Einzug des Stiefkindes kommentarlos hinnehmen ?

    • (1) 20.05.19 - 22:05
      Kariertgestreift

      Bitte um ehrliche Meinung: würdet ihr den Einzug des Stiefkindes kommentarlos hinnehmen, wenn es
      A: plötzlich und unerwartet ist
      B: das Kind volljährig ist und keinen Abschluss hat aber recht erfolglos dran arbeitet anstatt Arbeit zu suchen
      C: keinen Plan hat wie es weitergeht
      D: der allein Erziehungsberechtigte das Kind nicht mehr bei sich wohnen lassen will
      E: finanzielle Eigenmittel keine
      F: der Unterhalt aber aufs Konto des Kindes geht
      Bin gerade ratlos wo meine Zuständigkeit beginnt und wo endet. Ich helfe gern, aber hier betrifft es ja auch meinen Alltag und den meiner Kinder. Kann ich nicht erwarten, dass sich die Eltern um eine Lösung bemühen ? Bin ich zu egoistisch, wenn ich von meinem Partner hier einen Lösungsvorschlag erwarte?

      • Dir werden hier nun viele schreiben, dass du dir nu mal einen Mann + Kind ausgesucht hast, es die beiden nur im Doppelpack gibt und du natürlich damit rechnen musst, dass das "Kind" plötzlich bei euch wohnen wird. Was du dann hinzunehmen hast.

        Das ist nicht meine Meinung und ich würde die von dir geschilderte Situation keinesfalls einfach so hinnehmen.

        Dreh- und Angelpunkt ist dein Mann, nicht das Stiefkind. Wenn sich dein Mann und du nicht einig werden, bleibt dir nur die Konsequenz zu ziehen.

        Wie steht denn dein Mann dem Ganzen gegenüber? Könnt ihr euch auf eine gemeinsame Linie einigen?

        Kommt darauf an, wie alt das "Kind" ist. Unbegrenzt sind Eltern nämlich nicht verpflichtet, ein Faultier zu unterstützen. Unterhaltsverpflichtet bei Volljährigkeit ja, aber das Kind ist verpflichtet, die Ausbildung zügig abzuschließen oder sich eine Arbeit zu suchen, sonst wird der Unterhaltsanspruch verwirkt. Alles im Internet zu finden.
        Ja, ich wäre ziemlich angefressen, wenn ich nicht gefragt bzw mit einbezogen worden wäre. Selbstverständlich muss ein Plan bestehen, wie und wie lange die Unterstützung aussehen soll. Verständlich, dass er seinem Kind helfen will, aber natürlich muss er Dich mit einbeziehen.
        LG Moni

        Allein schon die Organisation des Alltags mit Zuständigkeiten für Kochen, Waschen, Putzen und Bügeln in Bezug auf das Stiefkind sollte geregelt werden.

        Ich würde mir das nicht ans Bein binden. Das Stiefkind ist erwachsen und sollte Verantwortung übernehmen.

        Auch wäre zu klären wie lange das Stiefkind bleiben kann und wann der Abschluss gemacht werden muss.

      • Hallo
        Was heißt volljährig genau und was kann man unter „recht erfolglos dran arbeitet“ genau verstehen? Warum wurde dein Stiefkind beim anderen Elternteil rausgeworfen?
        Du schreibst zwar einiges, aber so richtig schlau werde ich nicht. Du kennst deinen Partner doch. Ihr müsst euch doch irgendwie unterhalten, wie sieht er die Lage und die Zukunft? Oder meinst du mit Lösungsvorschlag lediglich den Einzug, der dir aufgrund der aktuellen Lage vielleicht nicht recht ist?
        Dein Stiefkind hat offensichtlich einen Draht zu euch, was in der Lage vielleicht nicht gerade schlecht ist. Manchmal braucht es einen kleinen Anstoß und, trotz Volljährigkeit, auch einen gewissen Rückhalt. Du musst nicht begeistert im Dreieck hüpfen, aber dein Partner hat auch gegenüber dem volljährigen Kind, je nach Situation, eine gewisse Verantwortung. Wenn auch mehr oder wenig nur noch moralisch.
        Gnadenlos sagen Pech, du bist volljährig. Kann man machen, aber ob das für die Zukunft oder die Beziehungen untereinander hilfreich ist?
        Wenn dein Partner nicht in die Gänge kommt, dann beweg ihn dazu. Das Kind braucht nicht Hotel Mama/Papa, sondern Hilfe zur Selbsthilfe mit klaren Absprachen. Alleine von dem was du schreibst, würde ich dem Stiefkind diese Chance geben.

        LG

        Eine Chance geben. Vielleicht wacht das Stiefkind ja auf.
        Ihr könnt ja Forderungen stellen: Beteiligung am Haushalt, etwas Miete etc.

        • (7) 21.05.19 - 08:12

          Hallo

          Das kind ust zwar volljährig, hat aber, dadurch das es noch an seinem Anschluss bastelt, einen Unterhaltsanspruch gegenüber beider Eltern.
          In dem Fall muss die Km Unterhalt zahlen.
          Ich als VAter würde das Kindergeld vom Kind einfordern und als "Miete" nehmen.

      Was würdest du denn für deine Kinder in dieser Situation tun?
      Und wie sollte dein Partner darauf reagieren?

      Mich würde an erster Stelle interessieren, warum das Kind umziehen soll. Das kann man nur raten, da es aus den Schilderungen nur vage hervorgeht. Soll das Kind durch die neue Wohnsituation motiviert werden zu arbeiten und/oder einen erfolgreichen Abschluss zu machen, da der bisherige Elternteil überfordert ist? Was verstehst Du genau unter "Lösungsvorschlag"?

      • (10) 21.05.19 - 20:31
        Kariertgestreift

        Beweggründe sind, das die Mutter der Meinung ist ihr Leben sei wegen dem Kind zerstört. Sie sei schuld an Geldknappheit, fehlendem Partner, körperlicher Schwäche etc alle Unzufriedenheit wird dem Kind vorgehalten. Dazu enge Wohnverhältnisse, da man lieber außen hui wohnt als günstig am Stadtrand. Ich verstehe das die Situation schwer ist verstehe aber nicht warum man ein Kind so psychisch fertig macht und auf Studium pocht anstatt sie aus Rache Gedanken am Vater zum Abitur zwingt das sie nie schaffen kann da sie schulisch einfach schwach ist. Wäre sie einfach in die Lehre gegangen wäre die schon selbständig und müsste nicht noch mit solchen Niederschlägen rechnen wie nicht bestandener Prüfung und Abhängigkeit wegen unselbständigigkeit.

    Nein, würde ich nicht hinnehmen. Das "Kind" ist volljährig und geht keiner Ausbilding nach , damit entfällt der Unterhalt. Ich wäre behilflich beim Gang zum Amt und bei der Suche nach einem WG Zimmer, aber nicht bei dessen Finanzierung. Ab und an mal zu Besuch und mitessen, klar. Aber seinen Allerwertesten bewegen müsste "das Kind" schon selber. Herumlungern würde ich nie und nimmer unterstützen, auch nicht beim eigenen "Kind".
    VG

    • (12) 21.05.19 - 08:13

      Nein, das "Kind" macht seinen Abschluss nach, somit ist es weiter unterhaltsberechtigt!

      (13) 21.05.19 - 08:28

      Mein Kind ist auch volljährig und "bastelt an seinem Abschluss", genauso wie der Großteil seiner Klasse.

      Natürlich bin ich ihm unterhaltspflichtig, von was sollte er auch sonst leben, vom Staat?

      • (14) 21.05.19 - 09:20

        Das würde bedingen, dass dein Kind zur Schule geht (oder ein Studium/eine Ausbildung absolviert). Dann ist natürlich auch Unterhaltspflicht gegeben! Sonst nicht. Dann würde es von Arbeit leben, wie andere Erwachsene auch.

        • (15) 21.05.19 - 09:29

          Sicher geht mein Kind zur Schule.

          Aber beim Stiefkinder TE kann es doch genauso sein, das wäre jedenfalls das Nomalste, wenn er gerade einen Abschluss macht.
          Und erst Abschluss, dann Ausbildung und arbeiten ist doch auch sicher der sinnvollere Weg.
          Sie schreibt, dass er planlos ist (wie sehr viele junge Menschen), aber nicht, dass er faul ist und nichts tut. Er verdient nur kein Geld.

          • (16) 21.05.19 - 09:44

            Na gegen planlos kann man ja gut etwas tun. Der erste Plan sollte "Abschluss" sein (Schule/Ausbildung oder was auch immer) und dann können Praktika gemacht und Interessen herausgefiltert werden. Dabei können Vater, Mutter oder auch andere helfen.

            • DAS schreibt die TE:

              "B: das Kind volljährig ist und keinen Abschluss hat aber recht erfolglos dran arbeitet anstatt Arbeit zu suchen "

              Ich finde die Reihenfolge sinnvoll und den Grund für die Erfolglosigkeit kennen wir nicht.
              Es kann ja nicht sein, dass z. B. dumme Kinder automatisch bei Volljährigkeit rausgeworfen werden.

    Das Kind macht gerade einen Schulabschluß!

Kommentarlos nicht. Es handelt sich ja nach Deinen Infos weder um ein hilfloses Kleinkind noch um einen Pubertierenden in der Hochphase.

Nein, es ist nicht egoistisch einen Lösungsvorschlag zu verlangen.

Auf die Straße setzen wäre allerdings auch nicht akzeptabel.

Hallo,

hab ich das richtig verstanden? Der Unterhalt, den dein Partner an das Stiefkind zahlt, geht weiterhin auf das Konto des Stiefkindes? Oder zahlt die Mutter jetzt Unterhalt?

  • (22) 21.05.19 - 08:05

    Eigentlich sollte niemand mehr zahlen, sofern das "Kind" keiner Ausbildung nachgeht und nicht die Schule besucht. Ich vermute aber, der Vater hat bisher gezahlt und seit dem 18. Geburtstag geht das Geld auf das Konto des/der 18Jährigen.

Habt ihr das nicht gemeinsam besprochen?

Normalerweise sollte es selbstverständlich sein, dass solche gravierenden Veränderungen in der Familie gemeinsam mit allen Beteiligten besprochen werden. Eigentlich besorgt man noch nicht mal einen Goldhamster ohne Zustimmung des Partners. Wenn du übergangen wurdest und vor vollendete Tatsachen gestellt wurdest, verstehe ich deine Verärgerung.


Davon aber mal abgesehen finde ich die Idee gar nicht so schlecht. Da ist ein offensichtlich etwas orientiereungsloser Jugendlicher, der versucht auf die Beine zu kommen. Als Elternteil ist man da mMn auch verpflichtet einzugreifen und zu unterstützen, die Verantwortung fürs Kind erlischt ja nicht mit der Volljährigkeit. Und wenn es bei der Mutter nicht klappt, ist natürlich der Vater in der Pflicht.
Wenn dein Stiefsohn bei euch wohnt, habt ihr ihn und seinen schulischen Werdegang im Blick, könnt helfen, motivieren und unterstützen. Und als junger Mensch ist es ja sehr sinnvoll erstmal einen ordentlichen Abschluss und dann eine passende Ausbildung zu machen.
Dass der Stiefsohn über keine eigenen finanziellen Mittel verfügt, sollte klar sein. Wie ihr das finaziell regelt, müsst ihr eben alle zusammen ausdiskutieren.

Selbstverständlich trägst du die Entscheidung mit. Es ist immerhin auch sein zuhause und das eurer kinder. ICH würde mir da gewiss kein Erwachsenes kind vor die Nase setzen lassen.

Wenn das Stiefkind mich freundlich behandelt, dann würde ich das nicht kommentarlos hinnehmen, sondern das Kind des Partners ebenso willkommen heißen wie mein eigenes in einer solchen Situation.

Ein Gespräch, wie man sich ein Zusammenleben vorstellt, würde ich aber erwarten. Pflichte und Rechten sollten schon klar sein.

Aus D folgt aber doch zwingend, dass ihr das Kind gerne aufnehmen solltet. Bei C und E könnt ihr unterstützen und gemeinsam dran arbeiten, dass es anders wird. F kann doch jetzt anders gelöst werden.

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