Kind besonders schlau?

    • (1) 22.05.19 - 14:01
      schlauemaus

      Hallo,

      ich gehöre durchaus nicht zu den Eltern, die immer betonen müssen, was ihr Kind schon alles kann und wie weit es schon ist. In letzter Zeit wurde ich aber immer wieder mal darauf angesprochen und achte nun auch verstärkt darauf. Also meine Tochter wird im Sommer vier und geht seit ihrem 1. Geburtstag in die Kita. Sie war sehr spät dran mit Laufen (3 Monate vor ihrem 2. Geburtstag) und auch relativ spät mit Sprechen (so mit 2,5 Jahren konnten wir uns gut verständigen), aber wenn sie etwas kann, dann richtig.

      Nun fallen mir immer mehr Sachen auf: Sie interessiert sich seit einem halben Jahr für Zahlen und Buchstaben. Das Alphabet hat sie sich selbst spielerisch beigebracht, um ihr Zimmer zu schmücken hängt ein Poster mit Buchstaben in ihrem Zimmer, sie kennt die Buchstaben und auch zu fast jedem Buchstaben passende Wörter. Gestern am Bahnhof habe ich versucht ihr das DB der Bahn zu erklären und meinte: D wie Daniel und B (hier fiel mir kein passender Name ein), da meinte sie direkt: wie Bayern.
      Im Restaurant am Wochenende wollte sie der Oma einen Brif schreiben und fängt an mit einem O, dann fragte sie mich, was dann kommt, da sagte ich ein M wie Mama, das hat sie sofort perfekt geschrieben und ein A hat sie von der Speisekarte abgeschrieben. Sie will das einfach wissen.

      Das gleiche mit Zahlen. Sie zählt bis 20, erkennt die Zahlen bis 10 auf Bildern und will jetzt die Uhr lernen. Ich versuche sie inzwischen zu bremsen und sage immer: Das lernst du alles früh genug, aber sie will es wissen.
      Inzwischen erkennt sie auch Fremdsprachen (französisch und englisch) und redet das nach. Auch Zusammenhänge versteht sie sehr schnell, ist schlagfertig und macht Witze. Sie liebt Spiele wie UNO und Mensch ärgere dich nicht. Sie ist extrem an Hörspielen interessiert und kann die Geschichten fast alle schon auswendig.
      Auch ist sie sehr geduldig, kann stundenlang mit Bügelperlen spielen (die ganz kleinen) und malen

      Jetzt meine Frage, da ich keine Vergleiche habe und das nicht mit anderen Eltern besprechen möchte, weil es sehr oft so klingt, als wolle man damit angeben: Ist das normal in dem Alter? Sollte man es weiter fördern oder mit anderen Dingen ablenken, die bei ihr nicht an erster Stelle der Interessen stehen (bspw. Sport oder so...).
      Ist es nötig mit einem Kinderarzt da mal drüber zu sprechen?

      Vielen Dank für Einschätzungen!

      • Also, das klingt für mich nach einem aufgeweckten Mädchen, das viel Freude am Lernen neuer Dinge hat. Vieles von dem, was du schreibst, insbesondere das Interesse an Buchstaben, Wörtern und Zahlen, klingt wie bei meiner Tochter und die wird im November 4 - und zumindest für meine Maus würde ich sagen, dass sie ein wissbegieriges Kind ist, sich leicht begeistert für Neues und vieles lernen/können will, aber übermäßig schlau im Sinne von hochbegabt ist sie sicherlich nicht. Lass sie einfach die Dinge in ihrem Tempo nach ihrem Interesse lernen, unterstütze sie, wenn möglich, aber lass sie vor allem Kind sein und sich frei entfalten und entwickeln.
        Und natürlich - Bewegung ist immer gut für Kinder, das kann nicht schaden das zu unterstützen!

        (3) 22.05.19 - 14:13
        HochbegabtWasSonst

        Hochbegabt! Klarer Fall....

        (4) 22.05.19 - 14:18

        Hallo,
        das klingt eigentlich alles ganz normal für eine fast 4-Jährige. Habe selbst drei Kinder und möchte behaupten, dass alle drei ähnliche Dinge wie deine Tochter mit fast 4 konnten. Meine Älteste konnte Oma etc. bereits mit 2 schreiben, ohne dass ich es ihr beigebracht habe. Wir haben keinen Test auf Hochbegabung machen lassen, obwohl uns das vom Kinderarzt empfohlen wurde. Jetzt ist sie fast erwachsen und macht bald Abi.
        Freu dich an deiner aufgeweckten Tochter.
        LG

        • (5) 22.05.19 - 14:52

          So *ganz* normal ist es vielleicht doch nicht, wenn euch vom Kinderarzt ein Test empfohlen wurde;-).
          Ich sehe es aber auch so, dass man keinen Test braucht, so lang es keine Probleme gibt.

          • (6) 22.05.19 - 15:10

            Genau, solange alles einigermaßen läuft, bringt so ein Test wenig. Und ja, sie konnte mit 4 schon einiges mehr als das was die TE beschreibt, aber meine anderen beiden konnten das beschriebene mit 4 auch und da hat noch niemand einen Test empfohlen ;-).
            Ich denke, alle die so schlaue Mäuschen haben, können letztendlich froh sein, auch wenn das in der Pubertät seine Nachteile haben kann. Dann hast du als Erwachsener nichts mehr zu lachen#schwitz#schwitz

            • Es gibt durchaus auch schlaue Mäuschen, die die Pubertät quasi unbemerkt durchtauchen - man muss nur die besseren Argumente haben ;-)

              (8) 22.05.19 - 17:07

              Ja, das denke ich auch.
              (Wobei der mit dem richtig hohen IQ hier problemlos durch die Pubertät ging, bei den beiden anderen hab ich mehr Befürchtungen;-))

      Kenne ich von meinen Töchtern auch, insbes. meine Älteste war in dem Alter so. Sie sind einfach schlau und dazu wissbegierig :-).

      Machen lassen, Fragen beantworten, nicht bremsen. Sie müsste das alles noch nicht können, es ist aber auch nicht ungewöhnlich.
      Schlau ist sie auf jeden Fall, freu dich drüber, wie schlau muss man jetzt noch gar nicht wissen.

    All die aufgezählten Dinge haben alle meine drei Kinder mit 4 auch gemacht ... freu dich einfach daran und interpretiere nicht über.
    Viel Spaß mit dem kleinen Schatz

    (13) 22.05.19 - 14:27

    Okay, danke schon mal für die Antworten und Einschätzungen.
    Ich hab deswegen auch gefragt, weil ich nicht was verpassen will, dass man mir später mal sagt: Das hättest du viel früher mal ansprechen müssen oder so, weil (was man so liest) ist es ja auch nicht immer ganz einfach mit schlauen Kindern oder auch kein Garant dafür, dass sie mal gut in der Schule sind - weil sie sich dann vielleicht langweilen.
    Aber wie gesagt, möchte ich sie jetzt auch nicht unbedingt so fördern, dass sie schon vor Grundschulalter Dinge kann, die man in der ersten klasse erst lernt.
    Vielen Dank schon mal :-)

    • Du kannst es aber jetzt nicht beeinflussen, ob dein Kind sich in der Schule mal langweilt. Lass dein Kind in seinem Tempo weitermachen, und *wenn* sie sich in der Schule langweilt, muss man handeln.

      Solange keine Probleme auftreten, sollte man die Finger von diesen Tests lassen. Ehrlich. Erfreu dich einfach an deinem wissbegierigen Kind.

      Das Label "Hochbegabt" führt oft zu vielen unnötigen Problemen mit Lehrern, Mitschülern,...

      Auch wenn Kinder intellektuell eine oder 2 Klassen überspringen könnten, ist die soziale Reife dafür oft noch nicht ausreichend.

      Liefer deinem Mädel einfach den gewünschten "Stoff" #liebdrueck

(16) 22.05.19 - 14:30

Zählen bis 20 und das Alphabet können in der Spielgruppe meiner 2 Jährigen fast alle. Mit gut 3 konnten die größeren Kinder alle die Uhr lesen (zumindest volle und halbe Stunden, Viertelstunde nach).
Eigene Namen, Mama,Papa,Oma etc malten auch alle mit 3, spätestens 4.

KEINS ist hochbegabt oder besonders schlau...

So war/ist meine Große (8) auch, aber hochbegabt ist sie sicher nicht. Sie ist an vielen Dingen interessiert und hat mir als Kleinkind Löcher in den Bauch gefragt, aber es gibt auch ganz viele Dinge, die sie nicht kann. So in etwa alles was Sport betrifft. Das hat sie wohl von mir😂

Ich kann dir nur raten, dass du dein Mäuschen mit Input fütterst, wenn sie danach giert. Ich bin selbst ein wissbegieriger Mensch und wenns mich juckt, forsche ich nach. So ist das bei Kindern eben auch.

Hört sich wissbegierig an aber nicht hochbegabt.
Ich konnte mit 4 lesen , bin aber nicht hochbegabt :)
Mensch ärgere dich nicht haben wir immer gespielt und da war ich auch 4 .
Also freu dich dass sie interessiert ist und gut ist
Lg

Das klingt nach einem klugen Kind. Ich würde mich darüber freuen.

Die Tochter einer Bekannten ist etwa auf dem gleichen Level, gerade was das Interesse für Buchstaben angeht. Allerdings wird sie im Sommer erst 3, also genau ein Jahr jünger. Von der Kinderärztin wurde geraten, sie zum Musikunterricht anzumelden, ihr quasi ein Ineressensgebiet anzubieten, das nicht im Bereich des Unterrichtsstoffs der Grundschule liegt. Dann kann sie jetzt ganz viel lernen und langweilt sich später nicht, weil sie vielleicht schon lesen kann.

Ich finde diesen Ansatz sehr plausibel. Vielleicht wäre das auch etwas für euch.

  • (22) 22.05.19 - 17:17

    Ich finde ihn nicht plausibel. Wenn ein Kind ohne viel Unterstützung mit vier lesen lernen kann, wird Musikunterricht es nicht davon abhalten. Ich wollte jedenfalls mit drei lesen, nicht musizieren und hab das Angebot meiner Oma, mir ein Klavier zu kaufen, immer abgelehnt, furchtbar unmusikalisch bin ich heute noch.

    Soll jetzt natürlich kein Argument gegen Musikunterricht sein.
    Aber ich glaube, ob ein Kind, das schon viel kann, sich langweilt, liegt vor allem auch an der LehrerIn.

(23) 22.05.19 - 15:51

hi,

ich würde mich an deiner stelle einfach darüber freuen. unternehmen würde ich nichts.

unser kleiner, fast 5 zählt zb.auch schon bis 30? rechnet bis 15 ohne probleme, macht einfache malaufgaben mit dem großen bruder und löst die tiptoispielerätsel "erste buchstaben" ohne probleme. er schreibt auch schon lange seinen namen und erkennt sehr viele buchstaben, wenn er sie irgendwo liest, oder weiß, mit welchem buchstaben ein wort anfängt. bei uns liegt es sicher daran, dass er einen großen bruder hat.
unser kleiner würde am liebsten schon im sommer mit in die schule gehen.
er sieht das alles vom bruder und ist da immer sehr interssiert und was er kann macht er dann mit. z.b. auch gedichte lernen. das findet mein mann immer witzig, wenn er dann am abend heim kommt und beide es vortragen können :-)))

lg
eddi

(24) 22.05.19 - 15:58

Hallo,

Deine Tochter ist schon ziemlich fit, finde ich.

Das kann eine Hochbegabung sein. Es kann eine Teilhochbegabung im sprachlichen Bereich sein, und es kann sein, dass sie einfach nur zufällig gerade Sprache spannend findet und dafür in anderen Bereichen weiter hinten ist, als andere Kinder, was sich später wieder ausgleicht.

Unsere Tochter (12, 6. Klasse) fiel damals auch so ähnlich auf und die ist ziemlich schlau.
Ob sie hochbegabt ist, weiß ich nicht, aber sie ist so eine Mischung aus Hermine Granger und Sherlock Holmes und in der Schule eine absolute Überfliegerin.
Sie hatte übrigens mit 4 selbst beschlossen, dass sie Lesen und Schreiben in der Schule lernen will, damit sie sich dort nicht langweilt.
Ich vermeide es normalerweise auch, mit anderen Eltern über das zu reden, was sie alles kann, weil es nach Angeben klingt, und das war auch schon im Kindergarten so. #schwitz

Ihr Bruder (9, 4. Klasse) ist getestet, sprachlich hochbegabt und insgesamt überdurchschnittlich intelligent. Der wirkt gegen seine Schwester in dem Alter immer etwas langsam und fiel eigentlich früher nur dadurch auf, dass er furchtbar verplant und verträumt war, bis er in der 2. Klasse eine Klasse übersprungen hat. Das hätten wir nie erwartet. #schwitz

"Sollte man es weiter fördern oder mit anderen Dingen ablenken, die bei ihr nicht an erster Stelle der Interessen stehen (bspw. Sport oder so...)."

Wir haben immer auf das reagiert, was die Kinder eingefordert haben und an Defiziten gearbeitet.
Unser Sohn hatte / hat immer mal wieder Baustellen. Er konnte z.B. erst sehr spät Farben zuordnen, Fahrrad fahren und schwimmen.

Wenn man die Kinder ausbremst, weil man verhindern will, dass sie sich in der Schule langweilen, holen die sich ihren Input anderswo und sind sauer auf einen. Außerdem lernen diese Kinder in der Grundschule schneller als andere und langweilen sich dann trotzdem.
Keines unserer Kinder konnte vor der Schule Lesen und Schreiben, aber das hat nicht lange vorgehalten.
Unser Sohn hat neben der Schule und den umfangreicheren Hausaufgaben der 3. Klasse, das fehlende Schuljahr in gut drei Monaten nachgeholt. Wenn man das Tempo an solche Kinder anpasst, kommen 3/4 der Grundschulklasse nicht mehr mit. #schwitz

"Ist es nötig mit einem Kinderarzt da mal drüber zu sprechen? "

Warum? Das ist doch keine Krankheit. ;-)
Nein, ernsthaft, das wird eigentlich erst in der Schule interessant oder problematisch. Wenn Eure Tochter so weiter macht, wäre eine Schule gut, wo sie in höherem Tempo lernen kann, ohne springen zu müssen, z.B. mit jahrgangsübergreifenden Klassen.

Wir haben unseren Sohn nur testen lassen, weil der in der Schule den Aufstand geprobt hat. Unsere Tochter trug und trägt die Langeweile in der Schule mit Fassung und wollte nie springen. Da sehen wir keinen Anlass dazu.

LG

Heike

(25) 22.05.19 - 17:02

Du wirst hier zu diesem Thema nur wenig hilfreiche Antworten erhalten.

Wenn jemand einen derartigen Thread eröffnet und aufzählt, was sein Kind kann, dann konnten alle anderen Urbia-Kinder das auch schon und sogar ein Jahr früher...mindestens....und besser....und die Geschwister auch noch. ;-)

Wenn man hier quer liest, habe ich eher das Gefühl, die meisten Kinder, die ich kenne sind minderbegabt. Davon können nämlich eher weniger vor der Schule schon lesen und deutlich schreiben und natürlich die Uhr, alle Zahlen, rechnen inkl Multiplikation, Puzzle niemals unter 100 Teilen (mit 2 Jahren natürlich) usw.

Schau dich eher in deinem Umfeld um und beobachte die anderen Kinder statt die Eltern zu fragen. Da hat man dann eher den Vergleich.
Oder man spricht mal die Erzieher in der KiTa an. Die kennen dein Kind doch schon lang und wissen am ehesten, was die meisten so können oder auch nicht.

Wenn dich da aber nach drei Jahren noch keiner angesprochen hat, würde ich das Thema wohl auch einfach ruhen lassen und mich freuen, ein aufgewecktes Kind zu haben.

VG Isa

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