Psychische Belastung durch Kollegin (+ Tante meines Mannes) im Büro

    • (1) 21.05.19 - 12:24

      Hallo zusammen,
      vorab eine Info: der Text wird sehr lang werden; ich versuche, mich möglichst auf das Wesentliche zu beschränken.

      Ich sitze seit 6 Jahren mit einer Kollegin in einem Büro, die gleichzeitig die Tante und Patentante meines Mannes ist. Bevor ich ihn kennenlernte, kamen wir gut miteinander aus, und sie meinte öfter, dass ihr Neffe jemanden wie mich an seiner Seite bräuchte. Als ich ihn dann (teils durch sie, teils durch eine Dating App) kennenlernte und mit ihm zusammen kam, gab es 3 Monate später einen heftigen Streit zwischen mir und ihr. Auf Details gehe ich hier nicht ein; es war eine lapidare Situation im Büro, in der sie sich unfair behandelt fühlte und die sich hoch schaukelte. Daraufhin folgten im Abstand von ca. 4 bis 6 Monaten immer wieder mal extreme Streitereien; immer ausgelöst durch sie.

      Der Höhepunkt wurde erreicht, als sie letztes Jahr nach einem erneuten Streit meine Schwiegermutter (ihre Schwester) anrief und durch gewisse Aussagen mir gegenüber wie „Ich lasse nicht zu, dass du meiner Familie Schaden zufügst“ die Familie, die mit unseren Büro-Auseinandersetzungen rein gar nichts zu tun hatte, in all das hineinzog.

      Ich musste mir von ihr, nur weil sie bereits Mitte 50 und seit 25 Jahren in der Firma ist, anhören, dass sie meine Vorgesetzte sei, ich solle mir mal selbst zuhören wie ich überhaupt mit ERWACHSENEN spreche (ich bin 31!), und zu guter Letzt bezeichnete sie mich als „asozial“. (Nur um mal ein paar Beispiele aufzuführen…) Darüber hinaus hat sie mehrfach betont, wie frech und respektlos ich doch ihr gegenüber sei.

      Aber trotz allem was sie zu mir gesagt hat, wird von allen Seiten immer nur von MIR verlangt, dass ICH auf SIE zugehen und alles unter den Teppich kehren soll. Wie es mir dabei gehen könnte, fragt sich offenbar niemand. Natürlich steht mein Mann zu mir, aber sie ist eben auch seine Tante, wodurch er natürlich irgendwie zwischen den Stühlen steht.

      Ich ertrage die Situation im Büro einfach nicht mehr. Hinzu kommt, dass SIE sich die ganze Zeit als Opfer darstellt, und noch dazu heute beim Chef gewesen ist und ihm die angespannte Situation zwischen uns geschildert hat (nach mehreren Gesprächen zwischen ihr und mir hat sich einfach nichts gebessert, sodass ich mich dazu entschieden habe, die private Ebene beiseite zu schieben und lediglich auf beruflicher Ebene mit ihr zu kommunizieren). Sie bezeichnete mich nun auch vor ihm als „frech und respektlos“ und hat jegliche Fehler bei mir gesucht. Da der Chef erst seit Oktober 2018 in der Firma ist (den alten Chef interessierten unsere Probleme in keinster Weise), konnte er die Lage demnach nicht gut einschätzen und hat natürlich erst einmal versucht, auf mich einzureden. Als ich ihm dann aber kurz einige der bisher gewesenen Vorfälle schilderte, wendete sich das Blatt dann doch ein wenig und er hat mir nachher unter 4 Augen gesagt, dass meine Kollegin offenbar ein großes Problem mit sich selbst oder ihrem Leben haben muss, unzufrieden ist und sie das auf die Weise verarbeitet, indem sie andere „fertig macht“ (genau so sehen meine Kolleginnen, die auch so ihre Probleme mit ihr haben, es übrigens auch). Die Lösung soll nun sein, dass ich ab nächster Woche in ein anderes Büro gesetzt werde. Ich bin dem Chef dankbar, dass er das Ganze ernst nimmt. Aber wie er selbst sagte „Es ist nur eine Art ‚Pille‘, die ich Ihnen jetzt verabreiche. Das Grund-Problem muss aber anders gelöst werden.“

      Jetzt also zu meiner eigentlichen Frage: da ich ja auch gezwungenermaßen privat mit ihr zu tun habe, weiß ich einfach nicht, wie ich mich ihr gegenüber verhalten soll. Wenn ich familiäre Veranstaltungen meide, auf denen sie auch dabei ist, würde ich den Rest der Familie nicht mehr sehen. Das möchte ich nicht. Wenn ich ihr aber begegne und sie nicht so wie alle anderen zur Begrüßung umarme, bekomme ich gleich vorwurfsvolle Blicke von allen Seiten zugeworfen und muss mich rechtfertigen und am besten noch entschuldigen.

      Diese Frau macht mich psychisch einfach am laufenden Band fertig und es gab schon die Situation, dass ich für 2 Wochen krank geschrieben war, weil ich durch den ganzen Stress extrem starke Unterleibsschmerzen bekam. Ich mache mir extreme Sorgen um die Gesundheit meines Babys (ich bin jetzt in der 16. SSW) und eben auch um meine. In der 7. SSW war ich im Krankenhaus, weil ich das Baby fast verloren habe (starke Sturzblutung). Als Risikoschwangere wurde ich zwar nicht eingestuft, aber ihr könnt euch sicherlich vorstellen, worum meine Gedanken ununterbrochen kreisen.

      Habt ihr eine Idee, wie ich mit all dem umgehen soll? Nach der Elternzeit möchte ich mir definitiv eine andere Stelle suchen; so viel steht fest. Aber ob ich etwas passendes finde, weiß ich ja nicht, und dann bleibt da ja immer noch der private Bereich.

      Ich hoffe einfach nur, dass meine Schwangerschaft trotz allem gut verlaufen wird und ich ein gesundes Baby bekomme.

      • Hallo Bele.
        Als erstes: Fühl dich gedrückt!
        Hast du dich schon mal mit dem Thema Narzissmus beschäftigt? Vielleicht erkennst du darin die Tante deines Partners ja wieder. Es gibt viele Artikel dazu. Sollte es sich wirklich um narzisstische Züge oder sogar einer Narzisstin handeln, ist Abstand das einzige, was du wirklich tun kannst. Versuch dich nicht von diesem Verhalten verletzen zu lassen und zeig ihr so wenig negative Gefühle wie möglich! Ich weiß, dass das total schwer ist, aber nur so wird sich das negative Verhalten dir gegenüber ein wenig bessern, wenn auch niemals ganz! Deshalb solltest du wirklich viel Abstand halten! Ein anderes Büro klingt doch schon mal gut 😊!
        Ich wünsche dir alles Gute und eine schöne Schwangerschaft ❤.
        Liebe Grüße,
        Bienchen mit zwei Mädchen an der Hand und Krümel 💙 im Bauch ( 19. SSW )

        • Damit meine ich natürlich nicht, dass du dich "unterbuttern" lassen sollst, sondern Grenzen ziehen! Was sie erreichen möchte ist, dass du dich aufregst und dich selber bloßstellst. Wenn du ihr aber kein Gefühl gegenüber bringst, auf Abstand gehst, nimmst du ihr die Bühne 😉.

          • Mit dem Thema "Narzissmus" habe ich mich tatsächloch noch nie beschäftigt. Das werde ich gleich mal machen. Danke für diesen Hinweis! Und auch sonst für deine lieben Worte <3 Es ist schön, wenn man von Außenstehenden Verständnis bekommt und nicht endgültig verzweifeln muss. DANKE :-)

          • Ich finde diese Verdachtsdiagnosen von Laien aufgrund eines kurzen Textes betreffend einen Fremden ohnehin nicht angebracht, inwiefern würdest Du ihr etwas anderes raten, wäre die Tante einfach nur ein A....h?

            • Danke für deine Antwort. Ich finde es interessant, dass du aus meiner Antwort zur TE eine Diagnose rausliest. Ich würde jeder Person diesen Rat geben, da ich in erster Linie von einem A....h ausgehe, wie du es so nett formulierst. Ich denke, dass du dich sehr gut mit narzisstischem Verhalten auskennst, was ja auch ein A....h an den Tag legt. Sicherlich ist dir auch bekannt, dass jeder Mensch narzisstische Züge hat.
              Liebe Grüße,
              Bienchen

              • Eine VERDACHTSdiagnose, schrieb ich.
                Dass Du meine Frage nicht beantwortest, war zu erwarten :)

                • (8) 21.05.19 - 16:28

                  Habt euch bitte lieb ;-)#herzlich Ich wollte nur meine Situation grob schildern, und da ich mittlerweile recht ratlos bin bzw. war, dachte ich, vielleicht gibt es ja jemanden mit einem guten (oder gut gemeinten) Rat für mich.

                  Ich weiß, dass es schwer ist, die Lage für Fremde einzuschätzen, ohne die dahinter stehenden Personen zu kennen. Aber möglicherweise war / ist jemand ja in einer ähnlichen Situation und kann mir seine Erfahrungen dazu berichten...

                  Bitte nicht hier gegenseitig angreifen :-)

                  • (9) 22.05.19 - 09:57

                    Alles gut, ich reg mich nicht auf :) mich stört nur (speziell hier im Forum), dass bei jedem Problem gleich eine gravierende Persönlichkeitsstörung oder psychische Erkrankung vermutet wird.
                    In jedem 2. Thread über zwischenmenschliche Probleme wird einer der Parteien eine solche Diagnose verpasst, ohne auch nur beide Seiten gehört zu haben.

                    Dir alles Gute, Du hast ja jetzt mehr Abstand im Job und privat würde ich mich auch nicht verbiegen, nur, weil das irgendwer von Dir erwartet.

                    W

      (10) 21.05.19 - 13:12

      Paroli bieten. Schildere deinem Partner deine Seite genau so, wie du es hier getan hast und sage ihm, dass du das einfach alles nicht mehr so hinnehmen willst und wirst.

      Danach würde ich nicht mehr schlucken, sondern offen zu dem stehen, was los ist.

      Auf Familienfeiern musst du sie nicht umarmen. Wenn wer blöd guckt, gucken lassen. Wenn du deswegen blöd angeredet wirst, gleich kontern mit: Ich umarme nur Menschen, die mir Gutes wollen. Thema erledigt.

      Lass dich nicht zum Spielball der Tante machen. Vielleicht überlegst du auch, die Situation mit deinem Partner deiner Schwiegermutter zu erklären. Auch mit den Folgen, die das auf dich und deine Schwangerschaft hatte.

      Narzissten darf man keine Bühne schenken.

      • (11) 21.05.19 - 13:34

        Danke dir! Meinem Partner hatte ich die Situation bereits ganz am Anfang und dann jedes Mal nach jedem Streit geschildert. Er hat mich nicht nur verstanden, sondern sagte dass ich besser kündigen soll. Aber erstens hatte ich Angst davor, einen neuen Job zu beginnen, und zweitens wollte ich das auch irgendwie nicht. Denn ich mache meine Arbeit einerseits gerne, und andererseits wollte ich sie nicht "gewinnen" lassen, indem sie mich aus dem Büro vertreibt.

        Dein Satz "Ich umarme nur Menschen, die mir Gutes wollen" gefällt mir. Den speichere ich so ab.

        Vielen Dank nochmal <3

    (12) 21.05.19 - 13:46

    Ich habe ein ähnliches Problem, aber bei weitem nicht so schlimm wie bei dir.
    Die Schwester meines Mannes kann mich und auch meinen Mann, ihren Bruder, nicht leiden. Mittlerweile begrüßt sie uns auch nur noch per Handschlag, wenn überhaupt. Obwohl es überhaupt keinen Vorfall oder Streit gab.
    Sie hat allen zu Weihnachten gesagt, dass sie schwanger ist. Sie hat anscheinend jedoch gewartet bis wir weg sind, denn sie hat es uns bis heute nicht gesagt. Wir wissen es nur durch meine Schwiegermutter. Das Baby soll im August kommen.
    Ich muss mittlerweile seit 7 Jahren mit ihr umgehen und hab es für mich abgehakt. Ich möchte mit ihr kein besseres Verhältnis mehr. Dafür hat sie auch genug andere Dinge getan, die nicht ok waren und ich habe ihr oft genug eine weitere Chance gegeben. Für mich ist das erledigt.
    Wenn sie auf Familientreffen uns nur mit der Hand begrüßt oder selbst das auslässt, dann soll es so sein. Ich bin bereit für ein „Guten Tag“ und „Auf Wiedersehen“ und mehr nicht. Meine Schwiegermutter hat angeblich von alledem seit den ganzen Jahren nichts mitbekommen. Sie will nur keinen Streit. Aber das ist meiner Meinung nach nicht immer das beste.

    Es ist sehr schwer in deiner Situation. Lass dich nicht unterkriegen. Auch wenn sie die Tante ist, ist sie ein Mensch mit Fehlern. Und du musst nicht alles hinnehmen, denn du gehörst als Partnerin von deinem Freund/Mann auch zu der Familie.

    Ich wünsche dir alles Gute. Denk an dich und dein Baby.

    • (13) 21.05.19 - 14:31

      Danke dir #herzlich

      (14) 21.05.19 - 16:26

      Oh der Text könnte von mir sein. Die Schwester meines Mannes ist genau so. Sie ist 22 hat bereits drei kinder und ist Erzieherin allerdings ohne parktische Erfahrung nur Ausbildung. Aber sie hält sich für die beste und erfahrensten und muss gegen alle Erziehungsmethoden und Weise etwas dagegen argumentieren und Tipps geben die man nicht braucht. Auch hasse sie es wenn wir mit unseren kindern bei Familie feiern da sind. Sie möchten mit ihren Kindern im mittelpunkt stehen und alles muss sich um sie drehen. Mein Mann sagt sie war schon immer so und wird sich nicht ändern.

(15) 21.05.19 - 14:00

Obwohl dein Text ganz lang war, ist leider nicht klar geworden warum deine Tante so plötzlich ein Problem mit dir hat wo sie doch vorher dich als Schwiegertochter für ihren Neffen gewünscht hat#kratz irgendwas muss ja vorfallen das sie dich plötzlich so sehr "hasst" ?

  • (16) 21.05.19 - 14:30

    Ich wüsste keine Situation, in der konkret etwas "vorgefallen" sein könnte. Aber wenn ich die letzten Jahre mal so reflektiere, ist mir aufgefallen, dass sie mich damals als junges, schüchternes Mädchen kennengelernt hat, welches zu allem "Ja und Amen" gesagt und Probleme mit sich selbst ausgemacht hat. Als ich mich aber von meinem damaligen Exfreund getrennt, mir ein neues Leben in einer eigenen Wohnung aufgebaut und für mich beschlossen habe, selbstbewusster durch's Leben zu gehen und auch mal NEIN zu sagen bzw. den Menschen zu sagen was ich denke, ging es mir persönlich zwar besser damit, aber ich glaube genau das war der ausschlaggebende Punkt, warum sie plötzlich nicht mehr mit mir zurecht gekommen ist. Ich habe ihr gesagt, wenn mir etwas nicht passte - was eben vorher nie der Fall war - und ich kann nur vermuten, dass es irgendwie damit zusammen hängt...

(17) 21.05.19 - 14:04

Was ich mich immer frage, und das hat jetzt nicht direkt was mit dir zu tun: Es häufen sich in diesem Forum diese Art von Beiträgen, in den von "Mobbing/Bossing" etc. geschrieben wird, und dieser Zustand ist plötzlich in der Schwangerschaft nicht mehr aushaltbar, wurde aber vor der Schwangerschaft scheinbar gut toleriert.

Wenn ein Job so schlimm ist, dass man es kaum mehr aushalten kann, dann sucht man sich etwas Neues und dann ist es einem auch egal, was andere denken könnten...

  • (18) 21.05.19 - 14:36

    Da muss ich dir einerseits recht geben. Aber wenn ich mal von mir spreche, dann war es bei mir zum einen so, dass ich mich ja vorher mit ihr verstanden habe und wahrscheinlich immer irgendwie gedacht habe, das sei nur eine Phase und legt sich irgendwann wieder. Hätte ich gewusst, dass dieser Terror 3 Jahre andauern würde, wäre ich vielleicht eher einen anderen Weg gegangen. Außerdem kam dann noch hinzu, dass mein Mann und ich vor 2 Jahren ein Grundstück gekauft und anschließend ein Haus gebaut haben. Ich hatte große Angst davor, den Job zu wechseln - was ja immer mit einer zu bestehenden Probezeit verbunden ist - und zu riskieren, dass wir das Haus nicht mehr bezahlen können. Da kam vieles zusammen, weshalb ich quasi die Zähne zusammen gebissen habe.

    Und nun ist einfach eine Grenze überschritten, weil es mir einfach nicht nur psychisch, sondern eben auch aufgrund der Unterleibsschmerzen noch körperlich schlecht geht und ich an der Stelle auch noch Verantwortung für einen zweiten Menschen habe, den ich noch in mir trage.

    Ich glaube, wenn solche Situationen in der Schwangerschaft vorkommen, ist man tatsächlich eher bereit, alles Mögliche dagegen zu unternehmen; aus Sorge um das Kind. Vor einer Schwangerschaft hält man glaube ich vieles irgendwie besser oder zumindest anders aus...

(19) 21.05.19 - 15:38

Ich habe eine ähnliche Situation mit sehr starker psychischer Belastung, mit bei den Eltern stänkern, mir vorwerfen ich wäre nur an meinem eigenen Stolz interessiert, würde eine schlechte Mutter werden, etc. Nur dass es sich dabei um meine eigene Schwester handelt.

Ich habe jetzt jeglichen Kontakt blockiert, und werde diesen erst wieder aufnehmen wenn sie sich entschuldigt. Tut zwar weh, aber nochmal riskiere ich keine vorzeitigen Wehen.

(20) 21.05.19 - 15:51

Hallo.

Ich glaube, dass sich das alles ganz bald wieder einrenkt. Was soll sie dir auch noch anhaben können, wenn du ab jetzt eh nicht mehr mit ihr zusammenarbeiten musst? #gruebel

Du kommst in ein anderes Büro und gut ist´s. ;-) Freu dich. Mit den anderen Kollegen/innen kommst du ja scheinbar gut aus.

Und wenn du die Tante auf Familienfeiern triffst, dann verhältst du dich ganz normal ihr gegenüber.#schein

Ich verstehe nicht, warum du nach deiner Elternzeit dort nicht mehr arbeiten möchtest. Jetzt ist doch alles geregelt. Zumindest das Berufliche.#kratz

  • (21) 21.05.19 - 16:25

    Danke dir für dein Feedback. Ich möchte dort weg, weil unser Büro lediglich aus 15 Angestellten besteht, wovon wir beide die einzigen sind, die die Buchhaltung machen. Das heißt, wir haben den gleichen Job und müssen uns regelmäßig zuarbeiten, einige Dinge auch gemeinsam erledigen, Absprachen treffen, usw.

    Das separate Büro ist definitiv für den Übergang eine gute Lösung; besser als täglich 8,5 Stunden mit ihr auf 10 qm zu verbringen. Aber es ist tatsächlich nichts für die Dauer, weil wir dann doch noch zu viele Berührungspunkte hätten.

(23) 21.05.19 - 16:26

Als erstes: Fühl dich verstanden. Tu ich wirklich.
Dann: Das Kind nimmt keinen Schaden - du kannst das nicht vorschieben, und darum sollst du dir keine Sorgen machen. Babys reagieren zwar auf den Stress der Mütter, aber es merkt ja auch, dass das nur ein Teil deines Seins ist. Es sind Frauen unter viel unhaltbareren Zuständen zu gesunden Kindern gekommen.
Das sage ich nur, um dich zu beruhigen, nicht um deine Sorge ins Lächerliche zu ziehen...

Ein Chef, der Themen aus einem Gespräch weitergibt, würde ich nicht mehr ernst nehmen. Glaub mir - genau so wird er auch deine Sachen weitererzählen. Als Chef tut man sowas nicht. Punkt.

Eine Lösung ist es nicht, aber bis du in Babypause gehst, hast du ja jetzt eine andere Sitzgelegenheit. Und nachher ist die Welt eh wieder eine andere.

Ich finde es auch schrecklich, wenn man nicht gerne arbeiten geht. Aber ich kann da nur sagen: Ich gebe so viel wie nötig und so wenig wie möglich von mir im Büro preis. Und damit bin ich immer gut gefahren. Ich komme mit allen gut aus, bin nicht angreifbar, habe schon ein oder zwei Ecken und Kanten um nicht farblos zu wirken... aber ich teile nichts privates... ich habe nicht mal Kinderbilder aufgestellt.

Ich würde die Chance der anderen Sitzordnung packen und mit ihr weiterhin auf Distanz gehen. Sie ist die Tante deines Mannes. Er ist dein Mann. Trotzdem bleib mit ihr so auf Distanz wie mit anderne im Büro auch.
Und dann: Hör deinerseits auf zu lästern. Du findest zwar, dass "alle anderen das auch so sehen" aber das weisst du ja nur, weil du am lästern bist. Somit, lass das. Es bringt dir nichts.

Eine Mediation kann übrigens auch helfen. Ich habe aber noch nie gute Erfahrungen damit gemacht. Solange der Mediator da ist, sind die Streitenden ruhig und finden einen Deal - sobald der Mediator geht, wird wieder gerechtfertigt, erklärt, gelästert, Seilschaften gebildet... aber es muss ja auch erfolgreiche Mediatoren geben. Sonst gäbe es den Berufsstand nicht.
Frag den Chef, ob er euch einen Mediator spendiert. Da du erst in der 16 SSW bist, könnte er noch zusagen. Mit jedem Monat mehr wird er weniger Lust darauf haben.

Weisst du - es ist nicht so, dass du weniger Rechte hast als eine "Altgediente". Aber du bist Schwanger. Somit nicht kündbar... aber die Frau sitzt schon so lange da - und ob du nach dem Kind überhaupt wieder kommst, weiss er nicht. Er wird sich also hüten, dich in eine bessere Situation zu stellen als sie....

Mein Rat daher: Setz mehr Gewicht aufs Privatleben und dass dort alles schön ist, nimm das Angebot mit dem neuen Büro und geh mit ihr auf Distanz. Beruflich und Privat. Sei nie mit ihr in einem Raum allein. Wenn sie durchstartet, sollen die anderen das mitbekommen. Dann nämlich kann dein Chef einen Anwurf wie "....wie redest du mit Erwachsenen" nicht mehr durchgehen lassen.

(24) 21.05.19 - 16:50

Hi du! also was diese seltsame Tante angeht muss ich sagen hast du es wirklich nicht einfach getroffen.
Wenn der Rest der Familie dir am Herzen liegt würde ich anfangs auf jeden Fall versuchen weiterhin zu den Treffen zu gehen egal ob sie da ist oder nicht. Schaut sie dich an oder siehst du sie unvermeidbarerweise einfach Hallo/Tschüss sagen und das wars. Weiterhin würde ich sonstigen Gesprächen so gut wie möglich aus dem Weg gehen.

Das ist die neutrale Lösung wie ich finde. Ich hab auch nen SChwager den ich aus dem Weg gehe nach einer Sache ( nicht so schlimm wie deine), aber bei 300km zwischen uns ein leichtes. Sonst würde ich es so machen wie vorgeschlagen, mehr kann der Typ von mir nicht erwarten.

Wenn das bei der Tante jedoch nicht funktioniert und sie keine Ahnung welche Aktionen startet würde ich mir vorbehalten die Feier zu verlassen . Und wenn das 2 oder 3 x so nicht anders ging könntest du dir immer noch überlegen zukünftig eben nicht mehr hinzugehen.
Das wäre meine Idee die sich sicherlich auch so anwenden würde.

Denn keiner kann von dir verlangen oder erwarten das du alles schweigend hinnimmst oder eben auch noch drunter leidest gerade wenn du ein Baby kriegst. Da geht das Kind vor.

Ela

(25) 21.05.19 - 19:02

es 3 Monate später einen heftigen Streit zwischen mir und ihr. Auf Details gehe ich hier nicht ein; es war eine lapidare Situation im Büro, in der sie sich unfair behandelt fühlte und die sich hoch schaukelte.

Was ist da passiert?

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