„Erwartungen“ haben, aber selbst nicht erfüllen

    • (1) 24.05.19 - 08:12
      Heute.anonym

      Vermutlich ein kleiner (großer) SiLoPo- aber das muss ich mir einfach mal von der Seele schreiben, da es mich doch etwas wurmt.

      Es geht um meine Schwiegerfamilie (ewiges Thema bei so einigen Leuten, ich weiß 😉).

      Sie erwarten immer Dinge, oder etwas in einem gewissen „Ausmaß“ zu tun, sind dann beleidigt machen es aber selbst nicht anders 🤔.

      Beispielsweise mein letzter Geburtstag (kein runder, keine Schnapszahl- also nichts besonderes). Ich habe meine Familie ganz simpel zu einem kleinen Frühstück eingeladen (mit meinem Mann und mir dann 5 Pers., eig.7,mein Bruder + Frau konnte nicht).
      Im Vorfeld wurde schon mein Mann gefragt „Feiert B denn ihren Geburtstag?“, „Wie die feiert nicht?“, Schwiegereltern (und so eine Frage finde ich ehrlich unverschämt): „Sind wir auch eingeladen?“- wenn man eingeladen wäre, würde man ja eine Einladung bekommen.
      Warum lade ich die nicht ein? Weil es dann mal eben 10 (+4 Kinder) Personen mehr gewesen wären und so viele Kapazitäten habe ich nicht und dür ein kleines Frühstück wieder alles auffahren (zudem noch für extrem undankbare Gäste)- nein danke. Ich möchte mir meinen Geb.nicht versauen.

      So, wenn man dann die anderen Familienmitglieder fragt, was sie denn vorhaben „ach, nichts besonderes, die Eltern kommen zum Frühstück/Kaffee“ what ever. Komisch, da ist das normal?

      Oder wenn geholfen werden soll (Bau, Umzug und sowas)- mein Mann tanzt immer schön an, als wir dann umgezogen sind hat KEINER geholfen. Eine Schwester kam mit Mann und Kleinkind „zum spekulieren“ vorbei und als die dann 2 Kartons mittragen sollten, haben die echt sparsam geguckt und sind dann auch zeitig wieder gefahren.

      An einem Geburtstag bei der Schwiegerfamilie gab es ganz simpel Bratwurst vom Grill mit Baguette aus der Hand (finde ich ja super, wenig Aufwand und es schmeckt gut)- alle waren zufrieden.

      Ein paar Wochen später machen wir dasselbe („Dankesparty“ fürs Helfen beim Umzug etc.-mein Mann war der Meinung, das müsse man machen- hätten sie auch geholfen, hätte ich durchaus mehr aufgefahren. Meine Bedingung war, dass es dann aber eher schlicht gehalten wird) - die Gesichter hättet ihr mal sehen sollen. Das schärfste war noch „Bratwurst?! Wo ist der nächste McD?“ ich wäre fast ausgeflippt- das war dann für mich auch erstmal das letzte Mal, die irgendwie einzuladen oder dort zu helfen... mein Mann muss es nur noch etwas lernen, dass es ja eher „eine Hand wäscht die andere“ heißt und nicht „wasch bitte nur meine Hand“.

      Danke fürs „zuhören“ 😬

      Ätzend. Ich würde mich nicht weiter darüber aufregen, dafür wäre mit meine Zeit zu schade.

      Ich feiere meinen Geburtstag grundsätzlich so, wie ich es will es ist schließlich mein Tag. Die letzten Jahre war das einfach ein schönes, ausfallender Abendbrot mit meinem Mann und meinen Schwiegereltern. Meine Mutter ist eine totale furie (Kontaktabbruch seit 4 Jahren, zum glück), die hätte ich niemals dabei haben wollen.
      An meinem 30. Sind wir nach Dänemark gefahren, damit mir unsere Nachbarn nicht auf den Senkel gehen... die hätten mir eine gebundene 30 in den Vorgarten gestellt und erwartet, dass ich sie bis tief in die Nacht bewirte, mit bier und Schnaps und einem riesigen Buffet - und da wird man nicht gefragt, ob man das möchte, die kommen einfach. Da wir zugezogen sind, gehören sie auch zur Sorte "Wasch meine hand", denn sie nehmen nur, aber ansonsten kommt nichts von ihnen. Die 30 hätten sie nur gemacht, weil's dann ja was zu fressen gäbe. Zur Geburt unseres Sohnes hatten sie nicht mal den Abstand, eine Karte im den Postkasten zu werfen. Aber in den Monaten davor wurden wir für allmögliche feiern zur Kasse gebeten und haben über 400 Euro insgesamt abgedrückt. Zurück kam nichts! Mein Mann hat seinen 30. Gefeiert und ja, sie waren alle da - zum konsumieren. Aber mehr auch nicht.

      • (5) 24.05.19 - 12:37

        Na ist ja auch nett deine Nachbarschaft 🤦🏼‍♀️.

        Und natürlich feier ich meinen Geb.so, wie ich es mag- wäre ja zu schön mich da noch nach denen zu richten 😬. Nur weil die liebend gerne woanders eingeladen werden und selbst nicht einladen...

    Vielleicht merkt deine Schwiegerfamilie auch, dass du ihnen nicht so wohlgesonnen bist? Um mal mit einem Sprichwort zu antworten: "So wie man in den Wald hineinruft, schallt es heraus..."

    Du hast ja scheinbar auch Erwartungen und bist nicht bereit, sie gegenüber der Familie deines Mannes zu erfüllen. Was da nun zuerst passiert ist, ist für mich egal... Du könntest ja auch "der Klügere" sein und etwas netter auf sie zugehen...

  • (9) 24.05.19 - 12:41

    Ich glaube, du verdrehst da auf Versehen etwas.

    Die sind die jenigen, die Pfeifen und mein Mann springt. Aber wenn wir mal Hilfe benötigen, ist keiner da.

    Die lassen sich liebend gerne einladen, sind dann noch super undankbar und laden aber selbst nicht ein.

    Etc.

    Ich denke nicht, dass ich denen dafür (sorry) in den A**** kriechen muss, damit ich ihnen „wohlgesonnen“ bin.
    Ich denke nicht, dass es an mir liegt, dass sie so undankbar und „hilfsfaul“ sind- sie würden damit ja auch meinem Mann (seiner direkten Familie) helfen...

    • Ich verdrehe nichts, sondern bin nur weitsichtig genug, um zu sagen, dass es immer zwei Seiten gibt. Und wir hören hier nur deine.

      Wenn ich es nicht besser wüsste, dann hätte der Text 1:1 von meiner Schwägerin sein können. Sie redet ähnlich über die Familie ihres Mannes, denkt sie wird ständig benachteiligt und die Schwiegerfamilie hätte übertriebene Erwartungen. Dabei überschätzt sie maßlos ihre eigenen "Leistungen"... In dem Fall kenne ich die Familie des Mannes gut und höre auch die andere Seite: Meine Schwägerin macht sich das Leben selber schwer und viele Konfliktpunkte sind auch aus ihrem Verhalten entstanden... (Schade, dass die beiden Parteien nicht bereit sind aufeinander zuzugehen.)

      Ich werde dich wohl nicht überzeugen können, lebe aber eben selbst eher nach dem Motto: Sich selbst nicht so wichtig nehmen oder eben auch mal der Klügere sein und nachgeben. Das hat nichts mit A*kriechen zu tun. Mir ist Harmonie
      meist einfach wichtiger als Rechthaberei...

      • (11) 24.05.19 - 14:12

        Naja, aber letztendlich sagst du, dass ich netter sein soll...
        Wenn man aber Jahre lang macht und tut, hilft, wenn danach gefragt wird, einlädt und dabei macht und tut, aber dann nichts zurück kommt (oder wie schon geschrieben) dabei noch als Dank dumme Sprüche kommen, dann ist irgendwann Schluss mit nett- wobei ich ja deswegen nicht weniger nett zu denen bin, ich reiße mir halt nicht mehr den Pöter für die auf und gut ;).

        Wenn man sich irgendwo sieht, kann man vernünftig über banale Dinge reden und gut. Aber für Leute, die gewisse Dinge beispielsweise nicht zu schätzen wissen, Mühr geben oder sowas, dafür bin ich mir dann doch zu schade- ist so, so bin ich 🤷🏼‍♀️.

        Ich lade z.B. furchtbar gerne andere Leute ein! Leute, die wissen, wie man sich als Gast zu verhalten hat, die wissen, das Hilfe etwas gegenseitiges ist :).

        Das Leben ist ein Geben und Nehmen und nicht nur ein Nehmen- mehr wollte ich bei meinem (wohlgemerkt) SiLoPo gar nicht sagen :)

        (12) 24.05.19 - 23:15

        Hallo,
        Unabhängig mal vom eigentlichen Thema...
        Deine Schwägerin ist die Frau von??? Bist du dann nicht irgendwie selbst teil der Familie? Also quasi selbst Betroffene?
        Dein Schreiben wirkt so, als würdest du die Familie als Außenstehende gut kennen, aber wenn es deine Schwägerin ist, bist du doch Teil des Systems...
        Und da könnte es ja genau so sein, dass du so empfindest, als würde sie ihre eigenen „Leistungen“ maßlos überschätzen und sie evtl. Sogar völlig im recht ist. Immerhin kennen wir ja auch nur deine Seite. Da muss man ja auch weitsichtig genug sein, um zu sagen, es gibt auch da zwei Seiten, vielleicht wird sie ja maßlos übergangen, wer weiß das schon. Vielleicht schätzt auch einfach du ihre „Leistungen“ geringer ein, als sie wirklich sind.

        • 🤣 Sie ist die Schwester meines Mannes (= meine Schwägerin). Geheiratet hat sie einen mir bis dahin unbekannten Mann. Wie sich aber herausstellte, habe ich mit einer jüngeren Schwester des Mannes meiner Schwägerin eine zeitllang studiert, worüber wir wieder in Kontakt kamen. Und da dort alle nah beieinander wohnen, bekomme ich beide Seiten (neutral dazwischen stehend) mit.

          • P.S. Es kam vielleicht nur im letzten Satz heraus, aber ich schrieb, dass ich es schön fände, wenn BEIDE Seiten aufeinander zugehen. Ich bin nicht in allen Punkten gegen meine Schwägerin, habe das nur jetzt eher aus der Sicht geschrieben, da es um den Bezug zur TE ging. Die Schwiegerfamilie ist auch etwas eigen und könnte ihren Teil beitragen. So habe ich es ja auch weiter oben geschrieben. Weder meine Schwägerin noch die TE sind allein verantwortlich aber eben auch nicht NUR die Schwiegerfamilie, wie eben von der TE dargestellt.

(15) 24.05.19 - 09:41

Das Nachfragen zwecks Geburtstag finde ich nicht ungewöhnlich und auch nicht schlimm, schon gar nicht im ganz engen Bekannten- oder Freundeskreis.
Sicher waren sie schon mal bei einer deiner Geburtstagsfeiern da, im engen Kreis gibt es nicht immer eine hochoffizielkle Einladung, und dann fragt man im Zweifelsfall eben nochmal nach, bevor man etwas falsch versteht.
Das wäre in unserer Familie wirklich nicht ungewöhnlich.

Warum ihr überhaupt eine Dankesfeier, ausschließlich für Leute, die nicht geholfen haben, macht, verstehe ich nicht ganz. Dann macht halt eine Einweihnungsfeier, bei der dann eben alle kommen... oder gar nichts.
Dass nur Bratwust nicht unbedingt jeden Geschmack trifft, dürfte dir klar gewesen sein. Dann steh doch auch drüber, wenn einer meckert.

Überhaupt solltest du aufhören, dass alles als ein ausgewogenes Geben und Nehmen zu sehen. Wenn ihr helfen wollt, dann tut das doch, aber ohne Gegenleistung zu erwarten. Und wenn ihr was Besseres vorhabt, dann sagt das Ehrlich, das muss dann auch so akzeptiert werden.

  • (16) 24.05.19 - 12:44

    Naja, wenn es ein paar Wochen vorher EXAKT das Selbe gibt (womit ich, wie schon geschrieben, keinerlei Probleme habe), erschreckt es mich doch, wenn es dann bei uns heißt „Wo ist der nä.McD?“

    Es geht mir dabei auch absolut nicht darum, dass ich mehr erwartet habe oder sowas... es war nur ein Beispiel dafür, dass andere Menschen Erwartungen haben, sie aber selbst nicht erfüllen.

    Vermutlich habe ich das zu kompliziert geschrieben- sorry dafür!

    • Diese Frage nach dem nächsten McDo ist absolut frech und respektlos egal in welchem Kontext. Solche Leute würde ich def. nicht mehr bewirten.

      • (18) 25.05.19 - 18:54

        So, vielen Dank! 🙏🏻
        Endlich mal jemand, der es (auch) verstanden hat, worum es mir bei meinem ursprünglichen Post überhaupt ging!

        Nicht, dass wir eine Helferparty ohne vorherige Hilfe gemacht haben. Nicht, dass es bei uns „nur“ Bratwurst gab (was einige, die hier geantwortet haben,als zu wenig empfunden haben). Nicht, dass ich meine Schwiegerfamilie angeblich nicht als meine Familie ansehen...


        Danke danke danke 😉

    (19) 25.05.19 - 20:23

    Das andere Ereignis war aber die Mutter. Da haben sie sich vielleicht nicht getraut was zu sagen. Oder haben was gesagt und Du hast es nur nicht mitgekriegt. Alles möglich

DIE steht auf der Weide, oder im Stall.

So wie man es in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.

"Ich habe meine Familie ganz simpel zu einem kleinen Frühstück eingeladen (mit meinem Mann und mir dann 5 Pers., eig.7,mein Bruder + Frau konnte nicht)."

Das sagt doch schon alles: Deine Schwiegerfamilie gehört für dich nicht zur Familie.

  • (22) 24.05.19 - 12:50

    Schon wieder nicht verstanden...

    Es waren ja nur Beispiele dafür, dass es Menschen gibt, die Erwartungen haben, sie aber selbst nicht „erfüllen“ (wollen,können, was auch immer).

    Ich lade MEINE Familie ein, da wird schief geguckt, ein Bruder macht es exakt auch so und da sagt dann keiner was. Das irritiert mich schon etwas.

    Die fragen nach Hilfe, bekommen sie und man selbst steht dann ohne Unterstützung da und ich finde gerade bei gegenseitiger Hilfe ist es ein Geben und Nehmen! Ich helfe, ehrlich gesagt, schon mit dem Hintergedanken, dass ich weiß“wenn wie mal Hilfe brauchen, ist dann jemand da!“ Pustekuchen

    • Ich denke schon, dass ich das richtig verstanden habe ;-) DEINE Familie schließt deine SE nicht mit ein, das hast du ja jetzt nochmal betont. Ist ja auch OK, ist ja kein Zwang. Ist bei uns zwar anders, da separiere ich nicht in SEINE Familie und MEINE Familie, aber das muss ja nicht überall so sein.
      Vielleicht solltest du zukünftig weniger danach gucken, was die anderen so treiben und einfach machen, was DU willst. Helfen ohne Hintergedanken oder halt nicht helfen--das erspart auf jeden Fall die Enttäuschungen.

      • (24) 24.05.19 - 14:15

        Dass die nicht Familie sind, habe ich nicht geschrieben.

        Nur „die Seite“ der Familie ist halt so und dann schreibe ich natürlich auch Schwiegerfamilie, damit man beim lesen auch weiß, wer gemeint ist.

        Aber tatsächlich sind „meine Familie“ mein Mann und meine Kinder. Dann gibt es noch die Schwiegerfamilie und meine „Herkunftsfamilie“. Letztendlich alles Familie, nur anders bezeichnet;)

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