Einzug des Stiefkindes kommentarlos hinnehmen ?

Bitte um ehrliche Meinung: würdet ihr den Einzug des Stiefkindes kommentarlos hinnehmen, wenn es
A: plötzlich und unerwartet ist
B: das Kind volljährig ist und keinen Abschluss hat aber recht erfolglos dran arbeitet anstatt Arbeit zu suchen
C: keinen Plan hat wie es weitergeht
D: der allein Erziehungsberechtigte das Kind nicht mehr bei sich wohnen lassen will
E: finanzielle Eigenmittel keine
F: der Unterhalt aber aufs Konto des Kindes geht
Bin gerade ratlos wo meine Zuständigkeit beginnt und wo endet. Ich helfe gern, aber hier betrifft es ja auch meinen Alltag und den meiner Kinder. Kann ich nicht erwarten, dass sich die Eltern um eine Lösung bemühen ? Bin ich zu egoistisch, wenn ich von meinem Partner hier einen Lösungsvorschlag erwarte?

Allein schon die Organisation des Alltags mit Zuständigkeiten für Kochen, Waschen, Putzen und Bügeln in Bezug auf das Stiefkind sollte geregelt werden.

Ich würde mir das nicht ans Bein binden. Das Stiefkind ist erwachsen und sollte Verantwortung übernehmen.

Auch wäre zu klären wie lange das Stiefkind bleiben kann und wann der Abschluss gemacht werden muss.

Dir werden hier nun viele schreiben, dass du dir nu mal einen Mann + Kind ausgesucht hast, es die beiden nur im Doppelpack gibt und du natürlich damit rechnen musst, dass das "Kind" plötzlich bei euch wohnen wird. Was du dann hinzunehmen hast.

Das ist nicht meine Meinung und ich würde die von dir geschilderte Situation keinesfalls einfach so hinnehmen.

Dreh- und Angelpunkt ist dein Mann, nicht das Stiefkind. Wenn sich dein Mann und du nicht einig werden, bleibt dir nur die Konsequenz zu ziehen.

Wie steht denn dein Mann dem Ganzen gegenüber? Könnt ihr euch auf eine gemeinsame Linie einigen?

Kommt darauf an, wie alt das "Kind" ist. Unbegrenzt sind Eltern nämlich nicht verpflichtet, ein Faultier zu unterstützen. Unterhaltsverpflichtet bei Volljährigkeit ja, aber das Kind ist verpflichtet, die Ausbildung zügig abzuschließen oder sich eine Arbeit zu suchen, sonst wird der Unterhaltsanspruch verwirkt. Alles im Internet zu finden.
Ja, ich wäre ziemlich angefressen, wenn ich nicht gefragt bzw mit einbezogen worden wäre. Selbstverständlich muss ein Plan bestehen, wie und wie lange die Unterstützung aussehen soll. Verständlich, dass er seinem Kind helfen will, aber natürlich muss er Dich mit einbeziehen.
LG Moni

Hallo
Was heißt volljährig genau und was kann man unter „recht erfolglos dran arbeitet“ genau verstehen? Warum wurde dein Stiefkind beim anderen Elternteil rausgeworfen?
Du schreibst zwar einiges, aber so richtig schlau werde ich nicht. Du kennst deinen Partner doch. Ihr müsst euch doch irgendwie unterhalten, wie sieht er die Lage und die Zukunft? Oder meinst du mit Lösungsvorschlag lediglich den Einzug, der dir aufgrund der aktuellen Lage vielleicht nicht recht ist?
Dein Stiefkind hat offensichtlich einen Draht zu euch, was in der Lage vielleicht nicht gerade schlecht ist. Manchmal braucht es einen kleinen Anstoß und, trotz Volljährigkeit, auch einen gewissen Rückhalt. Du musst nicht begeistert im Dreieck hüpfen, aber dein Partner hat auch gegenüber dem volljährigen Kind, je nach Situation, eine gewisse Verantwortung. Wenn auch mehr oder wenig nur noch moralisch.
Gnadenlos sagen Pech, du bist volljährig. Kann man machen, aber ob das für die Zukunft oder die Beziehungen untereinander hilfreich ist?
Wenn dein Partner nicht in die Gänge kommt, dann beweg ihn dazu. Das Kind braucht nicht Hotel Mama/Papa, sondern Hilfe zur Selbsthilfe mit klaren Absprachen. Alleine von dem was du schreibst, würde ich dem Stiefkind diese Chance geben.

LG

Eine Chance geben. Vielleicht wacht das Stiefkind ja auf.
Ihr könnt ja Forderungen stellen: Beteiligung am Haushalt, etwas Miete etc.

Hallo

Das kind ust zwar volljährig, hat aber, dadurch das es noch an seinem Anschluss bastelt, einen Unterhaltsanspruch gegenüber beider Eltern.
In dem Fall muss die Km Unterhalt zahlen.
Ich als VAter würde das Kindergeld vom Kind einfordern und als "Miete" nehmen.

Was würdest du denn für deine Kinder in dieser Situation tun?
Und wie sollte dein Partner darauf reagieren?

Mich würde an erster Stelle interessieren, warum das Kind umziehen soll. Das kann man nur raten, da es aus den Schilderungen nur vage hervorgeht. Soll das Kind durch die neue Wohnsituation motiviert werden zu arbeiten und/oder einen erfolgreichen Abschluss zu machen, da der bisherige Elternteil überfordert ist? Was verstehst Du genau unter "Lösungsvorschlag"?

Beweggründe sind, das die Mutter der Meinung ist ihr Leben sei wegen dem Kind zerstört. Sie sei schuld an Geldknappheit, fehlendem Partner, körperlicher Schwäche etc alle Unzufriedenheit wird dem Kind vorgehalten. Dazu enge Wohnverhältnisse, da man lieber außen hui wohnt als günstig am Stadtrand. Ich verstehe das die Situation schwer ist verstehe aber nicht warum man ein Kind so psychisch fertig macht und auf Studium pocht anstatt sie aus Rache Gedanken am Vater zum Abitur zwingt das sie nie schaffen kann da sie schulisch einfach schwach ist. Wäre sie einfach in die Lehre gegangen wäre die schon selbständig und müsste nicht noch mit solchen Niederschlägen rechnen wie nicht bestandener Prüfung und Abhängigkeit wegen unselbständigigkeit.

Nein, würde ich nicht hinnehmen. Das "Kind" ist volljährig und geht keiner Ausbilding nach , damit entfällt der Unterhalt. Ich wäre behilflich beim Gang zum Amt und bei der Suche nach einem WG Zimmer, aber nicht bei dessen Finanzierung. Ab und an mal zu Besuch und mitessen, klar. Aber seinen Allerwertesten bewegen müsste "das Kind" schon selber. Herumlungern würde ich nie und nimmer unterstützen, auch nicht beim eigenen "Kind".
VG

Nein, das "Kind" macht seinen Abschluss nach, somit ist es weiter unterhaltsberechtigt!

Mein Kind ist auch volljährig und "bastelt an seinem Abschluss", genauso wie der Großteil seiner Klasse.

Natürlich bin ich ihm unterhaltspflichtig, von was sollte er auch sonst leben, vom Staat?

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Kommentarlos nicht. Es handelt sich ja nach Deinen Infos weder um ein hilfloses Kleinkind noch um einen Pubertierenden in der Hochphase.

Nein, es ist nicht egoistisch einen Lösungsvorschlag zu verlangen.

Auf die Straße setzen wäre allerdings auch nicht akzeptabel.