Wenn der Mann krank ist... *Silopo*

    • (1) 18.05.19 - 22:28

      Gestern Abend kam mein Mann mit Halsschmerzen nach Hause. Heute morgen bin ich dann (nach einer sehr schlafarmen Nacht im Kinderzimmer für mich, da der Lütte gerade ans Kinderzimmer bei der großen Schwester gewöhnt wird, aber nachts noch so oft gestillt wird, dass es sich für mich nicht lohnt ins Schlafzimmer zu gehen) erstmal zur Apotheke und hab ihn mit Halstabletten eingedeckt. Den Tag über war ich viel mit den Kindern unterwegs, so dass er Ruhe hatte. Hat das auch zum schlafen genutzt, aber wurde kontinuierlich schlechter. Heute Abend stieg dann das Fieber von erst 38,2 auf inzwischen 39,3. Teilweise hat er mir im gefühlten 5 min. Takt seine aktuelle Temperatur geschickt, während ich mich um die Kinder, bzw. als die endlich schliefen, den Haushalt gekümmert habe.
      Und dann der Hammer: ich komme aus der Küche und er sagt mir: "ich brauch mal nen Eimer." 😱 Auf meine erschrockene Nachfrage dann: "ja, mit kaltem Wasser und nem Waschlappen." Er weiß genau von meiner Emetophobie und jagt mir mit voller Absicht so einen riesigen Schrecken ein. Ich bin ja echt erleichtert, dass er nur nen Scherz gemacht hat, aber da bin ich echt fast zusammen geklappt.
      Jetzt liegt er oben im Bett und bittet mich, ab und zu nach ihm zu sehen. Gleich geh ich dann zu den Kindern ins Bett und hoffe, diese Nacht mehr Schlaf abzubekommen. Und wenn das Fieber morgen nicht runter geht, will er in ne Notfallpraxis oder wie das gerade heißt, weil er meint, es ist wohl ne Mandelentzündung und das Antibiotikum will er dann möglichst früh nehmen und nicht noch bis Montag warten.
      Oh Mann, er tut mir ja echt leid und wenn ich mal krank bin, will ich ja auch umsorgt werden, aber auf so einen kranken Mann zu Hause könnte ich ja echt verzichten. Gut, er könnte sicher auch darauf verzichten, krank zu sein. Absoluter Silopo, aber musste mal raus. Mir schlägt das ganze schon wieder auf den Bauch. Gute Nacht, ihr Lieben 🌙

      • (2) 18.05.19 - 23:01

        Hallo,

        #sorry, aber ich kann absolut nicht nachvollziehen, wie ein erwachsener Mensch wegen so einer Lappalie (grippaler Infekt o.ä.) so einen "Hype" veranstalten kann #augen.

        Zusätzlich zu der unruhigen Schlaf-Situation mit Euren Kindern sollst Du jetzt auch noch die halbe Nacht zu Deinem Mann rennen, um wegen Halsschmerzen und etwas Fieber "nach ihm zu sehen" #schock?! Findest Du das ehrlich normal #kratz?

        Ich bin beeindruckt...

        ... viele Grüße,

        Kathrin

        • Naja, ihr schlägt diese Situation " auf den Bauch". Ich finde vom Drama nehmen sich beide nicht so viel...

          >>>#sorry, aber ich kann absolut nicht nachvollziehen, wie ein erwachsener Mensch wegen so einer Lappalie (grippaler Infekt o.ä.) so einen "Hype" veranstalten kann #augen.<<<

          In einer evtl. heftigen Hals- oder Mandelentzündung mit über 39° Fieber siehst du eine Lappalie?
          Und du kannst beurteilen, wie schlecht sich der Mann der TE fühlt?

          Gehörst du zu den taffen Frauen, die mit 40° Fieber, einem gebrochenen Bein und Magen-Darmvirus noch lächelnd einen 6-Personen-Haushalt wuppen und dabei noch ein fröhliches Lied auf den Lippen haben?
          Es gibt eben Menschen, die brauchen dann etwas liebevolle Zuwendung.

          • Guten Morgen.

            Das hat doch nichts mit möchtegern taffen Frauen zu tun.

            Ja, krank sein ist verdammt anstrengend und ätzend. Vermutlich würden sich die meisten Mütter dann auch gerne einfach ausklinken und im Idealfall auch noch versorgen lassen. Allerdings passiert das doch leider nur selten, wie hier zu lesen ist.

            Leider ist es bei uns nicht anders. Und ja, ich koche meinem Mann gerne eine Hühnersuppe, mache Tee, bringe auch den Kotzeimer, WENN die Kapazität das zulässt.

            Wenn ich bei der TE allerdings lese, dass der Mann einen Eimer zum Waschen gebracht bekommen möchte und man noch nach ihm sehen soll, heidewutzki, das ist schon harter Tobak. Auch wenn die Männer ihre kranken Frauen nicht gleichwertig entlasten, aber dann auch noch Oberbetüddelung zu erwarten, ist einfach ein wenig zuviel.

            @TE: ich kenne das leider auch. Mit geht's besser, seitdem ich das nicht mehr aufrechnen. Aber mein Mann weiß, dass ich ihm je nach Gesamtlage kein Obergememme abnehme. Es waren nämlich auch schonmal alle krank, 2 Kinder und Mann. Alle Magen-Darm, da kann ich einfach mal davon ausgehen, dass mein Mann seine Nahtoderfahrung alleine durchsteht, da ich teilweise schon zwei gleichzeitig(!) kotzende und Wasser kotende Kinder (inkl Mobiliar) irgendwie zeitnah aus ihrer Suppe befreien musste, während er um Hilfe ruft. Also bitte, da muss ein Erwachsener sich wirklich mal zusammenreißen und das Drama herunterschrauben oder sogar auch mal notdürftig kurz mit anpacken, schaffen die Mütter ja notgedrungen(!) auch immer irgendwie.

            LG

            • Ich habe gerade auch lauthals gelacht bei dem Satz, dass er einforderte, sie solle doch regelmäßig nach ihm sehen... wahrscbeinlich hätte ich ihn gefragt, ob ich den Pfarrer gleich mitbringen soll.#schein
              "Frau" kuckt doch sowieso nach ihren Patienten, aber sicher nicht in 5-Minuten-Abständen;-)
              Gottseidank war meiner nicht so anstrengend, er litt bei seinen Erkältungen still #cool
              LG

        • >>>Das hat doch nichts mit möchtegern taffen Frauen zu tun.<<<

          Doch, natürlich.

          Hier wurde nicht danach gefragt, wie die Ehemänner sich bei einem Schnupfen verhalten, sondern es wurde der konkrete Fall geschildert: Starke Halsschmerzen mit sehr hohem Fieber.

          Du schreibst, ok, eine Hühnersuppe wäre drin, auch der Kotzeimer, aber nur WENN es deine Kapazitäten zulassen, geht’s noch liebloser?

          >>>Wenn ich bei der TE allerdings lese, dass der Mann einen Eimer zum Waschen gebracht bekommen möchte und man noch nach ihm sehen soll, heidewutzki, das ist schon harter Tobak.<<<

          Was ist denn daran harter Tobak? Ich konnte in dem Beitrag der TE nicht herauslesen, dass Waschlappen und Wasser zum Waschen gebraucht wurde, sondern ich vermute eher, das war zum Abkühlen gedacht.
          Das ist zu viel verlangt?
          Ist es für dich nicht selbstverständlich, dass du nach einem kranken Familienmitglied schaust?

          Auch diese teilweise lieblosen Überheblichkeiten hier in dem Thread finde ich sehr traurig, mal sinngemäß wiedergegeben:
          -Was für ein Hype bei so einer Lappalie,
          -Ich habe gerade auch lauthals gelacht bei dem Satz, sie solle doch regelmäßig nach ihm sehen... wahrscbeinlich hätte ich ihn gefragt, ob ich den Pfarrer gleich mitbringen soll.
          -Der Kerl braucht keinen Waschlappen, er IST ein Waschlappen!
          -Männergrippe Da stehen sie kurz vorm Exodus (Ich nehme an, es war „Exitus“ gemeint )

          Und dann folgen halt die altbekannten Beschreibungen weiblicher Heldentaten im Krankheitsfall…

          • Genau, ob der Waschlappen nun zur Kühlung oder zum Waschen gedacht war, das findest du normal? Also im Krankenhaus werden sehr alte Patienten, die nur noch bettlägerig sind im Bett gewaschen. Da schafft es ein erwachsener Mann nicht, sich mal ins Bad zu schleppen? Er wird doch wohl auch keine Urinflasche haben.

            Und was ist daran lieblos, wenn ich schreibe, falls es meine Kapazität zulässt?

            Also in meinem geschilderten Fall, dass zB auch noch zwei kranke Kinder gerade im Dreieck spucken zB war keinerlei Kapazität dem Mann irgendwas zuzubereiten. Das ist logisch und nicht lieblos, wenn ich Zeit habe, kümmere ich mich gern, auch wenn ich weiß, dass ich es nicht gleichermaßen zurückbekomme. Wenn ich aber bereits mit meinem Verpflichtungen am Limit bin, was der Mann ja eigentlich noch mitbekommen sollte, dann finde ich derlei Bitten unheimlich dreist.

            Und nochmal, hier schildert niemand Heldentaten, sondern einfach frustriert, dass einem als Frau (oftmals) eben nicht zugestanden wird bettlägerig krank zu sein. Was würdest du denn machen, wenn der Mann dich dann einfach nicht (ausreichend) unterstützt und keine andere Unterstützung vorhanden ist? Kinder sich selbst überlassen? JA verständigen? Oder einfach trotzdem machen, obwohl du lieber auskurieren möchtest? Dann aber bloß niemals erwähnen, damit du nicht überheblich rüber kommst?

            Ernsthaft?

            • >>>Genau, ob der Waschlappen nun zur Kühlung oder zum Waschen gedacht war, das findest du normal?<<<

              Ja, das halte ich für normal. Auch Wadenwickel machen, wenn das Fieber auf 40° zusteuert.

              >>>Da schafft es ein erwachsener Mann nicht, sich mal ins Bad zu schleppen?<<<

              Du scheinst absolut keine Ahnung zu haben, was hohes Fieber bei einem Erwachsenen bedeutet

              Weißt du was? Ich habe den Eindruck, es geht wirklich nur um Frust: >>>sondern einfach frustriert, dass einem als Frau (oftmals) eben nicht zugestanden wird bettlägerig krank zu sein.<<<

              Also kann man in so einer Situation dem Mann mal so richtig eins reinwürgen.


              >>>Also in meinem geschilderten Fall<<<... den wirst du wahrscheinlich noch 25 Jahre erzählen und wie eine Fahne vor dir hertragen. Sind deine Kinder IMMER krank, wenn dein Mann mal was hat? Das war doch wohl eher eine Ausnahme, oder?

              >>>Dann aber bloß niemals erwähnen, damit du nicht überheblich rüber kommst?<<<
              Überheblich finde ich die Art und weise, wie hier über den Mann geschrieben wird.

              Außerdem handelt dieser Thread nicht von dir, sondern die TE hat eine Situation geschildert ohne kranke Kinder und da finde ich etwas Fürsorge nicht übertrieben.

              >>>dass einem als Frau (oftmals) eben nicht zugestanden wird bettlägerig krank zu sein.<<<
              Und über diesen Satz solltest du mal sehr gut nachdenken.

              "... sondern einfach frustriert, dass einem als Frau (oftmals) eben nicht zugestanden wird bettlägerig krank zu sein."

              Es gilt dann also das Auge-um-Auge-Prinzip?

              • Schrieb ich absolut nicht.

                Aber zwischen nicht bettlägerig sein dürfen und als Erwachsener danach zu fragen, ob man überwacht werden und sogar mit Hygieneartikeln versorgt werden kann, ist doch ein sehr weiter Unterschied, finde ich.

                Und wie ich auch schrieb, würde ich auch den kranken Mann auch nahezu vollumfänglich versorgen, wenn das nicht gleichzeitig mit kranken Kindern, die einen mehr als auslasten verbunden sind.

                Und nicht für dich, aber ja, das ist tatsächlich schon mehrmals so gewesen, ansonsten wäre man ja nicht frustriert, bzw ich.

                Daher kann ich den Post der TE verstehen, dass man dann einfach mal sauer und genervt ist.

                LG

                • "... als Erwachsener danach zu fragen, ob man überwacht werden und sogar mit Hygieneartikeln versorgt werden kann..."

                  Das steht nirgends. Der Mann hat darum gebeten, dass die TE nach ihm schaut. Nicht aber, nachdem sie ins Bett gegangen ist. Das hat überhaupt nichts mit" überwachen" zu tun.

                  Ich könnte mir vorstellen, er hat das mit einem Augenzwinkern gesagt. Denn auch die Frage nach dem Eimer war als Scherz gemeint. Lies den Eingangsbeitrag nochmal.

                  • Ich habe den Scherz so aufgefasst, dass er die Intention des Eimers verscherzte, er brauchte keinen Kotzeimer, sondern einen Eimer mit Waschlappen. Ich interpretierte es, weil er sich waschen möchte, eine andere Userin, weil er ggf einen kühlen Waschlappen wollte. Ich fasse es nach wie vor als ernstgemeinte Bitte an, mit der er aber seiner Frau erstmal einen Schreck einjagen wollte. Wenn nicht, dann irre ich mich und entschuldige mich.

                    Dennoch bleiben bei mir noch an übertriebenem Verhalten:
                    Der Wunsch, dass man regelmäßig nach ihm schaut
                    Die zu Beginn geschilderten ständigen Updates zur Fieberhöhe

                    Dass ein kranker Mann sich mehr ausklingt, als es die meisten Mütter notgedrungen tun, ist für mich mittlerweile auch kein Problem mehr. Störte mich früher viel mehr. Aber dann die gleiche Behandlung zu erwarten, die ich auch einem Kind zukommen lassen würde, empfinde ich einfach als sehr memmig.

                    Dazu gehört nicht, dass ich ihn bekochen oder Trinken bringe, mache ich gern, wenn ich kann. Aber Badezimmeränge oder mal lüften etc, sollte Mann auch krank noch selbst mal schaffen. Und es ist doch sehr unrealistisch, dass Mann so geschwächt ist, dass er das Bewusstsein zu verlieren droht, sodass man regelmäßig ungefragt nach im schauen müsste.

                    Wie gesagt, das wäre meine Meinung im Allgemeinen. Und ja, theoretisch würde mein Mann mich krank auch versorgen, geht aber praktisch nicht, weil er ja forumstypisch mit dem allgemeinen täglichen Ablauf dann so gestresst ist, dass dafür auch mit gesunden Kindern keine Kapazität bleibt, geschweigedenn den Standardhaushaltspflichten nachzukommen, die dann ja zusätzlich liegen bleiben, wie es an anderer Stelle berichtet wurde.

                    LG

                    • Ich finde nach wie vor, dass Du ziemlich viel interpretierst. Was erwartet der Mann denn? Von welcher "Behandlung" sprichst Du? Wollte er gekocht bekommen, Getränke gebracht, das Bett aufgeschüttelt? Lese ich nirgends. Nur, dass die TE ab und an nach ihm schaut. Halte ich nicht für zuviel verlangt. Sie soll ihm ja nicht die ganze Nacht das Händchen halten.

                      Und den Eimer - sofern er wirklich einen wollte - hat er sich höchstwahrscheinlich selbst geholt, denn er traf die TE vor der Küche. Ich verstehe auch nicht, wie Du auf die Idee kommst, er wolle gewaschen werden. Der Mann hat über 39 Grad Fieber. Selbstverständlich versucht er, das irgendwie runter zu bringen. Es ist auch nichts verkehrt daran, seine Frau über den aktuellen Stand auf dem Laufenden zu halten. "Mist, das Fieber steigt weiter, ich muss wohl zum Arzt morgen." Ist doch völlig legitim.

                      Übrigens hat die TE ja bereits aufgeklärt, dass ihr Mann wirklich richtig krank ist. Von "memmen" kann hier also überhaupt keine Rede sein.

          Für manche scheint Wertschätzung eine Einbahnstraße zu sein. Das ist der Kern sehr vieler Beziehingsprobleme.

    Hallo,

    ja, ich finde das verglichen mit tatsächlich schweren Erkrankungen eine ziemliche Lappalie. Unangenehm sicher, aber nichts, weshalb man mehrmals pro Nacht nach einem Erwachsenen (!) schauen muss.

    Deine andere Frage passt zwar nicht wirklich zum Thema, trotzdem möchte ich Dir eine Antwort nicht vorenthalten: ich gehöre zu den Frauen, bei denen im von Dir beschriebenen "Zweifelsfall" der Mann den 5-Personen-Haushalt "wuppen" und dabei trotzdem weiterhin entspannt bleiben würde.

    Liebevolle Zuwendung hat davon abgesehen m.E. nichts mit dem "Hype" zu tun, der im Ausgangs-Post beschrieben wird.

    Viele Grüße,

    Kathrin

    • >>>ja, ich finde das verglichen mit tatsächlich schweren Erkrankungen eine ziemliche Lappalie.<<<

      Klar, im Vergleich zu Krebs im Endstadium sind zwei gebrochene Beine und ein gebrochener Arm auch eine Lappalie... #augen

      Ab welchem Grad auf deiner Lappalien-Skala steht einem kranken Familienmitglied denn etwas Zuwendung zu?

      • "Ab welchem Grad auf deiner Lappalien-Skala steht einem kranken Familienmitglied denn etwas Zuwendung zu?"

        Offensichtlich ab einem anderen als dem der TE- um die es hier ja ursprünglich geht. Und möglicher Weise auch als Deinem.

        In diesem Sinne: #winke!

(25) 18.05.19 - 23:39

Zwei Dramaqueens in einem Haushalt.. na gute Nacht!

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