Kann man es als Oma überhaupt richtig machen?

    • (1) 15.05.19 - 17:03
      Grannyni

      Ich bin seit 6 Jahren Oma und kann anscheinend nichts richtig bzw.recht machen, wenn ich die Gespräche mit meiner Tochter so Revue passieren lassen.
      Erst erklärt sie mir, dass sie keine Einmischung oder ungefragt Tipps will.
      Logisch und verständlich, warum soll ich das besser wissen, hab selbst nur ein Kind groß gezogen und bin sicher kein Experte.
      Ich bin noch ziemlich jung, Ende 40, und habe meinen Alltag mit Vollzeit Job, wegen dem ich viel unterwegs bin, bin in 2 Vereinen aktiv und habe auch seit 2 Jahren wieder einen lieben Mann an meiner Seite.
      Klar, bleibt da nicht viel Zeit für meine Enkelin.
      Anfangs hieß es, 1 Besuch pro Monat würde reichen, ich hab auch nie nach mehr gefragt.
      Meine Tage sind mehr als ausgefüllt.
      Irgendwann warf meine Tochter mir dann vor, ich würde zu wenig Interesse zeigen, andere Omas würden mit den Enkeln zum Spielplatz gehen, zum Schwimmen oder gar in Urlaub fahren.
      Ihre Freundinnen haben wohl alle einen festen Oma Tag in der Woche und auch am Wochenende oft Entlastung weil die lieben Kleinen bei den Großeltern sind.
      Ich gebe zu...am Wochenende möchte ich meine Ruhe, 2 oder 3mal im Jahr kann die Kleine sicher mal hier am Wochenende schlafen, aber da ich auch oft Samstags oder Sonntags arbeite, muss das längerfristig geplant werden.
      Ich rufe nie an....stimmt nicht, es ist selten, so 2 Mal im Monat, aber meine Tochter ruft mich wirklich nie an.
      Sie findet ich habe zu wenig Interesse und Zeit , am liebsten hätte sie, sie könnte ihr Kind 1 Mal die Woche hierher bringen.
      Total eskaliert ist es letzts Wochenende als ich ihr mit geteilt habe, dass wir in die Heimat meines Partners ziehen.
      Er hat ein Haus am Meer geerbt und ich freue mich sehr auf diesen Neuanfang.
      Sie behauptet, ich hätte eine Verantwortung, würde sie im Stich lassen...
      Ich finde das unfair, sie ist erwachsen und lebt ja auch ihr Leben und hat mich nicht gefragt wo sie wohnen darf.
      Sie ist selbst schon mehrmals umgezogen und wohnt auch jetzt 80km entfernt.
      Demnächst werden es dann 600 sein.
      Muss ich ihre Belange und Wünsche da wirklich berücksichtigen?

      • (2) 15.05.19 - 17:14

        Es liest sich so, als hättest du nicht viel Interesse an deiner Tochter Und deiner Enkelin.
        80 km ist nicht viel und einmal im
        Monat sehen ist dafür relativ selten finde ich.

        Deine Tochter wünscht sich Entlastung und ist sicherlich traurig, dass die Omas in ihrem
        Freundeskreis Interesse an den Enkeln zeigen und gerne Zeit mit ihnen verbringen, du aber nicht.

        Und jetzt verlässt du auch noch das Land für deinen Partner.

        Ich kann deine Tochter voll und ganz verstehen, dass sie sich im Stich gelassen füllt und enttäuscht ist.

        ABER: sie ist inzwischen erwachsen und du bist ihr nix mehr schuldig.
        Wenn du auswandern willst, dann ist das vollkommen ok.

        Du hast kein inniges Verhältnis zu ihr und deinem Enkel, woran sie sicher mit Schuld ist, immerhin hat sie auch keine Öfteren besuche gewollt als das Kind noch kleiner war.

        Vielleicht solltest du nochmal mit ihr reden, ihr sagen, dass durch die seltenen Besuche keine wirkliche Beziehung zum
        Enkelkind entstanden ist und dass du deswegen auch kein Problem damit hast, auszuwandern.

        Sie wird sich schon wieder beruhigen.
        Und euer Verhältnis wird sich vermutlich eh noch verschlechtern, weil ihr euch noch weniger sehen werdet.

        • (3) 15.05.19 - 17:37

          Hättest du dein Enkelkind denn öfter gesehen, wenn deine Tochter es gewollt hätte oder kam Dir das recht?

          Abgesehen davon hast du natürlich das Recht dein Leben zu leben, wie du es für richtig hältst. Dein „Kind“ ist erwachsen.

          Lass dir nichts einreden.

          (4) 15.05.19 - 17:55

          Ich war 42 als ich Oma wurde.
          Damals hab ich Vollzeit gearbeitet, und studiert, da war keine Zeit mehr für die Familie ein paar Jahre lang.
          Ich hab damit gewartet bis meine Tochter selbständig war und dann fand ich es völlig legitim meine Wünsche zu verfolgen ohne Rücksicht auf ein Kind nehmen zu müssen was mich braucht.
          Ich kann nicht jedes Wochenende dort hin fahren, aber auch nicht kommen, hat kein Auto.
          Mein Partner arbeitet Schicht, wir möchten Sonntag für uns, sehen uns in der Woche oft gar nicht.
          Ich bin beruflich auch sehr eingespannt, oft unter der Woche nicht vor 22.00 zu Hause.
          Und wenn ich schon früher da bin, d.h gegen 20.00, dann ist der Tag auch vorbei.
          Ich habe jahrelang verzichtet für meine Tochter, ich bin noch jung und eben kein Rentner der den ganzen Tag drauf wartet dass die Kinder zu Besuch kommen.
          Der Vergleich ist nämlich unfair, die Großeltern von denen sie redet sind alle mindestens über 60 und viele Omas nicht oder nicht mehr berufstätig.
          Ich denke, ich darf jetzt ruhig Mal egoistisch sein oder soll ich jetzt wegen meiner Enkelin mein Leben wieder auf später verschieben...
          Erst die Kinder die zu Recht erwarten, dass man ihre Bedürfnisse berücksichtigt und dann die Enkel die man bei seinen Entscheidungen berücksichtigen soll?
          Ich sehe das bei meinen Eltern, die sind auch mit Mitte 40 Großeltern geworden.
          Da hätte ich nie erwartet dass sie sich einbringen, die hatten Landwirtschaft, zusätzlich noch Nebenjobs und auch noch eine Partnerschaft.
          Wenn dann noch Zeit bleibt kommen die Enkel....was soll dann der Sohn meines LG sagen...er ist der dritte der jetzt Kinder bekommt.
          Mein LG hat schon 5 Enkel...wenn der alle regelmäßig einmal die Woche besuchen würde, könnte er nix anderes mehr tun.

          • (5) 15.05.19 - 18:56

            Ich finde du machst das richtig. Meine Mutter ist auch sehr jung Oma geworden (ungefair wie du)
            Sie ist anders als du. Was aber einfach an ihr liegt. Sie arbeitet nur TZ und ist sehr familiär. Gluckt bei meinem Sohn schon fast zu viel.
            Ich freu mich natürlich über die Bindung die die beiden haben. Aber ich hätte das so nie erwartet!

            Deine Tochter stellte Regeln auf, die sie nun selbst blöd findet. Hättest du mehr gefordert wäre sie sicher auch sauer gewesen.

            Genieß dein Leben am Meer! Ich bin ein bisschen neidisch 😁

            Hi, ich lese da ein dickes fettes ICH. Ist ja auch OK, kann deine Gedanken soweit auch nachvollziehen. Aber eben auch die Enttäuschung deiner Tochter verstehen.
            Meine Mutter hat mich mit 21 bekommen und war Ende 40, als sie Oma wurde. Sie war Hausfrau und hatte eigentlich nichts zu tun, außer meinen damals 18jährigen Bruder zu bemuttern. Sie hat sich von Anfang an geweigert eine Oma für meine Jungs zu sein mit teilweise absurden Begründungen (ich bin doch keine strickende Uroma, ich steh mitten im Leben etc.) Für sie war Oma sein gleichbedeutend mit alt, grau, Faltenrock etc.
            Hätte sie mir das so ehrlich präsentiert--ich wäre zwar enttäuscht gewesen, aber ich hätte damit leben können. Aber sie war nicht ehrlich, hat sich von meinen Söhnen und mir distanziert, hat mich überall schlecht gemacht usw. Inzwischen verleugnet sie sowohl mich, als auch ihre 3 Enkel, obwohl sie mit fast 66 durchaus im Omaalter angekommen ist. Aber sie meint offenbar immer noch, dass sie ein Teenager ist--joa, kann sie. Aber ohne mich, ich habe seit über 6 Jahren keinen Kontakt mehr.
            Daher rate ich dir, dass du offen redest mit ihr und ihr eine Lösung findet! Lass es nicht soweit kommen wie meine Mutter.

          • (7) 16.05.19 - 10:16

            Morgen.

            Das muss die Generation sein. Wir auf Arbeit hatten auch gerade dieses Thema. Am besten nirgends einmischen, aber immer bereit sein. Egal ob als Babysitter oder als Geldquelle. Wir hier auf Arbeit haben auch einige junge Mütter, wo ich manchmal mit den Ohren schlacker was sie erwarten. Ich finde das auch furchtbar. Entweder man ist am Wochenende für das Enkel da (man muss sich ja schließlich von der Woche erholen), oder die Oma könnte ja mal wieder dieses und jenes kaufen. Ist ja schließlich für das Enkel. Warum wird das heute so erwartet. Die meisten Omas heutzutage sind noch recht jung und stehen selbst noch mitten im Leben. Gehen arbeiten und haben Hobbys, die sie endlich mal ausüben können. Man war doch jahrelang fürs Kind da. Und dann kommt ein Enkel und man soll wieder alles hinten anstellen? Ne, da bin ich voll bei dir. Ich weiß, dass ich auch nicht solch eine Oma sein werde, die ständig und immer bereit sein wird. Da werde ich mit Sicherheit streiken. Unser Jüngster ist 11 und wir haben noch genug Trubel hier und Einschränkungen. Ich werde mich hüten, wenn meine Töchter ihr Kind bei mir abschieben wollen immer ja zu sagen. Wenn sie Kinder wollen, dann haben sie sich selbst drum zu kümmern. Ich habe es auch nicht anders gemacht und die Kinder abgeschoben. Das kam mir nie im Sinn. Aber ich muss dazu sagen, meine Kinder, hoffe ich doch, denken genauso wie ich. Wenn sie sich Kinder anschaffen, dann haben sie sich auch drum zu kümmern. Sie wissen, wir helfen gerne, aber im Rahmen. Wir haben auch noch Wünsche und Träume. Deshalb wird es wohl bei mir noch etwas dauern mit Oma-Werden. Die Große (29) wollte bis dreißig Mutter werden, da kam ein neuer Job dazwischen. Also erst mal auf Eis gelegt. Vernünftig finde ich. Denn für ein Kind braucht man Zeit. Die beiden anderen sind Anfang zwanzig, die denken noch lange nicht dran.

            Zieh dorthin, wohin du möchtest. Schwiegermutter wohnt auch 600 km von uns entfernt. Wir besuchen sie ein bis zweimal im Jahr. Und sie kommt uns alle zwei Jahre besuchen. Es wird jeden Sonntag telefoniert, somit bleibt sie auf dem Laufenden. Meine Eltern wohnen 50 km von uns entfernt, aber auch die sehe ich nicht jedes Wochenende. Telefonieren auch in regelmäßigen Abständen. Aber sie wollen das genauso. Also ist das ok.

            Alles Gute.

            LG

            • (8) 16.05.19 - 12:17

              „Wenn sie sich Kinder anschaffen“

              Wow wow und nochmal wow.

              Wie einige über Kinder denken, da schlackern mir die Ohren!

              Meine Mama und meine Schwiegermama bekommen am Wochenende mal einen fetten Strauß Blumen!!!!

              Obwohl ich meine Tochter niemanden aufs Auge drücke und selber für Ihre Betreuung sorge und nur im äußersten Notfall MAL um eine Betreuung frage bin ich so froh, dass hier keiner solche Texte raushaut oder meine Tochter als eine Anschaffung sieht oder betitelt!

              • (9) 16.05.19 - 12:44

                Sorry blöd ausgedrückt.;-) Ich habe mir selbst vier Kinder "angeschafft" und habe es nie in Betracht gezogen meine Eltern da mit einzuplanen. Es war meine Entscheidung, mein Leben. Meine Eltern haben ihr Leben und ich weiß, sie wären eingesprungen. Aber dennoch habe ihr Privatleben akzeptiert. Und so handhabe ich das auch. Meine Schwester hat ihre Kinder oft genug zu unseren Eltern abgeschoben und habe gemerkt, dass sie sich damit auch einschränkenund auch überfordert fühlten. Nur weil meine Schwester auch mal eine Auszeit braucht. Und so ist es unter einigen meiner jungen Kollegen auch. Da ist es selbstverständlich, dass die Eltern mit in die Pflicht genommen werden. Warum.

          (10) 16.05.19 - 19:46

          Deine Tochter ist erwachsen und wenn sie Entlastung will soll sie es mit dem KV besprechen oder ein Kindermädchen organisieren.

          Als Mutter steckt man Jahre lang zurück

          Es ist Zeit das du dich um dich kümmerst.
          Viel spass, Glück und Erfolg in der neuen Heimat

          P.S ich werde auch wenn die kids irgendwann mal aus dem haus sind ins Ausland gehen mit meinem Mann. Dafür haben wir uns jetzt schon eine Immobilie dort gekauft

        (12) 16.05.19 - 22:56

        Hallo.

        Hier wirst du von 23 Leuten 24 Meinungen hören - mal überspitzt gesagt. Letztlich kann hier keiner was zu eurem Verhältnis zueinander sagen und auch sich letztlich kein Urteil über eure Lebensstile bilden.
        Das muss jeder Mensch für sich entscheiden.
        Ich kann verstehen, wenn du dein Leben noch leben möchtest und auch einen Neuanfang... Warum auch nicht. Jeder hat das Recht dazu - auch eine Oma. 😉
        Ich persönlich denke auch, dass deine Tochter dich auch nicht verpflichten kann ihr Kind zu betreuen. Das muss von selbst kommen.
        Viell hilft es euch mal ein offenes Gespräch zu führen. Welche Vorstellungen gibt es oder Möglichkeiten, um sich zu sehen oder auch zu betreuen.
        Meine Mutter wohnt 400 km von mir weg. Ich habe 2 Kinder im Alter von 4 und 2 Jahren. Sie hat bis vor Kurzem noch gearbeitet. VZ, ihre Eltern gepflegt und auch ihren Haushalt und alles drumherum noch. Und es ging auch, dass wir uns gesehen haben. Viell alle zwei, drei Monate mal und dann eben mal für ein paar Tage länger. Ich habe niemals daran gedacht ihr was vorzuwerfen. Auch, wenn es oft schade war, dass die Häufigkeit nicht gegeben war. Nur ich muss dazu im Umkehrschluss sagen, meine Schwiegermutter wohnt nur 60 km von uns, arbeitet Teilzeit, hat keine weiteren Verpflichtungen, hat ihren Haushalt... Sie habe ich nicht häufiger gesehen!!! Davon mal abgesehen!
        Also setzt euch zusammen, klärt es - nur wer redet... Dem kann geholfen werden.

        Alles Gute für eure Zukunft

(13) 15.05.19 - 17:56

Oh je...was ist denn nur heute (hier im Forum) mit den Töchtern los?
Du hast nur eine Verantwortung: dir selbst gegenüber! Deine Tochter ist lange erwachsen und du ist sicher nicht für Enkelbetreuung zuständig.
Es ist vollkommen okay, dass du mit deinem Partner wegziehst, lass dir da kein schlechtes Gewissen einreden :-).
LG

(14) 15.05.19 - 18:11

Es steht dir zu, deine Tochter ist erwachsen und du musst auf niemanden mehr Rücksicht nehmen.

Meine Mutter ist ungefähr wie du und inzwischen gibt es null Kontakt.
Meine Schwiegermutter ist ganz anders. Sie kümmert sich liebevoll um die Enkelkinder und arbeitet dabei auch viel. Das finde ich so schön und bin ihr sehr Dankbar. Feste Zeiten haben wir nicht, immer wenn die Grosseltern Zeit und Lust haben fragen sie selbst nach den Enkeln. Ganz selten bitten wir sie auf die Kids zu achten.

  • (15) 16.05.19 - 08:43

    Ist dir bewusst, dass sich das ganz schön böse lesen kann?

    "...Meine Mutter ist ungefähr wie du und inzwischen gibt es null Kontakt.
    Meine Schwiegermutter ist ganz anders. Sie kümmert sich liebevoll um die Enkelkinder und arbeitet dabei auch viel..."

    Falls du es nicht so beabsichtigt hast, bitte entschuldige, aber die TE liest sich absolut nicht unliebevoll.

    LG

    • (16) 16.05.19 - 09:35

      Naja ich bin nicht die erste die das Gefühl hat...
      Ich empfinde das nun mal so.
      Wenn man mal ehrlich ist....liest sich das so als wäre ihr das Enkelkind vollkommen egal.
      Man muss ja nicht mit der Tochter auskommen, aber was können die Enkelkinder dafür?

      • (17) 17.05.19 - 06:44

        Für die Enkel kann das aber auch nicht gut sein, wenn sie die ersten Jahre ferngehalten wurden von der Oma und plötzlich wird intensiverer Kontakt verlangt? Den Enkeln wird es nicht stören, wenn die Oma weiter weg zieht. Sie hatten bis dato eh wenig Kontakt. Die Tochter hat ein Problem und schiebt jetzt damit die Enkel vor, um der Oma ein schlechtes Gewissen einzureden. Und sowas geht gar nicht.

Ehrlich gesagt finde ich eine solche Argumentation enorm egoistisch und schäbig.

Die Mutter, die kostenlose Kinderbetreuung leistet, ist die Gute. Die Mutter, die korrekterweise der Meinung ist, dass ihre Kinder selbst für ihren Nachwuchs verantwortlich sind, ist die Böse.

Geht's in deiner persönlichen Beurteilung der "Liebenswürdigkeit" ausschließlich darum, wer dir deine Kinder abnimmt? Nicht um die Person und dessen Charakter an sich, eure gemeinsame Historie, seine Stärken,... Nein, es wird rein auf die Bereitschaft der gratis Kinderbetreuung reduziert.

Finde ich schockierend.

An die TE: genieß dein Leben! Stell deine Bedürfnisse nicht mehr zurück. Egal was du tust, manche Leute wollen einem einfach Vorwürfe machen. Dann sollen sie dir doch aus der Entfernung Vorwürfe machen....

(19) 15.05.19 - 18:45

Das ist dein Leben, lass dir da bitte nicht reinreden. Wenn plötzlich Enkel da sind, man selber noch sehr lange arbeiten muss oder sogar noch eigener Nachwuchs als Nachzügler da ist, der die eigenen Eltern (auch wenn die jetzt schon Großeltern sind) noch brauch, soll man da sein eigenes Leben mehr oder weniger komplett aufgeben. Ganz bestimmt nicht. Ich finde du hast noch ein eigenes Leben.

Beim meinem jüngsten Sohn mussten wir auch komplett ohne Oma auskommen. Die Omas waren nicht mehr die Jüngsten, haben sich aber über Besuch unseres Sohnes gefreut. Konnten aber auch nicht mehr betreuen. Dann ist es ebenso. Deine Tochter sagt, du sollst dich nirgendswo einmischen und nicht ungefragt Tipps geben. Aber sagen du kümmerst dich nicht genug um den Enkel. Da muss sie sich eben halt mit abfinden. Punkt.


LG Hinzwife

(20) 15.05.19 - 18:49

Hallo,
ja da braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn der Kontakt einschläft.
Natürlich hat man auch ein Leben aber man muss auch entscheiden was einem wichtig ist, Familie oder das eigene Ich!
Du hast dich für dich entschieden, also lebe dein Leben so wie du es willst aber akzeptiere das deine Tochter nicht begeistert davon ist.
Ich erlebe es oft, dass Omas und Opas sehr präsent sind ob jung oder alt und finde es schön wenn die Kinder so eine enge Bindung zu ihnen haben.
Aber da denkt eben jeder anders...

  • (21) 16.05.19 - 05:39

    Aber das Interesse an Familie ist doch keine Einbahnstraße. Die Tochter hat sich zu viel Einmischung verbeten, Besuche reglementiert. Da war doch auch kein Interesse an Familie, aber die TE soll jetzt ihr Leben nach der Tochter und ihren Befindlichkeiten ausrichten? Und zwei Monate nach dem der Umzug abgesagt wurde, ändert sie ihre Meinung wieder, und Oma wird nicht mehr benötigt.

Reg Dich nicht auf....es gibt Fälle, da kannst Du Dich auf den Kopf stellen und mit dem Hintern Fliegen fangen, machst Du es nicht richtig.
Als mein Sohn und seine Frau ihr Baby kriegten, freute ich mich sehr und wollte was zur Ausstattung beitragen...angeblich hatten sie schon alles.
Was ich dem Kleinen kaufte (nach Absprache!) war nicht recht. Ich war noch Vollzeit berufstätig und mein Mann krank und zeitintensiv. Abendliche Anrufe waren unerwünscht, Besuche auch. Als ich dann mal einen Besuchstermin zugewiesen bekam, gingen wir wieder, als der Kleine einschlief. Warten durften wir nicht, bis er wieder aufwachte....so zog sich dann die ganzen Monate hin. Spazierengehen dürfen - Fehlanzeige, Babysitting sowieso. Sie riefen nie an.....wenn ich mal fragte, ob ich helfen soll, weil der Kleine angeblich soviel brüllte, wurde ich auch abgewiesen, sie schaffen das alleine.
Später erzählten sie überall herum, ich würde mich ja nur um meine größere Enkelin kümmern und ihr weitaus mehr schenken usw usw usw. Ich hätte meine Schwiegertochter auch nicht mal "versorgt", als sie vom Krankenhaus heimkam. Dazu gab es keinerlei Anlass, mein Sohn hatte ja Urlaub.
Nach eineinhalb Jahren habe ich meinen Enkel keine 10 mal gesehen, und wenn, meistens nur kurz. Als mein Mann starb brachen sie kurz darauf den Kontakt ab - bis heute. Ich hätte nie was recht machen können.

Leb DEIN Leben und lass Dir keinerlei schlechtes Gewissen einreden. Deine Tochter ist erwachsen und Du warst ihr bisher auch nicht am wichtigsten. Wieso sollst Du Dein Leben nun immer noch nach ihr richten? Sehe ich keinerlei Grund.
Sie soll froh sein, dass Du ein eigenes Leben hast und ihr nicht dauernd auf der Pelle sitzt - wie hier bei urbia ja auch laufend angenervt bemängelt wird.
LG Moni

  • (23) 15.05.19 - 19:21

    Da spricht aber die Enttäuschung aus dir. Du wolltest für dein Enkelkind da sein.
    Hier liest es sich aber nicht so. Es war wohl von Anfang an kein Interesse da, das eigene Leben wichtiger. Natürlich ist es ihr gutes Recht, aber verständlich das die Tochter enttäuscht ist.

    • (24) 15.05.19 - 23:18

      Wie ich das herauslas, arbeitet die Mutter sehr viel - ich denke mal, die Tochter hat während des Aufwachsens schon auch gut davon profitiert und sie kennt das ja.
      Ich gehe da auch von mir aus, wäre ich nicht immer berufstätig gewesen, hätte ich meinen Kindern vieles nicht bieten können - nicht mal einen kleinen Urlaub o.ä.

      "Erst erklärt sie mir, dass sie keine Einmischung oder ungefragt Tipps will."

      So ähnlich habe ich das auch gehört - und habe mich sofort daran gehalten. Ich bot meiner Schwiegertochter nur an, dass sie mich jederzeit fragen könne. So bot es auch meine Tochter an.

      "Anfangs hieß es, 1 Besuch pro Monat würde reichen, ich hab auch nie nach mehr gefragt."
      Die nächste Regel, die der Oma vorgesetzt wurde - und die sie akzeptierte, sicher auch wegen des eigenen Jobs, aber hätte eine Diskussion genützt?

      "Ich rufe nie an....stimmt nicht, es ist selten, so 2 Mal im Monat, aber meine Tochter ruft mich wirklich nie an."
      Das nächste Problem, welches ich auch kenne. Man kommt sich als Mutter auch irgendwann recht blöd vor, wenn man den Jungen immer hinterher telefonieren soll - aber dann wieder merkt, dass es garnicht willkommen ist.

      ".... am liebsten hätte sie, sie könnte ihr Kind 1 Mal die Woche hierher bringen."

      Ich habe immer gesagt, ich nehme meinen Enkel gerne - aber dazu muss er mich auch kennen und nicht gleich an der Tür fremdelnd umdrehen.

      Einesteils ruft die Tochter nie an, will keine Einmischung, meint, ein Besuch im Monat reicht - und dann will sie ihn plötzlich einmal die Woche bringen? Das passt alles nicht zusammen. Da braucht sie nun nicht enttäuscht sein. Wenn sie als Mutter möchte, dass Oma und Enkel eine Beziehung aufbauen, darf sie nicht alles ablehnen, sich nie melden oder ähnliches.
      Kann durchaus sein, dass sich die TE zwischendurch dachte, gut, wer nicht will, hat schon und durch den eigenen Stress dann sich nicht mehr bemühte.

      Aber die Tochter hat schon auch ein gerüttelt Maß Anteil an der verfahrenen Situation. Irgendwann hätte sich zusammensetzen und einfach reden geholfen? Aber vor lauter Panik, die Mutter könnte sich vielleicht "einmischen", hat sie sich eher vom Hals gehalten mit ihren Anweisungen.
      Sich jetzt künstlich aufzuregen, weil die Mutter wegzieht - das ist einfach zu spät. Der Drops ist gelutscht.
      LG Moni

(25) 15.05.19 - 19:15

Das sind ja teilweise gruselige Antworten, die du hier bekommen hast!
Mir scheint, dein liebes Töchterchen möchte sich nur die Rosinen rauspicken: du darfst keine Tipps geben und nicht deine Meinung äußern, aber als kostenloser Babysitter scheinst du gut genug zu sein....
Ich finde es unglaublich dreist von deiner Tochter, Dir wegen des Umzugs ein schlechtes Gewissen zu machen.
Meine Eltern wohnen auch weit weg und trotzdem haben sie ein enges Verhältnis zu meinen Kindern. Dazu braucht es keinen festen Oma/Opa Tag pro Woche!

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