Mehrfachmamas, habt ihr auch manchmal ein schlechtes Gewissen, dass ihr mehr als zwei Kinder habt?

    • (1) 22.05.19 - 21:18
      MehrfachmamaJaKlar

      Hallo,

      ich frage mal bewusst die Mütter mit mehr als zwei Kindern:

      Habt ihr manchmal ein schlechtes Gewissen, dass das einzelne Kind auch manchmal zurückstecken muss wegen der anderen Geschwister?

      Wir haben sehr bewusst mehr als zwei Kinder. Und das mit einem Altersabstand von immer ca zwei Jahren also eher eng beieinander.
      Wir lieben das Leben mit ihnen. Unsere Kinder verstehen sich untereinander sehr gut, spielen viel miteinander und streiten wenig. Für uns als Familie passt es perfekt.

      Nur ganz manchmal beschleicht mich das schlechte Gewissen. Immer dann, wenn ich Eltern mit einem Kind oder zwei Kindern begegne, deren Kinder mehr Aufmerksamkeit sei es zeitlich oder materiell bekommen.

      Zwei kleine Beispiele:

      a) Tochter hat eine Freundin, die reiten darf. Das gibt es nicht in unserer Nähe. Unsere Tochter darf das nicht, weil der zeitliche Aufwand einfach zu groß wäre. Ich hätte in dieser Zeit auch keinen, der nach den jüngeren Kindern schaut.

      b) Bring- und Abholsituation beim Turnen. Alle Eltern gehen mit rein und helfen dem Kind beim Umziehen. Ich bringe meinen Sohn (Vorschulkind) nur bis zur Halle. Umziehen muss er sich alleine. Beim Abholen hole ich ihn draußen vor der Halle. Warum? Weil ich noch mindestens zwei kleine Kinder dabei habe, die ich nicht mit reinnehmen kann (Umkleide völlig überfüllt) und auch nicht draußen stehen lassen kann. Mein Sohn kommt super damit klar, schafft das gut. Nur ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich die einzige Mama bin, die nicht hilft. (Obwohl ich an sich denke, das fördert auch die Selbstständigkeit, die sie in der Schule eh brauchen)

      Ich stehe völlig hinter unserer Entscheidung und würde nichts anders machen. Nur manchmal überkommt mich der Gedanke, was wohl andere Eltern denken.

      Wie geht es euch damit?

      PS: Und an die Mamas, die hier heimlich (;-)) mitgelesen haben, obwohl sie nur ein oder zwei Kinder haben: Denkt ihr manchmal so über größere Familien?

      • (2) 22.05.19 - 21:25

        Wo Licht ist auch Schatten und umgekehrt. Bei uns sind seltsamerweise ganz viele Einzelkinder oder Kinder mit nur 1 Geschwister zu Besuch. Die moegen scheinbar unseren Trubel. Klar manchmal waere haette. Aber das hat man ja immer mal. Egal wieviel Kinder oder keine. Ich versuche tatsaechlich exklusiv Zeiten mit nur 1 zu ermöglichen. Papa passt auf 3 auf und ich gehe mit 1 ins Kino z.b. Sport Instrument etc. Konnte ich bisher immer ermöglichen. Wohnen aber auch nicht ländlich. Mach dir nicht so viele Gedanken.

      Wir haben drei kinder mit grossen abständen - 14, 9 und 3 Jahre und ja, ich habe oft ein schlechtes gewissen - vor allem den beiden grossen gegenüber! Unsere kleinste kostet ihre babyrolle auch voll aus und ist gerne das nesthäkchen.

      Es ist einfach sehr schwer, allen dreien gerecht zu werden. Ein Wildparkbesuch ist für die grosse mittlerweile zu langweilig, ein grosser freizeitpark für die kleinste noch nix, die mittlere hängt mittendrin. ich kann und will aber auch nicht jedes wochenende alleine mit irgendwem was unternehmen. Meist muss sich am "schwächsten glied" orientiert werden, dafür wird dann mit den grossen MAL was besonderes alleine gemacht.

      Ich denke aber das geht jedem so.

      LG Bianca

    Ich habe 2 Freundinnen die 3 bzw 4 Kinder haben. Ich selbst bekomme jetzt mein 2. und möchte danach auch keins mehr. Ja ehrlich gesagt finde ich, das die Kinder meiner Freundinnen teilweise mehr Aufmerksamkeit verdient haben. Da laufen oft Dinge nicht wegen der anderen Kinder. Bei einer geht's auch nicht allen gut, die große hat große psychische Probleme wegen dem vielen Trubel und mangelnder Aufmerksamkeit. Das ist bei dir ja nicht.
    Ich arbeite in einer Kita und auch da denke ich manchmal das die Kinder mit weniger Geschwistern besser dran sind. Es liegt aber bestimmt auch oft an den Eltern und allgemeinen Familienverhältnissen.
    Wenn bei euch alles rund läuft ist doch gut. Das ist halt nur nicht überall der Fall.
    Meine Freundin sagt selber oft das sie überfordert ist mit den Kindern. Ehrlich gesagt wäre ich das bei 4 Kindern auch :-D
    Ich bin froh, das ich die Zeit habe meinen Sohn wenn er es braucht auch mal eine Stunde einschlafbegleiten kann.

  • Hab mal heimlich mitgelesen. Ich finde deine Situation mit dem Reiten hat nicht zwingend was mit der Kinderzahl zu tun. Wenn es zu weit ist ist es zu weit. Mit weniger Kindern wird auch nicht jeder zum Privat Chauffeur.
    Wenn es ihr später noch wichtig ist kann sich deine Tochter den Wunsch bestimmt irgendwann selbst ermöglichen. Geht halt leider nicht alles.
    Das mit dem Turnen finde ich super. Das tut deinem Jungen bestimmt gut. Ich komm mir wie ein Außenseiter vor weil ich meinen dreijährigen zu Fuß zum Kindergarten bringe (er darf Laufrad fahren) und uns alle mit dem Auto überholen. Wenn wir dann da sind helf ich so wenig wie möglich, damit er es lernt und sich dann mal, wie dein Sohn, alleine umziehen kann.
    Denke du machst das schon richtig. Bei wenigen Kindern muss man sich schon oft zurück halten sie nicht zu verwöhnen.

    PS: Und an die Mamas, die hier heimlich (;-)) mitgelesen haben, obwohl sie nur ein oder zwei Kinder haben: Denkt ihr manchmal so über größere Familien?

    Ehrlich gesagt ja. Aber nur, weil bei uns auch mal drei Kinder das Ziel sind. Ich bin gerade mit dem zweiten Kind schwanger und bekomme jetzt schon ein schlechtes Gewissen gegenüber meiner Tochter. Sie genießt gerade unsere volle Aufmerksamkeit, wir sind nur für sie da und dann wird sie im zarten Alter von 2 Jahren plötzlich entthront. Ich hoffe jetzt schon so sehr, dass wir es dann schaffen, sie trotz Babybruder spüren zu lassen, dass sie genauso geliebt wird wie eh und je. Mit dem dritten Kind wird es dann natürlich noch schwieriger. Theoretisch möchte man ja auch noch Exklusivzeit mit jedem einzelnen Kind haben. Natürlich nicht jeden Tag, das ist ja dann utopisch, aber doch ab und an mal.
    Also ich verurteile niemanden, der viele Kinder hat, aber frage mich einfach so für mich, wie man es schafft, jedem Kind gerecht zu werden.

    • (9) 22.05.19 - 22:18
      MehrfachmamaJaKlar

      Also Exclusivzeiten sind durchaus auch bei vielen Kindern möglich.

      Mit den größeren Kindern machen wir tatsächlich recht regelmäßig Aktionen sowohl mit Mama allein als auch mit Papa allein:
      Alleine ins Cafe gehen, ins Schwimmbad, beim Bauern xy Traktor fahren,...
      Das passiert nicht einfach so, das nehmen wir uns vor und planen es im Voraus.

      Die kleinen Zeiten täglich sind einfacher: Eine Runde UNO, ein Buch vorlesen, abends im Bett noch eine Runde plaudern.

      Unser ältestes Kind genießt Exclusivzeiten sehr. Das zweite fordert immer die Anwesenheit von Nr. 1 😊

      • So ist es bei uns auch. Der Große braucht schon Exklusivzeit und "Sonderrechte", der Kleine fragt sofort nach dem Großen, selbst wenn ich mit ihm im Tierpark oder z.B. Hamburger Mniaturwunderland war. Das würde dem Großen nicht einfallen.#schein#winke

Ehrlich gesagt ist das der Grund, warum ich zwei und nicht mehr Kinder habe. Mir tut in dieser Konstellation momentan schon die Große leid, die sich aufgrund des sehr aktiven kleinen Bruder, überwiegend alleine beschäftigen muss. Dennoch wollte ich kein Einzelkind, damit das Kind später nicht alleine ist, dass es mehr Familie hat, auch im Hinblick auf schwere Entscheidung. Wenn ich nun noch ein drittes Kind hätte, würden die anderen beiden wieder total zurückstecken müssen. Es würde mir so leid tun. Trotzdem denke ich über Familien mit mehreren Kindern überhaupt nicht schlecht. Ganz im Gegenteil. Ich bewundere eher die Mütter, die das wuppen können. Ich könnte es nicht. Ich unterstelle denen ehrlich gesagt, dass sie das gut meistern, weil sonst wären sie ja nicht so verantwortungslos noch ein und noch ein Kind zu bekommen.

Hallo,

Ich habe zwei Kinder (bald drei #schwitz) und mir tun meine Kinder jetzt schon leid, wenn das Baby da ist...dann habe ich sicher eine Zeit lang nicht mehr die Zeit, die ich jetzt für sie habe :-(...und das macht mich selber auch sehr traurig, denn ich liebe es, Zeit mit meinen Kindern zu verbringen, bei ihren Fussballmatches oder Aufführungen dabei zu sein, mit ihnen Ausflüge zu machen, Freunde zu uns einzuladen, mit ihnen ins Kino zu gehen oder Ski zu fahren, etc...

Klar sind diese Aktivitäten auch danach noch möglich, aber mit Baby ist alles doch erheblich schwieriger und überall hin kann man ein Baby ja auch nicht mitnehmen...

Das dritte Kind war nicht geplant, mir hätten meine zwei voll gereicht und ich war zufrieden so wie es war...

Wenn ich dann daran denke, dass es Familien gibt, die vier oder mehr Kinder haben, ja dann muss ich zugeben, beschleicht mich schon der Gedanke, dass diese Eltern ihren Kindern vielleicht nicht ganz gerecht werden können...das ist aber nur meine persönliche Einschätzung, ich lass mich gerne eines besseren belehren ;-).

Lg

Hallo

Ich habe ein Kind bisher, möchte aber gerne drei.
Ich finde deine Gedanken nachvollziehbar
Und ich werde wahrscheinlich auch solchen Gedanken haben.
Aber dies ist eine Momentaufnahme. Später haben die Kinder sich immernoch bis sie erwachsene werden. Sie sind und bleiben eine Familie. Die Zeit wird so rennen und irgendwann wird sich das Einzelkind vermutlich auch jemanden wünschen. Sei es weil die Eltern verstorben sind oder einfach eine Tante für die eigenen Kinder fehlt. Ich finde den Gedanken schrecklich.
Stell dir mal vor ein Einzelkind heiratet ein Einzelkind und das Kind hat somit kein Tante oder Onkel.
Dann lieber jetzt nicht so viele Möglichkeiten haben aber dafür eine glückliche Zukunft.

  • Wenn aufgrund Eifersucht und Neid unter Geschwistern Kontakte rigoros abgebrochen werden, haben die Kinder auch keine Tanten und Onkel mehr. Kommt öfter vor, als man glaubt.
    Hier bei urbia wird ja auch sehr schnell Kontaktabbruch empfohlen, wenn jemand sich benachteiligt fühlt.
    Familie hat schon lange nicht mehr den Stellenwert, den sie schon hatte. LG Moni

    • Mir und meinem Mann ist Familie sehr wichtig. Selbst meine Cousinen und Cousin sind wie Geschwister, weil wir als Kinder täglich was gemacht haben. Ich hoffe es sp weiter geben zu können.
      Aber sie haben Recht, das Forum rät häufig zum Kontaktabbruch.

      Schönen Abend und liebe Grüße

Hallo
Zu Beispiel a), Hobbys bei denen ein Kind dauerhaft auf Eltern Taxi angewiesen wären, sind doch immer schwierig. Das würde ich auch bei einem Einzelkind nicht anfangen wollen, aus unterschiedlichen Gründen. Ich kenne da auch nur Eltern deren Kinder in den Leistungssport kamen, die zweitweise dann viel mitgemacht haben.
Das natürlich doof und ich rede bei sowas auch ganz offen mit dem Kind. Ich hatte den Fall auch schon mit einem Kind. In dem Fall gab es keine Alternative und sie hat eine andere Sportart vertieft. Bei Pferden finden sich vielleicht irgendeine Möglichkeit.
Und zu b), stört es dein Kind?Nein? Also alles super. Für ein bisschen turnen muss er doch sicher auch nicht viel machen.
An "zurückstecken" denke ich bei "Familie" so nicht. Egal ob ein Paar ohne Kinder, Paar mit einem Kind... Wo mehrere Personen zusammenkommen, muss es auch Kompromisse geben. Manches geht nicht, mal passt es dem einen mehr,... Ganz normal, so ist das Leben.

LG

(17) 22.05.19 - 23:15

dieses schlechte Gewissen kenne ich auch ich versuche zwar einen Ausgleich zu schaffen aber das ist oft schwer meistens müssen sich die kleineren anpassen manchmal fühle ich mich gefangen . Die großen Kinder haben viel mehr an Terminen und fordern natürlich von sich aus auch mehr ,wie versuchen unseren Kindern vieles zu ermöglichen und sie zu unterstützen aber hier müssen alle mal in den sauren Apfel beißen anders ist es nicht möglich . Termine selektiere ich inzwischen der Bastelnachmittag im Kindergarten geht eben nicht weil andere Sachen anstehen , die Großen müssen dafür andere Abstriche machen hier gibt es zum Beispiel keine Geburtstagsfeiern mit Übernachtung . Ich finde es oft anstrengend und auch schade manchmal nur halb bei der Sache zu sein … Meine Zweitklässlerin tut sich schwer in der Schule oft fehlt es an Ruhe und Zeit um intensiver mit ihr zu lernen , der Große hat eine Schulaufführung für den dreijährigen ist es langweilig nach 20 Minuten sinkt die Laune so sehr das es besser ist kurz mit ihm rauszugehen #schwitz . Ich bin froh wenn ich alles irgendwie unter den Hut bekomme ich bilde mir auch manchmal ein die Gedanken von anderen Müttern die ein oder zwei Kinder haben lesen zu können vieles verstehen sie einfach auch nicht oder teilweise noch nicht weil ihre Kinder noch klein sind .

Hallo


Ich bin Mama von 3 Mädchen.

Schlechtes Gewissen habe uch nur dann wenn ich mich grade auf ein Kind konzentrieren möchte und mich dann eins oder beide anderen derart nerven das das ganze nicht klappt wie ich es mir vorgenommen hatte. Aber so ist das mit mehreren Kindern. Ich hab im KH eine Geburtsurkunde für die bekommen. Die Bedienungsanleitung haben sie vergessen bei zu legen. Und den pauseknopf hab ich noch nicht gefunden 😜


Neu in groben und ganzen sind wir sehr zu Frieden. Es gibt aber durchaus immer mal wieder Situationen wo ich denke das ein Kind oder maximal 2 jetzt sehr von Vorteil wären. Ich würde aber keine meiner zicken hergeben.

Alle mpssen hier mal zurück stecken. Es gibt hier kein klassisches Sandwichkind. Also klar theoretisch schon aber es ist nicht so das die mittlere am meisten zurück stecken muss weil die große viel mehr kann und die kleine viel mehr Hilfe braucht.
Nein! Und das war mir auch immer wichtig. Alle 3 egal ob 6 oder erst 1.5j müssen lernen das sie mal warten mpssen. Müssen lernen auf die anderen Rücksicht zu nehmen und untereinander zu helfen.

Unsere 6 jährige geht übrigens auch alleine zum Sport weil die beiden kleinen im Auto sitzen.

Wir parken an der Halle wenn der Trainer kommt geht sie mit. Solange bleibe ich.


Reiten. Tja das würde die mittlere gerne aber sie ist zu klein. Teils auch noch zu jung und es ist schwer was zu finden. Organisatorisch würde das irgendwie möglich sein.
Ebenso möchte sie in einen Chor aber das klappt zeitlich nicht. Es seiden ich würde der großen das Training streichen.... das ist eine Zwickmühle.
Sie macht jetzt bald ihr seepferdchen und möchte dann im DLRG bleiben. Zudem darf sie zur Musikschule. Das ist unser Kompromiss.
Wenn sie 5 wird ist sie alt genug für die leistungsgruppe wo sie alternativ gerne mitmachen würde.

Ballett war mal im Raum aber 70€ im monat für 30 min Training in der Woche ist es mir nicht wert. Da hätte ich bei den Geschwistern auch Nein gesagt.

Es ist zweifele ohne mit mehr als 2 Kindern organisatorisch teils etwas verzwickt. Aber ich denke alle 3 sind derweil zufrieden und es wird immer Möglichkeiten und Lösungen für Bedürfnisse geben....



LG

Ich bewundere Mamas von großen Familien für ihren Arbeitseinsatz.

Ich hab "quasi-Zwillinge" mit 1 Jahr Altersunterschied und die fordern mich schon ganz schön. Ich persönlich finde, bis zum Ende vom Kindergarten ist alles easy peasy, da hätte ich noch 10 Kinder kriegen können. Aber danach schlucken (zumindest meine) furchtbar viel Zeit und Energie für in Ruhe lesen mit ihnen üben und Reiten (bei uns reiten alle) hier und Fussball da und Tanzen dort und Pfadfinder da und eben tolle Aktivitäten am WE und 13 Wochen Ferien (bei uns geht keiner in die Ferienbetreuung) und jeder will gefühlt ne Tonne Freunde treffen und mit mir was tolles basteln oder für ne Arbeit üben etc.pp.

Mein Mann hatte angefragt, ob wir noch ein Nesthäkchen anschaffen ;-) aber schon der Gedanke an ein Baby in dem Grundschulzirkus hier hat mich gestresst.

Andere Kinder sind in dem Alter vielleicht weniger fordernd.

Wir haben nur ein Kind, und ehrlich gesagt: ja, so denke ich auch über Großfamilien. Wir hätten gerne ein zweites gehabt, aber das wird wohl gesundheitlich nicht klappen. Danach wäre aber Schluss gewesen. Aus genau den genannten Gründen. Ich bewundere Mütter, die viele Kinder gewuppt kriegen, aber ich würde das für meine Familie nicht wollen.

Ich habe nur 1 Kind, genau aus diesem Grund 😉. Mein Sohn war sehr "pflegeintensiv" wenn man das so bezeichnen kann.
Wir haben immer sehr viel Zeit mit ihm verbracht. Ich hätte es unfair gefunden wenn er wegen einem Geschwister zurückstecken müsste. Auch hätte ich beim Geschwister immer das Gefühl gehabt, ich verbringe nicht genügend Zeit mit ihm da der erste ja die volle Aufmerksamkeit hatte.
Mein Mann und ich sind beides Einzelkinder, für uns ist diese Konstellation ideal, ich denke für unseren Sohn auch. Er hat es immer genossen uns für sich alleine zu haben ich kann mich nicht erinnern das er Mal einen Geschwisterwunsch geäußert hat, im Gegenteil, er hat immer die Freunde mit Geschwistern bemitleidet wenn diese die jüngeren Geschwister mit zum spielen nehmen mussten und dies eigentlich nicht wollten oder sich nur so ständig mit den Geschwistern gezofft haben, da die Eltern darauf bestanden Geschwister müssen alles zusammen machen.

Ich denke sowas ist immer schwierig, für uns kam nie mehr wie 1 in Frage. Im Bekanntenkreis gibt es einige mit 3 und mehr Kindern, das empfinde ich als sehr schwierig, wohl weil ich da keine Routine habe.

LG
Visilo

  • (22) 23.05.19 - 13:43

    Hallo.

    <<<Er hat es immer genossen uns für sich alleine zu haben ich kann mich nicht erinnern das er Mal einen Geschwisterwunsch geäußert hat, im Gegenteil, er hat immer die Freunde mit Geschwistern bemitleidet wenn diese die jüngeren Geschwister mit zum spielen nehmen mussten>>>

    Genau das ist der Punkt. Ich habe von der Großen nie verlangt, dass sie ihre Schwester(n) mit zum Spielen nehmen muss. Ich habe die Zeit genutzt, in der alle freiwillig zusammen am Spielen waren. Ich habe nie von einem meiner Kinder verlangt, dass sie auf jemanden aufpassen oder spielen muss. Und die Große besonders möchte ihre Geschwistern nicht missen. Sie fühlt sich dadurch bereichert. Alle eigentlich untereinander. Ich finde es schön, gerade jetzt wo sie Erwachsen sind, wenn sie bei Feierlichkeiten sich über frühere Zeiten unterhalten. Welchen Blödsinn sie gemacht haben. Ich genieße es dann immer, wenn sie so zusammensitzen. Der Jüngste hat einen Freund der ist Einzelkind. Er hätte gerne noch ein Geschwisterchen gehabt, sah er es doch, wie es bei uns läuft. Er sagt auch manchmal, schade, dass ich kein Geschwisterchen habe. Auch wenn mein Sohn weit der Jüngste ist, genießt er doch seine großen Schwestern. Also ich bereue keines meiner Kinder und kann beruhigt sagen, ich habe kein schlechtes Gewissen.

    Da ihr es ja schon selbst nicht kennt ist es etwas verständlich, dass ihr nur ein Kind habt, haben möchtet. Ihr vermisst keine Geschwister, da es keine gibt.

    Ich habe auch zwei Geschwister und möchte sie nicht missen. Sie bereichern dann auch die Familienfeste. Auch wenn ich mich viel um meine Schwester kümmern musste, war sie keine Last für mich.

    Alles Gute euch allen.

    LG

    • (23) 23.05.19 - 15:10

      Ich denke das stimmt, was man nicht kennt kann man nicht vermissen. Vielleicht kenne ich zu viele Negativbeispiele 😉.

      Meine Cousine hatte 3 Geschwister, sie ist die älteste und es wurde immer erwartet daß sie sich um die jüngeren kümmert, ihr schien das nicht zu gefallen, sie hat jedenfalls nur 1 Kind, ihre Geschwister jeweils 2.

      Ich finde es liegt zum Grossteil an den Eltern wie es zwischen den Kindern läuft, bei 2 scheint es einfacher zu sein, bei 3 und mehr gibt es in unserem Bekanntenkreis ehr Probleme, das halt die Grossen als Babysitter und Bespasser ausgenutzt werden, das macht es dann zwischen den Geschwistern schwierig. Ein Freund meines Sohnes musste immer seine beiden jüngeren Geschwister mitnehmen, ich habe dann irgendwann diese Besuche unterbunden da sie unweigerlich in Streit und Tränen endeten. Die Kleinen ärgerten ständig die Grossen und zerstörten was sie in die Hände bekamen, damit kam mein Sohn nicht klar, er hatte das ja nicht täglich.
      Ein anderer Freund, auch mit 3 Geschwistern, liebte es bei uns weil es ruhig war, er nahm sich ein Spielzeug und saß stundenlang lächelnd und glücklich damit in einer Ecke und genoss die Ruhe. Das tat er wirklich, wir haben oft erlebt wie es bei ihm zu Hause lief, da hatte mein Sohn teilweise Angst da die beiden älteren Geschwister schon sehr aggressiv ihren Willen durchsetzten.
      Das mögen alles Ausnahmen sein.
      Ich finde es schön wie es ist, ich habe nie Geschwister vermisst, mein Mann auch nicht, weder als Kind noch später, ich denke beide Modelle haben ihre Vorzüge, vielleicht will mein Sohn mal viele Kinder 😉, das kann ich mir bei ihm allerdings im Moment nicht vorstellen.

      LG
      Visilo

      • (24) 24.05.19 - 06:31

        Hallo.

        Genau das meine ich. Wenn man viele oder mehrere Kinder haben möchte, dann sollte man sich auch selbst drum kümmern und nicht abschieben. Ich musste meine Schwester, 8 1/2 Jahre jünger, immer und überall mit hinnehmen. Fand ich irgendwann nicht mehr schön. Aber meine Mutter war, denke ich, überfordert mit drei Kindern. Mein Stiefvater (Vater von meiner Schwester) war am Anfang noch viel weg, da er studierte. Also musste ich eigentlich schon mit zehn in eine Rolle springen, die ich nicht wollte. Naja, das wollte ich meinen Kindern nicht aufdrängen. Das ist meine Aufgabe als Mutter und nicht der Kinder. Denke, deshalb war es bei uns auch nicht so stressig, wie man hier schon öfter liest bei mehreren Kindern.

        <<<Ein Freund meines Sohnes musste immer seine beiden jüngeren Geschwister mitnehmen, ich habe dann irgendwann diese Besuche unterbunden da sie unweigerlich in Streit und Tränen endeten. >>>

        Ja nicht nur das. Ihr seid ja keine Babysitter für die anderen Kinder. Wir hatten auch durch meine "vielen" Kinder mehr Kinderbesuch. Aber sie haben sich untereinander beschäftigt und ich musste nicht meine Zeit zur Aufsicht opfern. Aber es gab auch Kinder, die mit Anhang (Geschwister) kamen. Ich habe es auch bis zu einem bestimmten Punkt gedulet. Es wurde nur einseitig und das dann auch ständig. Da habe ich diese Besuche auch untersagt. Es gab sogar eine Familie, die ihre Kinder echt nach dem Frühstück rauschickten und sie sollten erst zum Abend wieder kommen. Die beiden gingen in die Klassen meiner beiden mittleren Kinder. Sie waren sogar so frech und sagten, wir dürfen hier mitessen, unsere Eltern haben es erlaubt. #schockIch hab sie dann ganz diskret zum Mittag nachhause geschickt und sie durften ab 14.00 Uhr wieder kommen. Das fand ich schon echt dreist. Habe aber auch erfahren, dass diese Kinder sich bei vielen Freunden so verhalten. Die Eltern schieben sie einfach ab. Machen sich noch nicht mal einen Kopf, ob sie Essen haben oder nicht. Das finde ich krass. Sie haben insgesamt vier Kinder und lebten in Trennung. Die Kinder taten mir dann auch leid. Aber ich muss das Spiel der Eltern nicht mitmachen.

        Wenn für euch das ok ist und auch erfüllt, dann ist das in Ordnung. Manche haben eben noch andere Träume als "nur" Kinder betreuen. Ich bin jetzt auch in dem Alter wo ich sage, ich habe meine Zeit als intensive Mutter gehabt. Jetzt darf ich auch mal wieder mehr Zeit für mich haben. Und das funktioniert sehr gut, da sie ja jetzt "verwachsen" sind und ihr Leben haben. Außer der Jüngste, aber der hat ja noch zwei große Schwestern, die er gerne ärgert und sie wohnen noch zuhause.#schein Aber das passt schon, sie würden sagen, wenn er stört. Aber sie gehen trotzdem liebevoll miteinander um. Es gab eine Zeit, wo die beiden mittleren (ein Jahr auseinander), sehr heftig aneinander geraten. Das tat mir echt schon weh, da sehr viel Spannung dann hier war. Aber jetzt ist wieder alles gut, die Teeniezeit überstanden.#hicks

        Alles Gute.

        LG

        PS: Ich mag auch ab und an mal meine Ruhe haben. Aber missen möchte ich diesen Trubel auch nicht.#freu

Wir haben Zwillinge plus Eins. Altersabstand 2 Minuten – 22 Monate… ich bin Einzelkind. Mein Mann hat einen kleinen Bruder, der fünf Jahre jünger ist ( Der also kein richtiger Geschwister ist, Altersabstand viel zu)

Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden drei Kinder zu bekommen. Vier wären auch o. k. gewesen. Aber aufgrund dieser tollen Abstand Situation haben wir es nicht noch mal riskiert. Irgendwie war die Familie dann komplett.

Natürlich haben die Kinder weniger exklusiv Zeit. Natürlich ärgere ich mich darüber, wenn meine Söhne beide ein Referat halten müssen und ich es nicht schaffe mit beiden ausreichend Zeit für die Vorbereitung zu verbringen und am Ende sogar vergesse, dass der eine am Montag und der andere am Dienstag reden muss und wir am Sonntag einfach alle nicht daran gedacht haben. Also nur der am Dienstag am Montagabend noch etwas Aufmerksamkeit dafür bekommen hat. Das ist aber kein schlechtes Gewissen, das ist „ich ärgere mich über mich selbst.“
Die kleine Schwester bekommt am wenigsten Aufmerksamkeit. Sie kann viele Dinge, die die Großen in dem Alter konnten nicht, die Eltern haben einfach nicht daran gedacht.

Dafür kann die kleine Dinge, die die Klassenkameraden unsere Söhne zum Teil nicht können. Sie bringen sich gegenseitig phänomenal Dinge bei. Unsere Kinder sind niemals allein, haben über jemanden zum spielen. Sie haben eine unglaublich vertraute und enge Basus und auch wenn es mal Krach gibt (zum Beispiel wegen einem Freund, der nur von einen der Freund sein möchte) schaffen es die Kinder für einander und miteinander zu leben.

Als ich ein Kind war habe ich es niemals vermisst keine Geschwister zu haben. Ich hatte die 100-prozentige Aufmerksamkeit von zwei Eltern. Heute würde man sie vermutlich Helikopter Eltern nennen. Ich habe wirklich die optimale Förderung dieser Zeit bekommen. Geschwister vermisse ich erst seit ich erwachsen bin. Und insbesondere vermisse ich Geschwister seit ich meine Kinder erlebe. Diese enge Gemeinsamkeit ist etwas, was mir im Leben fehlt und ich bin sehr froh meinen Kindern dies zu ermöglichen.

Top Diskussionen anzeigen