürlich gibt es solche Fälle. Wo schrieb ich, das dem nicht so sei?

        (7) 15.05.19 - 13:25

        Und woher?
        Leider gibt es solche Familien tatsächlich und das nicht zu wenig. Gerade in bildungsfremden Familien, wo keiner arbeitet. Das Leben der Kinder ist vorprogrammiert.

        • (8) 15.05.19 - 14:57

          Sorry, das kann ich so nicht gelten lassen.
          In "bildungsfernen Familien", ist das Leben der Kinder nicht zwangsläufig vorprogrammiert. Nur weil die Familie bildungsfern ist, geht es den Kindern nicht schlechter oder besser als Kindern aus bildungsnahen Familien. Die Belastung oder die Gefährdung der Kinder ist nur eine andere.

          Während bei den "bildungsfernen" Familien alles auf der Hand zu liegen scheint (Haushalt dreckig, keiner macht Hausaufgaben mit den Kindern), ist die häufig vorhandene Problematik in Familien mit wohlhabenden Eltern oft verdeckt. Aber sie ist mindestens genauso häufig da. Psychische Gewalt, emotionale Vernachlässigung.
          Auch eine bildungsferne >Familie kann mit Liebe erziehen. Auch eine bildungsnahe Familie kann die Seele ihres Kindes zerstören.

          • (9) 15.05.19 - 15:43

            Doch, das kann ich so sagen. Denn was können Eltern ohne Abschluss und Ausbildung ihrem Kind vermittel( lassen wir mal Liebe weg)? Nicht viel. Da wird kein Wert auf Schule und Ausbildung gelegt( sieht man ja an den Eltern). Die Kinder werden sich selbst überlassen.
            Eltern, die eine gute Ausbildung, Studium und Job haben können ihren Kindern ganz andere Werte vermittel und das eine gute Schulbildung, Ausbildung wichtig ist. Diese Eltern haben Verantwortung und sind ein Vorbild für ihre Kinder.

            • (10) 15.05.19 - 15:57

              "Doch, das kann ich so sagen. Denn was können Eltern ohne Abschluss und Ausbildung ihrem Kind vermittel( lassen wir mal Liebe weg)? Nicht viel. Da wird kein Wert auf Schule und Ausbildung gelegt( sieht man ja an den Eltern)."

              Das glaubst du? Dann habe ich tiefstes Mitleid mit dir. Eltern die keinen Abschluss haben, können ihren Kindern nichts vermitteln? Werte und Normen?

              Und Eltern mit Abschluss haben Verantwortung? Üben nur Eltern ohne Schulabschluss Gewalt an ihren Kindern aus? Kann man sagen, dass Eltern ohne Abschluss schlechte Eltern sind und Eltern mit Abschluss immer gute Eltern?

              #augen

              • Ich glaube was gesagt werden soll ist, dass Familienverhältnisse in denen Eltern ungebildet sind, öfters ich nenne es mal „chaotisch“ (den Rest kann auslegen wer will) sind, als bei gebildeten Eltern. Natürlich gibt es Ausnahmen und natürlich üben auch gebildete Eltern Gewalt aus, allerdings ging es hier nicht um Gewalt, sondern um das Vermitteln von Werten, Normen, Regeln und dass den Kindern etwas nützliches mit auf den Weg gegeben wird. Leider ist dies nunmal in ungebildeten Familien oft nicht möglich. Man kann halt nur das beibringen, was man selbst weiß.

                Sie hat doch aber nicht ganz unrecht mit dem was sie sagt! Dabei geht es sicherlich nicht darum, ob Eltern ohne Abschluss schlechte Eltern sind. Das hat hier keiner behauptet!

                Eltern sind Vorbilder für ihre Kinder und da gehört für mich eben nun mal auch zumindest ein Schulabschluss und abgeschlossene Ausbildung/oder Studium dazu. Man kann das ganze nicht mehr mit früher vergleichen, heutzutage sind Abschlüsse wichtiger denn je. Es ist nunmal so.
                Ich sehe das leider auch in der Verwandtschaft und bei Freunden. In der Verwandtschaft hat ein Familienvater keine Ausbildung gemacht. Sein Sohn, mittlerweile 21 ist auch ohne Ausbildung, hat zweimal eine abgebrochen. Vater verlangt von seinem Sohn das er endlich eine Ausbildung macht. Wie reagiert der Sohn? Er sagt Vater, du kannst mich mal, du hast ja auch keine gemacht.
                Eine Schulfreundin von mir und ihr Mann, beide 29 und ohne Ausbildung. Mittlerweile ist sie zum 5. mal schwanger. Der große (10) sitzt im Heim, eines hat sie abtreiben lassen und jetzt sind eben Zwillinge unterwegs. In dieser Familie ist der Weg der Kinder sehr wohl vorprogrammiert... mir tun diese Kinder echt leid!
                Selbst haben sie nichts aus dem Leben gemacht, aber ein Kind nach dem anderen in die Welt setzen. Glückwunsch! 👏
                Ich habe auch bei einem Amt gearbeitet und kann nur sagen das es solche Familien wie im Fernsehen gezeigt sehr wohl gibt...

            (13) 15.05.19 - 17:01

            Ich bilde wohl selbst eine bildungsnahe Schicht, komme aber aus einer Familie wo vom Sozialfall bis zum Hochschulabsolvent alles vertreten ist. Meine Eltern konnten mir schon ab Klasse 5 nicht mehr groß mit dem Unterrichtsstoff helfen, aber sie haben mir trotzdem viele wichtiges Wissen vermittelt.

            Am allermeisten jedoch, dass es ein schlechter Lehrmeister ist auf jemanden herabzusehen, den man nicht wirklich gut kennt. Dass hat mir im Studium viel geholfen, wo so einige sich privilegiert fühlende sowas rumposaunt haben wie Du und letztendlich mit dem differenzierten Denken so ihre Probleme hatten.

            Ich bin schon immer zwischen reichen marmorgetäfelten Häusern und armen Hochhaussiedlungen gependelt. Die Welt ist sehr bunt und es gibt viel dazwischen und der Weg von bildungsfern aufwachsenden Kindern ist steinig, aber nicht zementiert. Die meisten sind genauso schlau wie deine Brut. Vermutlich sogar lebenspraktischer, weil sie es sein müssen. Die gleichen Chancen fehlen, aber weniger wegen den Werten und dem Wissen, sondern schlicht wegen dem Geld.

            Es gibt Menschen die sind talentierter als der ganze Ort aus dem sie kommen zusammen und es gibt auch sehr schlaue und weltgewandte Menschen die sich vollkommen ohne Statussymbole und gerahmte Abschluss-Papierchen ein lebenswertes Leben aufgebaut haben und weit davon entfernt sind dumm oder kriminell oder assozial zu sein.

            • Gramdioser Beitrag!

              Dem ist nichts hinzuzufügen 🖒

              Bin ich total bei dir. Alles andere ist weltfremd.

              (16) 17.05.19 - 13:40

              Hi,

              stimmt im Großen und Ganzen.

              Allerdings erlebe ich es immer wieder, dass in den "bildungsfernen" asozialen Schichten sich viel mehr Eltern tummeln, die ihre Kinder nicht unterstützen, als im bildungsfernen bürgerlichen Milieu.
              Meine Mutter hat die Schule nur bis zur 8. Klasse besucht, dann musste sie raus, mit auf dem Acker helfen (was auch während der Schulzeit immer der Fall war). Sie war keine dumme Frau, im Gegenteil, aber sie hatte keine Chance, weil ihre Eltern andere Prioritäten setzten. Mein Vater ist ebenfalls Kriegsgeneration, der sollte das Familiengeschäft übernehmen, statt dessen musste er in den Krieg und später, als er aus der Kriegsgefangenschaft kam, zusammen mit seinem Vater das Land verlassen.
              Auch er hat keine "wirkliche" Bildung genossen!

              Nur der Unterschied war, dass es keinen asozialen Hintergrund gab, sondern einen in der damaligen Zeit nicht unüblichen. Sie mussten sich alles aufbauen nach dem Krieg und haben dafür gesorgt, dass wir Kinder in die Schule gingen und gelernt haben und sich gekümmert.

              DAS ist es, was vielen Kindern im asozialen Umfeld fehlt. Leider verwechseln viele asoziale Verhältnisse mit Dummheit in der Familie. Nein, die Kinder sind mitnichten dumm, aber es wird ihnen leider asoziales Verhalen vorgelebt. Von Eltern, die ebenfalls nicht dumm sind, aber nicht anders können, da ebenfalls kein anderes Verhalten gelernt.

              Und das ist der Unterschied zwischen Asi-Familien und "bildungsfernen", aber trotzdem "normalen" Familien. Es gibt genug HartzIV-Familien, wo sich die Eltern kümmern, wenn das Kind in der Schule Probleme hat und nicht drei Termine hintereinander nicht wahrnehmen, weil sie dazu ihren bequemen Arsch hochbewegen und in die Puschen kommen müssen.

              Und was diese Sendungen angeht: da werden Leute gesucht, damit sie mitspielen, und wenn die Zähne nicht krumm und schief genug sind und die Haare nicht VokuHila und fett genug, werden solche Protagonisten und auch Komparsen abgelehnt, weil sie den Vorurteilen, welche die Sendung zeigen will, nicht entsprechen!

              Aber im wirklichen Leben spielen sich Dinge ab, man möchte da schreiend rausrennen und die Eltern gegen die Wand knallen und sie kastrieren, damit die nicht noch mehr Kinder in die Welt setzen. Und man kann nichts dagegen machen, weil die Handhabe fehlt, sprich die Zustande noch nicht schlimm genug sind.

              VG
              Gael

      (17) 15.05.19 - 16:17

      Sorry, aber meine Eltern waren ohne Abschluss. Du würdest sie wahrscheinlich bildungsfern nennen. Sie waren nur bis zur 5. Klasse in der Schule. Sie waren sehr arm und das Geld für die Ausbildung war nicht da.

      Wir sind 4 Geschwister und haben alle studiert und verdienen unser Geld. Meine Eltern waren da sehr dahinter.

      Leider sprachen sie kaum deutsch und konnten selbst nicht helfen. Dafür haben sie Nachhilfe organisiert, waren bei jedem Elternabend dabei und haben sich an höchster Stelle Hilfe gesucht, als ich in eine Klasse ohne ein einziges deutsches Kind kommen sollte.

      Sie haben uns viel Liebe gegeben und Geborgenheit.

      Sie selbst haben sich nichts gegönnt, aber uns ermöglicht.

      Deine pauschalisierte Antwort ist total daneben und wirklich bildungsfern.

      • Das war keine pauschale Antwort. Wäre sie pauschal gewesen, hätte ich nicht gesagt, dass es auch Ausnahmen gibt.

        • Ich habe auf diesen Post geantwortet:

          „Doch, das kann ich so sagen. Denn was können Eltern ohne Abschluss und Ausbildung ihrem Kind vermittel( lassen wir mal Liebe weg)? Nicht viel. Da wird kein Wert auf Schule und Ausbildung gelegt( sieht man ja an den Eltern). Die Kinder werden sich selbst überlassen.
          Eltern, die eine gute Ausbildung, Studium und Job haben können ihren Kindern ganz andere Werte vermittel und das eine gute Schulbildung, Ausbildung wichtig ist. Diese Eltern haben Verantwortung und sind ein Vorbild für ihre Kinder.“

          Und hier gibst du keine Ausnahmen an. Hast wohl versehentlich deine Identität verraten:)

        Die Antwort bezog sich ja auch nicht auf deinen Ausgangsthread sondern auf den Beitrag von hohoho oder so. Oder ist das dein Alias?;-)

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