Wenn der Mann krank ist... *Silopo* Seite: 2

      • (26) 18.05.19 - 23:58

        >>>aber auf so einen kranken Mann zu Hause könnte ich ja echt verzichten.<<<

        Hat er dich in irgendeiner Form übermäßig in Anspruch genommen?
        Fieber über 39° ist kein Pappenstiel.

        >>>aber da bin ich echt fast zusammen geklappt. <<<

        Naja...

        (27) 19.05.19 - 00:02

        Der Kerl braucht keinen Waschlappen, er IST ein Waschlappen!

        (28) 19.05.19 - 00:25

        Seit ich erwachsen bin, hatte ich sehr selten Fieber. Aber wenn, dann fühlte es sich an, als hätte mein letztes Stündlein geschlagen. Echt. Mein Mann blieb auch mal zu Hause, um sich um mich und die Kinder zu kümmern. Ich war ihm wirklich dankbar. Und ich bin echt kein Jammerlappen.
        Mein kleiner Sohn hat zur Zeit Fieber und immer, wenn das Fiebermittel nachlässt, leidet er total. Und Kinder stecken das in der Regel ja viel besser weg.
        Also, habe trotz Schlafmangel Nachsicht mit deinem Mann, nicht alles ist eine Männergrippe. Gute Besserung

        (29) 19.05.19 - 07:52

        Bei uns bin ich (Mama) gerade krank. Seit Mittwoch durchgehend 39 Fieber. Am Freitag war ich beim Arzt, der auch recht ratlos war und nur was von “Virus, absolute Ruhe, bei Verschlimmerung sofort zum Notdienst” sagte. Ich hab auch wirklich nur Fieber und Schüttelfrost, bislang keine weiteren Symptome. Könnte nur schlafen.

        Papa schmeisst den Laden (Ironie kann man schlecht schreiben). Soll heissen: am Freitag durfte ich für drei Stunden das Baby hüten weil er wichtige Telefonate führen musste. Er arbeitet von daheim und war/ ist der Meinung das er das trotz Mamas Totalausfall weiter machen kann. Wir haben drei Kinder unter drei Jahren. Soviel dazu.

        Das Baby bekommt Mittags keinen Brei (steht fertig im Kühlschrank). Zuviel Aufwand. Er wickelt statt mit Stoffwindeln (die sauber parat liegen) lieber mit Pampers. Alles andere ist zuviel Aufwand. Der Hund bekommt nur einen Spaziergang am Tag, alles andere muss im Garten erledigt werden weil - ihr erratet es schon- ansonsten zuviel Aufwand. Das man Babies öfter als 2x am Tag wickelt und nicht den ganzen Tag in der Wippe parkt hat er auch nach 3 Jahren und etlichen deutlichen Ansagen von mir nicht verinnerlicht.

        Hausarbeit? Schafft er nicht. Ich habe drei Mal darauf hingewiesen das dringend Wäsche gewaschen werden muss. Er schafft eine Maschine am Tag. Wohlgemerkt: nur waschen! Aufgehängt wird am nächsten Tag. Staubsaugen (= Saugroboter losschicken) war leider seit Mittwoch zeitlich nicht drin. Wie das aussieht, mit Hund und drei Kindern die auf dem Boden spielen, muss ich nicht erläutern.

        Sobald die Kinder abends im Bett sind hat er Feierabend. So.

        Tja. Was bleibt mir übrig? Ich sage es 1x, 2x, 3x, dann stehe ich auf und machs selbst. Wäsche, staubsaugen, Baby wickeln, Hund mit Wasser versorgen (Napf bleibt sonst leer), und wenigstens 1x am Tag aufräumen. Gestern war er einkaufen. Liste musste ich schreiben, sonst haben wir maximal für drei Tage etwas zu essen. Dabei muss ich mir anhören ich soll es doch lassen, ich bin krank. Das Problem ist nur- mache ich es nicht, bleibt es liegen bis ich wieder fit bin und kommt zum sowieso fälligen Kram noch obendrauf. Seufz.

        Und das ist der Unterschied zwischen “Papa krank” und “Mama krank”. Ich weiss leider auch nicht wie man das ändern kann.

        • (30) 19.05.19 - 08:15

          Kenne ich das auch.
          Grippe, knapp an die 40 Fieber, bei der kleinen der Infekt nach ner Woche endlich am abklingen und er muss "mal kurz für ne Stunde" weg. Wer jetzt glaubt das es bei der Stunde bleibt, weit gefehlt...
          Einkaufen darf ich natürlich dann auch selbst.
          Aber wehe er ist krank, dann bloß nicht zu laut sein, zusehen das die großen nicht streiten und die kleine nicht heult. Männer... ;-)

          • (31) 19.05.19 - 08:34

            Ja. Und das schlimmste daran: er selbst meint er macht den besten Job der Welt (*schulterklopf*) weil er die Kinder abfüttert und bespasst. Dazu bekommen wir dann auch immer wieder von verschiedenen Stellen (= Schwiegermutter) aufs Brot geschmiert wie GLÜCKLICH ich mich schätzen kann das ich einen Mann habe der sich soooo toll kümmert. DAS macht nicht jeder!

            Ehm. Ja. Es ist wirklich aller Ehren wert das der Mann seine eigenen Kinder versorgt. Ich werde ihn für das Bundesverdienstkreuz vorschlagen.

            Aber jetzt mal ersthaft. Warum wird mit so unterschiedlichem Mass gemessen? Ich versorge die Kinder plus alles drumherum regelmäßig alleine. Tageweise, teilweise wochenweise wenn mein Mann geschäftlich unterwegs ist. Und dann wartet nicht die Wäsche auf ihn wenn er heimkommt und der Kühlschrank ist leer. Kein Mensch käme drauf zu ihm zu sagen das er sich glücklich schätzen kann.

            Ach ja, und mich selbst versorge ich auch bei Fieber alleine. Mir bringt keiner Tee ans Bett. Das schafft er schließlich nicht AUCH noch. Am Muttertag lag ich mit Magen-Darm flach (eingeschleppt vom Kind 1). Er musste eine Geschäftsreise absagen, zum ersten Mal seit wir Eltern sind. Es war nicht abzusehen wann ich wieder fit bin, er hätte an dem Morgen fliegen sollen. Dumm gelaufen. Was tut er? Packt alle Kinder ins Auto und verschwindet bockig zu seiner Mama ans andere Ende von Deutschland. Während ich schlafe. Ich werde wach, Haus leer. Keine Nachricht, telefonisch nicht erreichbar. Irgendwann dann die Info ich solle mich ausruhen, sie kommen abends wieder. Er ist also mit den drei Zwergen 6 Stunden im Auto gesessen, ich lag wirklich krank daheim. Schwiegermama war entzückt das ihr Goldjunge zu Besuch kam. Was mit mir ist, wie es den Kindern dabei geht- Nebensache. Das Donnerwetter am Abend hat er in Kauf genommen. Und das hatte sich gewaschen, so krank war ich dann doch nicht. Manchmal denke ich, ich habe eigentlich 4 Kinder.


            So, genug gejammert. Ich mach jetzt Frühstück. Das Ibuprofen wirkt. ;-)

            • Augen auf bei der Partnerwahl. Ich frag mich ehrlich wie man 3 Kinder mit so einem Menschen bekommen kann.

              • (33) 19.05.19 - 10:38

                Die Frage kann ich problemlos beantworten.

                Wie bereits geschrieben handelt es sich um einen “Jammerpost”. Ich bin seit Tagen wirklich krank, es läuft nicht wie gewünscht und manchmal muss jammern einfach sein.

                Wenn ich nun statt auf den negativen auf die positiven Aspekte fokusieren würde käme folgendes dabei heraus.

                Ich liebe ihn, er liebt mich und unsere Kinder. Im echten Notfall lässt er alles stehen und liegen und tut was notwendig ist. Und sei es eine Woche Kinderklinik wegen akuter Erkrankung des Grossen.

                Er ist ein toller, engagierter Papa. Er macht viele Dinge nicht so wie ich es machen würde. Dafür gehört seine Zeit daheim fast 100% seinen Kindern, alles andere ist (manchmal leider) nebensächlich. Lego spielen ist angesagt! Er steht am Wochenende um 6 Uhr auf damit ich länger liegen bleiben kann und holt schon mal Brötchen.

                Mein Mann arbeitet von zuhause aus, ermöglicht uns allen damit ein gutes Leben und ist (wenn er daheim ist) tagsüber oft verfügbar um mir Dinge zu erleichtern. Er erledigt Wege, passt auf Baby auf während ich die Grossen abhole etc.

                Er akzeptiert das ich regelmäßig mit meiner Grunderkrankung zu kämpfen habe (Depressionen) und es wahrscheinlich ein Leben lang tun werde. Und das ist keine Kleinigkeit.

                Er wollte absolut kein drittes Kind. Aber als es ungeplant unterwegs war hat er es genauso geliebt wie die beiden anderen und tut es heute noch.

                Ich bekomme jede Woche einen Blumenstrauß wenn er einkaufen geht.

                Und so weiter, und so fort.

                Jeder Mensch hat seine positiven und negativen Seiten. Ich glaube nach über 6 Jahren als Paar langsam wirklich das er zB nicht sieht das gesaugt werden muss und es auch nicht schlimm findet wenn der Boden eben nicht sauber ist, die Wäsche sich türmt und es Nudeln mit Ketchup zum Mittag gibt. Hauptsache die Kinder sind bespasst. Er ist von Natur aus eher bequem und seine Mutter hat das noch tüchtig begünstigt indem sie bis zu seinem Abi Hausfrau war und wirklich alles gemacht hat. Böser Fehler. Was tut man da nun als Ehefrau? Reden, immer wieder reden, manchmal auch streiten. Ob es was ändert? Ich glaube nicht. Mein Opa hat sich in 65 Jahren Ehe null komma nix von dem angenommen was meine Oma ihm sagte. Ich kann nur dafür sorgen das meine Jungs es anders lernen. Das ändert aber nichts an der Tatsache das die positiven Seiten überwiegen.

      (34) 19.05.19 - 08:46

      Männergrippe 🤣
      Da stehen sie kurz vorm Exodus... mein Beileid. Ich nehme das immer mit Humor und gönne meinem Mann die Aufmerksamkeit - er ist eh nur alle 4-5 Jahre mal so richtig krank 🤣

      (35) 19.05.19 - 11:01

      Hallo, die Einschätzung deines Mannes, wenn das Fieber nicht runter geht, zum Arzt zu gehen, ist richtig.

      https://www.apotheken-umschau.de/Fieber
      Wann zum Arzt?
      Ältere Kinder und Erwachsene sollte ein Arzt bei Fieber ab 39 °C oder bei Fieber, das länger als zwei Tage anhält oder wiederholt auftritt, untersuchen und behandeln.

      Viedeo ansehen
      https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Infektionen-Maennergrippe-ist-kein-Mythos,immunsystem106.html

      Gruß Sol

      (36) 19.05.19 - 11:25

      Also wenn ich Fieber habe, geht es mir auch richtig beschissen, muss ich gestehen. Ich gebe zu, dass ich dann auch nicht in der Lage bin, mich um Haushalt und Kind zu kümmern und stattdessen im Bett liege und sterbe. 😜 Zum Glück kommt das nur alle paar Jahre mal vor. Daher hab doch ein klein wenig Verständnis für ihn, auch wenn es super anstrengend ist, sich allein und übermüdet um Kleinkinder zu kümmern. Lieber soll er sich auskurieren, als es zu verschleppen. Und wenn es wirklich eine Mandelentzündung ist, glaube ich, dass es ihm aktuell ziemlich schlecht geht. Ab und zu nach ihm sehen... du kannst ihn ja bitten, dir einfach über Handy eine Nachricht zu schreiben, wenn irgendwas ist.
      Ich bin schon seit zwei Wochen stark erkältet. Letzte Woche war es noch eine angehende Bronchitis, diese Woche kam eine Nasennebenhöhlenentzündung dazu. Beides nichts Dramatisches, was ich eigentlich ganz gut wegstecke, aber ich bin schwanger und in der Schwangerschaft fallen bei mir solche Sachen viel heftiger aus. Ich versuche, meine Aufgaben hier nach Möglichkeit zu erfüllen, bin aber froh, wenn mein Freund mich zwischendurch einfach mal kommentarlos zwei Stunden schlafen lässt und sich ums Kind kümmert. Er macht das zum Glück gern.

      (37) 19.05.19 - 11:28

      Vielen Dank für eure Antworten, die ja recht unterschiedlich ausgefallen sind 😉
      Haben heute morgen beim kassenärztlichen Notdienst angerufen und die haben einen Arzt vorbei geschickt. Er hat ne fette eitrige Mandelentzündung, bekommt jetzt Antibiotikum und Ibuprofen und soll nächste Woche noch zum HNO. Es sei auf jeden Fall keine Männergrippe, meinte der Arzt 😅
      Zu seiner Verteidigung: der Waschlappen von uns beiden bin ich 😜 Habe, wie gesagt, Emetophobie und gerate leicht in Panik, wenn ich nur den leisesten Verdacht habe, in meiner Umgebung könnte sich jemand übergeben müssen. Dass ich selbst häufig mit Bauchschmerzen und Verdauungsbeschwerden zu kämpfen habe, macht das ganze nicht besser. Aber gut, das ist ein anderes Thema. Jetzt geht es um ihn und ich hab ja Verständnis für ihn und mache, was ich kann, dass er sich schonen kann und möglichst schnell wieder fit wird. Ich bin auch weniger genervt von ihm, als von der Situation. Kann er aber ja nichts dafür. Musste nur mal eine Runde jammern 😜
      Euch allen noch einen schönen Sonntag und allen kranken Mamas, Kindern und auch Papas gute Besserung!

      • (38) 19.05.19 - 16:15

        Manchmal tut es gut woanders hin zu jammern. Eben weil die Situation einfach auch mal anstrengend ist.

        Das Jammern nach außen hin, kann helfen, die Situation als solche gelassener zu überstehen. Sich gegenseitig noch zu stressen, würde Schlaf vermindern und Heilungsprozess verschlechtern ;-)

        Man muss nicht immer alles mit einem lächeln schaffen.
        Die Situationen, das zusammenbrechen, das sich dadurch selbst umbringen #schein
        manchmal hilft meckern mit längerem Leben mehr #schein

        (39) 19.05.19 - 19:07

        Huhu,

        ich kann verstehen, dass du von der Situation genervt bist und nun ein Lob: Hut ab, dass du nach 75% dämlichen Kommentaren noch so freundlich und sachlich antwortest. Das zeigt wahre Größe!

        LG

    (40) 19.05.19 - 16:13

    Dass er sich möglichst früh ein AB holen möchte, wenn er es braucht, finde ich super. Das zeigt Verantwortung.
    Wenn er keines braucht, weiß er es dann. Wenn er es braucht,....

    - verschleppt er nichts (Risiko Ausbreitung der Entzündung)
    - ist er schneller wieder fit und kann die Familie insgesamt wieder unterstützen
    - vermindert die Ansteckungsgefahr

    Das mit dem Eimer ist fies. Vor allem bei der Phobie! Andererseits ist es zum Glück nur ein Scherz gewesen (und nicht echt, was bei der Phobie vermutlich erst mal schlimmer gewesen wäre).



    Schlaflos trifft dich momentan vermutlich mehr, wenn "das auch nocht" dazu kommt. ;-) Durchatmen.



    Ich bin gerade selbst krank. Umsorgt werde ich zwar nicht (Single mit Kind), aber ich nehme mir die Zeit. Nix mit Haushalt, nix mit mich selbst schleichend umbringen.

    Ich nehme mir die Ruhe, habe mein Kind soweit erzogen, dass sie für ein paar Tage über die Runden kommt (Vorrat ist da, Mama ist da - nur nicht *Mama ist für alles zuständig Modus* - sondern im *Mama erhält sich langfristig und alles andere klappt auch unperfekt vorübergehend* #schein)

    Das hat auch schon funktioniert, als mein Kind kleiner war. Meine Ansprüche im Krankenmodus:
    Kind wird satt, Kind verdurstet nicht, Kind verletzt sich nicht, ich werde wieder gesund mit Ruhe und schnell und verschleppe nichts. #schein


    Dazu brauche ich keinen Typen der mir das gönnt oder nicht. Ich gönne es mir selbst.


    Achte auf dich selbst. Alles Gute, dass du/die Kids euch nicht ansteckt.
    Und hoffentlich bald wieder besseren Schlaf. :-)

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