Übertreibe ich?

    • (1) 19.05.19 - 00:54

      Bisher bin ich nur stille Leserin. Mittlerweile habe ich allerdings selbst etwas was mich beschäftigt. Es geht um meine Schwiegereltern bzw. eher um meinen Schwiegervater. Jetzt werden wohl viele denken, oh gott, wieder so ein Beitrag.
      Ich versuche mich kurz zu halten.

      An den letzten Geburtstagen wollte jeder Mal meinen 5 Monate alten Sohn halten, Onkel, Cousine, Uroma usw, was ja auch ok ist und mich nicht stört. Das Problem ist allerdings dass dann mein SV, egal wer den kleinen auf dem Arm hat, direkt neben dran steht, den kleinen zutextet (durchgehend den ganzen Besuch über) und immer sofort nehmen möchte, egal ob die Person ihn eben erst auf den Arm genommen hat. Das geht die ganze Zeit so, macht der kleine einen Mucks wird direkt nach ihm gegriffen, oh komm zu Opa und er verlässt den Raum. Sogar mir, als Mutter, wird er ständig weg genommen. Wenn ich sage, er bleibt jetzt mal bei mir, wird das ignoriert und trotzdem versucht mir weg zu nehmen. Irgendwann bin ich so genervt und geb ihm ihn halt. Wenn mein kleiner die Arme nach mir ausstreckt und ich sag, komm mal zu Mama, heißt es nein und Opa dreht sich weg. Mir tut es Leid für die anderen Familienmitglieder die ihn kaum halten können da er direkt wieder weggenommen wird bzw. er immer an dem kleinen klebt. Mein Mann meinte dass er schon immer so gewesen wäre bei den anderen Enkeln und nicht glaubt dass er sich ändern wird. Trotzdem bestehe ich auf eine Aussprache da es mich langsam wahnsinnig macht. Da es allerdings nicht meine Eltern sind bin ich der Meinung dass mein Mann das ansprechen müsste bzw. ich auch gerne dabei wäre. Es geht noch weiter aber das wäre zu viel zum schreiben.

      Meine SE können den kleinen selbstverständlich immer halten nicht das hier ein falscher Eindruck entsteht. Sie spielen und unterhalten ihn immer super. Beide sind super nett und ich mag beide auch total gerne. Aber dieses Übergriffige mit dem wegnehmen ist echt arg.

      Heute z.b. war mein Mann mit dem kleinen bei seinen Eltern, ich kam nach meinem Friseurtermin nach. Wollte meinen kleinen, der bei der Oma auf dem Arm war, hallo sagen und ihn kurz nehmen. Da sagt die Oma nein und dreht sich einfach weg. Muss das denn sein?!

      Ich hab das Gefühl das die beiden uns nicht als Erwachsene bzw Eltern sehen. Wir sind beide 33!

      Am Montag steht der Geburtstag vom SV an und ich hab jetzt schon Bauchweh weil ich weiß wie der Abend verlaufen wird.

      Was meint ihr dazu? Meint ihr das legt sich irgendwann?

      • Ich muss noch ergänzen dass die beiden den kleinen 1-2 Mal die Woche sehen. In den letzten Wochen waren einige Geburtstage und Feiertagw, also ist es ja nicht so das die zwei ihn so selten sehen.

        • Sowas ist nervig. Ich versteh dich wirklich.

          Aber :

          Bei 1 - maximal 2 besuchen die Woche könntest du versuchen deinen Blickwinkel zu ändern.

          Du könntest einfach versuchen die Zeit zu geniessen. In Ruhe essen! In Ruhe Kaffee trinken! Egal! Einfach mal die Hände frei haben.

          Das deine SE den kleinen nicht abgeben ist gar nicht so schlecht. Dann geht er nicht durch 20 Hände. Das klingt aus deinem Beitrag allgemein nach zu vielen Händen.

          Ich würde kein zu großes Fass aufmachen deswegen aber deinen SE klar sagen wenn er weint kommt er zu Dir. Punkt!

          Kannst du das so nicht kommunizieren, musst du an Dir arbeiten. Du musst dann sehr bestimmt sein! Schließlich möchtest du ernst genommen werden.

      Hallo,

      für mich klingt das so, als wenn das Kind generell durch zuviele Hände geht. Das mal jemand das Kind hält, ist ja normal. Hier klingt das aber irgendwie so aös wenn das Kind "rumgereicht" wird.

      Oma und Opa sollen das Kond auch gerne mal halten. Aber vom Arm nehmen lassen würde ich mir das Kind nicht. Und das würde ich auch einfach so kommunizieren. Ganz klar Grenzen setzen und sagen, Du der Papa entscheidet, wann und wo sich das Kind bei wem aufhält.

      LG

      • (5) 19.05.19 - 03:14

        Sorry wegen der ganzen Tippfehler.

        (6) 20.05.19 - 18:24
        Ernstgemeinte Frage

        Was ist denn eigentlich an dem vielkritisierten "herumreichen" so schlecht? (solange das Baby nicht schreit)

        Da gibt's einen neuen Menschen in der Familie, den man als Verwandter auch gerne kennen lernen will.

        Außerdem liest man hier so oft, dass mangelndes Interesse von Tante/Onkel/Schwägerin/... Kritisiert wird. Wie soll denn auch Bindung entstehen, wenn man das Baby (mit sauberen Händen natürlich) nicht mal liebevoll streicheln oder halten darf?

        Das ist eine ernstgemeinte Frage... (übrigens von einer, die freiwillig keine Babys anfasst - ich bin also keine Betroffene)

    (7) 19.05.19 - 04:02

    ☝️
    Eine Lösung hab ich nicht für dich, aber das gleiche Problem.
    Nur, dass es bei mir meine Eltern sind.

    Sie verhalten sich furchtbar Besitzergreifend. Normalerweise versuche ich sie immer extra einzuladen, weil sie einfach nicht kompatibel sind mit der restlichen Familie.
    Selbst wenn Leute dabei sind, die den kleinen ewig nicht gesehen haben, kommen meine Eltern nach 3 min an und wollen das Kind wieder nehmen.
    Und wenn ich dann sage : lass ihn doch bei xy, wird um ihn rum gesprungen und sich permanent mit dem Baby unterhalten.
    Echt ein unmögliches Verhalten.

    Ich hab mit Ihnen auch noch nicht geredet, ich weiß jetzt schon dass sie dann total beleidigt sein werden...

    Das wird sich nicht von selbst ändern. Da müsst ihr ein Machtwort sprechen, sonst ändert sich da gar nichts und ich sehe da auch deinen Mann in der Pflicht.
    Das Verhalten ist mehr als übergriffig und ich bin sehr harmoniebedürftig, aber weil das bei euch regelmäßig passiert (Baby wegreißen, nicht zurück geben), wäre ich schon mal ausgerastet.
    Bei uns ist es neulich einmal passiert (SM hat mir die Kleine völlig unvermittelt- wir saßen am Tisch, es gab überhaupt keinen Anlass- vom Arm gerissen, und ging mit ihr durchs Zimmer, so schnell konnte ich gar nicht gucken). Ich bin dann aus Reflex wortlos aus dem Raum gegangen. Mein Mann hat dann den Part übernommen, ihr die Kleine wieder wegzunehmen. Was bildet sie sich eigentlich ein? Ich war dann erstmal mit der Kleinen (die übrigens eh überdreht war) ne halbe Stunde nicht gesehen. Entschuldigt hat sie sich übrigens immer noch nicht. Stattdessen wurde beim nächsten Treffen (ich hatte die Kleine in der Trage) ständig an ihr rumgefummelt und die Kleine vollgequatscht, in der Trage sitzend und ich hab mich eigentlich grade mit einer Freundin unterhalten... weggelegt hab ich sie an dem Tag nicht. Weil dann mit 10 Spielzeugen gleichzeitig vor ihrem Gesicht rumgehampelt wird. Und überall wo wir mit der Kleinen hingegangen sind („die Kleine braucht ein bisschen Ruhe, wir gehen mal ins Schlafzimmer mit ihr“-) wird hinterher gedackelt. Mein Mann hat sie dann rausgeschmissen, als ich stillen wollte. Nicht mal wickeln kann ich sie alleine, da kommt einer hinterher und quatscht sie beim Anziehen voll und tatscht ständig an ihr rum.
    Sowas macht mich richtig wütend, zumal wir nicht diejenigen sind, die die Kleine bei niemandem auf den Arm lassen. Familie, Freunde kein Problem. Aber zu gegebener Zeit, nicht wenn sie quengelt oder weint. Aber sie machen es gerade selbst kaputt.

    Sorry, musste mich auch mal auskotzen. Bei uns hat mein Mann Gott sei dank den Part übernommen, ich werd aber glaube ich auch irgendwann offen sauer, wenn das so weiter geht.
    An deiner Stelle würde ich mir das nicht gefallen lassen. Harmonie hin oder her, das geht nicht.

Achso: hast du eine Trage? Pack ihn da rein bei der Feier, dann kann ihn dir keiner wegreißen. Dann hast du zwar das Risiko, dass einer ständig bei dir steht und an ihm rumfummelt (macht mich auch grantig), aber das wegreißen fällt weg.

  • In der Trage bleibt er nur wenn er müde ist. Er will nämlich alles sehen. Fände ich aber auch andererseits doof für die anderen, die ihn ja dann auch garnicht halten können.

    • Ich würde auf keinen Fall einen offiziellen Gesprächstermin ansetzen und und ebenfalls Deinen Mann vorschicken, zu klären, was Dich stört.
      Statt dessen würde ich mich (selbst) direkt in der Situation (nach Friseurbesuch) gerade machen und durchsetzen und mir das Kind nicht vorenthalten lassen. Deine Sorge um die anderen Verwandten, die wegen der Schwiegereltern zu kurz kommen, ist nett, aber sie können sich doch selbst gegen die beiden durchsetzen, wenn es ihnen wichtig ist. Für den Kleinen ist es sicher ganz angenehm, nicht durch x Hände gereicht zu werden...

      • Es ist ja nicht so dass ich nichts sage oder nichts mache wenn man ihn mir nicht geben möchte. Ich nehm ihn mir dann trotzdem einfach. Mein Mann sieht das genau so dass das zu weit geht. Ich will ihn das auch nicht alleine klären lassen weil es mich auch betrifft. Er meint nur dass es eh nichts bringt weil er ihr ja kennt wie er ist.

Hallo

Also in der Situation nach dem Frisör wäre ich hartnäckig geblieben. Ich hätte ihr ganz klar gesagt, das ist mein Kind und du gibst ihn mir jetzt. Da musst du schon etwas energischer sein!

Hallo!
Ab ins Tragetuch mit dem Kleinen. ;)
Und legen wird sich das von Seiten seines Schwiegervaters aus nicht, aber nur noch ein paar Wochen bis Monate und die Fremdelphase beginnt. Und dann wird dein Kleiner sehr gut selber deutlich machen können, was er möchte (und nicht möchte). Das Problem wird sich ganz bald von selber lösen bzw verändern. Bis dahin würde ich freundlich aber bestimmt bleiben wenn ich das Gefühl habe, es wird für mein kind zu viel...
Liebe Grüße!

  • Was ist wenn die Fremdelphase nicht Eintritt? Davor bin ich dann glaub ich schon 5 Mal explodiert :(. Ich habe aber die Befürchtung dass wenn er fremdeln wird, dass die beiden ihn dann trotzdem ständig nehmen möchten mit der Begründung "er muss sich an uns gewöhnen". Kam nämlich bereits ganz an Anfang Mal vor als er wie verrückt geweint hat und der SV ihn mir nicht geben wollte und meinte er müsse sich an ihn gewöhnen

    • Spätestens da würde ich mich aussprechen. Sie sollen das Kind nicht zwingen bei ihnen auf dem Arm zu bleiben, wenn es es nicht möchte und verweigert. Das darf nicht sein. Meine Schwiegermutter ist auch so. Sie hat trotzdem ihr Willen durchgesetzt und nahm die kleine von hinten und fing an die kleine zu schaukeln. Die kleine bekam Angst und Panik (weil sie gehört hat, dass das Oma war) da sagte ich sofort zu Oma sie solle sie los lassen, denn die kleine hat Angst. Der Oma war es aber egal, hauptsache sie hatte die kleine "gehabt". Nun hat meine Tochter Angst vor älteren Menschen.

      Davor habe ich zu ihnen auch gesagt, dass die kleine Zeit braucht um sich an die Großeltern zu gewöhnen, sie leben weit weg von uns daher sah soe sie bewusst nir das zweite mal zu ihrem Geburtstag. Jedenfalls musst du immer was sagen. Wenn dein Mann zu dir steht, dann ist es noch einfacher. Ich finde DU sollst äußern was DU möchtest, nict dein Mann, denn du hast damit ein Problem. Aber das ist nur meine Meinung.

      LG und alles Gute :)

Etwas besitzergreifend klingt es schon, aber andererseits ist es doch irgendwie auch wieder toll solche Großeltern zu haben, die das Kind lieben wie ihr eigenes.
Aber ich denke da auch ein wenig anders.
Ich hatte meine Kinder rund um die Uhr und war eigentlich froh, wenn sie mal bei jemand anderem auf dem Arm waren.
Ich hab mich da wenig eingemischt wer wie lange das Baby halten durfte. Baby fühlt sich wohl und ich hatte meine Arme mal frei um vielleicht in Ruhe zu essen. 😂

Ich bin erstaunt, dass euer Kind das so mitmacht und nicht abends völlig überdreht ist von der Reizüberflutung, wenn es wie ein Wanderpokal herumgereicht wird.

Ehrlich gesagt kann ich mir gar nicht vorstellen, wie - egal wer - jemand einer Mutter das Kind aus dem Arm nehmen kann, wenn sie das nicht will.
Selbst der Opa hat es perfektioniert und dreht sich weg und es eskaliert nicht einmal.
Mann....du bist die Mutter und bekommst nicht den Mund auf?

Ich finde, davon muss man keine Grundsatzdiskussion machen und Familienrat abhalten. IHR als Eltern entscheidet situationsbedingt, wie es gerade nötig ist. Wenn das Kind weint oder zu dir will, gibt es eine energische und klare Ansage von dir. Üb das mal vor dem Spiegel. Mit 33 kriegt man doch den Mund auf.

Und wenn das Kind zufrieden ist, dann lass Opa doch damit rumtüddeln. Dann hast du mal frei und kannst die Zeit entspannt genießen ohne dass immer ein Kind an dir hängt. Wird ja auch langsam schwer.
Die andere Verwandtschaft soll es selbst kommunizieren. Du bist nicht dafür da, dein Kind gerecht aufzuteilen.

  • Seh ich auch so. Ein Baby ist kein Gegenstand, der wie ein Kuchen gerecht aufgeteilt werden muss. Find ich furchtbar und unnatürlich. Ich führ doch keine Strichlisten, wer wann wie oft die Kleine gesehen und gehalten hat und wer noch nicht dran war. Gerade in großen lauten Runden bleibt sie eher mal bei uns. Ich entscheide das situationsbedingt, wie die Kleine drauf ist und wie wir gerade wollen. Und wer sich massiv aufdrängt, bewirkt leider das Gegenteil. Auch wenn er dann beleidigt ist, dass der gute Freund die Kleine halten durfte und derjenige nach ständigem Hinterherlaufen und in Gespräche einmischen und an der Kleinen in der Trage sitzend rumfummelnd (bis sie fast weint) sie nicht auf den Arm bekommen hat.

    (22) 21.05.19 - 10:11

    Warum sollte das Kind überdreht sein? Wenn dann wohl eher müde von den ganzen Familienfeiern ;)

(23) 19.05.19 - 15:05

Du bist nicht schief gewickelt. Im Gegenteil, bei Euch fällt eine aus meiner Sicht unantastbare Grenze.
Meine trauen sich ja auch definitiv zu viel. Aber eins haben sie noch nicht gebracht.

Würde mir jejejejeje einer verbal oder mit körperlichen Mitteln wie wegdrehen den Zugriff auf mein Kind verweigern wäre Polen offen. So richtig. Das kann nicht sein.

Wir haben mit Schwiegervater auch entsprechende Abgrenzungsprobleme. Er sieht sich als Chef im Ring und führt sich auch so auf. Beim letzten Besuch haben sie mir das Kind kaputt gespielt und unser Veto ignoriert. Da hat's dann gekracht und sie sind vorzeitig abgereist. Ich bin diese Grenzüberschreitungen so leid, ich spreche das beim nächsten Besuch nochmal grundsätzlich an, denn wir spielen das mit wechselnden Inhalten wieder und wieder und wieder durch.
Ich hab das einige Zeit durchgegrübelt warum das so ist. Bei uns ist es das gleiche. Die nehmen uns als Erwachsene nicht für voll. Ich bin übrigens 40 und nicht unbedingt durchsetzungsschwach. 🥴, aber sie pflegen von je her eine ausgeprägte Eltern-Kind-Kind-Kommunikation mit ihren Kindern und das wird 1:1 auf sie Partner übertragen.
Bisher habe ich das galant umschifft oder Mal deutlich abgegrenzt. Dann war's wieder gut und ging halt auf dem nächsten Thema wieder los. Jetzt mit dem Kind eskaliert es völlig in ihrer Babygeilheit. Scheisssituation.

(24) 21.05.19 - 10:06

Mein Schwiegerpapa vergöttert den Kleinen und will ihn immer halten. Nicht so krass wie bei dir aber auch sehr Enkelbezogen. Und der Kleine liebt ihr....er will sogar weg von mir sobald er Opa sieht.
Lass ihn doch und geniesse die Zeit ;)
Die Verwandschaft wird es schon regeln wenn denen das Verhalten nicht passt ;)
Misch dich nicht ein und such keinen Ärger. Sei froh, dass dein Kind solche Großeltern hat, viele interessieren sich null für Enkel.
Und 1 bis 2 mal die Woche ist jetzt auch nicht so oft. Bei uns ist es oft 5 bis 6 mal die Woche. Mein Schwiegerpapa kommt jeden mittag kurz auf nen Kaffee und besucht den Kleinen und bringt mir dabei den grossen aus dem Kindergarten. Und mindestens Sonntag sind wir den halben Tag dort

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