Wie ist euer Verhältnis zu eurer Mama?

    • (1) 17.05.19 - 13:28

      Aufgrund eines Beitrages weiter unten, stelle ich mir gerade die Frage, ob meine Mama vielleicht auch keinen Draht zu mir und meinen Kindern verspürt. Meine Mama ruft mich seit Jahren nicht mehr an und fragt wie es mir geht. Sie will auch keine Zeit mit mir verbringen, wollte sie nie. Ich war ihr immer eine Bürde. Ich habe ganz wenige Erinnerungen mit ihr wo wir was gemacht haben. Heute rufe ich sie regelmäßig an. Sie und mein Vater nehmen ab und zu meinen großen für einen Tag. Auch erst seit letztem Jahr. Ich hab nicht das Gefühl, dass meine Eltern sich groß für mich interessieren.
      Aber ich weiß nicht ob ich Ihnen überhaupt etwas bedeute. Das ist schon hart. Wo ich selbst echt ein totaler familienmensch bin und Jung Mama geworden bin.
      Ich persönlich könnte mir nicht vorstellen ein so distanziertes Verhältnis zu meinen Söhnen zu entwickeln. Und das obwohl ich mit Ihnen wirklich an meine Grenzen stoße. Aber das ist ja nur der Moment und unterm Strich liebt man seine Kinder doch.
      Wie geht es euch mit eurer Mutter?
      LG

      • (2) 17.05.19 - 14:04

        Mein Verhältnis zu meiner Mutter ist schwierig.

        Viele Themen aus der Kindheit die mit heutigem wissen ein Fall für das Jugendamt gewesen wären. Versucht man diese Themen anzureißen wird behauptet dass ich lüge, dass das so nicht gewesen sei, sie habe sich aufopferungsvoll gekümmert #rofl

        Wir (Mein Bruder und ich) wurden regelrecht weg gesperrt, für den Haushalt benutzt und wehe der war nicht nach dem Sinn der Dame erledigt. Freunde zu treffen war ausschließlich Nachts oder heimlich möglich. War etwas nicht zur Zufriedenheit erledigt hagelte es wochenlang Hausarrest. Gab es mal keinen Grund zu etwas "Nein" zu sagen, wurde einer gesucht und gefunden.

        Gehen wir heute mal schick essen und ich bitte meine Kinder beim spielen auf die Kleidung zu achten um nicht mit total zerstörten Kindern im Restaurant aufzulaufen hagelt es Sprüche wie "Ach was so müssen Kinder aussehen!"

        Hätte ich mir dies früher erlaubt wäre die Hölle mehr als zugefroren.

        Vor anderen die super coole lockere spielen, das kann sie.
        Aber reflektieren was sie ihren eigenen Kindern für eine Kindheit bereitet hat, das wird nie passieren. Alles schön verdrängt und unter den Teppich gekehrt, wo es hingehört!

        (3) 17.05.19 - 14:15

        Bei uns schwankt das sehr.

        Ich bin die Mittlere von 3 Kindern.
        Junge - Mädchen - Junge

        Schon als Kind wurde ich öfters übersehen oder übergangen, obwohl ich mich deutlich bemerkbar machen konnte.

        Meine Mutter interessierte sich vorrangig für den Ältesten, dann für den Kleinen, und für mich wenn die Zeit dafür übrig war. Ich war ein unkompliziertes Kind und Teenager.

        Entsprechend wenig Interesse ist im Alltag vorhanden. Wenn ich nicht wöchentlich Sonntagabend bei den Eltern anrufe, klingelt unser Telefon wochenlang nicht.

        Es sei denn, irgendwelcher Papierkram muss erledigt werden, den ich als Anwältin schneller erfasse und die Eltern nicht alleine klar kommen oder Dinge unnötig verkomplizieren, nur weil ein an sich belangloser Schrieb von irgendwo kam (besonders beliebt: Rentenversicherung und deren Fragebögen, Krankenkasse, dummes Zeug vom Nachbarn, der sich an irgendwelche Büschen im Garten stört).

        Immerhin bestehen meine Eltern darauf an den Feiertagen (oder so rund um die Feiertage) besucht zu werden. Wir haben also zu fahren. Lassen uns aber auch nicht viel vorschreiben. Fahren halt wie es passt.

        Insgesamt könnte das Verhältnis warmherziger sein, aber andererseits ist es ok für mich wie es ist.

        Sie haben 3 erwachsene Kinder und 6 Enkel, Zeit und Aufmerksamkeit müssen also verteilt werden.

        Dass es asymmetrisch geschieht, ist einerseits traurig, andererseits ist es mir recht so. So kann sie nicht zuviel Ungemach verbreiten.
        Meine Mutter ist eine sehr dominante Person, die gerne ungefragt reinredet, Dinge „besser weiß“, gerne im Haushalt der erwachsenen Kinder reinpfuschen würde, wenn man sie ließe. 😉

        Wichtig ist es, sein eigenes Leben fest im Griff zu haben.

        Ich habe mein Studium gegen meine Mutter durchgesetzt, selbst finanziert und verdiene heute mehr als sie glaubt. Meine Kinder sind auch ohne ihr Zutun bestens versorgt.

        Ohne finanzielle oder organisatorische Abhängigkeit reduzieren sich streitlastige Themen sehr drastisch, so dass die Beziehung weitgehend unbeschwert bleiben kann.

        (4) 17.05.19 - 14:24

        Ach, momentan auch beschissen...
        Was hier so geschrieben wird, kann man auch nicht alles so ernst nehmen. Auf der einen Seite darf man von den Großeltern nichts erwarten (was ich eh nie getan habe) auf der anderen Seite, soll man Großeltern doch mal machen lassen... da sind sich einige TE selbst nicht ganz schlüssig. Manchmal so, manchmal so. Man muss sich wohl von jedem alles sagen und anhören müssen, aber selber soll man die Klappe halten. Hier findet man tausend Meinungen, aber die lösen das eigene Problem nicht, oft denke ich sogar, man bekommt noch eine Handvoll Probleme mit auf dem Weg, die man vorher nicht hatte!

        Bei mir läuft es grad so mit meiner eigenen Mutter:
        Seit der Geburt meiner Tochter, bekam ich meine Mutter nicht mehr raus aus meiner Wohnung. Sie kam jeden Tag für mehrere Stunden. Waren wir nicht zuhause, suchte sie uns und rief ständig an, wo wir sind. Sie war regelrecht besessen von der kleinen. Im Prinzip haben mich ihre besuche ja nicht gestört, wenn sie nicht immer so ausarten würden, dass sie den ganzen Tag hier war. Ich hatte keine Ruhe und keine Entlastung. Im Gegenteil, ich musste mittags kochen, weil sie Hunger hatte, ich selber hab immer erst mit meinem Mann am Abend gegessen, wenn er heim kam, bin noch nie der Mittags-Esser gewesen. Spielt eigentlich auch keine Rolle, ich will damit nur sagen, es ist nicht so, dass meine Mutter mich hier voll unterstützt hatte und ich die Füße hochlegen könnte. Nun ja, dass lief fast 2 Jahre lang so. Für die kleine war sie von Anfang an eine Bezugsperson. Das Ende vom Lied, sie hat sich verliebt und ist mit nichts, dir nichts ausgewandert. Wir sehen sie seit 6 Monaten nicht und haben telefonisch zwei mal was von ihr gehört, sonst per sms ab und an, vielleicht 6 mal höchstens... so, nun erklär das mal so einem kleinen Wurm, der nicht versteht, warum die Oma plötzlich nicht mehr da ist! Meine Tochter flippt regelrecht aus, wenn es an der Tür klingelt, weil sie denkt es ist Oma. Sie weint und weint und fragt ständig nach Oma... die ersten sechs Wochen waren die Hölle! mit bricht sowas das Herz. Von mir aus soll meine Ma glücklich werden, egal wo sie lebt, ich habe kein Recht mich da einzumischen, es ist ihr Leben. Aber so meine Tochter zu kappen, dass ist meiner Meinung nach bitter und so wie sie es gemacht hat und noch macht, nehme ich es ihr verdammt übel. Da kann man mich hier steinigen wie man will und sagen Eltern haben keine Verpflichtungen. Stimmt ja auch, aber dann lässt man es gar nicht erst soweit kommen, dass sich so ein kleines Kind, so sehr bindet und haut dann für einen fremden einfach ab. Das juckt mich doch sehr, gestehe ich.
        Wir werden es überleben, aber soweit lasse ich es nicht wieder kommen. Das Recht auf ein so regen Kontakt mit meiner Tochter hat sie verwirkt. Auch als Oma darf man sich gern mal reflektieren und sich mal fragen, was treibe ich hier gerade!
        Erst kürzlich bekam ich eine sms, nicht mal ein Anruf, dass beide demnächst mal her wollen, sie hat ja alles hier, Wohnung, Auto, Termine... ihr Leben, damit sie ihren Papierkrieg aufarbeiten kann und ihre Kontrolltermine wahrnehmen kann und, dass ich mir dann doch frei nehmen kann, damit ich sie dabei unterstütze und damit sie viel Zeit mit der kleinen verbringen kann, bevor sie wieder geht.
        Ich hab ihr geschrieben, dass ich schauen werde, ob es passt und wenn nicht, dass sie dann gucken muss, wer sie dabei unterstützt. Aber dass ich dafür gewiss keinen Urlaub nehmen werde. Ich bin erwachsen, ja. Sie auch. Da kann sie sich selbst um ihre Sachen kümmern. Ist das zickig, vielleicht. Aber geben und nehmen sollten schon im Einklang sein. Ich muss sowieso noch überlegen, wie ich das mit der kleinen überhaupt anstellen kann, ohne dass es sich auf die kleine auswirkt. Da hab ich ehrlich noch keine Ahnung. Mein Mann schüttelt nur den Kopf. Ich habe aufgehört mir einfach den Kopf zu zerbrechen, ob ich geliebt werde oder nicht. Ist mit nicht mehr wichtig. Mein Mann liebt mich, meine Tochter liebt mich, dass reicht mir. Schade, dass einiges manchmal so laufen muss, aber zu verharren und sich tausend Gedanken machen, warum es so ist, bringt keinem was.
        Aufstehen, dreck abklopfen, Krone richten und weiter im Text. Aus Niederschlägen lernt man wichtige Lektionen. Ist leider so.

        Dir alles gute, Kopf hoch

      • Mit meiner Mutter komme ich gut klar, wir gucken uns nicht in die Töpfe, aber haben schon Anteil am Leben des anderen...

        Mein SchwiMu hingegen hat nicht so viel mit meinem Mann an der Mütze. Sie hat ihm in den letzten 20 Jahren nichts zum Geburtstag geschenkt. Sie stellt ihm immer wieder mal Geld, viel Geld, in Aussicht und gibt es dann doch, wie immer, seinem Bruder....

        Mein Mann trägt es mit Fassung.Ich darf da nicht länger drüber nachdenken, sonst werde ich sauer. Zumal so auch unsere Kinder mehr oder minder weniger wichtig sind, wie das eine von seinem Bruder.....

        Das Verhältnis zu meiner Mama ist hervorragend. Ich bin sehr, sehr glücklich mit ihr. Wir können über alles sprechen und verstehen uns blind. Auch meiner jüngeren Schwester geht das so.

        Meine Mutter hat uns beide im Abstand von 2,5 Jahren mit Anfang 20 bekommen. Sie war alleinerziehend mit Vollzeitjob, 1,5h Pendelei und großem Haus mit Garten. Sie hat viel allein hingekriegt, hat uns aber schon sehr früh mit einbezogen. In der 1. Klasse habe ich nach Schulschluß meine Schwester vom Kindergarten abgeholt, habe für uns beide Essen gekocht und im Winter das Haus geheizt. Hausarbeiten, wie Abwasch, Fallobst auflesen, Unkraut jähten etc. mußten wir eigenständig erledigen. Wir sind ins Bett gegangen bevor sie von der Arbeit kam.

        Dennoch gab es kaum Verbote. Wenn Hausarbeit und Hausaufgaben gemacht waren, durften wir tun und lassen, was wir wollten. Die Schule ging immer vor und sie wollte wissen, wo wir sind. An sonsten waren auch Übernachtungen bei Freunden kein Problem. Eine akademische Ausbildung war ihr für uns beide wichtig und sie hat uns beide dabei unterstützt.

        Wenn wir ein Problem, eine Sorge hatten oder haben, wird sie zur Löwin und nimmt es mit jedem auf, um uns zu schützen.

        Nachdem meine Frühchen-Zwillinge aus dem Krankenhaus entlassen wurden, nahm und nimmt sie sie bis heute für ein Wochenende im Monat. Außerdem holt sie sie jeden Montag mittags von der Krippe ab, um mit ihnen etwas schönes zu unternehmen. Denn auch meine Kinder haben eine Vollzeit arbeitende Mami. 😉

        Sie erlaubt meinen Kindern sehr viel und geht völlig in ihrer Oma-Rolle auf, obwohl sie Chefin eines Unternehmens ist. Wie bisher erlebe ich unsere Beziehung Hand in Hand.

        Wenn ich hier die Beiträge lese, weiß ich, daß ich einen riesen Glücksgriff gelandet habe. Ich hoffe, daß meine Kinder das irgendwann auch mal von mir sagen werden. 😊

      • (7) 17.05.19 - 14:31

        Meine Mutter war eine Tyrannin und Narzisstin übelster Sorte. Manipulativ bis zum geht nicht mehr. Ich bin kaum, dass ich 18 war ausgezogen und habe seitdem keinen Kontakt mehr mit Ihr. Das war die beste Entscheidung meines Lebens. Sie interessiert es wohl ebenfalls nicht, wie es mir geht, ausser um zu hören dass ich natürlich schwer gescheitert bin. So "egoistisch" wie ich war und einfach abgehauen bin, das hat sie dennoch getroffen, aber nicht weil Sie mich liebt, sondern eher, weil Sie keine Kontrolle mehr hat. Über ein paar Ecken habe ich erfahren dass Sie im Dorf Lügen über mich verbreitet: ich würde auf den Strich , gehen, Drogen nehmen, etc...Da lach ich drüber. Sie hat keine Macht mehr über mich. Wenn Sie endlich mal stirbt, kann ich einen endgültigen Strich drunter machen und auf Ihr Grab spucken.
        Ich verstehe nach wie vor nicht, wie man Kinder in die Welt setzen kann um Sie so zu behandeln, das ist das einzige was mich manchmal traurig macht. Ich bin eigentlich sehr familiär und harmoniebedürftig. Das was ich mitgemacht habe hat kein Kind verdient.
        Jetzt bin ich 40, glücklich verheiratet, alles "normal" also. Aber der Weg dahin war hart.

        • Mir geht es auch so, meine Mutter könnte deine Mutter sein. Aber lass keinen Hass zu, der wird dich vergiften und das ist sie nicht wert #liebdrueck
          Für mich existiert meine Mutter nicht mehr und mit ihr auch mein Vater und mein Bruder. Für die beiden ist meine Tür immer offen.

      (9) 17.05.19 - 15:09

      Keiner von uns wird dir sagen können, ob du ihnen was bedeutest. Und keiner kann sagen, ob dein Gefühl dich täuscht oder nicht. Das kann nur ein Gespräch klären.


      Oder du fragst dich einfach mal: Warum ist das so wichtig? Sie nimmt den Grossen ab und an, dann trefft ihr euch. Sie liebt hoffentlich die Enkel...

      Meine Mutter und ich hattens nie sonderlich... erst mit den Kids wurde die Beziehung wieder okay. Als Oma kann ich sie total akzeptieren und lieben. Sie mich als Mutter bewundern und lieben. Als Mutter-Tochter haben wir total versagt. Kanns halt geben...

      • (10) 18.05.19 - 02:14

        Schon als Du klein warst? LG

        • (11) 18.05.19 - 07:06

          jein.
          da habe ich mir schon gewünscht, dass ich was könnte, was sie interessiert. etwas, was mir ihre liebe einbrächte. aber ihr ding war sport - nur sport. und da war ich gut. aber eben nie die beste. und mein schreiben, meine geschichten haben für sie halt nie gezählt. (heute ist das mein beruf :)).
          bedingungslose liebe.... kam mit meinem
          mann.
          meine mutter war nicht die schlechteste. sie konnte mit meiner schwester und mir nur nichts anfangen. sie war zu jung und als sie sich entwickeln wollte, standen wir ihr im weg. also hat sie ... quasi ... einen bogen um uns gemacht.
          ich kann mich an keine umarmung erinnern. kein kuscheln. und irgendwann hab ich mir liebe und geborgenheit halt anderswo gesucht. einer meiner väter war toll, das stallmädchen war immer da... es war keine lieblose umgebung.

          ich habe immer gewusst, dass sie mich nicht hasst. aber eben auch nicht so richtig lieben konnte. zum glück war ich selber so überzeugt von mir, dass mein selbstbewusstsein nicht darunter litt. meine geschichten und debatten fanden zuspruch. bis zur pubertät hat das gereicht.

          als grossmutter - sie hat sich endlich selbst gefunden - ist sie klasse. ihre selbstfindung hat brutal viel kollateralschaden produziert. unverheilbaren... zerstörte menschen. einsame. sie beginnt das zu sehen.
          aber meine schwester und ich kamen in dem ganzen, gewaltigen chaos ... schlussendlich... als totale büenzli (gewöhnliche, langweilige, arbeitende bürger) raus.

          somit mag ich sie. aber wir bleiben lieber oberflächlich. sie beginnt heute zu fragen:“ wie war dies oder jenes damals eigentlich für dich...“ -da muss ich zum teil tief durchatmen.

    Hey ich glaube, dass ist bei jeder Familie anders. Meine Familie wohnt quasi nebenan. Ich bin jeden 2 Tag bei meiner Mama und gehen shoppen, einkaufen usw. Wenn ich mich nicht melden würde nach 3 Tagen wäre es Unnornal und sie würde sich Sorgen machen. Wir können aber auch ganz gut ohne einander...Für mich ist es eher befremdlich zu meiner Mutter ein seltenes Verhältnis zu haben. Irgendwann sieht man sich nicht mehr und dann denkt man meistens darüber nach warum man sich so selten getroffen oder telefoniert hat...
    Auch wenn meine Eltern schwierigikeiten haben und meine Mama soll keine Gardinen mehr aufhängen. Dann mach ich das natürlich. Ich meine die haben mich auch all die Jahre umsorgt warum soll ich das nicht zurück geben?
    Ich bin zum ersten Mal schwanger und alle freuen sich. Meine Mama würde aber niemals übergriffig werden. Hab ich noch nie erlebt. Sie würde mir nie etwas vorschreiben...VL klappt das Verhältnis deswegen so gut.
    Meine Schwester ist da auch anders und meine Schwester wohnt direkt am haus dran. Die sehen sich alle 14 Tage 😁...

    (13) 17.05.19 - 15:27

    Eine Zeit lang habe ich die Frau gehasst, die sich meine Mutter nennt.
    Mittlerweile ist sie mir egal.
    Mir ist egal, was sie macht, was sie erzählt und wie es ihr geht.
    Als ich 6 war ist sie krank geworden und hat bis zu meinem 15. Lebensjahr insgesamt 4 Schlaganfälle erlitten. Daran gab und gibt sie meinem Papa, meinem Bruder und mir die schuld.
    Sie ist die schlimmste Person, die ich kenne. Sie ist boshaft und hinterhältig.
    Mein Bruder erzählte, dass sie uns früher Katzenfutter zu Essen gab, daran erinnere ich mich aber nicht mehr. Auch sagte sie mehr als 1x zu mir : Ich hätte dich besser abgetrieben. Das ist ja auch genau das, was man gerne als Tochter hören möchte.
    Leider wohnt sie noch mit meinem Papa zusammen, sodass ich einen Umgang mit den Enkeln nicht verhindern kann.

    Und nein, sie war schon immer so, die Boshaftigkeit etc ist nicht durch ihre Schlaganfälle begründet.

    Sie ist für mich das beste Beispiel wie ich niemals werden möchte!!!

    Das finde ich traurig. Vielleicht sprichst du mal mit deiner Mutter darüber? Wenn es dich belastet würde ich es schon ansprechen, bevor es irgendwann zu spät ist. :-(

    Das Verhältnis zu meiner Mama ist super, obwohl ich auch das Mittelkind von dreien bin.

    Mir geht es so wie dir. Meine Mutter war immer eher mit ihren Bedürfnissen beschäftigt als mit meinen. Sie hat sich quasi ausgedacht, wa ich wohl brauche/ mir wichtig ist, aber nie gemerkt, wie weit sie daneben lag. Interesse an dem, was ich tue war nie da. Im Gegenteil, alle meine Entscheidungen (von denen ich noch nie eine bereut habe übrigens) hat sie mir schlecht gemacht. Wir haben einen sachlichen Umgang miteinander. Mein 6 jähriger Sohn erinnert mich mit seinen altergerechtem "Bock" Verhalten oft an sie. Nur war sie in meinem Leben eigentlich immer die Erwachsene von uns beiden. ;-)
    Ich finde es sehr schade, aber es ist wie es ist und mein großes Ziel ist jetzt ein gutes emotionales Verhältnis zu meinen Kindern. Allerdings erschwert die eigene Mutterbeziehung oft einiges und das macht mir zu schaffen (mein großer triggert oft alte Wunden und dann verhalte ich mich nicht ganz unähnlich wie meine Mutter. da würde ich gern noch besser hinkriegen).
    #winke

    (16) 17.05.19 - 17:48

    Ich hatte ein sehr liebevolles Verhältnis mit meiner Mutter. Für mich war sie der tollste liebste Mensch auf der Welt.
    Leider ist sie schon viel zu drüh verstorben als ich ein Kind war. Daher werde ich nie wissen, wie unser Verhältnis heute wäre, jetzt wo ich Erwachsen bin und selber Kinder habe.

    Mich würde auch brennend interessieren, ob meine Eltern heute noch ein Paar wären. Ich denke nicht.

    Meine Mutter ist eine vielfach traumatisierte Frau, so viel Leid in einem Leben, das ist krass (u.a. verwitwet mit drei kleinen Kindern, ein Kind an Krebs verstorben und das ist nur ein Teil ihres Martyriums). Aus einer Außenperspektive verstehe ich, dass sie ist wie sie ist. Sie fühlt sich immer und ständig vom Leben benachteiligt und ist passiv aggressiv. Bei allem Verständnis ist es als Kind, dass man in einer Mutter-Tochter-Beziehung ja immer irgendwie bleibt, manchmal auch hart, weil man ja nichts dafür kann, dass ihr das Schicksal so übel mitgespielt hat.

    Es gibt Phasen, da trifft es mich sehr, dass ich ihr nichts Recht machen kann, es gibt Phasen, da denke ich: Arme Frau, unterstütze sie, du bist ja schon groß.

    Anrufen tut sie nie, erwartet aber, dass man sich regelmäßig meldet. Aber ihren Enkel liebt sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten schon sehr.

    Kurz: es ist kompliziert.

    (18) 17.05.19 - 19:19

    Ich habe ein eher neutrales Verhältnis zu meiner Mutter.

    Meine Mutter hatte schon immer Depressionen, wie viele ihrer weiblichen Verwandten. Darüber sprechen durfte man nie, auch sonst über nichts, dass irgendwie problematisch und belastend sein könnte.

    Meine Schwester und ich sind zum Glück von Depressionen verschont geblieben, zumindest bisher.

    Meine Kindheit war nicht schlecht, aber wirkliches Interesse an mir und meiner Schwester hatte meine Mutter nie und wir haben uns viel um uns selbst gekümmert.

    Mittlerweile sehe ich meine Mutter so 4-6 mal im Jahr und sie ruft etwa 1 mal in der Woche an. Dabei wird nur über oberflächliche Belanglosigkeiten gesprochen.

    Als ich eine Fehlgeburt hatte, hat es ungefähr ein halbes Jahr gedauert, bis meine Mutter gefragt hat, wie es mir damit geht.

    Ich leide darunter nicht, aber an meiner Schwiegermutter sehe ich, dass man aufrichtiges und herzliches Interesse an seinen Kindern (und dazu zählt sie mich mittlerweile auch) haben kann und finde es etwas schade, dass meine Mutter nicht so ist.

    Wow, es ist wirklich traurig, was einige hier schreiben. 🙁 Es tut mir so leid, von Menschen zu hören, die keine glückliche, liebevolle Kindheit verleben durften.
    Das Verhältnis zu meiner Mutter ist gut. Manchmal wünschte ich, es wäre etwas enger, aber im Großen und Ganzen hatte ich eine super Kindheit und auch heute haben wir regelmäßig mehrmals die Woche Kontakt. Sie interessiert sich dafür, wie es mir und meiner Tochter geht, erzählt auch gern aus ihrem Leben und freut sich, wenn wir uns sehen. Wenn ich Hilfe brauche, ist sie da.
    Ich denke, würde ich um die Ecke wohnen, dann wäre das Verhältnis auch noch enger.

    (20) 17.05.19 - 20:30

    Hallo.

    Ich liebe meine Mama über alles.
    Sie hat die letzten paar tage bei mir geschlafen, weil sie operiert wurde. Sie lebt alleine, da mein vater verstorben ist. Würde sie am liebsten ganz zu mir holen, aber das will sie nicht.
    Meine kinder liebt sie total und wie telefonieren mehrmals. Ich ruf mehrmals am tag an um zu gucken wie es ihr geht. Und jeden abend um ihr ne gute nacht zu wünschen. Ich hoffe das verhältnis zu meinen töchtern wird auch so.

    Lg

    (21) 17.05.19 - 21:13

    Außenstehende würden wohl sagen, meine Mutter und ich haben ein ganz Gutes Verhältnis.

    Für mich ist es jedoch kühl und lieblos. Und so war es schon mein ganzes Leben lang.

    Meine Kindheit war geprägt von Gewalt, verboten und ganz viel Lieblosigkeit.
    Aus diesem Grund habe ich einfach kein inniges Verhältnis zu meiner Mutter.

    Irgendwann bin ich berufsbedingt 2 std entfern weggezogen.
    Jahrelang sahen wir uns nur 2 mal im Jahr, das war ok und eigentlich perfekt für beide Seiten.

    Seitdem ich Mama bin, spielt sie sich auf wie die super Oma. Will jede zweite Woche herkommen und drückt jedem rein, sie sehr sie ihr Enkelkind liebt.
    Sie gibt offen zu, dass sie nur kommt, um die kleine zu sehen. Aber wie selbstverständlich wird von mir verlangt, dass ich mir jedes zweite Wochenende für sie frei halte.

    Mich macht das irgendwie traurig zu sehen wie fixiert sie auf meine Tochter ist und wie egal ich ihr bin.

    Ich hoffe inständig, dass ich eine bessere Mama sein werde als sie.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass mir meine Tochter, wenn sie erwachsen ist, so egal ist wie ich es ihr bin.

    (22) 17.05.19 - 21:34

    Tut mir leid, dass euer Verhältnis nicht gut ist. Ich habe 3 Geschwister, meine Eltern haben von uns insgesamt 7 Enkelkinder. Meine Mama (und mein Papa) hat zu allen Kindern und zu allen Enkelkindern ein tolles Verhältnis. Meine Beziehung zu meiner Mama war immer super.

    (23) 17.05.19 - 21:39

    Und Mutter war eine sehr dominante Frau. Diskussionen gab es also nicht. Aber sie war immer für mich da. Sie hatte es nicht leicht. War Alleinverdiener und mein Vater war arbeitsloser Alkoholiker. Also musste nach außen immer eine heile Welt gezeigt werden. Wir haben nicht wöchentlich telefoniert, aber trotzdem hat sie sich für mein Leben interessiert. Jetzt habe ich noch ihre Freundin, die wie eine Mutter für mich ist und eine super Schwiegermutter die auch immer für mich und ihre Enkel da ist (obwohl sie über 250 km weg wohnt und wir nicht wöchentlich telefonieren)

    Hallo


    "unterm Strich liebt man seine Kinder doch." Sollte man meinen. Aber das ist nicht in jeder Familie so.



    Das Verhältnis zu meiner Mutter bezeichne ich inzwischen als gut.

    Wir sehen uns alle paar Wochen.
    Meine kleinen und meinen Mann sieht sie nahezu wöchentlich.

    Wir schreiben ab und an und telefonieren 3,4x im Jahr.

    Also alles super.


    Es war aber mal anders.



    Interesse hat sie an meinen Kindern aber viel um die Ohren (hab 2 jüngere Brüder bei ihr, die sind grade beide nicht einfach. Mein Opa ist krank und baut immer weiter ab, da kümmert sie such um vieles, dann ist sie nebenher noch am arbeiten und hat halt noch einen eigenen Haushalt und körperliche beschwerden)


    Man könnte jetzt meinen sie hat kein Interesse an mir. Meine Schwiegermutter ruft wöchentlich an und fragt wie es meinem Mann und den Kids geht. Und 10000 andere Fragen. Aber würde meine Mutter mir wöchentlich mit irgendeinem gesabbel auf die nerven fallen würde ich ausflippen....
    Vll bin ich aber auch einfach unnormal 🤣🤷‍♀️



    LG

    Eigentlich ist meine Mutter ein kluger Mensch, der mir als Kind viel Verständnis entgegen gebracht hat, scheinbar. In Wahrheit respektiert sie mich auch heute noch nicht. Ist distanziert und sehr schwer einzuschätzen. Entscheidungen soll ich treffen, da agiert sie so lange unterschwellig, dass ich ihr helfen möchte und wenn es nicht so wird, wie sie gerne gehabt hätte ( ohne es auszusprechen) war ich ein dankbarer Schuldiger. Das Hauptproblem ist die Symbiose zwischen ihr und meinem Bruder und ihre überzogene Vorstellung und das Überhöhen der Bedeutung der Männer in unserer Familie. Egal wie krank und unreflektiert die zu Werke gingen, es wurde immer genau so agiert wie sie es gewünscht haben und das ist als würde man gegen Windmühlen ankämpfen. Das raubt Energie.
    Mich hat das so verletzt und geärgert, dass ich den Kontakt abgebrochen habe.

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