Muss man in der Nähe der Kinder wohnen?

    • (1) 16.05.19 - 21:31
      Verwundert im Mai

      Ich habe mit Verwunderung das Thema weiter unten verfolgt, wo die TE dafür kritisiert wird dass sie weg zieht und sich zu wenig für das Enkelkind interessiert.
      Da hab ich mir gedacht, OK, dann bin ich wohl als Oma die Zumutung schlecht hin.
      Ich habe 4 Kinder, 9 Enkelkinder.
      Meine Kinder sind in dem letzten 15 Jahren Ingesamt 12 Mal umgezogen, jeder im Schnitt 3 Mal.
      Ich selbst bin selbständig mit eigener Praxis und einigen Angestellten, habe einen Partner, einige Freunde und Hobbys.
      Und ich habe es mir tatsächlich erlaubt trotz vorhandener Enkelkinder auszuwandern.
      Da meine Kinder aber auch überall verstreut leben, angefangen von Deutschland, die Niederlande, über Italien bis Frankreich und das sich auch jederzeit wieder ändern kann da niemand der 4 sich gerne fest legt was den Wohnort angeht, Frage ich mich, wie sollte ich da regelmäßig einmal die Woche meine Enkel sehen?
      Selbst telefonieren geht nicht wöchentlich da ich dann jeden Abend beschäftigt wäre.
      Meine Kinder würden mir auch einen Vogel zeigen wenn ich jede Woche anrufen würde und meine Enkel sprechen möchte.
      Die würden mich fragen, ob ich Langeweile hätte.
      Ich würde im Notfall, sofort los fliegen um Unterstützung zu geben, aber im Alltag präsent sein, das kann ich nicht.
      Was machen denn Leute wie ich mit mehreren Kindern, selbst wenn wir alle nebeneinander wohnen würden, wie sollte ich da jedem Enkelkind das von Urbia geforderte Interesse zukommen lassen.
      Dann dürfte ich ja nix anderes mehr machen.
      Höchstens noch Teilzeit arbeiten, Partner brauche ich dann auch nicht mehr da die Wochenenden ja für die Enkelkinder drauf gehen und Hobbys und Freunde auch nicht....keine Zeit.
      Ich kenne persönlich niemanden, der solche Ansprüche an Omas stellt oder Omas die das ernshaft wollten.
      Meine Eltern waren beide engagiert im Beruf als Ärztin und Ingenieur....auf Kinderbetreuung hatten die gar keine Lust gehabt.
      Die hatten besseres zu tun als mit dem Kinderwagen um die Häuser zu ziehen.
      Ich kann mich nur wundern.

      • Ich finde schon, dass man wegziehen kann.
        Deswegen kann man aber trotzdem den Kontakt aufrecht erhalten.

        Du hast 4 Kinder mit Familien - wieso bist du der Meinung, dass du es zeitlich nicht schaffen würdest, jede Familie einmal
        Die Woche anzurufen ?

        So ein Telefonat dauert 15 Minuten. Oder 30.
        Die EnkelKinder könnten dir erzählen was in der letzten Woche passiert ist und was es Neues gibt.

        Du könntest an 2 Abenden in der Woche jeweils 2 Familien anrufen. Oder alle an einem Tag. Ich sehe da ehrlich gesagt kein Problem.

        Aber ähnlich die wie die TE vom anderen Thread, ließt du dich ziemlich desinteressiert was deine Enkel angeht.

        Für meine Eltern und Schwiegereltern ist es keine lästige Pflicht mit uns und dem Enkelkind zu telefonieren, sondern etwas, was jeder gerne macht. Und zwar oft 2 mal die Woche.
        Solche Großeltern soll’s auch geben ;-)

        • (3) 16.05.19 - 21:44
          Verwundert im Mai

          Warum muss ich denn Interesse zeigen?
          Nur weil meine Kinder Kinder haben?
          Meine Kinder ja, da telefoniere ich ab und zu aus dem Auto oder wenn ich mit der Bahn unterwegs bin....da interessiere ich mich.
          Aber die Kinder meiner Kinder, ehrlich nee.
          Aber ist man deswegen falsch oder muss sich deswegen kritisieren lassen?
          Was ist daran verwerflich wenn ich den Alltag meiner Enkel nicht besonders spannend finde?

          • (4) 16.05.19 - 23:22

            In jeder Familie ist es eben anders.
            Du hast besseres zutun, als dich für deine Enkelkinder zu interessieren. Da liegt das Interesse noch höchstens bei deinen Kindern, dass du zeit aufbringen kannst, wenn die Auto fährst oder in der Bahn sitzt, also ganz beiläufig und nebenbei. Aber man merkt auch deutlich wo du deine Grenze ziehst... „aber die Kinder meiner Kinder, ehrlich nee“
            Das ist halt euer Modell, jeder macht sein Ding und es interessiert ihn nicht wirklich, was der andere so macht. Enkelkinder sind im Grunde ja auch nur Kinder der Kinder, mehr aber auch nicht. Es ist gewiss nichts daran verwerflich, wenn man das Leben der Enkelkinder nicht sonderlich spannend findet? Es wirkt nur einfach kalt, distanziert und desinteressiert, wenn man so schreibt. Das ist für die meisten befremdlich, weil sie ein anderes Sinnbild von Familie haben, als eine zufällige Verwandtschaft. Solange es für jeden innerhalb der Familie so passt, why not. Muss ja jeder für sich selber entscheiden. Schlimm jedoch finde ich, wenn jemand sich etwas anderes wünschen würde, es emotional nicht so distanziert empfindet und so zurück geschoben wird. Es ist für die meisten Menschen einfach irgendwie verletzen, wenn jemand sagt, „du, nimm es nicht persönlich, aber du bist das Kind meines Kindes, ich finde deinen Alltag nicht wirklich spannend, als dass es mich interessieren würde“.
            Für mich lesen sich solche Beiträge wie von Dir, genauso wie von der TE die du meinst furchtbar kaltherzig.
            In solch einer Familie könnte ich nicht leben, das wäre mit emotional nicht möglich. Da würde ich verkümmern.
            Aber bei uns sieht es ja auch ganz anders aus und ich kenne es überhaupt nicht, dass meine Eltern so von uns und unseren Kindern sprechen. Wir hocken auch nicht aufeinander, gewiss nicht und meine Eltern sind für uns auch kein KITA Ersatz oder eine kostengünstige Betreuungsquelle, aber sie sind die Großeltern und im Leben aller Enkelkinder präsent. Mich würde es schockieren, wenn meine Mutter so reden würde wie du. Für uns ist Familie etwas ganz besonderes, da kann der eine nicht lange ohne den anderen. Ich könnte mir nicht einmal vorstellen langfristig nicht auf dem selben Kontinent zu leben wie meine Familie. Und daran ist genauso wenig verkehrt. Es sind eben zwei Einstellungen von Familie. Irgendwie finde ich persönlich ohne werten zu wollen unterscheidet uns das von Tieren... dass wir nicht sagen, so, nun sind wir 18 Jahre lang deine Eltern gewesen, haben dich großgezogen und uns um dich gekümmert, da ist die Tür, sieh bitte zu, dass du dein eigenes Leben führst, wir haben unseren Job erledigt und sind nicht mehr für dich zuständig. Da frage ich mich eben, wozu bekomme ich dann Kinder?
            Ich sehe meine zweijährige Tochter neben mir schlafen, die gerade ganz schön erkältet ist und denke mir einfach, NEIN, mein Job für dich da zu sein wird niemals enden, ich werde immer deine Mutter sein... ihre Kinder werden so wie sie für mich etwas ganz besonderes und kostbares sein und nicht einfach „die Kinder meiner Kinder“.
            So wie du über deine Familie schreibst, schüttelt mich einfach. Weil es für mich unvorstellbar ist.
            Aber verkehrt ist wohl keiner. Jeder hat nur eine andere emotionale Einstellung zur Familie. Einige eine emotionale und andere eine sachliche.

            • 👍🏾 Sehe ich genauso.
              Man darf niemanden verurteilen, nur weil er eben nicht interessiert an den Enkelkindern ist. Das ist ja keine Pflicht. Aber für mich ist das einfach auch unvorstellbar. Ich bin unter liebenden Eltern und Großeltern groß geworden und möchte das genauso für meine Kinder. Ich finde nicht, dass man in der Nähe der Kinder/Eltern wohnen muss, aber für mich persönlich wäre es nicht vorstellbar, weiter von meinen Eltern wegzuziehen. Aktuell trennen uns ca 100km. Wöchentlich sehen wir uns nicht, aber in der Regel zumindest einmal im Monat. Wir telefonieren jede Woche, schreiben in einer Familiengruppe und meine Eltern fragen auch immer nach meiner Tochter.
              Für später, wenn meine Kinder mal groß sind, wünsche ich mir auch regen Kontakt und dass wir nicht zu weit voneinander entfernt wohnen. Momentan ist es noch so unvorstellbar, dass man überhaupt mal getrennt von seinen Kindern wohnen wird. 😅😭

              Oh mein Gott! Danke für diesen Beitrag! Ich habe den anderen Thread im Schock verfolgt. Schock wegen der ganzen „Ich bin doch kein Babysitter“, „Ich bin kein Kinderbespaßungsprogramm.“, „Habe mein eigenes Leben.“ Ich finde es so so traurig, das zu lesen.

              Natürlich sind diese Aussagen nicht im Kern falsch. Jeder soll sein Leben so gestalten, wie er es für richtig hält. Aber ich könnte in so einer Familie nicht leben.
              Ich bin der festen Ansicht, dass eigentlich - wie früher üblich - ein großes Mehrgenerationen-Gefüge evolutionsbedingt das „Optimum“ wäre. Mehrere Generationen, die sich unterstützen, auch Kinder können von Senioren SO profitieren. Natürlich ohne Zwang, aber eben so, dass alle zusammen halten und im Notfall füreinander da sind.
              In den letzten Jahrzehnten hat sich alles immer mehr Richtung „Kernfamilie“ Mutter - Vater - Kind entwickelt. Und was haben wir? Regretting Motherhood, postnatale Depressionen, Mami-Burnout usw.

              Es tut einfach gut, hier auch nochmal andere Meinungen zu lesen. Die Antworten im Thread waren ja SEHR deutlich.

            • Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen.

              Wenn ich wüsste das meine mama so über mich und ihre enkelin denken bzw. im internet schreibt, würde ich auf der stelle vor trauer und schock tot umfallen. Aber wir hier haben wie du wahrscheinlich ein anderes Verständnis von familie als die TE 🙂

          (8) 17.05.19 - 10:39

          Das kannst Du selbstverständlich machen, wie Du willst, nur brauchst Du Dich dann auch nicht zu wundern, wenn Deine Enkel sich auch nicht für Dich interessieren, wenn Du in Rente bist.

          Wenn das für Dich ok ist. Dann passt das.

          Aber manche Menschen stört es als Rentner auf einmal doch, wenn sie den Enkeln egal sind und dann wird gejammert, wie einsam sie sind und wie böse die Familie zu ihnen ist. #augen

          • Das nehme ich auch gerne in Kauf, dafür hab ich aber den Großteil meines Lebens so gestaltet wie ich es wollte....und mich nicht 20Jahre um Enkelkinder gekümmert nur um die paar Jahre im Altersheim Gesellschaft zu haben.
            Vor allem...damit zu kalkulieren ist schon unrealistisch...als ob Kinder oder Enkelkinder selbstverständlich immer in der Nähe wohnen bleiben würden.
            Ist eher unwahrscheinlich.
            Ich habe zwei Geschwister, mein Bruder lebt im Ausland meine Schwester 400 km von meinen Eltern entfernt.
            Ich selbst 600...wer weiß ob die beiden überhaupt Mal lange ins Heim müssen....und dann sind sie doch versorgt.
            Wo ist da meine Aufgabe?

        Es sind deine Enkel!
        Also, wenn ich mir vorstelle, meine Eltern würden sich so gar nicht für unseren Sohn interessieren...
        Find ich persönlich ziemlich traurig.
        Aber wenn's dich nicht interessiert, dann nicht.
        Ist deine Sache!
        Als Tochter wäre ich aber schon enttäuscht.
        Gut, wenn deine Kinder das anders sehen.
        Jeder wie er mag!
        Lg

        Gefühle kann man nicht erzwingen. Meine Mutter schafft es ja noch nicht einmal, mich zu lieben, wie soll das dann bei den Enkeln klappen? Allerdings bin ich jetzt auch nur noch eine Tochter auf dem Papier-damit muss sie jetzt halt leben.
        Du wirst dann auch damit leben müssen, dass du für deine Enkel nur eine Oma ist, von der man ab und zu mal redet. Du wirst nie von deinen Enkeln geliebt werden, so wie ich z.b. meine Oma und meinen Opa geliebt habe. Und meine Großeltern haben 300 km weit weg gewohnt. Ich habe aber sehr viel Zeit dort in den Ferien verbracht und diese Erlebnisse haben deine Enkel sicher nicht mit dir, genau so wenig, wie meine Kinder solche Erlebnisse mit meinen Eltern haben dürfen.

        Muss man nicht :-) Ich sehe das wie du, halt nur umgekehrt: Mich interessieren Oma/Opa Tanten etc. auch nicht. Wir wohnen zwischen 1 - 9 h voneinander entfernt und ich kenne diese Leute eigentlich überhaupt nicht. Was soll ich da wöchentlich anrufen oder sogar besuchen? Es intressiert mich mehr, was im Leben meiner besten Freunde und Eltern gerade abgeht.

        Zu denen mit 9h Entfernung haben wir dennoch den meisten Kontakt. d.h. nicht mal die Distanz ist da ausschlaggebend sondern halt wie sehr man wirklich an den Menschen interessiert ist.

Hallo
Den Wunsch nach Nähe zur Familie, kann ich verstehe. Den Anspruch so nicht.
Aber genau so befremdlich finde ich es, wenn du den Vogel gezeigt bekommen würdest, wenn du einmal wöchentlich mit den Enkelkinder ein paar Worte wechseln wolltest #kratz

LG

Hallo du.

Ich habe mich auch nur gewundert bzw auch geärgert, als ich da teilweise die Antworten gelesen habe.

Echt ganz furchtbar.

Ich finde als Eltern Erwachsener Kinder hat man durchaus das Recht, dann auch wieder ein eigenes Leben zu leben und nicht mehr alles nach den Kindern auszurichten.

Vor allem gehe ich davon aus, dass die entsprechenden Damen sich nicht von ihren Eltern vorschreiben lassen würden, dass sie in deren Nähe ziehen oder dort wohnen bleiben müssten, weil die Großeltern das Enkelkind bzw die Enkelkinder regelmäßig sehen wollen.

Wenn Großeltern von sich aus Zeit mit ihren Enkeln verbringen und die Eltern im Alltag unterstützen wollen, dann ist das toll und aus meiner persönlichen Erfahrung heraus auch eine große Hilfe, aber ich finde verlangen kann man das als Kind nicht von den eigenen Eltern.

Lg waldfee

  • (16) 16.05.19 - 21:53

    Ich stell mir das gerade vor...du .. Sohn, jetzt wo du bald Papa wirst, musst du aber zurück zu Mutti ziehen, ich hab ein Recht auf das Enkelkind....
    Oder ich sage, ach übrigens Sohn, ich habe meine Wohnung verkauft, meinen Partner verlassen und meinen Job gekündigt und ziehe in deine Nähe....der würde mich einweisen lassen.

Ich glaube da ging es weniger wirklich um das Wegziehen sondern um die Lieblosigkeit

"Und ich habe es mir tatsächlich erlaubt trotz vorhandener Enkelkinder auszuwandern.
Da meine Kinder aber auch überall verstreut leben, angefangen von Deutschland, die Niederlande, über Italien bis Frankreich und das sich auch jederzeit wieder ändern kann da niemand der 4 sich gerne fest legt was den Wohnort angeht, Frage ich mich, wie sollte ich da regelmäßig einmal die Woche meine Enkel sehen?
Selbst telefonieren geht nicht wöchentlich da ich dann jeden Abend beschäftigt wäre.
Meine Kinder würden mir auch einen Vogel zeigen wenn ich jede Woche anrufen würde und meine Enkel sprechen möchte.
Die würden mich fragen, ob ich Langeweile hätte.
Ich würde im Notfall, sofort los fliegen um Unterstützung zu geben, aber im Alltag präsent sein, das kann ich nicht.
Was machen denn Leute wie ich mit mehreren Kindern, selbst wenn wir alle nebeneinander wohnen würden, wie sollte ich da jedem Enkelkind das von Urbia geforderte Interesse zukommen lassen.
Dann dürfte ich ja nix anderes mehr machen.
Höchstens noch Teilzeit arbeiten, Partner brauche ich dann auch nicht mehr da die Wochenenden ja für die Enkelkinder drauf gehen und Hobbys und Freunde auch nicht....keine Zeit.
Ich kenne persönlich niemanden, der solche Ansprüche an Omas stellt oder Omas die das ernshaft wollten."

Mach dir keinen Kopf. Deine Lebensweise ist doch völlig in Ordnung. Und wenn deine Kinder dir schon einen Vogel zeigen, wenn du jede Woche deine Enkel sprechen würdest, haben deine Kinder doch nichts gegen deine Lebensweise. Wichtig finde ich eigentlich, dass man in Kontakt bleibt. Skypst du ?

Das Problem sind die teilweise völlig überzogenen Vorstellungen der eigenen Kinder mancher Großeltern. Wenn die eigenen Kinder erwachsen sind und selber Kinder kriegen und verlangen, dass die eigenen Eltern oder Schwiegereltern plötzlich nach deren Nase tanzen sollen. Sprich, wie du schon sagtest, sich nach den eigenen Kindern richten. Als Großeltern hat man auch noch ein eigenes Leben. Das soll jetzt nicht heißen, dass man sich nicht um die Enkel kümmert. Das kommt immer aufs Wie an, wieviel Zeit hat man überhaupt, damit man sein eigenen Interessen noch gut unterbringen kann. Wenn es einen Notfall gibt in der Familie, dann springt man als Oma gerne auch ein. Aber die Kinder bestimmen nicht über das Leben der Großeltern. Da denke ich immer, da stimmt irgend etwas im sozialen Umfeld der eigenen Kinder nicht. Zu unorganisiert, keine großer Freundes- und Bekanntenkreis, wo man sich auch mal gegenseitig helfen kann bei der Kinderbetreuung.


Meine Mutter hat gerne mal ihre Enkel genommen, aber nicht als Dauereinrichtung. Mein Großen hat sie ab und an mal genommen, wenn ich etwas Wichtiges zu erledigen hatte. Oder 2 oder 3 mal, wo ich arbeiten musste ganztags, wenn mein Mann nicht einspringen konnte, weil etwas dazwischen gekommen war. Ansonsten besuchten wir die Omas (wohnten damals in einer Straße) so durchschnittlich 2x im Monat. Meine Schwiemu hatte noch andere Enkelkinder, die häufig kamen. Meine Mutter hatte auch noch ihr eigenes Leben mit Hobbies und Freunde.


Und unseren Jüngsten, der auch eine Mehrfachbehinderung hatte, stand es auch überhaupt nicht mehr zur Debatte, dass die Omas ihn betreuten. Das ging nicht mehr. Besuchen ja mit uns zusammen. Aber manchmal ging das auch so nicht, da er sehr laut sein konnte und nicht zu bändigen war. Das hieß meine Mutter ohne Kind besuchen. Das konnte ich auch nur machen, wenn mein Mann zur Hause war. Dann war die Situation eben so. Wir haben für unseren Sohn einen privat engagierten Betreuer. Manchmal springt meine Schwägerin ein.


Ich denke, du brauchst hier kein schlechtes Gewissen haben. Manche Vorstellungen von erwachsenen Kinder, dass sich die Großeltern permanent um die Enkelkinder zu kümmern haben, sind schlichtweg daneben. Ich schaffe mir doch keine Kinder an, damit ich sie ständig von den Großeltern betreuen lasse. Das ist meine Aufgabe. Und wenn die Omas sich ein paar Mal im Jahr zu Betreuung anbieten, ist das auch ok und nimmt es gerne in Anspruch.


LG Hinzwife

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