Sohn steht so schlecht auf - jeden Morgen Ärger

    • (1) 24.05.19 - 07:50
      Weck-mich-nicht

      Hallo und guten Morgen. Ich brauche einfach mal ein Meinungsbild von euch, vielleicht sehe ich danach irgendeine Lösung für mein Problem. Vielleicht ist euch nicht so richtig klar, das mein Problem ein echtes Problem ist. Vielleicht gibt es aber da draußen noch mehr Familien, bei denen jeder Werktag morgens ein echtes Drama ist.

      Mein Sohn ist 18 Jahre alt. Er befindet sich in einer Berufsausbildung. Durch eine chronische Erkrankung, die er schon sehr lange hat und gegen die er auch Medikamente nimmt, hat er immer schon sehr sehr gut geschlafen. Tief und lange. Seitdem er nun in der Ausbildung ist, muss er recht früh aufstehen. Ich habe ihn zunächst immer selbst geweckt. Das war schon furchtbar. Jeden Morgen gab es hier nach zig Versuchen ihn hoch zu bekommen, Ärger, Streit und schlechte Laune. Nachdem ich das nicht mehr wollte, stellt er sich nun den Handywecker. Der ist sehr laut. Liegt direkt neben ihm auf Bett. Er hat verschiedene Weckertöne gestellt, die quasi alle drei Minuten anspringen. Er schläft weiter. Ich habe es mal laufen lassen, 15 Minuten Dauer dideldidp scheinen ihn nicht besonders zu nerven - im Gegensatz zu mir! Auch jetzt gibt es jeden Morgen wieder zig Versuche von mir zusätzlich zum Wecker, dass er endlich aufsteht. Wieder Geschreie und wieder schlechte Laune nach über einer halben Stunde vergeblicher Mühe.

      Er muss pünktlich raus, weil er mit dem Zug fahren muss und der wartet bekanntlich nicht. Eigentlich fährt er mit dem Bus zum Zug.... eigentlich! Den Bus hätte er schon tausendmal verpasst. Ich fahre ihn dann zum Bahnhof. Ich weiß echt nicht, was mit ihm los ist. Und noch früher den Wecker stellen ist ja auch total bekloppt, er braucht ja auch Schlaf. In der Regel schläft er zwischen 7 Uhr und 9 Uhr Stunden jede Nacht, es gibt auch Tage, da schläft er 13/14 Stunden. Demnächst fahren wir in Urlaub, ohne ihn. Ich hoffe so sehr, dass er nicht verschläft und trotzdem pünktlich ankommt. Ich kann ihn ja auch nicht einfach morgens liegen lassen, so nach dem Motto "Pech gehabt"! Das gibt ja richtig Ärger wenn er zu spät kommt und vielleicht auch ziemlich drastische Konsequenzen.

      Ich weiß gar nicht genau, was ich jetzt hier möchte. Aber vielleicht schreibt ihr mir einfach mal eure Gedanken dazu? Tut ihr mir den Gefallen? Danke schön.

      Viele Grüße von
      Mir

      • Wenn er gern nachts 13 bis 14 Stunden schlafen will, dann muss er eben entsprechend früh schlafen gehen, damit er seinen Wecker nicht überhört.

        Erst dachte ich, du schreibst von einem Kind in Klasse 5 oder 7....aber dein Sohn ist erwachsen! Klar würde ich ihn auflaufen lassen, hätte ich schon lange. Das passiert ihm 2 Male, dann wird er verstanden haben, dass es SO nicht geht und dass Hektik ätzend ist. Muss er eben einen Bus und Zug später nehmen und sich erklären auf der Arbeit, wie jeder andere auch.
        Geschrei und Gemotze....warum tust du dir das jeden Morgen an? Gib die Verantwortung für sein Handeln nach 18 Jahren an ihn ab, er ist erwachsen mit allen Rechten und aber auch Pflichten. Mamataxi zum Zug? Gibt es erstmal nicht mehr. Besprich das in Ruhe mit ihm. Für mich ist das keine Strafe, sondern eine Erziehung zur Selbstständigkeit, wenn auch etwas spät ;-).
        VG

        Dein Sohn ist 18 und kein Baby mehr. Wenn er länger schlafen will muss er früher ins
        Bett. Wirklich selbständig klingt das alles nicht.ich würde ihn nicht mehr wecken,vielleicht lernt er durch den Anschiss in der Arbeit pünktlich zu sein.

        • (5) 24.05.19 - 16:04

          Hallo. Das ist leider die Reaktion, die ich häufig höre.

          • JA udn,wie handelst du jetzt?

            Ein Tipp von einer Mutter, deren Sohn in der Schulzeit so war wie deiner. In der Schulzeit habe ich mich auch fast verrückt gemacht von wegen Schulpflicht, aber seit mein Sohn sein Abitur hatte und 18 war, habe ich mich zurückgenommen.

            Zum Ausbildungsbeginn habe ich ihm eine schönen alten Wecker geschenkt; so einen mit 2 Glocken,die angeschlagen werden. Einen Radiowecker hat er auch und mal einen Wecker bekommen, dessen Weckton das ganz laute Motorengeräusch eines Rennwagens ist und halt der Handywecker.

            Die stellt er sich immer abwechselnd, mind 2.Wecker gleichzeitig und abwechselnd, weil er sich so an keinen Klang/Klingeln gewöhnt. Das scheint bei deinem Sohn wohl zu sein, bei seinem Klingelton am Handy. Mein Sohn wurde beide Male von seinem Abteilungsleiter angesprochen und ne Abmahnung angedroht, als er mehr als 5 Min, zu spät war; Das war ihm eine Lehre das wollte ja nun auch nicht.

            Soll heißen, lass deinen volljährigen Sohn endlich die Verantwortung für sich übernehmen; und vor allem die Konsequenzen seines Handelns zu tragen.

      Bitte lasse Dir nichts einreden ...Kind ist erwachsen bla bla bla...
      Auch ein 18 jährige braucht Unterstützung und dies ist für mich selbstverständlich,ich habe 6 groß bekommen und auch bei Bedarf individuell begleitet.
      Diese chronische Krankheit würde ich in den Angriff nehmen,ich selbst weiß wie es ist 12 Stunden Sschlaf zu brauchen und einfach am Ende zu sein,da geht nichts und ist auch nicht gesund.
      Ich würde wirklich vernünftig mit ihm reden und einen Ausweg suchen und Hilfe von außerhalb Höllen sollte es nötig sein.
      So ein junger Bub und schon so erschöpft!

      • Dem würde ich eigentlich auch zustimmen - aber nicht bis zur letzten Konsequenz.
        Ich hätte kein Problem einen 18jährigen zu wecken. Aber wenn ich meine Kinder liebevoll wecke, erwarte ich von Ihnen auch, dass sie mich einigermaßen umgänglich behandeln. Mit 18 kann ein junger Mann verstanden haben, dass man auch oder gerade seine Mutter nicht permanent anmotzen muss - zumal die Mama ja auch noch so nett ist, ihr meckerndes Bübchen zur Bahn zu fahren.
        Allerdings würde ich auch schauen, ob er nicht vielleicht andere Medikamente bekommen kann, die sich weniger auf sein Schlafbedürfnis auswirken. mehr als 8 Stunden Schlaf sind nach der Pubertät weder normal noch gesund.
        Und an die TE: Was ich vielleicht noch überprüfen würde, ist, ob er nicht vielleicht eine Depression entwickelt. Die kann auch zu einer gewissen Antriebslosigkeit und damit zu Euren Problemen führen.

        LG

        • Ganz meine Meinung: wecken ja, notfalls zum Bhf. fahren auch noch vorstellbar, aber mich jeden Morgen anmotzen lassen: never, ever.
          Ich verwöhne hier den Sohn auch nach Strich und Faden, aber Rumgemotze führt zur sofortigen Einstellung jeder Service-Maßnahme und der ist er 7.
          Impulskontrolle setze ich schon bei deutlich jüngeren Kindern voraus.

          (10) 24.05.19 - 13:21

          In meinen Augen braucht der Junge Hilfe bevor er wirklich in eine Depression rutscht und dies hat für mich Vorrang!

    Guten Morgen,

    ich würde normalerweise wie die anderen hier antworten, der junge Mann ist immerhin 18, aber er scheint enorm viel Schlaf zu brauchen. ICH finde das nicht normal. Du erwähnst, dass er chronisch krank ist. Vielleicht solltet ihr das mal ärztlich abchecken lassen. Sicher sind die Medis schuld an dem übermäßigen Bedarf an Schlaf.

    LG und Alles Gute

    Ich würde ihn zum Arzt bringen und eine (neue) Therapie suchen.

    Dennoch ist er erwachsen und kann nicht herumschreien und motzen, weil er müde ist.

    Ich würde ihn dazu bewegen, früher ins Bett zu gehen, ihn aber tatsächlich nicht mehr zum Bahnhof fahren oder ihn wecken, wenn er seinen Wecker nicht hört. Wie soll er sonst jemals erwachsen werden?

    • (13) 24.05.19 - 09:46

      Da habe ich wohl etwas falsch formuliert. Nicht er meckert und zankt morgens, sondern ich. Weil ich irgendwann auf 180 bin, ich rufe und gehe zigmal zu ihm hin und irgendwann gegen meine Nerven blank. Er steht irgendwann auf, hat auch irgendwie ein schlechtes Gewissen und redet ziemlich wenig. Also er ist nicht derjenige der herum schreit.

      • Aber warum machst du dir so unnötigen Stress? Bleib ganz cool, lies ein Buch und trinke einen Tee. Sprich mit ihm, dass es ab jetzt komplett seine Versntwortung ist, ob und wann er aufsteht, wie er zur Arbeit kommt und was er seinem Chef erklärt.
        Du unterstützt ihn mit kleinen Gesten, schonmal Kaffee in die Küche stellen oder irgendwas in der Art. Es ist nicht mehr deine Verantwortung. Schone deine Nerven. Er bekommt das schon hin, glaub an ihn.

    (15) 24.05.19 - 16:09

    ...Ja, diese Frage stell ich mir natürlich auch.

    Bisher haben wir oder vielmehr auch mein Sohn und auch mein Mann das einfach so hingenommen. Mir wurde früher oft gesagt, ich würde die Krankheit oder die Medis als Schutzbehauptung vorhalten. Deshalb dachte ich natürlich schon daran.... die vielen Antworten hier schubsen mich aber natürlich in die Richtung mit dem Arzt zu sprechen.

    Viele Grüße

Hi,

ich weiß nicht, was für eine chronische Krankheit dein Sohn hat, dass diese solche Müdigkeit hervorruft. Vielleicht ist es auch eine Nebenwirkung der Medikamente, aber das würde ich definitiv abklären lassen und ggfs nach alternativen Medikamenten suchen.

Ich finde es nicht normal, dass Dein Sohn morgens gar nicht wach wird. Und habe auch meine Zweifel, dass er das in eurem Urlaub schaffen wird - und zwar nicht, weil er unselbständig ist sondern weil er viel zu tief schläft.

Gruß
Kim

Auflaufen lassen ist eine richtig beschi***** Antwort. So lernt das Kind nie etwas und hängt den Eltern immer auf der Tasche. So schadet man sich richtig gut selbst. Gerade bei chronisch kranken/ behinderten Nachwuchs sollte man sowas tunlichst lassen.

Ich würde ernsthaft mit ihm reden tagsüber. Wenn er so lange schlafen muss, dann muss er eben eher ins Bett gehen, alternativ wäre vielleicht mal eine Untersuchung im Schlaflabor angebracht. Eventuell findet man dort heraus, wie man ihn leichter und schmerzfreier wecken kann.

Mein Mann ist such so ein Exemplar und schon 30. Aber immerhin, er ist aus seinem Schlaf zu holen, wenn ich ihn damit erschrecke, das er verschlafen hat.

Dein Sohn ist krank, schreibst du - habt ihr mal sein Blut untersuchen lassen, bezüglich eines mangels? Hat er Atemaussetzer im Schlaf? Mein Mann leidet wahrscheinlich an schlafapnoe (er hat auch epilepsie termin beim schlaflabor steht noch aus),er kann 15 Stunden pennen und bekommt die Augen trotzdem kaum auf. Bei Onkel und Tante das gleiche. Aber die haben mittlerweile eine Maske zur Nacht, die sie mit Sauerstoff versorgt. Seitdem sind beide viel besser drauf und schlafen ganz normal. Vorher könnten die auch 15 Stunden schlafen, ohne erholt zu sein, jetzt reichen ihnen 6-8 Stunden.

Neben dem gesundheitlichen Aspekt solltest du ihm aber auch Feuer unterm Hintern machen. Er ist erwachsen und er kann sehr wohl verstehen, dass er seinen Job verliert, wenn er nicht aufsteht. Und daran würde ich als nächstes koppeln, dass er ausziehen kann, wenn er sein Leben nicht auf die Reihe kriegen will.
Wie gesagt, mein Mann merkt trotz seines diliriums, dass es ernst ist und steht auf. Und er würde es niemals wagen, mich anzupöbeln.

  • (19) 24.05.19 - 16:13

    ...wie schon geschrieben, ich bin die jenige , die morgens hier rumkeift.... leider.
    Danke für deine Antwort. Dein Mann steht erwachsen mitten im Leben. Er weiß genau, wie extenziell Arbeit und Verdienst sind. Ich weiß das auch. Mein Sohn weiß das zwar auch, aber er ist 18. Wie ernst das alles ohne Job etc werden kann, ahnt er nicht - wie seine Kumpels übrigens auch nicht. Noch nicht.

Vielleicht hilft eine andere Art Wecker.

Mein Partner ist schwerhörig und hatte früher einen Vibrations-Wecker. Das Klingeln hat er abgestellt weil er es schlecht hörte, das Vibrationskissen brummte allerdings unter seinem Kopfkissen so extrem, da war an Schlaf nicht mehr zu denken. 😂 Die ersten Male stand ich senkrecht im Bett.

Mittlerweile hat bei ihm das Handy den Wecker verdrängt...aber wohl eher weil ich es definitiv höre und ihn boxe wenn er auf das klingeln nicht reagiert.

Ansonsten würde ich ihn einfach mal fragen wie er sich das vorstellt. Wenn er geweckt werden muss/will...dann ohne Meckerton. (Oder direkt mit nem nassen Lappen, dann kommt man wenigstens nicht alle 5 Minuten wieder.)

Er ist 18 Jahre alt. Er sollte lernen, dass das aufstehen am Morgen sein Problem ist und nicht deines. Wenn dich as Gedudel morgens nervt, dann mach die Ohrenstopfen rein. Zum Bahnhof würde ich ihn auch nicht mehr fahren... wenn er ein paar mal zu Spät auf der Arbeit war deswegen wird er sich schon eine Lösung für sein Problem überlegen.

Wenn er dauermüde ist trotz 13 (!) #schock Schlaf, dann sollte er mal zum Arzt und sich durchchecken lassen ob alles in Ordnung ist, Schilddrüse oder so???

  • (24) 24.05.19 - 13:13

    du hast aber schon gelesen, dass der junge Mann chronisch krank ist (bekommt auch Medikamente) und dadurch so ein hohes Schlafbedürfnis hat und schlecht wach wird?

    Ihn auflaufen lassen wird ihm seine gesamte Zukunft versauen, denn er schläft viel zu tief, um eigenständig den Wecker zu hören. Das gehört nochmal gründlich untersucht - wie schon vorgeschlagen in einem Schlaflabor, Schilddrüse etc oder eben mit der Suche nach alternativen Medikamenten, wenn es Nebenwirkungen sein sollten.

    • (25) 24.05.19 - 22:36

      Eben, schreib ich doch. Er soll sich untersuchen lasse.

      Finde trotz dem hat er dann seiner Mutter dankbar zu sein, wenn sie ihn weckt und zum Bahnhof fährt, wenn er verschläft, statt die abzumaulen.

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