Scheidungskinder hier?

    • (1) 18.05.19 - 12:11

      Ich brauche Meinungen von Scheidungskinder unter euch. Hab mal gelesen, dass Kinder immer unter eine Scheidung leiden egal welchen Alter. Psychische Probleme, Verhaltensstörungen bis zur Depressionen sind möglich. Mein Sohn ist fast 2 Jahre alt und möchte ihn auf keinen Fall schaden.

      Ich möchte im Januar 2020 meine Scheidung einreichen. Bin zur Zeit in der Vorbereitungsphase Papiere und Mental. Trotzdem ist ein Verzweiflung da, ob ich das richtige Schritt mache. Vor allem für das Kind.

      In der Ehe funktioniert es gar nicht. Ich habe erst nach lange Recherche und externe Hilfe von Therapeuten festgestellt, dass ich mich in einer toxische Beziehung befinde, welche mit emotionale Gewalt gebunden ist. Ich war mit Nerven am Ende.

      Aber durch dieser Hilfe habe ich mehr über Manipulationen gelernt und bin selbstbewusster geworden. Kann besser mit mein Mann im Alltag umgehen. Leider ist NULL liebe da vorhanden.Auch keine Vertrauen mehr, weil ich immer aufpassen muss, dass er nicht noch mehr lügt usw. Ich glaube kaum, dass in der Zukunft doch etwas entwickeln würde. Verletzungen sind dafür zu gross.

      Das einzig gute ist, finanziell geht uns gut somit kann ich für die Zukunft unseres Sohnes bestimmt etwas investieren. Probleme gibt es da auch, weil mein Mann auch noch extrem geizig ist.

      Scheidung scheint aber einzige ausweg zu sein ich selber langfristig glücklich zu sein. Und als eine glückliche, zufriedene Mutter könnte ich mir vorstellen für das Kind Mental mehr da zu sein und mehr Energie zu haben. Das tut ihm bestimmt auch gut. Er habe aber schon eine Beziehung zu sein Vater aufgebaut. Wird er nicht sein papa vermissen?

      Ich bin verzweifelt.

      Wie seid Ihr mit Trennung euere Eltern klar gekommen? Wie kommen euere Kinder damit Klar?

      • (2) 18.05.19 - 12:25

        Hier Scheidungskind und heute erwachsen.
        Ich kann dir sagen, dass solche Probleme weniger durch die Scheidung selbst als durch das Verhalten der Beteiligten hervorgerufen werden.

        Ich wäre definitiv unglücklicher gewesen, wenn meine Eltern zusammen geblieben wären. So wie du deine ehe beschreibst, ist das absolut der richtige weg, den du einschlägst und für dein Kind ist das besser, als dass du weiterhin so unglücklich bist. Natürlich wird dein Sohn seinen Vater vermissen. Aber er wird damit klar kommen. Zudem ist er noch sehr jung und wird sich später nicht daran erinnern, wie es war mit Papa zusammen gelebt zu haben.

        Alles gute dir

        • (3) 18.05.19 - 18:47

          Ganz genau.

          Ich war sehr froh, als mein Vater endlich gegangen ist. Da war die gemeinsame zeit die ganze kindheit über schlimmer, dadurch dass ich seit ich denken konnte, immer alles mitbekommen habe.
          Wenn es jetzt eltern gibt, die das gut vor den kindern verstecken können, dann trifft es die kinder vielleicht überraschender. Und wie semia schreibt, wird dein kind sich daran nicht erinnern können. Es wird „normal“ sein, dass die eltern nicht zusammen wohnen.

          Meine depressionen aus der jugend würde ich übrigens niemals mit der scheidung in Verbindung bringen.

          Alles gute 💐

      (5) 18.05.19 - 12:38

      Hier meine 2 Geschwister und ich. Mein Bruder und ich stehen mitten im Leben und haben jeweils selbst eine Familie er mit 2, ich mit 3 Kindern. Die jüngste ist im Moment Single. Wir haben alle einen Schulabschluss, eine Ausbildung und einen Job. Ganz normal. Verheiratet ist allerdings keiner von uns. Muss man ja auch nicht. Ich persönlich kann dir sagen das ich froh war als die Trennung über die Bühne ging. Danach kehrte Stück für Stück Ruhe in unser Leben ein.

      (6) 18.05.19 - 12:44

      Hallo!

      Ich war 3 bei der Scheidung, erinnern kann ich mich nicht und hatte nie Probleme damit.
      Mir geht es gut.

      Das einzige blöde war das mein Vater eine neue Frau irgendwann hatte, wie war ein Biest und hat mich wie dreck behandelt.

      Dafür hatte ich einen tollen Stiefvater 🥰

    • (7) 18.05.19 - 12:48

      Es kommt aufs Kind an. Bin selbst Scheidungskind (damals 9). Die Trennung war überschattet vom Alkoholproblem meiner Mutter und spielte dadurch nur eine untergeordnete Rolle.
      Deshalb war eine Neuordnung meines Lebens (auch Trennung der Eltern) eine Erleichterung.

      Ich selbst lebe auch getrennt. Meine Tochter war 12. Sie litt stark darunter. Jetzt, 2 Jahre später, hat sie sich gut gefangen.

      Der Papa ist ja nicht weg.

      Hier 🙋‍♀️

      Plus noch 5 Geschwister.
      Ich war bei der Trennung 10 Jahre. War eine sehr unschöne, mit viel Brutalität..
      Wir sind inzwischen alle Erwachsen und haben Familie,Ausbildung und Feste Jobs.

      Ich war Gott froh als sich meine Eltern getrennt haben 🙌 endlich ist Ruhe eingekehrt.

      Dafür habe ich den weltbesten Stiefvater der Welt 😊

      Mein Freund ist Scheidungskind, seine Eltern trennten sich, als er 2 oder 3 war. Sie konnten ein einigermaßen gutes Verhältnis zueinander wahren. Mein Freund blieb bei seiner Mutter und sah seinen Vater an vielen Wochenenden. Mein Freund ist ein supertoller, intelligenter Mensch (sonst würden wir nicht gerade unser zweites Kind erwarten 😜), hat studiert und einen guten Job. Aus der neuen Beziehung seines Vaters gingen zwei tolle Halbgeschwister hervor. Seine Mutter hatte nie wieder eine längere Beziehung. Für sie ist mein Freund ihr Ein und Alles, was hin und wieder anstrengend ist.
      Die Eltern einer guten Freundin haben sich getrennt, als sie 16 war. Sie verfiel daraufhin in eine Depression, woran sie noch heute arbeitet.
      Ich vermute, eine schlechte Beziehung zwischen den Eltern schadet einem Kind (und natürlich den Eltern) aber viel mehr als eine Scheidung. Klar denke ich, dass man immer versuchen sollte, an seiner Beziehung zu arbeiten, aber wenn es nicht mehr geht, geht es nicht mehr.

      (10) 18.05.19 - 15:18

      In meiner Familie gibts mehrere Scheidungskinder. Meine beiden waren 1 und 4 Jahre alt, als ich mich von meinem gewalttätigen und alhoholabhängigen ersten Mann trennte. 3 Jahre später lernte ich meinen zweiten Mann kennen und schon im zweiten Jahr fragten ihn die Kinder, ob sie Papa zu ihm sagen durften. Als meine Tochter heiratete, war es Ehrensache, dass sie vom Papa zum Altar gebracht wurde. Die Bezeichnung Stief gab es bei uns nie. Ein Kontakt zum leiblichen Vater war von beiden nie gewünscht.
      Beide Kinder sind verheiratet in langen Beziehungen und haben Kinder.Ihre Partner sind auch beide Scheidungskinder - mit gutem Kontakt zu den jeweils leiblichen Eltern. Bei den Hochzeiten saßen alle zusammen :-)
      Vier meiner Nichten und Neffen sind auch Scheidungskinder, alle verheiratet und mit Kindern. Sie hatten zum leiblichen Vater das gleiche entspannte Verhältnis wie zum Stiefvater.
      Wenn die Eltern einigermaßen anständig miteinander umgehen können, erleiden die Kinder meist keinen Schaden. Wenn sie als Kriegsgegenstand missbraucht werden, dann schon. So erging es den Töchtern aus erster Ehe meines Mannes. Sie wurden von der Mutter in unbändigem Hass auf den Ex instrumentalisiert (dabei hat sie ihn betrogen und zog zu einem anderen....)
      Ein freundschaftliches Verhältnis ohne Ehe ist für Kinder besser als eine Ehe ohne Liebe.
      Deswegen sehe ich es auch als Ausrede an, wenn sich Frauen aus furchtbaren Verhältnissen nicht lösen mit dem Kind als Begründung. LG Moni

      (11) 18.05.19 - 16:03

      Was ist besser: wenn er unter der Scheidung leidet oder wenn er an einer kaputten Ehe kaputt geht?

      Wenn er wegen der Scheidung der Eltern depressiv wird oder depressiv mit Suizidgedanken, weil er durch die toxische Atmosphäre zu Grunde geht?


      Wenn ich die Wahl habe, wähle ich das kleinere Übel.
      Das, was sich realistisch umsetzen lässt.

      Was das ist, ist situationsabhängig.

      (12) 18.05.19 - 16:24

      Ich bin Scheidungskind, war 10 Jahre alt, hatte daran ordentlich zu knabbern, aber das lag nicht an der Trennung/Scheidung, sondern daran wie meine Eltern miteinander umgegangen sind.
      Mein jüngster Bruder, damals 5 Jahre hatte damit weniger zu tun. Denke es liegt auch mit am Alter. Dein zwerg ist ja nun noch wirklich Zwerg mit zwei Jahren.
      Aktuell sind meine Brüder und ich alle erwachsen, haben gute Jobs,feste Freundeskreise, alle eine langjährige Beziehung, ich und einer meiner Brüder sind verheiratet und haben Kinder.
      Und wir sind alle glücklich.

      Haben sogar noch Geschwister geschenkt bekommen, da mein Vater neu geheiratet hatte, seine Frau brachte 3 jungs mit und sie bekamen noch einen Nachzügler zusammen.

      Also alles super!

      (13) 18.05.19 - 16:41

      Doppeltes Scheidungskind.
      Mit Erzeuger praktisch direkt keinerlei Kontakt und mit dem Stiefvater seit etwa 10 Jahren auch nicht mehr.

      Ich kann nur für mich sprechen, aber mir hat das überhaupt nicht geschadet, im Gegenteil. Ich habe meine Kindheit und meine Teenagerjahre genossen, da ich eine Mutter hatte, die lustig, gelassen und offen damit umgegangen ist, auf die ich immer sehr stolz war, da sie die Stärke und den Mut hatte, Beziehungen bzw. Ehen zu beenden, wenn sie für SIE falsch waren.
      Natürlich gibt es da auch Phasen, bei denen man sich wünscht, einfach eine normale Familie zu haben, wütend und traurig ist, aber wichtig ist, dass man dann aufgefangen wird.

      Ich stehe auf dem Standpunkt, dass jeder für sein Leben verantwortlich ist und das niemand für seine Kinder, seine eigenes Leben aufgeben muss, auch wenn es eventuell bedeutet, dass Dein Kind leidet, denn das würde es auch, wenn es bemerkt, dass Du freud- und lieblos durchs Leben gehst. Dein Kind erwartet nicht von Dir eine Welt aufrechtzuerhalten, die nicht heil sondern falsch ist.

      Du tust das richtige!!!
      Trenn Dich, versuche einen vernünftigen Umgang zu pflegen und falls das nicht möglich ist, zieh Dich erstmal von ihm zurück und sammle die Kraft, ihm auf Augenhöhe zu begegnen.

      (14) 18.05.19 - 18:16

      Ich bin Scheidungskind, ich war damals 12. Ich muss sagen das ich froh war als zu Hause endlich Ruhe war und beide ihre eigenen Wege gingen. Lieber hatte ich keinen Streit mehr, oder diese gespielte Glückseligkeit, da war die Scheidung das geringste Übel. An die Psyche ging mir eher das Theater meiner Eltern, als sie noch zusammen unter einem Dach gewohnt hatten.

      (15) 18.05.19 - 18:56

      Hallo
      Ich bin ein Scheidungskind. Ich war 4 Jahre alt wo meine Eltern sich endlich getrennt haben. Ich fange mal von ganz vorne an mein " Vater" war/ ist ein Frauenschläger er hat meine Mama Protal geschlagen sie ist trotzdem bei ihm geblieben wegen uns.. das war der Fehler, weil irgendwann fing er uns ( wir sind 4 Kinder, ich war die kleinste) an zu schlagen.. er hat mich mit denn Ohren hoch gezogen( ich war 4 und bis heute nicht vergessen) da hat meine Mama es endlich geschafft sich zu trennen und bis heute hasse ich ihn dafür. Ich möchte dir nur damit sagen bitte bleib nicht wegen deinem Kind bei ihm das bringt dir und deinem Kind nicht. Er wird es verstehen.
      Lg

      (16) 18.05.19 - 19:53

      Hallo,
      Ich bin ein scheidungskind und ich muss sagen , mich hat die Trennung meiner Eltern gar nicht gestört! Habe meinen Vater dann jedes zweite Wochenende gesehen und hatte dann sogar intensivere Zeit mit ihm , als noch zuvor! Für mich war es gar kein ding , allerdings haben sich meine Eltern auch nie vor mir gestritten! Ach so ich war damals schon 8 Jahre alt!

      Meine Kinder sind trennungskinder und meine große war exakt zwei Jahre als er auszog , sie fragte anfangs oft nach ihm und er kam nur unregelmäßig vorbei! Damit ging es mir teilweise sehr schlecht! Mittlerweile ist sie 6 Jahre alt und kann sich nicht mehr dran erinnern , wie es war als Papa noch bei uns gewohnt hat! Sie freut sich, wenn er spontan vorbei kommt und was mit den Mädels unternimmt! Doch sonst stehen glaub ich ihre Freunde , Schule und HobbYs im Vordergrund!
      LG Lisa

      (17) 18.05.19 - 20:00

      Hier Scheidungskind, damals 13 Jahre. Heute bin ich erwachsen und selber Mutter.

      Die Scheidung meiner Eltern war das Beste was meine Mutter tun konnte.

      (18) 18.05.19 - 20:29

      Wow, ich finde toll, dass so viele hier so gar keine Probleme damit hatten.

      Also ich war 6 Jahre alt, als meine Eltern sich getrennt haben und ich bin nie wieder so richtig auf die Beine gekommen. Ich habe das Vertrauen in alle Menschen verloren. Meine Mama musste, als mein Papa ging, von null auf gleich, wieder voll arbeiten und hatte somit kaum Zeit für uns. Ich habe mich allein gelassen gefühlt. Zudem war es kurz nach der Einschulung. Es hätte nicht mieser laufen können. Aufgefallen, dass etwas nicht stimmt, ist mir aber erst sehr viel später. Ich dachte lange Zeit, ich wäre eines der glücklichen Scheidungskinder, das heil davon gekommen ist, sozusagen. Dem war aber nicht so.

      Im Grunde bin ich froh. Mein Vater ist kein guter Mensch. Es ist gut so wie es ist. Aber für mich hat es vieles sehr schwer gemacht. Ich bin sehr sensibel und habe wahrscheinlich gerade deshalb so reagiert. Meine Schwester, nicht so sensibel und fünf Jahre älter, hat nicht ganz so stark zu kämpfen wie ich. Aber auch sie trägt Narben davon. Kein Kind geht ohne „Hinterlassenschaft“ aus einer Trennung. Davon bin ich überzeugt.

      Ich glaube, dass es ganz viel am Kind liegt. Was ist dein Kind für ein Typ? Aber, stimmt schon, dein Kleiner ist wirklich noch jung. Finde gut, wenn man darüber nachdenkt und sich nicht einfach gleich trennt. Aber richtig ist auch, dass ein Kind von einer „falschen“ Beziehung mehr Schaden nimmt, als von einer Trennung.

      (19) 18.05.19 - 20:33

      Meine Eltern sind meinetwegen zusammengeblieben bis ich Anfang 20 war. Es ging Zuhause oft hässlich zu. Mein Vater war frustriert, hat gesoffen und es dann gern an uns ausgelassen. Meine Mutter verfiel in eine jahrelange depressive Starre. Ich wünschte wirklich sie hätten sich früher getrennt. Ich hab mich daheim nie sicher gefühlt. Man wusste nie wann man wieder Blitzableiter wird und "für dich da" ist eine depressive Mutter auch nicht. Sie haben versucht mir eine geile Kindheit zu geben - und das Gegenteil ist genau deswegen passiert.

      Meine beste Freundin war 8 als die Scheidung kam. Ihre Mutter ist eine, nennen wir es schwierige Person. Die Eltern haben es nie geschafft einen vernünftigen Umgang zum Wohle der Kinder hinzukriegen. Beide waren wieder verheiratet, und zur Abifeier der grossen nicht gewillt an verschiedenen Tiachen im selben 800-Mann-Saal zu verbringen. Meine Freundin hatte an dem Abend einen Nervenzusammenbruch. Sie tat mir so leid.
      Mein Cousin hat mit 5 viele Streitereien der Eltern mitbekommen und einen gewalttätigen Nachfolger, da wurde dann alles noch schlimmer. Es wurde für ihn gut als dass alles geregelt war und alle ordentlich miteinander umgingen.

      Bring Ruhe und einen vernünftigen, geregelten Umgang rein solange das Kind noch so klein ist. Schau gut wen du dir ggf mal als neuen Partner ins Haus holst. Dann wird er es auch gut wegstecken....

    Meine Eltern haben sich getrennt da war ich 10 und geschieden, da war ich 19. Die haben das lange rausgezögert. Ich hatte bereits 2x Depressionen... allerdings beide male hormonell bedingt/begünstigt. Einmal durch die Schilddrüse und Mobbing am Arbeitsplatz und das 2. Mal postpartale Depression. Also beides nix was mit meinen Eltern zu tun hat. Wäre auch zu einfach alles allein auf sowas zu schieben.

    Ich konnte endlich aufblühen, nachdem sich meine Eltern getrennt haben. Schlimm war die Zeit zwischen 6 und 11 Jahren. Schlimm war es als das familiäre Leben durch Stress und Streit überschattet war. Als ich gefühlt nur eine Last war, die Geld kostet, die man betreuen musste, die Probleme machte. Warum weil ich meine Aufmerksamkeit nicht bekommen hab und sie im negativen Verhalten gesucht habe. In Schlägereien verwickelt war, die Stühle geworfen und Türen geknallt hat und mit 9 meinte, es interessiert sich eh keiner für mich, da kann ich mich auch vom nächsten Auto überfahren lassen. Und bin auf die Hauptstraße (innerhalb eines Dorfes, wo viele 3 Autos innerhalb einer Stunde vorbei kommen) und hab mich provokant dort hingelegt. Diese 4 Jahre krampfhaft zusammen bleiben meiner Eltern. Das hat mich kaputt gemacht. Kaum waren sie getrennt und ich hab mich neu sortieren können. War ich handzahm, brav und verantwortungsbewusst. Ich war zwar nicht immer glücklich aber zumindest bekam ich von meinen Eltern die Aufmerksamkeit die ich gebraucht habe. Und ich hatte nie das Bedürfnis das meine Eltern eine Reunion feiern.

    (22) 18.05.19 - 20:55

    Hey!

    Ich bin auch ein Scheidungskind! Mein Vater ist damals ausgewandert und ich bin daher bei meiner Mama aufgewachsen. Meine Grosseltern(Eltern vom Papa) haben mich zu 50% erzogen. Ich hatte also quasi einen Opa, der wie ein Papa war und ich hatte Mama und Oma. Ich würde sagen das ist das Beste, was mir passieren konnte.

    Ein Kind muss nicht immer unter einer Scheidung leiden... Es ist schlimmer bei unglücklichen Eltern aufzuwachen, welche sich womöglich noch streiten etc.

    lg nic.ole.

    (23) 18.05.19 - 21:01

    Ich bin ein Scheidungskind und es hat mir nicht geschadet. Allerdings hatte meine Mutter früh einen neuen Partner der mit uns zusammen gewohnt hat. Er war der Beste Vater den man sich vorstellen könnte. Jedes 2. Wochenende war ich bei meinem leiblichen Vater. Ich hatte also 2. Es gibt schlimmeres 😃
    Eine schlechte Ehe kann für ein Kind genauso schlimm oder schlimmer sein. Je nachdem was in der Beziehung los ist, kann eine Scheidung auch für das Kind das Beste sein.
    Wenn du sagst es geht nicht mehr, dann geht es nicht mehr. Nicht das dein Kind irgendwann genauso manipuliert wird.
    Irgendwann hat dein Kind vielleicht einen neuen tollen Vater der all das auffängt was sonst fehlen würde.
    Würde dein noch Partner sich denn weiterhin um euer Kind kümmern? Das wäre wichtig für sein Seelenheil. Du tust das Richtige und dein Kind wird nach einer Zeit der Umgewöhnung damit zu recht kommen.
    Wenn ihr das Ganze noch ohne Rosenkrieg hinbekommt erst Recht.
    Alles Gute!

    (24) 18.05.19 - 21:19

    Wow, vielen Dank. Es freut mich zu sehen, dass viele von euch eine Scheidung besser war. Genau das ist mein Punkt. Ich möchte,dass mein Kind in eine friedliche Situation aufwächst. Ich muss glücklich sein um mein Kind die Sicherheit und Liebe geben zu können.

    (25) 18.05.19 - 21:55

    huhu,
    ich bin auch ein Scheidungskind, ich habe auch meine Probleme. Die liegen aber nicht in der Scheidung per se, sondern aufgrund der psychischen Probleme meiner Eltern.
    Ich kann verstehen, dass du deinem Kind durch die Trennung nicht schaden willst. Du schreibst aber, dass du dich in einer toxischen Beziehung befindest. Wenn dein Mann eine toxische Person ist, ist er das mit großer Wahrscheinlichkeit auch für dein Kind. Das ist viel viel schlimmer als irgendeine Scheidungstrauer. Du hast nach Therapie und Beratung einigermaßen gelernt mit deinem Mann umzugehen. Und du bist erwachsen. Dein Kind wächst dort hinein und kann nicht ohne weiteres damit umgehen lernen.
    Du gehst für dich und dein Kind den richtigen Schritt. Solltest du Sorge haben, dass dein Kind zu stark darunter leidet, kannst du auch Therapiegruppen für dein Kind finden.
    Und letztlich: Das Leben ist nicht fair und es werden auf dich und dein Kind im Leben noch viele schwierige Situationen zukommen. Mit der richtigen Einstellung und Hilfe kann man diese aber auch meistern. Und das ist etwas, was du deinem Kind früh beibringen kannst.
    Liebe Grüße

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