Frage an Erzieherinnen - Personalnotstand

    • (1) 25.05.19 - 15:25
      AndereBetroffene

      Hallo,

      zunächst Entschuldigung dafür, dass ich die Frage in diesem Forum stelle, aber ich möchte nicht mit meinem Namen erscheinen, um keine Rückschlüsse auf mich und meinen Arbeitgeber zu ermöglichen.

      Mein Problem ist Folgendes: In meiner Einrichtung sind wir personell chronisch unterbesetzt. Nicht nur, dass es seit Monaten 4 vakante Stellen gibt, hinzu kommen die üblichen Urlaube, Fortbildungen, Krankheiten und Dauerkranke Kollegen.
      Ich fühle mich im Moment unglaublich überlastet. So macht das Arbeiten keinen Spaß, weil wie ihr euch denken könnt, alles nur noch Mangelverwaltung ist. Ausflüge fallen aus, Pädagogische Angebote? Davon träumt man nur noch. Es ist nur noch Betreuung (um nicht zu sagen Verwahrung) der Kinder und das ist nicht das was ich möchte und auch nicht das, was die Eltern und die Kinder möchten.
      Es kam in der Vergangenheit bereits zu Notgruppen, weil zu viele Kollegen krank waren, während andere im Urlaub waren. Der verbliebene Rest der Kolleginnen konnte den Betrieb nur noch teilweise aufrecht erhalten.

      Und ich weiß, dass es einen Betreuungsschlüssel gibt, den man zwar nicht jeden Tag genau einhalten muss, aber wenn über MONATE hinweg, jeden einzelnen Tag zu wenige Erzieherinnen auf zu viele Kinder kommen, dann muss doch seitens des Trägers mal ein Einsehen kommen! Das kann doch so nicht weitergehen! Was, wenn einem Kind etwas passiert und es keiner gesehen hat, weil einfach keiner mehr da war? Wenn ich ein Kind umziehen muss und in der Gruppe fällt einer auf den Kopf oder so. Ich kann nicht zwei Räumlichkeiten gleichzeitig überwachen, weil ich nicht durch Wände gucken kann. Und ich kann auch niemand bitten, kurz zu übernehmen, weil die anderen Kolleginnen ja dann die anderen Kinder im anderen Raum alleine lassen müsste.
      Es fehlt einfach richtig an Personal. Und deswegen ist jeder einzelne Tag furchtbar schlauchend und anstrengend. Man hat einfach das Gefühl, den Bedürfnissen des einzelnen Kindes so nicht gerecht werden zu können. Es ist Monate her, dass ich Zeit hatte, ein Spiel mit den Kindern zu Spielen, eine Runde UNO zum Beispiel. Nein geht nicht, weil ständig nebenbei Kinder gebracht werden, das Telefon bedient werden muss, Kinder getröstet werden müssen, die Brotzeit begleitet werden muss, ein Kind Hilfe beim Umziehen braucht, Streit um Spielzeug geschlichtet werden muss usw. und niemand ist da, der helfen könnte.

      Entschuldigung, es ist lang geworden, ich musste das einfach einmal loswerden. Und ich bitte auch um Rat und moralische Unterstützung. Ist es bei euch auch so, kommt jemandem das bekannt vor?
      Wie motiviert ihr euch weiterzumachen, wo tankt ihr Kraft?
      Und was kann ich als Einzelperson ganz konkret tun um die Situation für Kinder, Erzieher und Eltern zu verbessern?

      Dankeschön

      • (2) 25.05.19 - 15:55

        Um was für einen Träger handelt es sich denn? Frei, kirchlich oder städtisch?
        Wenn in unserer Einrichtung ein solcher Notstand herrschen würde, könnte ein Wink an die Politik hilfreich sein - jedoch kam das bisher nicht in dem Ausmaß vor.

        Dürft ihr streiken?
        Gibt es eine Gewerkschaft?

        Was sagen denn die Eltern? Bekommen die das mit?
        Wenn alle Stricke reißen und in Eurer Einrichtung die Möglichkeit besteht:
        Macht eine Gruppe temporär dicht, sodass Kinder zuhause bleiben müssen und die Eltern auf die Barrikaden gehen (müssen).
        Sehr drastisch, sehr grausam, aber eventuell wirkungsvoll.
        Sehr schade für die Kinder, aber über kurz oder lang geht ihr kaputt und damit wäre den Kindern am allerwenigsten geholfen :(

        • (3) 25.05.19 - 17:05
          andereBetroffene

          Es ist ein städtischer Träger.
          Und streiken dürfen wir generell schon, aber nur, wenn es in der Urabstimmung zum Streik kommt. Man darf nicht einfach so streiken.
          Was genau die Eltern wissen, weiß ich nicht, aber jeder, der nicht auf beiden Augen blind ist, sieht, dass keine Leute da sind.
          Sie sehen auch, dass man manchmal früh und spät da ist, weil so große Personalnot herrscht.
          Und die allermeisten Eltern sind auch dankbar dafür, dass wir diese Überstunden schieben, weil sie die Betreuung wirklich brauchen. Und deswegen können auch nicht alle ihre Kinder zu Hause lassen. Und sollen eigentlich auch nicht, denn dann hätte der Träger ja wieder recht zu sagen „passt doch so“. Aber es passt einfach gar nichts.
          Ich wünschte mir auch manchmal einfach strikt nach Schlüssel zu arbeiten und beim „zuvielten“ Kind einfach zu sagen, geht heute nicht mehr, komm morgen wieder. Aber das geht natürlich nicht und es würde in jedem Fall immer den Falschen treffen.
          Aber es macht mich fertig.

      (4) 25.05.19 - 16:58

      Bei der Stadt oder Gemeinde müsste es Aufsichtsbehörden geben, die man auch anonym über konkrete Umstände informieren kann.

    • (5) 25.05.19 - 17:34

      Ich kann dich verstehen. Ich bin betroffene Mutter. Habe mit der Stadt tel. Das mal.die Politik tätig werden muss. Das bei uns in der Stadt einige Erzieherinnen nicht arbeiten. Da es sich nicht lohnt und und und. Dass Erzieherinnen von ihren eigentlichen Aufgaben abgehalten werden, Reinigung von Räumen etc. Erledigen. Fuer so was gehören fuer mich Putzkolonnen her. Gebracht hat es leider nix. Leider. Wenn mal eine Petition dieabzgl. Aufkommt, ich bin dabei.

      (6) 25.05.19 - 17:42

      Hallo,
      Ich bin keine Erzieherin aber betroffen von dieser ganzen Situation. Mein großes Kind kommt im Sommer zur Schule und kommt aus der Ganztagsbetreuung und wir haben hier keine Ganztagsschule, der Supergau sind die nichtvorhandenen Hortplätze. Es ist nun tatsächlich so, dass in diesem Jahr aufgrund des Mangels an Personal keine Plätze vergeben werden. Mein zweites Kind sollte ab Sommer in die Krippe gehen, auch da haben wir keinen Platz bekommen und sind beide berufstätig. Tja und nun... wird eine spannende und enge Kiste.
      Bei uns im Bundesland gibt es vom Kultusministerium zwei Arbeitsgruppen zu dem Thema. Anstatt da mal pragmatisch ranzugehen wird also getagt und darauf beharrt, dass das pädagogische Konzept aber vorsieht. Die Realität ist eine andere und das es auch für die Erzieher unzumutbar ist unter solchen Bedingungen zu arbeiten anstatt für schnelle Lösungen zu sorgen interessiert offensichtlich niemanden. Da müssen jetzt also ganz viele Leute mal wachgerüttelt werden und endlich handeln.

    • Was unternimmt die Leitung denn dagegen? Gibt sie dem Träger keine Rückmeldung darüber, dass bei euch so viele Fachkräfte fehlen? Es gibt einen gesetzlich vorgeschriebenen Stellenschlüssel. Wenn dieser über Monate unterschritten ist, kannst Du eine Überlastungsanzeige schreiben und diesen beim Träger und der Sozial- und Jugendbehörde einreichen.

      Bin im Gesundheitswesen... glaubst du da isses anders?

      Danke, dass du das schreibst. Vielleicht kapiert dann die eine oder andere Mama, dass dich Selbstzucht kümmern Ggf besser ist als bei völlig überforderten fremden Betreuern.
      (Kenn das aus unserem KiGa seit 5 Jahren als Dauerzustand!)

      • (9) 25.05.19 - 20:26

        Was fuer ein Rat. Ich arbeite selbst in einem Bereich, in dem Fachkräfte Mängel herrscht. Und in unserer Gruppe sind auch Kids von Eltern aus dem Gesundheitswesen. Toll bleiben die halt daheim.

    Hallo ,

    wenn das eine städtische Einrichtung ist müsstet ihr eigentlich eine Mitarbeitervertretung haben.

    Ihr könnt bzw. ihr müsst an jedem Tag an dem ihr unterbesetzt sein eine Überlastungsanzeige schreiben . Vordrucke findest du im Internet.


    Diese geht an den Arbeitgeber und an die Mitarbeitervertretung/ Betriebsrat .

    Damit sichert ihr Euch ein Stück weit ab und der Arbeitgeber ist in der Pflicht den vorhandenen Missständen entgegen zu wirken.

    Solange ihr weiter schuftet und stillhaltet wird nichts passieren . Und natürlich kann der Arbeitgeber auch nicht zaubern , aber es muss etwas passieren ( bevor etwas passiert )

    Wenn ihr einen Betriebsrat habt muss der tätig werden .
    Dauerkranke ,die aus der Lohnfortzahlung rausfallen , können mit Aushilfskräften oder Leiharbeitern besetzt werden.

    Falls ihr keinen Betriebsrat habt würde ich die Überlastungsanzeigen weiter nach oben reichen . An den zuständigen für Soziales , Bürgermeister etc.

    Einfach an die Öffentlichkeit dürft ihr nicht . Das könnte bösen Ärger geben von wegen Schweigepflicht..

    Ich kenne diese Situation zu genüge aus der Altenpflege.
    Viel Kraft und habt keine Angst wegen den Überlastungsanzeigen . Ihr tut es für Euren Kinder , Eltern und vor allem auch für Euch.

    LG
    Tina

    Es gibt nicht genug Erzieher (bzw. Sozialassistenten, Kinderpfleger usw).
    Ich fürchte, dass das auch daran liegt, dass es sich um eine überwiegend schulische Ausbildung handelt, in der nichts verdient wird,

    Und Quereinsteiger, wie z.B. eine normale Mutter werden nicht eingestellt, weil keine pädagogische Ausbildung. Das wollen die Eltern auch nicht.

    Es handelt sich hier durchaus um eine schöne Tätigkeit, die aber auch anstrengend ist und den einen oder anderen ins burn out bringen kann.
    Das System müsste durchlässiger sein, sonst sind irgendwann alle krank. Und die Ausbildung müsste vergütet werden, ggfs. Gehaltserhöhungen usw. usf.

    In einer Nachbargemeinde wurde aktuell eine Initiative gestartet, dass fachfremdespersonal eingesetzt wird. Die müssen alle 4 Wochen die Einrichtung wechseln und dürfen nicht allein am Kind sein. Sie dürfen zusammen mit einer Erzieherin alles machen und auch den kompletten hauswirtschaftlichen Bereich. Die ersten haben jetzt angefangen. Ansonsten ist es vielerorts einfach nicht möglich genug Personal einzustellen. Habe aber auch das Gefühl dass es sehr Einrichtungsabhäbgig ist bzw an der Leitung liegt wie gut sie ihre stellen nach besetzt bekommt. Wir haben den Luxus in einem Kindergarten zu sein, der bisher immer personell gut besetzt war. Ich hoffe das bleibt 2 weitere Jahre so.

    Hallo,

    das kenne ich so von unserem Kindergarten nicht. Da muss der Leiter und auch der Träger der Einrichtung doch etwas tun!?

    Solche Engpäse kenne ich nämlich sehr wohl. Da es bei uns keine Gruppen gibt, kann man fehlende Kollegen ganz gut abfangen. Dann werden eben ein bis zwei Räume weniger oder erst später geöffnet. Außerdem gibt es einen Aushang, dass man - wenn möglich - seine Kinder bis spätestend 16 Uhr abholt. Wer arbeiten muss, kann mit der Leitung sprechen, dann wird eine Lösung gefunden, aber meist ist es den Eltern möglich die Spätbetreuung zu entlasten.

    Bei längerem Personalnotstand werden Erzieher/innen aus anderen Einrichtungen des Trägers ausgeliehen. Das habe ich bisher 2 Mal erlebt. Ich weiß außerdem von einem Mal, bei dem ein Erzieher unseres Kindergartens in einem anderen ausgeholfen hat.

    Unser Kindergarten und auch der Träger sind da wirklich klasse. Ich würde mich wohl an deiner Stelle dorthin wenden. Wenn die Leitung nichts tut, dann musst du eben den Träger informieren.

    LG

    Ich kenne solche Phasen leider auch. Aber bei uns sind es meist wirklich Phasen und kein Dauerzustand.
    In NRW gibt es einen großen Fachkräftemangel in unserem Bereich. Die Stellen sind zwar ausgeschrieben, können aber nicht adäquat besetzt werden. Dann entstehen bei uns auch solche Engpässe. Da ist guter Rat teuer. Ich glaube, solange die Ausbildung 4 Jahre dauert und weitestgehend unbezahlt ist, wird sich nicht viel ändern. Ungelernte Kräfte wünschen sich weder die Erzieher noch die Eltern. Die Politik muss sich dringend was einfallen lassen um dieses Problem zu beheben. Das hilft dir nur jetzt gerade nicht. Du kannst höchstens versuchen, das an dir abprallen zu lassen oder dich anderweitig zu bewerben. Hoffen wir das es irgendwann besser wird.

    (15) 25.05.19 - 21:19

    Hallo,

    ich kenne das nur zu gut!
    Über 15 Jahre habe ich im Kindergarten- / krippenbereich gearbeitet.
    Verschiedene Städte, Träger (städt., kirchl., frei) und überall das gleiche Thema.
    Viel zu wenig Personal und ständiges Arbeiten an der Belastungsgrenze.
    Betreuungsschlüssel werden schön gerechnet und die Anforderungen immer mehr...
    Dazu kommt, dass schlicht Personal fehlt. Die Träger würden gerne Leute einstellen, es fehlt aber an qualifizierten Menschen.

    Ich habe meine Konsequenzen gezogen und arbeite seit 1,5 Jahren als Tagespflegeperson.
    Es ist herrlich! Ich betreue max. 5 fremde Kinder + mein eigenes (Im Gegenzug von 15 Kindern in der Krippe und 25 im Kindergarten (auch alleine, über Monate)).

    Endlich kann ich so arbeiten, wie ich es will. Ich muss keine Kinder mehr einem System anpassen, das ich selbst nicht gut finde, sondern passe das System den Kindern an.

    Bedürfnisorientiert, mit echter Bindung zu einer! (immer anwesenden) Bezugsperson und Hand in Hand mit den Eltern.

    Ich verstehe deine Frustration, eine echte Lösung habe ich nicht...

    Ich bewundere jeden, der diesen Beruf bis zur Rente durchhält!

    Alles Gute!

    • (16) 25.05.19 - 21:22

      P. S.

      Ob mein eigenes Kind (2,5 J.) in den Kindergarten gehen wird, weiß ich noch nicht. In den Jahren im Kiga habe ich zu viel erlebt um anderen mein Kind blind anzuvertrauen. Die ständige Überforderung hinterlässt bei allen Spuren...

Das ganze Dilemma hat mit dem Rechtsanspruch ab einem jahr begonnen und mit dem Ausbau von Ganztagesbetreuungen.
Ich bin selbst Erzieherin und die Bedingungen werden immer schlechter.
Ein Trägerwechsel wirkt sich bei den meisten finanziell negativ aus, da man bei vielen als Berufsanfänger eingestellt wird.
Meine Konsequenz : ich suche mir eine Stelle außerhalb der kinderbetreuung.
Verheizen lass ich mich nicht.
Traurig, aber wahr :-(

Ich denke es ist heute leider normal irgendwo zu arbeiten wo man chronisch unterbesetzt ist. Schön ist das nicht aber es spiegelt die Gesellschaft wieder, niemand will für vermeintlich wenig Geld einen stressigen Job machen und da gehört z.B. das Gesundheitswesen, diverse soziale Einrichtungen, Einzelhandel, Gastronomie usw dazu.
Solange die Menschen da nicht an ihrer Einstellung arbeiten wird sich keine Lösung finden. ich sehe aber die Arbeitseinstellung, gerade von Azubis ehr kritisch, es gibt viele( unberechtigte) Krankschreibungen wenn jemand für das WE oder gar am Abend eingeteilt wird.
Die Kiga Zeit meines Sohnes liegt 8 Jahre zurück, damals waren in seiner Gruppe 15 Kinder und 3 feste Betreuer. Die anderen Gruppen hatten 25 Kinder und 3 Betreuer, dazu kamen noch etliche Praktikanten bzw. Wehrdienstverweigerer. Der Personalschlüssel war okay, trotzdem waren viele mit der geleisteten Arbeit nicht zufrieden. Als dann in einem Jahr noch über 20 sehr kurzfristige Streiktage dazu kamen kippte die Stimmung bei den meisten.
Ich bin in einem System aufgewachsen da war Kinderbetreuung normal, das ist jetzt leider schon lange nicht mehr der Fall.
Der Beruf ist unattraktiv, ich fürchte das wird er auch Inden nächsten Jahren bleiben.

LG
Visilo

Hallo! Ich bin nicht direkt betroffen - meine tochter geht zwar in die krippe, jedoch gehören wir glücklicherweise zu einer gruppe, in der das personal konstant und glücklicherweise wenig krank ist. In anderen gruppen sieht es anders aus... burnout, ständig erkältet, bandscheibenvorfall. Im zugehörigen kindergarten gubt es mehr aushilfen als festes personal, allerdings kommt unsere kleine auch hier wieder in eine recht konstante gruppe (unsere grössere war dort auch schon).

Es ist leider in den berufen wo man "richtig arbeiten" muss ein dauerzustand. Mein mann arbeitet in der logistik in einem einzelhandelsunternehmen, die finden seit jahren sehr schwer personal geschweige denn azubis.
Das ist leider die entwicklung in unserer gesellschaft, jedes kind soll nach dem willen seiner eltern abitur machen, jedes kind soll studieren, jeder hauptschüler besucht nach dem M-Zweig-Abschluss die FOS... wer genau soll denn in zukunft noch kassiererin, altenpfleger oder kinderpflegerin sein? Jeder wil im büro arbeiten, für möglichst wenige stunden, möglichst viel geld verdienen.
Die ausbildung ist zu wenig attraktiv, eine grundschullehrerin studiert nur ein jahr mehr als eine erzieherin und erfährt viel mehr anerkennung. Lehrerin klingt natürlich viel gebildeter als erzieherin...

Helfen kann ich dir nicht aber ich denke, fast jeder kennt und erkennt das problem.
Eventuell solltest du die zustände bei einer zuständigen stelle melden - ich kenne mich da nicht so aus. Eltern und elternbeirat sollten aktiv werden, vielleicht gibt es auch unkonventionelle lösungen, wie jede gruppe mit einer ungelernten kraft zu unterstützen? Bei uns gibt es mehrere ungelernte kräfte, wir sind allerdings ein dorf wo jeder jeden kennt und so auch die personalfragen manchmal ein bisschen weniger bürokratisch gelöst werden.

LG und alles Gute für dich
Bianca

  • Hallo! Eine Lehrerin hat ein Abitur und ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Eine Erzieherin Realschule und Kinderpflegeschule. Ich denke nicht, dass man das so vergleichen kann. Nur mal so nebenbei.
    LG

    • (21) 26.05.19 - 14:24

      Aber es gibt nicht DIE Erzieher Ausbildung. Bei uns im Bundesland gibt es bereits seit einigen Jahren eine Ausbildung, die man nur mit Abitur/Fachhochschulreife direkt anfangen kann.
      Zudem gibt es vermehrt Studiengänge (unterschiedliche Namen je nach Standort), bei denen man am Ende Kindheitspädagoge ist. Letztere sind auch für leitende Funktionen qualifiziert. Aber da gibt es ja nur begrenzte Stellen. In der Realität landen die meisten aktuellen in Krippen oder Kindergärten und arbeiten eben in der Betreuung.
      Dadurch wird das ganze durchaus auch für Abiturienten attraktiver. Beim Studium gibt es allerdings noch einige Probleme, zB. ist es wohl so, dass viele Einrichtungen das überhaupt nicht kennen usw. usf.

      (22) 26.05.19 - 15:31

      Da hast du aber keine Ahnung! Sorry!

      (23) 26.05.19 - 16:50

      Sorry, da bist du aber schlecht informiert um z.B in Hamburg Erzieher zu werden dauert die Ausbildung 5 Jahre ...erst 2 Jahre SPA und dann 3Jahre zum Erzieher...alles ohne Verdienst.
      Ich habe meine Ausbildung 1988 begonnen und musste mit Realschulabschluss noch 6 Jahre Ausbildung absolvieren .....so lange studieren andere....
      Lg

      • (24) 26.05.19 - 20:10

        Hey
        Das war bei mir ebenso!
        Habe meinen Realschulabschluss gemacht, danach 2 Jahre Sozialpädagogische Assistenz und 3 Jahre Erzieher hinterher.
        2003 mit 17 Jahren habe ich angefangen, auch alles ohne Vergütung.

        So eine lange Ausbildung ohne Vergütung kann sich kaum noch einer leisten.

        Lg Thommy04

Puh, klingt nicht toll. Was sagt den der Betreiber? Warum kommt kein Personal. Ich glaube es gibt auch unterschiede pro Land. In Deutschland kenne ich mich nicht aus. In Österreich könnte man Nachsichten beantragen, damit eine gute Kraft in der Gruppe stehen kann. Oder, man hat Springerpersonal.
Alles Gute und viel Kraft.
Von einem Haus, weiß ich, dass Eltern welche zu Hause sind gebeten wurden, die Kinder in dieser Situation zu Hause zu lassen. Da lag damals das halbe Personal mit Magen Darm Infekt.

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